Vollständige Version anzeigen : Nerven in den Griff bekommen???
Ich hoffe meine Frage ist jetzt nicht total peinlich, vielleicht geht es aber jemandem genauso.
Ich würde sehr gerne mal Eure Erfahrungen wissen, ob Ihr das gleiche Problem habt oder hattet und wie Ihr das in den Griff bekommen habt.
Ich fliege schon seit einigen Jahren, bekomme aber einfach meine Nerven nicht in den Griff, ich bin einfach wahnsinnig nervös und meine Hände zittern richtig, das blockiert mich dermaßen, das ich auf dem Platz nur ungefähr 20% von dem fliegen kann was ich auf dem Simulator eigentlich im Schlaf kann.
Ich fliege die normale Fluglage perfekt, auch mit extremen Turns, kann die Rückenfluglage, komischerweise kann ich auf dem Rücken besser Turns fliegen als Rückwärts, Rollen und Loopings klappen am Sim astrein und sauber, in echt aber leicht gegurkt. Am Sim geht der Tic Toc, der Piroflip in der "zerlegten Übungsvariante", der Funnel aus dem Rückenflug.
Ich habe letztens das erste Mal versucht in einer Halle zu fliegen, das war ein Albtraum, totale Klaustrophobie, ich bin mit dem 450er beim Seitwärtsschweben runter und hab nur gezittert, das ärgert mich richtig.
Ich stürze oft bei absolut einfachen Situationen ab, meist im Zusammenhang mit der Fluglage, kurze Unsicherheit wie die Lage ist, dann Nervenflattern und totale Blockade, wie gelähmt und patsch. Meist brauch ich dann sogar einige Sekunden bis ich mich fange und den Notaus Knopf betätige, das Ritzel ist dann meist auch über den Jordan.
Gründe warum ich nervös bin gibt es eigentlich nicht, Angst das es was kostet muss ich nicht haben, ist immer etwas ärgerlich ok, aber wirtschaftlich ist ein Absturz für mich unerheblich, ich baue auch gerne, das entspannt total. Bin 43 J. im Finanzbusiness tätig treffe Entscheidungen wo es um richtig viel Geld geht, trotzdem bin ich an den Steuerknüppeln ein Nervenbündel wie ein kleines Kind.
Ok, die jüngeren Semester denken vielleicht nicht so viel nach und sind deshalb einfach cooler.
Will ich einfach nur zu schnell zu viel? Gibt es eine Übung, einen Weg an den man sich halten kann?
Also, liebe Hobbypsychologen, was gibts für eine Pille oder soll ich ganz einfach jedes mal ein Bier trinken um locker zu werden :)
Mehr und öfter real fliegen, ohne Zwang, dass man das, was am Sim klappt, sofort umsetzen muß. Flieg das was Du sicher kannst mit Spass, der Rest kommt von allein.
worldofmaya
24.01.2011, 07:58
Wäre auch mein Rat... mehr Praxis hilft sicher!
Ich würde auch den Simulator von der Sicht so schlecht wie möglich einstellen. Also Rotorfläche möglichst durchsichtig usw...
-Klaus
Mikewoofer
24.01.2011, 07:59
Wie mein Vorredner schon sagte geh mehr Fliegen ;)
Bei meinem 1. Lipo am Tag habe ich das auch ^^
Vor was hast du eigentlich Angst ??
Das du wen verletzt ?
Und du darfst dir keine Ziele setzten wenn du Fliegen gehst ;)
Flieg einfach drauf los der Rest kommt von ganz alleine .
Mir hilft es entweder wenn ich jemanden mithabe oder ich setzt mir meine Kopfhörer auf und zieh mir gleichzeitig Musik rein !
Und das Problem mit der Fluglage :
Probier mal eine andere Haube !
Vl. Tust du dir mit der Farbkombination schwer !
klarisatec
24.01.2011, 08:03
Hallo pmmkm (hast Du auch einen "richtigen" Namen?),
ich bin fast im gleichen Alter und sehe das Fliegen eher als Belohnung und nicht als Streßfaktor. Natürlich ist die Konzentration wichtig, wie immer. Doch zuviel des Guten bedeutet Zittern, Verkrampfen, Panik und Chaos.
Ich fliege hauptsächlich 90-ziger Helis und nur einen 450-ziger als "Funheli"... Ich persönlich finde die großen Helis wesentlich angenehmer, da die Fluglagenerkennung deutlich einfacher und entspannter ist und Du die Figuren mit deutlich mehr Abstand zum Boden fliegen kannst.
Wenn Geld nicht so die Rolle spielt könntest Du ja einen Zweitheli aufbauen (evtl. sogar etwas größer - für den Platz im Freien) - so hast Du immer einen "Ersatzheli" dabei....
Auch würde ich versuchen mich gedanklich vom Heli (und dessen Kosten) zu "verabschieden", das Geld also schon vor dem Flug "abzuschreiben". Wenn Du sorgfältig baust, Deine Heli´s vernünftig wartest, am Sim fliegen kannst und das Wetter in der Halle stabil ist ( :lol2: )- was soll passieren???
Genieße das Fliegen als Belohnung für´s Bauen, Einstellen - und wenn was passiert. So what: Erfahrung gesammelt, aufbauen - weiter geht´s...
Nehme Dir einfach für einen Flugtag nur EINE EINZIGE neue Flugfigur vor, die Du üben möchtest. Die planst Du vor Deinem Flug ein - evtl. übst Du die Routine auch schon am Sim. Auf dem Platz dann die Routine einfach "ablaufen lassen".
Gruß Markus
Auch ich stelle immer wieder fest, das viel "reales fliegen" die Angst nimmt. Ich trainiere vorallem nach einer Winterpause immer mal wieder auf einem Platz wo ich keine Zuschauer habe...das entspannt ungemein!
Gruss Lukacs
thrillwood
24.01.2011, 08:12
Hi.
Ich glaube das bei Dir die Angst nicht im finanziellen Verlust begründet ist, sondern Du dich zu sehr unter Druck setzt.
Aus dem Grunde glaube ich auch nicht, dass ein Zweitheli deine Probleme lösen würde. Ich denke einfach, dass Du aus deiner Natur heraus, dir vielleicht einfach zu hohe Ziele setzt.
Es ist immer die Frage, was die Antriebsfeder unseres Hobbies ist. Ist es in relativ kurzer Zeit möglichst viele komplexe Figuren lernen, oder ist es einfach die Entspannung des Fliegens in Kombination mit der Begeisterung für die Technik.
Vielleicht bist Du ja, so wie ich, mehr der Genuss-Flieger, der den Ausgleich zum Stress des Alltags in der Fliegerei sucht.
Mein Tipp daher: Fliege das worauf Du lust hast. Simulator und Real Life sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Ich bin mir Sicher, dass wenn Du dich weniger unter Druck setzt, viele Sachen von Alleine geschehen werden.
Moin Namenloser
Schwebe einfach bis es dir aus den Ohren raus kommt. Spätestens dann fängst du an auch mal hin und her zu fliegen. Dabei bleibste du bis dich dies nun zu tode langweilt. Dann gehst du zu leichten Achten über, etc.........
Das Geheimniss ist, vermutlich, dass du dir selber Druck machst.
Geh es laaaaaaaangsam an und geniesse das Schweben, etc.....
Have Fun:-)
Andreas
.......oder soll ich ganz einfach jedes mal ein Bier trinken um locker zu werden :)
Auch wenn sich jetzt wahrscheinlich wieder einige aufregen werden.......mach doch einfach wenn es dir hilft;)
Das Alter spielt da glaube ich eher keine Rolle, ich bin 46 und habe das mit der Aufregung eigentlich ganz gut im Griff, wobei mir ein chrash doch wirtschaftlich sehr weh tut und ich baue auch nicht gerne.
Ein Bekannter von mir hatte das gleiche Problem wie du.
Extrem nervös, besonders vor dem Fliegen.
Manchmal war er sogar froh wenn das Wetter so schlecht war, dass er nicht fliegen "musste."
Ich denke auch du solltest dir einen Piloten mitnehemen oder sogar mal Lehrer/Schüler versuchen, dass hat meinem Bekannten sehr geholfen!
Gruß Rainer
Charlie_D
24.01.2011, 08:32
...so wie Du dich jetzt kurz skiziert hast (also, von wegen Job und so...) dürftest Du nen Hang zur Perfektion haben. Die meisten Leute in leitenden- oder Positionen, wo "es um was geht", haben dies.
Es ist natürlich sehr schwer, da raus zu kommen - ich kenne das, das ist ein Teil der Persönlichkeit - aber probiers einfach! Das geht!
Ich fliege z.B. nur sehr gehemmt (...oder eher gar nicht...) wenn mein Bruder dabei ist. Wir kommen gut miteinander klar, ist jetzt sogesehen eigentlich kein Erfolgsdruck, aber ich kann einfach nicht.
Wobei ich wiederum öfters mit nem Kollegen unterwegs bin, da machts mir gar nix aus - wenn wir uns gegenseitig unsere Helis vor die Füße werfen, ist das zwar auch nicht toll, aber da hat keiner vor dem anderen irgendwelche "Panik" - wir haben irgendwie gegenseitig das Gefühl, dem anderen nix beweisen zu müssen...
Also, immer hübsch locker durch die Hose Atmen! :lol2:
Charlie
RoKo1986
24.01.2011, 08:34
Hi
Ich kann mich thrillwood nur anschliesen! Ich kann z.B. am Sim schon alle arten des Rundfluges und im realen bin ich noch beim Rückenrundflug. Habe mich am anfang auch etwas zu sehr unter druck gesetzt und wollte das ganze so schnell wie möglich erlernen aber das war die falsche einstellung. Ich habe mehr geschraubt und bin nie wirklich zum fliegen gekommen. Nach einer kleinen auszeit von ca 3-4 wochen habe ich dan wieder angefangen zu fliegn aber nur das was ich wirklich konnte und ohne Puplikum. Siehe da nach 10-15 Akkuladungen ist der Knoten aufgegangen. Ich fühle mich jetzt viel sicherer beim fliegen.
Also einfach mal hne Puplikum ganz ruhig fliegen gehen und nur das fliegen wo du dir wirklich sicher bist. Du wirst sehen das hilft ungemein.
LG Roman
Oli_Berlin
24.01.2011, 08:42
Hallo pmmkm (hast Du auch einen "richtigen" Namen?),
ich bin fast im gleichen Alter und sehe das Fliegen eher als Belohnung und nicht als Streßfaktor. Natürlich ist die Konzentration wichtig, wie immer. Doch zuviel des Guten bedeutet Zittern, Verkrampfen, Panik und Chaos.
Ich fliege hauptsächlich 90-ziger Helis und nur einen 450-ziger als "Funheli"... Ich persönlich finde die großen Helis wesentlich angenehmer, da die Fluglagenerkennung deutlich einfacher und entspannter ist und Du die Figuren mit deutlich mehr Abstand zum Boden fliegen kannst.
Wenn Geld nicht so die Rolle spielt könntest Du ja einen Zweitheli aufbauen (evtl. sogar etwas größer - für den Platz im Freien) - so hast Du immer einen "Ersatzheli" dabei....
Auch würde ich versuchen mich gedanklich vom Heli (und dessen Kosten) zu "verabschieden", das Geld also schon vor dem Flug "abzuschreiben". Wenn Du sorgfältig baust, Deine Heli´s vernünftig wartest, am Sim fliegen kannst und das Wetter in der Halle stabil ist ( :lol2: )- was soll passieren???
Genieße das Fliegen als Belohnung für´s Bauen, Einstellen - und wenn was passiert. So what: Erfahrung gesammelt, aufbauen - weiter geht´s...
Nehme Dir einfach für einen Flugtag nur EINE EINZIGE neue Flugfigur vor, die Du üben möchtest. Die planst Du vor Deinem Flug ein - evtl. übst Du die Routine auch schon am Sim. Auf dem Platz dann die Routine einfach "ablaufen lassen".
Gruß Markus
Ich schliesse mich dem an! Wenn Geld keine Rolle spielt kauf Dir einen zweiten Heli - möglichst 500er oder 600er. Fliegen sich einfach leichter...
Und flieg NICHT in der Halle... Lieber draussen und zuerst in 5-10 Meter höhe, da kannst Du den Heli dann noch abfangen wenn was schief geht.
mr.Tabaluga
24.01.2011, 08:59
Hallo
Ich glaube dieses Problem hast nicht nur Du sondern eigentlich fast alle Piloten.
Nur die würden hier nicht öffentlich darüber reden.
Es ist gut auch mal darüber zu sprechen. Ich übe auch am SIM und da kann ich eigentlich fast alles aber wenn die Realität mich einholt dann fehlt da doch schon so einiges. Das ist auch normal denn der SIM kann den echten Heli nicht annähernd ersetzen. Es ist nicht nur technisch nicht das Gleiche auch das Bild in deinen Kopf ist da ganz anders.
Mache dir einfach nichts draus und versuche locker an die Sache ran zu gehen auch wenn es schwer fällt.
Auch wenn es eventuell ein "kluger Spruch " ist, mache dich vor dem Start frei von jeden Zwängen und dann klappt es besser.
Nehme dir nicht so viel vor das Leben ist noch lang und du musst keinen was beweisen.
Grüße
Tabaluga :hallihall:
straesso
24.01.2011, 09:03
Hallo pmmkm,
mir geht es oft ähnlich wie Dir - auch wenn die Hände nicht zittern ;) Nach einem schweren Absturzt in der Vergangenheit, bei dem zwar keine Person zu schaden gekommen ist aber in meinen Gedanken zu Schaden hätte kommen können, bin ich oft besonders verkrampft, angespannt und blockiert.
Ein wichtiger Tipp, der hier bereits genannt wurde: fliege so oft Du kannst um Erfahrungen zu sammeln und Dich sicherer zu fühlen. Fliege OHNE Anspruch - und wenn Du einfach nur vor Dir hin und her fliegst. Irgendwann wird es langweilig und Du machst automatisch mehr. Im Simulator fliege ich auch völlig sicher und um gefühlte 10 Klassen besser als in der Realität.
