Vollständige Version anzeigen : Tagebuch eines Wettbewerbsneulings
Wolfgang Meyer
06.03.2005, 21:56
Laut der Abstimmung besteht ja doch ein Interesse, wie man sich als Neuling in der F3C Szene so fühlt und welche Schwierigkeiten man bewältigen muß, so daß ich beschlossen habe, daß "Tagebuch eines F3C-Wettbewerbesneulings" hier zu erstellen.
Eines vorweg: Ich würde vorschlagen, daß Fragen und Anregungen, die sich aus diesem Tagebuch ergeben nicht in diesem Beitrag erörtert werden, damit die Übersichtlichkeit erhalten bleibt.
Zu meiner Person:
Ich heiße Wolfgang Meyer (ach nee, steht ja auch als Mitgliedsname...), bin 34 Jahre alt, verheiratet, einen Hund - keine Kinder. Ich fliege seit zwei Jahren Heli und möchte dieses Jahr erstmalig das F3C-Sportprogramm mitfliegen (also die 2. Liga - für die erste reicht es noch nicht)
Zu meinem Material:
JR Venture 90 mit Yamada Motor und Zimmermann-Dämpfer
Futaba FF9, 9252 auf der Taumelscheibe, GY 601
TG-Blades 3D Maxi Carbon Blätter und Funtech-Paddel
Nachdem ich mir letztes Jahr nach einigen Besuchen von F3C-Wettbewerben, das aktive Mitfliegen erstmal von der Backe gewischt hatte, da mir einige Piloten, das Ganze etwas zu verbissen gesehen haben, habe ich dann doch vor ein paar Wochen beschlossen mitzufliegen, weil man:
1. Dazulernt
2. Nette und Kontakte knüpfen kann
3. Einige nette Leute mitfliegen, die mir ans Herz gewachsen sind und mit denen ich eine Menge Spaß haben werde
4. Ich wissen möchte, ob ich es schaffe
Also fing ich an, den Heli anders einzustellen. Ich hatte eine Einstellung gefunden, die eine Mischung aus F3C und 3D war, also relativ wendig mit immer noch ausgewogenen Flugeigenschaften. Diese "Zwitterlösung" wollte ich nun zu einer "reinen" F3C Abstimmung umbauen.
Ich flog als Zwitterlösung: Die JR-Original Paddel ohne Bleigewicht, eine lange Paddelstange (540mm), Rotorkopf ohne Delta 3 Mischung, damit war er schön wendig, schwebte aber etwas unruhig.
Also habe ich die relativ schweren Funtech Paddel aufgebaut mit einer 20mm kürzeren Paddelstange und habe meinen Rotorkopf auf etwas träger umgebaut (Delta 3 Mischung).
Nun hatte ich das Gefühl eine recht brauchbare Abstimmung gefunden zu haben, allerdings war die Rollgeschwindigkeit schon sehr langsam, dafür hatte ich das Gefühl man konnte im Schweben gegen den Heli treten, ohne das er sich bewegt hätte.
Da mir die Rollgeschwindigkeit doch etwas zu langsam war, habe ich die Delta3 Mischung wieder ausgebaut und hatte gehofft nun den perfekt laufenden F3C-Heli zu haben - mitnichten !
Ich hatte heute das Glück mit meinem Paten Jörg-Michael (man bekommt auf Wunsch einen A-Piloten zugewiesen, der einem mit Rat und Tat zu Seite steht) fliegen zu gehen und nach den üblichen aufmunternden Worten "Mein Gott, du fliegst heute aber wieder scheisse !" nahm er sich meinen Sender und programmierte erstmal Expo auf alle möglichen Kanäle. :D
(Man muß dazu wissen, daß JM dies im Spaß meint und einen nicht zur Schnecke schiesst)
Anschliessend flog er meinen Venture und sagte : "Mein Gott der fliegt aber schlecht - desaströs, katastrophal, was hast Du da gebaut?"
Also haben wir uns den Heli in Ruhe angeschaut und sind zu dem Schluß gekommen, daß der Heli eigentlich vernünftig fliegen sollte - warum tut er es nicht?
Ich durfte dann Jörg-Michaels Sylphide fliegen und muß neidlos zugestehen, dieser Heli ist perfekt eingestellt, er schwebt absolut ruhig und reagiert sehr direkt auf Knüppelbewegungen - mein Heli reagierte nur verzögert auf Steuerimpulse und neigt daher zum Aufschaukeln, so daß an ruhiges Schweben nicht zu denken ist.
Also muß das Steuerverhalten direkter werden, Jörg-Michael gab mir fogende "Hausaufgaben":
Längere Paddelstange montieren, Stabiwippe für erhöhte Wendigkeit montieren (dem Schweizer Bausatz liegen mehrere Wippen bei - man hat die Wahl), im Sender die CCPM Werte auf Maximalwerte drehen bis gerade nichts aneckt. Die schweren Funtech-Paddel sollte ich erstmal drauflassen, auch wenn JM das Gefühl hatte, daß der Venture nicht so viel Gewicht auf der Paddelebene mag.
Meine Hausaufgaben habe ich nun erledigt und hoffe morgen fliegen gehen zu können, damit ich endlich mit dem Flugtraining beginnen kann, mir läuft ein wenig die Zeit weg.
Meine fliegerischen "Hausaufgaben" sind:
1. Schweben üben - vor allen Dingen Seitenschweben mit Nase nach rechts - meine schwache Seite
2. Den Push-Over üben, ich fliege ihn bis jetzt lieber seitlich von mir, ich muß ihn aber vor mir fliegen...
3. Autorotationen üben, ich habe bis jetzt nur Not-Ar´s geschafft wegen technischen Defekten, eine gewollte fehlt noch in meinem Repertoire, zum Glück darf man dieses Jahr ja noch "konventionell" landen, aber eine AR gibt halt mehr Punkte.
So ich denke für heute war es das erstmal, nach erfolgter Erprobung berichte ich weiter...
Eines noch: Ich würde mich freuen, wenn ich ein Feedback und Anregungen bekommen würde, damit ich hier nichts schreibe was nachher niemanden interessiert.
Bei Fragen würde ich vorschlagen einfach einen neuen Beitrag ins F3C-Forum zu setzen, damit das Tagebuch übersichtlich bleibt. Oder schreibt mir eine PM...
Wolfgang Meyer
07.03.2005, 20:14
So, ich hatte heute wieder die Möglichkeit zu fliegen und wollte mal "updaten":
Zu den Einstellarbeiten:
Der Umbau des Rotorkopfes hat sich sehr positiv bemerkbar gemacht, der Heli reagiert deutlich zackiger im Schweben, so daß man erheblich besser aussteuern kann, das Schweben fiel heute deutlich leichter (Wind war allerdings auch etwas schwächer).
Mir gefällt noch nicht, daß immer noch eine kleine Verzögerung da ist bis der Heli reagiert - er "hängt" noch nicht hundertprozentig an den Knüppeln. Auch die Rollgeschwindigkeit ist jetzt eigentlich ausreichend, trotzdem rollt mein Heli mit diesem Setup langsamer als andere Ventures, die ein noch trägeres Setup verbaut haben.
JM vermutet einen Fehler auf der Elektronikseite (Sender oder Empfängerakku) aber darüber möchte ich mich erst weiter auslassen, wenn der "Fehler" lokalisiert ist.
Im Schweben driftet der Heli noch ziemlich nach vorne (auch bei vollem Tank), so daß ich den Schwerpunkt nochmal kontrollieren werden. Ich musste auch fünf Klicks nach rechts trimmen, das erscheint mir realtiv viel, da bei Rückenwind dann schon sehr kräftig gegengesteuert werden muß.
In der zweiten Flugphase (Fahrtfiguren) läuft der Heli schön druckvoll geradeaus, er will allerdings immer leicht in den Wind, da habe ich noch keine Lösung für.
Wenn man den Heli für den Abschwung auf den Rücken dreht, dreht das Heck leicht weg, so daß beim Abschwingen ( :D ) korrigiert werden muß, was natürlich erstmal schlecht aussieht.
Auch beim Push-Over bleibt er noch nicht neutral, er will auf Roll weggehen, da muß ich nochmal meinen Paten löchern.
Ansonsten schon eine deutliche Verbesserung, aber ich denke da geht noch was...
Zu den Flugübungen:
Als erstes bin ich dazu übergegangen, den Heli niemals mehr mit dem Heck zu mir abzuheben, sondern stelle ihn willenlos in irgend einer Flugrichtung zu mir ab und hebe ihn aus diese Position ab - das trainiert unheimlich die verschiedenen Flugrichtungen !
Den ersten Tank habe ich damit verbracht, mich an das neue Flugverhalten zu gewöhnen und habe sozusagen das übliche geflogen, also ein bißchen Seitenschweben, Nasenschweben, langsame Achten, gerissene Achten, Turns, Loppings, usw.
Beim zweiten Tank habe ich kurz ein wenig Seitenschweben geübt und habe mich dann an die Fahrtfiguren gehalten. Ich habe den Schwierigkeitsgrad dahingehend erhöht, daß ich bei jedem Vorbeiflug eine passende Figur einstreue, so daß man keine Zeit hat sich auszuruhen und man nur einen Versuch für einen ordentlichen Anflug hat. Da kommt man schon deutlich mehr ins Schwitzen, als wenn man immer nur sporadisch eine Figur einstreut.
In einem Anflug von Größenwahn habe ich dann den ersten Push-Over direkt vor mir geflogen - mein Gott sah der schlecht aus... aber er war in Schemen als Push-Over zu erkennen :P
Also gleich nochmal umgedreht und nochmal von derselben Seite angeflogen - immer noch häßlich aber schon besser. Damit war mein Mut erstmal aufgebraucht und habe erstmal wieder vertraute Figuren geflogen.
Den dritten Tank habe ich komplett verschwebt mit folgenden Übungen: Seitenschweben Nase rechts und den Heli nach hinten langsam rausfliegen und dort verharren lassen - eine ekligere Position gibt es für mich nicht, aber deswegen muß ich sie ja leider üben. Nach einer Zeit im Halbkreis herumfliegen, so daß Seitenschweben Nase links angesagt ist, so verhindert man, daß man sich eine "schokoladenseite" antrainiert und übt das "geistige Umschalten" zwischen den Flugpositionen.
Da beides ganz gut klappte, habe ich angefangen "Ätzkreise" zu fliegen, das geht wie folgt:
Man schwebt den Heli mit dem Heck zu sich und fliegt ihn dann seitlich um sich herum. dabei bleibt das Heck immer stehen, so daß man erst Heckschweben, Seitenschweben, Nasenschweben, Seitenschweben und wieder Heckschweben steuern muß. Besonders eklig sind die Positionen in denen sich der Heli zwischen zwei vertrauten Positionen befindet, also z.B. im Übergang zwischen Seiten- und Nasenschweben. Der Ätzkreis sollte rund und langsam geflogen werden und wenn man noch nicht genug schwitzt, kann man den Heli in den widerlichen Positionen ja mal eine Weile anhalten...
Nach diesen Übungen war meine Konzentration dahin und ich merkte, daß ich "Störungen zwischen den Ohren" bekam, zum Glück war der Tank auch leer, so daß ich zufrieden einpacken durfte.
Fürs nächste mal habe ich mir vorgenommen den Push-Over mal von der anderen Seite anzufliegen und ich möchte noch etwas auf der Elektronikseite ausprobieren, aber dazu später mehr...
Bis zum nächsten mal...
Wolfgang Meyer
09.03.2005, 19:29
So langsam kommen wir dem Ziel näher...
Nach dem der Heli beim letzten Flug ja schon deutlich besser auf Steuerimpulse reagierte, gab mir JM den Tipp die weichere Kopfdämpfung einzubauen - heute habe ich die nächsten Testflüge absolviert und es ist etwas passiert was zunächst widersinnig klingt: Obwohl die Kopfdämpfung weicher ist, ist der Venture erheblich wendiger geworden !
Der Wind war heute sehr böig und kam aus meiner Lieblingsrichtung (immer mtten in die Fresse rein :P ) aber trotzdem konnte man den Heli sehr schön aussteuern - er hängt jetzt an den Knüppeln !
Auch musste ich heute deutlich weniger nach rechts trimmen - ebenso ein positiver Nebeneffekt.
Leider hat er immer noch die Eigenart immer nach vorne zu driften, das soll aber mit anders abgestimmten Paddeln (Gewicht und Schwerpunkt) zu beheben sein.
Um mich in der Abstimmung nicht zu verzetteln hatte ich in Heimarbeit erstmal alle elektronischen Mischer ausgeschaltet um ein unverfälschtes Ergebnis zu bekommen. Als einzig aktiver Mischer ist ein Roll->Gas Mischer geblieben, damit der Heli in der Rolle nicht so auf dem Gas einbricht.
Bei den ersten Proberollen zeigte sich jedoch, daß beim Einleiten der Rolle die Nase nach unten ging, ich habe daraufhin einen Mischer "gebaut" der bei Roll rechts leicht auf Nick zieht und jetzt werden die Rollen schön gerade - wenn ich denn Glück habe und das Steuertiming mal stimmt :D .
Um weitere Push-Over Versuche zu starten, war mir heute der Wind zu bockig, oder aber um das Kind beim Namen zu nennen : Ich hatte die Hosen voll !
Also habe ich mich darauf konzentriert in der zweiten Flugphase, gerade, sauber und vor allen Dingen "rund" zu fliegen, da mir JM gesagt hatte, daß ich zu hackig fliege.
Der Vorteil durch das rundere Fliegen ist, daß man deutlich weniger oder schwächerere Laständerungen am Heli hat und der Heli dadurch ruhiger liegt und man weniger korrigieren muß.
Am schwierigsten empfand ich heute (klingt albern ist aber so) das Geradeausfliegen. Ich neige dazu wenn ich aus der Wendung herauskomme das Heck zum Rest des Helis etwas aus der Fahrtrichtung zu drehen, so daß er versetzt durch die Luft fliegt. Ich steuere meist zuviel Heck. Das sieht a) schlecht aus und b) klingt schlecht, also muß ich es versuchen wegzubekommen.
Zu diesem Zweck fliege ich geradeaus an mir vorbei und höre auf das Sirren des Heckrotors, läuft der Heli schön leise ist alles in Ordnung, hört man ein Sirren ist das Heck versetzt. Dann versuche ich durch unauffällige Korrekturen (auch ein Punktwerter sieht hoffentlich nicht alles 8) ) das Heck in die Spur zu bekommen.
Das klappt nicht immer so unauffällig wie ich das möchte, aber zuviel Expo auf dem Heck steuert sich irgendwie auch merkwürdig, finde ich. Also versuchen die Daddeln (für die Nicht-Nordlichter: Finger) ruhig und sacht zu bewegen.
Insgesamt also ein erfolgreicher Trainingstag, weil der Venture jetzt erheblich schöner läuft als noch zu Anfang - bloß mit dem Push-Over hat´s nicht geklappt.
Da werde ich heute Nacht wohl wieder ein wenig "Trockenfliegen" müssen, bis das mental wieder klappt.
Wolfgang Meyer
13.03.2005, 19:29
Nachdem wetter.de für heute gutes Flugwetter vorausgesagt hatte, habe ich gestern auf der Geburtstagsfeier meiner Frau noch schnell ein paar Von JMM gebaute "Special-Paddel" aufgebaut, damit ich heute wieder testen konnte.
Es handelt sich um ein paar originale JR Paddel, die gewichtsmässig unter meinen jetzigen Funtech´s liegen aber etwas anders als diese gebohrt sind und JMM hat die Bleigeichte etwas anders in den Paddeln verteilt.
Ich versprach mir natürlich von weniger Paddelgewicht gleich wieder mehr Wendigkeit und war voller Vorfreude als ich den Heli abhob. Da der Wind heute entgegen der Vorraussage doch recht heftig blies, war ich zunächst froh, daß der Heli erstmal sehr ruhig schwebte, also ein wenig seitengeschwebt und dann ab in die zweite Flugphase und den Vogel ein wenig kneten...
Ich setze also zu einem Brutalo-Turn an um für die mächtigste Rolle seit Erfindung derselbigen Schwung zu holen, steche die S.. an beschleunige auf nahezu Mach1 und - fliege die schlechteste Rolle seit langem ! Warum? Der Venture rollte wieder Erwarten so langsam, daß ich mich im Timing mit Pitch völlig vertan habe. Also verwundert umgedreht und nochmal eine Rolle geflogen - er rollt in Zeitlupe, ich eier mir wieder einen ab. Also Rolle erstmal vergessen und einen Looping geflogen, mit Pitch verdaddelt aber trotzdem rund geworden - O.K.
Dann bin ich noch ein wenig rumgeflogen und habe versucht die Abstimmung zu ergründen und bin dann gelandet.
Man musste mich mit 10 Mann festhalten um nicht sofort die Paddel wieder runter zu reissen und die Funtech´s wieder drauf zu bauen - mein schöner Venture - träge wie ein nasser Sack ? Das darf nicht sein !
Jörg-Michael hielt dagegen, daß ich noch nie so gute Loopings geflogen wäre und die zweite Rolle wäre auch ganz gut gewesen und ich sollte doch nochmal probieren und so. Ich wollte immer noch die Paddel abdrehen, bis sich JM bereit erklärte meinen Vogel mal zu fliegen. Also aufgetankt und JM flog mir mit meinem Heli so saubere Figuren am Himmel vor und schwebte astreine Pirouetten bei Starkwind, daß ich dachte: "Irgendwas muß an dieser Abstimmung dran sein..."
Nach ein paar Minuten landete er meinen Venture und übergab mir den Sender mit den Worten: "Du hast eine Scheibe, dein Heli ist noch nie besser geflogen, wenn Du F3C fliegen willst ist er so genau richtig ! Gewöhn Dich daran und gut."
Nun wenn 15 Jahre Heliwissen einem das so deutlich sagen, sollte man als 2-jähriger Rookie vielleicht nochmal darüber nachdenken. Also habe ich noch einen Flug unternommen und bin erstmal ein wenig geschwebt, der Wind hatte nochmal zu genommen und obwohl die Abgasfahne waagerecht vom Heli weggerissen wurde, stand der Venture in der Luft wie angenagelt, ich konnte ohne Probleme jede Böe aussteuern und er war beim Seitenschweben noch nie so ruhig wie heute und das bei dem Wind !
Also nochmal in die zweite Flugphase geschaltet und ein paar Rollen zur Gewöhnung geflogen und ich denke nun, daß die Abstimmung für mich zwar erstmal gewöhnungsbedürftig ist, daß sie mir aber helfen wird vernünftig zu fliegen.
Ich bin zuvor eine Hirobo Freya geflogen, die ich im Sommer letzten Jahres auf ein "zappeliges" Steuerverhalten umgebaut hatte, an diese Abstimmung hatte ich mich gewöhnt und fand natürlich die jetzige Abstimmung erstmal grausam, aber wie gesagt, schon der zweite Flug brachte mich ins Grübeln.
