Vollständige Version anzeigen : Pilzbefall im Kerosin JetA1
Alpenheli
16.02.2004, 22:40
Hallo Turbinenfreaks,
jetzt ist´s 9 Monate gutgegangen und doch passiert. 8o
Über die bei uns nicht fliegbaren Wintermonate habe ich schön Kerosin gebunkert und gesammelt. Jetzt habe ich gerade festgestellt, daß in allen 4 Behältern (ca. 50 liter insgesamt) bräunliche, schleimige Ablagerungen am Behälterboden befinden. Mal mehr mal weniger. ;( ;(
Die bisherigen Recherchen im I-Net haben ergeben, dass es sich dabei um einen Pilz (cladispora resinae) handeln könnte, welcher sich bildet, indem er sich an Wasser im Kerosin bindet und dort entwickeln kann. Ich habe meine Behälter immer supersauber und ultratrocken vor jeder Abfüllung gehalten und auch nie einen einzigen Wassertropfen im Kerosin (ich verwende allerdings Drain-Sprit, also das, was bei den echten zur Wasserkontrolle abgelassen wird) bemerkt und den Sprit auch x-fach gefiltert.
Obwohl die rel. Luftfeuchtigkeit in meinem Lagerraum nur 35 bis 45 % beträgt könnte das Kerosin nur durch die Kunststoffbehälter Wasser aufgenommen haben, oder ?
Langer Rede kurzer Sinn (Frage)
Was nun !
Muss ich den ganzen Sprit entsorgen X( oder kann man, wenn man den Sprit schön säuberlich von der Oberfläche absaugt, das wertvolle Gesöff doch noch verwenden ??? ?(
Es grüsst ein verzweifelter Alpenheli
Heiner Juenkering
16.02.2004, 23:34
Tja Pech Alpenheli,
hatten den ganzen Mi.. ziemlich genau vor einem Jahr. Da hilft nur eins!
-alle Leitungen reinigen
-alle Behälter reinigen
-alle Filter, Magnetventile etc. reinigen
-verseuchten Kraftstoff entsorgen!!!
Ich bemitleiden Dich jetzt schon, da ich weiss was für ´nen Haufen Arbeit auf Dich zu kommt!
Sorry!!
Alpenheli
16.02.2004, 23:48
Hallo Heiner,
ohhhjeeeee
das ist genau das, was Du mir schon am Flugtag in Rietz/Tirol im September gesagt hast - ich hab´s befürchtet - ich steig jetzt auf Petroleum um glaub ich.
Was die Leitungen und Aggregate in der Maschine betrifft bin ich allerdings ein bisschen zuversichtlich. Ich bin seit Ende Oktober nicht mehr geflogen - habe alle meine Leitungen entleert, belüftet, ausgetrocknet, Magnetventile geschmiert und die Tanks entleert. Lediglich die letzten Leitungszentimeter (bevor die Leitung unter dem pinkfarbenen Deckel der Turbine sind unbekannt, da ich die Leitungen nicht leerlaufen gelassen habe bzw. ausgeblasen habe, da ich die Turbine nicht fluten wollte.
Das Zeugs hat sich somit nur in meinen Vorratsbehältern entwickelt, hoffe ich, oder.
Christian Meyer
17.02.2004, 00:08
Hi Alpenheli,
Ich hatte noch nichts mit Kerosin am Hut, daher nur mal son Gedanke, am späten Abend in den Raum gestellt:
Wenn es ein Pilz ist, könnte dir dann nicht ein Fungizid helfen?
Sollte Pilzbefall ein Risiko bei Kerosin sein, so müßte dies doch auch in der Großfliegerei auftauchen...
Grüße aus Berlin
Christian
Alpenheli
17.02.2004, 00:18
Hallo Christian,
Du hast teilweise Recht.
Ich habe auch ein Zusatzprodukt verwendet welches früher einmal eine "fungizide" Wirkung gehabt hat. Das Zeugs heisst HI-FLO anti icing additiv und hatte alle MIL-Approvals aus der militärischen Luftfahrt. Der amerikanische Hersteller hat mittlerweile allerdings auf seiner HP die Erklärung der "fungiziden" Wirkung abgeschwächt. Ich habe das Produkt auch verwendet - wie man sieht ohne wirklichen Erfolg. Eigentlich ist das Produkt dafür da, das frieren von Wasser, welches u.U. im Treibstoff ist, zu verhindern und damit ein Verstopfen der Leitungen zu verhindern.
