Vollständige Version anzeigen : Statische Aufladung
Hallo zusammen
Ich wollte nur mal nachfragen, ob eine statische Aufladung im Raptor 30 überhaupt möglich ist, und wie das genau funktioniert und wie es eventuell behoben werden könnte.
Mfg
Martin
Horex1200
08.06.2003, 19:57
Hallo,
ich kenne zwar den Rappi nicht, aber bei Riemenantrieben ist ein sogenannter Bandgenerator-Effekt möglich. Schau mal im Web zum Stichwort "Bandgenerator".
Ich selbst habe einen Quick 3D Learner bei dem ich auch schon Störungen durch Aufladungen hatte. Diese habe ich durch eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den Riemenscheiben (vorne und Hinten) sowie des Heckrohres verhindern können.
Schau auch mal hier im Forum nach dem Thread, da habe ich auch Bilder reingestellt.
Evtl. finde ich ihn ja auch selbs noch und füge hier einen Link ein.
So, da isser: Störungen beim Quick 3D (http://www.rc-heli.net/forum/index.php?act=ST&f=80&t=15708)
Hallo Dietmar
Vielen Dank für deinen Beitrag. Der Raptor hat einen Riemenantrieb für den Heckrotor. Das Heckror ist aus Aluminium und das Chassi ist aus Kunstoff. Ist da eine statische Aufladung trotzdem möglich? (keine leitende Verbindung bis zu Empfänger vorhanden) Oder springt die Spannung auf die Antenne über?
Mfg
Martin
Hi Martin!
Statische Aufladungen sind mit sicherheit beim Raptor möglich.Ich fliege selber sein über einem Jahr einen Raptor 50 und habe bis jetzt keine Probleme damit gehabt.
Horex1200
10.06.2003, 21:08
Hallo,
klar können auch Störungen auftreten, ohne dass die Antenne mit einem Teil der Mechanik verbunden ist (sollte sowieso nicht sein, dass die Antenne mit der Mechanik verbunden ist (leitend)).
Die Störungen entstehen durch die Stromimpulse bei Hochspannungsentladungen, z.B. wenn sich eine Spannung aufgebaut hat, die an irgendeiner Stelle (geringster Abstand) die (isolierende) Luft durchschlägt (ca. 1,8 KV pro mm). Das zeigt schon, dass in solchen Entladungen ganz schön Energie freigesetzt wird (auch wenn die Ströme dabe sehr gering sind, da die Kapazität (Kondensatoreffekt) des Heckrohres zum Riemen nicht besonders groß ist.
Ebenso können Störungen entstehen, wenn metallische Teile aufeinanderschlagen (z.B. defekte Kugellager, lose Schrauben etc.).
Ich wünsche allen störungsfreie Flüge
martin_fuerst
10.06.2003, 21:29
Hallo Martin,
Auch beim Rappi sind diese Aufladungen möglich....
Ich hab einiges machen müssen, um meinen soweit zu
bekommen, dass er "zitterfrei" geworden ist.
Nach diversen Empfängertauschaktionen und langer Fehlersuche:
*Potentialausgleich Heckrohr - Motor
*nicht zu straffe Riemenspannung
*und zuletzt - seither ist Ruhe - eine selbstgmachte
Aluführungsrolle (statt dem Platikteil) mit Ableitung.
Gleich für alle, die ohne Probleme Fliegen:
Zwei Rappis meiner Freunde, brauchen das
alles nicht - ich hab damit die Bestätigung, dass
es nicht immer so ist, wie bei mir :D
Grüsse
Martin
Powerteo
10.06.2003, 21:59
Kann ich nur bestätigen.... Bei meinem Rappi 30 ist das einzige das sich aufläd - ...der Pilot !!! Fliege erst seit 3 Tagen :D , Aber mit dem 401 schwebt der ja fast schon alleine :P
freshking16
10.06.2003, 22:06
Hallo Martin,
such mal nach einem Benutzer namens Andreas alias "Liz" und schreib ihm eine PM. Der hat, so weit ich weiß, an seinem Heli so eine statische "Entladungseinrichtung" eingerichtet. Er wird dir sicherlich erklären wie er das gemacht hat.
Gruß
Bastian K. 8)
hallo!
habe auch beim rappi30 mit 3d- gyro von robbe das zeitweilige heckzucken!!!!
wie soll ich nun die ladung ableiten?
reicht es nicht wenn man das heckrohr leitend mit der modelmasse ( motorblock usw.) verbindet?
und das enteloxieren der riemenscheiben(=umlenkrollen?????) heißt das, nur die oberschichte wegschmirgeln und das wars??
ich glaube, das das ein sehr heißes thema für uns alle ist und ganz genau von denen die sich wirklich auskennen beschrieben und erklärt werden sollte...
herzlichen dank
tom
Horex1200
11.06.2003, 21:03
Hallo (ich bin´s wieder),
da noch einige Fragen aufgekommen sind, hier "meine" Erklarungen:
- Eloxatschichten entfernen:
Die Eloxatschicht ist eine dünne, elektrolytisch aufgetragene Schicht. Diese ist SEHR hart, isolierend
(immer ?) und meist farbig. Beim Entfernen der Schicht genügt es, diese auf den oberen "Zähnen"
der Riemenscheibe zu entfernen. Das geschieht am besten mit feinem Schleifpapier, das man um die Rolle
legt (schmaler Streifen) und dann bei leichtem Strammziehen des Schmirgels die Rolle einige
Umdrehungen dreht.