Die Rolle soll nunmal zwei Sekunden dauern und nicht ein Seitenflip sein ... also werde ich mir die Worte von JM und Armin Heini aus der Rotor zu Herzen nehmen:
Ein vernünftiges Setup finden und dann - weniger Schrauben - mehr trainieren !
In diesem Sinne : Warten wir auf besseres Wetter !
Wolfgang Meyer
15.03.2005, 21:54
Es war zwar kein besseres Wetter, aber was tut man nicht alles wenn man fluggeil ist.
Bin gestern also mal wieder zum trainieren draussen gewesen, trotz relativ starkem Wind (der aber zum Glück nicht böig war).
Als erstes muß ich sagen, daß ich mich zum Glück sehr schnell an die neue "träge" Abstimmung gewöhnt habe, ich möchte sie nicht mehr missen, der Heli schwebt wie ein Bär! Trotz starkem Wind kann ich problemlos ruhig schweben, man hat das Gefühl der Wind interessiert überhaupt nicht, grandios.
Es ist auf jeden Fall kein Vergleich mehr zu meinen ersten Schwebeversuchen und das nur weil der Heli mir "hilft" ruhig zu schweben.
Ich habe dann mal die Hoden zusammengekniffen und bin alle Fahrtfiguren hintereinander weg in der richtigen Reihenfolge geflogen, also:
Looping, Rolle, Turn, Abschwung, Push Over
Da bin ich dann doch schon ganz schön ins Rudern gekommen, da sich ein Fehler (z.B. schlechter Anflug) über mehrere Figuren hinaus "rächen" kann.
Ist z.B. der Ausflug aus einer Figur schlecht, kann das Auswirkungen auf den nächsten Einflug haben (habe ich natürlich geschafft das das so ist :P ) und schon ist die nächste Figur versemmelt.
Letzten Endes war ich doch aber froh, daß ich "heil" durch alle Figuren bin und bin dann noch einwenig rumgeschwebt, vorwiegend Nase rechts und leicht nach hinten meiner Lieblingsposition, die dank reichlich Training und Ätzkreisen aber langsam ihren Schrecken verliert.
Den zweiten Tank habe ich überwiegend damit verbracht Push-Over zu trainieren und so langsam kann man sie auch als solche erkennen !
Beim dritten oder vierten hatte ich wohl einfach mal Glück - da passte alles und wie der Heli oben in der Ruheposition im blauen Himmel verharrte und eine schöne Abgasfahne in den Himmel zog, das war ein richtig g..... Gefühl, der Ausflug passte auch 100%ig, gegen den Push-Over hätte Rüdiger Feil aber mal bös abgestunken (Achtung Scherz !!!!!!!)
Der Unterschied zwischen Rüdiger und mir ist wohl nur, daß mir solche Manöver nur alle zehn Jahre unter Ausschluß der Öffentlichkeit passieren (es war natürlich niemand dabei der den Push-Over hätte bezeugen können) und er solche Manöver im Schlaf mit verbundenen Augen in Serie bringt - aber naja, er ist auch älter :P .
Auf jeden Fall mal richtig Dusel gehabt und das gab dann auch wieder einen richtigen Motivationsschub.
Beim dritten Tank eigentlich keine besonderen Vorkommnisse, ein wenig geschwebt zur Probe mal ein paar Dreiecke geflogen (da wird man ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurück geholt...) und dann irgendwann gemerkt, daß die Konzentration nachlässt und die Störungen zwischen den Ohren merklich zunehmen, als Abbruch.
Ich habe mir übrigens angewöhnt, den Heli nicht nur auf Seite abzuheben und zu landen, sondern auch seitenschwebenderweise zum Startpunkt zu gehen, das trainiert ungemein.
Wegen akuter Euphorie habe ich dann doch nochmal aufgetankt und bin dann aber nur zur Entspannung durch die Gegend gekachelt, habe zwar versucht das möglichst sauber zu erledigen, aber keine besonderen Ansprüche gestellt, spassig war´s auch mal wieder.
Am Wochenende wollen JMM und ich uns mal die Senderprogrammierung vornehmen, da werde ich wieder einiges auf den Deckel bekommen, aber was nimmt man nicht alles auf sich :D
Also bis dahin...
Wolfgang Meyer
17.03.2005, 21:05
Eines muß ich wohl mal klarstellen:
Einigen Betrachter die mich, bzw. Jörg-Michael nicht kennen, mag es so vorkommen, als würden wir uns den ganzen Tag anbrüllen, uns an die Gurgel gehen und unsere Helis mutwillig sabotieren - dem ist nicht so !
Wahr ist, daß Jörg-Michael eine "spezielle" Art hat einem Baufehler zu zeigen - Zitat: " Oh Gott, hast Du denn überhaupt nichts gelernt ?!"
Diese Art des Umganges ist eine Art von speziellem Humor, wer uns "live" erlebt wird sehen, daß wir eigentlich ganz liebevoll zueinander sind :P
Dies möchte ich nur einmal deutlich machen, damit nicht ein Unbekannter auf die Idee kommt, ich sei ein armes unterdrücktes Häufchen und würde nur noch auf die nächsten Schäge warten - ich warte nicht, ich bekomme sie zeitnah :D
Nee, mal im Ernst, der rauhe Umgangston ist scherzhaft zu verstehen und kann auf Wunsch unterlassen werden, nur damit hier keine Berührungsängste entstehen !
Ansonsten heisst es : Warten wir auf besseres Wetter !
Wolfgang Meyer
19.03.2005, 20:45
Trotz mittelprächtigem Wetter war es heute soweit:
Das erste mal das Fahnenfeld aufgebaut und die Schwebeflugfiguren über den Fahnen geflogen...
JMM hatte heute seine Fahnen mitgebracht, da er partout nicht meine aufbauen wollte (meine sind die Binford 2000 Männerfahnen aus unnachgiebigem VA-anfängertauglich halt, damit jeder Fehler auch wirklich bestraft wird).
Nach einer schlechten AR seinerseits wusste ich warum - wenn man auf einer VA-Stange landen sollte geht etwas zu Bruch, bei einer Glasfaserstange hat man noch eine gewisse Restchance...aber gut, also Glasfaserstangen aufgebaut.
Als erstes wird so ein Feld ziemlich klein, wenn man direkt davor steht und der Heli ist auch ziemlich nah...gewöhnungsbedürftig. In die Mitte des Fahnenfeldes haben wir eine Fußmatte aus dem Auto gelegt, damit man einen "Landeplatz" hat.
Also Sprit rein und los, Heli auf der Matte abgestellt, auf Position gegangen und abgehoben und erstmal ein wenig geschwebt. Dazu muß man wissen, daß ich gerne den ersten Tank zum Einfliegen nutze und erst beim zweiten Tank ernsthaft zur Sache gehe, dank "Gruppendruck" war das heute nicht möglich.
Wie ich also im Fahnenfeld schwebe höre ich von hinten ein: "Höher !" ich gucke auf den Heli und denke : " Das ist doch Augenhöhe, da ist doch alles in Ordnung, was will der ?" also weiterschweben dann kommt von hinten ein : "Höher !!!" ich denke : "Alles ist gut, der kann dich mal an die Füße fassen..." schließlich kommt ein : "HÖHER !!!!!!"
Ich brülle also nach hinten: "Was ist denn ?!"
Da kommt die Stimme direkt rechts von meinem Ohr: "Du musst mit den Kufen auf Augenhöhe sein, du bist zwei Meter groß, also HÖHER !"
Uups, das wusste ich nicht, das die Kufen der Bezugspunkt für die Flughöhe ist, also muß ich mir angewöhnen höher zu fliegen.
Die Stimme hinter mir spricht : "Was musst Du denn fliegen?" Ich: "Dreieck, Schiebekreis und Rechteck." Die Stimme von hinten: "Dann starten wir mal mit einem Dreieck" ich wollte gerade erwidern, daß das doch der erste Tank ist und ich noch nicht soweit bin, als ich dachte, daß es schwierig werden wird den Punktrichtern zu erklären, daß ich erst einen Tank so verfliegen muss, also wieder die Hoden zusammengekniffen (die bekommen schon Druckstellen :P ) und das Dreieck angesetzt. Wie nicht anders zu erwarten, sah es so richtig schön sch.... aus, also wieder zur Mitte geflogen und den Heli abgesetzt. Und wieder ein Fehler: Der Heli muß über dem Landepunkt noch schweben und dann langsam abgesetzt werden und nicht so hingesemmelt werden, wie ich es getan hatte. (Das ich dabei die Fußmatte nicht getroffen habe, brauche ich doch nicht extra erwähnen, oder ?)
Die Stimme hinter mir fragt: "Und was kommt jetzt ?" Ich sage:"Eigentlich der Schiebekreis, aber den bin ich noch nie geflogen..." Die Stimme: "Das ist egal, den fliegen wir jetzt !"
Ich könnte jetzt wieder meine Hoden erwähnen, aber das kennt ihr ja langsam, also habe ich einen Schiebekreis dahingeeiert, er war zu schnell, er war nicht rund, der Heli war nicht schön abgesetzt, er war schlecht.
Das Rechteck lief auch nicht viel besser und dann ist der Part der Schwebeflugfiguren zum Glück vorbei...also Schub in den Heli und endlich wieder Gas geben...habe dann die Fahrtfiguren so einigermassen in den Himmel gezogen und bin dann gelandet, von der Stimme kam der Satz: "Du hast noch eine weite Reise vor Dir...."
Also erstmal Heli weggestellt und den Puls auf normale Werte gebracht....
Meine Probleme bei den Schwebeflugfiguren sind, daß ich den Heli zu spät anfange zu stoppen (bescheuerter Satzbau, aber ich meine es so), so daß ich immer über die Fahne hinaus drifte und dann relativ energisch gegensteuern muß, das sieht schlecht aus und bringt reichlich Unruhe in den Heli. Mit Pitch arbeite ich noch zuviel, der Heli spielt Jojo und das mit dem Landen hatten wir ja schon. Also da ist noch viel Raum für Verbesserungen.
Nach einer kurzen Verschnaufpause kam JMM und meinte : "Komm, wir fliegen mal unter Realbedingungen." Also packte er als Starthelfer meinen Heli und setzte ihn neben dem Fahnenfeld ab. Dann durfte ich mich (wie es auf dem Wettbewerb auch erlaubt ist) einschweben. Der simulierte Vorgänger setzte zur imaginären Landung an, ich musste den Heli dann auch absetzen, und nachdem Rüdiger Feil (ich kann mir doch als Vorflieger vorstellen wen ich will :D ) gelandet war, habe ich den Heli in das Fahnenfeld geschwebt, bin zum Pilotenpunkt gegangen und mein Ansager begann anzusagen...
Schon ein komisches Gefühl wenn man hört: "Dreieck, jetzt !" und dann auf Kommando sofort bestmöglich losfliegen muß, wider Erwarten liefen die Schwebeflugfiguren einigermassen gut, ich bin immer noch etwas zu schnell geflogen, aber insgesamt sah es schon deutlich besser aus. Auch die Fahrtfiguren gingen recht gut vom Knüppel, nur die gerade Landung habe ich mangels Übung komplett versemmelt, da ich viel zu hektisch reingekachelt kam, man hat Zeit beim F3C fliegen, auch das muß ich noch verinnerlichen...
Insgesamt ein schöner und vor allem spassiger Flug, an dieser Stelle mal ein großes Dankeschön an meine Stimme von hinten :P
Wegen eintreffender Flächenflieger waren wir dann leider gezwungen das Fahnenfeld wieder abzubauen und so bin ich dritten Tank nur so rumgesemmelt, dabei ist mir etwas aufgefallen: Erstens bin ich mental nach zwei angespannten Flügen schon ziemlich alle und fange an mich zu verdaddeln und zweitens macht mir sinnbefreites durch die Gegend gefliege nicht mehr so richtig Spaß, ich glaube ich habe Blut geleckt... :loeblich:
So, das sollte für heute erstmal reichen, morgen ist auch noch ein (Flug)tag...
Auf besonderen Wunsch habe ich ein paar Bilder von hübschen Helis und hässlichen Menschen geschossen (keine Angst man sieht sie nur von hinten) und werde sie demnächst hier einstellen.
Auf die Technikseite meines Helis, werde ich demnächst bei einer Schlechtwetterpause mal genauer eingehen, ansonsten gilt wie immer: Ich freue mich über jede Anregung und Kritik, ich möchte hier kein langweiliges Geschreibsel veröffentlichen, sondern das was wirklich interessiert und dazu bin ich auf Eure Mithilfe angewiesen...
Wolfgang Meyer
21.03.2005, 18:55
So, wie versprochen erstmal ein paar bunte Bilder, von hübschen Helis und hässlichen Menschen... :
Hübscher Heli:
http://www.martins-heliseiten.com/WMF3C/venture1.jpg
Und von der Seite:
http://www.martins-heliseiten.com/WMF3C/venture2.jpg
Und jetzt wird es pornographisch - nackig, das Ferkel :
http://www.martins-heliseiten.com/WMF3C/venture3.jpg
und noch ein Sexbildchen:
http://www.martins-heliseiten.com/WMF3C/venture4.jpg
Das Mädel von Seite 1 der Bildzeitung ist nichts dagegen:
http://www.martins-heliseiten.com/WMF3C/venture5.jpg
Das nächste Mal stelle ich ihn nackt auf ein Leopardenfell :
http://www.martins-heliseiten.com/WMF3C/venture6.jpg
Und jetzt das versprochene Bild von einem hässlichen Menschen, zum Glück nur von hinten aufgenommen, der schwarze ist mein bester Kumpel, wer Angst vor großen schwarzen Hunden hat, der muß nach Bremen kommen, da können wir ihn kurieren :loeblich: :
http://www.martins-heliseiten.com/WMF3C/rufus2.jpg
Die leichte Aufhellung auf der Kopfrückseite ist übrigens kein Ansatz einer Glatze, sondern eine Überbelichtung vom Fotoapparat... :P
Ich möchte mich noch bei Martin Fürst für die Bereitstellung seines Webspaces bedanken, danke Martin !
Wolfgang Meyer
21.03.2005, 19:25
So, nun wieder zu der textlastigen Fortsetzung:
Zum Glück war gestern astreines Flugwetter, also ab auf den Platz...
Da bei uns am Sonntag immer ziemlich viel helimässig los ist (keine Ahnung warum manche Menschen nur Sonntags Heli fliegen können :D ) habe ich mir das Aufbauen eines Fahnenfeldes gespart und bin einfach so geflogen.
Der Wind war wie immer bei uns mittelprächtig startk, so daß man wieder sehr gut schweben üben konnte. Meine Probleme waren immer noch die Gleichen: Rumgeeier auf Roll und zu späte Bremsungen auf Nick, aber ich dachte mir : "Das steuerst Du aus, wir sind ja hier nicht bei einem Kindergeburtstag !"
Aber manchmal hilft auch Ehrgeiz nichts, so richtig ruhig war das Ganze immer noch nicht. Nachdem ich den Tank geleert hatte, kam mein Pate und sagte´: "Komm mal her mein Jung, dir kann geholfen werden..."
Und schon programmierte er mir in der Schwebeflugphase etwas Expo auf Roll und verringerte das Dual Rate für die Nickfunktion (vorher 80% jetzt 90%) und gab mir auf Nick dann auch etwas Expo.
Ich habe jetzt folgende Werte für das Schweben:
Roll: 80% Dual Rate ; -10% Expo
Nick: 90% Dual Rate ; -5% Expo
Heck: 100% Dual Rate und -15% Expo
Dann "verbog" er mir noch meine Pitchkurve für Idle1, weil er meinte: "Das kann man ja nicht mit ansehen wie Du Dich durch den Looping hungerst, da muß mehr Druck rein und dein Turn ist auch zu niedrig!"
Sprach´s und erhöhte die Punkte 2,3 und 4 in meiner 5-Punkt-Pitchkurve, sie ist nun leicht gebogen und ich habe dementsprechend um die Knüppelmitte herum jetzt höhere Pitchwerte. (Genaue Pitchwerte werden bei Schlechtwetter oder Langeweile nachgereicht)
Also Auftanken und los und - rattenscharf !
Jetzt verstehe ich warum die Tastatur (bzw. der Touch-Screen) bei JM´s Sendern immer so abgegriffen sind, man glaubt ja nicht, wie man sich das Leben mit ein paar Änderungen in der Senderprogrammierung leichter machen kann.
Der Venture ist ja schon die letzten Male geschwebt wie ein Bär, aber jetzt ist auch noch die Unruhe weg, die ich da reingesteuert habe - Schweben leichtgemacht !
Die Loopings wurden auf einmal rund und der Turn ging auch ab wie ein Zäpfchen (mein Händler würde sagen: "Jo, Penthouse, zehnter Stock." )
Im Übermut habe ich dann noch einen Push-Over zum ersten mal von links nach rechts geflogen und hatte Dusel, der sah sogar brauchbar aus...
Tank 3 und 4 habe ich mit den normalen Übungen verbraten (dabei fällt mir auf, daß die Pulsfrequenz langsam unter 200 Bpm sinkt :D ) und habe mich auf etwas ganz anderes konzentriert: Ruhig zu stehen beim fliegen !
Ich habe die Angewohnheit beim Fliegen von einem Bein auf andere zu trampeln, als müsste ich mir gleich in die Hose machen (bei verkorksten Flugfiguren mit Abgang in Richtung Boden bin ich glaube ich auch manchmal nicht so weit davon entfernt). Das sieht natürlich nicht besonders souverän aus und die Punktwerter werden bestimmt auch nervös davon. Als gewöhne ich mir beim Fliegen jetzt die breitbeinige John-Wayne-Duell-Gedächtnisstellung an, das sieht zwar auch dämlich aus, aber ich trippel wenigstens nicht herum...
Also wer auf einen der Wettbewerbe zum Zuschauen kommt, der der da am breitbeinigsten steht und aussieht als hätte er die Windeln voll - das bin Ich !
Wolfgang Meyer
25.03.2005, 08:33
So, gestern hat das Wetter mal wieder eingermassen gepasst, also nix wie raus....
Erstmal das Fahnenfeld aufgebaut und eingermassen nach dem Wind ausgerichtet, Fußmatte in die Mitte und los !
Beim Abheben wundere ich mich, daß der Heli so komisch fliegt und ich recht heftig gegenlenken muß, die Abgasfahne erklärte dann aber doch einiges...
Der Wind hatte gedreht und dabei leider nicht auf die Ausrichtung meines Fahnenfeldes Rücksicht genommen, so daß ich jetzt den Wind von schräg hinten bekam, ich hoffe das passiert mir nie auf dem Wettbewerb, weil das fliegt sich echt schei...
