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Vollständige Version anzeigen : Reichweitentest Aurora 9


xxrider
20.01.2010, 17:25
Heute kam die Ernüchterung - oder das Gefühl - da kann doch was nicht stimmen:
1. Sender draußen auf einem Autodach deponiert.
2. In der Monitor - Anzeige auf Test-Modus gestellt (nicht reduzierte Leistung sondern Automatik - Bewegungsmodus der Servos)
3. Servo an Empfänger angeschlossen und mit einem anderen Auto weggefahren.
4. Nach ca. 800 Metern nur noch ruckartike Servobewegung.
Wenn ich Empfänger aus dem Fenster hebe wirds besser aber nicht 100%ig ruckfrei. Direkter Sichtkontakt zum Sender war gegeben.

Na toll. Was war los? Besonders störende Umgebung?
Hab ich irgendwas falsch gemacht?

In der USA wird ja von unglaublicher Reichweite berichtet.

Ich werde den Versuch auf alle Fälle nochmal wiederholen, vielleicht in anderer Umgebung und wirklich mit Personen an Sender und Empfänger . Zudem habe ich einen Freund mit genau derselben Anlage und werde diese auch so testen. Vielleicht liegt es ja an einem Hardwareproblem.

Gibt es bereits andere, die die Reichweite schon ausgetestet haben, und wie?

Viele Grüße
xxrider

siedleri
20.01.2010, 18:40
Also im Auto kann mans verstehen.
Aber bei direkten Sichtkontakt muß die Reichweite viel größer sein.

BugBear
20.01.2010, 19:20
Hallo,

wie war den die Senderantenne ausgerichtet?
Bei 2,4 GHz sollte die Antenne senkrecht stehen. Das der Empfänger im Auto sich befindet ist nicht optimal.
Überhaupt wie weit möchtest du denn mit deinem Modell von dir wegfliegen?
Bei den Futabaanlagen bei uns auf dem Flugplatz haben wir mit reduzierter Leistung fast immer eine Entfernung von 50 Meter und mehr zum Modell erreicht.

Gruß Volker

Pirelli
20.01.2010, 19:25
1. Sender draußen auf einem Autodach deponiert.


Wenn mich nicht Irrt, ist der Sender auf dem Autodach auch Suboptimal, da die Blechmasse unter dem Sender als Erdungspunkt anzusehen ist. Das Blech "frist" auch Abstrahlleistung deines Senders.... :hallihall:

Steve1
20.01.2010, 19:45
Wenn mich nicht Irrt, ist der Sender auf dem Autodach auch Suboptimal, da die Blechmasse unter dem Sender als Erdungspunkt anzusehen ist. Das Blech "frist" auch Abstrahlleistung deines Senders.... :hallihall:

Das sehe ich genauso,bitte den Reichweitentest mit dem Sender auf neutralem Untergrund,wie z.B. einem Holztisch wiederholen.

Digger
20.01.2010, 20:28
Hallo,

wie war den die Senderantenne ausgerichtet?
Bei 2,4 GHz sollte die Antenne senkrecht stehen. Das der Empfänger im Auto sich befindet ist nicht optimal.
Überhaupt wie weit möchtest du denn mit deinem Modell von dir wegfliegen?
Bei den Futabaanlagen bei uns auf dem Flugplatz haben wir mit reduzierter Leistung fast immer eine Entfernung von 50 Meter und mehr zum Modell erreicht.

Gruß Volker

meines bescheidenen Wissens nach sollte die Antenne waagerecht sein.

und 800m bei Boden-Boden ist doch gut ???

xxrider
20.01.2010, 20:39
Hallo,
die Antenne war geknickt, d.h. nicht auf das Modell gerichtet sondern quer.
Im USA Forum wurde ein Abstand von >2,2km ermittelt, soviel ich in Erinnerung habe.
Da fallen meine (nicht mal) 800 Meter sehr gering aus, es handelt sich schließlich um einen Full-Range Empfänger.

meines bescheidenen Wissens nach sollte die Antenne waagerecht sein.

und 800m bei Boden-Boden ist doch gut ???

