Vollständige Version anzeigen : NT Schüttelt- NHP Schuld?
Hoglibogli
13.01.2002, 19:15
Ich habe vergangene Tage meinen NT instand gesetzt, nachdem mir vor ein paar Wochen ein kleines Malör passiert ist. Jetzt war ich heute los um zu kontrollieren ob alles passt. Leider mußte ich feststellen, daß der NT unterhalb von ca. 1500 Umin anfängt sich zu schütteln. Die Schüttelfrequenz schien mit der Rotorfrequenz übereinzustimmen, so daß die Vermutung nahe lag, daß am Rotor etwas nich stimmt. Ich hatte aber im Vorfeld alles peinlichst geanau justiert. Wieder zu Hause habe ich dann, weil ich nicht mehr weiter mußte, die Rotorblattlehre einfach aufs Blattende gesteck. Normalerweise schiebe ich sie immer so weit wie möglich in Richtung Blatthalter. Auf jeden Fall hatte ich hier ein anderes Ergebnis als an der anderen Seite des Blattes. Mit anderen Worten, daß Blatt ist minimal in sich verdeht. Ich weiß die Differenz leider nicht in Grad, aber sie ließ sich mit einer ganzen Umdrehung am Pitchgestänge ausgleichen. An dem anderen Blatt ist dies nicht zu beobachten. Die Blätter sind NHP Razorblade Pro. Ausgewogen habe ich die Blätter auch noch nicht, da ich selber keine Rotorblattwaage habe und bisher mit CFK Blättern noch keine Probleme hatte.
Was denkt ihr? Könnte das Schütteln von dieser minimalen Drehung kommen?
Ich werde die Tage noch mal andere Blätter testen.
Gruß
Vincent
Frank Herforth
13.01.2002, 20:07
Hallo,
es kommt darauf an,welches Malör Dir passiert ist und wo dein NT beschädigt wurde.Sind vielleicht die Kugelpfannen noch \"zu Stramm\",
Blattlagerwelle,Hauptrotorwelle,Heckrotorwelle krumm?
Klebe doch einfach mal auf ein Rotorblatt einen Klebestreifen um festzustellen ob es vielleicht an den Blättern liegt.
Es gibt ohne genaue Angabe einfach zu viele Möglichkeiten.
Gruß Frank Herforth
Christian Samuelis
13.01.2002, 20:21
Hallo Vincent,
meine Erfahrung mit dem NT ist, dass man schon kleine Spurlaufdifferenzen \"von einer Umdrehung\" beim Hochlaufen und beim Auslaufen des Systems in Form eines kurzen Aufschüttelns merkt. Ich habe mir angewöhnt den Spurlauf grundsätzlich aussen zu messen, da wenn ein Blatt wirklich mal verschränkt ist, der Effekt nicht so stark ist wenn die Blätter aussen die gleiche Anstellung haben, wie wenn sie innen die gleiche Anstellung haben. Probleme mit verschränkten Razor Pro Blättern hatte ich bis jetzt nicht, mir sind aber auch erst zwei Paar in die Finger gekommen, die waren auch gut gewuchtet. Ich weiss ja nicht wie groß Dein Malör war, aber wenn dabei die Rotorwelle im Zentralstück gebrochen ist, würde ich mal nachschauen, ob sie beim Abbrechen das Zentralstück nicht oval aufgehebelt hat. Das führt dann nämlich auch zu mehr oder weniger starkem Schütteln bei bestimmten Drehzahlen.
Viele Grüße
Christian
Hoglibogli
13.01.2002, 23:27
Haupt und Heckrotor sind von Jan instandgesetzt worden. Hauptrotorwelle und Lager habe ich getauscht. Das kann ich also alles ziehmlich sicher ausschließen. Die Riemen sind gemäß Anleitung gespannt. DIe Kugelpfannen laufen noch stramm, aber nicht wirklich schwer. Da werde ich mal ansetzen. Ich werde wie gesagt mir auch mal andere Blätter leihen und mal sehen ob es daran liegt. Die Auswuchtung der Blätter werde ich auch nochmal kontrollieren.
Soweit erstmal Danke
Vincent
Markus Zander
14.01.2002, 11:32
Hallo,
hier mal ein Tip von mir zum einstellen des Spulaufes. Geprüft wird er von mir an der Blattspitze.Früher habe ich es immer mit gleich langen Gestängen versucht,mußte aber immer auf dem Platz nachstellen, was bei meinem 4 Blatt der BO 105 ein mittelschwerer Akt ist. Nur mit der Blatteinstellehre und drüberschauen war auch nicht für beide Seiten befriedigend. Also was tun. Ich habe an der Oberkante der Blattlehre eine Libelle festgeklebt( aus ner alten Wasserwaage).Blattlehre auf Null-Grad feststellen und am Blattende befestigen.Am Sender Knüppelmitte einstellen. Auf der Libelle kann man jetzt die Abweichung sehen.Gestänge aushängen und nachstellen bis das Blatt im Lot ist.Mit der anderen Seite genauso verfahren. Spulauf fertig und garantiert O° in der Mitte. Bei gewünschten 4° in der Mitte erst eine Seite mit der Blattlehre einstellen (drüberschauen ob 4 °, evtl.korrektur Gestänge ), dann Blattlehre wieder auf Null Grad feststellen un den Pitchknüppel so lange betätigen, bis das Blatt im Lot ist.Nun die andere Seite ebenfalls durch evtl. Korrektur in Lot bringen.Fertig und 4° i.d. Mitte.
Gruß Markus
Hoglibogli
14.01.2002, 13:13
Hallo Markus,
so eine Libelle habe ich mir auch vor einiger Zeit auf meine Rotorblattlehre geklebt. Um die Paddelstange auszurichten, habe ich mir eine Libelle zum einhängen besorgt. Ob der Hubi gerade steht messe ich immer mit einer Wasserwaage am Chassis aus. Ich habe bisher allerding immer in der Nähe des Rotorkopfes gemessen, da ich davon ausgegangen bin, daß dies bei modernen (und sehr teuren) Carbonblättern keinen Unterschied macht. Ich habe jetzt noch mal alles am Blattende vermessen und werde mal testen ob es jetzt besser geht.
Gruß
Vincent
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