Zusätzlich arbeite ich mit Entspannungsübungen, Selbsthypnosetechniken und einigem mehr. Falls Du etwas darüber wissen möchtest, oder Dich einfach mal telefonisch austauschen willst, schicke eine PN. Vielleicht können wir uns gegenseitig helfen.
Viel Spass beim Fliegen!
PS: es gibt recht viele, die eigendlich Freude am Fliegen haben aber trotzdem übermässig angespannt sind.
Olaf
gerdvonrunkel
24.01.2011, 09:13
Hallo pmmkm
Ich kann mich meinen Vorschreibern in fast allen Punkten nur anschließen.
Mein Freund Stefan Reusch hat mir mal gesagt,"fliegen lernt man nur beim fliegen"
Der Sim hilft mehr beim Training der Steuerreflex.
Er sagte auch mal ,"richtig fliegen kannst du erst wenn dir der Heli so ziemlich sch....egal ist, und es dir nur ums fliegen geht," deshalb hatte ich mir einen zweiten Heli zusammen gebaut, und LMAA Heli auf die Haube gepinselt.
Bei mir als Scaler ist das fliegen , so sagt man, nicht wild, aber normalen Kunstflug sollte man auch schon können, alleine schon um den Heli aus einer nicht gewollten Fluglage besser retten zu können. und dann zittern mir auch mal die Knie.
und zu dem Thema Fluglagenerkennung
Ich habe mir die Blattspitzen der Rotorblätter nur auf der Oberseite mit Leuchtorange markiert.
So sieht man immer ob du den Heli von Oben, oder von Unten siehst.
Das hat mir sehr geholfen
Also :fliegen fliegen fliegen fliegen fliegen.:lieb:
Gruß Gerd
Evtl. ein HC3-SX einbauen? Ich will keine Werbung machen, aber die Rettungsfunktion gibt schon Sicherheit!
Ansonsten hilft bei mir nur fliegen und wieder fliegen...
Lg Vinc
Evtl. ein HC3-SX einbauen? Ich will keine Werbung machen, aber die Rettungsfunktion gibt schon Sicherheit!
Ansonsten hilft bei mir nur fliegen und wieder fliegen...
Lg Vinc
Über den HC3-SX habe ich auch grad erst ein sehr guten Bericht gelesen in der RC-Heli-Action, habe auch schon überlegt mir mal einen zum testen zu kaufen -_-
Ich habe allerdings auch ab und an mal solche Probleme das ich nichts gebacken bekomme allerdings geht das einigen bei uns im Verein so, ich denke es ist einfach so das man mal schlechte und mal gute Tage hat.
Hi,
meine Vorredner haben schon so ziemlich alles erwähnt.
An Deiner Stelle würde ich nicht in der Halle fliegen, Du nimmst die Wände und Decken als Begrenzung wahr und Dein Unterbewusstsein lässt Dich einfach nicht so steuern, wie es ohne Hindernisse der Fall wäre.
Suche Dir für Deine Flüge am Besten eine freie Fläche ohne Hindernisse.
Ist bei dem derzeitigen Wetter schwierig...
Gruß Jan
TheoHeli
24.01.2011, 10:28
Hallo Pmmmmmkkkkk :-)
Mir ging es genauso. Am SIM alles OK und draussen das große Nervenflattern. Bei mir hat mehr reales fliegen geholfen. Beim 450er ist der finanzielle Schaden eher klein und ich habe mich gezwungen locker zu schweben. Das entspannt ungemein.
Der Rest kommt durch reales fliegen, eine Figur pro Akku. Mehr bringt es nicht und sorgt nur für mehr Verspannung. Am Anfang habe ich versucht das Fliegen zeitmäßig irgendwo reinzuquetschen. Geht gar nicht! Absturz vorprogrammiert!!
Nimm dir die Zeit (als Familienvater mit stressigem Job weiß ich wie schwer das ist!!!). Alles andere sorgt nur für Frust.
Gruß
Theo (auch 43er) ;-)
Vieles ist hier schon gesagt worden.
Hast du schon mal in dich reingehört, woher deine Angst kommt?
Ist es die Angst vor einem Absturz?
Ist es Angst vor evtl. Verletzungen, falls du dich verknüppelst und du selbst oder jemand anderer dann mit dem Heli in Kontakt kommen könnte? (Hast du hier schon negative Erfahrungen gemacht?)
Ist es Angst, eine angestrebte Figur nicht hinzubekommen, zu versagen?
Ist es Angst vor einem unerwarteten technischen Gebrechen des Helis? (Hast du hier schon negative Erfahrungen gemacht?)
Ist es Angst, den Heli nicht richtig unter Kontrolle zu haben oder nicht richtig unter Kontrolle zu bekommen?
Welche Angst ist es sonst oder vielleicht auch noch, die nicht angeführt ist?
Spürst du die Angst immer gleich? Oder ist sie unterschiedlich stark, z.B. wenn du was bestimmtes versuchen willst, aber nicht sicher bist...
Wie ich aus den Beiträgen und auch an mir selbst sehe hat/hatte jeder mal mehr oder weniger Angst/Nervenflattern/Nervosität beim fliegen.
Ich fliege erst seit ca. 1/2 Jahr und bin immer noch mehr oder weniger aufgeregt beim fliegen.
Das ist aber auch immer etwas unterschiedlich und auch von der Tagesverfassung abhängig.
Wenn ich mir vornehme, was neues zu versuchen steigt die Nervosität auch nicht unerheblich an.
Ich handhabe das so, dass ich mir das, was ich fliegen will mal im Kopf durchdenke und dann versuch ich's einfach.
Wenn ich aber merk, dass ich mich dabei einfach zu unwohl fühle, dann lass ich's lieber bleiben und flieg einfach nur was ich schon kann. Dabei entspanne ich mich dann auch wieder besser.
Beim fliegen merkst du ja vielleicht selbst, an welchen Stellen du dich vielleicht unsicher fühlst.
Woher kommt diese Unsicherheit? Beherrschst du die dann geflogene Figur vielleicht noch nicht ganz 100%ig, hast Angst hier zu verknüppeln/einen Fehler zu machen? Wenn ja - warum und an welcher Stelle?
Versuch vielleicht, genau diesen Teil konkret zu üben, je öfter du dich dazu überwindest, desto besser, dann wird das Vertrauen in dich daran wachsen.
Aber vielleicht beantwortest du mal die Fragen, worin deine Angst begründet ist, daraus kann sich dann weiteres ergeben...
Christoph Lipinski
24.01.2011, 11:13
Hi,
es ist noch eine Möglichkeit, deine ( meine ;) ) Angst abzuschalten:
LEHRER - SCHÜLER - KABEL:yes::yes::yes:
Da in diesem Moment bis du wirklich frei, weil man dich immer retten kann.
Das tut so richtig gut, dass du dich endlich traust ALLES ausprobiern, was du am Sim kannst, weil... das Kabel saugt dein Angst WEG !!! Kostet zwar Geld ( für dich gut investiert:yes: ), aber deine Crashs auch + Frust...
Probier aus, sonst wirst du nie wissen...
Gruß und :cool:
Christoph
lars-richter
24.01.2011, 11:31
Hallo,
Ich kann nur aus meiner Sicht das versuchen wieder zu geben. Das berufliche Umfeld spielt eine große Rolle finde ich. Wie die Arbeitswoche / Privates verläuft und unter was für einen druck ich nennen es mal so, selber steht oder sich macht. Es ist leicht gesagt dass man die Arbeit auf der Arbeit lassen soll aber, ab und zu erwischt man sich doch und denkt auf dem Sofa abends noch darüber nach. Oder man hat Zeiten wo es bis spät in die Nacht geht um was fertig zu bekommen. Ergo wieder unregelmäßiger schlaf und essen. So dann ab ins Wochenende fix die Sachen packen und ab auf den Platz „Abschalten“. Wieder das gleiche. Vorsatz heute wird geflogen da muss ein Akku nach den anderen durch. So 10 min später Kiste in der Luft und nix geht. Die Wut kommt und die Zweifel. Kann doch nicht sein muss doch! Was ist denn nun los? Mit ach und krach Kiste auf dem Boden. So der Tag ist durch vom Kopf. Wenn wir mal ehrlich sind erging das jedem so. Ich kann nur sagen, das bei mir das Erlernen des Rundflugs ich so konzentriert war das wenn ich Blutspenden hätte müssen nix raus gekommen wäre. Der Ehrgeiz und das neue machten einen ruhiger und man flog sauberer evtl. durch die Angst. Mit mehr können kommt die Routine und man hat wieder mehr Zeit zum Denken an andere Sachen oder Labert mit Kollegen( kann auch helfen). Wer von uns denkt noch an das Kuppel beim Autofahren? Man schwelgt in Gedanken beim Fahren. Bei den machen ist es doch so das der Tag so ausschaut 60% Labern und Spaß 40% Fliegen. Wenn es nicht ist, dann lass es. Geh auf dem Platz pack die Kiste aus zum Lüften. Hab Spaß mit deinem Umfeld. Nicht mehr und weniger. Das bringt dir mehr denke ich. Die Lust kommt von alleine und es klappt. Natürlich helfen die kleinen „Helferlein“ (HC usw.)einen und wenn es damit klappt prima ist doch egal ob sinnvoll oder nicht. Wichtig nur die ruhe und die Geduld. Wir sind nicht auf der Arbeit oder bei Wettkämpfen. Wir müssen uns nichts beweisen. Jeder in seinem lern Tempo. Ok ein bisschen ist super das spornt einen an weiterzukommen. Ja und wenn ich nicht fliegen kann, wenn zu viele auf dem Platz sind komme ich paar min eher und flieg die ersten Akkus durch, nach denen ist doch eh alles in Butter wenn nicht Matte raus und ab in die Sonne. Hoffe die kommt bald.
In diesem Sinne
Lars
joe_roemer
24.01.2011, 11:33
Bin 43 J. im Finanzbusiness tätig treffe Entscheidungen wo es um richtig viel Geld geht, trotzdem bin ich an den Steuerknüppeln ein Nervenbündel wie ein kleines Kind.
Das liegt daran, daß es bei diesen Entscheidungen im "Finanzbusiness" immer um das Geld ANDERER Leute geht (vgl. das Jahr 2008), der Heli aber Dein eigener ist:lol::lol::lol2::lieb:
Nix für ungut, der musste raus.
Mir geht auch regelmäßg der K.ckstift, mir schlottern schon die Knie auf dem Weg zum Flugplatz und manchmal möchte ich einfach nur wieder nach Hause fahren.
Meistens legt es sich aber nach 3-4 Akkus und dann möchte ich gar nicht aufhören.
Beim realen Fliegen verzweifel ich auch manchmal an Situationen, die ich am Sim aus dem ff beherrsche.
Die Angst vor finanziellen Einbußen beim Absturz habe ich nicht, es ist der Absturz an sich der mir Angst macht. Tut halt weh...
Gruß, Alex
straesso
24.01.2011, 11:45
LEHRER - SCHÜLER - KABEL:yes::yes::yes:
Hi,
Lehrer-Sch?ler hat bei mir leider gar nicht geholfen: da ich ja wusste, das ich absolut sicher bin, hatte ich keine Angst und konnte somit auch nicht an ihr arbeiten.
viele Gruesse Olaf
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Nun ja,
ich fliege auch seit einigen Jahren Heli und mache seit ca. 20 Jahren Flächenflug.
Mein Flugstil beim Heli liegt so irgendwo zwischen F3C und soft 3D.
Andere Kollegen haben mit mir zusammen das Helifliegen angefangen und haben das gleiche Problem wie Du. Die fliegen so leidlich rund, danach versagt das Nervenkostüm.
Die haben sich anfangs aufgrund der überall auftauchenden 3D Kasperle Videos selbst unter Druck gesetzt und das war eher kontraproduktiv.
Im Endeffekt haben sie dann irgendwann mal eingesehen, dass das alles keinen Sinn macht und fliegen jetzt das, was sie können. Einige machen halt langsame Fortschritte bei anderen geht es etwas schneller.
Und einige sind damit zufrieden, dass Sie saubere Rundflüge und Schwebefiguren machen können.
So what - wo ist denn das Problem. Ist auf jeden Fall nervenschonender und ergibt beim Hobby den richtigen Effekt, nämlich Entspannung auf dem Modellflugplatz...
Gruss
Hans-Willi
Mitch1970
24.01.2011, 11:50
Hi,
ich fliege seit letztem Jahr Mini Titan und war so Ende September bei schnellen 8ten, Stallturns und Rückenschweben. Jetzt habe ich Anfang Januar einen Beam e4 aufgebaut und bin damit bis jetzt 10 Akku´s geschwebt und mal ganz unsicher langsame 8ten geflogen. 3-4 Flips habe ich dann auch geschafft. Das liegt nicht nur am neuen (schnelleren) Modell, sondern einfach auch daran, das ich 2-3 Monate im Winter gar nicht in real geflogen bin. Macht mir aber gar nix aus, wieder langsam reinzukommen, obwohl die Kollegen richtig 3D reinhauen. Es fallen halt keine Meister vom Himmel, sondern nur die Heli´s :unsure:
Seit letztem Jahr weiss ich - es wird mit jedem geflogenen Akku wieder besser.
Gruß
Mitch
Ich habe auch noch einen Tipp der dir vielleicht helfen könnte: Kauf dir noch einen kleineren Heli! Ruhig auch einen FP den du im Kopf nicht so richtig ernst nimmst.
Ich meine das so: mit seinem "Hauptheli" will man ja irgendwie immer besonders gut fliegen. Während mit den kleinen einfach nur irgendwie mal ne Abkühl- oder Ladephase zu überbrücken ist. Und, zumindest geht es mir als Anfänger so, mit den kleinen gehe ich dann einfach mit ordentlich Speed ran und übe ein wenig das Heranholen aus großer Geschwindigkeit oder für mich schwierigen Fluglagen (was bei mir fast alle sind ;) ).
Und ich bin damit weniger nervös und fliege auch besser. Warum weiß ich nicht. Aber es fällt mir halt auf.
