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Vollständige Version anzeigen : Three Dee 4.0


jürgen v
07.07.2003, 21:14
[COLOR=red]Hallo Insider,
habe ein echtes Problem mit meinem Three Dee. Es sieht folgendermaßen aus. Vielleicht kann mir jemand helfen. Weiß mir leider keinen Rat mehr.
Der Three Dee ist mit allen Komponenten aufgebaut die auch vorgegeben wurden. Die Hauptrotorwelle, Blattlagerwelle sind überprüft und in Ordnung. Als Hauptrotorblätter fliege ich die CFK von CR Vollsymetrisch und am Heck GFK Heckrotorblätter. Als Kreisel verwende ich einen Futaba 501 mit HH und 9250 Servo. Im Schwebeflug Drehzahl so um die 1200 bis 1300 U/min ist das Heck ohne Vibrationen allerdings ist der Kreisel immer ziemlich
wackelig, d.h. beim schweben und im anschließenden leichten Rundflug ist der TD recht unstabil obwohl ich im HH Modus fliege. Schalte ich dann um auf hohe Drehzahl ca. 1800 U/min fängt der ganze Hubi an zu schütteln und ist sehr großen Vibrationen ausgesetzt und fast nicht mehr steuerbar. Wenn ich dann im Normal Modus bei 1300 U/min mit starker Kreiselwirkung versuche meinen TD zu fliegen ist er sehr nervös und sehr schwierig steuerbar. Was kann ich da noch machen. Bitte um Hilfe! ;(
Wäre nett wenn mir jemand helfen könnte. Jürgen

Niko
07.07.2003, 21:36
Scheint mehreres zu sein!
1. Nehm mal die Kreiselempfindlichkeit zurück, nach Deiner Beschreibung übersteuert der.
2. Überprüf mal die Rotorkopfdämpfung (vonwegen schütteln und so)

Anlenkungen alle spielfrei?

Niko
07.07.2003, 21:38
Übrigens:
Wenn Du Hilfe benötigst, ist es oft hilfreich seinen Wohnort anzugeben!!
(im Profil)

wsnitschmann
07.07.2003, 21:48
Is dat ne typische Simalotor Thema?

Gruß - wolfgang

Niko
07.07.2003, 21:54
Uuuuups!
Das hatte ich gar nicht gesehen ...

Wohl eher nicht!

Jan Weber
07.07.2003, 22:06
Hallo Jürgen,
würde auch auf eine zu hohe Kreiselempfindlichkeit tippen. Das kannst Du übrigens auch im Schwebeflug testen. Wenn Du den Heckknüppel kurz antipst, und das Heck anschliessend anfängt zu pendeln, ist die Empfindlichkeit zu hoch. Es ist schwierig, hierzu Anhaltswerte zu nennen, die mögliche Kreiselempfindlichkeit hängt von vielen Faktoren ab (Länge Servohebelarm, Spielfreiheit der Anlenkung, Heckrotorblätter...).
Ich würde für den Three Dee die einfachen Kunststoff-Heckblätter von Robbe nehmen (die fliege ich auch auf meinem und habe nichts zu meckern ;) ). Die sind ein wenig elastisch und nicht ganz so hart, wie gfk- oder cfk-blätter.
Übrigens, im Flugzustand mit der höheren Drehzahl solltest Du die Kreiselempfindlichkeit ein wenig zurücknehmen (5-10% als Anhaltswert).

Gruss, Jan

RonnySmith
07.07.2003, 22:53
Hallo Jürgen.

Erstmal herzlich willkommen im Forum.

Massive Schüttelei bei hohen Drehzahlen (und damit grausame Auswirkungen auf den Gyro) kann natürlich viele Gründe haben:

Wellen krumm, Blätter unwuchtig, Heckrotor unwuchtig, Paddelebene unwuchtig, Dämpfung falsch eingestellt (beim 4er Kopf), Kugellager verschlissen (Blatthalter rasten an diversen Stellen ein), Blattspurlauf passt nicht...