In der Großfliegerei kommt das Problem auch vor. Ein Techniker bei unserem Flughafen hat mir gesagt: "Wir holen regelmäßig das Zeugs kübelweise aus den Tanks und Leitungen"
ABER:
Die Zuführungsdüsen der großen Turbinen sind so groß, dass das Zeugs (pilzgeschlaader) diese nicht verstopfen kann. Bei uns im Modellmasstab schaut das leider anders aus.
Stefan
Christian Meyer
17.02.2004, 01:13
Hi Stefan,
danke für die Infos!
Ich war mir dieses Problems nicht bewußt und bin grade mal aus reiner Neugier durch's I-Net gesurft.
Das ist ja ein Pilzbefall durch Feuchtigkeit, wie er wohl auch an Gebäuden auftritt.
Es gibt aus meiner Sicht nur zwei Möglichkeiten :
Entweder es existiert ein Mittel, daß den gesamten Pilz im Kerosin tötet, oder Du mußt den Sprit entsorgen.
Das Absaugen wird Dir nicht helfen, denn Du siehst die Sporen nicht, nur das Myzel oder den Fruchtkörper des Pilzes. Wenn Du dann das Kerosin einsetzt, hast du die Sporen mit großer Wahrscheinlichkeit wieder im System!
Die Pilzsporen kommen auch in der Umgebungsluft vor, könnten also durchaus in einem feuchten Kellerraum vorhanden und so in die Behälter geraten sein.
Christian
Alpenheli
17.02.2004, 01:28
Hallo Christian,
ich befürchte leider, dass Du damit Recht hast.
Die Sporen werden im gesamten Kerosin sein. Ich habe mich schon mit dem Gedanken abgefunden, den ganzen Sprit zu entsorgen zu müssen. Was sich allerdings innerhalb meiner Turbine abspielt kann ich nur vermuten.
Ich hoffe, dass Hitze und Durchflussmenge dem Theater ein Ende bereiten kann. Wahrscheinlich werde ich am besten große Mengen (4-5 Liter)von Petroleum durchbrennen - natürlich nachdem ich alle Leitungen, Filter etc. kontrolliert habe.
Momentan frage ich mich nur wie das in Zukunft weitergehen soll. Ich habe mir das so schön vorgestellt, über die Wintermonate das Kero zu sammeln und dann im Frühjahr/Sommer zu verfliegen. Scheinbar spielt´s das halt nicht. Sche....
Turbine ist echt geil aber der wöchentliche Stress "woher der Sprit für´s nächste Wochende" ist uncool.
Es lebe der Benziner - jedes Wochenende frisch von der Tankstelle (soll aber nicht heissen, dass ich der meiner Düse untreu werde - NEIN es wird Möglichkeiten geben und ich werde sie finden - wie mein Sohn immer sagt - Bob Baumeister "wir schaffen das"
Hallo Alpenheli
ich habe von deinem Problem ( Pilzbefall) schon einmal gehört,es tut mir für dich leid, das es zunächst einmal nicht abwendbar ist.
Was hälst du von dem Vorschlag in Zukunft deine Turbine mit Diesel-Kraftstoff zu befeueren??? :)) :))
Ich habe mir sagen lassen, das es wohl unter bestimmten Umständen möglich sein soll.
Dann wäre dein Beschaffungsproblem zumindest gelöst???
Vieleicht ist Dieselkraftstoff bezogen auf Pilzbefall nicht so anfällig???
Grüße Funfly
Bonetti Leo
18.02.2004, 00:27
Hallo,
Diesel ? Heizoel ist billiger.
Mir hat man einmal gesagt dass ich nicht am Sprit sparen soll.
Kostet halt Geld unser schönes Hobby. Habe einen Flugplatz 20 Minuten entfernt. Aber keine Turbine...
Gruss Leo
Airbuzzer
18.02.2004, 04:17
Hallo Leute !
Also in unseren Flugzeugen (Airbus A319 und A320) schwimmen nach einiger Zeit auch sowas wie Pilzschwämme in den Tanks ! Das läßt sich nie ganz vermeiden und da unsere Tanks nicht alle 4 Wochen von innen gereinigt werden bzw. können bleibt das bis zum nächsten großen Check auch dort drin ! Die Triebwerke haben damit auch kein Problem da durch die Leitungen nur das Kerosin läuft und diese Schwämme im Tank verbleiben. Sicherlich werden diese gleich entsorgt wenn man solche Schwämme feststellt aber laufen tun die Triebwerke trotzdem allemal !