Allerdings wenn ich ehrlich bin: Ich genieße die Nervosität schon auch. Sie ist ein wichtiger Bestandteil für mich.
Gruß Heinz
Nervenflattern kenn ich - aber ich weiß woher es kommt - bin Anfänger und es kostet mein Geld. Und in der Halle sind es die Wände die mir Angst machen aber da hilft nur üben üben üben und nichts überstürzen
:-)
Gruß Craxler
Was ich auch ganz gut finde...
Mach mal am Sim 2-3 Sekunden die Augen zu (knüpple während dieser Zeit umher), öffne danach die Augen wieder und versuch dann den Heli wieder abzufangen.
Baue dieses Vorgehen regelmässig in Dein Sim-Training ein und Du wirst sehen, dass gibt Dir richtig Selbstvertrauen in Deine Künste :hallihall:
Gruess
Renzo
Zur Frage,
hatte das auch und es gab nur einen Weg. Fliegen bis zum abwinken. Auch unter der Woche nach der Arbeit und am wochenende sowieso. Irgendwann dann (man merkt es gar nicht direkt) ist "es" weg und plötzlich fällt es einem auf. ;D
zweisonnen
24.01.2011, 12:54
Hi,
bin auch blutiger Anfänger. Habe jedesmal Angst ohne Ende, schon beim losfahren.
Wenn ich ausgepackt habe und lsogeflogen bin, merke ich, wie gut ich drauf bin. Erst mal ne Runde schweben, daraus wird dann hin- und herschweben, und daraus (seit meinem letzten Flug *fg*) auch ne Acht (zumindest als Acht erkennbar :) )
Angst ist immer da und ich hab sogar schweissnasse Hände nach jedem Akku!
Am besten fliege ich, wenn mir der Heli scheiss egal ist und ich einfach nur reagieren, hatte ich beim letzten Flug bemerkt, dann klappts einfach
Charlie_D
24.01.2011, 13:06
Ich habe auch noch einen Tipp der dir vielleicht helfen könnte: Kauf dir noch einen kleineren Heli! Ruhig auch einen FP den du im Kopf nicht so richtig ernst nimmst.
Huhu!
Also, das mit FP halte ich für Kontraproduktiv, da man da vielleicht "besser" fliegt, es aber nix oder nur wenig mit nem CP Heli zu tun hat.
Allerdings, "kleinerer Heli", ja, da ist was dran!
Ich hab mir jetzt auch nen 500er Rex noch zusätzlich zugelegt, weil ich vor meinem 600er doch ziemlichen Respekt habe.
Keine Frage, der 600er ist eigentlich perfekt - schön ruhig, nicht hibbelig, er liegt auch wirklich schön satt in der Luft. Allerdings wenn das Ding ein paar Meter vor mit steht, und ich leg den Motorhold-Schalter um, krieg ich den zitterer an den Hebeln.
Beim 450er ist das mittlerweile so gut wie gar nicht mehr der Fall, aber der is halt doch recht unruhig.
Und der 500er hat z.B. für mich so irgendwie genau die Richtige Größe. Groß genug, um ihn gut zu sehen, groß genug um halbwegs ruhig zu sein, aber klein genug um davor keinen Schiss zu haben.
Zugegeben, ich bin ihn noch nicht geflogen, der ist am Wochendende erst fertig geworden, aber so alleine von den schieren Ausmaßen macht der irgendwie ein gutes Gefühl...
Charlie
Hallo,
ich möchte besonders das von straesso und humai gesagte unterstützen (obwohl viel fliegen etc. sicher auch was bringen kann). Hier solltest du ansetzen! Etwas Nervosität ist ganz normal und manchmal auch hilfreich, aber bei Dir ist es zu viel.
Die erste Frage ist also (wie schon geschrieben): was ist es genau, wovor Du Angst hast?
Die zweite Frage: wann kommt die Angst? Schon beim Gedanken "heute geh ich fliegen", beim Packen der Sachen, wenn der Heli startbereit gemacht wird...
Wenn Du das herausgefunden hast, kannst Du ansetzen.
Ich möchte Dir hier das Buch "Mentales Training" von Hans Eberspächer empfehlen. Er ist Professor an der Uni Heidelberg und beschäftigt sich mit den mentalen Vorgängen und deren Steuerung beim Sport. Vorrangiges Ziel ist zwar die Leistungssteigerung bzw. die konstante Leistungserbringung, aber es sind einige für deine Situation sehr hilfreiche Mechanismen beschrieben.
Beispielsweise ist kein großer Unterschied in Bezug auf die mentale Belastung zwischen einem Tennisaufschlag beim Stand von 6:6 und deiner Situation. Letztlich lässt sich jede Nervosität auf eine Versagensangst bzw. die Angst zu verlieren runterbrechen. Bei Dir bedeutet "verlieren" eben Absturz.
Was Dir vielleicht helfen könnte sind Entspannungsübungen direkt vor dem Flug. Also Heli + Sender bereit, aber statt Pitch geben - Pause. Augen zu, Atemübungen. Dann dein Flugprogramm in ECHTZEIT gedanklich durchgehen. Am Anfang ein kurzes, mit ausschließlich sicheren Figuren. Dann schrittweise ausdehnen.
Das geht aber nicht ohne Vorübungen. Alleine die Zeitsynchonisation zwischen dem gedanklichen Ablauf und dem echten ist eine Herausforderung. Wer will, kann das mal versuchen: stellt auch gedanklich vor, ihr holt ein Glas Wasser. Vergleicht die Zeit mit dem echten Vorgang. Sie wird wahrscheinlich nicht übereinstimmen. Bei Ungeübten kommen noch andere Phänomene dazu. Z.B. können sich Schleifen einstellen (man dreht gedanklich den Wasserhahn mehrmals auf) und der Ablauf ist unterbrochen.
Ganz andere Methode: flieg den Hubschrauber absichtlich kaputt und sag Dir: "Na also, genau das wollte ich. Klappt doch!" ;)
Viel Erfolg und lass uns wissen, wie es weitergegangen ist.
Viele Grüße,
Kai
Also, das mit FP halte ich für Kontraproduktiv, da man da vielleicht "besser" fliegt, es aber nix oder nur wenig mit nem CP Heli zu tun hat.
Ich dachte halt wenn er eh schon 3D übt gehts ja nicht mehr ums grundsätzliche Beherrschen. Und wie du ja auch zeigst haben die meisten hier vor nem FP mal so gar keinen Respekt. Daher mein Vorschlag.
Huhu!
Also, das mit FP halte ich für Kontraproduktiv, da man da vielleicht "besser" fliegt, es aber nix oder nur wenig mit nem CP Heli zu tun hat.
Allerdings, "kleinerer Heli", ja, da ist was dran!
Ich hab mir jetzt auch nen 500er Rex noch zusätzlich zugelegt, weil ich vor meinem 600er doch ziemlichen Respekt habe.
Keine Frage, der 600er ist eigentlich perfekt - schön ruhig, nicht hibbelig, er liegt auch wirklich schön satt in der Luft. Allerdings wenn das Ding ein paar Meter vor mit steht, und ich leg den Motorhold-Schalter um, krieg ich den zitterer an den Hebeln.
Beim 450er ist das mittlerweile so gut wie gar nicht mehr der Fall, aber der is halt doch recht unruhig.
Und der 500er hat z.B. für mich so irgendwie genau die Richtige Größe. Groß genug, um ihn gut zu sehen, groß genug um halbwegs ruhig zu sein, aber klein genug um davor keinen Schiss zu haben.
Zugegeben, ich bin ihn noch nicht geflogen, der ist am Wochendende erst fertig geworden, aber so alleine von den schieren Ausmaßen macht der irgendwie ein gutes Gefühl...
Charlie
Ich habe ja auch immer Flugangst wenn ich mit meinem 600er Nitro Rex unterwegs bin. Ich hatte vorher keinerlei Erfahrungen, außer 20 Flugstunden am Sim und dann gleich mal das Riesending angelassen und geschwebt :hollau:.
Bisher bin ich etwa 20mal geflogen und habe einen 5l Kanister leer gemacht ohne Abstürze.
Meine Angst ist eindeutig festzumachen, nämlich dass sich eine unbekannte Fluglage einstellt und mir das Ding abstürzt. Da ich den Heli gebraucht gekauft hatte und der bereits eingestellt war, macht sich bei mir ebenfalls die Angst breit, dass ich den nie wieder zusammen bekomme ::).
Da ich aber letzte Woche erst wieder fliegen war und gemerkt habe, wie viel Spass das Fliegen macht, habe ich mich direkt entschieden mir direkt nen 700er zu holen und diesen mit dem HC3-SX auszustatten. Mit dem integrierten Horizontal-Modus hoffe ich, meine Angst zu überwinden und rasche fliegerische Fortschritte zu machen.
Ich bin äußerst gespannt ob sich das ausgeht.
AndiGilles
24.01.2011, 15:49
der Unterschied bei Dir zwischen Sim und Realfliegen (Halle und draußen): beim Realfliegen schauen Dir die Leute zu. Ich glaube, dies ist der Punkt, der Dir Stress bereitet. Jetzt meinst Du, mit tollen Manövern zeigen zu MÜSSEN, was Du kannst. Dieser Druck ist tödlich.
Die Abhilfe ist leicht: lies Dir die bisherigen Antworen durch und erkenne, dass Nervösität VÖLLIG normal ist, JEDER kennt dies zittrige Gefühl und KEINER erwartet irgendetwas von Dir. Rede einfach mal mit deinen Flugkumpels darüber und Du wirst wie hier sehen, dass dies stimmt.
Und denke daran, Du fliegst nur für DICH, weil es DIR Spass macht, egal was andere sagen oder denken könnten.
In dem Sinne entspanntes Fliegen und
ebenfalls zittrige Grüße
:hallihall:
Andi
Ich habe ja auch immer Flugangst wenn ich mit meinem 600er Nitro Rex unterwegs bin. Ich hatte vorher keinerlei Erfahrungen, außer 20 Flugstunden am Sim und dann gleich mal das Riesending angelassen und geschwebt :hollau:.
Bisher bin ich etwa 20mal geflogen und habe einen 5l Kanister leer gemacht ohne Abstürze.
Meine Angst ist eindeutig festzumachen, nämlich dass sich eine unbekannte Fluglage einstellt und mir das Ding abstürzt. Da ich den Heli gebraucht gekauft hatte und der bereits eingestellt war, macht sich bei mir ebenfalls die Angst breit, dass ich den nie wieder zusammen bekomme ::).
Da ich aber letzte Woche erst wieder fliegen war und gemerkt habe, wie viel Spass das Fliegen macht, habe ich mich direkt entschieden mir direkt nen 700er zu holen und diesen mit dem HC3-SX auszustatten. Mit dem integrierten Horizontal-Modus hoffe ich, meine Angst zu überwinden und rasche fliegerische Fortschritte zu machen.
Ich bin äußerst gespannt ob sich das ausgeht.
Wenn Du beim 600er noch Muffensausen bekommst, dann lass das mit dem 700er sein und warte bis Du den 600er einigermaßen beherrscht. Das HC3-SX ist kein Allheilmittel und auch kein Antigravitationgürtel.
lg
Christoph Lipinski
24.01.2011, 16:05
Fakt ist, wenn man so viel Angst hat und Jahre es mitschlept, ist schwierig mental einfach loszulassen...weil man sich eben NICHT traut...
Bei kritischen Momenten versteifen von Angst die Finger, man weiss nichts, so gedanklich versteif ist man, schnell passiert blöde Crash, obwohl man den locker verhindern hätte, wenn der hölische Angst NICHT mitfliegen würde ! Also Kreislauf...
Um diese " Gewicht" zu entkoppeln, braucht man eine Erfahrung zu machen: wie ist das OHNE Angst zu fliegen ??? Das ist mmn nur mit gutem Lehrer am Kabel zu machen. Vielleicht passiert das nicht sofort, aber glaube mir, viel schneller, als sich einreden zu wollen, o wie ist das schön... nicht für ungut Jungs:lieb:
Wenn DU dann endlich das Erkenntnis hast, weil DU die Erfahrung gemacht hast, dann wirds für dich vieeeeeeel einfacher :yes::yes::yes:
Gruß
Christoph
m.a.r.t.i.n
24.01.2011, 16:12
Ich bin nervöser wenn Leute zuschauen und bei den 1. Akkus.
meine Tipps:
-) wenn möglich alleine Fliegen, es sei denn dir kann jemand helfen
-) viele Flüge hintereinander machen. bei den 1sten bewusst zurückhalten und nur die sichersten sachen Fliegen. -> Erfolgserlebnisse sammeln. Es geht nur darum Vertrauen in dich und ins Material zu sammeln. Viele machen sich im Flug fertig: "Scheiße der klingt komisch", "was war das jetzt für ein Zucker" usw...
-) übe am Simulator ein Programm - also mehrere Figuren in Folge und flieg das dann nach.
-) höre während dem Fliegen auf deinen Puls und die Adrenalinschübe. Wenn du nervös wirst dann zurück in die sichere Schwebeposition oder sogar landen bis die Konzentration wieder zurück kommt.
lg
Martin
Also wie gesagt, ich hatte das gleiche 2004 und ein 3 facher Deutscher Meister
der neben mir stand meinte...
" also das, das musst du sofort abstellen, so schnell wie es geht"
... meine Antwort "und wie ?".
.. Er "da hilft nur eins...fliegen fliegen fliegen".
Recht hatte er und er muss es ja wissen ;D
es hat geholfen bei mir und auch als mal vor dieser Meute fliegen musste hatte ich keine Angst mehr. Waren nur knapp 4000 Leute und ich war der einziste Helipilot da. Ausser die von der Bundespolizei.... :hollau: aber der war ja echt.
Rossi 46
24.01.2011, 16:41
Bei mir war der Ergeiz stärker als die Angst,wollte umbedingt Heli fliegen erlernen!
Bin so oft wie möglich fliegen gegangen,Heli morgens ins Auto gepackt,vor der Arbeit geflogen danach geflogen nur fliegen,das ist das Rezept!
