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Vollständige Version anzeigen : OS/32 Probleme


Holly
18.10.2003, 19:33
Hallo,

leider hatte ich vor kurzem Ärger mit meinem OS/32. Lüfterrad gebrochen, schlagartig Motor aus und nicht mehr drehbar. Da ich noch Garantie hatte, habe ich das ganze zur Überprüfung eingesandt. Nun erhielt ich den Motor als repariert zurück. Er läuft auch, aber irgendwas stimmt nicht und ich kann mir das Verhalten nicht erklären.

Seit der Rücksendung geht er erheblich schwerer an. D.h. ich muß zum Start mehr Gas geben als vorher. Ist er dann an, muß ich Gas für sauberes Standgas wieder zurücknehmen. Das sah ich bis dato nicht als sehr schlimm an.

Dann habe ich als Autorotationseinstellung (mit der ich immer lande) Standgas eingestellt. Diese Einstellung kam ohne Delay zum Gasservo. Seit der Rücksendung des Motors mußte ich zur Zustandsumschaltung auf AR ein Delay einstellen, da der Motor bei spontaner Stellung auf Standgas fürchterlich aufheulte. Mit Delay passiert das nicht mehr.

Nun heute die Krönung. Erster Flug vollkommen normal. Beim zweiten Flug mittendrin heulte der Motor wie verrückt auf. Praktisch ausgekuppelt bei 2/3 Pitch/Gas. Motor sofort ausgestellt und gelandet. Dann nochmals kurz angestellt und Gas gegeben. Hat alles wieder funktioniert. Dennoch habe ich aus Sicherheitsgründen den Flugbetrieb eingestellt.

Jetzt habe ich den Heli auseinandergenommen und kann nichts ungwöhnliches am Motor oder sonstwo entdecken. Kupplungsglocke ok. Kupplungsbelag ok. Fasst bestens. Lager ok. Motor hat gute Kompression. Vergaser ist sauber.

Wie kann ein Motor mittendrin so aufheulen und dabei offensichtlich auch noch auskuppeln? Der Motor dreht dann natürlich ohne Last ordentlich hoch. Ich kann jedoch keinen Grund dafür entdecken.

Hat hier vielleicht (hoffentlich) jemand eine Idee?

Bin für jeden Rat dankbar.

Grüsse

;) Holly

heliminator
18.10.2003, 20:48
Servus Holly,
ich würde auch mal prüfen, ob der O-Ring auf dem Vergaserhals drauf und noch intakt ist.
Wäre evtl. einen Möglichkeit, wo der Motor Nebenluft ziehen kann und dann abmagert.
Dies könnte zu den Startschwierigkeiten führen. Ist allerdings wohl keine Erklärung für das Aufheulen.

Gruss,
Thilo

Daniel Jetschin
18.10.2003, 20:55
Hi

Die Kurbelwellenmutter noch richtig fest?
anders kann man sich das nicht erklären....ist er denn weggestiegen bei dem Hochdrehen?

mfg

Holly
18.10.2003, 21:01
Hallo,

@Thilo: Ach herrje. Und das bei meinen Verbrennerkenntnissen. Dann muß ich den Motor wohl mal ganz aufschrauben. Aber prüfen werde ich das auf alle Fälle.

@Daniel: Muß ich ebenfalls nochmal prüfen und er ist beim Hochdrehen des Motors nicht weggestiegen.

Danke schon mal für die Antworten.

Grüsse

:)) Holly

Holly
18.10.2003, 21:58
Hallo,

soeben mal geprüft. Den ganzen Motor auseinandernehmen habe ich mir noch nicht getraut (anders komme ich an den O-Ring nicht ran). Aber den Extremkühlkopf habe ich abgenommen. Da soll lt. Explosionszeichnung zwischen Kühlkopf und Gehäuse eine Dichtung oder Dichtungsring sein (nehme ich an). Dort ist aber keine. Die Schrauben waren auch recht locker.

Kann auch ein nicht korrekt ansitzender Kühlkopf zu mehr oder weniger sporadischen Seltsamkeiten führen?

Uups vergessen: Die Verbindung Kurbelwelle und Rest ist noch bombenfest.

