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Vollständige Version anzeigen : Feinwuchten vom Heckrotor


JürgenKupke
01.01.2002, 15:33
Erst einmal allen Lesern ein gesundes, erfolgreiches und vor allem absturzfreies Neues Jahr!
In der neuen ROTOR 01/2002 wird gleich auf den ersten Seiten im \"Rückspiegel\" ein Beitrag über das Servo DS 8417 veröffentlicht.
In diesem Zusammenhang wird Curtis Youngblood mit folgenden Worten zitiert: \"Das DS 8417 arbeitet zwar sehr gut und ist auch sehr schnell, dafür hat es aber im Einsatz als Heckrotorservo keine hohe Lebensdauer - zumindest wenn man den Heli nicht optimal ausgewuchtet hat und das machen bzw. können die wenigsten Piloten.\"
Ich gehöre mit Sicherheit dazu, nicht aus mangelndem Interesse oder Sorgfalt, sondern aus Unwissenheit. Dieses Manko möchte ich jetzt beseitigen und frage Euch dazu: Wie wuchtet man sorgfältig und professionell einen Heckrotor?
Ich habe nach dem Lesen dieses Artikels schon die Suchmaschine bemüht,
leider nur mit unbefriedigenden oder oberflächlichen Lösungen und Antworten.
Ich bin mir sicher, ein ordentlich gewuchteter Heckrotor tut auch allen anderen Heckrotorservos gut und sie danken es uns mit einem
langen und glücklichen Servoleben!

Danke für Eure Mühe!

MfG

Jürgen Kupke



Edited by - jürgenkupke on 01/01/2002 15:35:22

Elmar Avermiddig
01.01.2002, 16:58
Hallo Jürgen,

nur um die Aussage von Curtis bzgl. Auswuchten etwas zu relativieren:

Curtis ist Profi und in einem Interview mit ihm in der Rotor 11/2001 gab er an, seinen Heli auf einem \"Power-Table\" mit Messwertaufnehmern, Computer-Auswertung, Kennlinien und Frequenzanalyse zu optimieren... [img src=icon_smile_shock.gif border=0 align=middle]

Da \"normalen\" Piloten i.d.R. solche Möglichkeiten nicht zur Verfügung stehen, ist das Beste was du tun kannst, den Heckrotor dynamisch auszuwuchten. D.h. du treibst ihn mit einem Elektromotor (z.B. Minibohrmaschine) mit seiner Betriebsdrehzahl an, hälst ihn in der Hand und versuchst die evtl. Vibrationen zu minimieren.
Dazu kannst du z.B. versuchsweise einen Streifen Tesafilm auf ein HR-Blatt aufbringen und dich durch Verändern der Größe oder der Seite an die größte Laufruhe herantasten.
Sollte dir der Aufwand mit dem Koppeln von Motor/Herckrotor zu groß sein genügt es in den meisten Fällen schon, die einzelnen Blätter gewichtsmäßig zu vergleichen. Gerade bei Kunststoff-Spritzgußteilen habe ich schon Unterschiede bemerkt, die zwangsläufig zu einer Unwucht führen müssen und habe dann andere Paarungen gebildet.

Gruß
Elmar

Christian Rose
01.01.2002, 17:02
Hallo,
ich wuchte meine Futura Heckrotoren mit der Minibohrmachinen-Methode aus. Ein Streifen Tesafilm hilft hier schon oft wahre Wunder. Obwohl ich CFK Heckrotorblätter verwende brauchte ich bei meinen beiden Modellen je einen kleinen Tesafilmstreifen.

Viele Grüße
Christian

02.01.2002, 19:26
Hallo Jürgen!

Die Feinwuchtung mit Hilfe einer Mini-Bohrmaschine setzt immer eine vorherige Korrektur der Massenschwerpunkte an einer Pendelwaage voraus (gleicher Abstand der Blattbefestigungsschrauben wie beim Original-Heckrotor), sonst ergibt sich selten eine perfekte Feinwuchtung, die auch ein problemloses und vollkommen vibrationsfreies Hochdrehen des Heckrotors auf über 10.000 U/min gestattet.
Die Methode habe ich übrigens erstmalig 1988 erprobt und damals in der FMT beschrieben. Seitdem ist mir noch nichts Besseres eingefallen.

Vergiß nicht, meine guten Wünsche für 2002 auch Deiner Carmen zu übermitteln
Herzlichst
Erhard

WiWo
02.01.2002, 21:25
Vorsicht! Mit Feinwuchten ist dem Problem nur bedingt beizukommen, die Empfehlung, das DS 8417 als Heckrotorservo einzusetzen, wurde von Graupner zurückgenommen!
MvG

WiWo