PDA

Vollständige Version anzeigen : Madenschrauben rausdrehen


20.01.2002, 15:06
Hallo,

nachdem hier schon öfters berichtet wurde, wie man verhunzte M3 Madenschrauben wieder rausbringt, möchte ich kurz eine weitere Methode schildern, die bei mir gerade eben zum Erfolg geführt hat.

Ausgangspunkt war ein gebrauchter Shuttle bei dem das Zentralstück vom Heckrotor mit der Hecklagerwelle mit einer Madenschraube verbunden ist. Um die Hecklagerwelle zu ersetzen, wollte ich das Zentralstück abmachen, aber die Madenschraube war schon total verdreht, so daß selbst die Methode mit dem Zollschlüssel nicht funktioniert hat. Außerdem war die Schraube wohl so mit Loctite festgemacht, daß man hier sowieso keinen Erfolg gehabt hätte.

Was tun? Mit einer Flachzange konnte man das noch raustehende Stück ebenfalls nicht greifen, also habe ich mich entschieden, die Schraube mit einem 2 mm Bohrer durchzubohren, was aber ebenfalls Probleme machte, da die Madenschraube gehärtet war.
Fazit: Ich habe ein 2 mm Loch auf ca. 3 mm Tiefe reingebracht, dann war Schluß. In meiner Verzweiflung habe ich dann eine kurzes Stück 2 mm Stahldraht in den Akkuschrauber gesteckt, diesen auf Linkslauf gestellte und bin damit in das Bohrloch. Durch die Hitzeentwicklung ist zunächst der Rest Loctite verdampft, dann hat sich der Stahldraht im Bohrloch gefressen und schon war die Schraube draußen [img src=icon_smile_big.gif border=0 align=middle]. Hat mich echt überrascht, von daher wollte ich euch gleich an der (für mich) neu gewonnen Erfahrung teil haben lassen, auch wenns jetzt ein bischen länger geworden ist.

Gruß
Achim

Rechtschreibfehler - Die gübts hier nicht!

Dieter F. Heinlin
20.01.2002, 15:46
Hallo Achim,
klasse Tip(p).
Das werde ich mal bei \"unpassender\" Gelegenheit ausprobieren!

Mit Holm- Rippen- und Heckrotorbruch
http://heinlin.bei.t-online.de

Dieter

Edited by - Dieter F. Heinlin on 20/01/2002 15:48:24

Krippo
20.01.2002, 20:42
Hallo Achim,

finde ich toll das du diesen klasse Tip allen zugänglich gemacht hast. Hab es gleich bei einem völlig verhunzten Kegelzahnrad ausprobiert, und hat echt super funktioniert

Gruß Christoph[img src=icon_smile_big.gif border=0 align=middle]

20.01.2002, 20:55
Danke [img src=icon_smile_blush.gif border=0 align=middle],

freut mich, daß es nicht nur ein einmaliges Erlebnis war, sondern auch bei anderen klappt.

Gruß
Achim

Rechtschreibfehler - Die gübts hier nicht!

21.01.2002, 18:13
Hallo

ich geb hier auch mal kurz meine Methode zum besten.
Also ich nehm immer einen Linksdrall Bohrer wenn sich diese mal wieder festgefressen hat und setze diesen auf die ausgelutschte schraube und gebe behutsam drehzahl meisstens iss die schraube in 2 sec draussen.



Gruß Sebastian

Martin Greiner
21.01.2002, 19:27
Sorry Sebastian,

aber meinst Du Linksdreher - das mit dem \"Bohrer mit Linksdrall\" will mir nicht einleuchten. Der Unterschied liegt doch nur in der Spahnabführung, in diesem Fall nach unten....
Was soll am Linksdrallbohrer anders sein, ach ja, läßt Du den etwa rückwärts laufen??? Bitte laß Dich dazu mal aus....

Gruß Martin

22.01.2002, 18:06
Hallo

Das ist ein Bohrer mit demm man zum Bohren \"Rückwärts\" ( was auch im er das ist *g*) rum laufen lässt ( hab ich aus der Arbeit müsste es eigentlich auch so zu kaufen geben ). ja ich lass ihn \"Rückwärts laufen.


Gruß Sebastian

Stefan Dorn
22.01.2002, 20:42
Hallo Martin,

er meint wirklich einen linksdrall bohrer. er verkanntet den, bis er sich fest frisst. gann geht es evtl.

allerdings ist dies die \" abenteuerlichste \" methode, von welcher ich je gehört habe und verstößt gegen meine berufsehre ( metallbauer )
[img src=icon_smile_big.gif border=0 align=middle].



Schönen Gruß
Stefan

Martin Greiner
22.01.2002, 22:55
Hi Stefan,

daher auch meine Frage (Industriemech.PT).
Wollte nur wissen, ob er nicht doch einen Linksdreher meinte....[img src=icon_smile_big.gif border=0 align=middle]

Gruß Martin