Also habe ich zwei Fahnen umgesteckt und bekam den Wind nun diagonal von vorne, auch nicht schön aber zu Trainingszwecken gar nicht so verkehrt...
Als erstes habe ich dann sauberes Abheben und Landen trainiert mit der Nase nach links, mein Heli will beim Abheben immer nach rechts und nach vorne, wenn man das nicht gleich aussteuert hat man schon reichlich Rundflug im Fahnenfeld gemacht :P
Beim Absetzen neige ich dazu ihn die letzten 50cm ziemlich rabiat fallen zu lassen, damit er mir nicht wieder "wegschwimmt", daß muß natürlich auch noch weg...
Danach habe ich dann einen Tank lang die Figuren Dreieck, Rechteck und Schiebekreis trainiert, an Rundflug war nicht zu denken, da sich noch ein paar Segler auf dem Platz tummelten.
Den nächsten Tank habe ich mich auf die andere Seite des Feldes gestellt, so daß ich das gleiche Spiel mit Nase nach rechts spielen konnte...
1. Das Ganze sieht deutlich unruhiger aus...
2. Ich treffe nicht so häufig die Fußmatte
Aber es hilft nichts dagegen - nur trainieren, also habe ich weiter gemacht und bin angefangen die Figuren zu fliegen. Beim Rückwartsfliegen auf die hintere Fahne war dann wieder meine "Lieblingsposition" erreicht, also habe ich da gleich mal ein wenig "dauergeschwebt" dann hoch zum Dreieck und wie er oben im Dreieck verharren soll, kam eine ziemlich Böe und der Vogel bricht mir da oben aus, und dann konnte man hervorragend beobachten, was passiert wenn man diese Position nicht genug trainiert hat:
Der Vogel schaukelt sich auf (mit tüchtiger Mithilfe meinerseits an den Knüppeln), die Gegenreaktionen kommen zu stark und zum falschen Zeitpunkt , der Puls steigt in ungeahnte Höhen und dann half nur noch der Abbruch zum wunderschönen Heckschweben in Augenhöhe - Mist !
Also werde ich mich demnächst hinstellen und werde ihn in 7 Meter Höhe 9m von mir entfernt mit der Nase nach rechts schweben, damit man sich an diese Optik von unten gewöhnt und ich nicht aus Versehen die Punktwerter über den Haufen semmel...meinem Ansager kann ja nichts passieren, der ist kleiner als ich :D
Dann habe ich erstmal ausgesetzt und habe mich wieder eingekriegt...
Den dritten Tank habe ich das Spielchen von beiden Seiten nochmal gemacht und bin dann schließlich mangels Seglern am Himmel in die Fahrtfiguren gegangen.
Die Fahrtfiguren konnte ich endlich mal anders herum fliegen, der Wind spielte mit, so daß ich mir keine "Vorzugsrichtung" in den Fahrtfiguren antrainiere. Alls Figuren gingen recht locker von den Knüppeln, sogar der Push-Over andersherum war nicht so daß Problem - man muß auch mal Glück haben !
Der Trainigsbedarf besteht also eindeutig mehr beim Schweben......
Den vierten Tank bin ich dann nur so herumgekachelt, da einige Zuschauer auf dem Platz mal sehen wollten, wie ein Heli so geht, was tut man nicht alles für den Nachwuchs :loeblich:
Bei etwas hektischem Rumgereisse, kam mein Heck auf einmal nicht mehr mit und der Heli verharrte kurz in einer etwas merkwürdigen Position, es scheint, das nach 1,5 Jahren mein Heckservo langsam aufgibt (601 mit 9251) jetzt bin am Überlegen, ob ich mir ein neues Servo leiste, oder gleich auf einen JR Kreisel umsteige, da ich immer gerne alles aus einer Hand habe, mal schauen.
Die etwas merkwürdige Position scheint ein kurzer Failsafe gewesen zu sein, ich muß der Sache mal auf den Grund gehen, der E-Akku kann es eigentlich nicht sein, der ist erst zwei Wochen alt und wurde sorgfältigst formiert, ich tippe auf das Servo, weil er bei dem Manöver auch gegen den Wind drehen musste, mit dem Wind traten beim gleichen Manöver keine Schwierigkeiten auf.
Habe den Rest dann etwas ruhiger angehen lassen und bin zufrieden nach Hause gefahren, nur dem Heckproblem muß ich auf den Grund gehen... es gibt immer was zu tun !
Wolfgang Meyer
26.03.2005, 08:09
Und jetzt kommen wir mal zu den unangenehmen Seiten des F3C-Fliegens:
Vor ein paar Tagen stand ich morgens auf und schaute in den Spiegel. Das ich nachts vom fliegen träume ist ja inzwischen normal, aber das sich das jetzt auch körperlich äussert finde ich langsam beängstigend...
Auf jeden Fall kam der Wind beim Seitwärtsschweben heute nacht wohl aus der gezeigten Richtung:
http://www.fobbel.de/ForumBilder/sturmfrisur.jpg
Ich schwöre, daß diese Frisur von allein ohne Mitwirken von Hilfsmitteln nachts entstanden ist, also wenn Ihr mit dem F3C fliegen anfangen wollt, seid Euch über eines bewusst:
Mann sieht morgens echt dämlich aus ! :P
Wolfgang Meyer
28.03.2005, 18:34
Da alle Figuren so leidlich sitzen kam Jörg-Michael gestern auf die glorreiche Idee doch mal das Landen zu üben, also einen Grasklumpen als Zielpunkt genommen in 9m Entfernung seitlich zum Heli (Nase nach links) aufgestellt und abgehoben. (Leicht gelangweilt, eine Landung kann ja wohl nicht so schwer sein...)
Also nach rechts rausgeflogen und mit einer Linkskurve umgedreht - erster Fehler ! Durch die Linkskurve war der Heli sehr weit "draussen" und ich musste ihn folglich diagonal auf mich zu landen - er soll aber gerade von rechts oder links kommen.
Naja, also mit dem Anflug angefangen und versucht den heli mit gleichmässiger Fahrt und gleichmässigem Höhenverlust zu landen. Jörg-Michael (auch "the Voice" genannt) fing an zu fordern: "Roll links"
Ich war so im Anflug vertieft, daß ich gar nicht daran dachte das zu tun was er wollte, also weiter reingeeiert "Roll links !" diesmal schon fordernder...ich gucke mir den Heli an und denke: "Der kommt gut, lass das mal so" - "ROLL LINKS !!!"
Inzwischen hatte ich schon gut Höhe verloren und befand mich nur noch ca. 5m über dem Platz, nun merkte selbst ich das der Heli noch zu weit draussen war und gabe bzw. steuerte Roll links - das rettete die Landung natürlich auch nicht mehr, also den Heli sauber ca. 3m seitlich neben der Markierung abgesetzt.
Von hinten kam: "Habe ich nicht gesagt Roll links - warum steuerst Du nicht das was ich sage - seufz... also nochmal und diesmal drehst Du ihn hinten nicht links herum, sondern rechts herum auf uns zu."
Daraufhin antwortete ich : "Nein, mache ich nicht (auch Männer können zickig sein)"
Man muß wissen, das ich nur sehr ungerne Kurven auf mich zu fliege.
The Voice:"Doch das machst Du, sonst landest Du wieder so weit draussen !"
Das war ein Argument, also losgeflogen und den Heli auf uns zu gewendet - tat gar nicht weh :P
Dann habe ich den Landeanflug angfangen und diesmal auch so einigermassen hinbekommen, die Schwierigkeit besteht meines Erachtens in zwei Faktoren:
1. Man schaut nach oben und hat keine Orientierung wo jetzt der Landepunkt ist und wo der Heli sich in Relation dazu befindet.
2. Der Flugzustand ist durch den Gegenwind bei der Landung so halb Flare und halb Schwebeflug steuert sich also ziemlich merkwürdig.
JM hat dann auch mal einen Anflug gemacht und musste zugeben, daß die gerade Landung gar nicht so einfach ist, wie sie scheint, da habe ich mich bös´ verschätzt und bin froh das ich noch ein wenig Trainingszeit habe.
Wir haben dann noch ein paar Anflüge geübt (dabei manchmal sogar getroffen) und haben dann glücklich eingepackt.
Heute habe ich dann neben den üblichen Schwebe- und Fahrtfigurübungen einen Tank lang nur Landungen geübt (es waren viele, der Rasen ist an der Stelle ganz abgewetzt) aber diesmal mit Nase nach rechts, wieder Erwarten ging es sogar ganz gut, man muß bloß ein Gefühl für das Sinkverhalten und die Position des Helis bekommen.
Im Großen und Ganzen bin ich damit mit den Figuren durch und muß jetzt "nur" noch auf Sauberkeit hintrainieren. Da das nicht sonderlich spannend zu berichten sein wird, werde ich demnächst mit einem Technikteil beginnen um Euch nicht zu langweilen, besondere Wünsche werden gerne berücksichtigt.
Als erstes wollte ich von der Programmierung meiner Schwebefluggaskurve berichten, oder bestehen andere Wünsche was zuerst kommen soll?
Ich bin für alles offen, bitte aber eines zu bedenken: Ich habe selber keine Ahnung ! :P
Wolfgang Meyer
03.04.2005, 10:22
Irgendwie habe ich im Moment keine Lust über technisches zu berichten, daher lieber wieder etwas aus dem Tagesgeschehen:
Ich wollte das gestrige Aufwärmtreffen ganz gezielt nutzen, um vor Publikum zu trainieren und so die Nervosität in den Griff zu bekommen. Also habe ich mir (mental) in den Hintern getreten und bin beim ersten Flug gleich ans Fahnenfeld, kurz eingeschwebt und habe dann versucht das Programm bestmöglich durchzufliegen.
Entgegen meiner ursprünglichen Verhaltensweise, war ich am Start nur sehr leicht nervös, alles bestens. Merkwürdigerweise kam die Nervosität mitten im Flug bei der Rolle - eigentlich der Part bei dem ich mich eher "ausruhe".
Ich wurde auf einmal zitterig, das ich schon Angst um die Vibrationsfestigkeit des Senders bekam :P
Eiegntlich war es bei meinen bisherigen Herausforderungen (Hochzeit mit Sandra und Motorradrenntrainings) immer so, daß ich vor Beginn völlig am Ende- und wenn es dann endlich los ging - die Coolness in Person war, so aber leider (?) nicht diesmal.
Immerhin hatte ich so den Vorteil relativ ruhig durch die Schwebeflugfiguren zu kommen und in den Fahrtfiguren sieht man das Zittern ja nicht so.. :rolleyes:
Auf jeden Fall mal ein gelungener Spaß der Appetit auf mehr macht !
Ich habe mich auf der Veranstaltung sehr über die zahlreichen netten Kontakte gefreut, man hat wirklich nicht das Gefühl in eine "geschlossene Gesellschaft" zu kommen und die Berührungsängste waren völlig unbegründet.
Ich hatte mit vielen Leuten sofort nette Gespräche und bekam viele hilfreiche Hinweise für mein eigenes Vorankommen, dafür an dieser Stelle vielen Dank !!!
Da der Wind recht zickig aus verschiedenen Richtungen kam, kristallisierte sich bei mir aber noch Problem heraus: Meine Rotorblätter (710mm vollsymmetrisch) sind bei Wind nicht so optimal, da sie bei Böen ziemlich stark "Fahrstuhlfahren"
Laut Aussage von JM kommt dieses "Problem" (ist ja eigentlich kein Problem - wenn meine Finger schnell genug wären :D ) hauptsächlich von der Rotorblattlänge, ich habe diese Blatt aber ursprünglich mal gekauft, weill es ganz gut marschiert und vergleichsweise geflogene 680mm Blätter gingen nicht so gut nach vorne.
Da man als Anfänger (und ich im speziellen) ja manchmal durch nicht perfekte Steuerbewegungen Energie vernichtet hat man (ich) dann das Problem zügig wieder ordentlich Druck in den Heli zu bekommen und da fand ich die 710er Blätter bisher besser.
Nun bin ich also auf der Suche nach einem 680mm langen Blatt (halbsymmetrisch ?), windunempfindlich, mit hervorragender "Beschleunigung" und Highspeed-Werten - also die eierlegende Wollmilchsau.
Ich weiß, daß es dieses Blatt von K&S mit der Bestellnummer 1252 gibt, aber ich muß ganz ehrlich gestehen, daß mich der Preis doch gehörig abschreckt ! 8o
Nun habe ich heute morgen das Internet durchstöbert und bin nicht so richtig fündig geworden, wenn also jemand einen Geheimtipp hat - her damit ! :P
Ansonsten werde ich JM gleich beim Fliegen nochmal gehörig mit diesem Problem auf den Senkel gehen !
Apropos auf den Senkel gehen, es ergab sich beim Treffen die Begebenheit, daß ich am Schweben auf dem Fahnenfeld war und nebenan jemand 3D flog - ist Euch schon mal aufgefallen, wie die Geräuschkulisse beim 3D-Fliegen nervt, wenn man aus Gründen der Ablenkung nicht hinschauen kann ?
Dieses ewige Blattgeknatter, Motorgejaule und Mechanikgekreische kann einen wirklich gehörig nerven (zugegeben Dauerschweben ist auch keine schöne Klangkulisse :) ) nach einiger Zeit möchte man alles tun um das Gezappel zu unterbinden (natürlich nur im Kopf !).
Ähnlich ging es mir bisher erst einmal bei einem Besuch in Frotheim, wo man nach dem 358.ten E-Heli der mit 3D geknetet wurde nur noch zu Mr. Hyde werden wollte. Ist ja am Anfang ganz nett anzugucken und auch wirklich publikumswirksam (zumindest bei manchen Piloten) aber irgendwann ist der Bock fett. (Anm. der Red. : ACHTUNG SUBJEKTIV !!!)
Dies war aber nur einmal der Fall und ich war bestimmt auch nur genervt, weil ich mich schlecht konzentrieren konnte, aber auch Ablenkung übt - Das Endziel ist das ich die Figuren schweben kann und Jörg-Michael lässt Böller neben mir hochgehen, ohne das der Heli nur einmal zuckt.... ?(
Also ein sehr interessantes und schönes Treffen, ich hoffe sowas gibt es häufiger !
P.S. Wenn ich mir die Bilder so anschaue, muß ich nur an meiner Flughaltung arbeiten - mein Gott sieht das dämlich aus ! Und dann dieser Hängearsch in der Hose - furchtbar :P
Wolfgang Meyer
10.04.2005, 17:36
Am Freitag starteten Jörg-Michael und ich in Richtung Lauterbach zum F3C-Trainingstag.
Ich hatte JM den Gefallen getan und extra wenig getrunken, damit er wegen meiner "Konfirmantenblase" nicht alle 50km anhalten musste. Die Fahrt verlief dank JM´s Navi ganz kurzweilig, da wir aufgrund einer Staumeldung auf die Landstrasse umgeleitet wurden.
An dieser Landstrasse standen so ca. alle 500m so komische Wohnmobile in denen sich junge Frauen gerade umzogen, zumindest hatten sie alle just wenn wir vorbei fuhren ganz wenig an. :P
(Der Name der Bundesstrasse wird gegen eine geringe Gebühr per PN verraten :P )
Es wurde also nicht langweilig und nach 4 Stunden Fahrt kamen wir in unserem Hotel an. Wir haben dann ausgeladen und sind ins Restaurant gegangen, nach einiger Zeit stiessen auch Kai Rodemer und Axel Schütte zu uns, so daß wir reichlich zu klönen hatten.
Nach ein paar Bierchen habe ich mich dann auf´s Zimmer zurück gezogen und habe versucht zu schlafen, wohlgemerkt es blieb bei dem Versuch, da mein Hirn ewig Helifliegen wollte. Ich habe also bis ca. 2.30 Uhr mental F3C trainiert und bin dann nach einer Geglückten AR wohl endlich eingeschlafen, nur um gegen 5.00 wieder aufzuwachen. Ich glaube zu den Wettbewerben nehme ich Baldrian mit...
Nach erfolgtem Frühstück fuhren wir zum Flugplatz und nutzten das schöne Wetter (die Schneeflocken waren noch klein und der Sturm hatte noch keine Orkanstärke) um nochmal schnell einen Tank zu fliegen.
So nach und nach trudelten alle ein und nach einem kleinen Frühstück (ja, das zweite, irgendwo muß der Bauch ja herkommen) fing der Fachreferent Rüdiger Spohr mit einer Einführungsrede an.
Beim Herumschauen in der Hütte fiel mir die geringe Anzahl der Teilnehmer auf, viele die sich angemeldet hatten, sind leider nicht gekommen, so daß nur sehr wenige "Frischlinge" da waren. Nach Rüdiger Spohr erklärte der Oberpunktwerter Stefan Wolf die einzelnen Flugfiguren und worauf es bei Ihnen ankommt. Er tat dies sehr anschaulich (wozu eine BK117 von Siku so taugt :D ), so daß sogar ich alles verstand und alle meine offenen Fragen beantwortet wurden.
Der geplante "Einstell- und Technikteil" von Jörg-Michael musste mangels Möglichkeit leider abgeblasen werden, da nur zwei Interessenten gekommen waren und diese leider ihren Heli nicht mitgebracht hatten. Man kann nichts einstellen, wenn nichts da ist - also immer merken: Den Heli einpacken !!!
In der Zwischenzeit trudelten immer noch einige Langschläfer ein, so daß wir doch auf eine gesunde Teilnehmerzahl kamen.
Kurz vor zwölf sollte dann der Flugbetrieb beginnen. Leider hatte der Wind inzwischen dermassen zugenommen, daß an einen geregelten Flugbetrieb nicht zu denken war. Es stürmte wie blöde und es schneite teilweise recht deutlich. Dazu war es A....kalt, so daß alle ein wenig Motivationsprobleme hatten.
Schließlich erbarmten sich einige, darunter auf unser "Iron Man" JM (in Jeansjacke!) zu fliegen, damit Rüdiger "eingepunktet" werden konnte und somit seine Ausbildung zum Punktwerter abschliessen konnte. Gegen ein Uhr war Mittagspause, die dank einer hervorragender Gulaschsuppe und Plauderei äusserst kurzweilig verlief (Danke Kai !!!!)
Ich hatte nach einer kurzen "Warmlaufphase" inzwischen alle kennengelernt und konnte viele nette Gespräche führen.
Ich kann jedem nur eines raten: Kommt zu solchen Veranstaltungen ! Die "Kerle" sind wirklich nett und jegliche Berührungsängste sind aus eigener Erfahrung wirklich überflüssig !!! Man hat sofort Kontakt und niemand hält mit seinem Wissen hinter den Berg, ich bekam Tipps und Lob und ich freue mich wirklich auf den ersten Wettbewerb !
Nach der Mittagspause wurde dann der Flugbetrieb zwischen den Schneepausen fortgesetzt. Ich selber war nicht so richtig motiviert, da es doch sehr stürmisch war und ich schon ein wenig schiss in der Büchs hatte.
