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Vollständige Version anzeigen : Robbe Moskito


basco
06.01.2004, 11:20
Habe meinen Moskito nach einem Absturz mit den Hauptrotorblatthaltern ( langes Wort) für die 12mm Blattaufnahme ausgerüstet. Würde jetzt die Bestellnummer für die dazupassenden Schrauben suchen. Finde nämlich keine Schaftschrauben, die passen würden. Kann mir jemand helfen.
Danke schon im voraus.
Ach ja: Wünsche allen ein absturzfreises Jahr 2004.

Mfg Basco / andy

Fobbel
06.01.2004, 11:43
Hallo Andy,

Also das kommt ganz darauf an welche Blatthalter du denn jetzt hast und wievie radialkugellager.

Hast du den Ur Moskito, müßtest du 2 Radiallager haben. dazwischen das alustück S4257 wo die schrauben S4354 den Blatthalter S4254 halten, das is aber glaube ich die 10mm version?

Der Basic hat nur ein radiallager alustueck S4058 mit den Schrauben S4354 f[r den Blattgriff S4530

Expert logischerweise auch 2 axiallager alustueck S4257 mit schrauben S4354 am Blattgriff S4530

XXL auch2 radialllager mit alust[ck S4556 mit schrauben S4141 f[r Blattgriff S4570


Ich hoffe das hilft dir weiter .

basco
06.01.2004, 12:04
Danke Fobbel,
habe mich vielleicht zu ungenau ausgedrückt.
Ich suche die Bestellnummer für die Schrauben, mit denen ich das Rotorblatt anschraube. ( Nenne sie einfach Rotorblattschrauben)
Danke trotzdem.
Andy

Mayk
06.01.2004, 12:42
Moin,

du nimmst eine normale Inbus schraube welche länger ist als du sie brauchst. Es sollte so sein das das glatte Stück der Schraube im Rotorblatt ist. Dadurch werden beschädigungen vermieden. Die Schraube dann natürlich passend ablängen.

Gruß

Mayk

Horex1200
06.01.2004, 14:41
Hallo,

ABER VORSICHT !!!

Nimm Schrauben mit mindestens der originalen Qualität !!!

Da die Originalschrauben 12.9er sind solltest Du auch wieder solche nehmen.

Erläuterung:
Der Wert vor dem Punkt gibt die min. Zugfestigkeit in 100*N/mm^2 an, der 2. Wert dahinter gibt an, bei welcher Spannung (Zug) eine Dehnung von 0,2 % erreicht wird.

D.h. bei einer 12.9 er Schraube:
1200 N/mm^2 Zugfestigkeit (multiplieziert mit der Fläche der "durchgehenden Faser" in einer Schraube also ca. die Zugbelastung einer aufgehängten Tonne (1 t).
Bei 900 N/^mm2 wird allerdings schon eine Dehnung von 0,2% erreicht.

Leider geben die Werte nicht sehr viel Aufschluss über die Belastungsart bei der Befestigung eines Rotorblattes. Daher sollte man eher bessere, als schlechtere Schrauben benutzen.

Das glatte Stück der Schraube (Schaft) muss im Rotorblatt bleiben, damit an der Stelle an der das Blatt getragen wird, der max. Schraubendurchmesser ist. Weiterhin wäre ein Gewinde an dieser Stelle schon eine Sollbruchstelle.

Was bei einem Bruch passiert, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.

@Mayk: Findest Du Deine Äußerung nicht etwas .... leichtfertig ?

Mayk
06.01.2004, 14:54
@Fobbel :

Ich denke mal nicht. Also ich wüsste nicht das die Zugkräfte auch für die seitliche belastung bestimmt sind. Was du beschrieben hast ist wenn einer die Schraube am kopf hält und dann unten zieht das sind die Zugkräft. Und auf den schrauben an meinem Moskito steht nichts von 12.9. Da steht nichts drauf und alle 12.9 Schrauben die ich kenne haben dies aber draufstehen. Sind evtl doch nur 8.8?

Vielleicht kann ja mal ein anderer was dazu Schreiben. 12.9 ist nicht schlecht aber ich denke mal das man mit dem Heli niemals solch Kräfte erzeugen kann das eine 8.8 bricht gerade weil die Schraube ja oben und unten vom Blatthalter gehalten wird. Ich denke mal das der Blatthalter vorher zerbröselt bevor die Schraube das tut. Ander ist das bei Schrauben die auf Zug benutzt werden. Mit der 12.9 kann man die auf ein höheres Drehmoment bringen.


