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Vollständige Version anzeigen : Vorwärtsfahrt bei Autorotation


holger
29.03.2003, 00:09
Hallo,

ich habe mich in den letzten Tagen endlich mal durchgerungen, absichtlich und ohne erkennbare Notlage den AR-Schalter zu benutzen :D
Im allgemeinen klappen die ARs inzwischen auch recht gut, allerdings ist es mir absolut ein Rätsel, wie man im AR-Zustand soviel Vorwärtsfahrt behalten kann, um damit wie in einigen Wettbewerbsfiguren noch irgendwelche Kurven oder eine nennenswerte Strecke zu fliegen.
Selbst wenn ich bei absoluter Höchstgeschwindigkeit und 0° Pitch den Schalter umlege, ist beim kleinsten bisschen Nick sofort die Fahrt weg, ohne diesen Nickausschlag habe ich aber das Gefühl das die Drehzahl ziemlich schnell abnimmt. Das Ganze führt dann zwar zu einem stabilen und kontrollierbaren Sinkflug, aber dessen Winkel dürfte so im Bereich von 50-70° liegen.
Der Heli ist übrigens ein 60er mit 180g schweren symmetrischen 700er BBT-Blättern.
Was mache ich falsch?

Viele Grüße,
Holger

VRquaeler
29.03.2003, 00:23
Hi Holger,

Du machst nix falsch, das ist ganz normal. Fuer Hoechstfahrt wird (ordentlich) Leistung benoetigt. Die einzige Energie, die Du in der Autorot hast, ist Hoehe. Ein Nickziehen bremst nochmal zusaetzlich. Hier kannst Du dann etwas kinetische Energie aus der Fahrt mitnehmen.
Der Gleitwinkel ist auch normal, mit steigender Uebung bekommt man ein immer besseres Gefuehl fuer den Energiehaushalt des Rotors und man kann dann z.B. den Anflug etwas strecken oder irgendwann mal auch noch Faxen einbauen.

Maik Otto
29.03.2003, 17:59
hi
Was mache ich falsch
eigentlich nicht viel :D . ich habe meine trimmung

im ar modus so eingestellt das die taumelscheibe leicht!!!!

nach vorn kippt wenn du dann noch im sinkflug so ungefähr

5 grad negativ pitch (je nach heligewicht) dazu gibst

hält der heli die drehzahl und es dürfte besser gehen .

siXtreme
29.03.2003, 18:47
Hallo Holger,
Ich würde den Heli in einen Fallwinkel von ca. 75° bringen.
Ab einer Höhe von ca. 10m beginne ich nur Nick zu ziehen, damit allmählich die Vorwärtsfahrt abgebaut wird. Durch das anstellen der Rotorkreisebene wird der Heli sowieso in der Fallgeschwindigkeit etwas gebremst (wie bei einer Frisbee-scheibe).
Dann ab Augenhöhe fange ich an mit Pitch den Heli abzubremsen und diesen sanft aufzusetzen (nicht vergessen: mit Nick rechtzeitig drücken, um den Heli in die waagrechte zu bringen).
Kleiner Tipp: stell dein max. Pitch auf mechanisch größtmögliches Pitch ein um alles auskosten zu können.
Daß man dabei kaum mehr zyklisch steuern kann macht nichts, denn wenn man diesen Punt erreicht hat und noch in der Luft ist und korrigieren muß, hat man was falsch gemacht ;(

Viel Spaß beim Üben.

Gruß Robert

dauerheckrohr
30.03.2003, 11:44
Hallo Holger,
ich hab das ganze mit der AR schon mal so weit getrieben, daß es fast wie Segelflug aussieht (einfach 0 Grad Pitch und den Heli segeln lassen)Dabei kannst Du zwar die REotorblätter schan fast einzeln sehen, aber es funktioniert! ;) Allerdings sollte man ab 20m Mindesthöhe damit aufhören und dann schnellstens versuchen wieder Drehzahl aufzubauen. probiers einfach mal aus: Fang sehr hoch an und "segle" mal mit 0 Pitch einfach 100 meter geradeaus, dann wieder minus Pitch - so um die -4Grad, dann baust Drehzahl auf und Höhe ab, Sicherheitshalber am Anfang einfach wieder
Motor ein, dann kann nix passieren.
Macht Laune! Probiers mal :D
Gruß
Wolfgang