Gegen vier Uhr wurde der "Gruppendruck" jedoch so stark, daß ich meinen Heli doch nochmal auspackte.
Wer kennt es nicht, der Motor macht die ersten Takte und schon nimmt der Wind auf "Orkanstärke" zu, aber alles lamentieren half nichts, ich musste ins Quadrat...
JM erbarmte sich als Ansager und so hob ich zur ersten Schwebeflugfigur ab, es war dermassen stürmisch, daß ich das Gefühl hatte, ich bekomme den Vogel nie unter Kontrolle, aber mit reichlich "Gerühre" ind den Knüppeln konnte ich die Schwebeflugfiguren fliegen.
Ich hatte erst am Vormittag erfahren, das die erste Verweilpause nach dem Abheben die Länge der anderen Verweilpausen vorgibt, dieses Timing kam bei mir überhaupt nicht hin. Ich schwebte nach dem Abheben zu lange und zwischen den einzelnen Segmenten zu wenig, also schiet !
Stefan kam dann zu mir und machte mich darauf aufmerksam, also zweiter Versuch, dieser verlief schon deutlich besser, war aber immer noch verbesserungsfähig. Der Tank reichte noch für einen dritten Durchgang und den konnte ich trotz des Windes sehr gut absolvieren (für meine und die herrschenden Verhältnisse).
Punktemässig lag ich zwischen fünf und sechs Punkten pro Figur und ich war wirklich happy !
Äusserst zufrieden habe ich den Heli eingepackt und habe dann noch ein wenig zugeschaut, sehr interessant waren auch die Schwebeflugdarbietungen einiger Teilnehmer mit ca. 2000 U/min am Kopf, da kommt dann doch etwas Hektik auf, aber jeder so wie er es mag :loeblich:
Ich war auf jeden Fall sehr froh, daß mir mein Venture mit seiner Abstimmung unter diesen Bedingungen sehr geholfen hat !
Ich habe jetzt so richtig Blut geleckt und freue mich sehr auf den ersten Wettbewerb !!!
und nun noch ein paar Impressionen aus Lauterbach:
Axel Schütte und Kai Rodemer im Gespräch über Failsafes
http://www.martins-heliseiten.com/WMF3C/axelundkai.jpg
Jörg-Michael beim Einschweben:
http://www.martins-heliseiten.com/WMF3C/JM1.jpg
http://www.martins-heliseiten.com/WMF3C/JM2.jpg
Michael Laggies beim Start, er hat es übrigens trotz des Sturmes geschafft in den Kreis zu autorotieren !!!
http://www.martins-heliseiten.com/WMF3C/laggies1.jpg
Axel Schütte hatte einen Turbinentrainer dabei, auch Lötlampe genannt :
http://www.martins-heliseiten.com/WMF3C/loetlampe1.jpg
http://www.martins-heliseiten.com/WMF3C/loetlampe2.jpg
Wolfgang Meyer
10.04.2005, 17:39
Der Pilotenraum, man erkennt an der Haltung der Piloten, daß es kalt war :D
http://www.martins-heliseiten.com/WMF3C/piloten1.jpg
Rüdiger Spohr und Stefan Wolf beim "Einpunkten"
http://www.martins-heliseiten.com/WMF3C/Punkten1.jpg
Raimund Zimmermann von der ROTOR-Redaktion beim Spionieren...
http://www.martins-heliseiten.com/WMF3C/reimund2.jpg
Und hier werden die Ergebnisse der Spionage gleich verraten :D
http://www.martins-heliseiten.com/WMF3C/reimundundkai.jpg
Rüdiger Spohr beim Vorbereiten seiner Rede:
http://www.martins-heliseiten.com/WMF3C/ruediger1.jpg
Axel Schütte bei seinen Startvorbereitungen:
http://www.martins-heliseiten.com/WMF3C/schuette1.jpg
Und das meistgehasste Teil des Tages .... :
http://www.martins-heliseiten.com/WMF3C/Windhose1.jpg
Noch eines in eigener Sache:
Aufgrund einiger Vorfälle innerhalb dieses Forums (z.B. Zensur, bzw. das kommentarlose Löschen einer meiner Beiträge) überlege ich z.Zt. , ob ich weiter meine Zeit in dieses Forum investieren soll, es liegt im Bereich des Möglichen, daß dieser Beitrag der Letzte in diesem Tagebuch ist.
Sollte ich zu dem Entschluß kommen, dieses Forum in Zukunft nicht mehr aktiv mitzugestalten, kann es sein, daß das Tagebuch an anderer Stelle weitergeführt wird.
Ich werde heute abend mal ein wenig darüber nachdenken...
Bis dahin, viele Grüße und ich freue mich auf ein Treffen, vielleicht auf einem F3C-Wettbewerb ?
Wolfgang
Wolfgang Meyer
13.04.2005, 17:41
Alles halb so schlimm, wenn man alle Fakten kennt und sich erstmal beruhigt hat...
In diesem Sinne, weiter geht´s:
Montag Abend bin ich wieder rausgefahren und wollte nur so ein bißchen herumflattern, mein Coach kam auch und so fingen wir an genüsslich aufzubauen.
Da auf unserem Platz die Sonne genau ins Gesicht scheint, war an Rumkacheln nicht zu denken - also Schweben...
Aufgetankt und losgelegt, der Wind blies normal und alles lief bestens, Seitenschweben Nase links, Seitenschweben Nase rechts, Nasenschweben usw.
Dann mal ein Dreieck eingestreut, mit Nase links klappt´s so eingermassen mit Nase links, habe ich ziemlichen "Raumbedarf", da kommt schon ein wenig Leben in die Bude.
Wie es so am Abend nun mal ist, herrscht irgendwann völlige Windstille, da freut sich der Anfänger und denkt: "So, jetzt schwebe ich dem Müüsli mal einen vor, daß der blass wird !" (JM war derweil mal wieder am Motor einstellen, also eigentlich wie immer)
Ich hebe den Heli also ab und versuche in ruhig auf Seite vor mir zu schweben, aber nichts mit Windstille - der Vogel eiert in der Luft rum als wäre er besoffen ! Ich denke : "das kann ja wohl nicht wahr sein, was ist denn nun los ?" und fliege weiter, aber ich bekomme ihn nicht ruhig, geschweige denn, daß ich den Muuß beim Schweben bügeln könnte...
Nach ein paar Minuten rumeiern fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren: Das Rumgeeier war ich !!!
Ich bin nun seit ca. 6 Wochen nur bei Starkwind (und in Lauterbach war es mindestens Orkanstärke :P ) geschwebt und hatte mir über die Wochen das "Rühren" in den Knüppeln angewöhnt, weil es ja immer was zu steuern gab.
Ich flog also wie mein Vater mit seinem 25 Jahre alten Schlüter System 80 - immer ordentlich die Knüppel würgen, dann bleibt der Vogel auch oben...
Aber was bei Wind und einem "Oldtimer" ja durchaus richtig sein kann, ist bei Windstille ziemlich kontraproduktiv, nachdem ich den Venture in Ruhe liess, schwebte er so schön ruhig, da kam wirklich wieder Freude auf.
Also: Weniger ist manchmal mehr....
Habe den Rest des Abends mit "Windstillschweben" verbracht, man muß ja auch mal geniessen, denn:
Gibt es ein gei..... Bild, als den Heli im Abendrot zu schweben ???
Wolfgang Meyer
17.04.2005, 16:32
Latest News:
Ich bin auf 680er Rotorblätter umgestiegen und bin gestern mal wieder "starkwindschweben" gegangen.
Für mich scheinen 680er Blätter die bessere Wahl für das F3C fliegen zu sein, da sie erheblich ruhiger bei Wind schweben. Ich konnte meinen Maximalpitchwert um 0,5° erhöhen und der Heli läuft wirklich gut.
In der Rolle funktioniert das Blatt noch etwas ungewohnt, aber ich denke das ist nur eine Gewöhnungssache, es sackt auf dem Rücken etwas durch, so daß ich mir angewöhnen muß mehr mit Negativpitch zu arbeiten. Mein Rollmischer muß wohl auch verändert, oder sogar ganz ausgeschaltet werden.
Ansonsten gibt es wenig Neues, ich habe neulich mal einen Tag lang fast nur Push-Over trainiert in der einen Richtung sitzen sie jetzt, nun müsste bloss mal der Wind drehen...
Apropos Wind: Ich habe die Schnauze voll ! Seit fast 8 Wochen ist es hier permanent windig, bis jetzt hatte ich nur einen Tag keinen "Sturm" und das ist so ungewohnt, das man sich auch erstmal wieder einschiessen muß.
Gestern auch noch mal Starkwind, meine Lust am Fliegen ist z.Zt. dahin, entweder ich habe zuviel trainiert, was ich nicht glaube, da ich normalerweise jeden Tag fliegen könnte, oder es liegt am Wind, der mir jetzt einfach gehörig auf den Sack geht.
Auf jeden Fall konnte ich mich heute nicht aufraffen raus zu fahren, vielleicht heute abend, wenn der Wind nachlässt.
Ich befinde mich wohl gerade in einer "Null-Bock-Phase" da muß ich wohl durch, laut Wetterbericht, soll der Wind erst Ende der Woche nachlassen, vielleicht pausiere ich bis dahin einfach mal, damit ich wieder "Biss" bekomme.
Wolfgang Meyer
24.04.2005, 20:08
Eine Woche Pause hilft....
Bin am Freitag mal wieder fliegen gegangen und siehe da: Es macht wieder Spaß, ob es jetzt an der Pause liegt, oder daran, daß es nur mässig geweht hat, weiß ich nicht, auf jeden Fall war es schön.
Die Figuren sitzen eigentlich ganz gut, nur die Schwebeflufiguren mit Nase nach rechts konnte ich lange nicht üben, das wird also spannend.
Habe am Freitag noch das Kugellager vom YS wechseln müssen, weil es schon arg gerappelt hat und bin dann am Samstag nur kurz zum Kontrollfliegen raus gefahren. Es war mal wieder starker Wind angesagt...
Ich verstehe bloß nicht, warum ich den Motor jedes mal neu einstellen muß, wenn ich das Lager wechsele, ich fange jedes mal von vorne an, ich muß also diese Woche nochmal raus um das "Feintuning" zu erledigen. Am Samstag war ich dazu nicht mehr so recht in der Lage, nachdem mein Vater seinen 25 Jahre alten Schlüter in die Wiese gesteckt hatte, und ca. 5 Minuten später sich ein Flächenflieger in unseren Hochspannungsleitungen zerteilte, da kühlte sich mein Mut doch deutlich ab.
Insgesamt schwankt meine Stimmung vor dem ersten Wettbewerb zwischen betont cool und mühsam unterdrückter, nackter Angst :D
Auf der einen Seite sage ich mir immer: Es geht um nichts, dein Leben hängt nicht davon ab, Du kannst alle Figuren, Rüdiger Feil sieht unter der Dusche auch nicht anders aus als Du (vielleicht bin ich etwas dicker, na gut) und du wirst es schon schaffen, auf der anderen Seite treibt mir die Vorstellung alleine auf dem Wettbewerb im Pilotenkreis zu stehen schon den Angstschweiß auf die Stirn und ich überlege in Panik, wie ich bloß so blöd sein konnte mich anzumelden...
Vielleicht sollte ich mich am Freitag davor einfach mit Baldrian, Voltax und Vita Gerin Geistlich zuschütten, Klosterfrau Melissengeist hat ja auch einigen Alkohol...
Es gibt Situationen im Leben eines Mannes, da muß er stark sein, aber muß man diese Situationen auch noch künstlich herbeiführen ?
Ich habe wohl doch in geistiger Umnachtung gehandelt, na ja ganz ruhig es geht um nichts, dein Leben hängt nicht davon ab und Rüdiger sieht unter der Dusche....
:P
Wolfgang Meyer
29.04.2005, 08:14
So, heute geht es endlich los... !
Nachdem ich gestern nochmal kurz fliegen war um mich einzuschweben, musste ich leider feststellen, daß mein Motor wie ein Bund Wurzeln lief.
Er drehte nach dem Abheben im Schweben sauber und gut, um dann nach ca. 20-30 Sekunden in der Drehzahl einzubrechen und nur noch stotternd zu laufen. Das ist natürlich genau das, was man einen Tag vorm Wettbewerb so richtig gut gebrauchen kann...
Also schnell nach Hause und alle Schläuche kontrolliert und gewechselt, habe dabei auch einen angerissenen entdeckt und habe mich schon gefreut, daß ich den Fehler gefunden habe.
Also abends nochmal schnell raus und Kontrollflug machen und: Denkste Puppe, immer noch der gleiche Effekt !
Aber jetzt heisst es das Motto unseres Abi-Jahrganges umzusetzen: Mut zur Lücke !
Fliege ich halt mit einem Stottermotor, dann habe ich wenigstens eine Ausrede :rolleyes:
Aber vielleicht bekommt ihn ja jemand vor Ort noch hin...schade eigentlich er lief so schön und wenn es drauf ankommt - vielleicht doch lieber Elektro ?
Aber Elektrofliegen macht schwul, also doch lieber nicht... (Achtung Scherz !)
Ansonsten muß ich mich über mich selbst wundern, ich bin nicht aufgeregt, entweder das kommt noch, oder meine Selbsthypnose mit der Dusche hat hingehauen :D
So, jetzt muß ich Sachen einpacken und dann ab zum Spaßwochenende !
Wolfgang Meyer
03.05.2005, 20:42
So, jetzt habe ich endlich mal Zeit gefunden, um mal wieder die Tastatur zu schinden:
Am Freitag ging es also los in Richtung Schwalmstadt, die Fahrt verlief unspektakulär bis - ja bis kurz vor Schwalmstadt und mein Vater und ich feststellten, daß Schwalmstadt eigentlich ein Sammelbegriff für viele kleine Dörfer ist, also in welchem davon ist jetzt unser Hotel...
Die Beschilderung in Hessen ist auch , vorsichtig ausgedrückt, etwas merkwürdig, alle Wege führen nach Schwalmstadt (was es ja konkret nicht so recht gibt) oder nach Marburg...zu guter Letzt haben wir aber doch noch das Hotel gefunden.
Also schnell die Klamotten aufs Zimmer gebracht (astreines Zimmer erwischt) und dann ab auf den Flugplatz, schließlich wollte ich wissen, ob der Motor nun vernünftig läuft.
Auf dem Flugplatz waren schon einige versammelt und es wurde kräftig trainiert. Also habe ich schnell den Muuß gegriffen um den Motor einzustellen, in so einer Situation ist JM nicht so leicht zu kriegen, er verhält sich eher wie ein Stück Seife in der Badewanne - eben noch da und schon wieder weg !
Schließlich nahm er dann aber doch den Schraubenzieher in die Hand und befahl mir: "Heb ab" , dann kam das berühmte "Höher !" und dann zeigte der Motor die üblichen Macken. Ich weiß nicht wie es angeht, aber wenn JM seine Finger an den Motor legt, wird alles gut.
Ich kann alles versucht haben, wenn er an den Schrauben dreht, kriegt sich der Motor wieder ein - er lief zwar nicht perfekt, aber doch erheblich besser als vorher. Also ein wenig rumgeschwebt, ein paar Klönschnacks gehalten und dann ab zurück ins Hotel zum Duschen.
Um kurz vor Sieben klingelte mein Handy und mir wurde mitgeteilt, daß das gemeinsame Essen eine Stunde vorverlegt würde wegen Regen, als rin in die Plünnen und ab zum Gasthaus.
Dort waren schon einige Piloten vor Ort und die Stimmung war schon ziemlich ausgelassen. Ich will nicht jede Kleinigkeit schildern daher nur eines: Es war ein schöner Abend mit netten Leuten und tollen Gesprächen und ein Bauernschnitzel braucht 2,5 Stunden bis zur Fertigstellung. :P
Kurz vor 22.00 bin ich dann ins Hotel um zu versuchen zu schlafen - dank Baldriparan hat das auch geklappt, ich habe sogar ein wenig verpennt und kam morgens ein wenig in Hektik, unter anderem auch, weil ich auf dem Thron beschloss, nochmal schnell den Takter vom YS zu zerlegen, um dem Motor doch endgültig zum Laufen zu bringen (wenn Jörg-Michael dies liest, bringt er mich um - ich hatte den ausdrücklichen Befehl den Motor nicht mehr anzurühren :loeblich: )
Also saß ich in Unterhose vor einem teilzerlegten YS und habe mir die Luft aus den Lungen geblasen um eine "Pressluftreinigung" zu erzielen, ich möchte nicht wissen, was meine Zimmernachbarn von den Geräuschen gedacht haben.
Dann den Motor schnell wieder zusammenbauen (bemerken, daß man die Schraubensicherung und das 5-Minuten-Epoxy im Auto vergessen hat) und dann hophop zum Frühstück. Schnell ein paar Brötchen in die Figur geschoben und dann mit fliegenden Fahnen zum Platz brettern (die Uhr zeigt 7.45 um 8.00 ist Senderabgabe und noch 10km zu fahren) also den Diesel ordentlich kneten, Vaddern wird grün im Gesicht und der Venture rutscht fröhlich durch den Kofferraum.
7.55 Eintreffen auf dem Platz, in Windeseile die Sachen auf den Rasen gebracht, schnell noch die Frequenzmarke gegriffen und den Heli anwerfen, der Starter wird gerade im Sechskant versekt, da kommt ein Mensch mit einer roten Mütze angerannt und meint: "Nichts da, jetzt wird er Sender abgegeben, Schluß jetzt !"
Es half kein Lamentieren und Flehen, der Aktivensprecher setzte sich durch, also schön in die Schlange eingereiht und den Sender abgegeben.
Erwähnte ich schon, daß es neblig war und wir nur wenig sehen konnten ? Mein Glück, denn so konnte ich nach erfolgter Abgabe und Auslosung der Sartreihenfolge meinen Sender zurück ergattern und doch noch ein wenig schweben.
Die Unterhosenschraubaktion des Morgens hatte nicht gebracht, der Motor lief immer noch scherbelig, also Mut zur Lücke, der Mensch wächst mit seinen Aufgaben !
Beim Schweben sah ich aus den Augenwinkeln, daß jemand schräg hinter mir stand, also den Heli abgesetzt und umgeschaut, es war Rolf Müller, der mich beim Schweben beobachtet hatte.
Er kam zu mir und sagte: " Du steuerst dich tot und dein Heli zappelt in der Luft herum, laß ihn in Ruhe und wenn Du immer in eine Richtung korrigieren musst, dann halte den Knüppel dort und lasse ihn nicht immer wieder in die Mittelstellung zurück, dadurch eiert er immer wieder zurück. Einfach den Knüppel in die Richtung drücken und dort halten. Und trimme mal einen Klick nach links, dann klappt es besser."
