Vollständige Version anzeigen : Welche Gummis
RicoHeli
03.07.2005, 20:34
Hallo
Habe mal ne Frage.Welche Gummis solte ich für ein Alu Rotorkopf nehmen?Ich habe die roten und die blauen auf lager zu liegen? Fliege einen Raptor 50V2!
Mfg Rico
Hallo
am besten sind die roten also die härtesten. Mir ist er deswegen gestern runter gefallen weil ich zu weiche also die blauen drin hatte ( Blätter haben Heck abgeschlagen)
erik
oder die von Carbon Extrem. Hart für die Härtesten :D
Gruß
Mayk
ElmoBuscon
03.07.2005, 22:52
Hallo Rico,
das kommt auf deinen Flugstiel, Blätter, Paddel und bevorzugte Drehzahl an.
Harmonischer fliegt er mit den weichen Gummis. Wenn du sehr direkte zyklische Steuerung wünschst, dann die Härteren.
Daniel Jetschin
04.07.2005, 01:19
Hi
Erik ich hab dir doch schon nach deiner Heck-Beule gesagt tu die Roten rein.... aber nee.... wer nicht hören will muss halt zahlen :P
Andreas Plischke
04.07.2005, 09:43
Hallo,
um was für Gummis handelt es sich da. Habe nähmlich Probleme mit meinem
Rotorkopf. Und jetzt wollte ich mal Fragen wo gwnau die hinkommen? In meinem Bausatz waren keine blauen oder roten Gummis drin. Bin mir da ganz sicher.
Andy
Andreas Plischke
04.07.2005, 09:53
Sorry war mein Fehler.
Habe die gummis naturlich drin aber bei mir sind die gummis schwarz und nicht rot oder blau. Die Farbigen sind dann Tunning Däpmfer?
Andy ?(
AlexBonfire
04.07.2005, 09:57
@Erik:
Einschlag im Heck liegt definitiv nicht an den weichen Gummis. Auch wenn sie noch so weich sind, du wirst ein Rotorblatt niemals so weit runter biegen, daß es den Heckausleger berührt. Zu 99,9% sind dir die Blätter (oder ein Blatt) eingeklappt, erst dann schlägt es hinten ein.
Ich bin auch vorher die weichen (blauen) Gummi's problemlos geflogen, hängt davon ab, wie fortgeschritten du fliegst. weich = weichere Reaktion , hart = härtere Reaktion. Aber der Unterschied ist nicht so groß.
Auch wenn sie noch so weich sind, du wirst ein Rotorblatt niemals so weit runter biegen, daß es den Heckausleger berührt. Zu 99,9% sind dir die Blätter (oder ein Blatt) eingeklappt, erst dann schlägt es hinten ein.
Vielleicht auf Deiner Werkbank, wenn Du wüßtest welche Kräfte im Flug auftreten können...
AlexBonfire
04.07.2005, 15:29
Es wirken im Flug jedenfalls nicht so große Kräfte, daß ich damit das Blatt oder die Blatthalter beschädige.
Wenn ich's aber bis auf's Heckrohr runter biege mache ich was kaputt.
Wohingegen ein eingeklapptes Blatt - und wenn's nur ein bißchen abgewinkelt ist ganz ohne Kraftaufwand einschlägt.
Viktor Deri
04.07.2005, 16:19
Sorry Alex, aber das kann ich nicht recht glauben.
Franz hat in St.Johann bei knappen 200 u/min das Heck seines 90er abgeschlagen. Bei dieser Umdrehungszahl klappt sicherlich kein Rotor weg.
Moin,
und ob das da so weit runter kommt das Blatt. Da klappt auch nix ein.
Wenn nämlich das Blatt bei 2000U/min so weit schwenken würde, das es so weit einklappen könnte, dann würde sich, wenn es das täte, der Heli Aufgrund der enstehenden Unwucht schlagartig zerlegen tun ;) .
