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Vollständige Version anzeigen : SDX 10S - böse Resonanz am Heck


stefan2311
24.02.2011, 09:47
Hallo Zusammen,

habe derzeit ziemliche Probleme mit meinem neuen SDX 10S.

Das Ding ist neu aufgebaut, die ersten 2 Flüge mit ca. 1800 Umdrehungen waren auch wunderbar.
Dann wollte ich noch 2 höhere Flugphasen einstellen, dann ging es los. Bei höherer Drehzahl sofort heftige Resonanz am Heck. An Fliegen nicht zu denken.

Habe dann auf Empfehlung die Heckstreben von der oberen Befestigung an die untere Umgeschraubt, jedoch ohne Erfolg.

Auch unterschiedliche Sätze Heckrotorblätter (gewuchtet) sowie uterschiedliche Riemenspannung (von zu locker bis zu fest) bringen keine Besserung.

Nach diversen Versuchen tritt die Resonanz nun auch schon bei der niedrigeren Drehzahl (~1800) auf.

Das komplette Innenleben der Hero-Blatthalter (Lager, Drucklager, Scheiben) sowie die Nabe, die Heckrotorwelle und die Lager der Heckrotorwelle habe mich mittlerweile testweise ausgetauscht, bringt jedoch keine Besserung.

Das dritte Lager für den Heckabtrieb, sowie ein Testweiese verbauter anderer Motor ändern auch nichts an der Sache.

Am Hauptrotorkopf liegts definitiv auch nicht, denn ohne vibrierts hinten genauso.

Einzige Besserung ergab sich mit einem komplett anderen Heckrotor (Danke, Micha!) welchen wir kurz mal verbaut hatten. Mit diesem war die Resonanz bei 1800 Umdrehungen weg, bei geringfügig höherer Drehzahl gings jedoch sofort wieder los.

So langsam frustriert mich das Ding echt. Ich hoffe nun das hier noch jemand einen guten Tipp für mich hat, denn so langsam gehen mir die Ideen und die Motivation aus, mich weiter mit dem Teil rumzuärgern.


Danke und Grüße,

Stefan

Christian Rose
24.02.2011, 10:05
Hallo,

in welche Richtung geht die Resonanz? Heck auf und ab oder Heck nach rechts oder links? Wie hast Du die Riemenspannung eingestellt (diese sollte eher locker sein)?

Wenn durch die Vibs das Heck auf und ab schwingt kommt das ganze vom Kopf..... ist da irgendwas schwergängig? Drucklager gefettet und richtig herum drin?

Motorwelle wirklich gerade ausgerichtet?

vg
Christian

stefan2311
24.02.2011, 10:16
Hallo Christian,

das Heck geht von links nacht rechts.
Mit der Riemenspannung hab ich auch experimentiert, das ändert leider auch nichts.
Den Kopf kann ich ausschließen, da es ohne Kopf genauso vibriert. Drucklager (Kopf und Heck) sind richtigrum drin und gefettet.

Motorwelle geht auch gerade ins Gegenlager, auch Motor und die Adapterplatten für die Motorhalterung sind mittlerweile mehrfach aus- und wieder eingebaut um dort evtl. Verspannungen auszuschließen. Das ganze Getriebe läuft schön leichtgängig.

Grüße,

Jörg
24.02.2011, 10:27
Moin,

spontan 2 Dinge die mir noch einfallen:

- Haarriss im Chassis (das wäre sehr ärgerlich weil = Neuaufbau)
- Zwischenwelle krumm oder Riemenscheibe nicht rund (selber schon mal gehabt)


Gruß
Jörg

stefan2311
24.02.2011, 11:30
Zwischenwelle und Riemenräder ist noch ne Idee, die werd ich mir mal noch besorgen, auch wenn ich da nicht zu viel Hoffnung hab, weil das eigentlich alles Rund unf weich läuft.

