Vollständige Version anzeigen : Lipo: Optimale Betriebstemperatur??
JMalberg
19.10.2009, 21:34
Was ist eigentlich die Optimale Betriebstemperatur von Lipos bei der sie die beste Leistung abgeben und am längsten halten?
Was sagt die Erfahrung und was die Chemie?
Die Frage wird dir keiner so richtig beantworten können Jürgen.....
Also ich heize meinen Koffer auf 50°....da dürften die Lipos um die 45° haben.....
Ob das jetzt gut oder schlecht für die Lebensdauer ist,ist mir eigendlich ziemlich wurscht...
Wichtig ist dass sie Druck haben....und das haben sie..... ;)
Und bei den fallenden Lipopreisen nehme ich(wenn wirklich) eine reduzierte Lebensdauer in kauf......
Wenn man sie ordentlich belastet haben sie ja auch 40-50 Grad nach dem Flug....
Gruss Scheich.......
unsere f5 flieger im club heizen die akkus aus 42°, und dann saugen die 200-300A raus, allerdings immer nur für sehr kurze zeit.
die akkus halten trotzdem erstaunlich lange.
Ich kam letztes Jahr mit meinem Koffer selten über 25°C.
Der geänderte Koffer ist jetzt auf 50°C Max eingestellt. So werde ich dann die nächste Zeit ins Rennen gehen und beobachten.
JMalberg
20.10.2009, 00:55
Die Lipos sind ja selbst nach dem Fliegen selten auf 50°C.
Die beste Temperatur liegt zwischen 40° und 60°. Bei 40° reduziert sich der Innenwiderstand um 50% gegenüber 20° und ab 60° "verkocht" die Zellenchemie.
Alles dazwischen ist optimal.
Gruß Stefan
m.a.r.t.i.n
20.10.2009, 10:32
wie siehts mit dem Laden aus? Verträgt ein heißer Akku auch besser den Ladestrom, wegen dem geringeren Innenwiderstand?
Wo sind die Quellen für die vielen Daten??
lg
Martin
Die Werte beruhen auf Erfahrungen aus dem Powerbootsektor, wo das ganze Jahr über mit Hochstrom und großen Booten gefahren wird. Unsere Akkus haben über 300 Zyklen drauf, ohne nenneswerte Einbußen, wichtig ist nur die Temperatur vor dem Entladen/Fahren/Fliegen. Bei uns hat jeder einen/ mehrere Lipokoffer. Die Zellen werden auch bei 0° am See geladen, danach in den Koffer und aufgeheizt. Ab 40° werden sie dann gefahren. Die Zellen sind größtenteils 3-4 Jahre alt.
Gruß Stefan
Moin, die optimale Betriebstemperatur hängt relativ stark von der geforderten Belastung ab.
Wir haben bei unserer Lipoheizung ( http://www.heli-inc.de/?cat=LiPo-Heizungen&subcat=Akku-Heizung%20A.H.250-100%20E ) eine Temperatur von rund 40°C eingestellt weil das ein guter Mittelwert ist.
Wie schon gesagt wurde heizen einige wenige ihre Zellen bis auf 55°C vor, das sind Werte die sehr nahe an der Grenze dessen liegen wo sich die Zellchemie zersetzt (das ist unumkehrbar).
Wer aber maximale Leistung fordert (Bereiche zwischen 50 und 100C) wird mit einer hohen Temperatur die besten Ergebnisse erziehlen. Weil zum einen die Zellen gerade bei dieser hohen Temperatur einen ca 50% niedrigeren Innenwiederstand haben als bei 20°c und zum anderen auch die hohen Leistungen erfahrungsgemäß am besten umsetzten.
Das man bei einer so hoch vorgeheizten Zellen die Leistung nur kurzzeitig abrufen kann sollte jedem Klar sein.
Beispiel: Pylon 240A für 42 sec. aus ner 2600er Zelle, oder Hotti bei 140A für je 2 sec. aus 1600er Zellen.
Wer wie wir Helipiloten die Leistung relativ konstant über einen längeren Zeitraum fordert, ist mit einer Temperatur um 40°C am besten bedient weil da der Innenwiederstand schon deutlich abgesunken ist die Erwährmung der Zelle während des Fluges aber einen Wert über 50-55°C nicht errreicht.
Man sollte bei der Lipoheizkoffer bauerei und "ich lege Meine Lipos auf ne Heizdecke" aber den Sicherheitsaspekt nicht vergessen.
Ich finde die gebauten Koffer alle recht gut umgesetzt, vermisse aber immer wieder eine Übertemperatursicherung bei ca 60°C die den Koffer dann abschaltet damit die Zellen nicht geschädigt oder im schlimmsten Falle beschädigt werden.
Wir haben bei unserer Lipoheizung diesem Aspekt Rechung getragen und eine Sicherung vorgesehen. Das wurde auch bei der CE Prüfung verlangt und nachgewiesen.
Ich schreibe das nur deshalb weil es immer wieder Themen gibt wo der verantwortungsbewußte Umgang mit Lipos gefordert wird, Stahlkoffer zum Transport und Lagerung etc. verwendet werden, und dann packen andere oder die selben Piloten ihre Lipos in Omas Heizdecke oder auf Wärmflaschen etc...
ganz davon abgesehen das eine Erwärmung auf einer "Heizplatte" sehr schlecht für die Zellen ist weil es erstens sehr lange dauert diese Durchzuwärmen und zweitens durch die unterschiedliche Erwärmung ( nicht allseitige Wärme) die Zellen relativ schnell unterschiedliche Spannungen haben (durch den dann unterschiedlichen Innenwiederstand) was sich dann wieder auf eine ungesunde Entladung im Flug auswirken kann.
Tino
Wenn man einen Koffer baut, sollte man ein "offenes" Zwischenfach einplanen, so das die Zellen natürlich nicht direkt auf der Heizfolie/Platte liegen. Dazu wird ein 12V-Lüfter installiert, der für eine gute Umwälzung der Luft sorgt.
Beim großen C gibt es Thermostatschaltungen, welche eine stufenlos wählbare Abschalttemperatur ermöglichen, und das Ganze für kleines Geld.
Gruß Stefan
fdietsch
22.10.2009, 21:59
Bisher habe ich immer versucht den Akkuetwas ruhe zwischen laden -entladen zu geben zum abkühlen. Der geringere Innenwiederstand würde heißen laden bis heiß und dann fliegen gleich wieder laden ......
Etwas Ruhe, so 10-15 Minuten, ist auch richtig. Dann kann sich die Chemie wieder etwas beruhigen. Falsch ist aber das du sie komplett auskühlen läßt. Dann dauert es nur wieder wesentlich länger bis sie im Koffer gut und gleichmäßig durchgewärmt sind.
Gruß Stefan
Mein Eigenbau Heizkoffer erreicht 35 Grad mit einen Rückenwärmer aus dem Motorradzubehör nach 15 bis 20 Min. sind die Akkus gleichmäßig warm überprüfe ich manchmal mit einem Infrarot Thermometer zum Beispiel vom großen C.
BlackBaron1971
23.10.2009, 22:07
Les dir das mal durch, denke das gibt auch einiges an Informationen her
http://www.three-c.at/doku/three-c/de/produktbeschreibung_lipo_cube.pdf
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