Vollständige Version anzeigen : LiPo-Fire?
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Donauwörth: Modellflugzeug setzt Haus in Brand
Donauwörth (dpa/lby) - Beim Brand eines Mehrfamilienhauses ist am Samstag in Donauwörth Sachschaden in Höhe von rund 250 000 Euro entstanden. Ursache für den Brand war nach Angaben der Polizei ein defekter Akku in einem Modellflugzeug.
Durch einen Kurzschluss sei das Modell in Brand gesetzt worden. Die Flammen breiteten sich schnell über das ganze Erdgeschoss bis in die oberen Stockwerke aus. Verletzt wurde niemand.
11.09.2004 19:13
Und woher weißt Du, daß es ein LiPo gewesen sein soll?
Und woher weißt Du, daß es ein LiPo gewesen sein soll?
Das LiPo-Fire war auch mir einem Fragezeichen versehen!
Donauwörter Zeitung vom 13.09.2004:
"....zwei hochempfindliche Akku-Zellen in einem Modellflugzeug belassen und keine Ladevorgänge durchgeführt. Offensichtlich kam es zum Kurzschluss und zur Explosion der Akkus."
Jetzt soll sich jeder selbst seine Gedanken über die Gefährlichkeit von ?LiPo?-Akkus machen!!!!!!
Eolo
Jaja, und Du hast die heute im Handy, Laptop usw. auch drin.
Also kann das auch einem "nicht-Modellflieger" passieren.
...aber nirgendwo sind die zellen so "primitiv" zusammengeschusters, wie in einem modell :baby:
gruß
thomas
schwaabbel
14.09.2004, 20:07
Wenn du das meinst!
Gruß Frank
Eddi E. aus G.
14.09.2004, 20:09
Angeblich ist 'ne Kuh explodiert, als sie furzte.
Der Bauer hätte beim Melken geraucht ...
Merxsch was?
EE
Berthold Pätzold
14.09.2004, 20:16
lol, ich bin gerade vom Hometrainer gefallen :D :] :] :]
der arme Bauer :P :P
Määnzerbub
14.09.2004, 20:33
:D :D :D :D :D Ne Nee und das so spät am abend :D
Ich muß NT3D da Recht geben.
In jedem Laptop, Handy, .... sind die Zellen mit speziellen Ladeelektroniken versehen, die eine Fehlbedienung ausschließen.
Auch bei Handys gab es in der Anfangsphase diverse Unfälle durch "Explosionen" von überladenen Akkus.
Nur im Modell werden hochkapazitive LiPo Zellen ohne jede Überwachung zusammengeschaltet und betrieben.
Wer sich über die Überwachungsfunktionen von LiPos in Notebooks interessiert, sollte mal Datenblätter z.B. zum BQ29312 von TI lesen.
Panikmache ist hier völlig fehl am Platz, aber jeder sollte sich über die Risiken im Zusammenhang mit hochkapazitiven Akkus (nicht nur LiPo) im klaren sein und bei der Lagerung und Verwendung dementsprechend handeln.
Christian Samuelis
15.09.2004, 11:45
Hallo,
da ich inzwischen auch hart auf die 30 zugehe und die Schusseligkeit doch immens zunimmt, habe ich mir für 6 Euro einen Stahlwerkzeugmaschienenkoffer gekauft. Da kommen die Akkus rein wenn Sie geladen werden und können im Zweifel auch ausbrennen...
Andere Leute benutzen eine Stahlwanne auf die als Deckel ein mit Sand gefüllter und verschweißter Gefrierbeutel kommt. Der Soll schmelzen wenn der Lipo brennt und dann löschen...
Viele Grüße
Christian
p.s.: Dieter (s.u.) hat natürlich Recht, meine Lipos wohnen dauerhaft in ihrer Zelle... Als Tapete ist Kaptontape übrigens sehr geeignet :D
Running Man
15.09.2004, 11:50
Hallo Christian,
genauso habe ich es jetzt nach dem Anruf meiner Mutter auf den Bild-Zeitungsartikel auch gemacht. Meine Frau wurde auch schon ganz unruhig bei dem Anblick von 40 Zellen Lipos auf einem Backblech im Schlafzimmer unter den Gardinen ....
Nur: Mir fehlt noch eine Idee zur Innenauskleidung des Baumarkt-Stahlkoffers. Ich verwende derzeit herkömmlichen Schaumstoff, was aus Brandschutzgründen sicher nicht optimal ist. Asbest will man ja auch nicht verwenden. Gibt es ein geeignetes hinreichend weiches Füllmaterial, was unbrennbar ist?
