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Vollständige Version anzeigen : Hughes MD500E Vibrationen


Glucker
12.09.2010, 17:43
Hallo Leute

Habe nach ewiger dauer jetzt endlich meinen KDS 450C im Hughes rumpf verbaut.
Und endlich klappt jetzt alles.

Einziges Problem : ich habe Vibrationen drauf, vor allem am Heck.

Das Heckleitwerk biegt sich nach links und rechts ......

habe mit schaumstoff versucht zu dämpfen. ohne erfolg.

sind vibrationen normal? was macht ihr dagegen?

Gruß Flo

kkoll
12.09.2010, 17:57
Hallo Flo,

habe selbst auch so einen Heli am Start. Das Heckleitwerk ist ruhig, wenn die Mechanik TipTop ist. Das Leitwerk arbeitet wie ein Verstärker, optisch.

Also alles prüfen, Heckblätter gewuchtet? Riemenspannung? Blattspurlauf Hauptrotor etc... irgendwo hast du eine Unwucht.

Kannst auch mit anderer Drehzahl versuchen, mal 100 Umdreh. rauf oder runter.

Viel Erfolg beim Suchen
KLaus

Glucker
12.09.2010, 19:02
Es sieht alles i.o. aus, jedoch habe ich eine eigenart der ich nicht auf die spur komme.

wenn ich den hauptrotor mit hand drehe ist ein art knistern zu hören, ein geräusch wie wenn sich der heckriemen leicht berühren würde. das ist es aber nicht.

dann habe ich ein kugellager verdächtigt.

ich komm nicht drauf.

was könnte das sein? hat jemand ähnliches bei sich mal gehabt?

xDominosteinx
12.09.2010, 19:34
Könnte es vielleicht sein das dein Heckriemen verdreht ist? Hatte auch immer so ein knistern im Gaui bis ich merkte das auch der Riemen eine Laufrichtung hat.

Gruß Peter

Chaos-Walter
12.09.2010, 20:11
Hallo,

ich hatte zu Anfang an meiner Hughes 500 (Umbau eines T-Rex 600 Nitro zur Hughes 500 mit dem Scalerumpfbausatz Fuselage 500E von ALIGN) ebenfalls starke Vibrationen, die ich durch den Ausbau der Kunststoffhalteblöcke kompensieren konnte. Mit diesen Blöcken wird das Chassis am Holzboden verschraubt. Durch die Vibrationen brechen die Blöcke wie Glas - habe die Blöcke durch selbst gefräste Metallblöcke ersetzt und seit dem keine Vibrationen mehr ... :hallihall:

http://www.heli-rock.de/bilder/hughes61.jpg

http://www.heli-rock.de/bilder/hughes65.jpg

http://www.heli-rock.de/bilder/hughes67.jpg

http://www.heli-rock.de/bilder/hughes044.jpg

http://www.heli-rock.de/bilder/hughes056.jpg

Glucker
13.09.2010, 10:45
danke schon mal für die antworten. also der riemen kann nicht verdreht sein. habe ihn mal absichtlich falsch gedreht um zu sehen was passiet. aber da lies sich garnix mehr bewegen.
also schließe ich riemen aus.

meine Halteblöcke sind aus holz, und machen jetzt keinen schlechten eindruck.

ich probiere jetzt mal einige sachen aus und melde mich wieder

Chaos-Walter
13.09.2010, 15:36
meine Halteblöcke sind aus holz, und machen jetzt keinen schlechten eindruck.

Bezüglich der Vibrationen muss man die Problematik aus einer anderen Perspektive sehen. Ich nehme meinen Heli als Anhaltspunkt. In der Originalversion als T-Rex 600 Nitro hat er zwei Jahre in mehreren hundert Flügen ohne Vibrationen tadelos funktioniert. Erst als ich ihn in die Scalerumpfhülle eingebaut habe, begannen die Vibrationen, die man deutlich am V-Leitwerk erkennen konnte.