Haarriss im Chassie? Müsste es dann nicht vorne auch irgendwo stärker vibrieren?
Mit dem Gedanken den neu aufzubauen und auf Verdacht auch noch ein neues Chassie zu besorgen kann ich mich derzeit irgendwie noch nicht anfreunden. Da tendiere ich in meinem derzeitigen Frust dann eher dazu mich nach nem anderen Heil umzuschauen...

Aber danke für die Tipps..

Grüße,

Stefan

RC-Helibird
24.02.2011, 11:46
Hi Stefan,

hast Du es evtl. schon mal mit einer anderen Gyro/Servo - Combo probiert?

Vielleicht mal die Empfindlichkeit nahezu rausnehmen und/oder mit dem Befestigungsloch am Heckservo-Horn experimentieren...ich gehe davon aus, dass die Hero-Anlenkung 100% sauber bzw. "ruckelfrei" funktioniert und sich die Anlenkung an keiner Stelle "durchbiegt".

Viel Erfolg und Grüße,
Oli :hallihall:

stefan2311
24.02.2011, 11:49
Hi Stefan,

hast Du es evtl. schon mal mit einer anderen Gyro/Servo - Combo probiert?

Vielleicht mal die Empfindlichkeit nahezu rausnehmen und/oder mit dem Befestigungsloch am Heckservo-Horn experimentieren...ich gehe davon aus, dass die Hero-Anlenkung 100% sauber bzw. "ruckelfrei" funktioniert und sich die Anlenkung an keiner Stelle "durchbiegt".

Viel Erfolg und Grüße,
Oli :hallihall:

Hallo Oli,

ich kann die Anlenkung komplett aushängen, damit der Hero frei hängt, das Ding geht trotzdem in Resonanz, sobald es auf Drehzahl kommt... :unsure:

Christian Rose
24.02.2011, 15:01
Sitzt der Heckrotor wirklich fest am Heckrohr oder kannst den leicht drehen (also auf dem Rohr) ? Dafür is nämlich auf der Leitwerksseite eine kleine Bohrung wo man eine Schraube (kleine Kreuzschlitz wie bei der Kabinenhaubenverglasung geht am besten) reindrehen kann. Dann sitzt das Heckrotorgehäuse bombenfest am Heckrohr....

lg
Christian

stefan2311
24.02.2011, 15:39
Also die kleine Schraube hab ich nicht drin, bin aber der Meinung dass das Heckrotorgehäuse mit den 6 Schrauben + 2 vom Leitwerk eigentlich hält. Diese waren auch immer entsprechend fest angezogen.
Werde das aber heute Abend auf jeden Fall nochmals prüfen und auch mal die zus. Schraube noch probieren.

Winkel
06.03.2011, 11:43
Hallo,
ich habe das gleiche Problem an meinem SDX Nitro! Auch die Streben versetzen hat keine Änderung gebracht. Bei hoher Drezahl fängt der Heli sofort an zu schwingen. Bin bisher auch ratlos.

Christian Rose
06.03.2011, 12:22
Hi,

das Heckstreben - Verlegen nach unten ist ja nicht die Garantie das die Vibrationen verschwinden.

Es ist klar, das jede Mechanik ab einer bestimmten Drehzahl in Resonanz fällt, diese ist abhängig u.a. von der Kopfdämpfung. Probiert einfach mal weniger oder mehr Drehzahl (so +/- 50upm) oder alternativ die härtere Kopfdämpfung des D3....

Beim Verbrenner fällt mir als erstes ein, das das Lüfterrad vielleicht schief montiert sitzt und so unrund läuft... das ist einer der häufigsten Baufehler. Das Lüfterrad sollte für optimale Ergebnisse mit einer Messuhr eingerichtet werden.

Ich flieg meine 10S SDX serienmäßig und da vibriert nix - weder mit Heckstreben oben oder Heckstreben unten...