Es klappt also nix ein, das Blatt geht wirklich so weit runter.
Es ist immer wichtig, die richtigen Gummis dabei zu haben :D .
Gruß
Jörg
Timo Wendtland
04.07.2005, 16:53
Hi,
ich bin der selben meinung wie alex, auch mit der härtesten dämpfung bring man noch locker ein BS hin.
die blätter bewegen sich ständig im blatthalter und wenn man zuviel collektiv / zyklisch einstellt und gleichzeitig einsteuert gibts irgendwann nen strömungsabriss... auch bei 2000rpm
Gruß
Timo
Ringding
04.07.2005, 17:24
Wenn du dir das Video von Franz mal anschaust (Viktor Deri hat's hier in diesem Forum gepostet - [EDIT: ach, das bist du ja selber ;)]), wirst du hören, dass die Drehzahl zuerst extrem eingebrochen ist (wegen extremem Knüppelausschlag), und danach ist es eingeschlagen. So ist es eigentlich immer. Auch bei dem vor kurzem geposteten Video von Narndo v. Arnhem hier (http://www.runryder.com/helicopter/t180617p1/).
Abgesehen davon, dass außer dem verrückten Yamaguchi kaum jemand 2000 rpm am R90 fliegt (Franz hatte dem Sound nach ca. 1800), wird man es nur mit kaputten Gummis schaffen, bei so einer hohen Drehzahl einen Boomstrike zu fabrizieren. So wie Alan Szabo hier (http://www.visotech.at/~sr/heli/ASzaboTWboomstrike.wmv).
Timo Wendtland
04.07.2005, 18:16
oder wie beim Fury von Eric Larson.. ganz am ende vom video
ftp://helifreak:seevideo@ftp.helifreak.co...arsonBSFF04. wmv (ftp://helifreak:seevideo@ftp.helifreak.com/EricLarsonBSFF04.wmv)
der Fury Xtreme hat mit die härteste Dämpfung die ich bisher gesehen hab, im vergleich zum Rappi90 hat er einen größeren Abstand Hauptrotor / Heckrohr , ist dazu noch ein gutes stück leichter und trotzdem bekommt man locker einen BS hin.
Ringding
04.07.2005, 18:18
Hab das Video auch zufällig vor ein paar Tagen gesehen und war ganz verblüfft. Aber ich bin froh, dass ich auch mal einen Fury-Boomstrike gesehen hab. Nur abschneiden hätten sie's nicht müssen...
Es gibt auch irgendwo eins, wo JK mit einem Vigor einen Boomtick produziert.
Daniel Jetschin
04.07.2005, 18:39
Was hab ich da nur wieder angerichtet ...
Ringding
04.07.2005, 18:41
Wieso du? Du hast gar nix angerichtet. Wieso gibt's von deinem Boomstrike eigentlich kein Video? :D
Daniel Jetschin
04.07.2005, 18:50
Er wollte nur wissen welche Gummis und keinen Boomstrike sch**** :P
P.S ich hatte auch einen ? Beweis es :P
RicoHeli
04.07.2005, 19:50
Hi
Vielen Dank für die vielen Antworten. Ich fliege meinen Rapi bei 1700 - 1800 UpM. Flugstil ist Rolle, Louping, Rückenflug und das alles in einem weichen Flugstil. Welche Gummis wären für diesen Flugstil am besten? Ich würde die blauen probieren, oder?!
Gruß Rico :loeblich:
Viktor Deri
04.07.2005, 20:06
Habe bei mir die roten drinnen und bin zufrieden.
AlexBonfire
04.07.2005, 22:43
Wenn du weiter machen willst und vor hast wilder zu fliegen die Roten. Wenn du nur weichen Kunstflug machen willst die Blauen.