- Die Modellmasse <-> Motor ?:
Beim Bandgenerator (wie unser Riemenantrieb) lädt sich der Riemen gegenüber den Rollen auf.
Verkleidungen um den Riemen (Heckrohr) herum nehmen diese Ladung auf, wie ein Kondensator. Die
Spannung steigt dann, bis die erforderliche Durchschlagsspannung erreicht ist.
Pro mm Luft werden ca. 1.800 V benötigt, um einen Durchschlag auszulösen.
Meiner Meinung nach verhindert man diese Aufladung, in dem man den Kondensator "kurzschliesst".
Das heisst in unserem Fall, die Rollen sowie das Heckrohr elektrisch leitfähig miteinander verbinden.
So habe ich es gemacht, und seit dem Keine Störungen mehr. Toi - Toi - Toi !!!
Hallo zusammen
Vielen Dank für eure Beiträge! Ich werde, wenn ich Zeit habe, die Rollen austauschen und eine elektrisch leitfähige Verbindung zum Heckrohr herstellen.
Mfg
Martin
Hallo zusammen
Ich hatte den Verdacht auf eine statische Aufladung. Es stellte sich jedoch heraus, dass es nur an einer zu hohen Kreiselempfindlichkeit lag. ;)
Mfg
Martin
martin_fuerst
14.06.2003, 19:31
Hallo nitrammartin,
Sorry fürs Wortspiel in der Anrede - war mein Nickname in der Schule ;) :D
Das war aber die einfache Lösung - zu hohe Gyroempfindlichkeit tritt eigentlich immer in "periodischen" Schwingungen auf.
Aufladungen und Störungen sind eher eckig, unregelmässig....
Dann noch viel Spass mit dem nicht aufgeladenen Rappi ;)
LG
Martin
hallo !
zitat: Eloxatschichten entfernen:
Die Eloxatschicht ist eine dünne, elektrolytisch aufgetragene Schicht. Diese ist SEHR hart, isolierend
(immer ?) und meist farbig. Beim Entfernen der Schicht genügt es, diese auf den oberen "Zähnen"
der Riemenscheibe zu entfernen. Das geschieht am besten mit feinem Schleifpapier, das man um die Rolle
legt (schmaler Streifen) und dann bei leichtem Strammziehen des Schmirgels die Rolle einige
Umdrehungen dreht.
bitte um erklärung, wie man eine eloxatschichte auf den zähnen der riemenscheibe entfernt!! riemenscheibe=plastik, doch nicht eloxat?? oder meinst du das lager drinnen??
kapiere das leider nicht..
wer kann mir das verdeutschen??
dankd
mfg
tom
Das Ganze kann man umgehen, indem man den Heckriemen mit Graphitlack überzieht.
Habe ich bei meinen Hubi´s so gemacht ....... - keine Störungen :))
Nach jeweils einer Betriebsstunde erneuer ich den Lack (einfach aufsprühen).
Geht schnell und die Kosten einer "Behandlung" auszurechnen, grenzt an Kernspaltung.
Ja, ja .... die PPM-im- Hubi-flieger sind nunmal die härtesten unter der Sonne 8)
martin_fuerst
14.06.2003, 22:51
Hallo Tom,
Beim Rappi sind die Rollen (aus dem Baukasten) alle aus Plastik...
Es besteht natürlich nur bei Alu-Tuningteilen (z.B. von QuickUK) die Möglichkeit
entweder die Alu Führungsrollen, oder Die Aluzahnscheibe (auf der Tuningheckwelle)
von der Eloxalschicht zu befreien.
Grüsse
Martin
hallo martin!
eben, eben, das sind also nur die tuningteile , die man so mit dem drehmel behandeln kann.
hast wie immer den nagel genau auf den kopf getroffen und das problem jetzt durchsichtig gemacht!!!
das heißt aber auch, das ich beim original rappi30 nix machen kann- nur das heckrohr erden bringt wohl gar nix??!!
ps. morgen flieg ich x in schönberg...
du weißt
liebe grüße
tom
martin_fuerst
14.06.2003, 23:07
Hallo Tom,
nur das heckrohr erden bringt wohl gar nix??!!
Bringt trotzdem (oft) was - muss man testen ;)
Viel Spass morgen und kein schlechtes Wetter (soll ja etwas kühler werden)
Heute (bei den Temperaturen) war mein Rappi schon leicht am Limit - ich auch :D :D
Grüsse
Martin
Heckrohr erden?????
Das kommt (je nach Störung) automatisch! :D
martin_fuerst
14.06.2003, 23:14
Hi Admin :D
Ja, ja - leitend verbinden statt "erden" ist immer besser :D
P.S:
Besser den Nagel auf den Kopf, als den Heli in den Acker - aber auch ich
kann mir das nicht wirklich aussuchen :P
Grüsse
Martin
hallo!
wortspiel: leitend verbinden ist wohl "richtiger"- aus meinem beruf kenn ich nur "leidend verbinden!"
...also meint ihr, ich sollte das rappi-heckrohr über den motorblock -leitend verbinden- und mal schauen, obs was bringt?!denn sonst habe ich auf grund der plastikkomponenten bei meinem 30er keine möglichkeiten mehr...
beim 60er hat man hoffentlich diese probs nicht!!
lg
in wien strömt es in kübeln vom himmel- ein schreibtag eher kein helitag- leider
auf wetterbesserung hoffend
lg
tom
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