Vollständige Version anzeigen : Talent vs. Lernen
Kholdstare
04.10.2010, 12:09
Hallo Leute
Ich möchte mal einen Thread in einer gänzlich neuen Richtung beginnen und dazu Meinungen hören. Wie weit geht Talent? Kann man, genügend Lernen vorausgesetzt, genau so gut werden wie ein Pro (setzen wir Szabo und Co. als Massstab), oder sind einem natürliche Grenzen gesetzt? Alter, Reaktionsfähigkeit, Hand-Augen Koordination? Oder sind diese auch lern- und trainierbar, dann dürfte aus uns allen, Disziplin vorausgesetzt, auch ein Szabo werden? Oder ist das eher so wie mit der Musik, entweder es ist einem in die Wiege gelegt oder doch nicht. Also die Frage des Threads geht eher in die theoretische Richtung, ist das Pro-werden nur eine Frage der investierten Zeit, beim einen dauert länger, bei anderen schneller, oder haben wir alle ganz unabhängig davon natürliche Grenzen. Um es zu pauschalisieren, ein durchschnittlicher Heli Pilot der jeden tag eine Stunde fliegt, kann er ein pro werden, wenn er jeden Tag 10 Stunden fliegt?
Gruss, Philipp
xDominosteinx
04.10.2010, 12:20
Ich gehe mal von nem Noob wie mir aus und beantworte die Frage mal mit ja. Wenn ich nicht jeden Tag in den letzten 5 Monaten fliegen gegangen wäre würde ich noch nicht so weit sein. Man braucht ja auch Zeit um sich an das Arbeitsmaterial zu gewöhnen. Viel Zeit, ne gute Ersatzteilversorgung und ein wenig Cash in der Tasche kann man in ein paar Monaten viel Erreichen. Zeit, Geld und ne liebe Frau dann geht´s.
Gruß Peter.
Ps. Talent spielt eher eine untergeordnete Rolle. Meine Meinung.
Moin,
meine Meinung: Nur mit Talent wird man auch ein richtiger(!) Profi (Prommi). Allein durch lernen wird man zwar "richtig gut", aber fürs perfekte braucht man Talent und Gespür dafür. Man wird ohne Talent nie die "Feinheiten" beherrschen...
Grüße
Andreas
Heli-Player
04.10.2010, 12:25
Ich würd mal so sagen, Übung macht den Meister.
Talent ist das Dooping dazu es zu beschleunigen.
Dazwischen liegt das Individum, der Mensch.
Die Streuung dazu sind dann noch vielfältig, Auffassungsgabe, Umsetzung, Alter, Reaktion, geistige Fitness, Gesundheit..............
Also auf so ne einfache Frage gibts nur einfache Antworten.
xDominosteinx
04.10.2010, 12:26
Moin,
meine Meinung: Nur mit Talent wird man auch ein richtiger(!) Profi (Prommi). Allein durch lernen wird man zwar "richtig gut", aber fürs perfekte braucht man Talent und Gespür dafür. Man wird ohne Talent nie die "Feinheiten" beherrschen...
Grüße
Andreas
Für die Feinheiten braucht man aber auch die Grundlagen oder ????
Gruß Peter
interessante Frage...
also für mich ist einer, der 1h po Tag fliegt schon längst kein Durchschnittpilot mehr - so einer müsste schon sehr gut sein. 10 h Training bringt meiner Ansicht nach nichts (Konzentration), vielmehr find ich die Regelmässigkeit wichtig.
Talent ist sicherlich wie in jedem Sport förderlich, aber ohne Disziplin geht's sicher auch hier nicht. Es gibt selbst im Spitzensport Beispiele, das man mit wenig Talent auch erfolgreich sein kann.
Gruss Emanuel
masikano
04.10.2010, 12:31
Ich würde auch behaupten, daß es bis zu einem (auch sehr hohen) Level trainierbar ist, aber wie in der Musik - herausragend wird es mit Talent.