Es macht einfach nur Spaß das Heli fliegen...!
Uwe Caspart
24.01.2011, 16:49
In deinen Synapsen hast du gespeichert, dass es nicht geht.
Diese "Programmierung" gilt es zu ersetzen.
Am einfachsten im Lehrer/Schüler Betrieb, etwas komplizierter mit Übungen, in denen deine Blockaden "versteckt" sind.
In dem Punkt sind wir wie Laborratten. Drei mal gelbes Licht und Elektroschock, und schon zucken wir bei gelbem Licht zusammen;)
E-king 3
24.01.2011, 16:50
der erste flug am tag ist für mich auch immer wieder eine herausforderung, da bin ich auch jedes mal total verkrampft, das sieht man dann auch beim fliegen ;D
danach wirds dann eigentlich von mal zu mal besser...
----------> achtung selbstüberschätzung :lol:
ich denke ohne nervenkitzel wäre fliegen nur halb so schön ;)
gehört einfach dazu und wenn du lange genug erfahrung gesammelt hast und lange genug fliegst wird sich das denke ich auf einen normalen pegel reduzieren und du kannst das fliegen voll und ganz genießen ohne zu verkrampfen :lieb:
in diesem sinne, mach dich locker und flieg des spaßes halber ;)
WOOOW,
ich bin ja völlig überwältigt, mit so vielen Antworten hätte ich ja niemals gerechnet.
DANKE, DANKE, DANKE, DANKE, DANKE Ihr seit wirklich eine tolle Community :cool:
Also erst mal das vorstellen nachholen, Peter heiß ich :)
Die ganzen Antworten waren für mich schon mal sehr ergiebig, bei manchen konnte ich auch herzhaft lachen, Danke auch dafür, am besten fand ich den Vorschlag den Heli einfach mal mit Absicht runter zu hauen und mir zu sagen Ok, das ist es doch was Du wolltest :lol2: ....oder die Begründung weil es ja hier um meine Kohle geht und nicht OPM (other peoples money), auch sehr geil :);D
Aber um ernsthaft auf die Frage einzugehen vor was ich Angst habe, ist dies ganz einfach erklärt, eigentlich vor nichts, sicher davor das er abstürzt, einen wirklichen Grund, habe ich aber eigentlich nicht. Das bauen liebe ich, hat auch dazu geführt das ich die Helis mittlerweile perfekt verstehe, erst wenn Du ihn zum xten Mal zusammengebaut hast kannst Du auch hier besser werden und immer wieder Dinge verbessern, sich zu "belohnen" mit einem schönen Teil ist auch immer etwas was Spaß macht.
Bis zu einem gewissen Grund ist es sicher auch eine Charakter-Sache, die man auch im Job oft hat, man setzt sich sehr hohe Ziele und versucht diese zu erreichen. Dazu setzt man sich auch entsprechend unter Druck. Ohne Adrenalin keine richtige Aufmerksamkeit
Wenn man Zuschauer hat und es "zeigen" will ist das wieder und noch mehr Druck, ganz klar. Das "einsame" fliegen deshalb wieder etwas was den Druck heraus nimmt.
Ich geh auf den Platz, mache ein paar 8ten und dann die erste Rolle und einen Looping, wenn die Rolle zu eckig oder mit viel verlorener Höhe nicht so klappt wirst Du schon nervös, ich will dann aber ja noch die anderen Sachen alle üben die ich auch so "kann", (oder auch nicht) und schon setz ich mich selbst unter Druck.
Bei allem Druck und Angst und alles, muss ich dennoch sagen das ich diesen "Stress" als positiven "Stress" sehe, die "wirklichen" Probleme die man so im Leben hat vergißt Du völlig, insofern ist es ein dermaßen starkes, tolles Hobby.
Und natürlich habe ich ja nicht nur Abstürze, die Tage wo ich mit heilem Material heim gehe sind oft so tief befriedigend und machen so viel Spass.
Also den Druck heraus nehmen und sich mal einen genauen Ablaufplan zu erstellen, wirklich nur "eine" anspruchsvollere Figur üben, das ist schon mal das was in die richtige Richtung geht.
Und klar, üben,üben,üben und so viele Stunden wie möglich zu fliegen ist sicher auch wichtig, das finde ich ja eigentlich auch ganz cool bei diesem Hobby, den Heli im Kofferraum und wenn ich irgendwo bin, ne Wiese suchen und los geht´s.
Das mit der Halle muss ich noch erzählen, wir hatten einige Tage vorher geplant in die Halle zu gehen, ich hab jeden Tag am Sim geübt den Heli in der Halle auf den Rücken zu legen, ich hab mir das GANZ FEST vorgenommen und hatte schon richtig Panik wo ich auf dem Weg zur Halle war, als er endlich runter gedotzt ist war ich richtig froh das der Druck weg war, .....geil oder :lol2:
Die Idee mit einem Lehrer zu fliegen finde ich auch ganz interessant, auf jeden Fall mal Wert zu probieren.
2 Helis sollte man mindestens haben, das sehe ich auch so, ich habe ja jetzt den 450er und den 500er, das ist auf jeden Fall schon auch wichtig das man immer was zum fliegen hat, haut es einen tatsächlich runter, fällt das fliegen nicht völlig aus, man muss nicht tagelang Pause machen, einfach den anderen Heli nehmen etwas zurückstecken und wieder langsam machen.
Wow, komme wir vor wie auf der berühmten Couch. :)Ich werde das mal alles so probieren und darüber nachdenken. Auf jeden Fall bin ich jetzt schon zuversichtlicher das ich nicht doch irgendso ein Psychopath bin ;).
Und klar, werde ich berichten.
NOCHMAL, Vielen Dank für Eure Anteilnahme und Unterstützung. :lieb:
Viele Grüße
aus dem leider recht fluguntauglichen Süden Deutschlands
(nähe München)
Peter
Vielleicht kann man sich ja im Frühjahr mal treffen (komme aus Regensburg). Dann kannst du mir mal beim Schlottern zuschauen. Und das beim Schweben ... nicht etwa bei einem Loop oder ner Rolle O.o ;)
Gruß Heinz
Die Situation das einem die Nerven beim Fliegen blank liegen, man sich aber um die Finanzierung eines Absturzes überhaupt keine Gedanken machen muss finde ich eigentlich nicht ganz so schlimm wie wenn das umgekehrt ist.... :hollau:
Ich wünsch dir natürlich das du deine Nerven in den Griff bekommst, aber die die sich für dieses schöne Hobby ihre Helis ersparen müssen und dann einen Absturz haben tun mir mehr leid. :tatsch: -_-
...... fliege die normale Fluglage perfekt, auch mit extremen Turns, kann die Rückenfluglage, komischerweise kann ich auf dem Rücken besser Turns fliegen als Rückwärts, Rollen und Loopings klappen am Sim astrein und sauber, in echt aber leicht gegurkt. Am Sim geht der Tic Toc, der Piroflip in der "zerlegten Übungsvariante", der Funnel aus dem Rückenflug. :)
Mann, deine Probleme möcht ich haben, ich kann nur einen Bruchteil davon !
Aber :
1, Warum setzt du dich so unter Druck ? Isses noch Hobby oder willst du auf ne Meisterschaft ?
2. Wenn du nur einen Hast, deck dich mit Ersatzteilen ein und/oder nem Zweiten, nix iss schlimmer als wenn wochenlang nix geht. Das macht Angst vor nem Crash.
Ich hab von jedem Heli mind einen kompletten 2. Kit da.
3. Du schreibst es selbst . fliegen, fliegen , fliegen - Hast du genug Akkus& Laderkapa dafür ?
4. auf der "Berühmten " Couch wirst du nix lernen.
5.Zitat von Uwe : In deinen Synapsen hast du gespeichert, dass es nicht geht.
Diese "Programmierung" gilt es zu ersetzen."
Sehe ich auch so, du redest es dir auch selbst ein, bei dem was du schon alles fliegen kannst. Allerdings glaube ich daß du über das L/S -Stadium hinaus bist.
Wenn du crashst, hilft ein Lehrer auch nicht mehr, ich denke es pasiert dann zu schnell.
Ich hab alles in entsprechender Höhe probiert, da hatt man etwas Zeit für die "Rettung" !
Dann lernst du daß man auch aus den unmöglichsten Situationen wieder raus kommt, solange noch Luft unterm Heli ist.
Bis du sicher daß du den Heli gut sehen kannst ? Wenn du nachdenken mußt wie der Heli liegt, wirst du nur lernen daß er schneller fliegt als du denken kannst!
Was gewaltig hilft ist die Kufen zu optisch zu vergrößern indem man 50mm Heizungsisolationsrohre drüberschiebt. Es macht einen 500er optisch gefühlt auf Entfernung doppelt so groß ! ( Jetzt hab ich mich vermutlich geoutet, aber ich brauch das rein optisch!)
Wenn dich ZUschauer und Dummschwätzer stören => Flieg allein, dann weis keiner wenns geknirscht hat - Basta.
Zitat : "Dann dein Flugprogramm in ECHTZEIT gedanklich durchgehen. ".
Das macht man auch in der Manntragenden Fliegerei.
Wenn du nicht jederzeit Gedanklich an jedem Punkt deiner Figur sagen kannst was zu tun ist, ohne Stress am Boden, dann wird es unter Stress in der Luft garantiert irgendwann schief gehen ! - Was nicht schlimm sein muß wenn du die Figur so fliegen kannst daß genug Luft bleibt.
Abschließend - Ich weis nicht wie alt du bist, aber wenn du so wie ich auf die 50 zugehst, wirst du an verschiedenen Dingen merken daß du es mit nem Teenager nicht mehr aufnehmen kannst in manchen Dingen. Dazu gehört für mich selbst das 3D Reaktionsvermögen. Also flieg ich das was ich kann und was mir Spaß macht.
PS : Wo nähe München ? Nord/Süd/west/Ost
ludwig aus halle
25.01.2011, 22:35
versuch doch mal am frühen Morgen zu fliegen, da ist man total entspannt!
wenn dass nichts hilft versuch das mit dem Bier;D
evtl. beides kombinieren:lol2:
hallo,
vieles wurde schon gesagt, ein paar punkte möchte ich aber hinzufügen bzw. verstärken:
- lehrer/schüler hilft ungemein!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
- es gibt tage, an denen ist man besser oder mal schlechter drauf. an den schlechten tagen sollte man auch nicht viel erwarten. von den leistungen der guten tage jedoch profitieren und darauf aufbauen.
- sich im vorhinein EIN tages-/übungsziel stecken und dies verfolgen bis man zufrieden ist
- in erster linie zählen die leistungen des realen fliegens und nicht der sim-übungen
ein guter 3d-pilot hat mir vor jahren mal gesagt: der erfolg liegt am boden eines 100liter fasses (sprit natürlich;D)
lg. viel spaß!!
mr.Tabaluga
26.01.2011, 08:08
Hallo :hallihall:
Da ich erst jetzt wieder lesen konnte möchte ich hier eventuell noch ein paar Worte an dich richten.
Auch mein Fluglehrer hat mal vor vielen Jahren gesagt wenn du den Heli in die Hand nimmst dann denke einfach "du hast ihn schon in die Tonne geschmissen":unsure:
auch wenn dieser Spruch etwas daneben ist aber er hilft ungemein, man fliegt viel ruhiger.::)
Weiterhin kann ich dir nur empfehlen mal einen größeren Heli zu fliegen, die gehen bedeuten einfacher und sind auch stabiler im Flug und was noch viel besser ist man sieht sie besser.
Was für mich auch noch wichtig war ist die richtige Farbe. Der Mensch kann nur wenige Farben auf die Entfernung gut sehen. :hollau:
Probiere es einfach mal aus.
Mach einfach mal Klebefolie drauf und egal wie das aussieht, schön kannst du es dann immer noch machen.
Nun viel Glück
Tabaluga ;)
Ok, ich machs so wie Ludwig meint, ein Bier am Morgen und ois is easy ;D :lol2:
Aber ernsthaft, noch ein paar weitere Gedanken:
Zunächst aber die Frage nach der Erwartungshaltung. Für einen Anfänger vielleicht unverständlich das jemand unzufrieden ist wenn er keinen Tic Toc kann, das ist aber wie mit allem, wenn man was kann, dann schaut man was es mehr, besser, höher, schneller, weiter gibt. Das heißt nicht das man sich nicht freuen soll über das was man kann. Da der Thread ja unter "fortgeschrittenes Fliegen" steht ist es jetzt bei mir halt der Stand der etwas weiter fortgeschritten ist.
Aber an alle Anfänger, wenn ich die Zeit jetzt mal zurückdrehe und mich an den Winter vor drei Jahren erinnere, da stand ich in Österreich in einer Tennishalle die ich unglaublich klein fand und hab versucht abzuheben, wenn ich nur 10 cm vom Boden weg war, dann war das schon unglaublich spannend. Dann waren wir ein paar Wochen später in einem Keller, der war vielleicht 4x10m groß und 2,20 hoch, da haben wir schweben geübt, aber da dann auch schon versucht nach vorne zu fliegen umzudrehen und wieder zurück zu fliegen, da war es nicht anders mit der Angst, weil, einfach noch etwas viel, zu viel Druck.
Ein Vergleich fällt mir ein, und zwar mit dem Golf spielen. Vielleicht etwas unverständlich für Nicht-Golfer, aber es trifft es in vielen Punkten ganz gut.
1. Das Üben
Ein Golfpro hat mir das mit dem lernen so versucht zu erklären, stell Dir eine Karaffe mit Wasser vor, die ist glasklar, jetzt versuchst Du dieses Wasser Blau zu färben, jeden Tag fällt ein Tropfen klares Wasser hinein, jeden Tag wo Du trainierst fällt ein blauer Tropfen hinein, es bedarf vieler blauer Tropfen bis das Wasser tatsächlich tief blau wird. Jeder weitere Akku ist ein weiterer blauer Tropfen.
