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Vollständige Version anzeigen : Heckrohr als Antenne


uwolf
16.06.2004, 16:28
hallo.

Ich sprach mal mit einem Antennenfachmann über die Empfangsantenne meine Helis.

Er sagte daß die Antenne eigentlich viel zu kurz ist.
bei 35 MHz komme ich auf eine idealen Länge von einer Lambda/4 Antenne
von ungefähr 2m.

Das Heckrohr, sofern es aus Alu ist und isoliert würde aufgrund seiner Dicke elektrisch verkürzend wirken und daher ähnlich wie eine längere Drahtantenne.

Hat da jemand Erfahrung ? Wäre ja ganz reizvoll.

Grüsse,
Uwe

stephan leu
16.06.2004, 17:53
Ich stelle jetzt einfach mal ne Gegenfrage: Hattest du schonmal Reichweitenprobleme?
Ich nicht 8) :D

SULOX
16.06.2004, 18:08
wenn ich mich recht entsinne, werden die antennen im empfänger irgendwie "verlängert". also das passt schon.....bisher jedenfalls. wenn du nun eine 10 cm antenne hast, ja dann ist die zu kurz.

Michael.Nord
16.06.2004, 18:45
Ja, genau, eigentlich müßte im Empfänger eine Verlängerungsspule sitzen. Sie doch mal nach, bevor Deine Antenne zu lang ist.

Michael

uwolf
17.06.2004, 10:08
@Stephan:
Nein, ich habe keine Reichweitenprobleme.
Mir geht's nur prinzipiell darum.

Mir knickt immer das Antennenrohr beim Transport ab (das wo ein Teil des Antennenkabels drin verläuft). Dies wäre mit dem Heckrohr vermeidbar (wenn das mal abknickt ...).

@Alle:
Ok, das mit der Verlängerungsspule hört sich sinnvoll an.
Ich müsste also die Spule und die aktuelle Länge vermessen, das Heckrohr vemessen und eine neue Spule berechnen ... ups.

chaosflyer
17.06.2004, 10:17
Hi

Heckrohr als Antenne?

Da drin dehen sich Teile, oder ein Riemen läuft durch. Alles andere als Optimal.

Wie wär es denn mit einer Starrantenne mit Feder unten am Fuß? Bei vielen Jets oder großen Starrflüglern hab ich sie schon gesehen. Beim Heli muß du dir eine gute Position suchen, wegen dem großen Ventilator oben drauf. :-)

Viele Grüße
Matthias

Martin Achter
17.06.2004, 12:44
Hi Uwe!

Wie, Du wilst Dein Heckrohr als Antenne nutzen?!? Meinst Du irgend ein Heckrohr, oder das Heckrohr Deines Helis, in dem sich auch die Heckwelle / der Riemen dreht?!? Falls zweiteres der Fall ist rate ich dringend von Deinem Vorhaben ab!!! Metall auf Metall verursacht Knackimpulse, die sich empfindlich auf den Empfang auswirken. Bei jedem Impuls fangen die Servos das Zucken an! Ich selber habe eine Stahlwelle in einer Aluhülse laufen. Selbst das gibt schon Probleme, wenn die Antenne parallel zur Wellenachse läuft. Ich hab das sogar mal mit nem Oszilloskop nachgewiesen. Nur die relativ große Entfernung meiner Antenne von der Welle läßt diese Effekte vernachlässigen. Selbst wenn Du einen Riementrieb hast, hast Du ja Abnehmer die verhindern, daß sich dieser Elektrisch aufläd. Ich möchte also nicht wissen, was passiert, wenn Du das Heckrohr selbst als Antenne nutzt...
Ok, ok ein Versuch ist es wert, aber dann solltest Du das vorher (am Boden) gut austesten, oder gehst dem Ganzen vorher mal mit nem Oszilloskop auf den Grund!

Krawumm
18.06.2004, 07:26
moin moin,

ich würde es lassen, das Heckrohr als Antenne zu "mißbrauchen". Wie schon die Vorschreiber ausgeführt haben, erstens müßte das Antennenanpaßnetzwerk im Empfänger entsprechend ausgelegt werden. Eine Berechnung alleine hilft da aber vermutlich nicht, das die elektrischen Parameter des Heckrohrs (inkl. aller an- und eingebauten Teile) nicht bekannt sind und somit erst ermittelt, sprich ausgemessen werden müßten.
Und zweitens, wenn durch den Treibriemen etc. elektrostatische Entladungen produziert werden, dann beträfe es die Antenne direkt, und das mögen die Empfänger garnicht gerne ... :))

Also lieber das Antennenkabel (ungekürzt) möglichst weit weg von allen elektromagnetisch leitenden und elektrischen Teilen verlegen.

Viel Spaß beim Fliegen ....

PS.: Von der Theorie her sind die idealen Antennen entweder Lambda/2 (Dipol gesamt) bzw. Lambda/4 (Stabantennen). Da das aber bei dieser Wellenlänge und dem Gerät ein wenig unpraktisch ist, werden verkürzte Antennen eingesetzt.
Aber es ist gut, wenigstens mal über die Idee nachzudenken ....

:rolleyes:

klauss
18.06.2004, 08:07
Hallo Uwe

Gedanklich wäre die Idee nicht schlecht wenn keine anderen metallischen
Gegenstände in der Nähe wären. Wie schon richtig erwähnt lauft das ganze
auf Lambda/2 bzw /4 hinaus. In dem Empfänger ist eine Verkürzungsspule um
die Antenne anzupassen ( Spule sieht man auch oft bei anderen Antennen am Fuss
bzw. bei kurzen Senderantennen). Durch die Dicke des Rohres würde sich auch die
Bandbreite der Antenne vergrössern.
Tja, theoretisch nicht schlecht aber praktisch nicht brauchbar.
Zudem hättest du fast keine wirkdsame Antennenfläche wenn das Heck
genau zu dir zeigt, was fei einem Draht fast nicht möglich ist.

Also lassen wie es ist, funzt so am besten.

lg
Klaus

Jörg-Michael
18.06.2004, 08:42
Moin,
es geht noch etwas eleganter:
Vor vielen Jahren als Logo 30 flog haben wir eine Kufe als Antenne mißbraucht. Das Antennenkabel um den Betrag der Kufe gekürzt, unterhalb der Kufenbügen längs gezogen und mittels Schneidschraube an die Kufe geschraubt. Selbst Landungen im Wasser waren kein Problem. Ich bin so ohne sichtbare Antenne lange Zeit zufrieden geflogen. Natürlich darf der Kufenbügel nur aus Kunststoff bestehen. Die Krönung der Konstruktion war die Kufe aus Carbon, auf das ging problemlos.
Vorsorglicher Hinweis: Dieser Nachbau ist natürlich eigenverantwortlich durchzuführen.
So, schönes Wochenende, ich fahr nach Bremen
Jörg-Michael