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Vollständige Version anzeigen : FC 28 Akku laden mit Reflex


arnie
08.10.2003, 17:24
Hallo Leute,

ich bin seit gestern Besitzer einer FC 28 (bisher MC 24 und deshalb recht ahnungslos bei dem Futaba - Sender). Programmieren war soweit OK. Bei einer Sache habe ich aber 'ne Frage an Euch:
Wenn ich den Senderakku über die eingebaute Buchse laden möchte, ergibt sich das Problem, daß meine Robbe Reflexlader den vollen Akku nicht erkennt und fleißig weiter Elektronen schaufelt. Im Beipackzettel des Akkus wird dann darauf hingewiesen, daß bei Einsatz einiger Ladegeräte (unter anderem auch der Reflex) die Verpolungsschutzdiode im Sender überbrückt werden muß.
Natürlich steht in der Anleitung des Senders nicht wie man dies bewerkstelligt. 8o
Bevor nun mein neuer Sender wegen einer unüberlegten Bastelaktion in Rauch aufgeht - hat vielleicht irgend jemand 'ne Idee wie man das macht ?
Oder muß ich mir noch ein anderes Ladegerät zulegen ?

Danke im Voraus

Ingo

bernd_ac
08.10.2003, 18:02
Hallo Arnie,

das Problem gilt prinzipiell für alle Schnell-Ladegeräte. Zwischendurch schalten
Schnellader den Ladestrom ab und messen die Spannung am Akku. Durch die
Diode, die dabei sperrt, messen diese Akkus dann nichts oder Unsinn.
Habe leider selber nur eine FC16 (Neid! :)) ) , die Diode ist in der Regel aber
einfach zu finden: Wenn du das Gehäuse öffnest, findest du eine Platine, auf
die die Ladebuchse gelötet ist. Auf dieser Platine ist dann auch die Diode.
Diese ist zwischen (Pluspol der) Ladebuchse und dem Akkuanschluss oder dem
Ein/Ausschalter geschaltet.
Warscheinlich musst du Platine ausbauen, um die Diode eindeutig zu identifizieren.
Ist das geschehen, einfach mit einem Stück Kabel die beiden Anschlüsse der Diode
überbrücken. Jetzt kann der Strom auch zum Lader zurückfliessen und der Lader
kann die Spannung des Akkus messen. Beim Reflex-Laden ist dies weiterhin für die
Entladepulse erforderlich.
Wenn du unsicher bist und eine Digi-Kamera hast, kannst du ja mal ein Foto von der
Platine posten (beide Seiten).

Apropos "in Rauch aufgeht": Eine Gefahr besteht immer beim Laden im Sender:
Schnellader haben teilweise im Leerlauf eine sehr hohe Spannung an den Ausgängen.
Sobald ein Akku angeschlossen wird, fällt die Spannung auf den Wert des Akkus und
das Ladegerät erkennt, dass ein Akku angeschlossen wird. Mein PowerPeak Infinity II
von Robbe kommt im Leerlauf auf über 50V. Ist überhaupt nicht schlimm, solange ein Akku
im Sender ist. Wenn jedoch nicht, oder das Akku-Kabel im Sender einen Wackelkontakt
hat, kann das fatale Folgen haben.
Mein Orbit Microlader V6.2 (auch ein Reflexlader) macht das nicht im Leerlauf. Wenn man
wärend des Ladens den Akku abzieht aber auch.

Also, viel Spass beim Löten

Bernd

Steffen Schröck
08.10.2003, 18:08
Hi Ingo,
oder du rufst direkt bei Robbe an. Sie schicken dir dann ne detaillierte ""Überbrückungsanleitung"".

arnie
08.10.2003, 22:01
Hallo,

und DANKE für die Tipps. Bei Robbe anzurufen, war eigentlich Plan C, nachdem hier vielleicht niemand weiter weiß und der Dealer auch mit den Schultern zuckt.
Das mit dem Ausbau der Platine ist nicht ganz so einfach. Das ist wohl der Preis, den man zahlt, wenn's denn unbedingt eine FC 28 sein soll. Vor der Platine is 'ne Platine und davor ist 'ne Platine .........
Ich werde es jetzt mal sezieren und melde mich dann möglicherweise per pm bei Dir Bernd (falls dies nicht zu aufdringlich ist, Bilder hier posten ?( ?( ?( - noch nicht probiert).

Gruß aus NRW

Ingo

Bernhard Heck
09.10.2003, 08:40
Hallo Ingo,
das mit dem Platinenausbau ist so schwer garnicht. Man kommt relativ leicht an die Diode ran und sieht auch sehr gut wo man überbrücken muss.
Habe meine FC 28 gerade verliehen sonst hätte ich Dir genauere Infos geben können, aber wie gesagt es ist nicht schwer (ich habs auch geschafft) :)

Grüße Bernhard

arnie
09.10.2003, 10:42
Hey Leute,

und nochmals :rolleyes: Danke :rolleyes: . Zwei Sachen waren hilfreich. Ort des Diodenanschlusses (zwischen Pluspol der Ladebuchse ...) und Platinenausbau nicht so wild wie es scheint. Jetzt hängt der Sender am Reflex und ich warte auf die autom. Abschaltung. Noch keine Qualmwölkchen in Sicht ;)

Gruß

Ingo

Alex Lehmann
09.10.2003, 17:52
Hi Ingo,

könntest Du evtl. ein Bild von der Überbrückung und der Diode posten oder mir zumailen, denn ich war mir vorhin beim Aufschrauben des Senders nicht ganz sicher und habs dann lieber erstmal gelassen...