Gesagt getan und siehe da, der Venture stand wieder ruhig, ich habe in meiner Nervosität zuviel rumgerührt und habe nicht gesteuert, sondern getippt und somit eine Menge Action auf den Servos gemacht. Danke für den Tipp, Rolf !
Der Nebel war immer noch dicht, so daß an Fliegen noch nicht zu denken war, erst gegen 10.00 Uhr wurde es etwas heller, so daß beschlossen wurde die Vorflieger fliegen zu lassen, damit sich die Punktwerter einpunkten können. Also mussten die armen Kerle Mit dem Heli im Nebel rumstochern und haben sich mächtig die Karten gelegt, zum Glück kamen beide wieder heil runter...
Also weiter warten und klönen...
Mir fiel ein, daß ich noch etwas im Hotel vergessen hatte und wollte die Zeit nutzen um es zu holen, kaum saß ich im Auto klingelte mein Handy und mein Vater teilte mir mit, daß jetzt die Sportpiloten fliegen sollten, ich also nichts wie zurück zum Platz (ich sollte als Dritter fliegen), dort angekommen hieß es tatsächlich, die Sportpiloten würden ja niedriger fliegen und deswegen, sollten wir beginnen, aber erst sollte nochmal ein Sportpilot vorfliegen.
Meine Begeisterung hielt sich in engen Grenzen, aber ich hielt entgegen meinem Naturell einfach mal die Klappe, man muß ja nicht immer die Rolle des Querulanten übernehmen...
Die Wahl fiel auf Jörg Tute als Vorflieger und er machte sich startklar. Jörg hat bloß die Angewohnheit ziemlich hoch zu fliegen und seine Penthaus-zehnter-Stock-Push-Over sind berühmt-berüchtigt, also kam es wie es kommen musste, der Heli verschwand im Nebel und es wurde beschlossen, doch noch zu warten.
Schließlich klarte es aber doch recht zügig auf und die A-Piloten begannen ihr Programm. Zu diesem Zeitpunkt wollte sich bei mir immer noch keine rechte Nervosität einstellen, ich hatte zwar ein leicht flaues Gefühl im Magen, aber ansonsten war ich ruhig.
Schließlich war der Durchgang beendet und wir waren dran...
Als startklar machen, den Heli betanken, Sender holen und ab zum "Starttisch"...
Als der erste (Markus May alias Coolcop) abhob war die Welt immer noch in Ordnung, nur mein geplanter Ansager Jörg-Michael konnte es sich nicht verkneifen zu sagen: " Du ich habe gar kein Zeit, such Dir nochmal schnell einen anderen Ansager..."
Zum Glück war es nur ein Scherz, denn sonst wäre wirklich Hektik aufgekommen. Die Bedingungen waren ansonsten wirklich hervorragend: Sonnenschein, sehr schwacher Wind von links, alles bestens.
Markus hatte es zwischenzeitlich hinter sich gebracht und so startete Ralf zu seinem Flug, nach den Schwebeflugfiguren lies ich dann meinen Motor an und schwebte mich vorne ein - zu diesem Zeitpunkt zwar immer ein flaues Gefühl im Magen, aber noch keine Panik...
Ralf war fertig, ich war dran und ich begann meine Selbsthypnose: "Dies ist nur ein Helitreffen, du kannst das fliegen, da vorne sitzen auch nur Menschen und Rüdiger sieht unter der Dusche - aber das hatten wir ja schon..."
Also den Heli im Startkreis abgesetzt und in den Pilotenkreis gestellt, Jörg-Michael stand hinter mir und fragte mich: "Fertig ?" Ich konnte nur Nicken und schon ging es los: "Dreieck, jetzt !"
Ich hob ab und fing an die Figur zu fliegen, alles war gut, der Heli lief einigermassen und es war als Dreieck zu erkennen, die Verweilpausen kamen auch hin, Heli wieder abgesetzt, von hinten kommt: "Ende" und ich verschnaufe erstmal und denke: "Was willst Du eigentlich, läuft doch gut, also doch nicht so schlimm."
Von hinten: "Fertig ?" - Nicken - von hinten: "Schiebekreis - jetzt !"
Abheben und locker die Figur durchfliegen, alles kein Problem, ich denke: "klasse, das läuft ja wie am Schnürchen..."
Dann kommt die dritte Figur, das Rechteck und jetzt passiert das worauf ich gewartet habe - mitten im Fliegen fangen die Finger an zu zittern (Ein Himmelreich für den Erfinder des Expo) und die Beine gehorchen mir auch nicht mehr, zum Glück fliege ich nicht elektrisch, sonst würden die Punktrichter meine Kniescheiben Klappern hören.
Ich bringe also die letzte Schwebeflugfigur so einigermassen hinter mich und beginne mit den Fahrtfiguren, also rausfliegen, hochschalten, einmal leer durchfliegen, zum Turn hochziehen und sich wundern: Warum hungert der so im Turn rum, sonst kann ich die Dinger richtig schön hoch ziehen und wenn man es braucht kommt so ein Hungerleider, sch....
Der Anflug zum Looping war so einigermassen und der Looping war auch brauchbar, also weiter. Die nächsten Figuren waren eigentlich ganz in Ordnung, zumindest klappte es ganz ordentlich, wenn man bedenkt, daß mich die Punktrichter vor lauter Zittern wohl nur verschwommen gesehen haben :D
Nach dem Split S flog ich zum Push-Over an, als mein Ansager sagte: "Und jetzt kommt das allseits beliebte Split-S"
Mir fiel das Herz in die Hose, es sollte doch der Push-Over kommen, oder doch nicht, hatte ich jetzt schon Haluzinationen?
Von hinten: "Ach, nee der Push-Over und - jetzt !"
Also den Push-Over geflogen, der Aufstieg war in Ordnung, aber bis jetzt hatte ich immer Schwierigkeiten mit dem Verharren nach dem Abkippen in die Schwebeflugposition, da war meistens Wandertag angesagt, aber diesmal hatte ich Glück, der Heli stand ruhig.
Also den Abstieg geflogen und zur geraden Landung angesetzt, die habe ich dann auch noch brauchbar hinter mich gebracht und dann stand der Heli endlich unten.
Das war der Zeitpunkt, an dem ich merkte, daß ich mit den Nerven am Ende war, ich glaube ich habe am ganzen Körper geschlottert wie Hui-Buh das Schlossgespenst, Jörg-Michael griff sich meinen Heli und ich wollte nur noch weg. Als ich mich umdrehte hörte ich Applaus aus dem Zuschauerraum und sah in die lachenden Gesichter der Punktwerter und der Zuschauer - ich hatte es geschafft !!!
Dieses Gefühl zu beschreiben ist unmöglich, aber ich sage mal, jeder der das noch nicht gehabt hat, der verpasst etwas in seinem Leben, wirklich.
Ich bin dann zurück in den Pilotenraum gewankt, wo ich von vielen Mitstreitern beglückwünscht und gelobt wurde, dafür ein grundehrliches:
Danke, ihr seid die Besten !
Dann habe ich erstmal den Sender abgegeben und meinen Heli abgestellt (insgeheim habe ich mich bei ihm bedankt, daß er so gut gelaufen ist - bekloppt ich weiß, Helis kann man nicht wie Menschen behandeln - Helis brauchen Liebe :D ) und dann kam Alexander mit meinem Ergebnis: 167,5 Punkte und bis dahin Platz eins !
Meine Freude war unvorstellbar, ich glaube mir tut heute noch der Kiefer vom Grinsen weh...
Nachdem alle geflogen ihren Durchgang geflogen hatten, fand ich mich dann auf Platz vier wieder, ich war hochzufrieden, ich wollte nur nicht Letzter werden und jetzt das !
Ich glaube was ich an diesem Tag an Glückshormonen ausgeschüttet habe, würde reichen eine ganze Menge Menschen high zu machen...
An dieser Stellen möchte ich mich mal bei jemandem bedanken, und das ist ehrlich gemeint, auch wenn es jetzt nach Schleimerei klingt:
Danke Jörg-Michael, für deine Hilfe und deine unendliche Geduld mit uns Anfängern und mir Sturkopf im Speziellen ! Ohne Dich würde ich heute fliegerisch noch auf den Bäumen sitzen und mit Kokosnüssen werfen, Dir verdanke ich alles, was ich in den vergangenen zwei Jahren beim Helifliegen erreicht habe. Ich hoffe ich bekommen irgendwann einmal die Gelegenheit mich mal zu revanchieren !
Die F3C-Szene hat Dir viel zu verdanken und ich glaube dessen sind sich alle bewusst, auch wenn die meisten dich nur "bügeln wollen" :P
Ich bitte diesen Gefühlsausbruch zu verzeihen, aber das musste mal raus !
So, nun schmerzen die Finger, Fortsetzung folgt...
Wolfgang Meyer
08.05.2005, 09:26
Bei der ganzen Schrauberei kommt man gar nicht zum Tippen:
Nach dem Durchgang der Sportpiloten folgte am Samstag dann noch ein Durchgang der A-Piloten, da es spät werden würde, war es klar, daß die Sportpiloten Samstag nicht nochmal fliegen mussten, daher konnte ich mich nun entspannen, also erstmal einen Manta-Teller (O-Ton Jörg Tute: Currywust mit Pommes) und ein Bier in den Körper geschoben, damit der Cholesterinwert durch den Stress nicht ins Bodenlose sinkt.
Gen späten nachmittag ins Hotel gefahren und erstmal in die Dusche gequetscht (so eine Eckdusche kann bei meinen Aussenabmessungen ziemlich klein werden - ich habe jetzt noch überall Druckstellen) um dann frisch geföhnt wieder auf den Platz zu fahren, wo gerade die A-Piloten ihre letzten Flüge absolvierten. Gegen 20.00 Uhr waren dann auch die letzten mit dem Fliegen durch und es ging ein allgemeines Aufatmen durch die Menge, da sich jetzt alle entspannen konnten.
Allerdings nur kurz, denn nach kurzer Zeit fing Renè Dzida an seinen Vigor ein wenig zu kneten, ich muß gestehen ich bin wirklich nicht der 3D-Fan, aber was Renè mit seinem Heli anstellt, daß muß man schon mal gesehen haben. Es ging ein allgemeines Oooh und Aaah durch die Menge, weil er in Bodennähe Dinge macht, die ich nur mit anschliessendem Einschlag vollbringe, seltsamerweise kann man aber so steuern, daß der Heli dabei heil bleibt... :P
Auf jeden Fall eine absolut sehenswerte Darbietung, die ich hoffentlich in Bremen nochmal zu Gesicht bekomme.
Der Abend klang dann in allgemeinem "Entspannungsfliegen" aus und ich ging dann relativ früh zu Bett, da ich doch ziemlich geschafft war.
Da ich am nächsten morgen ja keine "Unterhosenschraubaktion" machen musste, war der morgen dann auch weniger stressig. In Ruhe gefrühstückt, die Sachen ins Auto geladen, das Hotel bezahlt (die Chefin fragte noch, ob sie jetzt eine höhere Stromrechnung bekommt, sie hatte so ein merkwürdiges Teil ind der Steckdose gesehen - es handelte sich um ein Netzteil um den Heli zu laden...) und ab auf den Platz.
Es war noch leicht neblig, aber oben auf dem Platz waren die Bedingungen schon annähernd optimal. Es war wirklich eine schöne Stimmung, da im "Morgengrauen" alle 5m ein Pilot auf dem Platz Stand und vor sich schwebte, eine etwas unwirkliche Szenerie, die aber wirklich reizvoll von der Stimmung ist.
Ich bin dann auch nochmal zum Schweben gegangen und habe mich dann mental auf Wettbewerb eingestellt.
Es sollte zuerst ein Durchgang Sport geflogen werden, dann das A-Programm, dann wieder Sport und zum Schluß das Finale, wir waren also einigermassen früh dran. Ich hatte aber einen Startplatz im Mittelfeld, so daß ich noch ein wenig Zeit hatte.
Der zweite Flug verlief eigentlich recht unspektakulär, es war wie beim ersten: Erst die Ruhe selbst und mitten in den Schwebeflugfiguren geht das Geschlotter los... :P
Der Flug lief gut, ich bekam 168,5 Punkte und konnte meine PLatzierung vom Vortag halten - die Wiese war grün...
Während des anschliessenden Durchgangs der A-Piloten begann der Wind deutlich aufzufrischen, so daß es schon ziemlich in den Ohren rauschte, meine Nervosität wuchs, da er auch immer wieder drehte und ich befürchtete schon mit Nase rechts das Programm fliegen zu müssen...außerdem war ich zu diesem Zeitpunkt mental schon ziemlich alle und war wirklich nicht heiß darauf noch einen Durchgang fliegen zu müssen, F3C schlaucht !
Als ich dran war, kam der Wind kräftig von schräg vorne, aber immerhin konnte ich mit der Nase nach links fliegen.
Schon das Einschweben lief schlecht, ich rührte ziemlich hilflos in den Knüppeln und mein Heli eierte deshalb so vor sich hin, die Augen fingen durch den Wind an zu tränen - das Leben stinkt...
Die anschliessenden Schwebeflugfiguren sahen dann auch nicht wirklich schön aus, ein ziemliches Geieier in der Luft und ich merkte: Das wird nichts...
Und dann setzte sich eine Spirale in Gang, die ich hoffentlich nie wieder erleben muß: Durch die Aufregung fliegt man schlecht, durch das schlechte Fliegen wird man aufgeregter, deshalb fliegt man noch schlechter und so geht das dann fröhlich weiter, bis man denkt man sei noch nie Heli geflogen und Schach spielen macht bestimmt auch Spaß... :D
Bei den Fahrtfiguren wurde der Heli recht deutlich auf einen zu getrieben und man hatte reichlich damit zu tun, die Punktwerter vor Schaden zu bewahren, d.h. den Heli draussen im Flugfeld zu halten...
Das Ganze zusammen gipfelte dann in einem Abschwung, der fast in der Wiese gelandet wäre und mental hatte ich schon die Ersatzteile bestellt, aber ich habe den Absturz dann doch noch vermieden...
Den anschliesenden Push-Over habe ich auch nur halbherzig geflogen (nichts mit Penthaus-zehnter-Stock und so...), schließlich machte ich den Anflug zur Landung und das sah auch alles noch ganz brauchbar aus, bis ca. einen Meter vor dem Gras...
Da nahm das Hirn endgültig eine Auszeit und habe den Heli äusserst unsanft auf der Wiese abgesetzt, was mit einem lauten Krachen und fliegenden Teilen belohnt wurde.
Also doch noch Ersatzteile bestellen...
Die Blätter federten durch und zerschlugen das Höchenleitwerk, der heli war zwar theoretisch noch flugfähig, aber die Punkte waren dahin...
Für diesen "Sahnelauf" gab es dann 119 Punkte und ich war schwer begeistert, aber ich hörte von einigen, daß sie diese "Hölle" auch schon erlebt hatten, also anyway, shit happens...
Nach dem Flug fiel dann die ganze Anspannung ab und ich konnte das B-Finale ganz in Ruhe geniessen.
Das Highlight des Tages war, daß Stefan Reusch sich freiwillig als Vorflieger für das B-Finale meldete mit den Worten: "Wenn Sven (Rössner) ansagt, dann fliege ich alles."
Man muß dazu wissen, daß Stefan die geforderten Figuren noch nie geflogen war und das sie alles andere als leicht sind.
Also nahm er seinen Heli und zimmerte ein B-Finallauf hin, da verdunkelte sich die Sonne, der Mann hat definitiv Mumm in den Knochen - Respekt :P
Ich weiß seine Punkte nicht, aber es sah sehr ordentlich aus und er bekam mächtigen Applaus und ich glaube zu wissen, daß jetzt irgendwo fünf gelbe Punktwerterkarten eingerahmt an der Wand hängen...
So endete mein "erstes Mal" mit einem fünften Platz und vielen tollen Erlebnissen und Erinnerungen, ich kann nur jedem empfehlen: Wer nicht mitmacht, der verpasst was !
Wir sehen uns in Bremen...
Wolfgang Meyer
09.05.2005, 19:43
Eines habe ich noch vergessen:
Die Leidenschaft (Betonung liegt auf Leiden :D ) des F3C-Fliegens hat Stefan Reusch in Neustadt absolut auf den Punkt gebracht und ich möchte ihn hier einmal zitieren, da man es besser nicht beschreiben kann:
O-Ton Stefan Reusch:
"Wir F3C-Piloten sind komplett bescheuert, wir kaufen teure Mechaniken, geben viel Geld für das Training aus, zahlen Geld für die Teilnahme am Wettbewerb, haben die Übernachtungskosten, fliegen schlecht auf dem Wettbewerb, ärgern uns darüber, fahren nach Hause, gehen trainieren usw.
DAS IST SO, ALS HÄTTEST DU EIN RENDEZVOUS MIT EINER FRAU UND SIE TRITT DIR VOLL IN DIE EIER UND DU MACHST DANN NOCH DAS NÄCHSTE DATE MIT IHR AUS !!! "
Treffender kann man es nicht beschreiben, danke Stefan...
Trotzdem bin ich schon wieder freudig erregt im Bezug auf Bremen...
Wolfgang Meyer
14.05.2005, 20:49
:loeblich: So, es gibt viel zu berichten, lassen wir es sein... :rolleyes:
Die letzten Tage gingen mit reichlich Schrauberei vonstatten, daher ist es etwas ruhig geworden, ich bitte um Entschuldigung.
Am Montag nach dem Wettbewerb habe ich dann gleich Jörg Tute angerufen und meine Ersatzteilbestellung durchgegeben. Ich habe folgende Teile bestellt:
Blattlagerwelle
Drucklager
Höhenleitwerk SAB (original JR war mir einfach zu teuer...)
Zentralstück aus Alu (ich hatte bei Jörg´s Venture gesehen, daß die Dämpfung dadurch verändert wird und Ausserdem fliegt Curtis auch so :D )
Bei Helitec habe ich die 680er FAI-Blätter bestellt
Dann ging die Schrauberei los...
In der Zwischenzeit waren nämliche meine JR-Elektronik Komponenten eingetroffen und schließlich will ja alles mal eingebaut werden...
Also als erstes den Kreisel (JR G7000 T) und den Empfänger (JR R900) eingebaut und den Kabelbaum wieder geordnet. Ich habe die Elektronik auf JR umgestellt, da meine FF9 bei einer 120° CCPM Mischung an Ihre Grenzen gestossen ist. Und da ich gerne "sortenrein" fliege, wollte ich gleich komplett auf JR Komponenten umstellen.
Nach der geliebten Tätigkeit des Strippenziehens, waren dann die mechanischen E-Teile da und weiter ging es mit Tausch des Zentralstücks, der Blattlagerwelle und den Drucklagern (ein Drucklager war tatsächlich von der harten Landung im Ar....)