Dieter F. Heinlin
15.09.2004, 11:50
Hallo,
da ich inzwischen auch hart auf die 30 zugehe und die Schusseligkeit doch immens zunimmt, habe ich mir für 6 Euro einen Stahlwerkzeugmaschienenkoffer gekauft. Da kommen die Akkus rein wenn Sie geladen werden und können im Zweifel auch ausbrennen...
Hallo
-> Das erscheint nicht nur während des Ladens sinnvoll...(siehe oben...und keine Ladevorgänge durchgeführt. Offensichtlich kam es zum Kurzschluss und zur Explosion der Akkus).
Eddi E. aus G.
15.09.2004, 12:11
Wahrscheinlich sollten wir alle mit den Akkus sorgfältig(er) umgehen.
Wer mal versehentlich einen vollen 30zeller nur kurz kurzgeschlossen hat
(Stecker berühren sich beim Hantieren) wird sich wundern, wie wenig
von 4 mm Goldsteckern übrig bleibt.
Wer einen solchen Akku mit dem Ehering kurzschließt, muss sich
künftig nur noch 9 Fingernägel maniküren lassen.
Wer beim Schnelladen von Car-Akkus den Temperaturfühler nicht
wärmeleitend mit dem Akku verbunden hat, wird sich wundern,
wie schön rund Sinterzellen werden können und wie fein der Sabber
aus den Überdruckventilen quillt.
Was passiert, wenn man's noch länger dran lässt ... :rolleyes:
Backblech unter der Schlafzimmergardine ... alter Falter, Du hast "cochones"!
Grüßle
EE
PS: dass sich über längere Zeit nicht geladene und im Flieger gelagerte Zellen
spontan kurzschließen und explodieren könnte auch eine kreative Version von
heißer Sanierung sein ...
Steffen Graap
16.09.2004, 04:28
Hallo Gemeinde
Wenn ich das hier lese, frage ich mich warum einige von euch über haupt dieses Hobby betreiben. Einerseits wird hier mit 1800 Rpm an einem 1,5m Rotorkopf geflogen, die Umfangsgeschwindigkeit und die Energie eines wegfliegenden Rotorblattes kann sich jeder selbst ausrechnen. 8o Zum anderen wird sich in die Hose gemacht wenn ein Akku geladen wird. :baby: Hier werden ja "Vorsichtsmaßnahmen" durch geführt, die für eine amerikanische Sprengstofffirma ausreichend sind. Glaubt ihr nicht ihr überbewertet das ganze? Das ist doch kein C4 oder NitroGlyzerin. So eine Stahlkiste ist vieleicht gerade der Auslöser für den Kurzschluss. ?( Und selbst wenn der Akku aus irgendeinem Grund "explodieren" sollte, bei der dünnen Umhüllung (kleines Gewicht) kann sich im inneren des Akkus kein gefährlich werdender Druck aufbauen. Wenn euch das alles zu gefährlich ist, dann solltet ihr mit herkömlicher und jahrelang getesteter Technik (NiCd, aber Vorsicht, kann auch brenen :D) arbeiten, oder lieber gleich Briefmarken sammeln.
Meiner Meinung nach wird dieses Thema aber auch von den Medien hochgespielt, für ne gute Storry.
So das mußte ich mal von mir geben, jetzt könnt ihr mich Steinigen.
vorsichtige Grüße Steffen
PS: das soll nicht heißen, das man an die Sache leichtsinnig rangehen soll, aber bitte nicht übertreiben, sonst fliegen demnächst die ersten mit Kettenhemd oder aus einem Luftschutzbunker herraus :D
Steffen Graap
16.09.2004, 04:43
Hallo ich nochmal
ich bin gerade für 2 Wochen in China, wenn man sieht wie hier einige Dinge laufen, dann bekommt man eine ganz andere Sichtweise.
nur als Beispiel:
- Stromanschluß 20cm neben der der Dusche
- fre Zugägnlicher Hausanschluß (380 V) in Augenhöhe
- offene und nicht abgesperrte Gullideckel
- Straßenverkehr
- keine Helmpflicht für Motoradfahrer
- kein TÜV oder sonstiges (die Vehiekels die es hier gibt, würden in D im Museum für Altertumsgeschichte)
- Beladung von LKW, doppelt so hoch wie der LKW selbst
- keine Verkehrsregeln, oder niemand hält sich an die die es gibt
- Leitern aus Holz ,durchgebrochen und mehrfach wieder zusammengeflickt
diese Liste könnte ich weiterführen bis der Speicher des Servers überläuft
gruß Steffen
Daniel Jetschin
16.09.2004, 05:47
Hi
@ Markus.. Wäre Stein bzw Glaswolle zum auskleiden Geeignet ?
