Vollständige Version anzeigen : Wie wuchtet Ihr eure Blätter?
Franz Lindenthal
27.01.2004, 18:17
Hallo
mich würde es Intressieren wie Ihr eure Haupt und Heckrotorblätter wuchtet.
Gibt es da eine Variante oder macht der eine oder andere es auf seine Art.
Das wir alle auf das selbe hinaus wollen ist mir klar! aber vielleicht weiß ja einer
etwas das uns Einsteigern das ganze erleichtert.
Gruß Franz
Ich erweitere mal die Frage:
Muss man jede Rotorblätter auswuchten? Sind die das nicht normaler Weise von Werk ausgewuchtet?
Hi,
geb meinen Senf auch noch dazu :D
Ich fliege seit ca. 5 Jahren Heli, immer mit Kunststoffblättern, ich hatte noch nie Probleme mit einer Unwucht.
Es gibt viele andere Gründe, warum dein Heli "Schütteln" kann, aber die Blätter glaub ich nicht.
Fliegst du evtl. "alte" Holzblätter ?(
Gruß
Karl
Daniel Jetschin
27.01.2004, 18:48
Hi
Hatten wir diese Frage nicht letztens erst?
Das Thema hatten wir hier schon immer, und werden es immer wieder haben :P
Is doch das schöne dran.
Karl
Franz Lindenthal
27.01.2004, 19:07
Hallo
ja ich fliege am Robbe Ornith Holzblätter zwar nicht alt aber Holz.
Das dieses Thema immer wieder auftaucht liegt warscheinlich daran
das es immer mehr Heli Flieger gibt! oder es für manche Einsteiger
vielleicht nicht einfach genug erklärt wurde?
Ich will hier keine Leute Nerven aber möchte auch nicht wegen jeden
kleinen Problem die Modellflugschule aufsuchen.
Gruß Franz
Daniel Jetschin
27.01.2004, 19:12
Hi
Nee :D du,oder keine der Fragen "nerven" ,ich hatte nur den Eindruck,
die selbe Frage vor ner Woche schon gesehen zu haben:-)Naja ist auch egal.
Also die meisten wuchten mit einer Blattwaage,oder man schraubt die blätter einfach mit einer Schraube durch die Bohrung zusammen,richtet sie an einer geraden Fläche aus und hängt sie dann an Fäden auf
Hallo Franz,
schau mal unter...
http://www.tisipi.de/rotor1.htm
Das funzt super und ist mit geringem Aufwand durchführbar ;) . Ich schließe mich aber meinen Vorrednern an, daß bei modernen Kunststoff-Rotorblättern wenig bis gar nix nachgewuchtet werden muß :P .
Franz Lindenthal
27.01.2004, 19:41
Hallo Bernd da war ich zu langsam aber das trift es ziemlich genau!
Tolle Seite!
Danke!
Hi
kann ich das so verstehen das man aus beiden Blättern eine
Gerade durch das zusammenschrauben erzeugt, das ganze
in der Mitte aufhängt und je nach welcher Richtung die Blätter
hängen das gegeüberliegende mit Klebeband ausgleicht
bis es gerade auspendelt.
Das wäre ja einfacher als ich gedacht habe! :D
Gruß Franz
Steffen Schröck
27.01.2004, 19:49
Hi Franz,
ich mache es so: Beide Blätter mit Nasenleiste auf den Tisch legen(halt in einer Linie), Schraube durch die Mitte, fest anziehen und mit den Außenseiten der Schraube auf zwei Ränder von Gläsern legen und mit Klebeband austarrieren. Hat bei mir immer einwandfrei geklappt!!!
Running Man
27.01.2004, 20:44
Falls Du Biergläser nimmst (volle), hast Du evtl. mit Kohlenhydratverlusten zu rechnen.
Im Ernst: Ich nehme immer zwei seitlich auf den Tisch gelegte Küchengabeln als Unterlage für die Schraubenenden. Klappt (ab und zu) ganz gut.
Wolfgang Meyer
28.01.2004, 12:41
Um die Blätter wirklich vernünftig auszuwuchten, braucht man eine Rotorblattwaage, ich benutze die von Heli Taxis (siehe Test in der Rotor). Man muß ja erst den Blattschwerpunkt bestimmen, um zu wissen, wo man denn das Gewicht ausgleicht, einfach zusammenschrauben und auspendeln ist nicht.