Gruss Michael
Für die Feinheiten braucht man aber auch die Grundlagen oder ????
Gruß Peter
Das war nicht die Frage. Ohne Zeit wird man nicht mal richtig gut.
Ich denke ab einem gewissen Punkt braucht man schon ein gewisses Talent um in die oberste Liga aufzusteigen. Nichts desto trotz wird es bei den meisten schon an der eingesetzten Zeit mangeln.
Ich denke auch, dass man ohne Talent nicht so weit kommt, wie mit Talent. Das fängt schon im Kopf an. Ich kenn das aus dem Schlagzeugunterricht. Es gibt 2 Probleme, die einem da über den Weg laufen kann: 1. Man hat kein Taktgefühl. Man kann es lernen, im Takt zu bleiben, aber nicht den Takt zu leben. 2. Handkoordination. Es gibt Menschen, die kriegen es auch nach Jahrelanger Arbeit nicht hin, mit den Händen in der Situation das umzusetzen, was sie Theoretisch längst kappiert haben. Es ist, auch wenn man darüber lächeln mag, nunmal gar nicht sooo einfach mir beiden Händen komplett voneinander unabhängige Bewegungen zu machen.
Da kann man noch so viel 3d üben. Es wird Menschen geben, die in dem Profibereich einfach in der Geschwindigkeit die Knüppel nicht mehr koordiniert bekommen.
Dazu kommt ja noch einen großen Faktor: die Augen. 3-dimensionales Sehen ist sehr wichtig. Zur lokalisierung des Modells im Raum, zur Erkennung seiner Lage und, sehr wichtig, der Bewegung in Richtung und Geschwindigkeit. Das klingt auf dem ersten Blick auch wieder selbstverständlich, aber die "tiefe" dieser Fähigkeit ist von Mensch zu Mensch komplett unterschiedlich stark ausgeprägt.
Das war nicht die Frage. Ohne Zeit wird man nicht mal richtig gut.
Ich denke ab einem gewissen Punkt braucht man schon ein gewisses Talent um in die oberste Liga aufzusteigen. Nichts desto trotz wird es bei den meisten schon an der eingesetzten Zeit mangeln.
Ja, ich denke zwar, dass man mit viel Talent und nicht so viel Zeit weiter kommt als mit viel Zeit aber wenig Talent, aber da Talent weder Erfahrung noch Automatismen ersetzt, die beide erarbeitet und gehalten werden möchten, wird man ohne Übung auf als extrem Talentierter nicht bis an die Spitze kommen. Ich denke aber man kann in gewissen Rahmen das eine mit dem anderen Ausgleichen. Also jemand mit sehr viel Talent braucht vielleicht etwas weniger Training für den selben Level, wie jemand mit "nur" viel Talent.
Kholdstare
04.10.2010, 12:58
Wir können in dieser Frage getrost nur das Simen nehmen, denn dort spielen physische Fähigkeiten wie Sehfähigkeit nicht so eine Rolle. Und damit ist die Cash Frage auch aus dem Weg geräumt. Am besten gefällt mir bis jetzt dieser Satz:
Ich würde auch behaupten, daß es bis zu einem (auch sehr hohen) Level trainierbar ist, aber wie in der Musik - herausragend wird es mit Talent.
Ich glaube irgendwo da liegt die Wahrheit. Spitzensport mit Helifliegen zu vergleichen halte ich hingegen für falsch, im Sport kommen zuviele physische Eigenschaften hinzu wie Kraft, Ausdauer, Geschwindigkeit, körperlicher Aufbau. Was ich selber als langjäriger Gamer an mir beobachtet haben, bei _Games_ wird man gut durch Zeit. Je länger man das Spiel spielt desto besser wird man. Nur müsste es beim Sim doch ähnlich sein, nur ist der halt komplexer und herausragend wird es dann nur durch Talent, wie der User über mir richtigerweise schreibt.
chris-eschi
04.10.2010, 13:06
imho spielt Talent gar keine so große Rolle.
