Vollständige Version anzeigen : Blattflattern beim Raptor 50V2
Chr-ist-ian
29.08.2004, 00:54
Hallo zusammen,
da es bei mir schon ein paar mal im Flug zu seltsamen dumpfen wummernden Geräuschen im Flug gekommen ist, hab ich mal bisschen gesucht und bin mir jetzt ziemlich sicher, dass es sich um Blattflattern handeln muss. Aufgetreten ist es immer bei hohen Drehzahlen und Pitchwerten um die 0°. Das Geräusch an sich hört sich zwar ziemlich cool an, aber man bekommt doch etwas Angst um seinen Heli.
Hat schon jemand irgendwelche Erfahrungen damit beim Raptor 50V2?
Der Raptor ist erst 10 Liter alt, und wie folgt ausgestattet:
Rotorkopf alles Standard (blaue Dämfungsgummis)
Rotorblätter: airTEC Masterblad (CFK)
Paddel: Standard, mit Ausfräsungen und Schrumpfschlauch
Die Blattlagerwelle ist noch gerade, Spurlauf passt.
Habe bisher auch noch keine Erklärung gefunden, wie das Blattflattern zustande kommt, das würde mich schon mal interessieren, vielleicht kennt sich ja jemand mit der Materie aus?
Ich versuch das Flattern jetzt erstmal durch kleinere Drehzahlen zu vermeiden und hoffe, dass die Plastikteile halten wenns doch wieder auftritt.
Gruss
Christian
Daniel Jetschin
29.08.2004, 01:00
Hi
Checke als erstes alle Schrauben am Rotorkopf, eine krumme Schraube löst sowas
schon aus.
Wenns das nicht ist, überprüfe den Kopf auf Spiel...wenn da auch nichts zu finden ist, verträgt der Kopf anscheinend die Blätter nicht ;(
Ich hatte bei meinem V1 letztens das Flattern, seit ich andere Blätter drauf habe.
Vorher hatte ich Thundertiger, alles Top. Nun MAH, und Probleme.
Hab den Kopf total spielfrei gemacht, hat nichts geholfen.Erst nachdem ich
nen "Grip Flip" gemacht hab ist Ruhe.Also Blatthalter auf Anlenkung von vorne
umbgebaut.Am Flugverhalten hat sich sonst nichts geändert :)
Hoffe ich konnte helfen
Gruss
Chr-ist-ian
30.08.2004, 18:34
Ich hab so einen Verdacht, woran es noch liegen könnte. Beim überprüfen der Blattlagerwelle (Ein Rotorblatt ab, Blattlagerwelle drehen und am anderen Blatt schauen obs hoch oder runter geht) hat sie sich beim Verdrehen nur schwer bewegen lassen, die klebt förmlich etwas an den Dämpfern fest und lässt sich nur "ratternd" (Slip-Stick) drehen.
Ich hab beim Einbau die Blattlagerwelle und die Dämpfer mit Teflon-Fett geschmiert, vielleicht hätte ich da lieber Öl nehmen sollen. ?(
Wie leicht lässt die Blattlagerwelle sich normalerweise drehen?
Beim Grip-Flip stört mich noch etwas, dass es ja einen Grund geben muß warum die Blatthalter Standardmäßig von hinten angelenkt sind, das muss ja auch einen Vorteil haben. Aber wenn sonst nichts hilft, probier ich´s damit.
Gruß
Christian
Martin Balmer
30.08.2004, 19:19
Hallo Christian
Hatte ein ähnliches Problem. Habe K&S Blätter auf meinem Räppi 30 V-1
eingesetzt. Als ich dann die Soll-Drehzahl erhöht habe hatte ich ein starkes Blattflattern bei 0° Pitch. Also nochmals alles kontrolliert und wieder hochgefahren auf Soll-Drehzahl. Wieder das Flattern, war leider zu langsam und die Blätter schlugen ins Heck.
Danach alles zerlegt und untersucht. War nichts zu finden. Neue SAB-Blätter eingesetzt und kein Flattern mehr.
Nun, habe jetzt mit diesen Blättern wider 10 Liter durch ohne Probleme.
Gruss
Martin
martin_fuerst
30.08.2004, 19:35
Hi,
lieber Öl nehmen sollen
Nein, denn das hätte mitunter die Dämpfungsgummis zersetzt.
