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Vollständige Version anzeigen : Defekte im Servo und deren Ursache


freyenb
05.10.2004, 08:07
Hallo Zusammen,

ich lese hier im Forum immer wieder von Servoausfällen und deren Folgen 8o 8o

Zum Teil ist der Totalverlust des teuren Modells unausweichlich ;( Aus meiner Sicht sind die Servos mit ihren Verschleißkomponenten "Poti und Bürstenmotor" immer noch eine der unberechenbarsten Fehlerquellen im RC-Modell allgemein. Selbst wenn ich sämtliche Servos in meinen Modellen regelmäßig öffnen würde (was ich nicht mache), würden nicht alle Fehler auffallen.
Ein Beispiel: Der Elektro-Segler meines Vaters stürzte ab, als ein Querruder-Servo in Endstellung stehenblieb. Ursache: durchgeschliffene Kommutatorfederblättchen im Motor. Das hätte man wohl auch im offenen Servo vorher nicht sehen können!!! Das Servo war 1 1/2 Jahre alt und von einer Markenfirma. Dies war kein Einzelfall, wie ich von Bekannten erfahren habe... :(
Auch wenn ich alle x-Stunden neue Servos einbaue, steigt das Risiko eines Ausfalls ebenfalls an, da ich mich dann sehr oft am Beginn der berühmten Badewannenkurve (Ausfallwarscheinlichkeit eines Bauteils) befinde...

Daher zwei Fragen:

1) Welche Servos halten nach Eurer Erfahrung bei "normaler" Belastung (also nicht hardcore-3D) wohl am längsten? D.h. welche sind in ihren Komponenten eher "überdimensioniert"?

2) Wenn Ihr schon mal einen Ausfall ergründet habt: Welche Ausfallursache lag in Eurem Fall vor?


Bin gespannt auf Eurer Antworten... :)

klauss
05.10.2004, 08:34
Hallo Bernd

Also ich habe in 4 Helis auf Roll, Nick und Gas die 9202. Obwohl sie sicherlich nicht
zu den Starken gehören und dementsprechend beansprucht werden, ist mir bis
dato noch kein einziges ausgefallen. Anders sieht es mit den 9204/9206
( wie auch in einem anderen Fred beschrieben) aus.
Ich denke mir dass bei einem schwächeren Servo der 'Blockierstrom' kleiner ist
als bei einem stärkeren und demzufolge der Motor das eher übersteht.

lg
Klaus

siXtreme
05.10.2004, 08:51
Hi Klaus,
du denkst also daß ein Servo das Blockiert wird (eigentlich wie ein Kurzschluß am Motor) länger lebt als ein kräftigeres, dessen Motor "weniger" belastet wird?

Am längsten leben wohl die Servos wenn man nicht fliegt. :rolleyes:

Aber ein Servo "spielt" sich immer leichter wenn es noch kraftreserven hat. Aber klar, manche Abstürze kann man nicht vermeiden. Es ist nie 100% Sicher.
Wer damit nicht leben kann muß Briefmarken sammeln...

Gruß Robert

renso
05.10.2004, 09:09
hi,

ich glaube mal, das kann man nicht sagen.
das eine hält, das andere nicht und das sogar beim gleichen typ.
hatte schon servo drin da war nach ca. 5 stunden schon das poti hinüber.

man kann halt hoffen man merkt es rechtzeitig.
am besten am boden :-)

malottki
05.10.2004, 09:35
Hallo,

ich bin mir nicht sicher ob sich hier aus den Antworten etwas ableiten lässt.

Ich habe Servos seit ca. 300 Std. im Einsatz (ohne Probleme), andere waren bereits nach ca. 30 min in der gleichen Preisklasse defekt.
Die einen Servos "sterben" langsam und Du kannst es bemerken, die anderen sterben spontan. Auch habe ich keine grundsätzlichen Unterschiede zwischen Segelflug, Motorflug oder Hubi bemerkt.

Da nimmt sich auch kein Hersteller aus.

Uli Haslinde
05.10.2004, 10:07
Hallo Robert,

ich denke, er meinte sowohl schwaches als auch starkes Servo im Vergleich beim Blockieren des Motors. Und da ist was dran.

In der Tat sind der Kommutator bzw. Kollektor und Büsten die Schwachstelle der Servos. Es ist wohl schwierig immer größere Ströme über diese kleinen Bauteile in die Motorwicklungen zu leiten. Bei unvorsichtiger Handhabung brennen die Bürsten bzw. der Kollektor regelrecht ab.

Meiner Meinung nach beruhen die meisten Servoausfälle auf Kollektorproblemen, insbesondere am Heckrotor.

Lautstark die Hersteller anzumahnen dürfte wenig helfen. Abhilfe würde nur ein größerer Kollektor schaffen. Dem entgegen steht aber die Servogröße. Größere Bauteile sind aber auch schwerer, das Servo würde träger reagieren...

Wir haben schon oft über dieses Problem diskutiert. Abhilfe schaffen möglichst kleine Ströme:


- Leichtgängige Anlenkung (evtl. Propellermomentgewichte fürs Heck)

- möglichst wenig Vibrationen

- Niemals Blockieren lassen

- Am Heck besser Kunststoffgetriebe, da weniger Masse kleinere Anlaufströme bedeuetet.

- Kreisel nicht unnötig aufdrehen



Fürs "Normale" empfehle ich auch das S 9202, fürs Heck jedoch S 9253 oder S 9254.