2. Das mit der Tagesform
Absolut richtig, hab ich auch schon festgestellt, wäre interessant wie das bei den Profis ist die an 3D Wettbewerben teilnehmen, können die Ihre Figuren auch an schlechten Tagen, dann halt nicht so sauber, oder gehen dann die Figuren auch nicht und es kracht mal? Morgens ist man übrigens immer wachsamer, vielleicht nicht unbedingt direkt nach dem aufstehen, aber in der ersten Pause.
3. Der "Flow"
beim Golf spielen hast Du Tage, da läuft es einfach, es ist irgendwie im Fluss, es fällt Dir alles leicht, jeder Schlag sitzt, ein unglaublich geniales Feeling. Mein Golfpro hat das im "Flow" sein genannt.
Beim Fliegen ist es finde ich gleich, wenn ich richtig um "Fluss" bin, also nicht im Wasser natürlich :), dann stimmen die "Synapsen" wie das Uwe auch geschrieben hat, NUR, wenn ich diesen Fluss unterbreche, in dem ich Sachen mache die ich nicht richtig kann, oder zu viel mache, dann schaltet das Gehirn auf Notbetrieb um, nur noch das was ich sicher kann wird zugelassen, versuche ich es trotzdem, geht es schief. Die Balance zwischen vorwärts kommen und nicht zu viel wollen ist genau der Schlüssel.
Das ist mit der entscheidendste Punkt!!!
Ich hab mir jetzt, so lange es draußen nonstop stürmt und schneit, ein Trainingsprogramm zur Überwindung der Hallenphobie verordnet, mit dem Blade 120SR im Büro rumfliegen. Das ist auch cool, einfach mal an die Wände ran, die beißen wirklich nicht, das Zimmer ist größer als der eigene Kopf glaubt. Gestern schon die ersten Rückwärtsflugrunden gedreht.
Ich kann es aber schon gar nicht erwarten endlich raus und mit dem 500er weiter machen, .....hab ja jetzt keinen Druck und freu mich drauf ;D
Ok, ich machs so wie Ludwig meint, ein Bier am Morgen und ois is easy ;D :lol2:
Aber ernsthaft, noch ein paar weitere Gedanken:;D
Also - nachdem es schon öfter geschrieben wurde - Meine Erfahrung ist daß man bereits nach einem Bier seine Reflexe deutlich einschränkt.
Klar trink ich gern mal eins, aber ich hab schon mehrfach die Reaktion auf Alkohol testen können, selbst 0,1 promille senken die Reaktion messbar. (*)
Ich fahr mit einem Bier noch Auto !
Aber nicht mehr Motorrad, hab mich auch strikt an die 0,0 beim manntragenden Fliegen gehalten.
Fläche fliegen nach nem Bier - Auch kein Problem.
Heli flieg ich aber nur mit 0,0. Weil ich bin mit manchen Situationen auch nüchtern schon überfordert !
Aber das muß jeder für sich entscheiden.
(*) Es geht nicht um die (vorprogrammierte ) Reaktion die man vom Idiotentest kennt, es leuchtet ein Lämpchen und du must binnen 0,x Sek. ne Taste drücken, sondern es geht um die Reaktion auf eine, vorher unbekannte, kritische Situation die eine überlegte Gegenmaßnahme erfordert, wo das Gehirn also erst mal die Situation analysieren muß, um dann schnell und unter Stress darauf zu reagieren.
Da sieht es auch mit geringsten Mengen Alkohol ganz übel aus !
Kannst Du auch ganz leicht testen, setz Dich mal nach 1 oder 2 Bier an den Simulator und versuch mal die sonst üblichen Manöver, da geht gar nix mehr.
Ich hoffe das mit dem Bier hat auch jeder als Scherz verstanden ;)
Bei mir muss es nicht mal ein Bier sein. Bereits wenn sich abends die Müdigkeit langsam ausbreitet geht nichts mehr.
BackusNauerForm
27.01.2011, 12:20
Seit ich dieses Hobby betreibe, habe ich Samstags beim Wegehen desöfteren ein schlechtes Gewissen.
Wahnsinn was das am Sonntag manchmal für ein gehacke ist, obwohl man sich ganz nüchtern fühlt... ;D
m.a.r.t.i.n
27.01.2011, 12:43
(*) Es geht nicht um die (vorprogrammierte ) Reaktion die man vom Idiotentest kennt, es leuchtet ein Lämpchen und du must binnen 0,x Sek. ne Taste drücken, sondern es geht um die Reaktion auf eine, vorher unbekannte, kritische Situation die eine überlegte Gegenmaßnahme erfordert, wo das Gehirn also erst mal die Situation analysieren muß, um dann schnell und unter Stress darauf zu reagieren.
Da sieht es auch mit geringsten Mengen Alkohol ganz übel aus !
Es geht aber auch nicht darum, 0,01sec schneller zu reagieren. Es reicht manchmal, anstatt starr da zu stehen und zu schauen wie eine Kuh, locker zu bleiben.
lg
Martin
Charlie_D
27.01.2011, 13:04
Ich hoffe das mit dem Bier hat auch jeder als Scherz verstanden ;)
Wieso? Zum ersten ist es am Sim ja völlig egal, und zum zweiten, mei, gut, es gibt hier schon einige Gutmenschen, aber ich sag immer: Wer frei ist von Schuld, der werfe den ersten Stein ;)
Bei mir muss es nicht mal ein Bier sein. Bereits wenn sich abends die Müdigkeit langsam ausbreitet geht nichts mehr.
...oder Tagesform... Ich habe Tage, da schwebe ich am Sim auf ner geschätzten Fläche von 1x1m, am nächsten Tag halt ich das Ding nicht mal 10 Minuten zerlegungsfrei in der Luft...
Ganz unterschiedlich.
Ich habe "in echt" auch schon Flugtage nach nem halben Akku abgebrochen, weil ich einfach merkte, wenn ich jetzt weitermache, dann komm ich mit dem Heli in der Tüte zurück.
Es sind nunmal viele ziemlich komplexe Steuerabläufe, die bei so nem Heli zu machen sind, und da ist man einfach ned jeden Tag gleich gut drauf...
Charlie
Kannst Du auch ganz leicht testen, setz Dich mal nach 1 oder 2 Bier an den Simulator und versuch mal die sonst üblichen Manöver, da geht gar nix mehr.
Ich hoffe das mit dem Bier hat auch jeder als Scherz verstanden ;)
Und ihr alle wollt jetzt den anderen weismachen das es bei euch am Platz keinen Alkohol (Bier) zum durstlöschen zwischendurch gibt.
Sorry, aber das glaubt nicht mal eure Urstrumpftante.
Kaffeetante
27.01.2011, 15:40
Hallo Leute, macht echt Spass so viele interessante Beiträge zu lesen. Besonders Uwe C. hat für mich den Nagel auf den Kopf getroffen.
Erstaunlich !
Eigendlich hatte ich jetzt damit gerechnet daß man jetzt über mich herfällt nach dem Motto : Jetzt gönnt uns der Spinner noch nicht mal unser Nachmittagsbier.
Ich bin echt überrascht !
Und beruhigt daß es nicht nur mir so geht, daß ich beim Helifliegen jeden Tropfen spüre.
Und nicht nur beim Helifliegen : Ich hab ja schon erwähnt daß ich auch Größeres geflogen hab, Segelflugzeuge z.B. Ich hatte 10J lang ne eigene Maschine. Und ich konnte damit umgehen !
Eines Tages, Flugwetter war nicht so toll, also nur Schulbetrieb, ich saß in der Kantine, gab jemand ne Runde Sekt aus, ich hab auch 2 Glas getrunken, also grad so daß ich gemerkt hab - es war Sekt.
Dann wollt ichs wissen - Ich bin zum Start, hab mich beim diensthabenden Fluglehrer gemeldet, hab gesagt ich möchte einen Überprüfungsstart machen.
Dieser wird üblicherweise JEDEM Piloten gewährt, einfach um zu sehen daß sich mit der Zeit kein gefährlicher Unfug einschleicht.
Also rein in den Doppelsitzer, Windenstart, ganz sportlich, weil ich kanns ja, Platzrunde, Positionsmeldung - Gegenanflug-Queranflug -Endanflug-Landung Alles ganz Easy und problemlos, ich hab ganz stolz nach Hinten gegrinst - Wenn der Wüßte !
Dann kam der Kommetar :
Ob ich uns beide mit dem Raketenstart ( windenstart) umbringen wollte?
Geradeausfliegen hätt ich mit meinem Flieger wohl verlernt!,
Im Landeanflug war nicht eine 90Gradkurve drin, und daß der Abfangbogen über dem Flugplatz geendet hat und nicht drunter wäre auch mehr Zufall gewesen.
Sicher hat er wie üblich übertrieben, aber ich hab die Schnauze gehalten und mich verzogen.
Ich trink ganz gern mal ein Gläschen, aber ich halt nix davon mit Alkohol irgendwelche Effekte erzielen zu wollen, sei es Nerven beruhigen oder Sorgen zu ertränken, denn merke :
Die Biester können schwimmen !
War heute mal wieder fliegen bei sehr viel Wind und wollte auch mal testen, wenn mein 3G in der Vibe auf max drehe und die Drehzahl am Kopf auch auf mehr als sonst stelle, wie sich die Kiste dann noch fliegen lässt inkl extremer Wendigkeit.
Ich hab 2 Tanks verflogen aber danach konnte auch kaum noch landen. Habe dann nur 20cm über dem Boden den Motor ausgemacht und ihn dann gelandet. Konnte den Pitchknüppel nicht mehr still halten :unsure:
Angst um den Heli hatte ich nicht, da er mir inzwischen egal ist. Ich glaub eher das es Anspannung war oder keine Ahnung. Sonst habe auch keine Probleme mehr beim fliegen mit Nerven usw. Nach 8 Jahren sollte das auch nicht mehr sein.
airwolf 110
05.02.2011, 21:03
Cool, ich bin nicht alleine...im Job riesen Entscheidungen treffen und am Knüppel weiche Knie...Spass...aber mir geht es genauso...muss aber allen zuvor Recht geben...nur wenn man viel real fliegt, gehts voran...war ich mal wieder längere Zeit nicht fliegen, habe ich wieder weiche Knie...gruß micha
Hallo zusammen,
nochmal ein Update vom heutigen Tag ein, ein ...GEILER TAG :lol:
sorry, fällt mir kein anderer Begriff ein. Sonne und warm fast 15 Grad, hochmotiviert und nix kaputt gegangen.
Heute morgen bin ich zunächst wieder mal in die Halle um meine Hallenphobie in den Griff zu bekommen.
Der Hauptunterschied zum letzen Mal, war ganz einfach der, das ich nicht mit dem Vorsatz hin bin sofort inverted zu fliegen,....und siehe da schon war es wesentlich entspannter, ich hatte mir ganz einfach nur vorgenommen zu sehen wie weit die Wände doch in Wirklichkeit weg sind. In die Ecken fliegen und wieder zurück, kontrollierte und ganz langsame Achten geflogen und schon war die Stimmung und auch der Spaß wieder da.....so ungefähr, "ok, bist doch kein Psychopath am Knüppel" :)
Vor allem aber, GAAAANZ kontrolliert fliegen, langsam und jederzeit jede Situation voll im Griff, das ist eigentlich meine aktuelle Lernerkenntnis, im Freien, wenn man nicht mehr weiß wo man ist, dann kann man ja ganz einfach irgendwohin weg.
Ich hab so eine unterbewußte Knüppelkombination um aus einer inverted Fluglage wieder "raus" zu kommen, dabei verliere ich aber meist die Kontrolle und das Ding rauscht nach vorne und oben weg bis ich ihn wieder einfange. Das ist aber Mist, lieber weniger und immer nur das was man wirklich kann ( am Sim kann ), wenn ich am Sim bei einem Manöver von 10 Versuchen 4 mal abstürze dann bin ich einfach noch nicht so weit.
Der nächste Punkt, ich bin viel so geflogen das ich dauernd visuell kontrolliert habe wo der Heli ist, eigentlich aber weiß ich doch genau wo er ist, da ich ihn ja dorthin gesteuert habe, ich muss mir also mehr trauen. Wenn ich kontrolliere wo er ist, die Sicht, wegen Licht oder Schatten etwas komisch, dann werde ich unsicher, bin aus dem Rhytmus und bekomme Panik, wenn ich mir aber traue, dann ist er wieder da bzw. war eigentlich nie weg.
Mit dem 450 Pro den ich gestern auf Beast mit FBL ALIGN Kopf umgebaut habe und total begeistert bin, trotz etwas Wind war der heute sowas von sicher und unterstützend, 4 Akkus durchgezogen, auch eine Rolle und einen Looping seitwärts der zwar etwas eckig war, aber ok und ne ganze Zeit inverted mit Heck zu mir, alles gut, viel Spass, die flatternden Nerven waren manchmal da, aber schon viel weniger und vor allem nicht soweit das ich völlig blockiert habe, ich hatte vor allem keine einzige Situation die "knapp" war.
Das ist vor allem auf das zurückzuführen das ich pausenlos im Kopf "dran" bin.
Dann noch mit dem 500er (auch Best mit FBL Kopf) 3 Akkus geflogen und mich mehr und mehr an die Geräusche des 500er gewöhnt, mit den ca. 2.800 Umdrehungen am Kopf hat er bei Lastwechseln schon gewaltige Töne. (möcht ja nicht wissen wie der 700er klingt :) )
Für heute bin ich happy, das ist genau das was viele von Euch vorher gesagt haben, weniger risikieren und Spass haben.....ES FUNKTIONIERT :jippiyeah:
Zu meinen Anfangszeiten habe ich meine 60er Helis noch mit einen Mechanischen Kreisel geflogen und damit das fliegen gelernt.
Alle Probleme wie Pitch/ Heck Mischer Autorotationsmischer musste ich selber in den Griff bekommen und das ohne Grundkenntnisse :pressh:
Ich habe bis heute sehr viele Bücher über Helis gelesen und viel von Erfahren Piloten angenommen.
Es hat mir viel geholfen, dass fliegen lernen hat zwar länger gedauert als es heute möglich ist, dafür ist noch nie was zu Bruch gegangen!