siXtreme
30.03.2003, 12:55
Bitte beachte!
Niemals Durchstarten bei niedrigsten Rotordrehzahlen. Sonst kann passieren, daß der Motor schlagartig gasgibt und dein Heli durch das übermäßige Drehmoment ungewollte Piruetten schlagen kann, da auch der Heckrotor nicht genügend Drehzahl hat um dies auszugleichen. Hab da selber schon Abstürze gesehen. ;(
Entweder bei geringster Höhe lieber landen oder vorher Drehzahl aufbauen. Sinnvoll ist auch die Hochlaufzeit des Motors etwas zu verlangsamen um diesen Effekt zu verringern. Bei mir hat sich eine Zeit von 1-1,5 Sekunden bewährt (kann man mit der Anlage programmieren).

Gruß Robert

dauerheckrohr
31.03.2003, 09:29
Hi Robert,
da hast Du absolut recht. Bei den 10ccm Motoren war das noch kein Problem, aber mit 15ccm dreht der Motor willig hoch und der heli willig anders rum und das Heck hat noch keine Kraft zur Gegenwehr! Eine andere bittere Erfahrung bei diesen Versuchen (Damals noch mit Three Dee ALT) war, daß ich den Rundflug mit 0Pitch bis auf mehr als 20Sekunden ausdehnen konnte. Ich wurde immer frecher und dachte, daß man so doch auch landen können müßte wie mit nem Flugzeug (auf den Kufen rutschend! ;( ) Hat nicht hingehauen! Weil beim Pitchgeben zum Abfangen einfach nix mehr da war. Hat ein paar Euro gekostet! ;(
Also Leute, tastet Euch langsam ran. mit AR geht mehr kaputt als beim 3D ist so meine Erfahrung.
Tschüß
Wolfgang

holger
31.03.2003, 15:35
Hallo,

danke erstmal für Eure Tips. Habe am Wochenende etwas herumprobiert. Es stimmt auf jeden Fall, je mehr Pitch, desto weiter kommt man. Aber ganz so weit habe ich micht noch nicht getraut. Irgendwie ist mir nicht so ganz wohl, wenn man die Rotorbätter im Flug sieht 8o . Wie weit ist man dann noch von dem Punkt weg, an dem kein Steuern mehr möglich ist? Verhält sich da ein echter Heli genau so wie die üblichen Simulatoren?

Ansonsten habe ich festgestellt, dass mein Heck im Heading-Hold-Modus beim Umschalten einige Male recht heftig schaukelt, was scheinbar enorm Energie frist. Ich schalte jetzt bei AR auf Normalmodus um, seitdem gehts schon erheblich besser. Wie stellt Ihr Euren Kreisel in der AR ein?

Zur Zeitverzögerung: Hatte ich sowieso schon drin, der Kupplung und dem Motor zu Liebe...

Viele Grüße,
Holger

Styro-Stefan
31.03.2003, 15:45
denk dran desto höher du fliegst desto mehr drezahl kannst du aufbauen (sinkflug) diese drezahl kannst du nun bein vorwärtsflug verwenden

VRquaeler
31.03.2003, 22:57
Hi Holger,

Wie Wolfgang schon schrieb, schoen langsam rantasten, beim Autorotten (hat das etwa was mit Hubi-Ausrotten zu tun??) kann schnell mehr kaputt gehen als bei dem einen oder anderen 3D-Experiment.
Frag nicht, wo her ich das weiss... :D

heliminator
01.04.2003, 21:54
Sorry,
jetzt kommt hier ein dynamischer Anfänger dazwischen:
Ich habe mir in diesem Jahr (ja, sooo langsam kann das gehen)
die Autorotation zum Ziel gesetzt.
Woran ich die ganze Zeit herumkaue: Wie fange ich´s an?
Erstmal Höhe, Gefühl für den schnellen Abstieg entwickeln,
abfangen? Bisher habe ich noch nicht den Mut, den Schalter
umzulegen und auf Leerlaufdrehzahl zu gehen. Ergo habe ich
beim Abfangversuch schon wieder Drehzahl durch den Motor
und nicht durch die drehzahlaufbauenden Rotorblätter selbst.
Auch das eigentliche Anfangen: ab welcher Höhe etwa sollte
man beginnen, um den Heli nicht stumpf einschlagen zu lassen?
Was ist noch zu hoch?

Ihr seht, man kann sich auch mit für manche einfachen Fragen
quälen..