Dann noch die Blätter montiert und den neuen Sender programmiert, und schwupps war die Woche rum und es konnte Probe geflogen werden...
Also frohen Mutes auf den Platz und ein fröhliches Lied auf den Lippen, schließlich musste ja jetzt alles besser werden :P
Aber mal wieder voll ins Klo gegriffen, der Heli flog zwar, aber wenn ich in die zweite Flugphase gegangen bin, hat das Heck bis zu 90° um sich geschlagen, vielleicht statische Aufladungen vom Heckriemen ? Man erinnert sich an alte Logo10 Zeiten :loeblich:
Also nach Hause und das Heckrohr mit einem Kabel an den Minuspol vom Akku angeschlossen, und wieder raus zum probieren...wieder das breite Grinsen im Gesicht - heute werde ich es der Kiste aber mal richtig besorgen, Curtis dieser Warmduscher...
Also hochschalten und loswalken und in einen schönen Turn hochziehen, im Hochziehen haut es das Heck wieder um 90° weg, das Grinsen ist weg, schon wieder nichts, sch.....
Also es hilft nichts, den Paten anrufen - der sagt: "Ich vermute deine Hauptrotorwellenlager sind kaputt und machen Knackimpulse..."
Ich denke : "Na klar, Knackimpulse von den Hauptrotorwellenlagern, und die Erde ist eine Scheibe und Frauen können besser Einparken als Männer..."
Naja, aller Skepsis zum Trotz habe ich dann Kugellager bestellt und die Kugellager für die Blatthalter gleich mit.
Um die Wartezeit zu überbrücken habe ich dann noch die Heckrohrhalter aus Alu gebaut, kann ja nicht schaden...
Die Kugellager treffen ein und weiter gehts mit der Bastelei und wie ich so Abends am Esstisch vor meinem Venture sitze (danke an meine Ehefrau für die Geduld und das ich immer den Esstisch zumüllen darf :D ), fällt es mir wie Schuppen aus den Haaren:
Der Sensor vom Kreisel sitzt direkt über dem Heckrotorservo und irgendwo habe ich mal gelesen, daß Digitalservos auch ganz schön stören können, also denke ich bin ich ein ganz kluges Kerlchen und pflanze den Sensor auf den RC-Vorbau und meine damit den Stein der Weisen gefunden zu haben.
Dies musste ich natürlich gleich meinem Paten berichten berichten und der sagt nur: " Was denkst du wo ich den Kreisel sitzen habe ?" und dann noch bei Curtis auf die HP geguckt und siehe da: Er auch !
Also nichts mit dem Stein der Weisen, ich war zu langsam...
Nun waren alle Baustellen und Eventualitäten beseitigt also wieder raus zum Testen: Und, es funktioniert !
Und was keiner gedacht hätte: Durch das neue Alu-Zentralstück hat sich die Kopfdämpfung wesentlich verändert und die Rollgeschwindigkeit deutlich gesteigert, so daß ich etwas mehr "Reserve" habe.
Alles arbeitet einwandfrei und ich kann endlich wieder anfangen mich auf das Fliegen und die Programmierung von dem neuen Sender zu konzentrieren...
Zu dem Kreisel: Im Schweben habe ich das Grfühl hat der GY601 das Heck etwas besser gehalten, aber im Abschwung, wo es den GY601 immer rausgedreht hat steht der G7000T besser, also insgesamt würde ich sagen, beide Kreisel sind ungefähr gleichwertig mit leichten Vorteilen für den GY601...
Zu den Blättern:
Nachdem ich mit den 680 halbsymmetrisch in der Rolle nicht so richtig klar gekommen bin und die 710er TG´s jetzt im Helihimmel sind, muß ich sagen, daß ich meine Vorurteile was Helitec-Blätter angeht revidieren muß, sie funktionieren sehr gut ! Im Schweben sind sie ruhiger vor allem bei Wind, in Kunstflug (wenn man das bei mir so nennen kann) gehen sie auch sehr ordentlich, die Verarbeitung ist klasse und sie kosten kein Vermögen, also ich bin bis jetzt mit den Blättern sehr zufrieden und denke es müssen nicht immer 200.- Euro Blätter aus Japan sein...zumindest bei meinen fliegerischen Fähigkeiten
Zu dem Sender: Einfach nur g..., der Heli hängt ganz anders an den Knüppeln, einfache Programmierung, wirklich toll das Ding ! Jetzt muß ich nur die die TS Servos austauschen (noch Robbe/Futaba S9252) und dann bin ich wohl ziemlich nah am Optimum (bezogen auf CCPM-Mischung), wirklich schön...
Bei der ganzen Fliegerei fällt aber eines auf:
Der Motor läuft immer noch wie ein Bund Wurzeln, das ist es nicht...zu allem Überfluss fängt das Kurbelwellenlager schon wieder an zu rappeln, so langsam verliere ich die Lust am Schrauben...
Dann gestern Abend wieder ein Erleuchtung:
Ich könnte mal probieren, die Verdichtung zu erhöhen und ich könnte mal den Takter und Vergaser von einem "Alt-Motor" dranschrauben, vielleicht ist ja etwas verstopft o.ä., weil er sich nicht so richtig einstellen lässt.
Also heute morgen wieder : Unterhosenschraubaktion noch vor dem Frühstück, leider nicht ganz fertig geworden, weil ich noch arbeiten musste, ordentlich einen Schlag reingehauen, damit ich noch Chancen aufs Fliegen hatte, gegen Mittag war ich dann fertig und nichts wie ab nach Hause, den Motor zusammen- und einbauen.
Langer Rede kurzer Sinn: zum Flugplatz gefahren, grob voreingestellt und abgehoben und siehe da - er läuft wieder und lässt sich wieder richtig schön einstellen und reagiert so auf die Nadeln wie ich es gewohnt bin, megabreites Grinsen im Gesicht !!!
Hoffentlich bleibt das so...
Also nun läuft wieder alles und das meiste sogar besser als zuvor, nun kann ich mich wieder auf das Training konzentrieren, schließlich ist Rüdiger Feil in Bremen dabei und es steht noch die Frage der Gleichheit unter der Dusche aus... :P
(Achtung Scherz ! Ich habe nicht vor mich nach der Seife zu bücken, soweit geht die Liebe zu meinem Hobby dann doch nicht und bei Rüdiger ist es garantiert genauso...)
Einem anderen Rüdiger möchte ich an dieser Stelle auch noch einmal danken und ein großes Lob aussprechen: Rüdiger Spohr unserem "neuen" Fachreferenten, er kümmert sich wirklich ausserordentlich um die F3C / F3N Szene und er hat eine Menge frischen Wind mitgebracht, danke !
Und vor allen Dingen hat er immer ein offenes Ohr für uns - auch für so einen Querulanten wie mich...
Wolfgang Meyer
22.05.2005, 20:34
So, nach langer Zeit endlich mal wieder in Ruhe fliegen...
Ich wollte den Tag heute nutzen, um mal ganz in Ruhe das Programm mit Nase nach rechts zu schweben, da habe ich nämlich erhebliche Trainingsdefizite...
Also bin ich relativ spät auf den Platz gefahren, damit ich niemandem mit meinem Geschwebe auf den Senkel gehe und ich meine Ruhe habe.
Nach Aufbauen des Fahnenfeldes habe ich dann den ersten Turn verschwebt, dabei ist mir ein Problem aufgefallen:
Mein Heli hat die Eigenart in den Wind laufen zu wollen, d.h. er wird nicht vom Wind weggetrieben, sondern nimmt immer gegen den Wind Fahrt auf. Bei Nase links merke ich diese Eigenart relativ wenig, da ich das besser aussteuern kann, mit Nase rechts wird es schon schwieriger...
Wenn ich nach hinten über die Fahne fliegen möchte, bekomme ich keine gleichmässige Fahrt hin, da er immer wieder nach vorne will, ich steuere ihn also in mehreren "Abschnitten" nach hinten, jedesmal wenn ich dann Nick wieder ziehe damit er nach hinten fliegt, nimmt er die Nase hoch und steigt ein wenig, also Pitch raus und dann beginnt das Spiel von vorne - insgesamt also eine Wellenbewegung vom Feinsten, nur daß das beim F3C nicht gefordert wird...
Es hilft also nur eines: Ich muß wohl die Mutter Theresa des Helifliegens nochmal nerven - meinen Paten :D
Ansonsten keine weiteren Vorkommnisse - wenig Training durch wenig Zeit daher fliege ich noch genauso besch..... wie in Neustadt , im Westen nichts Neues 8)
Wolfgang Meyer
28.05.2005, 21:31
Kommen wir nun zu einer weiteren Folge von :
Pimp my Heli !
Die Nachfrage unter der Rufnummer meines Paten ( 0700-HELIDOKTOR :D ) ergab den Tipp die Paddelebene zu verkleinern, damit er nicht mehr in den Wind will, ich hatte 700mm Paddelebene und sollte so auf 670mm gehen, damit er die Eigenart nicht mehr hat.
Also flugs eine 20mm kürzere Paddelstange genommen und diese nochmal 10mm abgedreht und am Abend gleich die Paddel montiert ...
Ich weiß nicht wo ich den Fehler gemacht habe, aber nun hatte ich nur noch 665mm - 5mm zu wenig, die Nachfrage beim Heli-Doc ergab aber, das ich das so lassen kann... Glück gehabt - ich hasse Paddel montieren und ausrichten !
In der Zwischenzeit hatte ich als Ersatz für meine Taumelscheibenservos (Robbe S9252) JR Servos geordert (ihr wisst schon wegen der Sortenreinheit :rolleyes: ) die dann auch danke Jörg Tute zügig eintrudelten, also habe ich die gestern abend auch noch eingebaut und siehe da - ich muss die JR Servos deutlich weniger elektronisch "verbiegen" damit die Taumelscheibe gerade läuft, also hat sich de Sortenreinheit mal wieder gelohnt...
Gestern Abend hatte ich dann nach langer Zeit mal wieder etwas "Luft" zum Fliegen und bin gegen 20.00 Uhr auf den Platz gefahren.
Es war natürlich so wie immer, wenn Du Wind brauchst um etwas auszuprobieren regt sich kein Lüftchen...
Also habe ich die Zeit genutzt um den Motor an die hohen Temperaturen anzupassen und die ersten Rollen zu fliegen:
Dir Rollschwindigkeit ist durch die kleinere Paddelebene deutlich gesunken, aber jetzt ist sie "F3C-Like".
Mein Rollmischer muß auch angepasst werden, aber dazu bin ich gestern nicht mehr so richtig gekommen, es kam nämlich zum Schluß doch noch Wind auf und nun musste ich - Schweben !
Es funktioniert !
Der Venture wird vom Wind weggetrieben und zieht fast gar nicht mehr in den Wind - das letzte Quäntchen war glaube ich, das der Tank fast leer - und deshalb der Schwerpunkt weiter vorne war.
Auf jeden Fall kann man jetzt beim rückwärts-über-die Fahne-fliegen den Heli vom Wind treiben lassen und braucht nicht immer nach hinten ziehen wie ein Berserker, das bringt Ruhe in die Geschichte, sehr angenehm !
Es bleibt mir also nichts übrig als zu sagen:
Thanks JMM for pimping my Flight !
Ansonsten im Westen nichts Neues, außer das ich die letzten Wochen beruflich bedingt nur sehr wenig zum Trainieren gekommen bin, die geplante AR in Bremen muß also ausfallen und eine großartige Verbesserung ist auch in weiter Ferne gerückt, so´n schiet !
Wolfgang Meyer
06.06.2005, 19:32
Ich könnte es mir jetzt leicht machen und den Wettbewerb kurz und prägnant beschreiben:
Sch.... Wetter
Sch.... geflogen
Sch.... Wettbewerb
aber das würde der Sache nicht im geringsten gerecht werden und ich will mich hier auch nicht als Faultier outen ...
Also:
Meine Lieblingsseite im Internet (www.wetter.de) hatte es mir schon frühzeitig mitgeteilt - das Wetter wird schlecht, sehr schlecht sogar insofern war ich bei schief stehenden Bäumen und wegwehenden Karnickeln nicht wirklich überrascht. Die Anreise am Freitag verlief für uns Nordlichter kurz und schmerzlos (auch wenn ich mich in Bremen natürlich verfahren habe - ich hätte doch das Navi von Aldi kaufen sollen - aber die Kohle...), so daß ich mit meiner besseren Hälfte und meinem Hund frühzeitig im Hotel ankam und in Ruhe auf den Platz fahren konnte.
Auf dem Platz kam dann der Schock: Wind von rechts hinten !
Nicht nur, daß ich nach Neustadt so gut wie gar nicht zum Trainieren gekommen bin, mit Nase nach rechts habe ich gar nicht trainiert und jetzt das! Das Herz rutscht in die Hose und ich überlegte schon, wie ich am elegantesten einen technischen Defekt vortäuschen konnte...
Aber es half nichts, wenn ich unter der Dusche nicht abstinken wollte, musste ich wohl oder übel fliegen, allerdings: Mein Motor lief so schön schlecht, sollte das die Rettung sein ? Natürlich nicht - Jörg-Michael nahm sich meines Motors an und nach einer kurzen Schraubaktion (Zitat: "Oh mein Gott, was hast Du denn da wieder gebaut, hast Du denn gar nichts gelernt, schluchz...") lief der Yamada wie eine eins - schade. :P
Die Ausrede mit dem Heli zog also nicht, also raus zum trainieren und so habe ich den Freitag mit Nase-rechts-schweben verbracht.
Auf dem Platz herrschte schon reger Betrieb und so konnte ich schon viele nette Klönschnacks halten mit den vielen anderen Piloten, die Stimmung war gelöst und heiter.
Freitag Abend ging es dann in Restaurant und bei Brummiplatte und Truckerschnitzel wurde mächtig Benzin geredet und gelacht. Im Laufe des Abends zog dann noch ein Unwetter durch, daß einem Angst und Bange wurde, aber besser Abends als am nächsten Tag...
Der nächste Morgen: Denkste Puppe, nichts mit - das Unwetter ist durch jetzt wird das Wetter besser - die Bäume standen schief, der Himmel grau schöne Schei...
Auf dem Platz dann aber die Erleichterung, der Wind kam heute von links, also hatte ich die Nacht umsonst, das Kissen malträtiert und meinen "Steuerknüppel" beim mentalen Schwebeflugtraining verbogen :D
Nur der Wind war echt vom Feinsten: Stark und böig also genau wie wir ihn nicht brauchen, dazu kam er auch noch ziemlich von hinten, so daß man so schön "rausgeblasen" wurde.
Zu allem Glück zog ich auch noch die Startnummer zwei, so daß ich schön früh fliegen durfte und auf der rechten Seite genau in den Scheinwerfer (Sonne) geguckt habe, toll.
Dazu immer noch die Frage: Mit der normalen Brille fliegen und durch die Sonne geblendet werden, oder mit Kontaktlinsen und Gefahr laufen, daß ich sie durch den Wind "herausheule" - die Lösung:
Kontaktlinsen und Skibrille - was zur allgemeinen Erheiterung beitrug und so hatte ich die Lacher mal wieder auf meiner Seite, nur leider tönte die Skibrille nicht genug, also doch die "Special-Muuß-Sonnenbrille" ?
Wer übrigens noch "Beweisfotos" von der Skibrillenoptik hat, der möge sie mir mailen, daß möchte ich der Allgemeinheit nicht vorenthalten.
Nachdem das Brillenproblem gelöst war, musste (von wollen war keine Rede) ich auch schon fliegen...
Es kam wie es kommen musste: Meine Finger sind zu langsam, was ich da in die Luft gewackelt habe, war nur noch entfernt als F3C zu erkennen, der Abschwung war mal wieder lebensverachtend, nur der Push-Over war zu gebrauchen.
Bei der Landung wurde ich sauber vom Wind rausgeblasen und landete schön ausserhalb des Quadrates, das gabe Traumnoten...
Als der Rotor auslief, zog ich dann noch aus alter Gewohnheit Pitch, um die Blätter zu bremsen und schaute gemütlich in die Ferne, ein : "Was machst Du da !!!" weckte mich und ich sah gerade noch Jörg-Michael im halben Hechtsprung zu meinem Heli eilen, der durch den Wind und mein Pitchgeben langsam umgekippt wurde, aber anstatt Pitch rauszunehmen, lässt man der Demenz freien Lauf und schaut stupide zu, wie sich die Blätter in die Wiese graben, herrlich.
Von Jörg-Michael kam noch ein: "Schön, das waren wieder ein paar Euros" und "warum machst Du Depp das?" und dann ging ich wie ein nasser Pudel vom Platz, das Ergebnis waren satte 117 Punkte und der sichere Platz ganz hinten im Feld... :rolleyes:
Der Venture hatte den Umfaller aber ganz gut weggesteckt und so war es wieder nichts mit der Ausrede...
Der Wind blies derweil immer stärker und irgendwann ging es nicht mehr um Kunstflug, sondern um das Spiel "Vom Winde verweht und wer bekommt ihn wieder heil runter", manche Figuren arteten doch in ziemliche 3D Einlagen aus und so waren alle ein wenig angenervt...
Und trotzdem, und das ist das Tolle, war die Stimmung Pilotenraum ziemlich heiter, man versicherte sich zwar gegenseitig jederzeit, daß der andere ja weniger Wind gehabt hatte, aber trotzdem wurde viel gelacht. Und damit kommen wir zu einem wesentlichen Faktor, warum ich zu den Wettbewerben fahre:
Ich fahre dort hin, um mich mit netten Menschen zu unterhalten und meinen Spaß zu haben, das Fliegen ist das Salz in der Suppe und für mich nicht "kriegsentscheidend", d.h. wenn ich einmal herzhaft gelacht habe, hat sich die Fahrt gelohnt, und gelacht habe ich, das hat man glaube ich gehört...
Zwischenzeitlich flogen sich die A-Piloten den A...... ab und wir hatten immer Action am Himmel, unterbrochen von den üblichen Regenschauern. Oliver Wessel legte dann einen Flug hin, bei dem man meinen konnte, es wäre kein Wind, aber seine Abgasfahne sprach ein anderes Bild, also gelernt ist gelernt.
Nun war ich natürlich auf den Flug von Rüdiger Feil gespannt - meinem Duschidol ! Der Wind hatte derweil Stärken erreicht, das ich eigentlich der Meinung war, man könnte nicht mehr fliegen, aber Rüdiger belehrte mich zunächst eines Besseren. Allerdings wurde er schon bei den Schwebeflugfiguren derart "verblasen", daß ich dachte: " Hah, der kocht auch nur mit Wasser, da brauchst Du keine Duschvergleiche scheuen..."
Allerdings erfuhr ich hinterher, daß er versehentlich die Steuerwege verkleinert hatte und den Heli trotz Knüppelvollausschlag nicht mehr halten konnte, so daß er aus Sicherheitsgründen den Lauf abgebrochen hat. Auch wenn diese Aussage ohne Gewähr ist und nur auf "Hörensagen" beruht, so ziehe ich vor dieser Entscheidung den Hut - Sicherheit geht vor !