Grüsse

:)) Holly

heliminator
18.10.2003, 22:16
Hallo Holly,
laaangsam!
Ich meine den O-Ring, der auf den Vergaser aufgeschoben wird, bevor dieser dann in den Vergaserhals des Motors eingesteckt wird.
Das einzige, was zur Prüfung zu entfernen ist, ist der Vergaser selbst.
Die beiden seitlichen Schrauben aus dem Vergaserhals herausdrehen, dann den Vergaser abziehen.
Evtl. sollte man den O-Ring auch direkt schon so sehen können.
Wenn Du an den Ring drankommst, eben mal schauen, ob er Quetschungen oder Risse zeigt. Oder überhaupt da ist...
Zur Orientierung hilft auch die Explosionszeichnung des Motors, müsste die hier sein: http://www.osengines.com/parts/ev12960aa.pdf

Der O-Ring, den ich meine, ist rechts beim Vergaser abgebildet und hat die Positionsnummer 10.

Zur Zylinderdeckeldichtung: jawoll, da sollte eine sein.
Und wenn der Kopf locker ist, so hat der Mechaniker, der das Ding zusammengesetzt hat, wohl einen sehr schlechten Tag gehabt.
Dabei hat er wohl auch die Dichtung vergessen..
Schlechtes Anspringen ist dadurch erklärbar, das Aufheulen immer noch nicht.
Schliesslich könnte der Motor durch den lockeren Deckel "abblasen" und hätte natürlich weniger Leistung.

Gruss,
Thilo

Holly
19.10.2003, 00:49
Hallo Thilo,

die Prüfung des O-Ringes hat ergeben, dass dieser noch OK ist. Nichts dran zu meckern. Keine Quetscher, Risse oder ähnliches. Der Vergaser ist auch ordnungsgemäß zu befestigen. Die Verbindung scheint dicht.

So eine Zylinderkopfdichtung muß ich mir dann noch besorgen.

Was mir aber in den letzten Flügen noch aufgefallen ist: Der Vergaser 'schmeißt' verhältnismäßig viel Öl nach vorne ab. Der vordere Teil des Lüftungsschachtes (und der Vergaser selbst) war regelrecht 'verölt'. Da hatte ich in letzter Zeit versucht durch Einstellungen einiges zu erreichen. Die Versuche wurden aber nun jäh unterbrochen. Diese 'Ölung' hatte ich vorher auch nicht. Die Einstellungen sind immer noch gleich, wie vor der Reparatur. Eigentlich nichts verändert, auch nicht die Spritsorte o.ä.

Grüsse

:) Holly

heliminator
19.10.2003, 10:44
Moin Holly,
also wenn der Motor beim Service war, und die die Dichtung sowie das Anziehen des Kopfes schlichtweg verpennt haben, würde ich denen wenigstens noch mal eine email
schreiben, ob sie dir nicht aus dem (hoffentlich) schlechten Gewissen heraus einen Dichtungssatz frei Haus schicken.
Einen Versuch ist's wert.

Zum Tropföler: könnte natürlich einerseits sein, dass der "Service" auch am Vergaser herumgefummelt hat.
Vielleicht hast Du ja sogar in der Zwischenzeit einen anderen gleichen Typs drauf.
Was eben so auf der Werkbank herumliegt..
Und damit verursacht Deine mühsam ermittelte Einstellung einem anderen Heliflieger Spass oder Kopfzerbrechen.

Also nochmal die Einstellung prüfen, ob der Motor nicht einfach kollosal zu fett läuft.
Im übrigen sind auch IM Vergaser zwei Dichtungsringe, in der Explosionszeichnung des Vergasers mit Positionsnummer 5-1 bzw. 9-2 bezeichnet.
Sollten die hinüber oder nicht vorhanden sein, kann das zu der beschriebenen Tropforgie führen.
Schliesslich noch der Dämpfer: wenn der zugesetzt ist, könnte sich der Staudruck erhöhen, somit käme mehr Druck auf den Tank, was zu erhöhter Spritzufuhr führt.

Also mal durch den Auspuff durchpusten, ob der frei ist.
(Achtung übrigens beim Ausbau im Wohnzimmer:
Wenn man den Dämpfer dann doch mal senkrecht hält, und das genau über dem Teppichboden: die Flecken vom heraustropfenden Öl kriegt man mit Sicherheit nicht mehr weg.
Das Gemecker höre ich immer wieder...)

