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Vollständige Version anzeigen : 90°-Aerodramatik


holger
06.06.2003, 20:41
Hallo,

ich bin endlich meinen scheinbaren selbständigen Trimmänderungen meines Uni-Star auf der Nick-Achse auf die Spur gekommen: die Trimmung ändert sich nicht im geringsten und auch der Tankfüllstand hat nur einen geringen Einfluss. Stattdessen nimmt er beim Schweben mit Seitenwind von links (oder entsprechendem Seitwärtsfliegen) die Nase runter, bei Wind von rechts hoch.

Um zu verhindern, dass der Heli in schnellen Linkskurven die Nase hoch und in schnellen Rechtskurven runter nimmt, sind +12° Taumelscheibendrehung programmiert (links -> unten). Damit wäre der Effekt an sich erklärbar. Aber: wenn der Heli bei Seitenwind einmal die passende Schräglage hat, steure ich kaum noch Roll und trotzdem muss ich kontinuierlich Nick ziehen/drücken. Ich vermute daher, das es irgendwas mit der seitlichen Paddelanströmung zu tun hat oder die Paddelwirkung zu den Blättern ungleich 90° sein muesste.

Kennt jemand von Euch diesen Effekt auch, insbesondere bei Verwendung einer Taumelscheibendrehung?

Paddel habe ich die 26g von Vario und die 20g Robbe auf einer 520er Paddelstange getestet, gleicher Effekt. Blätter sind vollsymetrische 700er von BBT.

Viele Grüße,
Holger

Maik Otto
06.06.2003, 21:09
Hi

sind +12° Taumelscheibendrehung programmiert

Dies ist sicherlich nicht erforderlich . Ich denke mal :D 100000 Uni,s ;) fliegen ohne

eine Verdrehung der Ts . Jeder Heli möchte natürlich auch " gesteuert" werden

Solltest du in den Wind fliegen und eine Kurve steuern ....steigt der Heli .

Fliegst du mit dem Wind und steuerst ein Kurve ......fällte "der Gute" und das

will ebend ausgesteuert werden .

kontinuierlich Nick ziehen/drücken

Die Drehzahl hat auch einen wesentlichen Einfluß auf die Stabilität eines Helis .

sollte diese zu niedrig sein ""eiert "" der heli halt so rum .

Wie sieht es mit Schwerpunkt aus ? 1cm vor der Rotorwelle . Geben die Servos im Flug

nach weil zu schwach ? Spiel in den Anlenkungen ? Du siehst es gibt Tausend Möglichkeiten

und eine auch für dich :D :D .

holger
06.06.2003, 22:17
Hallo Maik,


Dies ist sicherlich nicht erforderlich . Ich denke mal 100000 Uni,s fliegen ohne
eine Verdrehung der Ts . Jeder Heli möchte natürlich auch " gesteuert" werden
Solltest du in den Wind fliegen und eine Kurve steuern ....steigt der Heli .
Fliegst du mit dem Wind und steuerst ein Kurve ......fällte "der Gute" und das
will ebend ausgesteuert werden .


Fallen/Steigen ist nicht das Problem. Ohne TS-Drehung kann ich Linkskurven ohne Ziehen fliegen (manchmal muss man sogar etwas dücken!), Rechtskurven brauchen erheblich Nick. Das gleiche Spiel bei Überschlägen. Seit TS-Drehung programmiert ist, klappen diese vorwärts wie rückwärts, vorher war erhebliches Roll-Aussteuern nötig. Die Windrichtung ist dabei egal, das dachte ich auch zuerst.
Aber es wäre schon interessant, warum die Verdrehung nötig ist.


Die Drehzahl hat auch einen wesentlichen Einfluß auf die Stabilität eines Helis .
sollte diese zu niedrig sein ""eiert "" der heli halt so rum .

1850 rpm, die mein lieber kleiner Heckdrehschieber-Webra auch brav durchzieht. Die 12° scheinen aber auch bei niedrigeren Drehzahlen exakt zu passen. Mehr oder weniger führt wieder zu unsymetrischen Kurven.


Wie sieht es mit Schwerpunkt aus ? 1cm vor der Rotorwelle .