Ich kann mir nicht vorstellen dass das gut ist. es war ja - störungsfrei - deutlich weniger als 800m.
Und warum ist Boden - Boden Messung schlecht , es besteht ja immerhin Sichtkontakt?

Digger
20.01.2010, 21:02
Ich kann mir nicht vorstellen dass das gut ist. es war ja - störungsfrei - deutlich weniger als 800m.
Und warum ist Boden - Boden Messung schlecht , es besteht ja immerhin Sichtkontakt?


du darfst Boden-Boden nicht mit Boden-Luft vergleichen. da liegen Welten zwischen.

Vom Assan weiß ich, das bei Boden-Boden 600m gemessen wurde. bei der Futaba Messung kam eine Schnellstrasse dazwischen. waren aber bis dahin 1100m.


und was heißt deutlich weniger als 800m ? du schreibst doch was von 800m. das halte ich für gut. in der Luft gehe ich mal vom doppelten aus und so weit fliegst du eh nicht.

xxrider
20.01.2010, 21:14
du darfst Boden-Boden nicht mit Boden-Luft vergleichen. da liegen Welten zwischen.

Vom Assan weiß ich, das bei Boden-Boden 600m gemessen wurde. bei der Futaba Messung kam eine Schnellstrasse dazwischen. waren aber bis dahin 1100m.


und was heißt deutlich weniger als 800m ? du schreibst doch was von 800m. das halte ich für gut. in der Luft gehe ich mal vom doppelten aus und so weit fliegst du eh nicht.

Bei 800m gabs noch kein ruckfreies Servolaufen, also ein Modell ist so nicht mehr richtig zu steuern.

Aber ich werde das auf alle Fälle nochmal wiederholen.
Das ging heute alles etwas schnell.

friedi100
20.01.2010, 21:31
Also ich würde sagen die 800 Meter gehen voll in Ordnung.

Leg mal deinen Sender auf einen Holztisch oder jemand soll den Sender mal in die Luft halten, dann dürfte sich die Reichweite auch nochmal steigern.
Wichtig ist auch, dass direkt vor und hinter der Antenne nichts ist, da es ansonsten durch Reflektionen zu einer Beeinträchtigung des Signales kommen kann.

Zudem solltest du nicht mit dem Auto fahren sondern zu Fuß gehen damit die Ergebnisse aussagekräftig sind.

Schöne Grüße Alex

Taumel S.
20.01.2010, 21:37
Sieh zu, dass der Sender wie oben gesagt neutraler steht und du mit dem Empfänger einen Hügel oder sowas raufgehen kannst. Mindestens 10 Meter Höhe solltest schon zusammenkriegen.

siedleri
20.01.2010, 21:55
Im USA Forum wurde ein Abstand von >2,2km ermittelt, soviel ich in Erinnerung habe.


Eine solche (mit Google Earth nachgemessene) Reichweite kann ich für IFS auf jeden Fall bestätigen.:jippiyeah: Modell und Sender einfach in der Hand gehalten.
Sichtverbindung grundsätzlich vorausgesetzt.

xxrider
20.01.2010, 22:21
Eine solche (mit Google Earth nachgemessene) Reichweite kann ich für IFS auf jeden Fall bestätigen.:jippiyeah: Modell und Sender einfach in der Hand gehalten.
Sichtverbindung grundsätzlich vorausgesetzt.

willst du mich jetzt noch ganz demoralisieren, mit dem IFS Vergleich !?
Oder ein Wink mit dem Zaunpfahl :)

siedleri
20.01.2010, 22:58
Neee,ich will gar nix.Kann aber natürlich nur für" mein "
System und den damit selbst gemachten Reichweitentest sprechen.
Îch verlass mich nicht auf das was andere sagen oder nur nachplappern.Ich überzeug mich halt gerne selbst.;D

Aber zurück zum Thema:

Irgendwas war oder ist sicher faul, bei der von dir geprüften Reichweite.
Wiederhol den Test doch einfach nochmal.Das Beste wäre,du hättest einen Helfer dabei,mit dem du per Handy verbunden bist.Da kann man dann auch die Lage des Modells bzw.Senders verändern.

tom555
20.01.2010, 23:13
Hallo,

die Senderantenne strahlt ihre Leistung senkrecht zu Antennenachse ab. Ober (und unten) hat
sie jeweils eine Nullstelle, die natürlich durch Reflexionen in der Realität nicht besteht. Die Empfängerantenne hat ihre beste Empfangsleistung auch senkrecht zu ihrer Achse (Reziprozität).
Somit müsste die längste Empfangsstrecke dann ergeben, wenn beide Antennen parallel zueinander ausgerichtet sind. Ob vertikal oder horizontal sollte keine große Rolle spielen. Auch das Dach des Autos sollte keinen all zu großen Einfluss haben.