Dem Irrglauben, daß man GFK-Blätter nicht wuchten muß, bin ich auch mal aufgessen......
Hi Franz1,
da du ja den Ornith fliegst, und ich jetzt auch einen habe, vermute ich mal, dass du die Montageanleitung nicht richtig gelesen hast.
Auf Seite 14 ist das Gleiche nämlich genau so beschrieben ;)
mit den Außenseiten der Schraube auf zwei Ränder von Gläsern legen
Ich nehme dafür immer zwei aufgeklappte CD-Hüllen , vorher noch mit der Wasserwaage schauen ob die Unterlage eben ist. :)
Grüsse René
Hi,
welche Kunststoffblätter werden so allgemein geflogen, die gewuchtet werden müssen ?(
Dem Irrglauben, daß man GFK-Blätter nicht wuchten muß, bin ich auch mal aufgessen......
Ich habe bisher so ca. 4 Sätze neu gekauft, diese jedesmal einfach angeschraubt und geflogen, immer ohne Probleme :tongue:
Wenn Vibrationen da waren, lag es meistens daran, dass ich die Blätter zu fest oder zu lose angeschraubt habe, oder beide nicht gleich fest/lose.
Im Höchstfall, wenn noch ein Rest Unwucht da war half es schon mal die Rotorblätter gegeneinander zu tauschen.
Auch die Kollegen mit ihren Helis auf unserem Platz haben keine Probleme.
Unwuchten die offensichtlich von den Blättern kamen, kenne ich nur von Holzblättern !!, allerdings ist das bestimmt 7-8 Jahre her, da mag es sein, dass die Technik der Holzblätter noch nicht so war ?(
Dort musste je nach Wetter nachjustiert werden.
Karl
hi,
blattwaage von taxis. ein feines gerät.
dem roel (heliman) bin ich damit auf die schliche gekommen. er selektiert seine blätter und folglich müßen die nicht nachgewuchtet werden ;) .
ist auch die einzige mir bekannte nichtnachwuchtmüßenquelle.
@ karl
sab blätter aus gfk hab ich schon nachwuchteten müßen !
ich erkannte es daran , daß der heli beim hochdrehen lassen der drehzahl, in einem schmalen drehzahlband anfing zu vibrieren und sich auch ganz leicht schüttelte.
nach dem wuchten läuft er jetzt sauber hoch.
gruß
jd
Bernhard
28.01.2004, 19:27
Halllo
Also ich wiege meine Blätter auch immer aus denn wie schon gesagt gabs da auch schon so manche Probs.
Also ich machs so das ich erst jedes Blatt einzeln wiege damit ich weiß wieviel ich ausgleichen muß
Dann wie schon beschrieben die Blätter einfach zusammenschrauben und das Gewicht so lange verschieben bis es passt
So habs ich bisweilen immer gemacht und ohne Probs
Mfg. Bernhard
heliminator
28.01.2004, 19:43
Hi,
von mir noch eine Portion Senf dazu.
Wie auswiegen: den Link hatte Bernd (freyenb) schon erwähnt. Klappt hervorzüglich.
Warum auswiegen:
Ich habe da mal letztes Jahr wegen einer krummen Kurbelwelle einige Berechnungen angestellt und die aufgrund von tödlicher Langeweile auf Rotorblätter ausgedehnt.
Nehmen wir folgendes an:
Die Rotorblätter haben einen Gewichtsunterschied von 0,5 g, der Massenschwerpunkt ist bei beiden Blätter derselbe.
Also ergibt sich aus der Massendifferenz eine Zentrifugalkraft durch die 0,5 g, die ca. 500 mm von der Rotorachse entfernt umläuft.
Nehmen wir 1400 1/ min als Hauptrotordrehzahl, so ergibt sich eine Winkelgeschwindigkeit von w = 1400 1/min / 60 s/min * 2 * pi = 146,61 rad/s.
Resultierende Zentrifugalkraft = Unwucht = Fz = m * w² * r = 0,0005 kg * 146,61² 1/s² * 0,5 m = 5,3 N = 0,547 kg = 1 Pfund Aufschnitt (darfs etwas mehr sein) !!
Bei 2000 1/min: w = 209,44, Fz = 10,97 N = 1,11 kg = noch das grosse Hefeweizen zum Pfund Aufschnitt.