Was war vorher? An dem 600er waren vorher nur die Kufenbügel und die Bodenplatte des Cahssis montiert. Nun wird aber eine sehr große Masse (1,5 kg) in Form der Scale-Rumpfhülle montiert. Kleine Vibrationen, die jeder Heli hat, werden jetzt über einen sehr großen Hebelarm (Verbindung Halteblöcke zum Holzboden) auf das ganze Modell übertragen und werden am V-Leitwerk deutlich sichtbar. Bei mehreren Flügen sind die Original-Kunststoffblöcke gebrochen wie Glas. Der Kunststoff ist als Aufhängung zu weich, er überträgt die Vibrationen. Einzig Lösungen der Aufhängungen in Form von Alu- oder Metall zeigen eine zufriedend stellende Wirkung.

Warum sollen die Virbationen plötzlich vom Spurlauf, Riemenspannung oder Drehzahl kommen??? Diese Dinge waren bei meinem Heli vorher alle in Ordnung. Ich habe nun halt eben deutlich mehr Masse an Bord und einzig eine weiche Aufhängung als Verbindung zum Scalerumpf sorgt für Vibrationen ...

Cooper
13.09.2010, 17:51
Hallo Walter,

ich denke das kann man nicht so verallgemeinern, es gibt da nicht die Superlösung die bei allen Modellen funktioniert!!! Aus meiner beruflichen und mittlerweile auch modellbauerischen Erfahrung heraus kann ich dir ganz sicher sagen dass die Thematik Vibrationen/Schwingungen sehr sehr umfangreich ist und auch nicht mal eben mit der Theorie mit großer oder kleiner Masse, sowie Hebelarme zu erklären ist.
Ich hatte damals mit meiner Hughes auch schon verdammt viel probiert, mit Böcken aus Holz, aus unterschiedlichen Kunststoffen, aus Alu, aus Stahl, mit zusätzlicher Dombefestigung usw. usw. …die letztendliche Lösung bei mir war dann z.B. die Lösung mit Silentblöcken aus der Schwingungstechnik. Ich habe aber schon oft gehört und gelesen, das die Silentblöcke bei anderen aber eben absolut nicht funktioniert haben…also kurz um…wenn man für seinen Heli eine gute Lösung gefunden hat, bedeutet das nicht, das es beim nächsten, obwohl er vielleicht sogar die exakt gleiche Ausstattung (Rumpf, Mechanik) hat, ebenfalls funktioniert…

Gruß…Dieter

Chaos-Walter
13.09.2010, 22:17
Hallo Dieter,

wenn man für seinen Heli eine gute Lösung gefunden hat, bedeutet das nicht, das es beim nächsten, obwohl er vielleicht sogar die exakt gleiche Ausstattung (Rumpf, Mechanik) hat, ebenfalls funktioniert…


da gebe ich Dir recht ... aus der Materialtechnik (Beruf), weiß ich, dass zu weiches Material >>Vibrationen<< noch verstärken kann. :hallihall:

Cooper
14.09.2010, 20:48
Hallo Walter…

…eine wichtige Regel bei der Schwingungsdämpfung ist, das man nicht versucht vorhandene Vibrationen / Schwingungen zu unterdrücken, sondern versucht diese möglichst effektiv zu absorbieren. d.h. in der Regel sind feste Verbindungen mit hoher Steifigkeit zwischen unterschiedlichen Körpern (Material, Größe usw.) eher schädlich als nützlich, da sie die Vibrationen nicht verhindern, sondern nur verändern oder umleiten und damit auch schnell zu Materialermüdungen bzw. Bruch führen können. Hast du ja schon selbst zuvor geschrieben, dass die Kunststoffblöcke wie Glas gebrochen sind.
Vorhandene Vibrationen/Schwingungen können daher am wirkungsvollsten mit Schwingungsabsorbern erreicht werden, die dem schwingenden System die kinetische Energie entziehen.

