Vollständige Version anzeigen : Befestigung der Blattlagerwelle bei Mehrblatt-Rotorköpfen?
Mastereye
26.11.2010, 18:33
Hallo,
Hier in diesem Thread geht es darum die verschiedenen Befestigungsmöglichkeiten der Blattlagerwelle im Rotorkopfzentralstück bei Rotorköpfen mit 3 oder mehr Rotorblättern zu diskutieren.
Und um die Aufgabe nicht allzu leicht zu machen sollten die Blattlagerwellen im Zentralstück auch noch gedämpft gelagert sein.
Wäre toll wenn wir hier ein paar aussagekräftige Bilder und CAD Zeichnungen zusammen tragen könnten.
MfG
Thomas
Mastereye
27.11.2010, 13:04
Bis jetzt habe ich nur einen PEKA Rotorkopf gefunden welcher eine Dämpfung mittels O-Ringen im Zentralstück realisiert hat.
Hallo
Hab mir mal Gedanken dazu gemacht. Wie wäre es mit einem Kugelgelenk am Ende der Blattlagerwelle und vorne ist die Welle wie üblich mit O-Ringen gedämft. Also ein Kugelgelenk gegen die Mitte und aussen die O-Ringe.
Aber keine Ahnung ob das funktioniert, nur eine Idee die ich mal hatte.
Hallo
Hab mir mal Gedanken dazu gemacht. Wie wäre es mit einem Kugelgelenk am Ende der Blattlagerwelle und vorne ist die Welle wie üblich mit O-Ringen gedämft. Also ein Kugelgelenk gegen die Mitte und aussen die O-Ringe.
Aber keine Ahnung ob das funktioniert, nur eine Idee die ich mal hatte.
Genau dieselbe idee hatte ich auch schon -_-
Nur leider noch nie realisiert
Gruss Lukacs
ALWANEKE
30.11.2010, 21:30
Genau dieselbe idee hatte ich auch schon -_-
Nur leider noch nie realisiert
Gruss Lukacs
Das gibt Probleme mit dem Spurlauf, oder ? Ich bin bei meinen Helis
bisher nie über 2 Blätter hinaus gekommen, aber das Thema würde
mich auch interessieren.
Wie sind denn die eigentlichen Anforderungen. Ich denke das ein
Mehrblattkopf für einen Heli aufgrund des Platzes ganz anders
ausgelegt sein müsste als für einen Heli mit 2m Rotorkreis.
Was ist den da so eine gängige Große in Bezug auf die Blätter ?
Mit der Materie hab ich mich auch mal auseinandergesetzt. Die ersten Teile ( Zentralstück, Abdeckung und Zwischenstück) sind fertig, ich hoffe, den Rest schaff ich auch noch.
So soll´s mal aussehen:
93115
Und so weit bin ich:
93114
Warum nicht wie beim Vorbild ein gelenkloser bzw. lagerloser Rotorkopf mit entsprechenden Blättern?
nopost123
07.12.2010, 21:34
Hallo Thomas
Ich würde Carstens (cmw) Anregung einmal überdenken. Ich selbst fliege auch gelenklose Rotorköpfe und baue die Blätter passend dazu selber. Ein Rotorblatt zu bauen ist genau so wenig ein "Hexenwerk" als wenn ich einen Rotorkopf baue. In beiden Fällen ist aber äußerste Präzision erforderlich. Zu dem Thema habe ich am Sonntag unter dem Titel "Evolution" einige Daten eingestellt. Kein moderner Großhubschrauber fliegt heute noch mit Schlaggelenken.
mfG
Norbert
Hallo Hagen!
Mit der Materie hab ich mich auch mal auseinandergesetzt. Die ersten Teile ( Zentralstück, Abdeckung und Zwischenstück) sind fertig, ich hoffe, den Rest schaff ich auch noch.
So soll´s mal aussehen:
93115
Und so weit bin ich:
93114
Saubere Arbeit, gefällt mir gut!