"Nur 600 Umdrehungen mehr" verdoppeln schon die Zentrifugalkraft.
Ergo: Blätter peinlichst genau auswiegen..
Gruss,
Thilo
Hi Heliminator,
alle Achtung wegen der Berechnung 8)
Aber denkst du nicht es ist etwas übertrieben ?(
O.K. ich habe noch nicht viele Hersteller ausprobiert, aber bei meinem Comeback waren von Anfang an TG drauf und wie geschrieben min. 4 Sätze, die ich bisher für meine Helis da gekauft habe, und alle draufgeschraubt und o.k.
Liegt wahrscheinlich einfach am Hersteller, zusammensortiert werden denke ich die meisten, man kann ja auch selten oder gar nicht eines alleine nachkaufen.
Das Pfund, das du beschreibst ess ich nach dem fliegen lieber :D :D
Tchiao
heliminator
28.01.2004, 21:49
Ciao Karl,
Aber denkst du nicht es ist etwas übertrieben
nö, bisher nicht.
Eigentlich beschreibe ich ja nur, dass eine vornehmlich geringe Gewichtsdifferenz sich zu einer nicht vernachlässigbaren umlaufenden Kraft auswirkt.
Und ich kann's nicht lassen, die im Beispiel genannten 0,5 kg klingen für mich irgendwie ungesund.
Ich hatte eben auch schon Blattsätze (NoName), die sich um ca, 1,5 bis 2 g unterschieden.
Wenn man das in die Rechnung einsetzt und bei 2 kg Unwucht herauskommt, muss man sich eigentlich nicht über "unerklärliche Vibrationen" wundern.
Bei den letzten Blattsätzen genügte zumeist ein Tesastreifen einmal um das Blatt herum zum Ausgleich. Wahrscheinlich 0,2 g oder weniger. Ich habe leider keine so genaue Waage.
Aber die 15 Minuten Aufwand investiere ich gerne.
Blätter überhaupt nicht zu prüfen wäre mir etwas zu gewagt.
Gruss,
Thilo
Franz Lindenthal
28.01.2004, 23:01
Hallo
Vielen Dank für die ganze Info !!
ich habe es so probiert wie es in dem link von Bernd beschrieben
ist! und was soll ich sagen sie waren nicht 100% gleich!
Es fehlte nicht viel aber wie Thielo uns vorgerechnet hat kann es
viel ausmachen.
Möchte auch weiterhin noch Holzblätter fliegen weil ich Einsteiger bin und
über den normalen Rundflug noch nicht hinauskomme.Würde nach den
ganzen Infos GFK Blätter auch nachwuchten weil ich denke Vorsicht ist
besser als Nachsicht.
@Rene Klar hab ich das in der Anleitung mit dem Auswiegen gelesen
aber mich intressierte ob es nicht bessere bzw. einfachere,genauere
Methoden zum wuchten gibt,was sich ja in den vielen Antworten zeigt.
Nochmals Danke!!! :D
Gruß Franz
Hallo!
Ich möchte zwar hier keine Haare spalten, ausserdem finde ich Blätter auswiegen auch wichtig. Aber:
Resultierende Zentrifugalkraft = Unwucht = Fz = m * w² * r = 0,0005 kg * 146,61² 1/s² * 0,5 m = 5,3 N = 0,547 kg = 1 Pfund Aufschnitt (darfs etwas mehr sein) !!
Ich denke man kann das nicht so absolut sehen. Die Blätter wiegen sehr viel, und ergeben durch die Rotation eine extrem hohe träge Masse. Es interessiert sie wohl viel weniger als man denkt wenn da "lächerliche" 547g dran rumzerren.
oder hab ich nen Denkfehler gemacht?
mfg Willa
heliminator
29.01.2004, 08:54
Moin,
klar, die Berechnung "riecht" etwas nach Theorie.
Dennoch hat sie praktische Bedeutung.
Wenn die Rotorblätter 100% ausgewuchtet sind, so neutralisieren sich die Kräfte am Rotormast. Egal, wie viel oder wenig die Bläatter wiegen.
Die träge Masse macht sich dann bemerkbar, wenn man
a) autorotiert und eine höhere Masse einen höheren Drehimpuls besitzt bzw. mehr Energie in dem rotierenden System steckt und die Rotation die entscheidenden Sekunden länger erhalten bleibt.
b) ein Blatt mal davon fliegt...
