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Vollständige Version anzeigen : Alternative Empfängerakkus: Li-Polymer


Stefan Hundler
13.08.2003, 04:55
Hallo!

Wieso verwenden so viele die 2400er NiCd- bzw. die 3000er NiMh-Zellen? Die
Zellen selber wiegen bei einem 4er Pack ca. 250g. Memory-Effekt ist
vorhanden. Die Hochstromfähigkeit von über 100A ist bei dem Empfänger
wirklich nicht nötig.

Nur weil sie billig sind? Und später kauft man sich einen GY und nen paar
Digi-Servos .... 8)

Mein Vorschlag währen Li-Polymer-Zellen.
Eine Zelle mit z.B. 1200 mAh wiegt 20-25g. Um für den Empfängerakku eine
ausreichende Spannung zu haben benötigt man 2 Zellen in Reihe. Um höhere
Kapazität zu haben und um etwas Ausfallsicherer zu sein, kann man die Zellen
problemlos parallel betreiben - dies macht denen gar nichts aus.

Der Hacken ist: 2 Zellen in Reihe können bis zu 8,4V haben. Normale Spannung
ist ca.: 7,4V. Dies ist aber nichts, was man mit ein paar elektrischen
Bauteilen für Pfennige mit wenigen Gramm realisieren könnte - man kann es ja
gleich mit einer Akkuweiche verbinden.
Die Spannung wird einfach auf z.B. 5V runter geregelt.

Vorurteile gegen eine Schaltung?
In jedem Empfänger sind min. 30 Bauteile drin und wenn eins davon ausfällt ist
der Heli hin. Für die Servos, Regler, und Kreisel gilt das gleiche. Wieso dann
bedenken bei einer Schaltung die doppelt ausgelegt ist?

Die Strombelastbarkeit beträgt übrigens 10C. Bei dem o.g. Beispiel sind dies
bis zu 24A Dauerstrom. Viel mehr, wie beim Empfänger fließen. Sie werden
nicht umsonst schon in Helis als Antriebsakku eingesetzt.

Zurück zum Beispiel
Gehen wir davon aus, dass 4 Zellen (2P2S) mit Elektronik 100g wiegen. Dies
sind gegenüber einem normalen 4-Zelligen Akku 150g Gewichtsersparnis!

Hat man den Heli auf einen 5-Zelligen Akku ausgelegt so kann man die
Spannung der Li-Pol-Zellen auch auf ca. 6V runter regegeln lassen. In diesem
Fall sind es ca. 210g Gewichtsersparnis.

Die Zellen kennen übrigens KEINEN Memoryeffekt! - Selbstentladung ist fast
nicht vorhanden.
Laden kann man die Zellen mit moderneren Ladegeräten. Aber auch hier würde
eine Schaltung für 5 EUR direktes Laden aus einer Autobatt ermöglichen.


Habe ich euch auf den Geschmack gebracht?
Wenn nicht, dann zereist mal meine schöne Idee in der Luft. :)

CU Stefan

Rene D.
13.08.2003, 06:11
Hi!

Du hast vergessen den Preis der LiPoly's anzugeben. ;)

Mein Tip: Probier es aus und erfreue uns mit einem "Langzeittest".

Stefan Hundler
13.08.2003, 06:37
Hallo!

Preise:
Da kann ich die Tips weiter geben, die ich auch mal gekommen habe:
Entwerder Handyakkus für 5 EUR / Stuck in Epay kaufen oder einen Notebookakku
für 100 EUR. Letzeren kann nach dem Zerpfügen in 4 Modelle mit je ca. 2300 mAh verteilen.

Überrascht? ... Nein, dann schau mal nach den Preisen von 2400ern.
Jetzt Überrascht? :)

Langzeittest starte ich die Tage:
SlowFlyer,
Sender mit knapp 9000 mAh(!),
und wenn noch was über bleibt eben in dem Heli.