Vielleicht besteppt mit Glasgewebe...nur so ne Idee :)
Gruss
Kraeuterbutter
16.09.2004, 07:17
wie schaut denn so ein Lipo brand aus ?
muss/sollte der behälter wirklich dicht sein ? (Stahlkoffer) ?
oder reicht es (bei kleineren Zellen) sie einfach in einen Blumentopf zu legen..
oder entsteht da ne 3m hohe Stichflamme oder wie oder was ?
Die Idee mit der geschlossenen Metallkiste macht schon Sinn, zumindest wenn nicht irgendwelche scharfen Kanten an der Isolierung der Kabel nagen.
Glas- oder Steinwolle ist so ne Sauerei, und Glasfasergewebe ist auch nicht so stabil und hat meist auch eine brennbare oberflächenbeschichtung.
eine dünne Moosgummibeschichtung sollte OK sein. Selbst wenn da mal was anfängt zu brennen hört es von selbst wieder auf wenn die Kiste halbwegs geschlossen ist. Ein Rauchmelder in der Nähe ist auch hilfreich.
Akkus sind genau so gefährlich wie C4, eigentlich sogar gefährlicher!!! Zumindest habe ich noch nicht gehört das C4 einfach so hochgegangen ist. Da brauchts schon eine Sprengkapsel als Zünder. Akkus können hingegen schon bei einer versehentlichen Falschbehandlung platzen.
Einen Klumpen C4 würde trotzdem vermutlich jeder mit Samthandschuhen behandeln, einen Akku feuert man einfach so in die Bastelkiste, zumindest solange bis aus der potenziellen Gefahr eine Reale geworden ist.
Christian Samuelis
16.09.2004, 08:54
Moin,
also wie schon gesagt, in meinem Koffer sind die Wände einfach mit Kaptontape beklebt, so dass es keinen Kurzschluss gibt. Das brennt nicht, qualmt aber etwas.
Was das Risiko von Lipos angeht, denke ich, dass bei richtiger Behandlung eigentlich nichts passieren kann. In meinem Bekanntenkreis hat es aber inzwischen zweimal geknallt:
Fall A) war auf dem Fahrersitz eines Autos, man lädt ja am Zigarettenanzünder. Da kam ein kleiner Junge und bittet einen eben mal drum seinen Empfängerakku nachzuladen. Das macht man natürlich bevor man den Akku vom Schocki lädt und zwar im NICD Modus bei 6 A. -> ca. 2 Minuten hat der Autositz dann noch gehalten.
Beim zweiten mal wars etwas anders. Diesmal war es ein 4s2p Pack 2200er Zellen, bei dem sich wohl eine Zelle verabschiedet hat. Geladen wurde im richtigen Modus nur dass ein 2p Pack halt nur 1P war und dann gabs ein richtiges Feuer, dass sich auch nicht sofort löschen lies. Der Akku lag neben dem Ladekoffer auf einer ca. 5cm starken Eichenplatte. Da war nachher ein 2cm tiefes Loch eingebrannt. Von daher kontroliere ich jetzt häufiger mal die Balance bei meinen Akkus. Dies ist gerade bei TP Gen 2 Akkus wichtig, die im Gegensatz zu den Gen 1 relative schlecht im Balancing und dann auch im halten desselben sind. Gerade bei großen Packs finde ich, sieht man relativ schlecht wenn sich eine Zelle aufgebläht hat...
Viele Grüße
Christian (Feigling) Samuelis
Hi,
> "Wer einen solchen Akku mit dem Ehering kurzschließt, muss sich
künftig nur noch 9 Fingernägel maniküren lassen."
das zeigt doch eindeutig, das für Modellflieger nicht die Akkus gefährlich sind sondern das verheiratet sein :-)))
Das Beispiel aus China zeigt sehr deutlich, daß selbst die unsicherste Technik (relativ) sicher ist, wenn man sich dessen ständig bewust ist.
Wir haben vielfach hier in Deutschland eine derartige Rundumversicherungsmentalität, das uns ein verantwortungsbewusster Umgang mit Gefahren z.Teil völlig abhanden gekommen ist.