Wenn das alles kontrolliert ist, dann untersuche mal das Heckrohr:

Die angegebenen Abstände der 3 Lagerböcke im Heckrohr müssen wirklich genau passen! Passen sie nicht, dann fängt die Heckantriebswelle an zu schwingen...
Die Böcke haben auch die Eigenart, daß sie im Rohr anfangen zu wandern (ist an 3 Three Dee's bei uns am Platz passiert, an meinem auch)! Im Extremfall sitzen dann alle 3 Lagerböcke ganz vorne im Heckrohr, und die Antriebswelle schlägt furchtbar, und rastet im Extremfall vorne aus dem Antrieb aus (war bei uns am Platz der Grund für einen heftigen Einschlag). Aus diesem Grund schrauben wir die Lagerböcke im Heckrohr fest, und man hat Ruhe.

So, mehr fällt mir im Moment nicht ein.

Gruß, Reiner aus Peine.

P.S.: Hi Niko. Erkennst Du den Heli auf dem Bild?

jürgen v
07.07.2003, 23:26
Erstmal vielen Dank für Eure Anteilnahme. Hatte leider noch etwas zu tun, daher kann ich erst jetzt antworten. Bitte nicht böse sein.
Aber jetzt zu einigen Antworten. An Wolfgang, dass hat nichts mit Simulator zu tun, es ist real! Jetzt Niko, das Profil habe ich noch nicht bearbeitet
werde es aber tun. Komme aus der Nähe von Wittlich, Eifel. Mit der Kreiselempfindlichkeit habe ich lediglich am Schieberegler der MC 24 die Empfindlichkeit runter genommen. Hat aber nichts gebracht. Im Gegenteil, der TD wurde schlechter steuerbar.
An Ronny, dass mit den Lagerböcken habe ich noch nicht gewusst, wie kann ich das denn feststellen ohne alles auseinander zu nehmen? ( kann man das durch ausloten des Schwerpunktes feststellen? Ich meine damit Zeigefinger in die Mitte des Rohres und damit sollte sich keine große Veränderung ergeben? Oder wie sonst?) Was meinst Du mit Paddelebene unwuchtig?
Hallo Jan, welche Heckblätter sind das denn? Ich meine von welchem Modell? Habe auch schon gelesen, dass Jan Henseleit beim NT dringend von den GFK Heckblättern abgeraten hat. Vielleicht trifft dies ja auch auf den TD 4.0 zu?

Jan Weber
08.07.2003, 00:49
Hallo Jürgen,
das sind "stinknormale" Plastik-Heckblätter für 60er-Helis. Die Dinger werden u.a. von Robbe vertrieben und kosten ca. 10 EUR.
Guck mal hier: Robbe Blätter (http://de.robbe-online.net/cgi-bin/rims_de.storefront/3f09f5e9001c88d327173e0dc121063d/UserTemplate/1/?ISID=3f09f5e9001c88d327173e0dc121063d) unter Hubschrauber, Zubehör, Rotorblätter.
Bei mir läuft das Heck damit jedenfalls sehr ruhig.
Ich weiss zwar, dass die Werte eigentlich nicht übertragbar sind, ich schreibe Dir aber trotzdem mal meine Konfiguration:
* Heckgetriebe vom alten TD(dreiteiliges Gehäuse), aber mit neuer Nabe mit Schlaggelenk, Kunststoffblattgriffe mit je 2 U-Scheiben rechts und links als PMG
* Robbe Heckblätter
* Kunststoffumlenkhebel: Gleithülse innen, Servogestänge aussen eingehängt.
* Servo S9203, Aluhebel, Gestänge ganz innen eingehängt.
* GY401, mechanische Abstimmung exakt nach Anleitung, Analogmodus, Delay 20, keine Limiteinstellung (voll aufgedreht)
* Gas1 (ca. 1400 U/min) Empfindlichkeit 70%
* Gas2 (ca. 1800 U/min) Empfindlichkeit 62%
Mit diesen Einstellungen schwingt das Heck auch bei provozierten Steuereingaben nicht nach. Man könnte die Empfindlichkeit noch ein wenig höher drehen, ich bin aber der Meinung, so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig. Das Servo wird es danken.