Grüße
Alpenheli
18.02.2004, 09:44
Hallo Leute,
danke für die Anteilnahme !!
Nach eingehender Untersuchung der Problematik weiss ich jetzt, dass das Problem die lange Lagerung des Kerosins ist. Natürlich ist unser Verbrauch nicht so hoch wie bei den großen aber die Durchflussmenge ist nicht unerheblich.
Wenn man also die Möglichkeit (die mir nicht zur Verfügung steht) hat, sich frischen Sprit zu besorgen und den dann innerhalb von 2,3,4 Wochen verbraucht dann ist das Problem nicht so groß. Es mögen dann zwar Pilzsporen vorhanden sein, daber es entwickelt sich nicht viel. Mein Sprit ist halt schon 2 Monate alt bis ich in bekommen und dann steht er u.U noch 3 Monate. So geht´s halt nicht.
Nach Rücksprache mit JetCat werde ich nun auf Industriepetroleum umsteigen. Das kann ich kurzfristig und frisch besorgen und flott verfliegen. Für Petroleum und Kerosin gibt´s auch die Freigabe von JetCat - ist also kein Problem.
Ich glaube bei den großen ist das Problem deshalb nicht so gravierend, weil eben alles größer ist (Filter, Leitungsquerschnitte etc.). Wenn wir das Zeugs in den Tanks haben, beim Betanken aufwirbeln und dann ansaugen sind die Pendel, Filter und vielleicht auch die Magnetventile schnell verstopft - und das muss ja nicht unbedingt sein.
Berthold Pätzold
18.02.2004, 10:06
da bin ich ja super froh das ich nur Elektrisch fliege,
meine Akkus haben noch keine Pilze 8)
ist aber schon ein starkes Stück das der Sprit schlecht wird ;( ;( ;(
ist ja eh schon teuer die Turbine ;( ;(
na ja, viel freunde noch damit 8)
4D Daniel Jetschin
18.02.2004, 10:08
Hi
Komisch...ich hab bei mir im Keller 7 Liter Kerosin Jet A 1 stehn,und dem gehts noch gut.Steht seit nem halben Jahr dort,wird regelmäßig geöffnet.
Mfg
Berthold Pätzold
18.02.2004, 10:20
der Pilz liegt tief am Boden :)
Hi zusammen,
versucht mal einen "Metallklotz" aus einer Beryllium-Kupfer-Legierung in den Tank zu legen, wenn ihr das Zeug lagert. Die Legierung wirkt toxisch und verhindert in der Regel das wachsen von Pilzen und Bakterien.
Gruss
Micha
Alpenheli
18.02.2004, 11:23
An alle Schwammerlzüchter und jene die es werden wollen ....
Die Pilzsporen kommen in der Luft vor.
Der Pilz entwickelt sich im Kerosin nur an der Berührungsschicht zw. Wasser und Kerosin. Kerosin ist leichter als Wasser - darum wächst das Zeugs auch am Behälterboden. Wasser kommt schon aus der Umgebungsluft in den Sprit und auch durch die Behälter - siehe die Themen Sprit in Kunstoffbehältern etc.
Wenn im Kerosin nichts an Sporen drinnen ist, dann wächst auch nichts. Wenn schon Sporen drinnen sind und der Sprit über die lange Lagerzeit Wasser zieht dann eben PECH gehabt.
Funktionieren tut´s so: :D
Möglichst frischen und sauberen Sprit verwenden ......(hatte ich nicht)
Lagerung in Metallbehältern ......(hatte ich nicht)
Neueren und äteren Sprit getrennt lagern ......(hatte ich nicht, hab´s zusammengeschüttet)
Sprit idealerweise rasch verfliegen ......(hab ich auch nicht getan)
Sprit eventuell "behandeln" ......(in Australien gibt´s scheinbar so Zeugs-auch für Diesel)
Mittlerweile weiss ich, dass da schon noch Verbesserungspotential da ist. Aber für mich weiss ich auch, dass ich Ablassprit, der über ein oder zwei Monate in 200ml Einheiten abgelassen und mehr oder weniger sorglos in einen Behälter geschüttet wird, einfach vergessen kann.
Servus
Also Pilz oder Bakterienbefall ist auch bei den "großen" durchaus ein Problem.