Nach dem ersten A-Durchgang sollte gleich ein zweiter geflogen werden, damit aufgrund der unsicheren Wetterlage, die A-Piloten ihre notwendigen Durchgänge zusammenbekommen, eine verständliche Entscheidung, die Sportpiloten sollten Abends ihren zweiten Durchgang fliegen, wenn noch Zeit sein sollte...
Im Laufe des zweiten Durchganges stellte sich aber heraus, daß es zu spät werden würde und so hatten wir "Sportler" früh Feierabend :P
Bei seinem zweiten Flug zeigte Rüdiger mir dann allerdings, daß er wohl doch anders sein muß, weil so kann man bei dem Wind nicht fliegen - nicht als "Normalo".
Als ich ihn darauf ansprach und sagte, daß er unter der Dusche doch anders ausschaut sagte er nur: "Ach, geh weiter..." in Süddeutschland heisst das wohl: "Hach, tüddel nich rum" und da er dabei lächelte, nahm ich an, daß er es wohl als den Scherz aufgefasst hatte, den ich beabsichtigt hatte...
Sandra und ich sind dann ins Hotel gefahren und wollten uns ein wenig erholen und früh zu Bett gehen, leider verpassten wir dadurch den zweiten Flug von Oliver Wessel, der astrein gewesen sein soll und der damit die Führung übernahm.
Aus dem früh zu Bett gehen, wurde dann nichts, da Jörg-Michael anrief und forderte: "Antreten zum Biertrinken !" und wenn der Pate sagt Biertrinken, dann heisst es gehorchen, soviel habe ich gelernt...
Also noch ein Bierchen hinter die Binde gekippt und ordentlich Spaß gehabt, so muß es sein...
Und hiermit schließe ich dann für heute das Tagebuch, die Finger haben schon Hornhaut...ich hoffe ich habe keine Anekdoten vergessen...sonst reiche ich nach...
Wolfgang Meyer
14.06.2005, 20:38
Der Sonntagmorgen begann dann wie üblich: Aufstehen und sofort aus dem Fenster gucken, was die Wetterlage macht... :D
Das meine Frau mich nicht totgeschlagen hat, weil ich um 05.00 Uhr die Vorhänge zurückgezogen habe verstehe ich heute noch nicht, sie ist wohl Tierfreund.
Das Wetter sah auf jeden Fall etwas besser aus und meine Laune stieg schlagartig, nun konnte ich in Ruhe auf den Thron und meine Sitzung halten...
Auf dem Flugplatz waren dann auch tatsächlich ganz gute Bedingungen, d.h. für Bremer Verhältnisse nur mässiger Sturm und wenig Regen...es konnte also losgehen.
Ich war diesmal ziemlich zum Schluss dran und brauchte daher noch nicht in Hektik zu verfallen, als ich dann schließlich dran war zog sich der Himmel natürlich zu und es begann zu regnen, zuerst hieß es noch ich sollte trotz Regen fliegen, aber da war mir mein Equipment zu schade und ich habe den Gehorsam verweigert und das Trockene aufgesucht - ich bin nun mal ein Querulant :rolleyes:
Zum Glück durfte ich nach dem Regen aber trotz "Arbeitsverweigerung" fliegen, und so nahm das Unglück seinen Lauf. Es lief eigentlich alles ganz gut, bis zum Absetzen nach dem Schiebekreis, da habe ich den Kreis nicht getroffen, das bedeutet Punktabzug für die geflogene UND die zu fliegende Figur, also so ziemlich das Schlimmste was passieren kann.
An diesem Umstand habe ich am deutlichsten mein Trainingsdefizit gemerkt - wenn ich nicht ausreichend zum Trainieren komme, stimmen die "Raumabmessungen" nicht mehr, d.h. man kann nicht mehr so gut abschätzen, wo man sich im Quadrat befindet und dann passieren solche Sachen.
Aber nicht das einmal den Kreis verfehlen angesagt war, nein, weil es so schön war habe ich das bei der letzten Schwebeflugfigur gleich nochmal gemacht, ich glaube mein Ansager hatte nur noch das Bedürfnis mir in den Hintern zu treten, zum Glück kommt er da nicht so richtig an :D
Die Fahrtfiguren liefen trotz Wind ganz ordentlich bis zum Split-S oder Abschwung genannt, ich zog den Heli hoch in einen Turn und lies ihn so richtig schön mit Karacho niedrig ankommen, weil ich schön Dampf für den Push-Over haben wollte, da kommt von hinten die Stimme meines Ansagers: "Und nun kommt das Split-S!"
Schei... wenn man senil wird, den Abschwung hatte ich unterschlagen...nun kam der Heli also schön tief mit Fahrt anmarschiert und wenn ich in der Höhe einen Abschwung angesetzt hätte, hätte ich wohl das Heckrohr ausgraben dürfen, also den Heli krampfhaft auf Höhe gebracht und dann einen kleinen Abschwung geflogen, sah natürlich auch nicht so richtig cremig aus. Dafür kam dann der der Push-Over ganz gut, zum Schluß noch eine schlechte Landung und fertig waren die 139,5 Punkte und somit der vorletzte Platz, sauber !
Zu diesem Zeitpunkt stand für mich die Teilnahme in Beilngries fest, da muß noch was gehen...
Etwas aufgebaut wurde ich von Achim Krüger (Punktwerter) der sagte: "Weisst Du eigentlich, daß Deine sch....Absetzerei ausserhalb des Kreises Dich gerade ungefähr 10 bis 12 Punkte pro Punktwerter gekostet hat?"
Also kann man sich das jetzt "schönrechnen" und sagen 139,5 plus 30 macht 169,5 und somit....aber nein, schlecht geflogen ist schlecht geflogen und wenn das Wörtchen wenn nicht wär, dann würde ich Curtis Youngblood um die Ohren fliegen...
Zum Glück ist die Platzierung nicht meine Hauptmotivation Wettbewerbe zu fliegen, sondern der Spaß mit Gleichgesinnten, in sofern kann ich den vorletzten Platz verschmerzen, ich habe Spaß gehabt - das zählt !
Das Wetter wurde nun zusehends unruhiger und der A-Lauf musste mehrfach unterbrochen werden, so daß wir in Zeitprobleme kamen, daher wurde der dritte Sport-Lauf verständlicherweise gestrichen und die A-Piloten bekamen mit Müh und Not ihren dritten Durchgang fertig.
Oliver Wessel legte wieder einen super Flug hin, so daß Oliver als Sieger in Schwarme gekürt wurde. Da er auch den ersten Wettbewerb in Neustadt gewonnen hat, steht er somit als deutscher Meister fest - Gratulation von mir an dieser Stelle !
Oliver bewies aber Sportsgeist, indem er sagte, daß er trotzdem in Beilngries startet, wie ich finde eine tolle Entscheidung, von den Punkten her bräuchte er nicht mehr zu starten, aber er tut es trotzdem - Hut ab !
Viele A-Piloten waren enttäuscht, daß diesmal wegen des schlechten Wetters kein B-Finale geflogen werden konnte, aber wir haben nunmal einen Freiluftsport und solange Schwarme nicht überdacht wird, müssen wir wohl damit leben...
Trotz des schlechten Wetters und meines schlechten Abschneidens habe ich das Wochenende genossen und freue mich nun auf Beilngries, warum fliegen wir eigentlich nur dreimal im Jahr ?
Ich bin jedenfalls bemüht diesmal genug zu trainieren, auch wenn mein heutiges geplantes Fliegen wegen der Arbeit (mal wieder) ausfallen musste, ich hoffe das das Wetter ab jetzt mitspielt !
Zu guter Letzt möchte ich mich im Namen aller bei den "Schwarmern" und Ralf Schnur im Speziellen bedanken, das habt Ihr toll gemacht, nur lasst Euch was mit dem Wetter einfallen, so geht das nicht weiter :D
Wolfgang Meyer
20.06.2005, 22:13
Ich glaube ein 50 Jahre miteinander verheiratetes, frustriertes Ehepaar ist nichts dagegen : Muuß vs. Meyer Part IV :P
Eines schönen Tages (es war wirklich ein schöner Tag mit Sonne und wenig Wind) beschloss ein edler Jüngling endlich seine Klöten in beide Hände zu nehmen und Autorotationen zu üben, also fragte er seinen Knappen um Rat und dieser sagte: "So fliege er hoch an und nehme in der Schwebeflugphase sofort das Gas ganz raus, der Heli begebe sich dann auf Abfahrt und der Herr kann das Anfliegen üben, kurz vor der Grasnarbe ein wenig Pitch und der Vogel steht - ganz einfach."
Mit diesen Worten im Kopf begann ich dann die Landeanflüge zu üben, der Venture kam so ziemlich überall runter nur nicht da wo ich wollte un ein paarmal hat es auch ganz schön gerumst beim Absetzen.
Insgeheim dachte ich: "Der Muuß hat gut lachen, autorotiert seit Jahren auf eine Autofußmatte und nun soll ich das auch können ?"
Doch da traf er ein, der Mann mit den gutgemeinten Ratschlägen die bei mir nicht funktionierten...
Also flog ich emsig weiter meine Sch....anflüge bis die vertraute Stimme von hinten kam: "Oh Gott, wie sieht das denn aus, was machst Du denn da wieder für eine Sch...."
Er forderte mich auf den Heli nochmal hochzufliegen und die Probe-AR anzusetzen, als ich Pitch ganz rausgenommen hatte kommt von hinten :"Zieh !" Also ziehe ich Nick bis der Heli die Nase schön hoch nimmt, dann kommt :"Zieh !!"
Ich denke : "Der Vogel steht schon auf dem Schwanz, mehr geht nicht" - JM: "Zieh !!!!!!"
Und da war derr Heli schon unten und recht unsanft auf das Gras geplumpst...
JM :"Du musst mehr ziehen, der muß mehr auf dem Heck stehen, nochmal hoch." Also das Spiel nochmal von vorne...
Ich nehme Pitch ganz raus und reisse todesverachtend die Nase des Heli in schier unglaubliche Neigungen da kommt von hinten : "Zieh !!!"
Ich denke: "Nun reicht´s aber, wenn ich noch mehr ziehe kippt der ja hinten über." - "Zieh !!!!!!!" Zaghaft noch ein wenig gezogen und dann auf den Rasen gesemmelt - wieder nichts...
JM : " Mach doch mal zur Abwechslung was ich sage, dann wird das auch was - los hoch !"
Ich also wieder hoch, Pitch raus und gezogen was der Knüppel hergab, auf einmal gibt es ein trommelndes (Blatt)Geräusch und der Heli segelt in aller Ruhe dem Erdboden entgegen, die Stimme von hinten sagt: "Na also, so soll das klingen !"
Den Heli dann wieder rauh abgesetzt und gleich nochmal, hat wieder geklappt und das dann solange geübt bis das Timing einigermassen saß. Dann war zum Glück der Tank alle und ich durfte pausieren und die Unterhose wechseln. :D
Nachdem JM geflogen war, kam er an und sagte: "Gib mir mal deinen Sender." Ich händigte ihn folgsam aus und schon begann es wild zu piepsen und zu klickern, als Jörg-Michael meine AR neu programmierte, er gab mir den Sender zurück mit den Worten : "So und jetzt fliegst Du eine geschaltete AR mit Motor im Leerlauf !"
Ich wurde erst bleich dann rot dann bleich und sagte : "Nein" - JM:"Doch" - Ich: "Nein" - JM:" Klappe halten und machen !"
Also nahm ich den Sender und begab mich wie das Lamm zur Schlachtbank...
Zuerst durfte ich den Heli noch einmal paar mal so anfliegen und dann kam : "Und die nächste schaltest Du !"
Das ist der Moment wo es im Schritt so komisch zu kribbeln anfängt und man kann förmlich fühlen wie alles in sich zusammen schrumpft...
Aber alles Betteln und Flehen half nichts, Jörg-Michael bestand darauf, also Anflug und hoch und dann.....
Den AR-Schalter umgelegt ... und es passiert - Nichts !
Der Heli segelt in aller Ruhe dem Erdboden entgegen ich regele die Fallgeschwindigkeit mit Pitch, halte die Nase schön oben, ziehe kurz vor dem Gras ordentlich Pitch durch und setze ihn butterweich ab, in der Mitte des Platzes zeimlich genau vor mir, ich freue mir ein Loch in den Bauch und mache die Becker-Faust und sage :" Yes !" da kommt von hinten : "Was hast Du denn, du bist doch bloß autorotiert ?"
Für jemanden der AR´s mit geschlossenen Augen fliegt vielleicht nichts dolles, aber ich war stolz auf mich !
Nun wollte ich eigentlich aufhören, aber Jörg-Michael sagte: "Nichts da, mindestens fünf saubere Autorotationen eher hörst Du nicht auf "
Also hoch und die nächste angesetzt, hat wieder geklappt, um es kurz zu machen ich habe die fünf AR´s geschafft und bin dann völlig fertig vom Platz geschlichen...aber zufrieden !
Nun mag es dem geneigten Betrachter so erscheinen, als wäre ich ein armes geschlagenes Kerlchen der gegen seinen Willen zu seinen Fortschritten gezwungen wird - genau so ist es ! :P
Na, vielleicht nicht ganz, der Ton ist zwar manchmal etwas rauher, aber ich habe auch ein Gemüt wie ein Walross und habe die Fähigkeit manche Geräusche einfach auszublenden (z.B. die Stimme von hinten) und da muß dann von hinten manchmal etwas lauter gesprochen werden um zum gewünschten Erfolg zu kommen.
So erwecken JM und ich zwar manchmal den Eindruck eines zerstrittenen Ehepaares, aber der Erfolg gibt ihm recht und ich bin nach so einem Tag auch immer sehr froh, weil ich wieder einen Schritt nach vorne gemacht habe.
In diesem Sinne ist für heute hier erstmal wieder Schluß, demnächst folgt dann der Bericht :
"Die Luft in Beilngries, oder die Frage warum mein Heli nicht geht"
Wolfgang Meyer
08.07.2005, 10:07
Um den zeitlichen Ablauf nicht durcheinander zu bringen, schreibe ich noch nicht über Beilngries, sondern über eine Begebenheit, die sich vorher zugetragen hat:
Eines schönen Sonntags fuhr ich zu meinem Flugverein um den Tag mit genüsslichem Abfackeln von Methanol zu verbringen, es war sehr warm und es herrschte (selten bei uns im Norden) kein Wind, ich stellte mich also auf ein paar schöne geruhsame Flüge ein - da hatte ich die Rechnung aber ohne meinen Paten gemacht, ihr merkt schon es geht um: Muuß vs. Meyer Part V:
Ich kam also auf den Platz und hatte noch nicht einmal meinen Koffer abgestellt, da schallte es mir entgegen: "So heute ist Beilngries-Wetter, da können wir hervorragend die dünnen Luftbedingungen da unten trainieren, auftanken und los!"
Also machte ich zügig meinen Kram startklar und begann die Fahrtfiguren zu fliegen...das Wetter war wirklich sehr warm, ich hatte überhaupt keine Leistung und krebste nur so durch die Luft - das dachte ich zumindest bis JM hinter mich trat und sagte: "Was kreuchst Du denn da durch die Luft nun gib´mal Schub!" Von mir kam nur:" Das ist alles, mehr geht nicht"
JM:"Papperlapapp, gib mir mal den Sender"
Also reichte ich folgsam den Sender und JM begann meinen Heli zu kneten. Was dann folgte war eine Demonstration, wie man die Leistung aus einem Heli herausholt, die Loopings waren riesengroß und gleich drei hintereinanderweg, der Heli marschierte als sei der Teufel persönlich hinter ihm her...
JM:" Ich weiß nicht was Du hast, der Heli kann vor Kraft kaum laufen, los das üben wir jetzt mal..." und gab mir den Sender.
Ich flog also los und zog in einen Turn wie immer, schon kam:"Falsch, völlig falsch geflogen jetzt hast Du ihn schon ausgehungert." und richtig, der Venture krebste aus dem Turn heraus und eierte langsam von links nach rechts, also gleich nochmal in einen Turn gezogen und noch schlimmer ausgehungert, weil ja eh schon keine Fahrt vorhanden war, ich befand mich also jetzt in einem gemütlichen Fast-Schwebeflug mit ca. 2000 U/min am Kopf... :D
Und dann begann JM anzusagen...
Ich flog also an und anstatt den Heli mit Nick im 90° Winkel nach oben zu ziehen, sagte JM "Pitch voll" an. Der Heli stieg nun ganz leicht nach oben, dann sollte ich ganz leicht Nick ziehen und der Heli begann im 45° nach oben zu steigen, erst ganz zum Schluß sollte ich dann stärker Nick ziehen, den Heli senkrecht stellen, umdrehen und dann schön gerade nach unten und mit einem starken Zug über Nick in die waagerechte Flugbahn ziehen, so daß er dann mit ordentlich Fahrt auf einer geraden Flugbahn läuft.
In der Theorie ganz einfach, nur wenn man 1,5 Jahre den Turn "eckig" geflogen hat und soll dies binnen 2 Minuten umstellen, dann funktioniert es (bei mir :P ) nicht sofort, es ging also los wie immer:
JM: "Los Pitch" , ich ziehe in den Turn , JM:"Nicht ziehen, verdammt" ,da war das Kind schon in den Brunnen gefallen, also nochmal: Anflug, JM:"Pitch voll, los! Und nicht ziehen!" Nun ist das so eine Sache mit den Angewohnheiten, ich hatte an diesem Tag eine deutliche Differenz zwischen dem was ich steuerte und dem was ich steuern wollte.
Der Daumen zog einfach (eigenständig, ehrlich :D ) Nick, obwohl der Kopf nicht wollte, diese Diskrepanz zwischen Daumen, Hirn und JM versaute mir jeden Turn und brachte JM an den Rande des Nervenzusammenbruchs, Zitat: "Wenn Du noch einmal Nick ziehst, tacker ich Dir den Knüppel fest !" :P
Ich flog weiter schön schei... JM:" Jetzt hör´ doch mal auf rumzuradieren, laß den Heli in Ruhe !"
Ich kippel weiter von links nach rechts...
JM:" Jetzt hör´ auf und fliege ordentlich !" aber meine geistige Blockade war nicht zu lösen, so gab JM mit den Worten auf "Übe das, sonst verhungerst Du in Beilngries!" - da hatten wir es wieder, das zerstrittene Ehepaar :P
Der Sonntag war also alles andere als befriedigend und ich fuhr mit einem ziemlich frustrierten Gesichtsausdruck nach Hause.