Ein banales Problem hatte mal ein befreundeter Pilot: Er hat die Schrauben der Hauptrotorwellenlagersitze nicht fest angezogen.... da gabs auch mächtige Vibrationen.

vg
Christian

Winkel
06.03.2011, 17:03
Das Lüfterrad wird doch beim Einbau fest zentriert, wie kann ich dies dann noch ausrichten?

Ich habe heute morgen bemerkt, daß ein Blatthalter des Heckrotors etwas geklemmt hat (im Spiel). Dies habe ich beseitigt und hoffe das mich meine Erkältung bald auf den Platz lässt.

Qr1gL
06.03.2011, 17:15
Ich hatte mal ein ähnliches Problem bei einer Vibe 50. Da hat es an zu stramm angezogenen Heckblättern gelegen. Die Heroblätter mal fastnicht anziehen so, dass sie nur knapp nicht abkippen im Stand.

Christian Rose
06.03.2011, 23:57
Hi,

stimmt - hast recht, SDX wird ja der Lüfter aufgeschraubt - ich war da jetzt grad irgendwie bei der Freya - frag mich nicht warum.

Was noch sein kann ist eine zu starke Spannung des Riemens....

vg
Christian

heli_mike
07.03.2011, 07:25
Guten Morgen,

ich hab bei meiner 6s - sdx die gleichen Vibs (seitliche) ! Bin auch etwas ratlos..das nervt echt. Die Vibs sind nur ganz leicht..aber deutlich sichtbar.

Hätte auch gerne gewußt wo die her kommen. Habe mir nochmal das komplette Heck angeschaut..ist alles leichtgängig und spielfrei !

Habe jetzt testweise meinen gyro doppelt mit Schaumpads unterlegt.

Werde auch nchmal mit gyro-Empfindlichkeit und Drehzahl spielen.

KDS-freak
07.03.2011, 08:26
das problem, was du beschreibst kann so nur von der mechanik selbst kommen, versuch mal die heck-blätter so fest wie möglich anzuziehen, und stell den heli mit langsam drehenden blättern, so daß am heck so keine größeren fliegkräfte auftreten hin, und beobachte den blättspurlauf der heck-blatt spitzen, die´s musst du bei ausgehängter heckanlenkung oder null grad an den heck blättern machen, wenn der spurlauf nicht perfekt stimmt ist entweder die heck nabe oder die welle krumm, wenns das nicht war ist´s ein blatthalter, und wenn der´s nicht war die hrw. da du sie ja auch zum testen ohne kopf montiert haben musstest.
das wäre das, was mir spontan einfällt.

mfg chris

lodi
07.03.2011, 19:05
Hallo zusammen,

ich hatte bei meinem SDX am Anfang leider auch starke Resonanzen und Brummgeräusche .

http://www.rc-heli.de/board/showthread.php?t=127986

Der SDX fliegt jetzt seit einigen 100 Flügen ohne Vibrationen ,die Heckstreben habe ich am oberen Befestigungspunkt und dazwischen im Chassis einen Verbindungsbolzen . Der Verbindungsbolzen macht das Chassis im hinteren Bereich deutlich stabiler.
Desweiteren sollte man darauf achten, dass die Heckrotorblatthalter ,die man ja auf der Nabe zueinander bewegen kann auf beiden Seiten den selbenWeg leichtgängig zurücklegen.Es könnte ja sein ,dass bei der Montage Schraubensicherung zwischen Nabe und Lager kommt.
Das Seitenleitwerk habe ich auch durch eins aus gfk ersetzt ,da mir das vom SDX im unteren Bereich zu weich erscheint.
Den Riemen nicht zu stark spannen, sonst läuft er zu rauh.

Bin sonst ganz zufrieden mit meinem SDX seit er auf V-Stabi umgerüstet ist ,lediglich das Hauptzahnrad hält bei mir nicht lange ,da ich meinen Pitchhebel stellenweise als Kipschalter bewege.:lol:

Gruß Erik

Winkel
07.03.2011, 20:01
Hallo Erik,

das hört sich interessant an. Was hast Du für ein Verbindungsbolzen genommen? (Bild wäre schön-_-)

Habe meine Blatthalter auch demoniert und sorgfältig wieder zusammen gebaut. Werd es bald testen.