In etwa. Mit vollem Tank weiter vorn, leer genau auf der Rotorwelle



Geben die Servos im Flug
nach weil zu schwach ? Spiel in den Anlenkungen ? Du siehst es gibt Tausend Möglichkeiten

Die Servos sinds hoffentlich nicht (C4421, 8kg). Die Gestänge usw. sind leichtgängig und spielfrei. Der Kopf ist übrigens größtenteils Alu (Vario). Die Lager habe ich beim letzten Crash auch alle überprüft und alles, was nicht 100% lief, ausgetauscht.


Du siehst es gibt Tausend Möglichkeiten und eine auch für dich

Das hoffe ich doch :D

Viele Grüße,
Holger

Horex1200
06.06.2003, 22:40
Hallo Holger,

ich tippe mal, du fliegst einen Rechtsdreher... stimmts ?

Warum:

Mal vom Schwebeflug ausgegangen:
Wenn das vordere Blatt (beim Rechtsdreher) von links angeströmt wird, nimmt der Auftrieb etwas ab, da die Blattgeschindigkeit (gegenüber der Luft) sinkt. Das hintere Blatt wird dabei stärker angeströmt, also steigt der Auftrieb. Unterm Strich wirkt sich das als Nickbewegung aus. Einen ähnlichen Effekt gibt es doch auch (wenn auch nicht sehr ausgeprägt), bei schnellem Vorwärtsflug (Anströmung von vorne im voreilenden Blatt).

Nun etwas, was ich in Deinen Ausführungen nicht verstehe:

Wieso wird Dein Heli beim Fliegen von Linkskurven von Links angeströmt ? Der Heli sollte doch in Flugrichtung gedreht werden.

Steuerst Du das Heck korrekt mit, oder überlässt Du das Heck in schnellen Kurven dem Seitenleitwerk (dann gibts sicher einen Anstellwinkel gegenüber dem "Fahrtwind")?

Ich hoffe das es nicht totaler Unsinn ist, aber bitte denkt mal darüber nach bzw. korrigiert mich.

holger
06.06.2003, 23:07
Hallo Dietmar,

ich tippe mal, du fliegst einen Rechtsdreher... stimmts ?
Nee, stimmt leider nicht. Die Uni ist ein Linksdreher.


un etwas, was ich in Deinen Ausführungen nicht verstehe:
Wieso wird Dein Heli beim Fliegen von Linkskurven von Links angeströmt ? Der Heli sollte doch in Flugrichtung gedreht werden.

Nein, so hatte ich das nicht gemeint. Die Kurven habe ich nur erwähnt, um zu erklären, wie ich zu der TS-Drehung gekommen bin.

Mein eigenliches Problem ist das seltsame Verhalten auf Nick, wenn ich quer zum Wind schwebe. Kommt der Wind von Links, muss ich permanent ziehen (oder ca. 4 Rasten nachtrimmen), kommt er von Rechts muss ich drücken.

Viele Grüße,
Holger

Christian Kuhlmann
06.06.2003, 23:10
@ Horex

Hallo Dietmar!
UNI ´s sind für normal Linksdreher.


@ Holger

klingt für mich wie ein nicht absolut leichtgängeiger Rotorkopf.
Es ist durchaus möglich das da unter last eine Anlenkung schwergängig läuft und deine Paddelenene bei der Arbeit behindert. Sonst bräuchtest du diese Taumelscheibenverdrehung nicht.

Auch könnte ein Einstellfehler bei deinen Paddeln schuld sein. Hier nochmal penibel überprüfen ob beide Paddel tatsächlich null Grad haben.
!!! In jeder Stellung !!!
Also auch wenn du den Rotorkopf ein stück weitergedreht hast.
Tritt hier eine Abweichung auf ist der Fehler aber nicht in der Paddelebene sonder bei der Ausrichtung der Taumelscheibe zu suchen.


Gruß
Christian

holger
12.06.2003, 21:38
Hallo,

danke erstmal für Eure Tips, ich habe heute daraufhin meine Taumelscheibe noch mal komplett neu eingestellt. Die Servos laufen jetzt absolut gleich über den gesamten Pitchbereich. Die Paddel, soweit ich das mit zwei Pitch-Lehren sehen kann, sind auch an allen Positionen parralel (muss ja) und auch waagerecht (muss eigentlich auch, wenn TS richtig eingestellt).

Danach alle Gestänge ab und nachgesehen, ob am Kopf alles leicht geht. Dabei leider nix Aussergewöhnliches gefunden. Die TS-Drehung habe ich auch auf 0 zurückgesetzt.