Vaseline geht auch :P
-----------
Es hat einen Sinn, warum der Kopf so konstruiert wurde - man hat
neg. Delta eingebaut - nur ist dieses neg. Delta "launig" auf nicht
geeignete Rotorblätter (für diesen Kopf) und jedes Spiel im Rotorkopf.
Bei der V1 Serie war durch den schlechten Kugellagersitz in den Blatthaltern
eine undefinierte Kippmöglichkeit der Baltthalter gegeben, die bei 0 Grad
Pitch ein Blatt gegen den Fehler gestellt hat (neg. Delta) und das andere
in den Fehler gezogen hat (pos. Delta)
Das ganze kann man schnell im Flug abstellen, indem man schlagartig
Pitch reinschiebt, bevor die Blätter irgendeinen Schaden anrichten -
man zwingt damit beide pos. Pitch anzunehmen (für den Notfall).
Ich würde:
Andere Blätter testen
Jedes Spiel vermieden
Starkes Pitchservo
Zuletzt Headflip (dann werden beide Blätter ständig auf "Zug", also
beide Blätter jederzeit auf "Spannung" in den Anstellwinkel geflogen)
Gibts doch net, fliegen doch so viele V2's problemlos rum.
Ob sich die Blattlagerwelle in den Gummis leicht drehen lässt ist
unerheblich, schlagen muss sie in den Dämpfungsgummis können und das tut
sie offensichtlich, denn sonst hättest du "Schüttelprobleme" bei geringen Drehzahlen.
LG
Martin
Chr-ist-ian
30.08.2004, 20:24
Hallo Martin,
Was ist denn der Vorteil von negativem Delta?
Die Blätter will ich möglichst nicht wechseln, sind ganz neu und gehen sehr gut.
Das Spiel würde sich wahrscheinlich nur durch Tuningteile weiter reduzieren lassen.
Pitch Servo ist ein C4421, das sollte stark genug sein.
Bin zur Zeit auch noch beim Gaskurven- und Motoreinstellen, deshalb kann es sein dass die Drehzahl um die Pitch-Nulllage sehr hoch gehen kann (deutlich über 2000 u/min). Das Blattflattern war bis jetzt aber nur am Geräusch zu hören, es ist auch schon mal aufgetreten wo ich wie bei einer Autorotation den Rotor bei der Landung auftouren hab lassen, aber eine starke Spurlaufdifferenz konnte ich dabei nicht beobachten. Wenn dabei nichts kaputt geht, könnte ich auch so damit leben, es tritt auch nur relativ selten (und kurz, höchstens 2 Sekunden) auf, und wenn die Gaskurve mal passt vielleicht gar nicht mehr.
Gruss
Christian
martin_fuerst
30.08.2004, 20:59
Hi,
Na dann, dachte wir reden von Bladeflutter a la V1 - sprich 20-30cm
aus der Spur.
P.S:
Reduzier mal die unnötigen 2000 Umdrehungen.
Vorteil von neg. Delta:
Heli geht gegen eine Störung von Aussen (z.B. Windstoss)
Wenn Du mal bei Starkwind schwebst, dann sieht es aus, als
ob er alleine etwas "gegensteuern" würde.
Ob man es braucht/will ist eine andere Geschichte...
LG
Martin
Hallo Martin,
Vorteil von neg. Delta:
Heli geht gegen eine Störung von Aussen (z.B. Windstoss)
Wenn Du mal bei Starkwind schwebst, dann sieht es aus, als
ob er alleine etwas "gegensteuern" würde.
Ist es nicht genau umgekehrt? Überlege mal genau.
Gruß Meinrad
Timo Wendtland
31.08.2004, 11:32
Hi,
ich habs das so im Kopf, bitte sagt mir wenn ich da falsch liege:
Negatives Delta = Destabilisierend, wurde z.B. an der Freya genutzt um schwere, träge Blätter die nötige Wendigkeit für Fahrtfiguren zu geben.
Ist sehr empfindlich auf falsche Rotorblätter.
Positives Delta = Stabilisierend
Hallo Timo,
stimmt so.
Allerdings bezweifle ich, dass die Japaner da tiefschürfende aerodynamische Erkenntnisse verarbeiten. In regelmäßigen Abständen wird einmal vorne, einmal hinten, einmal mit viel Rücksteuerung, einmal mit viel Übersteuerung gearbeitet. Ich sehe da nicht viel System darin, sieht eher wie Marketing aus. 8)
Gruß Meinrad
martin_fuerst
31.08.2004, 13:25
Hi,
Ich sehe da nicht viel System darin, sieht eher wie Marketing aus.