LG
Thorsten

lodi
07.03.2011, 20:17
Hi Thorsten,

habe einen von meinem 600 Rex genommen und mit einer Aluhülse verlängert. Bild habe ich leider keines. Möglich wäre auch ein Alurohr und eine M3 Gewindestange.

Gruß Erik

Michael S.
07.03.2011, 20:31
Beim Elektro solltes auf jeden Fall ein Delrin verbauen...das hät locker 200 Flüge und mehr...mein SDX hat an die 300 Flüge drauf und 120 davon als 90er und immer das selbe HZR.

Uwe Z.
07.03.2011, 20:52
Wird zwar nix helfen aber ich schreib es trotzdem mal. Bei meiner Vibe 50 hatte auch üble Resonanzen am Heck ab 1800 bis 2200. Geholfen hat da nur kürzere Blätter zu fliegen auf dem Heck. Max 85 mm und ein Profil wie es die NHP haben. Also nicht rund zum Ende hin sondern gerade.
Ich hab mir zum testen einfach 105er auf 82 mm runter gekürzt (CFK) und der ganze Spuk war vorbei. Kreisel Empfindlichkeit dann etwas höher eingestellt und das Ding fliegt als wie wenn nie was gewesen wäre.

Mach ich andere Blätter drauf aus Plastik oder CFK die wieder rund sind am Rand.. sofort wieder das gleiche. Die Kiste wird unfliegbar.

Die NHP hatten davor 100mm und die anderen 105. Beide waren zu lang. Jr dreht den Rotor wohl immer weiter auf als andere. Die K & S Plastik haben 95mm und die anderen CFK haben 95mm. Mit den ganzen Blättern konnte man es vergessen.

Hoffe konnte helfen.

rc_fan
10.03.2011, 23:08
Hallo Leute

Ich hatte im letzen Herbst das gleiche Problem. Alles war neu, und in höheren Drehzahlen
war diese Resonanz. Alles wurde kontrolliert. Drucklager usw. Das ganze Spiel von Hinten bis
nach Vorne. Frust pur. Dann die ungewöhliche Idee. Rotorblätter weg und ohne laufen lassen.
Der Motor wird es schon überleben. Ups die Resonanz trat auch da auf.
Alles klar, Problem war vorne beim Motor. Pyro raus und auf die Bank.
Was ich nie für möglich hielt, die Motorwelle war nicht sauber rund. Ich dachte das könnte
noch in die Toleranz gehen. Adapter und Ritzel wieder montiert, nochmalige Kontrolle.
Sche..... noch schlechter. Demontage des Adapter mit Ritzel und aufspannen. Sch.... auch
nicht rund laufend. Noch schlechter.
Händler telephoniert, leider nur nachmittags offen. Motor und Adapter zurück. Neuer Motor (aus
China, neuer Adapter aus CH-Produktion. Später Nachmittag, alles montiert, Kontrolle, endlich
sauber und zufrieden.
Ich war noch am gleichen Abend fliegen und siehe da, so muss es sein.

Mein Tip, könnte vielleicht auch der Adapter mit dem Ritzel sein oder sogar auch die Motoren-
welle.

Viel Glück

Gruss


Roli

Christian Rose
11.03.2011, 19:33
Hi zusammen,

also der Aussage, das es am TMRF Ritzeladapter liegt kann ich nicht beipflichten. Ich habe neben meinem SDX Insane bisher 4 weitere SDX mit E-Antrieb zwischen 6 und 10S aufgebaut, eingestellt und eingeflogen.

Wenn man vorne aufpasst, das der Sitz des Gegenlagers exakt fluchtet und das Ritzel zentriert im Gegenlager sitzt, dann hatte ich bisher keine Vibrationen. (zumindest nicht von der Motorenseite) Löst man die Madenschraube zur Befestigung des Ritzeladapters auf der Motorwelle so fällt beispielsweise bei meiner SDX das Ritzel aus dem Lager nach unten.