Gruss,
Thilo

Holly
19.10.2003, 12:19
Guten Morgen Thilo,

zunächst einmal vielen Dank für Deine Unterstützung http://www.rc-helicopter.org/forum/style_images/rc-heli-823/icon14.gif.

Ich versuchs mal mit der Mail.

Den Vergaser konnten die beim Service nicht verstellen. Den hatte ich vor Absendung nämlich abgebaut :] . Somit bin ich sicher: Es ist meiner und die Einstellungen waren wie vorher. Die Dichtungen im Vergaser sind OK. Sauber ist er auch.

Dämpfer (ist ein Zimmermann) habe ich durchgeprüft. Ist von einigen ganz wenigen schwärzeren superdünnen Ablagerungen sauber und frei.

Das Problem mit dem Wohnzimmer kenne ich auch. Mache ich auch immer dort :loeblich: . Allerdings lege ich mir jetzt seit längerem ordentlich alte Zeitungen darunter. Dann ist auch Frieden mit der Ehefrau :)).

Grüsse

:) Holly

Rene`
19.10.2003, 18:05
Hi,

zum Aufheulen, das kann auch von einem durchrutschenden Freilauf kommen, da kann der Motor dann nix für :D

Grüsse René

Holly
19.10.2003, 18:15
Hallo Renè,

kann es sein, dass ein Freilauf einfach mal so durchrutscht und danach wieder funktioniert? Das wäre der Hammer.

Wie könnte man den Freilauf denn prüfen? Wenn ich das mit der Hand mache, funktioniert alles soweit. Sichtbare Schäden sind auch keine am Freilauf. Auch beim anschließenden Motorstart nach dem Extrem-Aufheulen hatte es ja auf dem Platz wieder gefunzt (war der Kurztest, dann schnell wieder aus).

Ist für mich schon echt rätselhaft.

Grüsse

:)) Holly

Michel Decker
19.10.2003, 19:15
Hallo

Ich habe den selben Motor in einem Sceadu meiner läuft übrigenz fantastsich. Ich hatte meinen auch schon außeinander die dichtung ist in den Extrem-Kühlkopf gepresst also die kannst du nicht rausnehmen. Guck mal ob da etwas kupferfarben schimmert also so ein ring das müsste die dichtung sein. Zum außeinanderschrauben: Kannst ihn ruhig auseindernehmen das einzigste Problem ist später den Kolben mit dem Kolbenring wieder reinzubekommen aber dann kannst du mich ja mal fragen wenns probleme giebt

Rene`
20.10.2003, 19:24
Hi Holly,

im Heli hatte ich das nicht, aber in meinem Starter, mit der Hand und Zange habe ich es nicht geschafft ihn durchzudrehen , aber als er seine eigentliche Arbeit verrichten sollte , ist er durchgerutscht, zuerst nur ab und zu mal , dann immer öfter, bis er ganz versagt hat.
Wenn nicht allzu teuer, würde ich ihn mal profilaktisch austauschen :)

Grüsse René

Holly
08.11.2003, 01:35
Hallo,

zunächst vielen Dank für die vielen Ratschläge und Hilfestellungen.

Es hat zwar etwas gedauert (Ersatzteilbezug dauert ja immer etwas), aber ich wollte das Ergebnis hier mal mitteilen.

@Renè

Erstaunlich. Zwar war nicht der Freilauf selbst defekt, aber die Sechskantaufnahme des dazugehörigen Zahnrades. Bei extremer Belastung springt das Zahnrad dann über. Ist jetzt gewechselt gegen eines aus Alu mit eingepresstem Freilauf.

@Sceadu

Tatsächlich. Habe nach Deiner Anleitung diese 'Dichtung' entdecken können. Danke.

Nachdem ich den neuen Freilauf hatte - alles wieder zusammengebaut. Extremkühlkopf wieder aufgeschraubt. Dieses Mal richtig schön fest.

Die ersten Flugversuche einfach wieder super. Leistung da. Kein Ölen mehr. Und erst recht kein Aufheulen mehr.

Vielen Dank nochmals an alle

Grüsse

:D Holly