Ich denke, wer der Sache interessiert gegenübersteht und viel übt kann es sehr weit bringen.
Wenn man ganz an die Spitze will, kommt es meiner Meinung nach auch darauf an, dass eine hohe Risikobereitschaft -Stichwort "lower"- vorhanden ist und man sich keine Finanziellen Sorgen machen muss. Auch das Alter spielt natürlich eine Rolle.
Trotzdem will ich nicht behaupten, dass ein Szabo nicht talentiert wäre.
Kholdstare
04.10.2010, 13:10
Nochmal um das 'lower' und Geld Argument de fakto zu führen: Lasst uns in dieser Frage nur mal im Sim pro werden!
Uwe Caspart
04.10.2010, 13:11
Ohne Talent geht da goar nix.
Du kannst da täglich zig Stunden über Jahre trainieren und wirst "gut".
Ein Talent fliegt dir nach einem halben Jahr sowas von um die Ohren, da wird dir schwindelig.
Charlie_D
04.10.2010, 13:31
Also, ich glaube, das Talent die Sache "nur" beschleunigt.
Das Problem dürfte sein, dass man, wenn man völlig Talentfrei ist, niemals bis zu der entsprechenden Stufe an Können durchhalten wird.
IMHO könnte man auch als talentbefreiter Flieger, mit der nötigen Schmerzfreiheit, zum Profi bringen.
Wobei es dann ab einer gewissen Stufe schwer werden dürfte, wenn die Cracks mit Talent eine neue Figur in einer Woche einstudieren, und Du 3 Jahre dazu brauchst...
Charlie
Crashpilot
04.10.2010, 13:49
Ohne Talent geht da goar nix.
So ich auch so.
Theoretisch ist ja auf Basis jeder genetischen Konstellation und individueller Sozialisation eines Einzelnen ein ‚Maximum’ an ‚Fliegerischem Können’ definiert. Dieses Maximum ist, wie bei jeder anderen Sportart auch, natürlich bei jedem Individuum anders (siehe Evolutionsprinzip). Inwiefern man sich diesem Maximum annähert, liegt dann an der Intensität des individuellen Trainings. Von daher ist es nicht für jedermann möglich so zu fliegen wie ein Pro, man kann lediglich seinen eigenen ‚Möglichkeitsrahmen’ so gut es geht ausschöpfen.
Und wieso sollte es einen Unterschied zwischen Helifliegen und anderen Sportarten geben? Bei Ballsportarten, Leichtathletik usw. gibt es auch im Hochleistungsbereich beim maximalen Trainingsansatz Leistungsunterschiede. Talent ist meiner Meinung nach neben Trainingsintensität der ausschlaggebende Faktor… Gerade die Auge-Hand-Koordination und die Fähigkeit zur motorischen Umsetzung von räumlicher Wahrnehmung ist individuell höchst unterschiedlich und bedingt so natürlich wie viel 'Talent' jemand hat...
LG,
Mike
Männerzeugs
04.10.2010, 13:56
Helifliegen ist definitiv mit Sport vergleichbar. Um der Beste zu sein sind zwei Dinge Vorraussetztung. Talent und der Beginn mit dem Training. Wer kein Talent hat oder zu spät beginnt, wird nicht so weit kommen können.
Hast Du den da Ambitionen? Dann wäre es gut, wenn Du 4 Jahre alt bist und unglaublicht Reflexe hast. Ansonsten mach ich Dir da keine Hofnungen.
Andreas, der durchschnitlich tallentiert ist und mit 40 angefangen hat.
Uwe Caspart
04.10.2010, 13:57
@Mike: Sehr schön erklärt:lieb:
@Mike: Sehr schön erklärt:lieb:
Ich glaube mehr gibt es da nicht zu sagen.