Gruß

Mayk

fieldforce
06.01.2004, 15:22
Hallo,

das dürfte dann die Bestellnummer S 0056 sein.

Gruß

Thomas

grisu
06.01.2004, 15:40
Hallo zusammen,

ich habe das mal durchgerechnet. Meine Rechenparameter waren:

Blattgewicht: 150g
Drehzahl: 1800U/min
Schwerpunktradius: 350mm (kommt in etwa hin bei 1250mm Rotordurchmesser)
Zugfestigkeit der Schraube: 800N/mm^2

Die Zugfestigkeit der Schraube entspricht einer Güteklasse von 8.8. Diese Schraube besitzt eine Scherfestigkeit von ca. 640N/mm^2. Unter den oben genannten Bedingungen tritt aber nur eine Scherspannung von 75N/mm^2 auf. Somit hat eine Schraube 8.8 genügend Sicherheit. Ich selbst benutze keine teuren Originalschrauben, sondern einfache Schrauben aus dem Metallwarenfachhandel (keine Baumarktware!!).

Ich will aber niemanden davon abhalten, 12.9er Schrauben zu verwenden!.

Grüßle, Stefan

Mayk
06.01.2004, 18:30
Moin Stefan,

die Daten mit der Scherfestigkeit hatte ich leider nicht. Hätte mich auch gewundert wenn einen 8.8 im Heli nicht hält.
Danke für deine Info.


Gruß

Mayk

Horex1200
06.01.2004, 20:18
Hallo,

nochmal zu meinem Standpunkt:

Ich gehe bei Schrauben die dynamisch beansprucht werden KEIN RISIKO ein und nehme entsprechend die geforderte Qualität. Gerade am Rotorkopf geht hier in meinen Augen Sicherheit vor.

Wenn Ihr aus "Falschgeiz" (nehmt mir das Wort nicht üben, irgendwie gefällt es mir) minderwertige Schrauben nehmen möchtet, dann ist das Eure Sache, genau wie die möglichen Konsequenzen. Nur bitte nicht im meiner Nähe...

Gruß Dietmar

Mayk
06.01.2004, 21:19
Moin Fobbel,

ich glaub du hast es wohl nicht verstanden. ?( Die 8.8 sind keine minderwertigen Schrauben sondern es sind DIN Schrauben die eine gewisse Toleranz einhalten müssen. Wenn man sich irgendwo Wald und Wiesen Schrauben kauft dann ist es wirklich zu gefährlich. Solange man aber weiß das die 8.8 über 70 % Reserve hat dann ist das schon IO. Mit Falschgeiz hat das nichts zu tun. Ich denke mal das mit den 12.9 einbauen ist mehr ein Wichtigkeitsfaktor als ein Sicherheitsfaktor.
Ich hoffe ja das du bei deinem Mosi doppelte Blatthalter benutzt, mit CFK und Alu verstärkt und das ganze natürlich Unterwasser Handgeklöppelt, nicht das die Schraube mit dem Rotorblatt mal abhaut. :P

Gruß

Mayk

Horex1200
07.01.2004, 00:04
Hallo Mayk,

dass Du mich ständig mit Fobbel verwechselst sei Dir verziehen.... Lies aber ruhig mal die Fußnoten.

Die 8.8 sind keine minderwertigen Schrauben sondern es sind DIN Schrauben die eine gewisse Toleranz einhalten müssen.

Evtl. hast Du schon bemerkt, dass wir uns hir nicht um Tolleranzen unterhalten, sondern über entsprechende Garantiewerte. Holzschrauben, aus Messing, die schon vom scharfen ansehen den Kopf verlieren sind auch nach einer DIN gefertigt...

Stefan (grisu) hat das schön ausgerechnet, aber irgendwie kommt mir das ein bischen wenig vor. Ich kann mich noch daran erinnern, dass wir bei 2000 1/min mal ca. knappe 2000 N ausgerechnet hatten (leider geht die Suchfunktion gerade nicht).

Ohne irgendwelche Vorwürfe dahinzustellen ist ja auch die Frage, ob die dynamischen Belastungen nicht weitaus größer sind.

Aber nun zum Schluss: Meine Entscheidung steht da auf jeden Fall fest, schon alleine, wil im Falle eines Falles eine gewisse Fahrlässigkeit unterstellt werden kann. Was ich nun wirklich Niemandem wünsche.

P.S.: Die Blattschrauben an meinem Moskito (Originalteile) sind 12.9er, wie man unschwer an den Prägungen im Kopf erkennen kann.