Gruß
Thomas

dl7uae
21.01.2010, 00:20
Wenn's um's Ermitteln der Grenzreichweite geht:

Beide Antennen müssen in der gleichen Polarisationsebene strahlen, für den Test am besten senkrecht stehen, Fußpunkt unten, auch am Empfänger. Geht das überhaupt, ist die Antenne flexibel? Polaritätsdämpfungen können bis zu 20dB betragen, Faktor 100.

Bodennähe ist reichweitenmindernd, gerade in dem Frequenzbereich. Der Boden reflektiert bereits in einem gewissen Maße, es kommt zu Mehrwegeempfang, Überhöhungen, aber auch Auslöschungen. Wg. des Metalldaches des Autos kann man geteilter Meinung sein, mit der RX-Antenne unterhalb des Fußpunktniveaus der TX-Antenne auf jeden Fall das Ergebnis eher verschlechternd.

Nur die Ruhe, die 800 minus Meter Boden-Boden sind OK.

vw-bussmann
21.01.2010, 22:08
Im Kfz kommt ein nicht zu unterschätzender Elektrosmok dazu.

Heckscheiben und/oder Frontscheibenheitzung.

Bedampfte Scheiben (Solarflex) sind so stark dämpfend das teilw. Navis nicht funktionieren.

Sitzheizung ist auch ein Störfaktor.
usw.

Autotests sind nicht aussagekräftig.

Per pedes und nicht mit Mercedes, wäre die richtige Alternative ;)

Und weiter als 800 Meter fliegt man ehh nicht.

Ich habe im Sommer mit nem kleinen 2,2 mtr. Hotti schon 1,5 km gemacht. Was meint ihr denn wie hoch/weit ein 6 mtr. Thermiksegler geht bzw. zu sehen ist ???

Sycorax
22.01.2010, 17:25
Wenn's um's Ermitteln der Grenzreichweite geht:
Beide Antennen müssen in der gleichen Polarisationsebene strahlen, für den Test am besten senkrecht stehen, Fußpunkt unten, auch am Empfänger.
Eigentlich stellt man für die Ermittlung der Grenzreichweite die Antennen in die ungünstigste Position, also 90 Grad zueinander ( Genau auf's Modell zielen macht man ja nicht ). Nur so lässt sich ermitteln, mit welcher Reichweite ein sicherer Empfang möglich ist.
In optimaler Antennenposition bekommt man zwar die max. Reichweite, aber diese Position hat man im Flug selten. Und was nützt die, wenn man dann an der Grenze eine Kurve fliegt, die Antennen nicht mehr optimal ausgerichtet sind und die Verbindung abbricht?

xxrider
24.01.2010, 13:19
Hallo,
ich habe nun einen neuen Test gemacht, trotz -3 Grad im Schatten (sonnig wars ja eh nicht) :)
1 Person am Empfänger, auf Hügel, ca.10 Meter hoch
1 Person fährt mit Fahrrad weg, Sender auf den Rücken geschnallt.

Resultat:
- ca. 1,4 km Reichweite mit orig. BODA Antenne
- ca. 1,0 km Reichweite mit einer verkleinerten, selbstgebauten Antenne

Dabei war die Antenne des Senders optimal ausgerichtet (senkrecht nach oben), die Antenne des Empfängers wurde so ausgerichtet, dass sie auf den Sender zielte ("worst case"). Ein optimales Ausrichten der Empfängerantenne brachte nochmal ein etwas besseres, aber nicht wesentlich besseres Ergebnis.

Also alles in allem nun doch sehr zufriedenstellend.
Ich denke es war tatsächlich der Bodeneffekt, der sie geringe Reichweite des 1. Versuchs zur Folge hatte. Hier kommt es wohl tatsächlich durch Reflexionen zur Minderung oder gar Auslöschung des Signals.