Gruß Uwe
KDS-freak
04.10.2010, 14:00
es gibt zu-mindestens welche, die es nicht so weit bringen werden.., mein cousin z.b. ist jetzt seit einem jahr dabei, genausoweit wie ich und kann immer noch ned sein flächenmdodell fliegen :P.
denke, bei einem gets schneller als beim anderen -.-
Flappsohr
04.10.2010, 18:20
Ich würd mal so sagen, Übung macht den Meister.
Talent ist das Dooping dazu es zu beschleunigen.
Dazwischen liegt das Individum, der Mensch.
Die Streuung dazu sind dann noch vielfältig, Auffassungsgabe, Umsetzung, Alter, Reaktion, geistige Fitness, Gesundheit..............
Also auf so ne einfache Frage gibts nur einfache Antworten.
Besser hätte ich es nicht formulieren können (:lol:) - sehe ich genauso.
Übung kann durch nichts - bed. ausser Talent - ersetzt werden.
Aber wenn der talentierte übt sieht der "Arbeiter alt aus", wenn der talentierte ein Arbeitstier obendrein ist...möcht' ich's fast nich' wissen...harte Welt...:'(
Geld spielt meiner Meinung nach auch eine wichtige Rolle.
Ich fliege viel vorsichtiger, weil ich versuche die Crashrate so gering wie möglich zu halten.
Ist ja auch finanziell immer ein dilemma, wenn die Kiste futsch ist.
Wenn man damit kein Problem hat, fliegt man auch risikobereiter.
Talent ist lediglich die Summe von Motivation & Begeisterung die man für eine Sache aufbringt.
Gewisse Grundfähigkeiten vorrausgesetzt (keine Arme, keine Kekse!).
Ist nur meine bedingt ernst gemeinte Meinung :)
LG Marcus
Man muss vielleicht auch eines ganz klar sehen - mit einer Stunde Klavierspielen pro Tag wird man nicht mal "gut" - ich denke unter 2-3 Stunden braucht man eigentlich nicht anfangen.
Wenn ich jetzt Zeit, Geld und ein vielleicht auch ein kleines bisschen Talent habe und mir wirklich 3 Stunden pro Tag zum Fliegen Zeit nehme kommt man wohl sehr weit - ob es bis zur Spitze reicht sei mal dahingestellt, da gehört wohl sicher auch mehr Talent dazu - aber ich glaube 3 Stunden pro Tag artet eher in Arbeit aus - und das würde zumindest mir dann irgendwann wiederum keinen Spaß mehr machen ...
Meine Gedanken zum Abend dazu ;D;D
Till
"Menschen sind verschieden"
Das sollte es auch ausreichend beschreiben :)
domolino
04.10.2010, 20:59
Geld spielt meiner Meinung nach auch eine wichtige Rolle.
Ich fliege viel vorsichtiger, weil ich versuche die Crashrate so gering wie möglich zu halten.
Ist ja auch finanziell immer ein dilemma, wenn die Kiste futsch ist.
Wenn man damit kein Problem hat, fliegt man auch risikobereiter.
Ich kenne aber auch jemanden der einfach nur Talent hat !! Zudem geht er natürlich fliegen wann immer es geht... Der Junge hat in seinen 4 oder fünf Jahren die er fliegt noch nie einen Heli oder ne Fläche gebombt, weil er sich verknüppelt hat..
Wer genug Talent hat, kann meiner Meinung auch "schmerzfrei" fliegen ohne das die Kosten für ewige Crashs ne Rolle spielen. Das teuerste ist dann wohl eher ausgestiegenes Material, ( Zahnräder, mal ne verbogene Paddelstange weil der Gyro sich im Flug löst....-_- )
Und ich vergleiche es immer mit Dartsport... ich kann zB . über bis es qualmt, das Spielniveau ist auch okay, aber ohne das nötige Talent werde ich miemals Bundesliga spielen können.. solange um das zu realisieren kann jemand ohne das quentchen Talent gar nich üben.. dafür ist das Leben viel zu kurz^^
Gruß Domo
Es gibt auch die, die wahrscheinlich mehr Helis als Haare auf dem Kopf haben, und sich über Kosten patu keine Gedanken machen müssen, die ich aber nie was anderes haben machen sehen, als langweilig und wackelig zu schweben. Geld und damit Keine Angst vor Crash machts also auch nicht alleine.