Dann gings raus auf den Platz, bei leichtem gleichmäßigen Wind (vielleicht 5-10 km/h). Dann in allen Richtungen geschwebt und wie gehabt, alles beim alten:

Wind von links - Nase geht nach unten
Wind von vorn - Kippt nach rechts
Wind von rechts - Nase geht nach oben
Wind von hinten - Kippt nach links

Genau das gleiche passiert übrigens auch beim mittelschnellen Seitwärts-Rückwärtsflug. Beim Vorwärtsfliegen liegt der Heli ab einer bestimmten Geschwindigkeit wieder gerade in der Luft, was ich mir aber durch die leichte Linkstrimmung aus dem Schwebeflug (wg. Heckrotor) erkläre, hier müßte er eigentlich nach rechts ausbrechen.

Nachdem ich nun seit ner Stunde mit meinem Heli auf dem Tisch herumspiele, habe ich eigentlich nur noch eine Erklärung: Die Paddel wirken nicht um 90° verzögert, sondern nur um ca. 80°. Damit wären alle genannten Effekte erklärbar, auch die Verbesserung des Kurvenfluges per TS-Drehung.

Aber was kann man dagegen tun? Andere Paddel? Leichter? Schwerer? Kleiner? Größer? Das dumme dabei ist, dass mir die Paddel vom sonstigen Flugverhalten ziemlich optimal erscheinen.

Falls also noch irgend jemand eine Idee hat, ich bin ansonsten ziemlich ratlos.

Viele Grüße,
Holger

Maik Otto
12.06.2003, 23:38
Hi Holger

ich bin ansonsten ziemlich ratlos.

.........na und ich erst ;(

Ohne TS-Drehung kann ich Linkskurven ohne Ziehen fliegen (manchmal muss man sogar etwas dücken!), Rechtskurven brauchen erheblich Nick

Das Problem ist gar keins :D einmal fliegst du mit dem Wind dort "taucht" die Nase halt weg

der wind " drückt auf den Rotor ,

leitest du gegen den den Wind eine Kurve ein "hebt" das Fluggerät die Nase .

Das ist Physik ;) und nicht änderbar !!!!!!!!! und in der Fläschenfliegerei ähnlich .

Wind von links - Nase geht nach unten
Wind von vorn - Kippt nach rechts
Wind von rechts - Nase geht nach oben
Wind von hinten - Kippt nach links


Betrachte den Heli als völlig instabiles Fluggerät !!!!!!!!!!!!!und Freund :D und ganz wichtig

steuere ----------DU----------den Helicopter und lasse nicht den Heli fliegen . das sollte

funktionieren .

Mit- unter ist es recht hilfreich wenn ein anderer Pilot deinen Vertrauens den Heli ein wenig

durch die Luft bewegt . Es gibt Dinge zwichen Himmel und Erde :D da "verrennt" man sich

in einem Problem was keins ist . So mir geschehen mit meiner Fernsteuerung und der verdrehten

Pitchkurve !!! und glaube mir ...........wochenlang wollte es keine Lösung

geben ..................und dann kam Meinrad . Danke noch mal !

holger
13.06.2003, 02:26
Hi Maik,


Ohne TS-Drehung kann ich Linkskurven ohne Ziehen fliegen (manchmal muss man sogar etwas dücken!), Rechtskurven brauchen erheblich Nick


Das Problem ist gar keins einmal fliegst du mit dem Wind dort "taucht" die Nase halt weg
der wind " drückt auf den Rotor ,
leitest du gegen den den Wind eine Kurve ein "hebt" das Fluggerät die Nase .
Das ist Physik und nicht änderbar !!!!!!!!! und in der Fläschenfliegerei ähnlich .

Ich glaube, diese Sache habe ich wohl etwas missverständlich formuliert und ne bessere Erklärung fällt mir auch im Momemnt nicht ein. Das Problem tritt völliger Windstille genau so auf. Allerdings bin ich mir mittlerweile ziemlich sicher, dass das nur eine Folgeerscheinung ist, daher schlage ich vor, diesen Punkt erst mal ausser Acht zu lassen.



leitest du gegen den den Wind eine Kurve ein "hebt" das Fluggerät die Nase .
Das ist Physik und nicht änderbar !!!!!!!!! und in der Fläschenfliegerei ähnlich .

