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Vollständige Version anzeigen : Propellermomentgewichte


chris
06.01.2002, 14:39
Hallo Zusammen

hat jemand von Euch schon einmal versucht die Rückstellkräfte am Heckrotor durch den Einsatz von Propellermomentgewichten zu reduzieren?

Für jede Hintergrundinfo wäre ich dankbar!

so long

chris

siXtreme
06.01.2002, 17:11
Bei meinem Genesis habe ich mit solchen Gewichten experimentiert. Habe dazu den Rotorkopf abgeschraubt und eine Bohrmaschine draufgesetzt und den Umlenkhebel von Hand bewegt. Mein Ergebnis ist, daß die Ruderdruck fürs Servo geringer wird. Ob man das aber im Flug merkt ist meiner Meinung nach eine Glaubensfrage.
Gruß Robert

Christian Rose
06.01.2002, 18:23
Hallo,
ich habe bei meinen Futura Nova Heckrotor solche Gewichte montiert und bin beim Versuch mit der Bohrmaschine zum gleichen Ergebnis wie Robert gekommen. Bbwohl ich im Fliegen keinen Unterschied gemerkt habe, ließ ich sie montiert, da es die Servo-Lebensdauer erhöht.
Als Gewichte habe ich pro Blatthalter je 4 vier dicke Beilagscheiben verwendet.

Viele Grüße
Chris

Chris.Weiss
06.01.2002, 18:28
Könnt mir mal jemand die Theorie erklären die dahinter steckt?

mfg
Chris

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visit : http://www.rchelicopter.de - letztes update: 18. Dezember

Markus Zander
07.01.2002, 14:52
Hallo zusammen,
die Propellermomentgewichte benutze ich bei meiner BO 105. Da das Heck ( Rumpf ) mehr Masse als ein Heckrohr beim Trainer hat, benötigt der Heckrotor einen größeren Anstellwinkel beim steuern, der zum Anstellwinkel für den Drehmomentausgleich zusätzlich erforderlich ist.
Wird der Anstellwinkel größer, erhöht sich der Ruderdruck. Um diesen Ruderdruck entgegenzuwirken, werden Propellermomentgewichte verwendet. Die zusätzlichen Gewichte wollen physikalisch gesehen durch die Fliehkraft den größtmöglichen Abstand zur rotierenden Achse einnehmen, somit wird das Servo beim steuern durch die Gewichte unterstützt.
Im Flug ist das nicht zu merken, da die Anstellwinkel sich ja trotz der Gewichte nicht ändern. Vielleicht bei einem sehr schwachen Heckservo könnte man einen Unterschied beim Rücksteuern bemerken, denn da wollen die Geichte ja nicht hin, was aber bei den heutigen starken Servos und den schwerpuktkorrigierten Blättern nicht mehr spürbar sein dürfte.

Gruß Markus

Christian Rose
07.01.2002, 17:35
Hallo,
die PAGs, wie sie auch genannt werden, werden ja auch am Haupt- und Heckrotor von manntragenden Helis verwendet. Schaut euch mal den HAUPTrotor der Bo-105 an, auch hier sind PAGs montiert (die Doppelgewichte).
Ich flieg damit an meinen beiden Novas seit über 4 Monaten. Bin gerade dabei, mir Scheiben mit etwas schwereren Gewicht zu fertigen, da die normalen Beilagscheiben etwas leicht sind und man mehr davon braucht. Ich möchte pro Blatthalter nur 2 verwenden statt bisher 4.

Viele Grüße
Christian

Chris.Weiss
07.01.2002, 17:46
Wenn es denn wirklich u.a. das Hecktoro-Servo entlastet, wieso ist das noch nicht gang ung gebe ?
Irgend ein Haken wirds ja dann wohl auch geben, oder etwa nicht ?
(hat schon jemand Patent angemeldet? ;) )
mfg
Chris

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Michael Behrens
07.01.2002, 17:53
Hallo alle zusammen.

Die Gewichte am Hauptrotor haben eine andere Aufgabe.
Es sind Schwingungstilger , damit die Schwingungen vom Blatt
nicht so stark auf die Zelle übertraben werden.

Die Gewichte am Heckrotor der Bo haben auch noch eine andere Aufgabe.
Sie sollen bei unterbrochener Steuerung den Heckrotor so verstellen
das man damit Autorotieren kann ohne das sich der Hubschrauber um die Hochachse dreht.

MfG
Michael

awhelisi
07.01.2002, 22:30
Zitat aus Wolfgang Simon Buch Modellhubschraubertechnik für Fortgeschrittene. Ausgabe 1989!! Wenn sich nun der Rotor dreht, versuchen diese Gewichte infolge der Fliehkraft, eine möglichst weit vom Zentrum entfernte Bahn einzunehmen.( Zentrifugalkraft ), was ihnen jedoch nur möglich ist, wenn das Rotorblatt seinen Einstellwinkel nach der einen oder anderen Siete verändert.Die unerwünschte Neutrallagedes Blattes stellt für das Propellermomentgewicht die Bahn mit dem geringsten Abstand zum Zentrum dar; es wird auf das Blatt eine Kraft ausüben, die den Kräften entgegenwirkt, die es auf diesem Einstellwinkel einrasten lassen. Die Größe dieser gegenkraft hängt ab von der Masse des Propellermomentgewichtes und von seinem Hebelarm.
In der Praxis sieht das folgendermaßen aus.
Die Heckrotorblätter werden mit einer Gewindestange befestigt wobei rechts und links je eine Sechskantmutter + einer Stoppmutter aufgeschraubt wird und wobei die Gewindestange noch auf jeder Seite 3mm über die Muttern übersteht.

Alles Klar ?!?!

Gruß Arne

chris
14.01.2002, 22:33
Hallo Zusammen

danke für Eure Antworten!
Habe es letztes Wochenende selber mal ausprobiert und war von der deutlichen Reduzierung der Kräfte überrascht. Wäre interessant die Kräfte mit einer kleinen Federwaage zu messen...
Ob man es im Flug merkt, mag ich wie meine Vorredner) zu bezweifeln, vorallem wenn man schon ein starkes Servo drauf hat (in meinem Fall S 9250). Aber das Servo wird es einem danken, davon bin ich überzeugt. Habe wie Christian an jedem Blatthalter je 2 grosse U-Scheiben unterlegt.
Noch ein kleiner Tipp: alleine dürfte man so seine Schwierigkeiten haben, Heckrotor und Proxon zu halten und gleichzeitig am Umlenkhebel zu spielen...zu zweit geht es wesentlich einfacher und man spürt die Unterschiede VIEL besser.
Das gleiche gilt auch für das Feinwuchten. Alleine habe ich keine wirklichen Unterschiede gemerkt (man ist zu verkrampft beim Heckrotorhalten), doch als ich dann nur mit einem Finger leicht das Gehäuse \"streicheln\" konnte, merkte ich die frappante Unterschiede mit/ohne ca. 1.5 cm Tesafilm!

so long

Chris