günerkologe
04.10.2010, 21:15
HI
Ist ja erschreckend
Ich bin vom Helivirus Inviziert (leider unheilbar sagt mein innerer Schweinehund)
Bin nicht talentiert
Habe kaum Zeit
und bin schon fast 53 Jahre
bin ich überhaupt noch zu retten ?
Gruss Günter
Dazu kommt ja noch einen großen Faktor: die Augen. 3-dimensionales Sehen ist sehr wichtig. Zur lokalisierung des Modells im Raum, zur Erkennung seiner Lage und, sehr wichtig, der Bewegung in Richtung und Geschwindigkeit.
Dies kann ich nur bestätigen! Ich bin die ganze Zeit ohne Sehhilfe geflogen. Auf einem Auge kurzsichtig, auf dem anderen weitsichtig und dazu Hornhautverkrümmung auf einem Auge. Alles nur schwach ausgeprägt. Im richtigen Leben gab es kaum Einschränkungen.
Beim Helifliegen konnte ich nie richtig einschätzen, ob der Heli gerade näher kommt oder sich entfernt. Lacht nicht, aber das hat mir beim Heckschweben schon Probleme bereitet. Einmal ist mir der Heli dann langsam so weit abgehauen, dass ich in 130 Meter Entfernung einfach runter bin, natürlich Crash.
Seitdem ich mit Sehhilfe fliege, ging es auf einen Schlag richtig vorwärts. Erste Loopings, Rollen, großräumiger Rundflug. Und das mit einer Gelassenheit wie am Sim. Vorher war es nur Stress pur.
simson747
04.10.2010, 21:20
das ist eine sehr interessante frage.
es gab mal einen psychologen, der sich mit diesem thema auseinander gesetzt hat.
http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%A1szl%C3%B3_Polg%C3%A1r_%28P%C3%A4dagoge%29
ich glaube wenn zb großes interesse und begeisterung am helifliegen und somit auch ehrgeiz vorhanden ist kann man sehr viel erreichen, vorallem wenn man früh mit dem training beginnt.
gruß simon
tja, und heutzutage hat die PSP generation halt auch von daher schon den vorteil mit games und controller die reflexe zu trainieren. warum handsender wohl so "in" sind und nur opa's mit pult fliegen ? :)
gut zocke ich schon seit MSX, C64, Amiga etc :)
Helikopterfan
04.10.2010, 21:54
Also meine Meinung zu dem Thema ist:
Man braucht erstmal natürlich die benötigten Fähigkeiten, wie schnelle Reaktion oder räumliches Sehen. Dann braucht man natürlich viel Zeit zum üben und logischerweise die finanziellen Mittel. Denn wenn Geld keine Rolle spielen würde, wäre das Helifliegen lang nicht so schwer. Man könnte viel konzentrierter fliegen und nicht immer die Dollar-Zeichen im Hinterkopf haben. Das einfachste Beispiel ist der Sim. Fast jeder ist dort der zweite Szabo, in echt dagegen Rundflieger. Und natürlich braucht man auch Talent. Denn damit lernt man viel schneller. Außerdem sind die Feinheiten auch da. Aber wer täglich übt und gute Fähigkeiten hat, jedoch weniger Talent, kann trotzdem sehr weit kommen. Logischerweise nicht bis in die Meisterklasse, aber schon ins leichte 3D.
Fazit: Der ideale Heliflieger müsste sich in jungen Jahren befinden, gute Helifliegerfähigkeiten besitzen, genug Geld haben, Zeit und Lust haben, täglich mal 2 Stunden zu fliegen und ein haufen Talent besitzen. Denn wenn nur ein Kriterium nicht vorhanden ist, geht alles langsamer und schwieriger.