Jetzt kann es dann ja bald abgehen in die Luft, sogar mit der kleinen Antenne :)

dudy666
24.01.2010, 13:24
Da kann ich ja beruhigt weiterfliegen ;D

Was hast du denn für eine Antenne selbstgebaut. Nur das Kabel gekürzt oder auch den dicken Knubbel weggemacht?

Gruß Rainer

easy_1
24.01.2010, 13:41
mach doch mal bitte ein bild von deinem selfe made .

ich ´hab einfach nur den vorgeschriebenen reichweiten test gemacht +15 meter mehr und selbst dort hat er noch sehr gut funktioniert . und dannach bin ich auch gleich in die luft . keinerlei probleme bis her

Sky
24.01.2010, 15:03
Da kann ich ja beruhigt weiterfliegen ;D


Wie weit kannst du denn mit deinem Heli wegfliegen, dass du dir um die Reichweite Sorgen machst?

Hast du Adleraugen?

dudy666
24.01.2010, 15:37
Wie weit kannst du denn mit deinem Heli wegfliegen, dass du dir um die Reichweite Sorgen machst?

Hast du Adleraugen?

Seitdem ich eine Brille habe, oder vorher ;)

War eher so gemeint das ich mir über 800m Reichweite keinen Kopf gemacht habe. Vielleicht hätte ich besser den ;) dahinter gemacht.

LG Rainer

xxrider
24.01.2010, 19:03
Den Antennen Mod habe ich so gemacht (ähnlich wie in einem USA Forum beschrieben):
- Koax-Antennenkabel eines (nicht mehr gebrauchten) Wlan Anschlusskabels (=Verbindungskabel Wlan Karte zur Antenne) mit U.FI Stecker entnommen, an der Antenne abgezwickt (muss aber mindestens 10cm lang sein)
- Die äußeren 4 cm des Koax Kabel außen abisoliert (Achtung: Schirmgeflecht nicht beschädigen!)
- Koax-Abschirmung (Schirmgeflecht) gelockert, zurückgeschoben und an der Stelle, wo die Isolierung des Kabels wieder angeht, über die komplette Länge umgeschlagen, in Richtung Stecker
- das umgeschlagene Schirmgeflecht soll genau 30 mm lang sein, mit Schrumpfschlauch fixieren
- das außen am Kabel 4 cm lang herausragende Innere des Koax-Kabels auf genau 30mm kürzen

fertig ist die vereinfachte Dipolantenne. Das zurückgeschlagene Schirmgeflecht ersetzt den großen originalen Sperrtopf der BODA ANtenne, ist halt nur nicht so wirksam wie diese. Daher die Abstriche in der Reichweite.
Die Antenne ist jetzt dafür aber viel leichter :)

Ich hoffe die Beschreibung ist verständlich. Bilder brächten nichts da Schrumpfschlauch bereits drüber...

M. Amacher
24.01.2010, 20:28
Vielleicht hilft ergänzend dies:
http://www.vdr-wiki.de/wiki/index.php/DVB-T_Antennen
Die Längen müssen ensprechend der Frequenz gewählt werden.

M. Amacher
24.01.2010, 20:46
Nachtrag: das im Schritt 2 erwähnte Entfernen des Dielektrikums ist nich notwendig. Mit Dielektrikum ist die mechanische Stabilität besser.

xxrider
24.01.2010, 21:00
Nachtrag: das im Schritt 2 erwähnte Entfernen des Dielektrikums ist nich notwendig. Mit Dielektrikum ist die mechanische Stabilität besser.
Im 2. Spiegelstrich meinte ich lediglich die Isolierung, die sich oberhalb des Schirmgeflechts befindet, nicht das Dielektrikum zwischen Schirmgeflecht und innererm Leiter. Dieses sollte, wie auch das Schirmgeflecht selbst, nicht beschädigt werden.

M. Amacher
24.01.2010, 22:19
Schritt 2 bezog sich auf die Beschreibung im von mit aufgeführten Link und nicht auf die Beschreibung von xxrider, dessen Beschreibung korrekt ist.