Wenn ich heute am fliegen bin und dabei zurück denke, sage ich immer "man die Dinger fliegen ja fast von alleine :lol:.
Will sagen, fliegen lernen mit einen Mechanischen Kreisel hat mir sehr viel gebracht und es macht mir heute noch sehr viel Spaß mal einen Heli in die Luft zu drücken der nicht selber denkt sondern 100% der Physik unterliegt und diese nicht kompensiert!
Gruß
Kev:hallihall:
@Kev,
das kann ich absolut nachvollziehen, ich war damals zu diesen Zeiten noch ein Kind und es hat vom Budget meiner Eltern nur zum Modellauto gereicht, der Hubschrauber war und ist ein Traum geblieben der sich erst heute erfüllt hat.
Damals war es sündhaft teuer Hubschrauber zu fliegen, die Seite im Graupner Katalog mit dem Bell Jet Ranger war bei mir völlig zerfleddert, eine Ausrüstung hat um die 3000DM gekostet, einfach mal abstürzen und dann ein paar Ersatzteile holen für wenig Geld, das ging ganz einfach nicht.
Man musste eigentlich eine Flugschule besuchen und das ganze richtig lernen, das kostete wieder Geld, das man damals einfach gar nicht abstürzen wollte und es lieber langsamer gelernt hat, war normal. Es sich selbst zu lernen und dabei nicht abzustürzen ist insofern eine hohe Leistung.
Eigentlich auch ein erstrebenswertes Ziel, "gar nicht" abzustürzen, es dauert länger das muss einem klar sein und Geduld ist nicht unbedingt etwas was zum heutigen Zeitgeist passt.
Sicherlich ist es heute echt leicht mit einem FBL Heli mit 3Achsen Giro zu fliegen. Wenn Du aber zurückdenkst, hat damals keiner die hoch komplizierten Figuren geflogen die es heute gibt, deshalb findes ich es ok, mit einem 3-Achsen Giro zu fliegen und an einem Inverted Rundflug zu arbeiten oder TicToc, Piroflip und wie sie alle heißen. Auch einfache Kunstflugmanöver wie der Rückwärtsflug wären damals so gut wie unmöglich gewesen zu fliegen, überleg mal, Pitch ausgleichen und gleichzeitig das Heck so zu halten während man rückwärts eine Kurve fliegt, da ist ja dann ein Piroflip schon leicht :)
Mit dem Equipment von damals wären viele Figuren ganz einfach nicht zu realisieren, ich weiß gar nicht ob damals die zyklische Rotorblattverstellung überhaupt negativ eingestellt wurde? Oder wann man mit sowas begonnen hat?
Nach allem was ich jetzt hier von Euch allen gelesen habe, hat sich meine Meinung hierzu aber auch geändert und geht genau in diese Richtung, weniger riskieren, langsamer und sicherer lernen, es nicht als normal ansehen wenn es einen runter haut, das spart nicht nur Geld, sondern macht auch mehr Spass.
@Kev,
das kann ich absolut nachvollziehen, ich war damals zu diesen Zeiten noch ein Kind und es hat vom Budget meiner Eltern nur zum Modellauto gereicht, der Hubschrauber war und ist ein Traum geblieben der sich erst heute erfüllt hat.
Guten Morgen :)
als Vorwort, ich habe mich vielleicht nich ganz richtig ausgedrückt sry :) du hast um einiges mehr an Lebenserfahrung als ich, mit damals meinte ich vor 11 Jahren :lol2:
Kann gut sein das es damals auch schon Gyros mit HH gab aber ich hatte keinen.
Sollte sich jetzt nicht so anhören, als wenn ich mit einer der ersten Piloten war :lol: das bin ich nich :)
Ich selber habe auch nichts gegen FBL, finde es total Interessant was alles so möglich is!
Es Erleichtert unseren Neulingen das Fliegen lernen ungemein!
Hat halt alles Vor und Nachteile!
Und zum Thema Kunstflug wie heute war damals nicht möglich ist nicht ganz richtig!
1994 hat z.b Curtis youngblood gezeigt, dass diese Figuren möglich waren, vielleicht nicht ganz so schnell wie heute aber es ging :)
Alles eine Sache des Training´s.
Schön zu lesen das wir Dir ein wenig weiter helfen konnten.
Einfach üben üben üben und das geht wirklich alleine auf einer Wiese am besten, ich selber merke es immer an mir selber, ich bin beim fliegen so gerne alleine und will auch gar nicht gesehen werden.
Ich bin Modellbauer weil es mir selber einen riesen- Spaß macht und nicht weil ich irgendjemanden was beweisen will/muss sondern nur um mir selber zu zeigen was für ein tolles Hobby es doch ist.
So ich wünsche Dir weiter hin ein erfolgreiches Training und immer eine Hand Luft unter den Kufen!
by the way: Geduld ist die kleine Schwester des Erfolgs! ! !
Gruß
Kev:hallihall:
easter43
15.02.2011, 09:31
Hallo miteinander,
ich bin Anfänger und hab heute mal hier reingeschnuppert.
Dabei habe ich manchen Post meiner "Anfängerkollegen" gelesen. Und das im "Fortgeschrittenenthread" - unglaublich !!!:lol2:
Aber vielleicht liegt darin auch ein wenig die Ursache erhöhter Nervosität?
Eigentlich dürfte bei einem "Fortgeschrittenen" die lähmende Nervosität gegessen sein, ansonsten ist es nicht das richtige Hobby. Wohlgemerkt, ich rede nicht vom "Lampenfieber" vor jedem Abheben, das wohl uns alle ereilt.
Ich persönlich habe mich darauf eingestellt, mich noch mindestens ein Jahr als Anfänger zu sehen. Und dementsprechend unbefangen gehe ich ans Fliegen. Dabei muss jeder selbst einschätzen, wie weit er mit seinem fliegerischen Können ist.
Wenn ich meinen eigenen fliegerischen Stand zu hoch einschätze, dann wirft mich jeder Crash und jedes misslungene Manöver in Selbstzweifel und ich entwickle letzlich Angst vor dem nächsten Start.
Die letzten Crashes habe ich fabriziert, als ich mir das Seitenschweben fest vorgenommen hatte. ("Ich bin ja jetzt so weit - genug heckgeschwebt!!!") Der Heli war kaum zur Seite gedreht, da hatte ich auch schon den Blackout. Seither gehe ich immer zum Fliegen, um einfach das zu fliegen, was ich kann. Je häufiger ich die Gelegenheit habe, desto sicherer werde ich. Nach dem zweiten oder dritten Akku kommt meist von allein was Neues.;)
Will sagen: Schätzt Euer Können realistisch ein und verlangt nich zu viel von Euch. Schritt für Schritt - und immer Spaß haben.
Hendrik - der Anfänger (jaaaa ... ich geh wieder auf meine Seite:unsure:)
straesso
15.02.2011, 09:54
Guten Morgen,
meine persönliche Analyse bzgl. meiner "Flugangst" hat folgendes ergeben:
1. zu hohe Ziele gesteckt
Heli-Fliegen kann ja nicht so schwer sein. Also will ich am Ende der Saison dieses und jenes können. Mit 45 bin ich ja wohl auch noch jung genug um das schnell drauf zu bekommen. Manches ist aber vielleicht doch nicht so einfach wie ursprünglich gedacht - und man sollte sich deshalb etwas Bescheidener mit den Zielen geben.
2. Basics festigen
Nur weil man gerade seinen Autoführerschein gemacht hat, ist man noch kein guter Autofahrer. Die Theorie kann man lernen, Erfahrungen muss man machen.
Ich wollte zu viel erreichen, obwohl die Basics nicht wirklich gefestigt waren: Nasenschweben, seitlich schweben, Fliegen in unterschiedlichen Höhen, Entfernungen und Geschwindigkeiten, Vollkreise vor mir links- und rechtsherum. All das sollte mit traumwandlerischer Sicherheit sitzen! Am besten auch noch die Autorotation - kann man immer mal gebrauchen ;)
Diese fehlende Erfahrung gepaart mit zu hohen Zielen hat mich einen schweren Absturz verursachen lassen, der mir auch die reale Gefährlichkeit unseres Hobbys vor Augen geführt hat. Es ist Eines theoretisch zu wissen, dass Heli-Fliegen nicht ungefährlich ist. Es ist etwas anderes es zu in der Realität zu erleben.
Fazit: meine Flugangst nervt mich gewaltig - aber aufgrund der von mir selbst gemachten Erfahrungen hat sie einen realen Hintergrund und will mich vor "Schlimmeren" bewahren. Angst hat auch etwas mit der eigenen Lebenserfahrung zu tun. Vermutlich weiss jeder in seinem tiefsten Inneren, dass Helis fliegende Kreissägen sind und nicht ungefährlich. Dieses tiefe unbewusste Wissen führt möglicherweise dazu, dass viele beim Fliegen extrem angespannt sind.
Also: fliegen, fliegen, fliegen, Erfahrungen sammeln und das aktuelle Können festigen.
Liebe Grüße und allzeit viel Spaß am Fliegen
Olaf
Die Angst hat mit Unsicherheit zu tun. Die kommt davon das man einfach nicht die Praxis hat. Das kommt davon weil man einfach zu wenig fliegt.
Der Job hat damit gar nix zu tun. Egal ob man Straßen sauber macht oder bei einem Energie Konzern im Aufsichtsrat hockt und ne Mio einsackt jedes Jahr.
War heute bei dem Nebel und minus Graden am fliegen und hab verschieden Werte und Setups im 3G getestet. Teilweise flog sich der Heli dann auch vernichtend schlecht. Wollt einfach wissen wo die Grenzen liegen bzw welche Veränderungen welche Auswirkungen haben. Angst hatte dabei jetzt keine, da seit der Winterpause wieder voll am fliegen bin jeden Tag.
Momentan komme ich mit großen Schritten weiter. Ich versuche jede freie Minute zu fliegen, den Heli immer im Auto, die Sicherheit wächst wirklich von Flugminute zu Flugminute, vorgestern noch D-Dorf nach Köln, runter von der Autobahn zwei Akkus durchgejagt und weiter, kostet ja nur knapp 20min Zeit, eine Wiese findet sich immer, Tag davor war lustig, endlich fertig mit den Terminen, Sonne und warm, ich raus aus D-dorf und voll irgendwo in Leverkusen verfranzt, finde ums verrecken keine Wiese und die Sonne geht langsam unter :lol2: Muss echt über mich lachen.
Wenn man sein Gleichgewicht gefunden hat, dann läuft es einfach, das mit den Nerven ist wie weg geblasen, wenn man zuviel riskiert hat und die Unsicherheit wieder kommt, dann einfach eine Stufe runterschalten, die Sachen üben die man schon kann und das Gefühl wird wieder gut.
Es ist vor allem ein dermaßenes Glücksgefühl wenn man dann eine gute Session hatte, das Trainingsprogramm gut duchgebracht hat, die ersten Tic Toc Versuche schon ganz passabel ausgesehen haben und man merkt wie man besser und besser wird.
Gestern trotz Kälte habe ich das erste Mal den ersten Teil des Piroflip versucht, noch ganz schön nervös, riesig Höhe verloren, aber "gestanden". Aber nur einmal versucht, gesehen das es noch nervös macht (am Sim geht der Piroflip schon, allerdings langsam und mit reichlich Raumbedarf)
Dieses "vortasten" muss auch sein glaube ich, halt nicht zuviel, kurz vorpreschen und dann wieder sichern und ruhigen Rundflug.
Ans abstürzen denke ich überhaupt nicht mehr, das gibt es einfach nicht :)
Seit heute endlich die DX8 mit Telemetrie, d.h. beliebiges umschalten zwischen den 2 Flugmodes Rundflug/3D und die Akkuspannung einfach auf Alarm bei unterschreiten piept es. Heute nur ein Akku geflogen, weil mir die Finger weg gefroren sind, dann hat es auch noch angefangen zu schneien. :( .
Kann nicht jemand den Winter ausschalten?
@ Uwe Z., die Vorstände sind die welche die Mios abgreifen, nicht die Aufsichtsräte. :) aber egal, was jemand als Job macht mag egal sein, meist sind die Leute die mit Ehrgeiz und Leidenschaft an eine Sache dran gehen auch die, welche im Job ganz gut sind, was das ist, das mag wirklich egal sein. Ich hab beim Golf spielen schon mit Leuten gespielt die richtig reich sind und sich trotzdem fast in die Hosen gemacht haben ob sie den dummen weißen Ball über 10m Wasser drüber bekommen.
@straesso
Angst im Sinne von Respekt vor dem Ding das wie eine fliegende Kreissäge durch die Luft jagt, ist sicherlich etwas was nicht falsch ist. Nur wenn die Angst überhand nimmt dann gibt es nur einen Weg, runterschalten, langsam machen und plötzlich ist die Angst wieder weg.
@easter43
Wie oben schon gesagt ist der Thread jetzt hier weil ich als Initator zufällig ein solcher bin, oder mich zumindest als solchen sehe, was vermutlich auch relativ ist. Aber das mit den Nerven ist bei Anfängern das absolut gleiche, bei mir war es auch nicht anders als ich die Nase das erste Mal zu mir gedreht habe und mit Schweisausbruch und Panik das Ding sofort wieder zurück gedreht hab.
RÜCKSCHRITTE!!!!
Eine ganz neue und auch erste Erfahrung.
Nachdem ich mutiger und mutiger geworden bin, hatte ich schon ein paar mal ein etwas komisches Gefühl, es war zwei oder dreimal verdammt knapp.
Letzte Woche ist es dann passiert, bei einem Piroflip ungefähr drei Meter über dem Boden und relativ viel Wind, hab ich eine Sekunde nicht mehr gewußt wo ich bin und hab den Heli mit Vollgas Pitch in den Boden gerammt, es hat ausgesehen als ob eine Bompe explodiert ist. Die Teile waren ALLE hinüber, bis auf den Rahmen, alle Servos im A.. Was aber noch viel schlimmer war, nach dem wieder aufbauen ist der Heli nach 2 Minuten erster Rundflug einige Tage später, beim umschalten von Idle1 auf 2 voll über Roll links weggedreht und in den Acker.........schon wieder. :'(
Heute dann endlich wieder alles beisammen und wieder geflogen, ......und was soll ich sagen, beim ersten Akku, hab ich gezittert wie sonst was. Angst bei allen möglichen Fluglagen die vorher easy waren. Das Vertrauen voll weg.