Bitte nicht falsch verstehen, ich meine damit nicht dass die von mir zuvor beschriebenen Silentblöcke das Richtige sind, es kann genauso gut irgendein anderes absorbierendes Material wie Kunststoff, Gummi oder auch Holz sein…welche Form, oder welche Materialstärke richtig ist bzw. aus welchem Material der Absorber sein sollte ? …dafür gibt es kein wirkliches Geheimrezept, da bei der Problematik Vibrationen / Schwingungen meistens einfach zu viel Randbedingungen mit eine Rolle spielen, die man meistens nur schwer beurteilen bzw. berechnen kann.
Also, deinen Kommentar, das weiches Material Vibrationen verstärkt, halte ich daher nur für bedingt richtig !

Gruß…Dieter

HumpinHeli
15.09.2010, 12:50
Hallo,

überprüfe mal, ob das Heckrohr selbst im Heckausleger Spiel hat.

Grüße
Tom

louis
24.09.2010, 07:26
Hallo zusammen,

ich möchte meinen T-Rex 700 E 3G in eine Hughes 500 E packen, die schon bereit liegt. Was macht man eigentlich mit den Heckstreben, ganz weglassen oder verkürzen ?

Gruß

Louis

Chaos-Walter
24.10.2010, 19:45
Hallo Dieter,

Also, deinen Kommentar, das weiches Material Vibrationen verstärkt, halte ich daher nur für bedingt richtig !


die Erfahrungen und Lösungsansätze sind nicht immer gleich ... :hallihall: Zumindest verstärken gebrochene Halteblöcke die Vibrationen.

Was ich auch sehr wichtig finde:

Der Rumpfboden und die Spanten bestehen aus Holz. Die Holzplatte sollte bezüglich dem Treibstoffgemisch inprägniert werden (muß Nitrofest sein - am besten mit Gfk-Matten verkleben), ebenso sollten die Spanten unbedingt nachgeklebt werden.

Nochmal würde ich einen Verbrenner nicht in einen Scalerumpf verbauen. Ein Elektroheli ist weniger Wartungsintensiv und die Laufruhe (Vibrationen) ist deutlich besser ... :pressh:

Meine Erfahrungen habe ich zusammen gefasst:

http://www.heli-rock.de/modules.php?name=News&file=article&sid=64

m1508s
25.10.2010, 17:56
Hallo Walter,


Meine Hughes 500 (Du hast sie ja in ZW gesehen.) ist mit wenig Aufwand für die Raptor 50 Mechanik "präpariert" worden, läuft absolut problemlos und abgesehen von minimalsten Schwingungen am T-Leitwerk auch vibrationsfrei. Ich erlaube mir zu sagen, daß die Schwingungen des Leitwerks meiner Hughes zu vernachlässigen sind. Wären sie es nicht wäre schon längst was passiert.

Ich habe im hinteren Bereich der Rumpfzelle einen zusätzlichen Spant aus 3mm Sperrholz eingeklebt. Dieser Spant macht den Bereich der Rumpfzelle zum Heckausleger wesentlich stabiler und verwindungssteifer. Des Weiteren ist die Zelle mit selbstklebendem Schaumstoff (Computerzubehör) ausgekleidet. Erhöht wiederum die Steifigkeit der Zelle und verringert auch die Vibrationen (Resonanz) der Zelle. Das Modell wird leiser.
Es muss auch darauf geachtet werden, daß das T-Leitwerk keinen Kontakt zum Heckausleger des Rumpfes hat. Da muss event. mit Distanzstücken oder U-Scheiben für den nötigen Abstand gesorgt werden.
Selbstverständlich MUSS man die Holzspanten versiegeln. Egal welcher Hersteller! Ich nehme Epoxidharz wie er zum Laminieren verwendet wird. Der lässt sich prima mit einem Pinsel auftragen. Hat sich bei mir bestens bewährt.

Wenn dann die Mechanik noch einen einigermaßen "sauberen" Motor, der nicht aus allen Ritzen sifft, hat steht einem langen wartungsarmen Fliegen nichts im Wege.

