PDA

Vollständige Version anzeigen : Urmodellbau aus Ton?


Steffen K
28.06.2003, 22:03
Hallo,

ich habe im Fernsehen einen Beitrag gesehen
wo neue Autos als Modell im Maßstab 1:5 gebaut wurden.
Die Leute haben so eine braune Masse verwendet,sah wie Ton aus.Das Material war recht weich und wurde einfach mit einer Klinge abgezogen :O .

Ich finde das sehr interessant,ist wesentlich schneller als
GFK zu schleifen :] .

Wer weiß um was es sich für ein Material handelt ?( ?
Könnte man damit nicht Urmodelle für Rümpfe und Hauben
herstellen??

Gruß

Steffen

Määnzerbub
28.06.2003, 23:09
Hi

Für Urmodelle werden Materialien wie Ton und Plastilin verwendet.
Ton weniger weil er beim trocknen schrumpft.
Größere Modelle werden aus Holz und GFK erstellt.
Auch die "grobe" erstellung in Styropor und Beschichtung mit Gips ist möglich.
Anschließend Trennwachs ....

gruß Määnzerbub

Gero Adrian
29.06.2003, 08:17
Moin,

Ton hat folgende schwerwiegende Nachteile:

- schwer, ein Rumpfmodell in Hubigröße wiegt einiges
- Du kannst es nur feucht verarbeiten - wie gestaltest Du z.B. eine Rumpfröhre, wenn sie die Konsistenz von Kaugummi hat??
- wie schon geschildert - es schrumpft beim Trocknen um bis zu 25 %
- spröde. Beim z.B. Entformen setzt man doch ganz gerne einen Schlag mit dem Gummihammer ein, hier zerstörst Du dann definitiv das Urmodell.

Wenn Du am schnellen Urmodellbau interessiert bist, laß' die Finger weg. Es gibt ein Buch " Moderner Formenbau" heißt es glaube ich. Es ist von Christian Baron, ein sehr erfahrener MOdellbauer und F3B Pilot. Er beschreibt hier sehr gut einige Möglichkeiten

ralpho
30.06.2003, 14:43
hallo steffen,

schau doch mal bei www.r-g.de. die haben einen katalog mit anleitung für urmodellbau usw. und die entsprechenden materialien sind sind auch sehr hilfsbereit und auf der interseite sind einige anleitungen als pdf.

gruß ralph

Steffen K
01.07.2003, 12:29
Hallo,

danke erstmal für Eure Antworten.
Hintergrund meiner Uberlegungen ist folgender:

es lässt sich ohne Schleifen ein glatte Oberfläche erzielen
wenn eine Stelle nicht gefällt,kann man einfach neues (Plastilin??)draufpappen und nacharbeiten :) .

Mit GFKUrmodellen ist das sehr aufwendig und nur mit viel Spachtel-und Schleifarbeit zu realisieren X( .

Vielleicht lässt sich das Zeug mit Wärme härten?? ?(

Das es sich um Ton handelt glaube ich auch nicht.

Aber was ist es dann?

Bei Toyota haben die ein neue Auto in Originalgröße damit erstellt,natürlich mit entsprechendem Unterbau!! 8o

Gruß

Steffen

Albert
01.07.2003, 14:25
Hi Steffen,
das braune zeugs ist ein spezieller 2-Komponenten Kunststoff für den Formmodellbau, der nach dem Aushärten geschliffen, gefräst und sonstirgendwie bearbeitet werden kann.

Für den "Normalmodellbauer" wahrscheinlich deutlich ausserhalb des Budgets, mal abgesehen davon, daß man es wahrscheinlich nicht einfach so im Eimer anrühren kann.

Albert

JaWu
04.07.2003, 10:21
Hallo zusammen!

Leider muß ich dich enttäuschen Steffen, denn in dem Bericht den du da gesehen hast (ich habe den nämlich auch zufällig gesehen) wurde dieses 1zu1 Modell nur zur begutachtung der Proportionen und des Designes verwendet. In wie weit das braune Zeug Aushärtet, weis ich nicht. Die oberfläche wurde auf jeden Fall mit Spachteln und /oder Ziehklingen bearbeitet (fast wie schleifen, nur nicht so Staubintensiv).
Abgeformt wird aber nicht direkt von diesem Modell, sondern das Modell wird mit einem 3D-Scanner eingescannt und die Daten für eine CNC-Fräse aufbereitet, die dann die Form fräst.
Soltest du nun vorhaben dieses Verfahren auch für Dich nutzen zu wollen, hoffe ich nur, das dir deine Hausbank den nötigen Kredit gewährt (Sicherheiten vorausgesetz!!!) ;)
Andererseits kann man durchaus die Urmodellerstellung mit Spachtellmasse und Ziehklinge durchführen, was deutlich weniger staubt. Nichts desto trotz bleibt das ganze dennoch leider ein heiden Arbeit, an dem man einfach nicht vorbei kommt. :O
Na dann noch viel Spaß beim Spachteln und ziehen!

Steffen K
04.07.2003, 11:21
Hallo JaWu,

das Zeug scheint sich echt leicht bearbeiten zu lassen.
Wenn es auch noch einigermaßen druckstabil wäre,
könnte man ein oder zwei Lagen GFK überziehen und schleifen/lackieren.
So hätte man ein Urmodell und könnte eine Negativform bauen.
Von Styropor hab ich erstmal die Nase voll(im wahrsten Sinne des Wotes) :D :D ,

Aber wie gesagt,das ist nur mal so `ne Idee ;)

Gruß

Steffen

muemmel
04.07.2003, 13:30
Hi,

was haltet Ihr von Blumensteckmasse? Die müßte sich doch ideal eignen. Einfach aus den Würfeln einen ausreichenden Klotz zusammenkleben, auf der Säge die Grobkonturen rausarbeiten und dann auf Paßform bringen. Müßte sogar als Positivform geeignet sein, wenn man es rauskratzt oder rauslöst.

Gruß Mümmel das Mümmel