Hallo Thomas
Ich würde Carstens (cmw) Anregung einmal überdenken. Ich selbst fliege auch gelenklose Rotorköpfe und baue die Blätter passend dazu selber. Ein Rotorblatt zu bauen ist genau so wenig ein "Hexenwerk" als wenn ich einen Rotorkopf baue. In beiden Fällen ist aber äußerste Präzision erforderlich. Zu dem Thema habe ich am Sonntag unter dem Titel "Evolution" einige Daten eingestellt. Kein moderner Großhubschrauber fliegt heute noch mit Schlaggelenken.
mfG
Norbert
Hallo Norbert,
über die Herstellung von Blättern hab ich auch schon nachgedacht, mich aber noch nicht "rangetraut"! Da die Bearbeitung von Metall für mich das kleinere Problem ist, hab ich mich erst mal damit beschäftigt;) Ich hab den Kopf so ausgelegt, daß ich die originalen Dämpfergummis und Blattgriffe incl. Lagern nutzen kann. Ob das zum gewünschten Erfolg führt, wird sich zeigen. Da ich gern etwas konstruiere, kann es auch gut sein, daß ich alles nochmal "überarbeite"!
Dein Kopf sieht gut aus. Aber sehe ich das richtig, dass die Fliehkräfte durch den inneren Dämpfungsgummi aufgenommen werden? Wird der nicht zu fest belastet?
Moin,
das täuscht, die BLW stützt sich an einem Bund im Zwischenstück ab. Nur habe ich statt des von dir angedachten Kugelgelenks einfach eine "Scheibe" dahin gemacht, da die Kippbewegungen an dieser Stelle so gering sind, dass man sie vernachlässigen kann.
93329
nopost123
09.12.2010, 21:51
Hallo Hagen
Genau wie Lukacs habe ich die Idee mit einem Kugelgelenk am inneren Blattlageranschluß auch schon durchgespielt. Da ich meine PA6 Köpfe aber immer einteilig baue fehlte mir bisher immer die passende Idee für die inneren, größeren Bohrungen. Ein Kugelfräser käme der Lösung am nächsten. Bei deiner mehrteiligen Konstruktion würde sich das m.M. nach geradezu anbieten. Du könntest statt der hinteren Gegenplatte und der Gummilagerung dort eine Kugel eines Gelenklagers einbauen (DIN 648 / Mädler Webshop http://www.maedler.de/Product/1643/1126/1202/1899/1907.aspx). Um das ganze sehr klein zu halten könntest du den Außenring entfernen. An der Innenbohrung der Rotorarm Zapfen drehst du eine 45°Phase an. An dieser Fläche kann sich jetzt die Kugel in jeder Lage abstützen und zentrieren. Hinten brauchst du ja sowieso keine Dämpfung. Vieleicht könnte man sogar einfach ein Schrägrollenlager anstatt der Dämpfung oder einer Kugel einsetzen. Kann aber auch sein das deine Lösung gut funktioniert. Wenn der Bund an den Blattlagerwellen nicht zu hart ist wird er sich passend zu den Schlagbewegungen der Blattlagerwelle verbiegen und du erhälst so die gewünschte Krümmung von selbst. Wäre für den Anfang vieleicht der einfachste Versuch.
Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Realisierung deines sehr interessanten Projektes.
mfG
Norbert
Hallo Norbert,
hier mal schnell ein Entwurf. Kugelfräser brauchte man ja nicht, da es sich doch um ein Drehteil handelt, und Schrägrollenlager auch nicht, da die BLW ja nicht drehbar sein muss.
93397
Sebastian
10.12.2010, 12:26
Hallo Hagen,
Aus dem Bauch heraus gefiele mir letztere Version besser.
In der Version des Bildes in Post #12 würde mir der Bund an dem Kopf-Innenseitigen Blattlagerwellenendes nicht gefallen.
