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Vollständige Version anzeigen : Akku Anschlusskabel oxidiert


mike65
01.02.2010, 10:42
Moin,

ich hatte gestern meine MPX-Stecker von den 10s Akkus ;D durch 6mm Goldies ersetzt. Nach dem Abzwicken der Stecker hab ich gesehen das bei allen Akkus die Plus- und Minusleitungen oxidiert sind. Also nur innen im Kabel. Das Zeug war grün und weiss und "staubte" wenn man die Kupferlitze auseinander drückte.
Was kann die Ursache sein? Beeinflusst das in irgendeinerweise die Leistung oder Lebensdauer?

LG Mike

PS. Am Jazz Regler waren die Kabel auch oxidiert

planwo
01.02.2010, 11:33
Tausch die Kabel komplett aus. Das 'Zeug' sind diverse Cu- Oxide / Chloride etc., die teilweise noch dazu giftig sind. Das Zeug entsteht gerne bei Verwendung ungeeigneter Kunststoffüberzüge der Kabel durch den Hersteller bzw. durch Verwendung von säurehaltigem Flußmittel beim löten.
Nornalerweise lassen sich solche Kabel auch nicht mehr sauber löten.

tassilo
01.02.2010, 11:38
Hallo!

Kann meinem Vorredner nur zustimmen. Die Kabel sind quasi "morsch" wie ein vergammeltes Stück Holz! Die Übergangswiderstände gehen enorm in die Höhe. Das Kabel ist quasi "durchgerostet"!
Das Blöde ist dabei dass sich das Kabel weiter zersetzen wird. Ist wie Rost am Auto, wenn es erstmal angefangen hat....
Also die Kabel bis auf die Leiterplatten austauschen, auch am Akku, sie zumindest soweit kürzen bis Du im "gesunden" operieren kannst. Meines Erachtens kann das soweit gehen bis ein Kabelbrand entsteht.

Viele Grüße

Stefan

Nachtrag: Wahrscheinlich wurde "hochaktives" Lötzinn verwendet. Zumindest habe ich das schonmal bei solchem Zinn beobachten können. Einfach mal neues Elektroniklot kaufen, und nicht die Reste aus Opas Dachrinnenlötkiste verwenden :unsure:;D . <- ist nicht bös gemeint!

Klaus13
01.02.2010, 11:50
Hallo,

danke für die Hinweise, ich habe nämlich auch bei einem Akku diese Entdeckung gemacht und über die Ursache gegrübelt. Auf mein Lötzinn wäre ich gar nicht gekommen. Das stammt übrigens aus einem aktuellen Kauf. Welches Sorte muss man denn da nehmen?

Gruß Klaus

Stephan Lukas
01.02.2010, 11:54
Hallo Klaus,

nimm das "Gute" mit Blei drin UND Flussmittelader. Es kommt nur darauf an, welches Flussmittel (falls zusätzlich) verwendet wird, das darf auf keinen Fall säurehaltig sein, also niemals Lötwasser und auch kein Lötfett nehmen - nur welches auf Kolofoniumbasis oder eben spezielles für Elektronik...

Grüße Stephan

tassilo
01.02.2010, 11:58
Ich nochmal.

Der Stephan hats auf den Punkt gebracht was die Wahl des Lötzinns angeht. Hatte schon wieder zu fachlich gedacht und meinte mit "Elektroniklot" wäre alles klar, sorry!
Kann sein dass sich das vom Flussverhalten anders verhält wie Du es bis jetzt kennst, vielleicht vorher dann einfach mal ein Probestück verlöten, bzw, einen Kabelrest verzinnen.... Und am besten kein vollständig Bleifreies Zinn verwenden, ich persönlich finde das Zeug ist schlimmer wie die Pest, muss es leider teilweise beruflich verwenden.

Viele Grüße

Stefan

mike65
01.02.2010, 14:13
Danke für die Tips. Aber warum wird das säurehaltige Lötfett denn überhaupt hergestellt. Das Zeug ist wohl absolut ungeeignet.
Ich habe die Kabel vor dem Neuverlöten gekürzt und das schadhafte Kabel entfernt.
Nur zu dumm das ich wieder dieses Lötfett verwendet hab. Dann werde ich die Goldies am Jahresende wohl nochmal ablöten wenn die Akkus noch gut sind.

Vielleicht ist das auch der Grund für:

http://www.rc-heli.de/board/showthread.php?t=131395

LG Mike

planwo
01.02.2010, 14:40
Säurehaltiges Lötzimm hat seine Berechtigung (z.B. zum Verzinnen von oxidierten Blechen, die nach dem Lötvorgang abgewaschen werden) - aber nicht in der Elektronik. Klar kann ein derartig oxidiertes Kabel einen erhöhten Innenwiderstand verursachen (meist an der Lötstelle am Stecker)

Klaus13
01.02.2010, 14:46
Also ich habe nur Elektroniklot zu Hause, da ich gar nichts anderes löte, vom großen C mit Blei :lol: Die Kabel sind trotzdem hin, war übrigens kein Akku, wie ich oben behauptet habe, sondern ein Alignmotor, ca. 2,5 Jahre alt.

Gruß Klaus

mike65
01.02.2010, 14:49
.... war übrigens kein Akku, wie ich oben behauptet habe, sondern ein Alignmotor, ca. 2,5 Jahre alt.


Sind die Kabel an den Align-Motoren denn nicht schon ab Werk verzinnt?
Bei meinem war das glaube ich so.

LG Mike

Klaus13
01.02.2010, 14:53
Sind die Kabel an den Align-Motoren denn nicht schon ab Werk verzinnt?
Bei meinem war das glaube ich so.

LG Mike

Muss ich nachsehen, die waren jedenfalls grün/grünlich bröselig. Ich schaue heute abend nach und melde mich noch mal

Gruß Klaus