Ich nehme meine Mechanik nur eimal im Jahr aus dem Rumpf um normale Wartungsarbeiten durchzuführen.

rvbruch
26.10.2010, 07:57
Hallo Flo,

um mal auf das Knistern zurück zu kommen. Das hatte ich an meinem 450er Rex ebenfalls. Hab genau so gesucht wie Du und hatte ebenfalls den Zahnriemen im Verdacht. Aber nix da.
Prüfe mal das Lager der Heckschiebehülse. Das war völlig fertig bei meinem Heli und machte diese Geräusche. Hab sie nie orten können.
Das Lager lief wie ein Schrittmotor und hat feine Vibrationen erzeugt die den Stabi völlig aus dem Tritt brachte aber wohl nicht für die von Dir beschriebenen Vibrationen zuständig sein wird

Reiner

Chaos-Walter
26.10.2010, 11:59
Hallo Martin, :hallihall:

Deine Hughes hat bei mir einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Du hast Dir sehr viel Mühe beim Umbau gemacht.

Des Weiteren ist die Zelle mit selbstklebendem Schaumstoff (Computerzubehör) ausgekleidet. Erhöht wiederum die Steifigkeit der Zelle und verringert auch die Vibrationen (Resonanz) der Zelle. Das Modell wird leiser.


Die Idee ist gut. Ich muss sowieso den Motor wechseln, von daher werde ich Deine Idee für meine Hughes mal umsetzen.

Egal welcher Hersteller! Ich nehme Epoxidharz wie er zum Laminieren verwendet wird. Der lässt sich prima mit einem Pinsel auftragen.

Ich denke auch, dass das die beste Lösung für einen guten Schutz für das Holz ist.

Ich nehme meine Mechanik nur eimal im Jahr aus dem Rumpf um normale Wartungsarbeiten durchzuführen.

Da hatte ich weniger Glück. Seit ich den 600er in der Hughes Rumpfzelle habe, waren wie bei einem alten Auto immer kleinere Reparaturen notwendig, jetzt ist der Motor defekt.

Ich hoffe, wir sehen uns im nächsten Jahr wieder in Zweibrücken oder auf einem anderen Treffen. :hallihall:

Hier ein Bild von Deiner Hughes:

http://www.heli-rock.de/images/uploads/zwei014.jpg

Chaos-Walter
26.10.2010, 13:29
Hallo Martin,

Nachtrag: Mir ist eingefallen, dass es ja ein Video zum Treffen in Zweibrücken gibt, eher ein Flugvideo. Ich hatte mit meinem Quad-Flyer aus der Vogelperspektive das Treffen gefilmt. Du bist da mit Deiner Hughes beim Fliegen zu sehen (so ab 2:56 im Film).

Hier der Link zum Film:

http://www.rcmovie.de/video/3e8da54ac036380e801f/Flugvideo-zum-Heli-Treffen-in-Zweibruecken

Gruß Walter :hallihall:

dilledopp
26.10.2010, 16:49
Hallo zusammen,

ich möchte meinen T-Rex 700 E 3G in eine Hughes 500 E packen, die schon bereit liegt. Was macht man eigentlich mit den Heckstreben, ganz weglassen oder verkürzen ?

Gruß

Louis


Weglassen die brauchst Du nicht.

Das Heckrohr wird im Rumpfende mit einem Formteil aus Moosgummi fixiert.

Gruß-Helmut

Cooper
26.10.2010, 19:57
Hallo Dieter,

die Erfahrungen und Lösungsansätze sind nicht immer gleich ... :hallihall: Zumindest verstärken gebrochene Halteblöcke die Vibrationen.
…..
…..
Nochmal würde ich einen Verbrenner nicht in einen Scalerumpf verbauen. Ein Elektroheli ist weniger Wartungsintensiv und die Laufruhe (Vibrationen) ist deutlich besser ... :pressh:


Hallo Walter…

…das ist wohl war !!

Dein Bericht zum Bau der Hughes ist wirklich gut gemacht…

Gruß…Dieter