Am Abend nach 6 Akkus ging es dann etwas besser, dennoch verdammt schwer so einen Rückschritt zu verarbeiten, auch eine interessante Erfahrung.
Die interessante Frage wäre, warum es so weit gekommen ist. Mir ist es ehrlich nicht aufgefallen.
Viele Grüße
und noch schönen Sonntag.
Peter
Nabend pmmkm.
Mein Beileid zum Crash. Aber beim Piroflip üben....bist sicherlich nicht der Erste und Einzigste, der bei der schwierigen Figur seinen Heli zerlegt.
Ich fliege erst seit ein paar Monaten Heli. Klappt soweit schon sehr gut, Rollen, Flips, Rückenflug etc. bekomm ich schon hin.
Habe mit nem nervösen 450er Clone angefangen und fliege nun den Protos500 mit Beast. Das aber nur am Rande....
Ich bin beim ersten Akku jedes mal total nervös und hab kalte Finger. Obwohl ich mitlerweile schon einige Akkus mit dem 500 geflogen habe und ich prima mit ihm zurecht komme. Ich versuche immer den ersten Akku des Tage ruhig angehen zu lassen, aber sobald bei mir dieses "vertraute und sichere" Gefühl aufkommt, nachdem der Heli abgehoben hat, kann ich nicht mehr an mich halten und baue schon wieder Rollen und neg. Fliegen ein. -_-
Grüße Ben
Hallo,
Die interessante Frage wäre, warum es so weit gekommen ist. Mir ist es ehrlich nicht aufgefallen.
Viele Grüße
und noch schönen Sonntag.
Peter
Um es auf den Punkt zu bringen, du denkst zuviel beim Fliegen nach dem Crash. Die nötigen koordinativen Fähigkeiten werden im Kleinhirn verknüpft und dort abgerufen.
Dadurch, dass du beim Fliegen zu sehr deine kognitiven Bereiche aktivierst blockierst du die koordinativen Bereiche. Es ist, als müsstest du während dem Flug eine Rechenaufgabe lösen.
Was tun? Zunächst sich bewusst machen, dass die nötigen koordinativen Fähigkeiten vorhanden sind. Rituale bei der Vorbereitung helfen vor dem Start Ruhe reinzubringen, ist auch oft bei Sportlern in der Vorbereitungsphase zu sehen.
Meine zusätzliche Lösung: ich habe mir einen zweiten Heli aufgebaut und diesen als "Opferschwein" deklariert. Das ist sozusagen mein Freilos welches ich versenken kann, tritt der Fall ein fliege ich mit dem zweiten Heli direkt danach wieder meine Standardfiguren um die Sicherheit zurückzubekommen. So gehe ich dann doch mit einem guten Gefühl vom Platz.
Grüße Chris
coolmarc
26.03.2011, 19:53
Ja,irgendwie gehen wir anfangs alle den gleichen Weg.
Der Heli ist da und nach dem ersten Lampenfieber geht die persönliche Entwicklung steil nach Oben.
Der erste Flipp, Looping und auch Rückenflugversuch läßt nicht lange auf sich warten.Du fühlst Dich unverwundbar - und dann... der erste Einschlag. :hollau:
Naja was solls, denkst Du.Neu aufbauen und weiter gehts :lol:
Nach anfänglicher Vorsicht ist man aber schnell wieder im Thema und weiter gehts, volle Lotte. Und dann ... wieder Einschlag.:hollau: Jetzt machst Du Du Dir so langsam Gedanken über das weitere Vorgehen und nimmst Dir vor, es ein wenig langsamer angehen zu lassen.Also wieder aufgebaut und frohen mutes wieder ein neuer Erststart.
Heli hebt ab, die Beine zittern ,Du voll konzentriert, willst es Dir aber beweisen, daß es noch geht. Also umschalten auf Idle 2 und ...-bums, war leider der Auro-Schalter.Sch..ße :'(
Das war mein Werdegang von Mai - Oktober 2010.
Bin danach wieder geflogen bis Jahresende aber getraut habe ich mir nichts mehr. Nur noch ein paar Schwebeübungen aber richtig Spass hat das nicht mehr gemacht.
Meine Einstellung zum Fliegen habe ich in diesem Jahr neu definiert.Wichtig ist, daß man nach diesen Erfahrungen die wohl jeder hier ähnlich durchgemacht hat die Fliegerei neu durchdenkt.Ich gehe jetzt keine unnötigen Risiken mehr ein, mit dem ersten Akku werden nur Standards (Rundflug) gemacht.Das bringt viel mehr, als irgendein Rumkgehacke. Ich fliege jetzt viel saubere Kurven als früher und der ganze Ablauf ist viel runder geworden.
Der Spassfaktor ist wieder voll da. Mit dem zweiten und dritten Akku habe ich auch schon wieder Rückenflug geübt.
So was habe ich also bis jetzt gelernt? Angst sollte man beim Fliegen nicht haben, wichtig ist aber der Respekt an der Sache.Dann minimiert sich auch das Risiko.:)
Euch allen viel Spaß mit Euren Helis !:hallihall:
Also ich finde die zunächst völlig unerklärlichen Crashs schlagen einen viel mehr zurück, da das Vertrauen in den Heli irgendwie abhanden kommt. Dann dauert es viel länger bis man sich wieder alles zu fliegen traut wie vor dem Absturz. :unsure:
Macht man jedoch einen einfachen Steuerfehler mit schwerwiegenden Folgen, dann weiss man dass die Konzentration gefehlt hat und dass man halt besser aufpassen muss. :hollau:
Natürlich sind die wenigsten Piloten gesponsert und müssen die Reparatur aus dem eigenen Geldsäckel berappen und irgendwann ist da vom Budget her dann halt einfach Ende Feuer. Deshalb wie Marcus schon schrieb sich zwar nicht den Spass nehmen lassen und wer nicht wagt der nicht gewinnt, aber auch nicht über den eigenen Verhältnissen fliegen und unnötige Risiken eingehen - schon gar nicht andere Menschen gefährden :pressh:
Gruss
Daniel
Hi,
ich nehme mir überhaupt nichts vor. Ich heb den Heli erstmal in die Luft und dann flieg ich nach kurzem Einschweben los.
Ich weiß, das ich am Quark nicht viel kaputtmachen kann und noch besser, er macht auch nicht viel kaputt. Das ist für mich ne gute Basis.
Der Rest kommt beim Fliegen. Die erste richtig schnelle Kurve in Idle 1...wow..., die erste Windboe die in direkt unter die Sonne gehauen hat..nochmehr wow...
Das erfolgreiche Einfangen danach gab Sicherheit und so bauen sich die natürlichen Steuerungsfertigkeiten langsam auf.
Zum Thema SIM. Nur weil ich im Grandtourismo die Nordschleife mit einem Nissan Skyline unter 8 Minuten fahre, werde ich im echten Leben nicht zu einem Rennfahrer.
Und nur weil ich im Phoenix Loops, Rückenflug und Rollen beherrsche bin ich im echten Leben kein Tareq.
Der SIM ist für mich ein Trainings"spiel"zeug, der bestimmte Koordinationsfähigkeiten trainieren kann, aber niemals einen Bezug zu einem realen Heli hat. Geschwindigkeit lässt sich auf einem zweidimensionalen Bildschirm nicht realistisch darstellen.
Also mach ich mir draußen niemals einen Kopf über Manöver, die ich am SIM kann, sondern fliege nach Gefühl und guck mal was geht. Und dabei fällt er auch schon mal hin...ist ein Quark und bis jetzt hat das austauschen der Hauptrotorblätter noch immer gereicht.
Grüße
Stephan
@Chris
Rituale vor dem Start, gutes Stichwort, wißt Ihr wo ich das schon mal gehört habe, beim Golf spielen. Ein Golfspieler führt vor jedem Schlag eine Routine durch die immer und absolut exakt gleich ist, d.h. hinter dem Ball das Ziel anvisieren, den Schläger greifen, hinstellen, ausrichten, Ziel anvisieren..... das bringt Sicherheit. Bei Profis hat man gemessen, das die einzelnen Abläufe auf die Sekunde genau gleich sind. Das ich zuviel denke ist wohl richtig, beim Golf auch immer mein Problem. Ein Pro hat mir mal gesagt das man mit seinem Hirn anders reden muss. Wenn ich mir vorsage "nicht ins Wasser", bleibt im Hirn nur "Wasser" hängen und genau da steuert dein Unterbewusstsein den Ball auch hin. Wenn ich jetzt beim Helifliegen denke "nicht abstürzen" wird genau das passieren :)
Man könnte sich beim Helifliegen auch so etwas angewöhnen bevor man startet um ruhig zu werden und Selbstvertrauen zu fassen. Das entspricht auch das was Ben gemeint hat, den ersten Akku der Flight Session es ganz gemächlich angehen lassen.
Wenn ein Profi Pilot mitliest wäre das ganz witzig zu erfahren ob die auch sowas haben oder einfach drauf los.
@Daniel
absolut richtig, war bei mir auch so, bei jeder Bewegung denkst Du, hoffentlich macht mein Heli das auch und dreht nicht wieder weg, du fliegst wie auf rohen Eiern. Mittlerweile geht es jetzt wieder, nach ca. 10 Akkus.
@Marcus
coole Story, Danke Dir, genau so, :), was soll ich sagen... dito, dito so war es bei mir auch. Was mir jetzt wieder Sicherheit zurück bringt sind die "langweiligen" Sachen. Aber auch bei den langweiligen Sachen kann man immer wieder ganz kleine winzige Punkte identifizieren wo noch eine Unsicherheit steckt, bei mir z.B. war es gestern der Rückwärtsflug Heli links von mir, Nase zu mir und dann nach vorne weg, da hab ich einen kleinen Hänger, die Hänger suchen und immer wieder drüber bügeln bis das ganze Manöver passt.
Der zweite Heli oder ein Modell was günstiger ist, ist auch etwas was komischerweise Sicherheit bringt, " ich versuchs jetzt erst mal mit dem Kleinen".
Deshalb werde ich mir jetzt bald den 550er holen, dann ist der 500er der Kleine ;D
Mikewoofer
31.03.2011, 08:23
Ich weis wie das ist mit der Sicherheit ... Hab am Samstag in Ohlsdorf am Helitreffen voll eingebombt :( alles hinüber bis aufs Chassi (knappe 400€)
Die ersten 2 Lipos hab ich dann am Montag mit Herzschlag 300 pro Minute gemacht ^^
Mir hilft es das ich meinen kleinen 450 Pro habe und mit dem Ist mir eigentlich das so ziemlich egal wenn ich den Zerlege ;)
Was mir auch noch aufgefallen ist , wenn ich alleine Fliege dann bin ich um einiges schlechter ! Wie wenn ich jemanden mithabe der mit mir redet und ablenkt !
Da steuere ich aus dem Unterbewusstsein und fliege um einiges besser ;)
Auch mein Gefühl spielt jedes mal eine Rolle ;)
Manchmal fahre ich aufs Feld , habe dann ein ungutes Gefühl und weis dann genau heute ist einfach nicht Fliegen angesagt und ich Pack wieder ein !
Hab mit dieser Einstellung schon OHNE SIM Loops, Rundflug, 8ten, Rückenflug (sogar bis auf Ameisenkniehöhe ) Geschaft .
Einfach so viel wie möglich Fliegen gehen und nicht verkrampft an etwas Klammern ich flieg einfach immer so was mir gerade einfällt und Stress mich nicht dann kommt's von alleine ;)
Bei mir ist der Knoten am letzten Samstag geplatzt und jetzt gehts in real eigentich genau so wie am Sim. Fliege im Moment Achter, schnellen Rundflug, Stall-Turns naja und Nasenschweben und so...
Bei mir hat es geholfen, dass ein anderer Pilot, der den gleich Flugstil hat wie ich, geflogen ist und ich stand direkt hinter ihm. So ist der Heli auch mal auf mich zu gekommen, was mir immer das Herz in die Hose rutschen lassen hat. Danach bin ich dann immer selbst einen Akku geflogen und hab immer mehr versucht bis ich dann eine Pirouette gemacht hab und dann ging es auf einmal ganz einfach. Das ganze mit nem CopterX 450 bei 22km/h Wind, Böen bei 35km/h.
An sonsten wurde ja schon ziemlich alles geschrieben, nicht drängen lassen und dabei auch mal durch die Gegend gehen oder mit jemandem quatschen, also dich ablenken (aber nicht zu doll) :-)
Grüße
Jörg
hubi-ralf
31.03.2011, 11:26
Könnte ich auch mal sowas schreiben. Ich fliege seit ca. 1 1/2 jahren und mehr wie Heckschweben krieg ich nicht hin. Bin letztes jahr August abgestürtzt davor bekam ich schon mehr hin aber seit dem will nix mehr klappen ist wie eine Blokade im Kopf. Und letzten Samstag sagte mir ein Vereinskollege das schon Wetten auf mich abgeschlossen sind ob ich es schaffe dieses einen Rundflug hinzukriegen. Da ist mir echt die Lust vergangen. Auch wenn es nur ein Witz gewesen ist.
Gruß Ralf
Und letzten Samstag sagte mir ein Vereinskollege das schon Wetten auf mich abgeschlossen sind ob ich es schaffe dieses einen Rundflug hinzukriegen.
Da ist mir echt die Lust vergangen. Auch wenn es nur ein Witz gewesen ist.
Gruß Ralf
Hallo Ralf
Unterste Schublade - auch wenns nur ein Witz war. Das einem da ( noch mehr Druck ) die Lust vergeht, kann ich nachvollziehen. :lieb:
Ich pers. würde mich da mal eine Weile fernhalten. Entweder du gehst ganz alleine, oder mit max. 1 ( sehr guten ) Kollegen - muss nicht mal ein Hubiflieger sein, auf ein Feld.