Der Filter ist nämlich superfein. Auch bei einem A340 Langstreckenjet.
Nur unser Kerosin ist halt immer frisch. Unsere Airline lässt ihr Kerosin in regelmäßigen Abständen in kleinen Porben aus den Tanks ziehen und von einem münchner Institut untersuchen.
Werden Pilze oder gar Bakterien festgestellt, wird der Flieger irgendwann zu einer längeren Liegezeit eingeplant und komplett!!!! entleert und der Tank gereinigt.
Und nochwas.
Dein Drainkerosin ist der letzte Dreck! Alles was im Tank rumschwimmt (Wasser, Schmutz, Bakterin, teilweise auch Öl,) sammelt sich am tiefsten Punkt des Tanks. Und genau da sitzen die Drainvalves, von denen du dein "Kerosin" ablässt.
Ich glaub es ist auch für deine Turbine besser wenn du aus Petroleum oder so umsteigst.
Es gibt wohl eine chemische Giftmischung, mit der man die Bakterien und auch die Pilze bekämpfen kann, nur weiß ich weder was, weils dafür bei uns ne Fachabteilung gibt, noch denke ich ist es für Privatpersonen schwer zu bekommen.
Ich denke aber dass du deine Kerosinvorräte entsorgen solltest.
Gruß
Andi
Tommy_78
15.03.2004, 21:42
Ich halte es für eher unwahrscheinlich, dass sich in Deinem Kerosin Pilze gebildet haben. Ich gehe eher davon aus, dass dies Sedimente der verschiedenen Zusätze des Jet A1 sind, die sich im Laufe der Lagerungszeit, fibrillenförmig, am Behältnisboden abgesetzt haben. Diese sind auch nicht durch einfaches Filtern vor der Lagerung zu trennen.
Zu den Zusätzen (wenn man diese in 5 Gruppen einteilen möchte):
-Antioxidantien
-Metalldeaktivatoren
-Static Dissipator Additive
-Korrosionsinhibitoren
-Fuel System Icing Inhibitoren
In der Regel sind im Jet A1 aber nur Antioxidantien und Leitfähigkeitsadditiv (Static Dissipator Additive).
Das Kerosin sollte mAn verwendbar sein. Zu beachten wäre allerdings, dass keine Sedimente beim Betanken in den Zyklus geraten.
Im übrigen: In der Verkehrsfliegerei stellt mEn Pilzbefall kein Problem dar.
Grüsse
Tommy
4D Daniel Jetschin
15.03.2004, 21:48
Hi
Ich hab nochmal nachgeschaut,und in beiden Kanistern mit Kerosin,einer schon
halb leer ,und es schwimmt etwas dreck im Kerosin,aber keinerlei Pilze drin.
Behälter sind Transparente 5 L Plastik-Kanister.Sicherlich schon bald ein Jahr am stehen,wird regelmäßig geöffnet.Komisch ?(
Mfg
Alpenheli
16.03.2004, 12:42
Hallo Leute,
neues aus der Pilzzucht ...... es gibt nicht viel Neues ...... und gerade das ist interessant.
@ Tommy
Du könntest damit recht haben. Ich habe vor einem Monat Proben aus den Lagertanks gezogen und separat in Reagenzgläsern gelagert. Dabei habe ich einmal einiges des am Behälterboden abgesetzten Zeugs abgesaugt und einmal nicht - also nur von der Oberfläche.
Gegen Pilzbefall spricht meiner Meinung nach, dass sich die so separierten Proben binnen eines Monats gar nicht verändert haben.
Das würde für die abgesetzten Zusätze sprechen, denn eine lebender organismus würde ja weiterhin diese Ausscheidungsprodukte produzieren und würde damit die Menge der Ablagerungen weiter zunehmen.
@ Daniel
wenn nichts (keine Pilzsporen) drinnen ist, wird sich auch nichts entwickeln - sei froh.
Ich überlege mir gerade, ob ich mir ein Metalltank in meine EC machen sollte.
Hätte da jemand eine Idee zur Ausführung?? Gibt es so etwas???
hans
Alpenheli
20.03.2004, 21:53
Hallo Hans,
würd´ ich nicht !
1. schwer
2. viel Arbeit
3. man sieht nicht hinein
Ich nehme ganz normale 1 Liter-Flaschen aus dem Farbenhandel (darin verkaufen die den Acrylhärter, Verdünnung, Nitro etc.) - habe aber auch schon 1 Liter Cola-Flaschen oder auch PET-Einwegflaschen verwendet.