Wie schon mal irgendwo geschrieben: Wenn man sauber baut, dann hat man solche Probleme nicht

vg
Christian

stefan2311
11.03.2011, 20:00
Hallo, ich kann mich nun auch wieder mit ein paar neuen Erkenntnissen melden.

Anderen Motor mit anderem Ritzel+Adapter, anderen Heckabtrieb, andere Lager im Heck und den Heckblatthaltern, andere Blätter am Heck, Test ohne Kopf, Riemen locker, Riemen fest, Heck ohne Anlenkung usw. hatte ich ja alles schon erfolglos durch.

Nun habe ich mein Heck (Komplett mit Rohr und Streben) an einen anderen SDX montiert. Dort vibrierts auch.
--> Verdacht fällt also ganz klar aufs Heck.

Dann, Gegenprobe, das Heck vom anderen SDX auf meinen.
--> Vibriert auch (und hier wirds komisch....)

Also das ganze Spiel wieder zurück, mein Heck wieder auf meinen SDX.

Dann kam der Meik (Danke!) und meinte, er baut mal die Anlenkung der Blatthalter am Heck um. (Diese werde normalerweise von hinten angelekt, nach dem Umbau nun von vorne.)

Der anschließende Test(schwebe)flug brachte wieder Hoffnung, das ganze lief nun spürbar ruhiger.

Zu ausgiebigen Tests hats heute leider nicht mehr gereicht, die werde ich am Sonntag machen und dann hier berichten.


Auf jeden Fall, danke für alle Tipps hier.

Grüße,

Stefan

buG
11.03.2011, 21:06
...cool Stefan,

...den selben Tipp hat mir der Meik ja letzten Sonntag (oder war's am Samstag) auch schon gegeben, wollt nur auf dem Platz nimmer umbauen damit mir diese Sicherungsringe von der Anlenkung nicht davonhüpfen und ich die im Dreck nimmer find'...

Aber wenn's bei Dir zu 'ner Verbesserung geführt hat, ist das auf jeden Fall mal einen Versuch wert!

Danke für den Tipp @Meik und danke für's Testen @stefan2311

stefan2311
11.03.2011, 21:16
Jap, auf die Sicherungsringe musste aufpassen. Wir ham auch einen gesucht...

lodi
12.03.2011, 09:40
Hi Christian,

ich finde es etwas traurig, dass grundsätzlich immer davon ausgegangen wird, dass die Mechanik
nicht sauber oder der Motor falsch eingebaut wird .
Es gibt bestimmt auch genügend Piloten, die etwas weniger Geschick beim Zusammenbau der Mechanik haben ,aber es haben ja mehrere Piloten die Problehme mit den Vibrationen , auch SDX mit Verbrennermotor.
Und wenn es so schwierig ist einen SDX aufzubauenn, dass es nur Werks- und Teampiloten gelingt , muß ich mir als Endverbraucher schon so meine Gedanken machen.

Gruß Erik

Christian Rose
12.03.2011, 12:47
Hallo Erik,

es ist halt nun mal meine Erfahrung, das Vibrationen meistens hausgemacht sind. In den seltensten Fällen ist hier der Hersteller (egal welcher) dran schuld sondern irgendwelche kleinigkeiten die man übersieht.

Dazu muss man sich ansehen, wie die Vibrationen ausehen (rauf, runter, oder seitlich) und dies gibt einen Ansatz wo man deren Entstehung suchen muss. Im Prinzip hat, wie ich auch schon oft geschrieben habe, jedes Modell eine Drehzahl bei welcher es sich selbst etwas aufschwingt.