Entscheidend ist hier aber die Unwucht, hervorgerufen durch unterschiedliche Gewichte oder unterschiedliche Schwerpunkte.
Die ca. 500g aus dem Beispiel sind für die dynamische Belastung der Welle und der Lager unerheblich, klar.
Aber es stellt eine umlaufende Kraft dar, die die Stabilität des Rotorsystems und damit des ganzen Helis beeinflusst.
Ich habe mal einen Top-Piloten gefragt, wieviel Gewichts-Differenz er bei seinen Blättern toleriert. Antwort: keine. Weit unter 1/10g ist sein Ziel.
Gruss,
Thilo
Jörg-Michael
29.01.2004, 08:58
Moin,
so, nun will ich auch noch mal.
Ich hatte vor ca. 2 Jahren ein Paar Blätter das absolut gleich war wenn man wie weiter oben beschrieben sie in der Mitte aufhängte. Der Heli flog grottenschlecht und schüttelte das Fliegen unmöglich war. Des Rätsels Lösung:
Die Blätter waren ungleich im Gewicht, dummerweise lag bei dem einen das Gewicht Aussen, bei dem anderen Innen. Aufgespannt lagen beide absolut in der Waage gleich.
Ich nutz jetzt die Heli Taxis Waage und eine Zentelgramm Waage von Kern.
Und ganz ehrlich, mann merkt den Unterschied penibel gewuchteter Blätter recht kräftig.
Deshalb wuchte ich jedes Paar sauber nach. Es lohnt sich wirklich. Übrigens lassen sich mit den beiden Waagen auch Heckblätter vorzüglich zum sauberen Laufen bringen.
Gruß
Jörg-Michael
Ich hab was vergessen:
Natürlich wuchtet man wie beschrieben auf Null, sonst wär das ja sinnlos.
hallo leute,
auch ich habe früher geglaubt das man rotorblätter, ins besondere CFK und GFK,
nicht auswuchten braucht . das ist aber ein irrglaube.
seit einiger zeit benutze ich die blattwaage von hei-taxis :) mit dieser blattwaage
lassen sich kleinste abweichungen feststellen.
in diesem zusammen hang habe ich fest gestellt das blätter von der fa. TG und von MS composit hervoragend ausgewuchtet sind 8)
gruß jörn
Hallo,
ich habe gerade mal ein paar herumfliegende *Blattsätze näher angesehen. Dabei hab ich die Blätter mit einer 0.1g-Digitalwaage gewogen und den Schwerpunkt auf einer Cuttermesser-Klinge verglichen.
BBT Evo 3D Satz 1: 0.1g Differenz, Blattschwerpunktdifferenz: 1mm
BBT Evo 3D Satz 2: 0g Differenz, Blattschwerpunktdifferenz: 2mm
MS-Composit CFK: 0.3g Differenz, Blattschwerpunktdifferenz: 0mm
NHP Razor Pro : 0.1g Differenz, Blattschwerpunktdifferenz: 0mm
Also alles in allem kann man eigentlich sagen, das sie aus der Kiste heraus gut ausgewuchtet waren.
Viele Grüße,
Holger
Hallo,
Auch mal meinen Senf dazu:
Außer vom TG habe ich noch keine Blätter auf dem Tisch gehabt die 100% gewuchtet waren!
Ist aber auch verständlich wenn man sich den Aufwand betrachtet der nötig ist um 100% genau zu wuchten.
Generell kann man mit den meisten GFK Blättern zwar ohne zu wuchten fliegen, aber es ist auf jeden Fall empfehlenswert die Blätter nachzuwuchten!
Die Vibs aus minimaler Umwucht der Blätter sind hundsgemein da man sie nicht sieht und gehen vor allen Dingen aud unsere Anlenkungen und die Servos.
Beim verbrenner sollte man immer auf den Tank schauen, wenn der Sprit ganz ruhig wie ein Bergsee liegt hat man einen sauber laufenden Heli. Wenn nicht, irgendetwas faul. Um das hinzubekommen muss man wirklich alles genaust wuchten. Da habe ich bis jetzt nur mit Robbe Futura Nova/ Millennium und Hirobo Hubschraubern hinbekommen, bei allen meinen anderen habe ich es nicht geschafft.
Gruß
Stefan
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