Wenn man alleine ist, kann man sich viel besser auf sich und den Hubi konzentrieren, Leute die zuschauen sind in dieser Situation nicht gerade förderlich.
Ich merke das selbst - wenn ich alleine bin, mach ich die meissten Vortschritte.
Ev. erst mal eine Flugstunde bei einem Profi, oder jemand ( ausserhalb dieses Vereins ) kann dich ans Kabel nehmen bis du deinem Hubi wieder vertraust.
Wünsch dir viel Erfolg, und das du wieder Spass am Hobby findest,
Grx Phi
Das ist echt unterste Schublade. Ich fliege jetzt ca. 7 Monate und jeden Abend ca. ne halbe Stunde am Sim dazu.
Lass dich bloß nicht verrückt machen und Höhe und Geschwindigkeit sind deine Freunde!!
Jedenfalls ist das bei mir so...
Walter01
31.03.2011, 11:58
Ich kanns nur immer wieder sagen: quält euch nicht, macht Lehrer Schüler.
Egal ob bei nem Profi für viel Geld oder mit nem Freund. Nichts bringt einen weiter, wie Flugstunden am Kabel.
Ratz Fatz ist die Angst weg. Und es fängt an Spaß zu machen. Glaubt mir. Ich habe die Erfahrung gemacht.
Angst oder flatternde Knie kommen halt von der Angst oder Sorge, den Heli nicht kontrollieren zu können. Und genau dies wird bei den Stunden trainiert.
Je mehr man den Heli unter Kontrolle hat, desto mehr schwindet die Angst bzw. das große Zittern. ;)
mfg
Michael
Angst oder flatternde Knie kommen halt von der Angst oder Sorge, den Heli nicht kontrollieren zu können. Und genau dies wird bei den Stunden trainiert.
mfg
Michael
Hallo,
ja, aber nicht nur! Als Wettkampfschütze im Bogenschießen, kann ich vermelden, das zitternde Knie in der Regel von zu hohen eigenen Ansprüchen und der Angst vor dem Versagen kommen.
Hubschrauber fliegen ist Spaß, nicht mehr nicht weniger. Es spielt für den Verlauf der eigenen Zukunft in der Regel auch keine Rolle, ob man einen Modelhubschrauber fliegen kann oder nicht.
Aber es macht Spaß und ja, ein gewisser Adrenalinschub ist nicht von Nachteil. Aber Druck in der Freizeit hab ich mir abgewöhnt. Ich muss nicht Heli fliegen, ich muss auch nicht Bogenschießen, aber es macht halt irre Spaß.
Wenn man dann noch nur die Helis fliegt, deren Totalverlust man zumindest finanziell verkraften kann (das Ego wandert eh immer kurzzeitig aus;)) und man genug Platz um sich hat, kann man das Ganze einfach geniessen.
Viele Grüße
Stephan
Walter01
31.03.2011, 16:21
@Rebel
schon mal was größeres geflogen als das was ich in deiner Sig sehe?
Wenn nein, verstehe ich deine Aussage. Wenn ja, bistn echt cooler Typ.
Aber ich geh mal vom ersteren aus.
mfg
Michael
@Rebel
schon mal was größeres geflogen als das was ich in deiner Sig sehe?
Wenn nein, verstehe ich deine Aussage. Wenn ja, bistn echt cooler Typ.
Aber ich geh mal vom ersteren aus.
mfg
Michael
Hallo Michael,
ich bin nicht cool! Deshalb fliege ich auch noch nichts Größeres. Ich hab in meiner Freizeit einfach keine Lust auf Stress. Und mein fliegerisches "können" hat meine beiden CPs noch nicht in die Nähe ihrer Leistungsgrenze gebracht;)
In dieser Rubrik schreibe ich auch nur mit, weil flatternde Nerven nicht zwingend mit der Größe eines Helis zusammenhängen.
Viele Grüße
Stephan
coolmarc
31.03.2011, 21:01
Hallo Michael,
In dieser Rubrik schreibe ich auch nur mit, weil flatternde Nerven nicht zwingend mit der Größe eines Helis zusammenhängen.
Viele Grüße
Stephan
Ich garantiere Dir, wenn Du Deinen 600er das Erste mal vor Dir hochlaufen siehst , dann werden Deine Nerven flattern -100% ig.:unsure:
Die Größe (und der daraus resultierende Wert des Helis) schafft sehr wohl einen Zusammenhang.:)
Walter01
31.03.2011, 21:39
Jepp. So schauts aus. Darauf wollte ich auch hinaus.
Könnte viel darüber schreiben. Hab auch meine ersten Schritte mit Heli`s der 450 Größe oder kleiner ala Walkera gemacht. Aber erst mit dem 600er das Heckschweben erlernt.
Aber bei dem Teil wird dir gaaaaanz anders.
Definitiv zum Fliegen erlernen 1a. Aber mehr als Respekt einflösend.
Und dann 5 Stunden am Kabel mit nem 600er Nitro. Ui ui ui. :o
Hat mir aber sehr viel gebracht.
Dauerte nicht lang und die 8en gingen. Aber was wichtiger ist, aus Angst wurde Spaß.
mfg
Michael
Hallo,
ich würde nie daran zweifeln, das einem beim ersten anlaufen eines 600er das herz in die Hose fällt.
Ich sach ja nur, das es dafür nicht generell einen 600er braucht.
Viele Grüße
Stephan
Acrobatflyer
01.04.2011, 10:47
Ich garantiere Dir, wenn Du Deinen 600er das Erste mal vor Dir hochlaufen siehst , dann werden Deine Nerven flattern -100% ig.:unsure:
Die Größe (und der daraus resultierende Wert des Helis) schafft sehr wohl einen Zusammenhang.:)
schafft aber auch ein gutes Gefühl wenn man nen 1,6kg Akku in den Schacht des grossen Helis schiebt der damit dann damit "stabil" fliegt wie ne
"Wuchtbrumme";D
Acrobatflyer
01.04.2011, 10:48
Hallo,
ich würde nie daran zweifeln, das einem beim ersten anlaufen eines 600er das herz in die Hose fällt.
Ich sach ja nur, das es dafür nicht generell einen 600er braucht.
Viele Grüße
Stephan
ne, hat recht, 700er geht auch
ingohill
01.04.2011, 10:57
ne, hat recht, 700er geht auch:lol2:
Denke, kommt auf den Umstieg an - bei mir war es vom mCX auf T-Rex 500.
Respekt war auf jeden Fall schon vorhanden - nach oben wird es sicherlich nicht viel entspannter, obgleich das Können schon fortgeschrittener sein sollte.
straesso
01.04.2011, 12:26
Hallo,
grundsätzlich sind Menschen sehr verschieden. Wir neigen gerne dazu zu glauben, andere Personen erleben die Welt ähnlich wie wir selbst - das ist falsch! Ob und wieviel "Angst" jemand z.B. vor dem Heli-Fliegen hat hängt von sehr vielen Faktoren ab. Einige davon sind:
- genetische Veranlagung
- Lebenserfahrungen
- aktuelle Lebenssituation
- aktuelles Stressniveau
- Eigene Ansprüche (z.B. Perfektionismus)
- Sensibilität
- Ernährungsgewohnheiten
- körperliche Erkrankungen (z.B. Übersäuerung)
Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. So lässt sich z.B. auch leicht erklären, weshalb es Piloten völlig ohne Angst, ja sogar mit nur sehr geringem Gefahrenbewusstsein gibt und andere Piloten bereits anfangen nervös zu werden, wenn sie mit dem Auto auf der Fahrt zum Flugplatz sind.
Hochsensible Persönlichkeiten (HSPs) reagieren z.B. sehr empfindlich auf Kleinigkeiten (es ist zuviel Wind zum Fliegen, ich fühle mich nicht ganz wohl, da laufen Leute in der Nähe des Flugplatzes, auf dem Platz sind andere Piloten, die ich nicht so gut leiden kann, etc.) und es muss vieles um sie herum "stimmen", damit sie einen guten Flugtag haben.
In sofern sind auch die Bewältigungsstrategien für Ängste / Nervosität sehr individuell und unterschiedlich.
Viele Grüße
Olaf
jetranger
01.04.2011, 15:01
Hallo,
Es ist das selbe wie beim Anbaggern einer schönen Frau:yes:
Das Zauberwort heißt ALKOHOL!!
Ein bis zwei Bier, und du fliegst wie ein Weltmeister:lol: Ganz ohne nervös zu sein;)
lg.
Oh Oh, ich ahne böses. Jetzt pass mal auf, was Du da angerichtet hast.
:snack:
LG
Jörn
heli-carsten
01.04.2011, 15:42
genau und mit Haschisch und Marioana fliegts sich´s gleich vieeeeeel länger und bunter :unsure:
HeliJaner
01.04.2011, 15:51
Hallo,
Es ist das selbe wie beim Anbaggern einer schönen Frau:yes:
Das Zauberwort heißt ALKOHOL!!
Ein bis zwei Bier, und du fliegst wie ein Weltmeister:lol: Ganz ohne nervös zu sein;)
lg.
Wie es gibt auch Leute die ohne Alkohol fliegen ?
Hi @ all,
nach meiner Meinung hat der Olaf alles gesagt was es dazu nur zu sagen gibt . Alles kann aber muss keine Rolle spielen . Da für haben wir einfach zu viele Veranlagungen im Positven wie im Negativen.
Positiv können aber kleine Gruppen sein , weil auch die Konkurrenz Fortschritte erzielen hilft . negativ bei den älteren ist das wir einfach die Dollarnoten nicht aus den Augen bekommen. Bei mir sieht es so aus wie auch schon beschrieben das man sich auf den Heli verlassen können muss . So ist es nach einem nicht zu Boden gesteuerten Heli wieder recht schwer Vertrauen auf zu bauen wenn das Material aus fällt. Aber auch wenn das passiert ist sollte man nicht aufhören und nicht nachdenken, dann muss man den nächsten Heli nehmen und da weiter machen wo man aufgehört hat. Denn Stillstand bedeutet Rückschritt. Irgend wann kommt dann der berühmte Knacks und es wird einfacher. Das Bedeutet aber nicht gleichzeitig das dann nichts mehr kaputt geht. Zu dem wenn ein 600derter hoch läuft kann man geteilter Meinung sein , bei mir ist eher ein 500derter. Warum ? weil z.B. mein C/T-Rrex 500 ESP mit ca. 2800 - 3000 U/min. und mein Logo 600 mit max. 2200 U/min. in die Luft geht und dabei der L 600 sich nach Heli und der C/T 500 ESP mehr nach mechanischem Schrei anhört, der Starrantrieb macht nun einmal Lärm.
Man kann also in unserem sehr vielseitigem Hobby und Leben nicht an wenigen Dingen das Hände und Knie zittern festmachen und Alkohol ist da bestimmt kein guter Ratgeber. Denn das wissen wir ja nun alle denn Alkohol macht die Birne nicht nur schwer sondern auch hohl.
Wünsche weiter hin fröhliche Forschung.
jetranger
02.04.2011, 18:40
Hallo,
Oh Oh, ich ahne böses. Jetzt pass mal auf, was Du da angerichtet hast.
Sollte ja auch ein Scherz sein:hallihall:
lg.
Charlie_D
05.04.2011, 07:15
genau und mit Haschisch und Marioana fliegts sich´s gleich vieeeeeel länger und bunter :unsure:
Ja, und vor allem: Ganz ohne Heli oder Flugzeug!!! :lol2:
CoCoon28
10.04.2011, 13:35
genau und mit Haschisch und Marioana fliegts sich´s gleich vieeeeeel länger und bunter :unsure:
Naja, das ist wohl ansichtssache, länger fliegt man auf jeden fall, zumindest gefühlt -_-
man darf nur nicht zu viel kiffen, sonst brennen die augen so :lol:
greez
andi
Ich würd sagen die ganzen Diskussionen rund ums Betäubungsmittelgesetz beenden wir besser, nicht das jemand auf die Idee kommt das es kein Spass ist. ;D :lol2: herrlich gelacht!
Nochmal ein Versuch einer ernsthaften Anmerkung: ;)
Ich merke, wenn ich darauf achte, das es wie so eine Art "Gradmesser" der Nervosität gibt. Das ist immer abhängig von der Tagesform, von vielen persönlichen, genetischen und was weiß ich noch für Faktoren, hier kennt sich jeder wohl selbst genug. Ich merke aber wenn ich den Gradmesser "spüre", dann kann ich genau sagen, daß das was ich jetzt mache "passt", d.h. mich völlig kalt läßt, oder mich eben nervös macht. Auch abhängig davon was für Figuren ich mehr oder weniger geübt hab. Ich hatte eine zeitlang nur noch Piroflip geübt, andere Sachen, die einfach noch nicht so gesessen sind aber vernachlässigt, plötzlich spüre ich eine Nervosität bei ganz banalen Dingen wie Rückwärtsflug oder Rückenflug mit Nase zu mir wenn ich am Waldrand stehe. Die Punkte wo ich nervös werde gilt es zu finden und darum herum zu üben, plötzlich sind die Punkte ganz einfach weg. Eingeschliffen ins Hirn. Wenn ich mich aber zuviel mit diesen Punkten beschäftige die nervös machen, dann streßt das und ich muss wieder zurück, langweiligere Dinge wiederholen und wieder runter kommen, sich gut fühlen und eine Session "erfolgreich", d.h. ohne Crash und trotzdem etwas gewagt, zu beenden.
mwendeborn
23.04.2011, 14:36
bei mir war es genauso als ich mit dem heli fliegen begann !°°!
meine hände haben gezittert schlimmer als bei einem alki :lol:
nach der zeit und übung lässt es einen einfach locker. vielleicht steigt mein puls mal ;D
aber sonst auch nichts mehr.
wenn du neue sachen probiert mach es vorsichtig versetz dich nicht in stress und tue es einfach !!!
solang du deine heli in allen richtungen beherscht immer schon pitch geben ;)
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