Es gelingt keinesfalls nur Werks- oder Teampiloten eine Mechanik vibrationsfrei aufzubauen. Ich baue halt sehr gewissenhaft und ich habe heute eine SDX eines Kollegen eingeflogen (die hat er selber gebaut, ich mache nur die Feinabstimmung) - Fazit: Nach Feineinstellen des Spurlaufs keine Vibrationen....

vg
Christian

Christian Rose
12.03.2011, 13:39
Und noch etwas: es ist nicht schwieriger einen SDX aufzubauen als einen anderen 600er Heli. Gedanken sollte man sich schon machen, wenn der eigene Heli Vibrationen hat. Nur scheinbar fehlt es auch vielen am Grundwissen, wo man die Ursache der Vibrationen suchen sollte. Dieses Grundwissen kann man sich besonders als Einsteiger sehr leicht durch das Lesen von entsprechenden Fachbüchern aneignen - hier sei in erster Linie sozusagen die "Helibibel" genannt; Dieter Schlüters Modellhubschrauber ferngesteuert. Obwohl dieses Buch schon etwas älter treffen die mechanischen Zusammenhänge auch noch heute zu!

Hier einmal eine Auflistung, wo ich bei der SDX Vibrationen suchen würde:

Generell:

Hauptrotorkopf:

-Dämpfergummis im Kopf ausreichend gefettet?
-Drucklager richtig herum eingebaut und gefettet?
-Schraube zum Fixieren der Blattlagerwelle im Schlaggelenk angezogen?
-Hauptrotorwelle lässt sich leichtgänig durch die Lagerböcke führen?
-Beim Einschrauben der Blattlagerwellenschrauben darauf achten, das Loctite nicht in die Drucklager oder auf die Welle kommt, sondern im Gewinde verbleibt!
-Statischer Spurlauf i.O.? Ergibt sich eigentlich automatisch durch Montage des Rotorkopf-Jochs (Kunststoffhabschalen) im rechten Winkel auf dem Alu-Zentralstück (und ich trau mir zu wetten, das mind. 50% hierauf nicht schauen)
-Mechanischer Spurlauf i.O.?
-Blätter gewuchtet?
- M2,6 Schrauben im Zentralstück fest angezogen (Rundlauf-Klemmung)

Heckrotor:

Drucklager richtig montiert und gefettet?
Befestigungsaugen der Heckstreben mit Epoxy eingeklebt (darauf geachtet, das z.B. etwas Schaumstoff zuvor in die Strebe gedrückt wurde, das das Harz nicht abläuft?
Heckstreben fest angezogen?
Riemenspannung i.O? Nicht zu fest, sonst sind Wellen unter Zug...
Blattschrauben locker genug, das Blätter schwenken können?
Heckanlenkung läuft leichtgänig?

E-Motor:

Motor exakt ausgemittelt montiert? D.H. nicht verspannt
Motor und Motorträger fest angezogen?
Akku sitzt fest im Chassis und rutscht nicht hin und her?

V-Motor:

Lüfter fest montiert und ggf. auch mit Messuhr auf verspannte Montage am Lüfterzentralstück kontrolliert?
Vergasereinstellung i.O. - Motor läuft rund?

hope that helps

vg
Christian

Uwe Z.
12.03.2011, 14:17
Hi Christian,

ich finde es etwas traurig, dass grundsätzlich immer davon ausgegangen wird, dass die Mechanik
nicht sauber oder der Motor falsch eingebaut wird .
Es gibt bestimmt auch genügend Piloten, die etwas weniger Geschick beim Zusammenbau der Mechanik haben ,aber es haben ja mehrere Piloten die Probleme mit den Vibrationen , auch SDX mit Verbrennermotor.
Und wenn es so schwierig ist einen SDX aufzubauen, dass es nur Werks- und Teampiloten gelingt , muß ich mir als Endverbraucher schon so meine Gedanken machen.

Gruß Erik

Das kommt evtl etwas schief rüber wenn man die Beiträge liest von Christian. Sprich man hat im ersten Augenblick den Eindruck wie auch du ihn hast. Aber ich denke und weis es auch, das Er es nicht so meint oder direkt so umschreibt.