Funktioniert alles einwandfrei - die sind schön durchsichtig, kosten nix und sind einfach auszutauschen.
Hallo Stefan,
nach Deinen Aussagen und nach allgemeinen Stand der Technik sind Kunstoffbehälter nicht Diffusionsdicht. Das heisst, sie ziehen Wasser!
Ich überlege schon díe ganze Zeit, wie sich das Problem auswirken könnte.
Ich kann ja nicht jedes mal die Tanks leemachen, wenn ich geflogen bin.
Und überhaupt, was ist eigentlich mit den Ventilen und dem ganzen Pumpengerümpel. Ich kann mir vorstellen, das die eintrocknen. Zumindest kenne ich das so in meinem Job. (Sanitär/Heizung) Die Materialien sind alle sehr empfindlich bei längerem Stillstand................
Außerdem habe ich bedenken, das Kunstoff bei einem Absturz zerbricht, was zwangsläufig zum Brand führen würde. Und somit meine Einweisung in die Psychiatrie zur Folge hätte. Jetzt mal im Ernst, ich stehe mitten im Bau der 2m EC vom Schwing und versuche nun eine Optimal Lösung zu finden.
Mir erscheinen Colaflaschen jetzt irgendwie etwas Leichtsinnig............
Hans
Alpenheli
22.03.2004, 09:59
Hallo Hans,
Du hast schon recht mit der Diffusionsdichtheit, allerdings ist das nicht so tragisch, weil Du die Tanks im Heli ja nicht als Lagerbehälter für große Mengen an Kerosin verwendest. Die werden immer wieder leer und relativ schnell wieder mit frischem Treibstoff befüllt (so 3 bis 5 mal pro Flugtag, oder).
Mit dem Zerbersten im Falle eines Absturzes hast Du sicher Recht - die Möglichkeit besteht. Allerdings kann man mit diesen Flaschen (auch die Mehrweg-Colaflaschen) ziemlich grob umgehen bevor die platzen. Wenn Du da aber auf Nummer sicher gehen willst musst Du Tanks aus CFK nehmen (oder selber bauen). Ich halte das für übertrieben. Auch denke ich, dass eher das Startgas das ich an Bord habe im Absturzfalle für´s schöne Feuerchen verantwortlich sein wird und nicht das Kerosin.
Was die Leitungen, Ventile, Filter, Pumpe etc. betrifft:
Während der Flugsaison (d.h. von März/April bis November) ist eigentlich das gesamte System mit Kerosin gefüllt. Das wird bei mir nur dann leer, wenn ich das ganze System aktiv entleere/entlüfte. Während der Winterpause habe ich alles entleert und die Leitungen geöffnet. Ventile und Pumpe habe ich mit Silikonöl geschmiert und einfach offen gelassen. Das Problem ist, dass das Kerosin die Weichmacher aus dem Kunststoff zieht und die Kunststoffteile hart und in weiterer Folge spröde werden. Am besten merkt man das bei den Spritleitungen. Daher wurde mir hier im Forum mal der Tip gegeben die Leitungen zu entleeren wenn länger nicht geflogen wird - hab ich dann halt so gemacht - ob´s was bringt oder nicht weiss ich nicht.
Gratuliere übrigens zu dem Projekt - EC 135 von Schwing - sicher ein Hammermodell!
Michael.Nord
24.04.2005, 17:54
Hallo Alpenheli,
mittlerweile ist ein Jahr vergangen. Was kam denn nun letztendlich bei raus ?
War es tatsächlich Schimmel ?
Grüße, Michael
Alpenheli
25.04.2005, 18:22
Hallo Michael,
eigentlich kam nichts heraus. Was auch immer da in meinem Sprit drinnen ist / oder war hat sich in meinen genommenen Proben nicht mehr wesentlich weiter entwickelt.
Ich stelle in meinem Sprit immer wieder leichte Ablagerungen am Behälterboden fest und halte es jetzt aber einfach für irgendwelche Zusätze im Sprit, die sich langesam (und eigentlich in recht geringer Menge) absetzen. Da sich diese Ablagerungen auch bei mehrfach gefiltertem Sprit ergeben, gehe ich davon aus, dass es solche Zusätze sein müssen, die zuerst noch homogen mit dem Sprit vermischt waren.
Zu einem besseren Schluß bin ich leider nicht gekommen !
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