Wirkliche Langzeitberichte wird es aber erst in Jahren geben. (Künstlich altern lasse
ich die Zellen nicht.) Dann sind aber Verbrennerprobleme eh schon unter "Antik"
in diesem Forum zu finden. 8)

CU Stefan

2,5D - Andy Rummer
13.08.2003, 07:30
hi stefan

also handy akkus sehe ich als wirklich nicht geeignet, da die strombelastbarkeit
nicht sehr hoch ist.

die idee mit lipos als empfängerakku ist nicht neu , auch nicht von mir und
mir fallen zwei piloten ein die das so schon fliegen, lipos + konverter.
das funzt.

nunja, ich werds wohl auch ausprobieren.
nicht unbedingt die gewichtsersparnis, viel mehr die konstantere spannung wird
der vorteil sein ?!

aber wenn du damt rumexperimentierst wart ich auf deine ergebnisse :-)

@halsbonbon
so andlos teuer sind die polys auch wieder nicht, oder willst dein 32 zellen heli umrüsten ?(

so denn
andy

Stefan Hundler
13.08.2003, 07:40
Hallo Andy!

Du schreibst das was von Konverter.
Meist Du das auch so? - Also keinen Regler der die Leistung verheizt,
sondern einen fast verlußtfreien Schaltregler.

CU Stefan

fseider
13.08.2003, 16:51
Hallo,

ich finde dieses Thema auch sehr interessant und habe diesbezüglich im Jokerforum auch schon einen Beitrag geposted. Das Problem ist die hohe Spannung. Nimmt man einen normalen 'Längsregler" wird sehr viel Energie verheizt. Ein Schaltregler ist effektiver, hat aber das Problem, dass er unter Umständen Störungen durch seine Taktung erzeugt.
Falls jemand schon Erfahrungen diesbezüglich gemacht hat, wäre es nicht schlecht, mal davon zu hören.

Viele Grüße

Frank

Torsten K.
13.08.2003, 19:21
Hi Frank
Ich habe (noch) überhaupt keine Ahnung von den Akkus,
bzw. Schalter, Regler, ... die man benutzen kann um die Spannung
zu reduzieren.

Nun eine (vielleicht naive, blöde) Frage: wenn der Schalter
durch seine Taktung Störungen verursachen kann, gibt es da keine
Möglichkeit diesen zu schirmen ?

Gruß

Stefan Hundler
14.08.2003, 00:19
Hallo!

Ich beschäftige mich mit Elektronik nur ein bissel neben bei. Werder habe
ich dies gelernt noch studiert. Daher bringe ich auch fertige Schaltung an
den Mann oder gebe Bauteilempfehlungen.

Vielleicht ist ja grade diese Kobination die bei mit ohne Probleme
funktioniert aus der Sicht einer E-Techniker grob fahrlässig.


Zu Deiner Frage:
Ich habe buwußt nicht geschireben, dass ich die Spannung runtertakten bzw.
von nur einer Zelle hochtakten möchte. Dies GEHT natürlich auch. Man kann so
das Akkugewicht normals reduzieren bzw. nutzt fast alle Energie wirklich für
den Empfänger.

Ich hatte der Einfachheit einfach an einen Längsregler gedacht. Dieser
"frißt" einfach die überschüssige Spannung weg und es gibt keinen störenden
Takt.

Laut eines Dipl.Ing. muß dieser Regler aber außreichen groß sein. Es reicht
nicht auf den Durchschnittsstrom zu schauen. Der maximale Strom vom
Empfänger ist entscheiden.
Ist der Strom größer als der Nennstrom des Reglers reduziet so ein
längsregler einfach die Spannung. Dies kann evtl. blöd werden.
Bei unter 4 V steigen manche Empfänger oder Servos evtl. schon aus.

Aber solche Regler gibt es ja in allen größen. Daher kein Problem.

CU Stefan

Meinrad
20.08.2003, 12:25
Hallo,

außer dem Gewicht sehe ich bis jetzt keinen einzigen wirklichen Vorteil. Ich tausche damit ein bewährtes System gegen ein Neues mit vielen Unbekannten. Gerade bei der Empfängerstromversorgung ist mir möglichst viel Sicherheit und Zuverlässigkeit wichtig.

Ein Längsregler für die Versorgung von z. B. 5 Leistungsservos dürfte einem Heizkraftwerk gleichen. Er vernichtet im Prinzip ein Teil der Leistung, die ich teuer mit den Lithium-Zellen erkauft habe. Ich denke, hier sollte man fortschrittliches Denken und Sicherheit gut gegeneinander abwägen.