Nur meine persönliche Meinung.
LG Thomas
Eigentlich schade, dass wir mittlerweile so richtig in der "Leistungsgesellschaft" angekommen sind und man sich jetzt schon darum kümmern muss wer im ausgeübten Hobby besser ist als man selbst und welche Wege es gibt dies zu ändern... Erklärungen.... Ausreden....
Ich für meinen Teil hab einfach nur Spaß daran und kümmere mich nicht darum wer warum wie gut fliegt...
Grüße Markus
froeschi62
04.10.2010, 22:20
Eigentlich schade, dass wir mittlerweile so richtig in der "Leistungsgesellschaft" angekommen sind und man sich jetzt schon darum kümmern muss wer im ausgeübten Hobby besser ist als man selbst und welche Wege es gibt dies zu ändern... Erklärungen.... Ausreden....
Ich für meinen Teil hab einfach nur Spaß daran und kümmere mich nicht darum wer warum wie gut fliegt...
Grüße Markus
Hi,
super gute Einstellung! Das kann aber auch nur von jemandem kommen, der sich mit einer Modellflugschule das Ziel gesetzt hat, jedem interessierten Menschen den Spaß an unserem schönen Hobby zu vermitteln. Egal ob er Talent hat oder nicht.
Viele Grüße
Dietmar
Eigentlich schade, dass wir mittlerweile so richtig in der "Leistungsgesellschaft" angekommen sind und man sich jetzt schon darum kümmern muss wer im ausgeübten Hobby besser ist als man selbst und welche Wege es gibt dies zu ändern... Erklärungen.... Ausreden....
Ich für meinen Teil hab einfach nur Spaß daran und kümmere mich nicht darum wer warum wie gut fliegt...
Grüße Markus
Hmm, wo genau ist das Problem? Wo genau wird gesagt, dass man muss? Fliegen ist nunmal auch eine Disziplin, in der Wettkämpfe ausgetragen werden. Das gibt es für was jede Tätigkeit, die wir so ausüben. Das fängt bei passiven Tätigenkeiten, wie Aussehen an, geht über tägliche Tätigkeiten wie laufen, fahradfahren und kochen, bis zu zum Privatvergnügen ausgelebte Tätigkeiten, die sich Hobby nennen. Es gibt Leute, die verdienen mit Computerspielen richtig Geld, gerundet 100% der Leute, die Computerspiele spielen, tun das aber als rein unterhaltende Tätigkeit.
Du hast meiner Meinung nach im Kern deiner Aussage recht: Es macht Spaß, ich denke es macht jedem hier Spaß. Ich würde aber behaupten: Die Wettkämpfer machen das auch aus Spaß ;-) Ist ja doch so, dass ein Großteil der Teilnehmer nicht dafür bezahlt wird.
Es ist ein Teil der menschlichen (vor allem der männliche Hälfte davon) Natur, sich zu messen. Ich würde sogar weitergehen und sagen: Es ist Teil der Natur von Lebewesen auf dieser Welt, sich zu messen. Die weiblichen Spezies tun das auch im Tierreich durch gutes aussehen um den richtigen Partner zu sich zu locken, die männliche Hälfte tut es in Machtkämpfen und dem Kampf um das entsprechende Weibchen. Der Mensch hat das halt noch ein wenig ausgebaut, wobei ich behaupten würde, dass das meiste zumindest unbewusst dem betören der Weibchen zugeordnet werden kann, wenngleich das wohl gerade im Hobby oft tierisch in die Hose geht ;)
Kholdstare
05.10.2010, 09:26
Also ist Szabo das Alpha Tierchen und wir werden alle untergehen? :)
...wobei ich behaupten würde, dass das meiste zumindest unbewusst dem betören der Weibchen zugeordnet werden kann, wenngleich das wohl gerade im Hobby oft tierisch in die Hose geht ;)
:lol2:
Sehr gut, liege gerade vor Lachen auf dem Boden...