Zum Thema Boomstrike :
Ein viel eindeutigerer Beweis, daß ein Boomstrike im Flug (ohne Wegklappen!) vorkommen kann wäre, wenn mal jemand, der daran glaubt, seine Rotorblätter im Stand bis auf's Heckrohr runterbiegt und davon ein Bild macht zum Beweis, daß nix kaputt gegangen ist.
Ich behaupte es geht nicht. :D
Daniel Jetschin
04.07.2005, 23:17
Hi
Es sind ja nur nich die Blätter die sich Biegen, die Dämpfung spielt ja auch noch eine Rolle... ich hab mal den Kopf ohne Dämpfer zusammengesetzt, das Blatt konnte ohne Probleme bis zum Heckrohr schwenken. Bis auf Anschlag werden die Gummis wohl nicht zusammengedrückt, aber mus auch nicht... den Rest macht die Blattbiegung
Fly-So-High
05.07.2005, 06:53
Zum Thema Boomstrike :
Ein viel eindeutigerer Beweis, daß ein Boomstrike im Flug (ohne Wegklappen!) vorkommen kann wäre, wenn mal jemand, der daran glaubt, seine Rotorblätter im Stand bis auf's Heckrohr runterbiegt und davon ein Bild macht zum Beweis, daß nix kaputt gegangen ist.
..hast du sowas noch nie gemacht ? Woher weiss ich denn sonst ob die Blätter den Heckrotor treffen und wie mein Rotorkopf gedämpft ist - so bis 1-2cm vor das Heckrohr drückt man die Blätter auf alle Fälle auch im Stand und da wirken deutlich kleinere Kräfte als im Flug auf diese. Hast du schonmal gesehen wie man die Schlaghärte der Blätter ermittelt - da wirken noch ganz andere Kräfte als son bischen drücken wie du es hier vorschlägst - aber keine Panik Kampfschwebern passiert sowas nie .... :P
MFG Marcel
Moin,
reicht Dir auch ein Bild von den Paddeln die ein Heckrohr streifen? Das hätte ich sofort zu Hand :D .
Ich behaupte es geht nicht.
Und ich behaupte: Du hast keinerlei Ahnung. ;)
Denn statische und dynamische Blastung sind zwei paar Schuhe.
Gruß
Jörg
AlexBonfire
05.07.2005, 14:40
Ja dann postet doch mal nette Bilder von euren Raptoren und runtergebogenen Rotorblättern. :D
Falls es am Webspace scheitern sollte, den stelle ich gerne zur Verfügung - Bilder einfach per e-mail und ich setzte sie rein.
Ich hatte noch nie'n Boomstrike und ich würde mich nicht trauen meine Blätter am 50er so weit zu biegen.
Vielleicht liege ich ja falsch, ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.
@Marcel:
Klar werden die Blätter bei den Härtetests weiter gebogen als während des Fluges, dabei nehmen sie aber auch Schaden.
Sag mir doch mal ne Flugfigur, in der das mit'm Boomstrike besonders kritisch ist (außer Blade-Stop-AR) und ich werde sie mal nach-"Kampf-Schweben" und mir anschauen, was passiert.
Ringding
05.07.2005, 14:45
Es ist immer dann kritisch, wenn du beide Knüppel gleichzeitig nach hinten ziehst (vorausgesetzt Knüppel hinten bedeutet Negativpitch)
Also z.B. Rückwärtsrückenflug und plötzliches Raufreißen. Oder ein Piroflip mit schlechtem Timing.
Moin,
was bitte soll Dir denn das Bild beweisen?
Das man das Blatt statisch so weit nicht biegen kann?
Oder das man die dynamische Belastung eben im Stand nicht simulieren kann?
Ein Rotorblatt kann im Stand nicht so weit gebogen werden weil es eben keinen Zugkräften ausgesetzt ist.
Ich kann ja nicht mal meinen Raptor an den Blattspitzen anheben. Komisch das er trotzdem fliegt ohne das die Blätter brechen? Woran liegt das wohl?