Fobbel
07.01.2004, 00:22
@Mayk:

Äh, ich hab doch garnix gesagt! :D

Aber jetzt:

hab zwar gerade kein Tabellenbuch zur Hand, aber man sollte für so eine Berechnung immer das "worst case scenario" zugrunde legen. in diesem Fall:

mindestens 2200 UPM (hab ich am mosi schon geflogen, zum vergleich: Sascha (VR-quäler) flog das ding schon mit 2500 am kopf)
Blattgewicht mindestens 180g (Winterzeit eisansatz)


Aber is ja auch egal, letztendlich muss jeder selbst wissen, mit was er unterwegs ist. Wenn man bedenkt, das vom Mosi nicht viel übrig bleibt, wenn sich ein Blatt verabschiedet (Ihr müßt nicht glauben, das das obere chasisteil das lange mitmacht) ist das wohl die falsche Adresse um zu Sparen, vor allem bei DEN Beträgen!

Zum Glück will Racer ja nicht sparen und orginalteile kaufen, da braucht er auch nicht groß sägen und feilen sondern nur einbauen und gutes gewissen haben:

blatthalteschrauben S0056
oder S4207 M4*23 4,60€ das paar
S4207 is glaube ich ne geschlitzte version, wers mag?!?
(Preise MBS Schulz, gute adresse für schnelle E teillieferung)

basco
07.01.2004, 08:23
Guten Morgen,
ich möchte mich bei allen, die geantwortet haben recht herzlich bedanken.
Schön, dass es einen Ort gibt, wo einem geholfen wird.
Mfg Andy

Mayk
07.01.2004, 09:21
@ Fobbel :
Sorry das ich dich mit Horex verwechselt habe aber dein Avatar ist einfach zu geil so das ich dich wohl nicht vergessen kann :D

@Horex1200:
Keiner soll beim Heli Geld sparen wo es zu gefährlich ist. Bei meinen Schrauben weder auf dem Expert noch auf dem Basic steht was von 12.9 drauf. ?(
Die Din sagt nur aus was die Schraube mindestens aushalten muss. Dadurch kann man halt auch die min. Festigkeit der Schraube ausrechenen und sich auch darauf verlassen.
Aber es ist mit Sicherheit nicht falsch eine bessere Schraube zu nehmen als evtl vorgeschrieben.

@All:

Hoffe wir brauchen nicht so schnell neue Schrauben. Macht mehr Spass zu fliegen als zu basteln. :D



Gruß

Mayk

SULOX
10.01.2004, 04:21
scherfestigkeit ergibt sich übrigens aus den zwei zahlen (8.8 , 10.9 , 12.9)x0.8

streckgrenzex0.8=scherfestigkeit

(8x8x10) x 0.8umrechnung =512N/mm² (die umrechnung 0.8 ist zufällig ebenfalls ne 8 also nicht verwirren lassen)

da wir 2 scherflächen haben (oben und unten) ergibt sich bei einer 4mmschraube(nur den schaft betreffend) somit
r² x Pi x 2 scherfächen x 512N/mm²
2mm x 2mm x 3.14 x 2 x 512N/mm²=12861.44~12800N mindestens
bei einer 5 er schraube dann. 20000N

also rund 1,25 T und 2,0T kraft. würde mich wundern, wenn der kunststoff drumherum auch soviel aushält(von alu blatthaltern mal abgesehen)

jetzt die rechnung für die oben erwähnten blätter
gewichtsradius 350mm
gewicht fette 200g (wegen sicherheit)
drehzahl satte 2500U/min (ebenfalls wegen der sicherheit)

formal ist dann:
Fz=(m x v²) / r

[0.2kg x (91.58m/sec)²]/0.35m=4792.51 [(kg x m)/s²]= 4792.51N
(wenn ich mich nicht verrechnet habe)
somit:mehr als genügend sicherheit bei den 8.8 sowie den 12.9 oder meinetwegen auch den baumarktschrauben.

Horex1200
10.01.2004, 10:31
Hallo,

nix für ungut, aber ich halte nichts von solchen Berechnungen, die man sich selbst "zusammenbastelt".

Nun kannst Du (Ihr) fragen, wieso nicht....
Nun ganz einfach, weil man doch immer irgendetwas vergessen hat.

Mal angenommen die Formeln stimmen, dann ist aber nicht Berücksichtigt, dass die Querschnittsfläche einer 4mm - Schraube durch das Gewinde verringert wird (r beträgt in der Berechnung 2 mm, stimmt aber nur, wenn der Schaft beidseitig im Blatthalter zu liegen kommt). Weiterhin ist nicht berücksichtigt, dass gerade am Rotorkopf neben den statischen Kräften (angenommene konstante Drehzahl) auch dynamische Kräfte (die nun wirklich schlecht zu beziffern sind) hinzukommen.