Gruß Jan
Ich kann nur von mir sprechen,
ich habe auch immer gesagt (gerade am Anfang) so wie die Cracks wirst du nie fliegen können. Jetzt geht die 3. Saison zu Ende, ich fliege so 5-10 Akkus pro Woche und muss mich selber loben :) Hätte nie gedacht, dass ich überhaupt dahin komme, wo ich jetzt bin. Talent ist sicher wichtig, aber nur Talent alleine reicht auch nicht, man muss schon konstant üben.
Irgendwie ist es doch immer nur die kleinen Knüppel im richtigen Augenblick in die richtige Richtung zu drücken oder ziehen :)
Gruß
Mario
Also ist Szabo das Alpha Tierchen und wir werden alle untergehen? :)
Naja, das Alpha-Tierchen was Heli-Fliegen betrifft vielleicht, aber ob man das als Voraussetzung zum überleben und fortpflanzen braucht sei mal dahingestellt, da kommts auf andere Qualitäten eher an, da wissen wir bei Szabo aber nicht, wie's darum bestellt ist... ;)
Es kommt hier auf mehrere Komponenten an:
- ein technisches Verständnis als Grundvoraussetzung (man muss mal verstehen, was man mit der Steuerung bewirkt...)
- Training als sehr wichtiger Bestandteil - jeder Steuervorgang muss erstmal erlernt und geübt werden - siehe auch das Erlernen eines Instrumentes - grundsätzlich kann jeder ein Instrument lernen.
- Reaktionsvermögen und Körperbeherrschung/Koordination gehören ebenfalls dazu, denn selbst die schönste Vorstellung wie der Heli fliegen soll hilft noch nichts, wenn ich's mit den Fingern nicht Just-In-Time umsetzen kann (also zur richtigen Zeit den genau richtigen Befehl geben). - beim lernen eines Instrumentes wäre das dann wohl der Grad der Perfektion die jeder einzelne aufgrund seiner motorischen Fähigkeiten schafft.
- und dann kommt noch das Talent, das Feingefühl, Gespür für die Situation und Vorstellungsvermögen dazu.
Vicente_cgn
05.10.2010, 10:35
Hallo zusammen!
Ich finde die Fragestellung des Threads auch interessant.
Allerdings weniger aus dem Grund daß ich mich mit anderen Vergleichen möchte sondern alleine um der Frage auf den Grund zu gehen: werde ich irgendwann meine Ziele erreichen können und was muß ich dafür "investieren"?
Der einzig mögliche Weg, das herauszufinden, ist sicherlich: üben, sich Mühe geben und möglichst viel Zeit investieren. Am Ende des Lebens kann diese Frage dann mit Sicherheit beantwortet werden.
Aber trotzdem macht es doch Spaß darüber zu spekulieren, sich Beispiele zu suchen die einem Hoffnung geben oder gemeinsam Wege zu finden, wie man evtl. noch schneller Fortschritte macht.
Mir persönlich macht ein Hobby nämlich nur dann unbegrenzt Spaß wenn ich für mich erkennbare Fortschritte mache - bleiben diese aus, aus welchen Gründen auch immer, verliere ich irgendwann die Lust daran. Wenn ich jedoch dank Beispielen weiß daß ich z.B. einfach nur mehr Zeit investieren oder mich öfters mal trotz des inneren Schweinehundes vor den Simulator setzen müßte - dann motiviert mich das schon wieder, da ich weiß, daß ich den Fortschritt selber beeinflußen kann.
Mein Talent, bzw. meine "angeborene Begabung" hingegen ist eine feste Größe die ich nicht beeinflußen kann. Und wenn mein Fortschritt daran scheitert dann wäre das doch sehr demotivierend.