Bin selber auch kein Ing. oder Dr. ;D oder Teampilot und baue jetzt auch schon seit 8 Jahren Helis. Baut man so einen Heli zusammen dann sollte er wenn man alles "normal" richtig macht alles passen. Fliegt die Kiste dann nicht kann es an der Mechanik liegen oder auch an anderen Dingen die man zu kauft.

Christian sagt ja auch nicht das es nie einen Fehler gibt bei den Mechaniken.

lg von mir. Muss jetzt weiter an meiner Heckwelle vom 550er Rex rum schleifen da die Heckhülse nur mit Gewalt bewegt werden kann. :unsure:

rc_fan
12.03.2011, 14:32
Hallo Leute

Kurz an Christian. Sorry aber Dein Glaube reicht hier nicht ganz. Gerne schicke ich Dir die
schlechten Adapter zu. Das gleiche Problem hatte letzten Herbst auf diesem Forum schon ein
Pilot mit dem Turbulence. Dann habe ich die gleiche Infos von Spiel und Flugbox aus der Schweiz.
Auch da war es beim SDX zwei Adapter die nicht rund liefen. Kann sein, dass die Neuen besser sind.
Deine ausführlichen Beschreibungen für ein Aufsuchen von Fehlern sind aber sehr sehr gut.
Danke an Dich als Moderator.

Morgen gehe ich sowieso an die Rotor live und treffe mich mit Dominik. Leider muss ich ihn am
JR Stand abholen, weil von Hirobo niemand da ist. Traurig aber war. Dann muss ich mich noch
von JR Piloten bequatschen lassen, wie toll sie es haben. Jedenfalls das letzte Jahr war es auch
schon so. Zum Glück bin ich mit Hirobo perfekt zufrieden. Hier droht keine Gefahr. Dominik oder
Hans werden mit mir sicher zwischen den Zeilen sprechen.

Stefan 2311. Ich baue meine Hirobo Modell nur mit org. Höhen und Seitenleitwerken auf. Anhand
der möglichen Fiberation an den Leitwerken, kann ich die Ursache besser lokalisieren.
Meine Frage an dich. Welchen Motor verwendest Du ? Ich habe seit letzter Woche einen neuen
Motorträger. Eine leichte Fiberation am Seitenleitwerk wurde dadurch deutlich geringer,
wenn nicht sogar ganz verschwunden. Hoffentlich findest Du bald die Ursache bei dem SDX.

Gruss

Roli

Christian Rose
12.03.2011, 19:20
Hallo Rolli,

wie gesagt, ich beziehe mich auf die Ritzeladapter, die ich in den Händen hatte, und bei denen fehlte nichts. Ob es zwischendurch mal welche gab, die unrund liefen, ist mir nicht bekannt.

Wenn gleich bei drei oder mehr Adaptern Probleme auftreten, dann würde ich hier reklamieren und die Teile an TMRF schicken, anstatt sie halt zuhause in der "Aufbewahrungskiste für unbrauchbare Teile" liegen zu lassen.

Danke fürs Lob bzgl der Tipps - is ja eh klar, das ich versuche zu helfen wo es nur geht (wer mich kennt weiß das)

@Uwe: vielen Dank :) Wenn ich das im Nachhinein lese, war es doch sehr direkt geschrieben.

Ich beziehe mich halt immer von meinen mittlerweile 15 Jahren Erfahrung im Heli-Bereich und wenn ich Probleme mit Vibrationen hatte war zu 99,9% immer ich schuld daran. Egal ob der V-Motor unrund lief oder die einmal in einer Nachtschicht mal schnell zum experimentieren gewechselte Paddelstange mit anderer Länge, die nach dem Montieren auf einer Seite 1cm länger war als auf der anderen.... dies fiel mir aber erst nach dem Flug damit auf...

vg
Christian

stefan2311
12.03.2011, 20:20
Stefan 2311. Ich baue meine Hirobo Modell nur mit org. Höhen und Seitenleitwerken auf. Anhand
der möglichen Fiberation an den Leitwerken, kann ich die Ursache besser lokalisieren.
Meine Frage an dich. Welchen Motor verwendest Du ? Ich habe seit letzter Woche einen neuen
Motorträger. Eine leichte Fiberation am Seitenleitwerk wurde dadurch deutlich geringer,
wenn nicht sogar ganz verschwunden. Hoffentlich findest Du bald die Ursache bei dem SDX.