Käme es zB bei geringer Drehzahl und schwerem Modell zum Schlagen oder einfach einem Rotorkreiskonus, so wäre der Bund immer einseitig belastet und ermüdet schnell.
Das dürfte aber gehen,wenn man die Gummis hart genug wählt und die Dämpfung auf die Blätter legt,also weichere Blätter.
Aber ausgezeichnete Arbeit,Top!
Hallo Norbert,
hier mal schnell ein Entwurf. Kugelfräser brauchte man ja nicht, da es sich doch um ein Drehteil handelt, und Schrägrollenlager auch nicht, da die BLW ja nicht drehbar sein muss.
93397
Also diese 2. Version funktioniert mit Sicherheit. Du hast einen definierten Schlag- und Schwenkpunkt und musst/solltest nur den Anlenkpunkt für den Blatthalter hierhin bringen. Ansonsten erhältst du eine Blattrücksteuerung (manchmal erwünscht) oder das Gegenteil.
Gruss
Bruno
Hallo Thomas, ich kann leider als Forum-Neuling zu "euerem Schutz" keine Zeichnung hochladen.
Vor über Jahren hatte ich eine Lösung erprobt, die sehr gut funktionierte. Wenn du das erste Bild von Hagen anschaust, hatte ich in der Mitte zwischen dien O-Ringen die Blattlagerwelle verstärkt ausgeführt und für eine Querschraube durchbohrt. Beim Schlagen haben sich sowohl die inneren als auch die äußeren O-Ringe gleichmäßig verformt.
Hallo Norbert,
die Sache mit dem Gelenklager hat mir keine Ruhe gelassen. Das könnte dann so aussehen:
93456
@Piloto
wenn du was zum hochladen hast, schick es mir als Mail, ich stell es dann für dich ein.
So würde es dann im eingebauten Zustand aussehen:
93461
nopost123
11.12.2010, 19:35
Hallo Hagen
Das war ja schnell zeichnerisch umgesetzt worden. Bei der Ausführung mit dem Schwenklager ist die Fertigung am einfachsten. Der Kopf muß nur groß genug sein um das Lager unterzubringen. Der erste Entwurf baut deutlich kleiner. Die Halbkugel an dem Blatthalter ist so i.O. Das Gegenlager in der Blattlagerwellenaufnahme (tolles Wort) könnte m.M. nach auch einfach als 45° Phase ausgeführt sein. Unter Fliehkraftbelastung wird sich das sauber zentrieren. Schließlich ziehen da ja mehrere 1000N dran.
mfG
Norbert
Hallo Norbert,
an den Abmessungen ändert sich überhaupt nichts! Das Gelenklager passt mit wenigen Änderungen in die vorhandenen Zwischenstücken. Die Variante sagt mir eigentlich auch am meisten zu.
nopost123
11.12.2010, 20:38
Hallo Hagen
Halte uns dann mal auf dem Laufenden. Binn gespannt wie unempfindlich so ein Kopf auf die Blattauswahl ist. Und du sparst die Mimik so wie auch die Schwächung der Blattlagerwelle durch einen Querbolzen als Schlaggelenk ein. Für welchen Rotordurchmesser hast du den Kopf konstruiert?
mfG
Norbert
Hi Jochen,
der soll für meine 600er Hughes sein. Blattauswahl hab ich noch nicht getroffen, evtl Spinblades, falls die mal in der passenden Grösse kommen.
Aber um dem eigentlichen Anliegen dieses Thread`s mal wieder etwas näher zu kommen hab ich hier noch was:
93511
nopost123
11.12.2010, 22:25
Hi Jochen,
Aber um dem eigentlichen Anliegen dieses Thread`s mal wieder etwas näher zu kommen hab ich hier noch was:
93511
Der Kopf scheint ohne Dämpfung zu sein. Dann ist die Blattauswahl sehr wichtig.
mfG
Norbert
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