Letztendlich schließe ich mich hier der Meinung derer an, die sagen: "Du kannst gut werden, aber Profi wirst Du nur wenn bestimmte Faktoren wie Alter, Zeit und Geld stimmen und Du auch noch eine gewisse Begabung mitbringst."
Sprich: m.E. ist nahezu jeder durch Lernen in der Lage, die Figuren, die ich dieses Jahr in Venlo bestaunt habe, in Sicherheitshöhe und mit geringerer Geschwindigkeit, nachzufliegen.
Ciao,
Thomas
Mike1503
05.10.2010, 12:59
Letztendlich schließe ich mich hier der Meinung derer an, die sagen: "Du kannst gut werden, aber Profi wirst Du nur wenn bestimmte Faktoren wie Alter, Zeit und Geld stimmen und Du auch noch eine gewisse Begabung mitbringst."
Sprich: m.E. ist nahezu jeder durch Lernen in der Lage, die Figuren, die ich dieses Jahr in Venlo bestaunt habe, in Sicherheitshöhe und mit geringerer Geschwindigkeit, nachzufliegen.
Ciao,
Thomas
Ich bin der meinung Talent spielt da nicht so die Rolle!
Denn wer Ü30 hier,ist mit nem PC gross geworden?
Hand-Auge
Koordination heisst das Zauberwort.Das ist Lernbar und kein Talent,das passiert aber leider in jungen jahren.
Ich für mein teil habe mit 18 jahren meine erste Sega konsole gehabt.
Geld ist der Grösste Faktor!
Ich habe letztes Jahr angefangen ging recht flott alles.
Jetzt hab ich endlich nen Logo und trau mir nichts mehr zu,schon beim lumpigen Funnel übersteuer ich Heck,Überschläge im Vorwärtsflug Pitch timing mies,Rückenrückwärts geht auch nicht mehr!!
Wenn ich jetzt von zu Haus los fahre, geht schon das Kopfkino an.
Ich überlege jetzt sogar was ich steuern muss,Das ist doch nicht normal grrr..
Nur wenn´s eng wird dann kommen die Reflexe vom Sim wieder.Also im Kopf nicht frei=schlecht fliegen.
Und Warum? Weil ein Crash min. 250 euro kostet.Und ich dann 2 Monate nicht fliegen kann.Beim Rex oder Rappen hab ich mir keine sorgen gemacht 120 euro nen Volleinschlag.
ps.war am WE auf nem Flugtag,es war ernüchternt was die "Heli piloten" gezeigt haben.Da dachte ich mir hmm das haste mit dem Rex auch gemacht. Es sind wohl wirklich nur sehr wenige die so gut fliegen.
3D-Flying
05.10.2010, 14:10
Man muss erstmal wissen was man unter gut versteht und wo man hin will.
Und ich würde Szabo nicht als den besten 3D Piloten bezeichnen. Da gibts mittlerweile einige die es vorallem in kürzerer Zeit fliegerisch weiter gebracht haben. Der berühmteste ist er, ja.
Dann kommts drauf an was man erreichen will. Will man einfach nur gut werden reicht theoretisch ein guter Sim.
Will man irgendwann gesponsert werden braucht man hauptsächlich Geld und/oder Kontakte.
Ist jemand am Sim richtig gut, kann sich aber nichtmal nen Heli leisten und wird von niemandem unterstützt, nützt ihm das alles nix.
Um richtig gut zu werden sollten sicherlich paar Grundvoraussetzungen wie ein schnelles Reaktionsvermögen, Spaß an er Sache usw. vorhanden sein aber hauptsächlich muss man oft und vorallem richtig trainieren.
Man muss zuerstmal wissen wie eine Figur eigentlich gesteuert wird, was man wann steuern muss. Und dann muss man eben regelmäßig und konzentriert am Sim und viell. später in Real dran arbeiten.
Um fliegerisch auf Profi Niveau zu kommen braucht es Jahre.
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