QUOTE
Wind von links - Nase geht nach unten
Wind von vorn - Kippt nach rechts
Wind von rechts - Nase geht nach oben
Wind von hinten - Kippt nach links

Betrachte den Heli als völlig instabiles Fluggerät !!!!!!!!!!!!!und Freund und ganz wichtig
steuere ----------DU----------den Helicopter und lasse nicht den Heli fliegen . das sollte
funktionieren .

Instabil kann ein Heli auch reagieren, z.B. tut das mein Eco-8 gerade, da der Pitch-Kompensator komplett ausgeklappert ist, aber das ist hier absolut ncht das Problem. Von instabil würde ich sprechen, wenn der Heli undefiniert auf eine Windböe reagieren würde. Tut er aber nicht. Stattdessen folgt die Reaktion nach einem (hoffentlich erkennbaren) festen Schema: immer um einen (gleichen!!!) Winkel entgegen der Rotordrehrichtung versetzt.

Man kann das natürlich auch aussteuern. Das wohl wohl bisher auch mehr oder weniger unbewusst getan, ansonsten hätte er wahrscheinlich schon mehrmals die Erde umrundet :D. Aber beim Versuch, einigermassen sauber zu fliegen, nervt so ein Eigenleben schon ziemlich. Beim Rumbolzen weniger, aber irgendwie hat mich der Ehrgeiz gepackt, den Heli nicht nur umherzujagen sondern, auch mal eine gerade langsame Piruette sauber hinzukriegen und nachdem Looping, Rolle und Rückenflug kein Problem mehr sind, auch mal das Schweben zu lernen 8)

Viele Grüße,
Holger

muemmel
13.06.2003, 07:46
Hi,

versiuch mal die Paddel ganz klein wenig (1-2°, nicht mehr) positiv oder negativ einzustellen (ich vermute daß positiv eine Besserung bringt). Damit müßtest Du das ausgleichen können.

Gruß Mümmel

martin_fuerst
13.06.2003, 10:23
Hallo Holger,

Prüfe doch mal die ganze Leichtgängigkeit der Rotorkopfelemente.
Wenn Du ein Drucklager oder einen schwergängigen Bell-Hillermischhebel hast,
oder die Paddelstangenwippe oder ein defektes Kugellager in der Stabiwippe....
Sind alles Gründe für "Phasenfehler" wie Du sie beschreibst.

Hast Du den originalen Pitchkompensator oben?
Könnte auch sein, dass ein nicht perfekt passendes Tuningteil das
Timing verschiebt.
Prüfe zur Sicherheit:
Paddelstange deckungsgleich zum Heckrohr bringen und auf perfekte
übereinstimmung der Kugelköpfe (TS-Innenring/ Außenring) achten (ev. einen Hauch davor)

Nur so eine Idee.

Grüsse
Martin

holger
22.06.2003, 10:42
Hallo,

habe in der letzten Zeit ne Menge rumexperimentiert.

Mein Fazit: Je länger die Paddelstange und je leichter die Paddel um so stärker wird der Effekt. Bei original Paddelstange (cm) und Paddeln (40g) ist der Effekt gerade noch so festzustellen, wenn man darauf achtet. aber kaum mehr störend. Das Problem an der Sache: einen derart trägen Heli und trotzdem nicht sehr stabilen Heli möchte ich nicht wirklich fliegen.

Mir scheint also, das bei der Uni irgendein grundsätzliches Konstruktionsproblem am Kopf vorliegt und dieses durch entsprechende (herstellerseitige)Abstimmung wieder soweit geradegebogen wurde, dass es nicht mehr auffällt. Nicht umsonst hat wohl Graupner keine lange Paddelstange und keine leichten Paddel im Programm.

Wahrscheinlich gibts damit tatsächlich nur die Lösungen Aussteuern oder EBay.

Nochmal besten Dank für Eure Ideen.

Viele Grüße,
Holger

Junior
22.06.2003, 11:18
Hallo,
kann es an den Steuerstanden vom Servo zur TS liegen?
da die standen von den roll-servos nicht gerade nach oben gehen, die stange vom nick-servo aber schon, mach die TS bei hoch und runterfahren immer eine kleine bewegung in eine richtung.
Schaust du mal
Evt. sollte man die servos so einbauen, dass alle 3 stangen gerade nach oben führen?
Nur mal so eine Idee????

Grüße
Jürgen