Gruss, Jan

pchubi
08.07.2003, 00:51
Hallo,

kannst auch mal schauen, was das Gyro-Klebe-Pad so macht: Zu dünn: schlecht, zu dick: auch schlecht.
Siehe diesen Fred (http://www.rc-heli.net/forum/index.php?act=ST&f=44&t=17920).

dauerheckrohr
08.07.2003, 08:22
Hi Jürgen,
ich bin 3 Jahre Three Dee geflogen: 1300U/min ist definitiv zu wenig Drehzahl fürs Heck. Der Three Dee hat auch ein paar Drehzahlen, die man nicht fliegen sollte. Programmier mal ein bisschen rum und probier mal 1750 oder mal 1850, meistens findest Du dann eine die funktioniert. Checke die Dämpfung ob sie nicht zu hart ist, gerade bei niedrigen Drehzahlen ist das gefährlich. Meine Konfiguration war ähnlich zu Deiner. Ich hab auch immer GY501 und die billigsten Heckblätter geflogen, die brauchen allerdings etwas mehr Drehzahl, aber vergiss 1300U/min! Das ist kein NT!
Gruß
Wolfgang

jürgen v
08.07.2003, 21:25
Hallo Wolfgang,
ich habe gestern mit Jan Henseleit telefoniert ( war sofort erreichbar!!) Er sagte mir das ich die hohen Drehzahlen bei max 1700 bis 1750 U/min einstellen soll. Außerdem meinte er zu meinem Problem, die Heckrotorblätter zu wechseln und und die Drucklager bzw. die Dämpfung zu kontrollieren. Schwebeflug 1350 U/min wäre auch ok.
Allerdings muß ich meinen GY 501 nochmals überprüfen. Wie hattest Du den denn eingestellt?
Freundliche Grüße
Jürgen

jürgen v
08.07.2003, 21:31
Hallo Jan, vielen Dank für Deine ausführliche Einstellung des GY 401, leider verwende ich den GY 501 und da verhält sich die Einstellung vermutlich anders. Mit der Heckrotoreinstellung sehe ich es genauso wie Du- weniger ist mehr. Allerdings ist mein Heck recht unstabil wenn ich zuwenig aufdrehe. Es ist zum Mäusemelken. Habe bei sehr hohen Drehzahlen > 1800 U/min eine derartige Unwucht bzw. Vibration das man Angst haben muß, dass der TD sich in der Luft zersägt.

jürgen v
08.07.2003, 21:32
Hallo Stefan, bei meinem Gyro handelt es sich um einen etwas älteren GY 501.
Freundliche Grüße
Jürgen

Michael Stenger
08.07.2003, 22:05
Hallo Jürgen,

also da ich ja nun schon seit über 5 Jahren nur TD Fliege ( werde es auch weiter tun ! ) und etwa in der Zeit
ca. 30 Stück Gebaut / Repariert / Eingeflogen habe, kennt mann langsam jede Schwachstelle.
Wenn Du mal deinen Wohnort angeben würdest, könnte ich Dir anbieten mal Live am Heli zu helfen.

Mir fallen noch ein paar kleine Dinge ein welche es sein könnten, aber dies ist immer nur schwer über das Forum zu klären bzw. den Fehler und Deinen spez. Fall zu analysieren.

Wie gesagt, ich helfe Dir gerne mal einen Samstag oder so am Flugplatz und mann könnte mal schnell komplette Komponenten austauschen (Heckgetriebe, Rotorkopf ect. ) um den Fehler einzukreisen.