Danke, Grüße,

Alex

arnie
09.10.2003, 21:10
Hi Alex,

ich war mir fast sicher, besser ein Bild davon gemacht zu haben. Jetzt ist natürlich schon wieder alles zusammen und man kann es nicht ablichten, ohne alles wieder rauszunehmen. Ich versuch's mal zu beschreiben (und wenn es nicht hilft schraube ich es wieder auseinander und mache ein Foto).
Um an die Diode zu kommen muß lediglich das Batteriefach demontiert werden. Hierzu mußte auch die Platine, auf dem die L/S - Buchse sitzt, abgeschraubt werden (2 Schrauben, 1 Steckverbindung. Die kleine Steckplatine, die direkt vor dem Batteriefach in 2 Plastikhäckchen sitzt auch einfach vorsichtig nach oben herausziehen. So kann das Batteriefach (insgesamt 9 Schrauben) leicht entfernt werden.
Die Diode ist nun schon sichtbar. Kannst Du leicht identifizieren, wenn Du DIE Leiterbahn auf der Platine verfolgst, die von der Ladebuchse zur Diode führt. Ist bei meinem Sender so'n blaues Tönnchen (sieht ein wenig aus wie ein überdimensionaler Widerstand, nur ohne Farbkennung ca. 4-5 mm Dm. 5-6 mm lang): Ich habe dann die Kontakte mit einem Stück Kabel überbrückt, vertüdelt und mit ein wenig Sekundenkleber zusätzlich fixiert (wollte nicht an dem Teil rumlöten). Melde Dich, wenn Du nicht weiterkommst - dann setzt ich den Schraubenzieher nochmal an.

Gruß

Ingo

Alex Lehmann
09.10.2003, 21:13
Hi Ingo,

vielen Dank für die Antwort. Dann hätte ich also doch die richtige Diode im Visier gehabt. Naja, nun werde ich das Ding mal wieder auseinanderschrauben und Deinen Tip befolgen.

Danke nochmal,

Alex

Alex Lehmann
10.10.2003, 21:27
Jo, und nochmal ich :-)

Habe jetzt wieder den Akkuhalter ausgebaut und war so mutig und habe das Teil mit einem dicken Kabel gelötet. War ganz schön fummelig. Nun muß ich gleich mal nachschauen, ob bereits irgendetwas geschmolzen ist 8o aber bisher sah's am Ladegerät sehr gut aus.

Gruß, Alex

arnie
11.10.2003, 10:59
Jo, ich auch nochmal,

nachdem mein Ladegerät immer noch nicht abschalten wollte, habe ich meine Modifikation am Sender nochmals unter die Lupe genommen. Durchgang geprüft und auch den Lötkolben bemüht - jetzt haut's hin. War wohl eine dünne Isolationschicht auf den Kontakten und die Vertüdelung nicht die Ideallösung :D .
Keine Bange, Alex, das wird auch bei Deinem Sender funktionieren.

Gruß

Ingo

Frederic
11.10.2003, 14:40
bei der Graupner MC22 ist da eine Sicherung, die man einklemmen kann, die die Diode überbrückt und gleichzeitig die Elektronik gegen zu hohe Ladeströme absichert....
wäre es nicht sinnvoll einen kleinen Sicherungshalter mit einer 2,5A flink Sicherung statt einer einfachen Dratbrücke einzusetzten?

nur mal so als Anregung.... ;)

Alex Lehmann
11.10.2003, 19:17
Hi Frederic,

da ist leider kein Platz. Das hat Graupner weitaus besser gelöst :(

Gruß Alex

arnie
12.10.2003, 11:40
Hi Frederic,

und außerdem dient die Diode doch nur als Verpolschutz. Und da ist man jetzt natürlich als User gefragt - Kabel verpolt = Sender hinüber 8o . Überspannung ist weiterhin ausgeschlossen durch die 3 A - Sicherung, zumindest so wie ich das verstehe. Noch 'ne Sicherung in dem gelichen Strang macht zwar nix kaputt, hilft aber auch nicht gegen Verpolung. Wenn ich damit falsch liege ?( , korrigiere mich jemand.

Gruß

Ingo

Frederic
12.10.2003, 14:26
hi Ingo,

nee,... klar liegst du richtig, wenn die 3A-Sicherung in der gleichen Schaltung ist.... wußt ich ja nicht, daß da schon eine ist...
Bei der MC22 ist nämlich eine Gerätesicherung 0,5A vorhanden und die Ladekreissicherung (5A) ist zusätzlich einzubauen....

Ich hab bei meiner MC22 die verlangte 5A-flink Sicherung für die Ladekreisschaltung reingemacht, die (bei dieser Anlage) die Diode überbrückt.... ist also quasi anstatt einer Kabelbrücke einzusetzen.... allerdings ist in der Anleitung trotzdem ausdrücklich daraufhingewiesen, daß man keine Konditionierungsprogramme oder Entladeprogramme über die Ladebuchse ausführen darf..... ´
... also bringt es eigentlich nur etwas, um mit etwas höheren Strömen von max 1,5A schnellladen kann und eine Delta-Peak-Abschaltung durch das Automatikladegerät möglich ist.....

Schade eigentlich... eine gelegentliche Konditionierung des Senderakkus ist also immer mit Fummelei, sprich Ausbau des Akkus verbunden.... und die Kabel in den Anlagen sind so dünn, daß man Angst haben muß, daß sie bei zu häufigem Ein- und Ausbau irgend wann gebrochen sind.



@ Alex: Es gäbe dann noch die Möglichkeit das extern zu lösen. Sprich: zwar die Diode im Sender mit einem Kabel zu überbrücken, den Stecker für die Ladebuchse aber sicherheitshalber mit einer Sicherung zu versehen. Ist zwar nicht Ideal, hätte aber die gleiche Wirkung....

Gruß Frederic