Wie es aber häufig ist im Leben, ging ich ein paar Tage später nochmal zum Fliegen, um Müüßli-Turns zu üben und siehe da: Die Blockade war weg, der Daumen gehorchte mir wieder und die Turns gingen endlich so hoch, wie das sein sollte. Der Heli kam mit ordentlich Zunder runter und ich konnte endlich Fahrt mit in die Figuren nehmen. Es geht also doch, ich hoffte jetzt bloß, daß ich das in Beilngries auch noch aus dem Hirn abrufen konnte...
Und die Moral von der Geschicht: Auch zerstrittene Ehepaare kommen manchmal gemeinsam zum Erfolg :P
Ich fuhr auf jeden Fall mit einem guten Gefühl nach Beilngries...
Wolfgang Meyer
23.07.2005, 21:12
So endlich mal wieder ein bißchen Zeit...
Ich hatte also das Glück mit einem gut laufenden Heli und keinem mulmigen Gefühl nach Beilngries fahren zu dürfen, wir (Vaddern, Frauchen, Hund und ich) hatten beschlossen schon am Donnerstag nach Beilngries zu fahren, um einen "Kurzurlaub" zu verbringen.
Nach 7Std Autofahrt (das liegt aber auch echt am A..... der Welt :D ) kamen wir dann beim Euringer an und haben uns erstmal ein wenig ausgeruht und haben dann den Hund entleert...
Gegen 18.30 beschloss ich dann, mich nochmal auf dem Platz "einzufliegen", da für den nächsten Tag schiet Wetter angesagt war. Also das ganze Geraffel wieder ins Auto getragen und ab auf den Platz.
Dort tummelten sich noch Bernd Obornik (der Organisator) und sein Helfer Thomas Lindner (danke, fürs Hotelzimmer, war 1a) und waren mit dem Aufbau beschäftígt, trotzdem gaben sie mir sofort "Startfreigabe" und ich habe den Heli gestartet.
Ich hatte ein wenig Bammel vor den dünnen Luft und dachte der Motor läuft jetzt nicht mehr, aber da hatte ich die Rechnung ohne den MOPS-Motor EVO 3 gemacht...
MOPS-Motor -> Muuß-Optimiertes-Pumpen-System :P
Der Motor lief wie am Schnürchen und es flog sich wie im Norden, alles bestens.
Ich wurde sogar so übermütig, daß ich todesmutig den AR-Schalter umlegte und den Heli eiskalt auf den Rasen rotierte, daß hatte ich mir eigentlich erst für den Wettbewerb vorgenommen um nicht den Venture zu riskieren, aber schei.. drauf manchmal muß man eben Mann sein :P
Also beruhigt ins Hotel gefahren (Geraffel wieder raus aus dem Auto, vorbei an dem Bus mit den Rentnern und den Heizdecken, die alle gucken als hätten sie das Jesuskind gesehen... "Oh, guck mal ein Hubschrauber..." ) und erstmal ordentlich watt freten (Übersetzung: Wir haben gegessen)
Dann ab ins Bett, sich über die tolle Kirchturmuhr gefreut, die einem alle Viertelstunde mitteilt, daß eine Viertelstunde vergangen ist (man hat ja kein Uhr) und dann irgendwann eingeschlafen...
Um halb sechs von der tollen Uhr geweckt worden, die um diese Zeit einen Rabattz macht, als würden Bayern nicht schlafen müssen, also ab auf den Pott und Rotor lesen...
1,5 h später (vielleicht auch ein wenig länger) wurde dann Sandra wach und wir gingen mit Rufus den Boden düngen, dann frühstücken und dann ab nach Ingolstadt zum shopppen (Tipp: In der Fußgängerzone gibt es den besten Leberkäs den ich in meinem Leben gegessen habe)
Dann wieder ab ins Hotel, Mittagsschlaf, dann Geraffel wieder ins Auto (versucht unerkannt an den Heizdecken vorbei zu kommen) und ab auf den Platz zum Klönschnacken und klugscheissen :P : "Dein Motor läuft aber komisch, meinst Du der geht morgen auch noch, wenn es wärmer ist ?" - " Tolle Mechanik, nur schweben tut sie nicht, bist Du das ?" :P
Man ist ja nett zueinander...aber in Wirklichkeit habe ich mich tierisch darauf gefreut alle wiederzusehen !
Dann noch ein wenig rumgeschwebt, und ab ins Hotel zum gemeinsamen Abendessen, keine besonderen Vorkommnisse: Gute Stimmung, gutes Essen, viel gelacht - also eigentlich schön wie immer !
Am nächsten morgen waren dann wir Sportler vor den A-Piloten dran und entgegen meinen normalen Gewohnheiten erst beim Fliegen nervös zu werden, war ich diesmal schon vorher ein Nervenbündel :P
Rumgerannt wie ein gef.... Eichhörnchen, ewig zum Pullern gegangen, alles kontrolliert, cool getan und doch nicht geschafft, versucht die Hände nicht zu offentsichtlich zu zeigen (niemals vor den Mitbewerbern Schwäche zeigen :loeblich: ) ein wenig kluggeschissen "Der Looping war aber nicht so schön, das war ein Ei."
Nun wollte sich JM auch noch den üblichen Spaß machen und mich ein wenig *****erig reden, aber als er meinen Zustand sah, sagte er nur: "Oh Gott, wie siehst Du den aus?" und sparte sich das nervös machen, das war schon nicht mehr steigerungsfähig :D
Dann kam ich an die Reihe, Motor anlassen und einschweben und dann machte JM etwas, was er noch nie getan hat: Er redete mich ruhig, wie ein Pferdeflüsterer stand er hinter mir und sagte: "Ganz ruhig, dein Heli läuft toll und du kannst das, gut so und jetzt landen, der andere kommt rein ganz ruhig absetzen, sehr gut"
Man glaubt ja gar nicht wie beruhigend das sein kann, dann marschierten wir in den Startkreis und Müüßli machte seine üblichen Faxen mit den Punktwertern.
Ich setzte den Heli im Kreis ab und los konnte es gehen, zu diesem Zeitpunkt war ich immer noch ein Nervenbündel, aber ich wurde schon deutlich ruhiger.
Bei der ersten Schwebeflugfigur bekam ich dann einen tierischen Tatter an meiner linken Hand (bei mir Pitch und HeRo), so daß ich den Knüppel nur sporadisch anfasste, ich glaube wenn ich den Daumen auf dem Knüppel gelassen hätte, hätte ich mich zum F3N anmelden können. :rolleyes:
Komischweise wurde ich jedoch immer ruhiger, der Heli lief toll und so wurden die Schwebeflugfiguren gar nicht soooo schlecht.
Dann ab zum "Turnen" und da lief wirklich alles gut, bis auf meine schiefen Anflüge, aber man muß seinen Hinterleuten ja auch noch Chancen auf Punkte lassen :P
Während den Fahrtfiguren nimmt meine Nervositätskurve eiegentlich stetig zu (Rolle und Looping fliege ich entspannt, den Turen krampfe ich schon ein bißchen, vor dem Abschwung bekomme ich Angst und dann Panik vorm Push-Over) um dann nach dem Push-Over senkrecht abzufallen (so ein gerade Landung geht doch easy) ...diesmal kam aber noch die Ansage von hinten :" Gerade Autorotation", also war da nichts mit entspannen, Schiss bis zum Schluß !
Die AR ging dann aber trotz dünner Luft ganz locker und so war das ein ganz ordentlicher Flug, ich war zufrieden, die Anspannung fiel ab, alles bestens!
Dann ging das Warten los, da wir Sport-Leute erst nach zwei A-Durchgängen wieder dran waren, wir hatten also ein paar Stunden Leerlauf, aber schließlich ist ja immer Action und die Spässe mit dem "Bügel-Service" (insider) verlaufen auch immer nett.
So waren wir dann erst wieder gegen 19.00 dran und ich war auch noch ziemlich zum Schlussan der Reihe...
Komischweise wurde ich vor dem Fliegen wieder nervös und JM musste wieder den Pferdeflüsterer (vielleicht sollte ich mich auf ED oder Black Beauty umtaufen lassen, wobei Beauty kommt ja nicht so richtig hin :D ) und so ging ich recht gelassen an den Start - und dann passierte etwas, was ich noch nie erlebt habe:
Schon beim Abheben war ich total entspannt, der Heli lief super und ich wusste, das wird was und ich sollte Recht behalten, die Schwebeflufiguren waren schön, die Fahrtfiguren auch, die AR klappte, das Grinsen wurde immer breiter...
Dieser Flug wurde dann auch mit über 180 Punkten gewertet und ich bekam das dümmliche Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht, ich lag sehr gut, mit der Chance auf meinen ersten 1000er Flug (zur Erkärung: Der Punkthöchste bekommt 1000 Punkte für den Flug und die anderen werden dann prozentuel zu diesem Flug gewertet).
Ich bangte und hoffte, aber dann kam Glocki und machte alle meine Hoffnungen zunichte: Über 190 Punkte und damit Platz eins, ich lag bei diesem Flug auf dem zweiten Platz, sehr zufrieden, aber ich hätte Glocki würgen können (Achtung Spaß)
Zum Glück muß er nächstes Jahr ins A-Programm "zwangsaufsteigen" und passiert sowas nicht mehr :D
So fuhren wir dann alle fröhlich ins Hotel und haben ordentlich gegessen und ich habe mir sogar ein Bier gegönnt...
So, wie immer: der Sonntag kommt in Part II
Wolfgang Meyer
03.08.2005, 20:16
Nun der Sonntag:
Das Wetter war bestens , Sonnenschein und schwacher Wind, was will man mehr ?
Z.B. Wind aus der anderen Richtung, er kam nämlich nun von rechts, so daß eigentlich mit der Nase nach rechts fliegen angesagt war, nicht gerade meine Schokoseite...
Nun gab es zwei Möglichkeiten, trotzdem Nase nach links fliegen und damit leben, daß der Heli etwas eierig fliegt, oder Nase rechts fliegen und damit leben, daß man etwas eierig steuert...eine Autorotation hatte ich auch noch nie von links angeflogen - bei uns im Norden kommt der Wind fast immer von links.
Da ich die ersten beiden Durchgänge ganz gute Punkte erflogen hatte, entschied ich mich für Nase rechts, schließlich kann man selten unter Wettbewerbsbedingungen üben...und schließlich ist das ja keine Veranstaltung für Beckenrandschwimmer :P
Im Gegensatz zu Marcus May, der die Weichei-Version vorzog, also Nase links (kleine Retourkutsche für das Verbissen :D )
Es kam dann auch so wie es kommen musste: Ohne Ende nervös, Nase rechts und dann ordentlich durch die Figuren geeiert - kein so schlechter Flug aber eben auch nicht gut. Die AR klappte dann auch relativ problemlos und fertig war´s ...
Das Gefühl nach diesem Flug war etwas merkwürdig, ich wusste, daß jetzt die Saison gelaufen war und so war ich auf der einen Seite froh (es war alles heil geblieben und es ist gut gelaufen) auf der anderen Seite war ich etwas bedrückt, weil das Jahr nun gelaufen war und mir die anderen Kerls und der Spaß mit Ihnen schon fehlen wird, drei Wettbewerbe sind nicht viel...
Nun flogen noch die A-Piloten ihren letzten Durchgang und dann das Finale, und dann sollte es zur Siegerehrung gehen...vorher bot uns René Dzide noch eine 3D-Show vom Feinsten mit seinem neuen X-Cell Stratus und wer einmal sehen möchte, wie ein Heli richtig geknetet wird, der sollte mal versuchen René live fliegen zu sehen - das der Heli in der Luft nicht einfach platzt wie ein Kaugummi grenzt für mich an ein Wunder !
Dann waren die Urkunden geschrieben und es kam zur Siegerehrung: Ich hatte in Beilngries den vierten Platz erreicht und bin in der Jahreswertung auf Platz sechs, ich war sehr zufrieden und musste mir das dämliche Grinsen schon ziemlich verkneifen, als ich nach vorne ging um meine Urkunde zu holen...
Die größte Freude kam allerdings auf dem Rückweg, als mir Jörg-Michael im Vorbeigehen zuraunte: "Ich bin ein kleines bißchen stolz auf Dich."
Dieses Kompliment hatte ich nicht erwartet und ich habe mir ein zweites A.....loch darüber gefreut - ich hoffe mein relativ gutes Abschneiden war auch ein bißchen Dank für seine Mühen und die Zeit die er für mich geopfert hat...
Dann ging es an das große Verabschieden und da habe ich mich relativ zügig aus dem Staub gemacht, da ich solche Abschiedsszenen nicht so gut wegstecke und dem Bügelservice was vorheulen - das geht ja auch nicht :P
Auf diesem Weg also nochmal: Gratulation an unseren deutschen Meister OW und an Sport-Sieger Jörg Tute, der den Jungs das nächstes Jahr wohl hoffentlich im A-Programm etwas schwerer machen wird...
Wolfgang Meyer
03.08.2005, 20:52
Und nun möchte ich mal zum Resümee meines ersten Wettbewerbsjahres kommen...was hat mir dieses Jahr gebracht ?
Vor allem erstmal eines - jede Menge Spaß !!!
Ich habe so viele neue nette Leute kenn gelernt wie noch nie zuvor in meinem Leben - danke, daß Ihr mich so freundlich aufgenommen habt.
Ich bin fliegerisch in einer so kurzen Zeit so viel weiter gekommen, das hätte ich nie geglaubt, aber da man sich intensiv mit seinem Heli beschäftigen muß, lernt man extrem schnell dazu - und wer einmal in Bremen bei Sturm vor Punktwertern geflogen ist, den bringt so schnell nichts mehr aus der Ruhe. :D
Auf jeden Fall ist Helifliegen jetzt für mich die pure Entspannung und ich habe keinen flauen Magen mehr beim Fliegen - sehr angenehm...
Ich habe sehr viel über die Heliabstimmung gelernt, das war sehr nützlich bei dem Bau meines jetzigen 3D-Trainingshelis (ich will auch fliegen können wie René, aber da werde ich wohl nie hinkommen :P ) einem 50er Hirobo Sceadu. Auch die Sorgfalt beim Bauen und bei der Wartung ist mir jetzt in Fleisch und Blut übergegangen.
Ich habe viel Spaß beim Trainieren gehabt und jetzt wo die Saison vorbei ist, fällt man erstmal in ein kleines Motivationsloch, wofür soll man Fliegen?
Aber das Loch ist vorbei - ich versuche jetzt das Rückenfliegen zu lernen, um nächstes Jahr die Rückenflugpassagen besser hinzubekommen, ausserdem trainiere ich jetzt schon die Figuren für das nächste Jahr, mal schauen, ob ich den Marcus May nächstes Jahr nicht wieder bügeln kann :rolleyes:
Ich extrem viel von Jörg-Michael gelernt, dafür an dieser Stelle nochmal einen herzlichen Dank (ich weiß er will das nicht hören, aber manchmal muß er eben stark sein), ich habe noch keinen Menschen gesehen, der sich so intensiv mit einer Materie auseinandersetzt (und das gilt nicht nur für´s Helifliegen) und zugleich so hilfsbereit ist wie er - ich habe ihn so oft angerufen und blöde Fragen gestellt, wie er das ausgehalten hat - unbegreiflich !
Summasumarum kann ich also nur eines sagen:
Es war das schönste Jahr während meiner 2,5jährigen Helilaufbahn und ich wünsche mir, daß noch viele weitere Jahre folgen !
Wer an der Wettbewerbsfliegerei interessiert ist, dem kann ich nur den Rat geben - einfach die Klöten in die Hand nehmen und mitfliegen, man hat zwar einen erhöhten Verschleiss an Unterhosen, aber der Spaß ist es Wert !
Eines möchte ich allerdings noch anmerken: Wer mitfliegen will, sollte sich einen erfahrenen Piloten in der Nähe suchen und ihn um Rat fragen und vor allen Dingen sollte man die F3C-Fliegerei nicht auf die leichte Schulter nehmen, so leicht wie es aussieht ist es nämlich nicht - es reicht nicht wenn man einen Looping fliegen kann, man muß ihn unter allen Bedingungen in einem bestimmten Raum fliegen können - das ist die Anforderung !
Es macht einen Riesenspaß, aber es erfordert einen großen Trainingsaufwand und auch eine Menge wirkliche Arbeit, das sollte man immer vor Augen haben...
In diesem Sinne - das Tagebuch endet nun an dieser Stelle, ich werde demnächst noch ein paar Bilder einstellen, aber ansonsten habe ich fertig !
Ich danke an dieser Stelle aufrichtig: Jörg-Michael meinem Coach, vielen Dank Du bist der Beste ! Bleib so, und das nächste Jahr bügeln wir sie alle ! :D
Und ich danke auch: Allen Leuten, die mich auf diversen Veranstaltungen auf das Tagebuch angesprochen haben, es hat mich immer wieder motiviert wenn ich gehört habe, daß das Tagebuch mit Freuden gelesen wird - es war schön Euch alle kennen zu lernen !!!!! Man sieht sich...
Und ein extra Dank geht an die gesamte F3C-Gemeinde dafür, daß ich so problemlos und freundlich aufgenommen wurde, es war mir ein Vergnügen Euch alle getroffen zu haben und ich hoffe wir sehen uns alle nächstes Jahr wieder !
Und bevor ich es vergesse : Alexander und Rüdiger Spohr - Alexander, danke für Deine Mühen und das Du meine blöden Fragen nach dem Zwischenstand und den Punkten immer beantwortet hast - und Rüdiger, danke für Deine Arbeit und Dein immer fröhliches Gemüt, ich bin froh Euch beide kennengelernt zu haben und irgendwann komnmen Sandra und ich mal über den Weißwurstäquator gefahren und dann machen wir mal einen kleinen Trainingsurlaub - nur leider lässt meine berufliche Situation Urlaub dieses Jahr noch nicht zu, aber das wird schon noch !
So, ich glaube nun ist es genug gedankt, sonst wird es noch schmalzig, aber das musste mal raus !!!
In diesem Sinne - gehabt Euch wohl - Euer Tagebuchfuzzi...
P.S. Weitere geistige Ergüsse werde ich Zukunft wohl auf f3c-helicopter.de veröffentlichen, ich werde dann hier posten, wenn es etwas Neues gibt...
So,
da Wolfgang sich schon mit dem ihm eigenen Elan auf sein zweites Jahr vorbereitet und das Tagebuch ansonsten etwas unübersichtlich wird, geht es in folgendem Beitrag munter weiter:
Tagebuch part 2 (http://www.rc-helicopter.org/forum/index.php?act=ST&f=82&t=41880&st=0)
Danke nochmal an Wolfgang, für dieses Tagebuch, ich finde es sehr gelungen und denke auch, das es den einen oder anderen Anfänger oder Einsteiger motivieren wird.
Gruß Fobbel
Hallo Wolfgang,
vielen Dank für Deinen "Hasenbeitrag", Dein Verhalten finde ich absolut Spitze!!!!!
Meinrad
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