Trotzdem vielen Dank für die Mühe, die Du Dir gemacht hast.....

Dirk Albrecht
10.01.2004, 13:36
Hallo,

ob man als Rotorblattschraube die Qualität 8.8 ausreicht oder es unbedingt 12.9 sein muss. Ich weiss es nicht. 8.8 scheint offenbar ausreichende Festigkeitreserven zu haben, wobei ich die hier aufgeführten Berechnungen nicht nachgerechnet habe. Was man jedoch berücksichtigen sollte, die Kraft am Rotorblatt zerrt nicht nur an der Rotorblattschraube und am Blatthalter sonder wird in die Blattlagerwelle eingeleitet - über eine M5 Schraube bei manchen Helis auch über M6 - ich weiss es nicht.
M5 hat einen für Berechnungen zu verwendenen Querschnitt (der sogenannte Spannungsquerschnitt) von 14,2 mm² - M6 - 20,1 mm². Jetzt kann man sich leicht ausrechnen was solche eine Schraube hält.

M5 8.8 - 640N/mm² => 9088 N - da dehnt sich die schraube aber bereits bzw. ist mindest kurz davor, es ist also das Limit. Wobei bei Schaubenberechnungen eine Schraube als sehr starke Feder betrachtet wird. Sie darf sich also ein bisschen dehnen, aber eben wie eine Feder - Belastung weg, Rückkehr in Ausgangslänge. Die bereits erwähnte Rp 0.2 Grenze ist die Belastung bei der die Dehnung so gross wird das eine dauerhafte Verlängerung eintritt, nämlich 0,2 % der Ausgangslänge. Der elastische Bereich ist zu Ende und das Bauteil (die Schraube) ist überlastet. So weit sollte es also nicht kommen.

Wenn SULOX's Berechnungen stimmen und eine 8.8 Schraube hält 12800 N Scherkraft aus - dann müsste eher die Schraube der Blattlagerwelle abreissen.
ABER, zur Scherkraft kommt noch die Biegebeanspuchung hinzu. Wie gross jetzt diese Belastung ist hängt aber von den Abmessungen der Blatthalters und der Rotorblätter ab (mit welcher Länge steckt die Schraube wo drin) und auch wo sitzt sie fest (eingepresst) und wo locker.
Man könnte jetzt einen Blatthalter ausmessen und mal rechnen was der für Kräfte aushält, vielleicht zerreisst es den viiieeel früher bzw. die Bohrung für die Rotorblattschraube wie oval, weil in diesem bereich die Flächenpressung zu hoch wird und das Matrial sich "dünne" macht.

Berichtigt mich wenn ich Denkfehler gemacht haben sollte!

es treten also eine Vielzahl von Belastungen auf die erst mal überblickt werden wollen...., 8.8 - 12.9 - die Zeit bis das analysiert und ausgerechnet
ist, für mich lohnt sich das nicht.


Gruss dirk

SULOX
10.01.2004, 15:10
8) man muss auch mal ein auge zudrücken können, jede kleinigkeit mitzuberechnen wäre zwar genauer, aber in diesem simplen fall nicht zweckdienlich.es sollten ja auch nur werte zur veranschaulichung ausgerechnet werden. da aber die verhältnisse absolut ausreichend sind, können wir hier getrost auf die ganzen sonderfälle verzichten. (dynamische belastungen sind weitaus geringer als man vieleicht vermuten könnte, will aber nicht näher drauf eingehen)
zumal sich diese berechnung, wie erwähnt, nur auf den schaft beziehen, der zugegeben bei einer 4mm schraube nicht genau 4mm ist sondern ein paar zehntel darunter liegen dürften, aber ich dies bei ausreichender sicherheit (gewicht und drehzahl) miteingerechnet habe. es ist also somit absolut kein bedarf an verkomplizierung der ganzen sache. wenn die sache "enger" geworden wäre, dann schon, aber so sehe ich da keinerlei probleme. :))

nun denn, ich habe oben etwas von 20000N und 12800N geschrieben. das sind natürlich nicht 20T und 12,8T sondern um 2,0T und 1,28T (2000Kg und 1280Kg)
werde das aber jetzt versuchen zu editieren, :rolleyes:

das sind maximumwerte, die niemals erreicht werden sollten, da dort schon erhebliche verformungen eintreten. blos zerreists sie dann auch bald.