Als Lehrling (Dreher) haben wir an der Maschine immer mit Futterschutz gearbeitet. Als ich den dann mal für die Planscheibe abmachen mußte, hats mich fast über die Maschine gezogen, weil ich mich wie gewohnt aufgelehnt hatte, aber diesmal nicht auf den Schutz sondern die laufende Scheibe.
Später habe ich dann nur noch ohne Futterschutz gearbeitet (zu DDR-zeiten) und war mir IMMER der Gefahr bewust. Letztendlich war es für mich so sicherer.
Es kommt nicht darauf an, einen Bunker auszugraben, sondern ein vernünftiges Mittelmaß zu finden und sich statt dessen immer der Gefahr bewust zu sein.
Bei meinen Hubis habe ich an beiden Polen 4mm Buchsen und an den Akkus Stecker (mit Faltenbalg drüber). Da ich weis, daß ich sie auch falschgepolt anschließen kann, wird das immer sehr sorgfältig gemacht und nach dem Anstecken des ersten Pols immer noch mal genau geguckt, obs auch richtig rum ist.
Sicherheit bietet keine technische Vorrichtung, die auch ausfallen kann, sondern nur eigenes umsichtiges und gefahrenbewußtes Verhalten, wozu ich bei Lipos auch das balancieren zählen würde (z.B. mit Balancern im Ladekabel).
Ein Stehlkoffer ist für die Li-Akkus sicher nicht nötig, aber es gibt die alten Tontöpfe, wo früher Gurken drin waren oder Sauerkraut. Wenn man den Akku da drin lädt und aufbewahrt, dann dürfte eigentlich nichts passieren können.
Für viel bedenklicher halte ich die Frage, was passiert, wenn ein frisch geladener Flieger mit Lipos (oder auch mit Turbine) in ein reifes Kornfeld plumpst. Dagegen ist ein verbrannter Autositz das kleinere Übel.
Bei den Akkuladern wären aus meiner Sicht einfachste Lader, die nur für eine Akkugröße geeignet sind und farblich mit dem Akku identisch gekennzeichnet sind eine Lösung. Die wenigsten werden mehr als 3-4 verschiedene Lipo-Akkugrößen haben, so daß dann immer der Rote an den roten und der Rrüne an den grünen und der Blaue an den blauen... kommt. Die andere Alternative wären Akkus mit Diagnosestecker (über den sie dann auch balanciert werden können) und an denen der Lader zumindest die Zellenzahl und eventuell über einen integrierten Widerstand den zulässigen Strom abfragen kann.
Gruß Mümmel das Mümmel
PS: Wenn man an einem Fast-Food-Stand vorbei kommt, sieht man, das diverse Burger viel gefährlicher sind, den bei denen blähen sich nicht nur die Akkus sondern die Benutzer auf um nicht teilweise von explodieren zu sprechen... ;-)))
Eddi E. aus G.
16.09.2004, 12:19
Ein Stehlkoffer ist für die Li-Akkus sicher nicht nötig, aber
Doch, gerade! Damit sich die Diebe an der heißen Ware nicht die langen Finger (hoffentlich ohne Ehering) verbrennen :D
Dieter F. Heinlin
16.09.2004, 12:56
Hallo,
für die Deutschen unter uns Chinesen lipo_anleitung.pdf (http://www.graupner.de/downloads/lipo_anleitung.pdf)
Michel Decker
16.09.2004, 14:05
Ich weiß nicht was mansche sich so aufregen. Ist doch jedem seine eigene Sache. Natürlich ist es auch gefährlich sich neben einen 1,5m großen, mit 1800 ump. drehenden Rotor zu stellen aber das Risiko ist nunmal nicht kontrolierbar, wenn ich davor angst hätte (wir reden nicht von respekt den wird wohl jeder davor haben) könnte man es auch aufgeben. Ich war heute morgen im Baummarkt und hab mir einen Metallkoffer und einen 1Kg Feuerlöscher gekauft unter 20€. Auch wenn ich ihn nie brauche hab ich wenigstens eine kleine Sicherheit denn 20€ steht wohl in keiner Relation zu dem Haus wo die Lipo Akkus geladen werden.
Die Graupner Anleitung find ich ist ein schönes Beispiel wie mit dem Angsteffekt versucht wird die eigenen Produkte an den Mann zu bringen.
Wenn man über die Werbung hinwegliest ist die Info ganz brauchbar.
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