PS: Bei Robbe-Helis kann man die schweren 2400er Zellen gut für den korrekten Schwerpunkt brauchen. ;)

Gruß Meinrad

Andi Gysi
20.08.2003, 15:38
Hallo,

Meinrad hat recht, was robbe Helis angeht 8)

Längsregler muss nicht sein, es geht auch mit einem Schaltnetzteil was dann aber Nachteile hat (Störung durch Schaltfrequenz, mehr empfindliche Bauteile). Der Hauptnachteil scheint mir die Verbindung an den Akkus selbst zu sein, mal sehen...

Der Vorteil wäre die konstante Spannung an der Elektronik, und man kann gleich einen elektronischen Schalter in die Regelung einbauen.

Ich frag mich, wie lange es geht bis ich nen Heli mit LiPolys und Billigschalter mit 0.14mm2 sehe ?(

Also, nehmt euch RC2000 (nicht kleinzukriegen) oder RC2400 und habt Spass...

Gruss,

Andi

dbr
01.09.2003, 01:06
Hallo,

es gibt ja nicht nur Hi-Tech und gar nicht nicht mehr Zeitgemäßes.

Für Empfängerakkus bieten sich heute NiMh-Akkus an. Die Typen ( z.B. Kan oder Hecell ) die man auch
als (kleine) Flugakkus verwendet, sollten auch die Anlaufströme starker Digitalservos tolerieren. Dann ist der
Gewichtsvorteil gegenüber LiPoly + Regler gar nicht mehr so groß, und sie sind nicht so giftig wie
Cadmium.

Gruß
Dieter

Albert
01.09.2003, 10:15
Hallo,
ich habe mit Kurt Moraw (www.Flyheli.de ; sales@flxheli.de) einen "Spannungsreduzierer" (endgültiger Name steht noch nicht fest) wntworfen. Der Prototyp wird gerade mit NiMh-Zellen getestet und hat folgende Aufgabe:

Eine Spannung von 7-12 Volt auf eine einstellbare, konstante Spannung reduzieren. Es ist weder ein Festspannungsregler noch getaktet, Kurt hat sich was anderes einfallen lassen. Mit 5 Zellen fliege ich mit einer auf 5,8 Volt reduzierten Spannung mit einem Gy601, 1S9350, 2x S9451..... d.h. pro Flug (10min) so ~ 400 mAh Strom. Strombelastbarkeit 10 A Dauer. Ausserdem ist auf der Platine eine einfache Accuspannungsüberwachung, ein elektronischer und mech. Schalter (der Kurt´sche doppelschalter) integriert. Ich benutzte das Ding seit über 40 Flügen und hab keinen Fehler feststellen können. Kurt hat saubere Arbeit geleistet

Ziel dieser Entwicklung soll ein Empfängerstromschalter mit Spannungsreduzierung für Lipoly´s sein. Ich hab mir schon 4 Zellen mit 1000 mAh besorgt und werde diese demnächst nach ausgiebigen Tests bei Kurt probieren. Damit sollte ich eine Empfängerstromversorgung mit ~ 95 gr und 2000 mAh Kapazität haben, die keinen Memoryeffekt und keine Selbstentladung hat :D

Kurt wird sich noch über die Lipoly´s schlau machen und umfangreiche Tests machen und wenn möglich die Accus mit dem Spannungsreduzierer als Package anbieten

Den "Spannungsreduzierer" wird es in ein paar Wochen bei Kurt zu kaufen geben (www.Flyheli.de ; sales@flyheli.de), die erste Kleinserie wird noch von verschieden Piloten getestet werden und die erste Serie könnte so in 4 Wochen verfügbar sein.

Ich weiß, das ist jetzt etwas werbelastig, aber Kurt ist immer für neue Ideen offen (so richtig neu ist es ja nicht, in USA ist es fast schon Standard) und das unterstütze ich auch. Denn sonst hab ich noch keinen gefunden, der sich meine Spinnereien anhört und auch noch ein Produkt draus macht :D

Albert