Ich selbst komme aus 57299 Burbach ( bei Siegen )

Viele Grüße
Michael

RonnySmith
08.07.2003, 22:08
Hallo Jürgen.

Zwei Dinge hast Du ja noch gefragt.

1. Unwucht in der Paddelebene:

Das kann man recht einfach prüfen.
Zuerst genau nachmessen, ob das Teil auch wirklich mittig sitzt (dabei auch gleich sicherstellen, daß in Paddelstangenrichtung kein Spiel vorhanden ist).
Dann nimmst Du die 6 Kugelköpfe von der Paddelanlenkung ab (4 Stück an den Mischhebeln, und 2 an den Winkelhebeln). Danach liegt die Paddelstange frei in den Kugellagern vom Zentralstück und kann pendeln. Jetzt einfach nur beobachten, ob die Stange immer zu einer Richtung kippen will. Wenn dem so ist, dann einfach das leichtere Paddel mit etwas Klebeband beschweren.

2. Lagerböcke im Heckrohr:

Hmm, ohne Demontage ist das nicht feststellbar... Leider... Aber so schwierig ist das nun auch nicht.
2 Schrauben am Heckflansch lösen, Heckstreben entfernen, und schon hat man das Heckrohr mit Heckrotor in der Hand.
Dann das Seitenleitwerk entfernen, 2 Schrauben vom Winkelgetriebe rausschrauben, und das Winkelgetriebe etwas nach hinten rausziehen. Jetzt noch die Madenschraube im Stellring lösen, und das Winkelgetriebe vom Heckantrieb abziehen... Fertig. Das Edelstahlrohr geht nun nach vorne raus.

Jetzt einfach mal durch das Heckrohr schauen und die 3 Lagerböcke finden. Sieht man nur 2, dann ist schon mal roter Alarm angesagt (dann sitzen nämlich 2 Böcke direkt aneinander). Wenn alle 3 zu sehen sind, dann einfach mit einem Stahldraht die Abstände ertasten. Stimmen sie nicht, dann mit (bitte nicht lachen, geht am besten) einem Besenstiel die Lagerböcke von hinten nach vorne aus dem Heckrohr drücken (vorher natürlich den Aluring von allen Schrauben befreien). Anschließend entsprechende Markierungen auf dem Besenstiel anbringen, und die Böcke mit dem richtigen Abstand wieder in das Rohr schieben. Wenn man die Anleitung richtig liest, dann merkt man auch, daß das hintere Lager vor den Aluring gehört. Jetzt am besten auch die Böcke festschrauben, dann kann man sich diese Prozedur beim nächsten Mal ersparen...

That's it. Viel Spaß beim Schrauben.

Gruß, Reiner aus Peine.

P.S.: Dem Vorschlag von Michael kann ich nur entschieden zustimmen! Ohne die Unterstützung der erfahrenen Three-Dee-Piloten an unserem Platz wäre ich auf diverse Dinge mit Sicherheit nie oder erst sehr viel später gekommen.

Thoddy
17.07.2003, 23:47
Hier ein Ausschnitt vom empfohlenen Zubehör des NT. NICHT 4.0. Aber vielleicht ähnlich.

Heckrotorblätter: Kunststoff 95mm / 5g
Henseleit Best.Nr. NT-0309 ( 9,-€ )
K & S Best.-Nr. CT-60EV
Bitte keine Carbon - Heckblätter verwenden, da sie zu steif sind und in Verbindung mit den NT - Aluheckblatthaltern zu feinen Vibrationen führen können, die unter Umständen zu Schwingungsbrüchen führen.

Gruß Thorsten

Michael Stenger
18.07.2003, 07:35
@Thorsten,

...wie Du schon sagst NICHT für den Three Dee 4.0 !!

Thread, ..Thema Three Dee V4 ..!!! ;)

Grüße
Michael

Thoddy
18.07.2003, 15:13
Ja ok, wollte nur helfen ;)

Gruß Thorsten