Zumindest im Reflex klappen ca. 9,5 von 10 Versuchen.
Bleibt nur noch die Frage, inwiefern der Sim auf die Realität
zu übertragen ist..

Gruss,
Thilo

Maik Otto
01.04.2003, 22:04
hi
ja ...der weg ist schwer ich habe es heute bei starken wind

auch wieder versucht . mit mäßigem erfolg .

wichtig ,zumindest für mich richte ein erhöhtes stangaas

ein mit wenn möglich mit zeitverzögerter umschaltung .

so ca 0.5 -2 sekunden

und dann ............zählt der mut ...wird schon .

die höhe sollte auf jeden fall ausreichend sein so das

bei eventuellen drehzahlabfall durch falsches steuern des

pi-knüppel der motor zeit hat wieder drehzahl aufzubauen .

ansonsten ist er hin ;(

teste es einfach mal .

holger
01.04.2003, 22:38
Hi Thilo,

vielicht beschreibe ich mal kurz, wie ich mit den ARs angefangen habe. Bin zwar noch lange nicht der Profi in Sachen AR, aber da meine erste (gewollte) AR nun ne gute Woche her ist, kann ich mich noch ganz gut erinnern ;)

Ich den AR-Schalter (nach einigen Tipps hier aus dem Forum) in einem Meter Höhe im Schwebeflug bei ordentlich Drehzahl ausprobiert. Unbedingt beachten: der Schwebepunkt sollte sich in der AR-Phase an der gleichen Knüppelposition befinden, sonst gibts beim umschalten einen gewaltigen Satz... Ansonsten kann ich mit meinem 60er aus 1850 rpm heraus nach dem Umschalten so ca. 5 Sekunden einfach weiterschweben, um danach in den nächsten 5 Sekunden langsam zu Boden zu sinken. Kurz vor dem Aufsetzen etwas Pitch nachlegen und das wars auch. Das funktionierte bei mir eigenlich auf Anhieb ohne allzu grosse Überaschungen (bis auf die Sache mit dem Heckrotor, s.u.). Danach habe ich steile und schnelle Sinkflüge aus grosser Höhe bis auf etwa 5 m bis zum Umfallen geübt. Der nächste Schritt waren dann einige kurze Versuche, bei diesen Sinkflügen für einige Sekunden in die AR und wieder zurück zu schalten, wenige Flüge später habe ich die Sache dann zum ersten Mal durchgezogen.

Zur Ausgangshöhe:
Zu hoch gibts eigentlich nicht. Der Sinkflug mit etwas Negativ-Pitch ist eine recht stabile Angelegenheit. Der Heli wird nicht schneller. Du musst halt nur zusehen, dass Du in etwa "bei Fuss" ankommst, und das erscheint mir mit zunehemender Höhe schwieriger.

Zum Abfangen: ich habe eine starke Tendenz, damit zu früh anzufangen. Das führt dann zu einem Schwebeflug in 5m Höhe und letztendlich zu einem relativ unsanften Absetzen. Nach etwas Überwindung fange ich damit jetzt in ca. 10m an und bin in etwa 1m Höhe mit ordentlicher Drehzahl im Schwebeflug und setze den Heli dann ganz normal ab.

In folgende Fettnäpfchen bin ich getreten

1) unterschiedliche/fehlende Expo-/DR-Einstellungen (durch separate AR-Flugphase). Der Heli war dadurch in der AR immer irgend komisch/ungewohnt zu steuern. Hat wirklich lange gedauert, bis ich da drauf gekommen bin.

2) Heckrotor-Probleme - der Heading-Lock-Modus vom Robbe 3D-Gyro (bei 80% Empf.) führt bei mir zum starken Pendeln beim Umschalten zwischen AR und Normalflug und frisst extrem Energie (mitdrehender HeRo), siehe oben

3) Übergangszeiten zwischen AR und Normalflug nicht vergessen, sonst dürfte sich die Kupplung mittelfristig bedanken


@Stefan
Das ich durch langes Fallen mit neg. Pitch weitere Drehzahl aufbauen kann, konnte ich allerdings nicht feststellen. Ich habe den Eindruck, das die Drehzahl nach 1-2 Sekunden konstant bleibt. Einen richtigen Boost gibts allerdings, wenn man beim Abbremsen nochmal etwas negativ nachlegt und dafür die Nase stärker hochnimmt.