Kann sein :D :D
Na, liegt wohl eher daran, dass selbst Spitzenpiloten sich nicht einig sind,
was nun besser geht oder halt nicht.
Wayne Mann hat nach einen seitelangen Post in RR (http://runryder.com/helicopter/t31039p1/?highlight=Delta3) mal alles gelöscht, da man auf keinen grünen Zweig kam, was sich wirklich
wie im Flug wirkt bzw. "besser" geht :P
In erster Linie hat man sich auf die Flugeigenschaften mit pos. oder neg. Delta
einzustellen und muss immer die sich daraus ergebenden Eigenheiten
wegsteuern, was einem dabei besser liegt ist dann Glaubensfrage.
Die ersten 2 unseres F3C-WMTeams in meinem Lande flogen übrigens den Caliber
letzte Saison wechselweise umgebaut und beide haben damit Spitzenpositionen erflogen und "destabilisiert" war der Gewinner nicht, obwohl mit neg. Delta unterwegs, wenn ich mich richtig erinnere.
Aber ansich ein interessantes Thema - ich hab am Millekopf herumgebaut
und versucht die Auswirkungen zu sehen - sicher kein optimales Studenobjekt ;)
Irgenwann bin ich zumindest dort dann beim ursprünglichen Setup (was Delta betrifft - also keines) gelandet...
Meine FreyaOP, mit der ich den letzten F3C-Wettbewerb fliegen durfte, hat sich
im Originalzustand (also neg. Delta) nicht schlecht gemacht, werde mir aber
die Variante Blattgriff vorne vergleichend ansehen.
Vielleicht werde ich dann statt 5. mal 4.er - träum, aufwachen, - eher üben :D
LG
Martin
Maik Otto
31.08.2004, 16:31
Hi,
möglichst nicht wechseln, sind ganz neu und gehen sehr gut.
"Gewisse" Geräusche machen auch meine "GCT" Carbonblätter beim schnellen
Abfangen kurz vor dem "Unfall" :D und zwar immer beim "Durchfahren" der
Null-lage . Ich würde das nicht unbedingt als Problem sehen so lange keine
Spurlaufdifrf. auftreten . und cool hört sich,s alle mal an .Versuch mal einen
Heli vom "Kollegen " an zuhören .!
kann es sein dass die Drehzahl um die Pitch-Nulllage sehr hoch gehen kann (deutlich über 2000 u/min).
wenn ich mich nicht irre ;) sind die meisten Blätter und Köpfe auf ca 2000 U/min
begrenzt .....zumindest laut den Herstellerangaben . ;) Man könnte sich viel
Ärger und Frust durch den Einbau eines Drehzahlregler ersparen .
Gero Adrian
31.08.2004, 16:50
Moin,
tausche einmal die ausgefrästen Paddel gegen normale. Der Schrumpfschlauch kann ins Schwingen kommen - hatte ich auch schon an meinem NT
awhelisi
31.08.2004, 16:52
Der Schrumpfschlauch kann ins Schwingen kommen ?( ?( ?(
Michael.Nord
31.08.2004, 17:44
Hallo Chr-ist-ian,
hast Du die Geräusche beim schnellen senkrechten Siken ? Dann wären es die natürlichen Geräusche bei einem Strömungsabriss an den Hauptrotorblättern. Der kommt hauptsächlich dann vor, wenn Du bei zu schnellem Absinken in Deinen eigenen Rotorabstrahl Downwash gelangst.
Grüße, Michael
Hallo Martin,
ich kann Deine Ergebnisse bestätigen, habe auch schon vor Jahren mit der damals noch Blattwinkelrücksteuerung genannten Sache herumexperimentiert und bin ebenfalls auf keinen grünen Zweig gekommen.
Ist ja schließlich nichts Neues, hatten schon die alten Original-Hubschrauber, wurde schon bei meiner Aerodynamikausbildung 1969 bei der Bundeswehr gelehrt.
Gruß Meinrad
Henning Piez
31.08.2004, 19:46
Hatte letztes Jahr das Prob nur mit den Heliman gfk Blättern. Wechsel auf TT600 Blätter und seitdem ist Ruhe. Warum nicht die Blätter Wechseln, wenn man dann sicher sein kann und keine Probs mehr hat?
Was ich nicht begreife ist warum beim 30/50er und 60/90er andere Kopfkonzepte gefahren werden? (Blatthalter vorlaufend/nachlaufend)
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