Vollständige Version anzeigen : Helico Revue
Alpenheli
07.08.2003, 10:01
Hallo Leute,
in einem anderen Forum hab ich gelesen, daß in der Helico Revue Nr. 57 ein Artikel über den Flexantrieb stehen soll - von unserem Mitglied Gunkorsky.
Das Heft gibt´s bei uns nicht. Kann mir jemand den Artikel scannen und mailen oder schicken oder faxen?
Würd´ mich freuen ... :D
Gruss
Stefan
GunKorsky
07.08.2003, 22:58
Hallo Stefan,
ich schicke Dir gerne eine Kopie meines Artikels per Email oder Post. Was interessiert Dich speziell am Flexantrieb?
Gruss,
Gunther
Alpenheli
08.08.2003, 08:23
Hallo Gunkorsky,
Super - danke ..... :D :D :D
Mich interessiert speziell, welche Wellen, welche Wicklungen, welche Wellendurchmesser, welche Wellenführung, Bau der Wellenenden und auch ob man nicht einfach Tachowellenmaterial in Meterware oder Wellen aus dem Industriebereich einsetzen kann.
Mein jetziges Interesse ist gilt vor allem meiner BK 117 mit JetCat - da will ich eigentlich das Winkelgetriebe loswerden. Ausserdem habe ich eine Vario Ecureuil im Bau - da soll eine Futura Gold Mechanik hineinkommen und die hat den HeRo-Abtrieb wesentlich zu hoch - da könnte man doch eine Welle perfekt verwenden, ohne dass der Winkel am Anschluss zu groß wird.
Wenn Du mir den Artikel mailen könntest - wäre super.
Gruss Stefan
Helmut Zink
08.08.2003, 11:27
Hallo Stefan,
schau mal hier:
Firma Suhner, Schweiz (http://www.suhner.com/transmission/d/wellen_arten.htm)
Von denen habe ich mir für meine Cobra eine torsionsfeste Welle bestellt und die ist erste Sahne. Kein Verdrehen mehr wie bei der Original Hirobo Welle.
Da findest Du echt alle Arten von Wellen in vielen Durchmessern und für jeden Einsatzzweck.
Die sind auch sehr nett und mir haben sie sogar ein kostenloses Probeexemplar zugeschickt.
Viele Grüße
Helmut Zink
Alpenheli
08.08.2003, 11:35
Hallo Helmut,
DANKE
Die HP der Fa. Suhner habe ich schon gekannt, genau so etwas stelle ich mir vor. Nur habe ich keine Ahnung von der Dimensionierung. Wie stark ist Deine Welle?
Auch interessiert mich wie man am besten den Abschluss der Welle realisiert um dann auf eine Vario-Kupplung oder eine sonstige Klauenkupplung zu gehen.
Es stellt sich für mich überhaupt die Frage welche Leistungsabnahme so ein Heckrotor hat. Auch wenn meine JetCat eine Leistung von 5 PS hat, muss ich ja nicht den Heckrotor auch auf die Leistung auslegen, oder.
Gruss Stefan
Helmut Zink
08.08.2003, 12:20
Hallo Stefan,
soviel ich weiß war meine Welle die Bestell-Nr.: 5747801 (3,7 mm).
Tosionsfeste Wellen - Datenblatt (http://www.suhner.com/transmission/d/torsionsfeste_wellen.htm)
Du mußt die genaue Länge Deiner Welle wissen, dann wird sie von der Firma Suhner bereits fertig, an beiden Enden (so wie das bei mir ausgesehen hat - verlötet) geliefert. Bei meiner Cobra hat die Originalkupplung und der Antrieb am Heckrotor bereits Aufnahmen für die Welle in denen Sie mit jeweils 3 Madenschrauben gesichert wird. Bestimmt gibts diese Aufnahmen auch von Vario oder anderen Firmen.
Bezüglich der Leistungsabnahme müssen mal andere ran, da kenne ich mich nicht aus.
Viele Grüße
Helmut
AntiElch
08.08.2003, 12:56
Hallo,
laut Buch von D. Schlüter verbraucht der Heckrotor ca. 10-15 % der Motorantriebsleistung. Habe den Zahnriemen für den Heckrotorantrieb meiner Westland Wessex (2,0m, 38ccm) damals entsprechend ausgelegt und es funzt perfekt.
Gruß
Volker
Alpenheli
08.08.2003, 15:25
Bestens Leute,
Danke vorerst für die Info´s.
Eine Frage hätte ich aber noch - Wie lagert Ihr die Wellen, ich hab´schon von Teflonrohr, Messingrohr oder auch den speziellen Rohren für die Flexwellen gehört (ähnlich denen beim Fahrrad oder Motorrad).
Ich stelle mir das in meiner Grübelstube so vor:
Wellenmaterial als Meterware kaufen, Stahlhülse drehen und mit dem Wellenende klebeverpressen oder pressen und hartlöten. Ob dann über Kupplungen oder direkt in den HeRo ist Geschmacksache und hängt von der Demontierbarkeit ab. Müsste doch funktionieren, oder? ?(
Stefan
GunKorsky
08.08.2003, 19:40
Hallo Stefan,
die versprochene Email ist unterwegs zu Dir.
Eine Suhner-Welle mit D=3,7 mm scheint perfekt zu sein. Ich selber verwende ebenfalls eine Welle dieses Durchmessers, allerdings von der hiesigen Fa. Haspa. Davor hatte ich eine Lkw-Tachowelle mit D=3,2mm im Einsatz (steht auch noch so in meinem Artikel). Hat ebenfalls problemlos funktioniert und ist in jeder Lkw-Werkstatt als Meterware erhältlich. Allerdings gibt es Lkw-Tachowellen nur „linksdrehend“. Inzwischen habe ich aber die Drehrichtung des Heckrotors geändert und benötigte daher eine rechtsdrehende Welle. Die Drehrichtung ist sehr wichtig und ergibt sich aus der Wickelrichtung bei der Herstellung der Welle. Wenn eine Flexwelle rückwärts dreht, kann sie nur etwa die Hälfte ihres zul. Drehmoments übertragen.
Eine Flexwelle mit D=3,7mm überträgt, je nach Herstellung, 0,7 - 1 Nm. Der Heckrotor meiner CH-37 (4-Blatt, D=39cm, 4.000 U/min) benötigt ein Antriebs-Drehmoment von 0,55 Nm. Passt also.
Zur Lagerung meiner 3,7mm-Welle verwende ich ein Messingrohr mit Innen-D=4mm. Die Welle selbst ist gefettet. Messingrohr lässt sich leicht verarbeiten und man kann Befestigungslaschen anlöten.
Als Wellenanschlüsse verwende ich 5mm-Stahlwellen, die mit D=3,8mm aufgebohrt werden. Die Flexwelle habe ich UHU Endfest 300 eingeklebt und bei 100 Grad C ausgehärtet. Bei Belastungstests hat stets die Welle versagt, aber nie eine Klebestelle. Hartlöten funktioniert m.E. nicht, da sich die Drahtwicklung der Welle durch die Erhitzung verzieht und dann am Wellenanschluss nicht mehr fluchtet. Weichlöten müsste gehen.
Viel Erfolg bei Deinem Umbauprojekt!
Gruss,
Gunther
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