Viele Grüße,
Holger

dauerheckrohr
02.04.2003, 09:36
Hi Leute der AR und alle "Auch-Flächenflieger",
mit meinem Three Dee hab ich damals (zwecks geeignetem Fahrwerk mit langen parallelen Kufen) bei der AR immer Landungen wie mit einem Flächenmodell gemacht! :D
Also Anflug mit Endanflug leichter Sinkrate und gut Vorwärtsfahrt, dann kurz vorm Aufsetzen bisserl mehr Pitch und den Heli auf der Wiese so 10m rutschen lassen. Hat immer super hingehauen und hab Ihn auch nie dabei kaputtgemacht, erst bei den Punkt-AR´s gabs Ärger. Nur einmal lag da noch die Schleppleine vom Segelschlepp in der Wiese - im Heckrotor erwischt und aufgerollt und HeRo-Zahnrad abgerissen! Pech halt!
Probierts mal, aber wie gesagt, Fahrwerk sollte dafür ausgelegt sein, Nix für NT also.
Tschau
Wolfgang

__________________
Henseleit NT: ist er Dir zu stark, bist Du zu schwach! :D

Looser
02.04.2003, 19:13
Hallo,

die Drehzahl kann man mit negativ Pitch gut wieder
aufbauen. Ich hatte schon des öfteren einen Motorausfall
in Rückenlage. Nach dem drehen des Heli´s standen
die Rotorblätter fast still, bzw. man konnte diese einzeln sehen.
Ich fliege auch 3D mit nur etwa 1600 Umdrehungen am Kopf.

Der Heli war aber immer noch ca. 20m hoch in der Luft. Als
ich dies sah, habe ich kräftig negativ Pitch (ich schätze -8°) gegeben.
Der Rotor kam voll auf touren, man konnte dies auch hören.
Danach den Heli wie gewohnt in etwa Augenhöhe mit viel
positiv Pitch abgefangen.

Alles im grünen Bereich.

Schau
Looser

dauerheckrohr
03.04.2003, 09:04
Hi Looser,
solltest Du mal in die Verlegenheit kommen, daß Dir da unter 10m passiert ist es laut unserer mehrfachen Erfahrung besser nicht mehr zu wenden und auf dem Kopf autorotierend zu landen! Wirklich! Ist nachher billiger zu reparieren als umzudrehen!
Bei kleinen Ehelis ist oftmals gar kein Schaden enstanden!

Ich wünsch das ja keinem, aber gut daß wir darüber gesprochen haben!

Tschau
WW

_____________
Henseleit NT: Ist er Dir zu stark, bist Du zu schwach! :D :D

siXtreme
03.04.2003, 19:09
Das kann ich bestätigen!
Bei ungünstigen Vorraussetzungen, wenn kein umdrehen mehr möglich, lande ich auf dem Rücken. ;)
Wie ich schon aus mehrfacher eigener Erfahrung weis muß gar nicht viel kaputtgehen. Einmal konnte ich gleich danach wieder weiterfliegen.

Gruß Robert

dauerheckrohr
05.04.2003, 21:11
Hi Robert,
da mußt aber ja schon megacool drauf sein, wennst das so hinbringst mit der Rotorkopflandung ohne Schaden. Meine erste Schreckreaktion ist immer sofort Umdrehen und dann ists schon zu spät. Dann kommt Schwung in den Abstieg! Und die Landung..... na ja!
Du fliegst dann aber schon mit der 3D Programmierung auf Pitch bei Deinen ARs, sonst hast Du ja keinen Pitchweg mehr zum Abfangen auf dem Rücken. Viele Programmieren ja bei AR neg. nur ca. -4Grad. Da geht dann nix mit Rotorkopflandung! Fliegst Du bei der AR wahrscheinlich die gleichen Werte wie 3D, oder? (+-10Grad)
Gruß
Wolfgang :D

siXtreme
06.04.2003, 10:02
Ja,
wie viel Grad das sind weiß ich nicht. ?( Ist mir auch wurscht, halt soviel wie der Motor sauber durchzieht. :P
Nur in der AR. hab ich positiv bis zum mech. Anschlag max. Pitch.

Gruß Robert

dauerheckrohr
06.04.2003, 10:56
Hi Robert,
und was hast negativ bei AR eingestellt?
Gruß
Wolfgang

siXtreme
06.04.2003, 11:56
Hi,
hab ich ja indirekt schon beantwortet :O
Negativ soviel wie ich beim 3-D im Rücken max. Steige.

Gruß Robert