Gruss

Roli

Hallo Roli,

Motor ist ein Hyperion 4035-560 (wohl baugleich mit dem Scorpion) - Testweise war auch schon ein Scorpion 4025-760? mit anderem Ritzel und Adapter.

Seitenleitwerk ist das originale dran (aber auch schon ohne getestet), Höhenleitwerk habe ich nicht montiert (Das Ding geht ja mal gar nicht...).

Aber wie oben geschrieben werde ich morgen mal mit andersrum angelenktem Heck testen. Und dann mal sehen...


Grüße,

Stefan

lodi
12.03.2011, 20:22
Hallo Christian ,

ich möchte ja niemand persönlich angreifen ,und mir ist auch bewusst, dass das Gesamtsystem Modellhubschrauber von vielen Zubehörteilen abhängig ist , um störungsfrei zu funktionieren.
Man versucht ja nach bestem Wissen und Gewissen auch mit Hilfe von Vereinskollegen, oder dem Forum (Danke) die Zubehörteile wie Rotorblätter ,Heckblätter oder komplette Baugruppen wie Heckgehäuse oder Rotorkopf zu tauschen ,um der Ursache auf den Grund zu gehen.

Und ich als Feinmechaniker fühle mich halt schon ein bisschen auf den Fuß getreten , wenn einem unterstellt wird nicht mit der notwendigen Sorgfalt oder Sachverstand beim Zusammenbau einer Mechanik vorzugehen.
Allerdings stimme ich dir zu ,dass Baufehler und mangelndes Wissen doch im Modellbau weit verbreitet ist , und unter Umständen bei einem Heli doch recht gefährlich ist.


Und für eine in einer Nachtschicht falsch montierte Padellstange habe ich absolut kein Verständnis, finde ich grob fahrlässig ,eine Gefährdung der gesamten Menschheit.:lieb:


Gruß Erik

Christian Rose
12.03.2011, 22:19
Hi Erik,

ich verstehe, das Du im Hinblick auf deinen Beruf als Feinmechaniker dir da vor dem Kopf gestossen vorkommst, wenn ich sage "Baufehler". Du würdest aber lachen, was ich im Laufe der Zeit an Baufehlern an Helis gesehen habe, die von Piloten da eingebaut wurden, die eigentlich von Berufswegen auch wissen hätten müssen was sie da machen... nur meistens resultierte dies in unnützen Aktionen - manchmal mit dem Ergebnis des vernichtenden Einschlags...

Meine Erfahrung ist die: manchmal begeht ein Heli wegen Bau- und Setupfehlern seines Erbauers Suizid, ungeachtet dessen noch so qualifizierten Berufs....

vg
Christian

stefan2311
13.03.2011, 21:29
Soooo.....
Nun bin ich, glaube ich, einen guten Schritt weiter. Der Umbau der Heckrotorblattanlenkung von hinten nach vorne hat ein super Ergebnis gebracht. Die Resonanz am Heck ist nun auch bei Drehzahlen über 1700 nicht mehr vorhanden. (Ok, habe heute nur bis ~2000 getestet, aber das reicht erstmal)

Zusätzlich habe ich noch eine Verstrebung zwischen die Alustreben der Heckrohrabstützung verbaut. Kann jetzt nicht genau sagen ob das wirklich was bringt, aber zu schaden scheints nicht.

Auf jeden Fall fliegt der SDX jetzt schön, das Geräusch beim Flugt klingt "gesund" und das Ding fängt an Spaß zu machen...


Grüße,

Stefan