Gruß
Jörg
Ringding
05.07.2005, 15:24
Grundsätzlich widerspreche ich dir nicht, aber etwas weiter innen müsstest du schon greifen. Der "Schwerpunkt" des Auftriebs befindet sich klarerweise nicht an der Blattspitze.
Moin,
das ist richtig, trotzdem knackt's, auch wenn ich bei der Hälfte greife und auch nur annähernd versuche die Beschleunigungswerte beim Wegsteigen zu simulieren. Komich nich? :D
Wie gesagt: woran das wohl liegt?
Heb' doch mal eine CH53 so 20cm von der Blattwurzel an ;) . Oder eine BO105 am Blattgriff (da knackst dann das Bendix Element weg :P ).
Der max. Auftrieb wird bei 3/4 Blattlänge erzeugt.
Gruß
Jörg
AlexBonfire
06.07.2005, 09:37
Du hast recht, das Blatt einfach so an einer Stelle hoch und runterbiegen ist falsch, das wäre eine rein punktuelle Belastung. Realistischer wäre ein "anfassen" der Blätter über die gesamte Blattlänge und sie in Abhängigkeit der Auftriebsverteilung zu verbiegen.
Uli Haslinde
06.07.2005, 10:14
Ich versuche mal einen anderen Ansatz:
Wenn das Einklappen die Ursache ist, dann stellt sich folgende Frage:
Können die Blätter einklappen und was wäre die Ursache?
Bei den üblichen Drehzahlen ziehen an den Blättern hunderte von Kilos. Ein Kraft, die das Blatt dabei einschwenken könnte, müsste die Fliehkraft überwinden können. Wenn man sich anschaut, wie weit das Blatt einschwenken muß, um das Heck zu berühren, müsste die Kraft enorm sein.
Jedenfalls wenn das Einklappen die Ursache ist, dann müsste man das am Einschlag auf dem Heckrohr sehen können. Durch das Einklappen verkleinert sich ja der Rotordurchmesser, entsprechend weit vorne müsste das Blatt einschlagen.
Ich habe noch eine andere Theorie:
Gewöhnlicherweise passiert das Einschlagen bei sehr hohen Einstellwinkeln und Extremfiguren. Vielleicht reisst dabei die Strömung ab. Dann würde das zuvor durch den Auftrieb vorgespannte Blatt schnell zurückfedern und eben bis zum Heckrohr zurückschwingen.
Ringding
06.07.2005, 10:48
Der Luftdruck auf dem schnell drehenden mit 18° angestellten Blatt wird wohl auch nicht so klein sein...
Moin,
Realistischer wäre ein "anfassen" der Blätter über die gesamte Blattlänge und sie in Abhängigkeit der Auftriebsverteilung zu verbiegen.
auch das ist 'falsch' und würde nur zu einem Bruch an der Blattwurzel führen.
Es zeigt das Du nicht verstanden hast worum es geht.
Ohne die Fliehkraft (oder auch Zentripetalkraft) am Blatt kann es nicht funktionieren. Man kann sowas 'im Stand' nicht simulieren. Und wenn Du jetzt sagst: dann zieh doch mit 100kg aussen am Blatt'. Schön, könnte man tun, nur wage ich dann zu bezweifeln das man das Blat überhaupt nochgebogen bekommt.
Die Kräfte die da wirken sind wirklich ungeheuer groß und eine 'Simulation' im Stand vollkommen sinnlos.
http://www.helihobby.com/videos/InflightRefueling.mpg
Da sieht man wie weit so ein Blatt runter kommen kann.
Gruß
Jörg
Uli Haslinde
06.07.2005, 11:21
@ Jörg:
Na ja, so falsch wäre das nicht die Blattbiegung entsprechend der Auftriebsverteilung und der Fliehkraft (ist übrigens die Zentrifugalkraft, nicht die Zentripetalkraft) nachzubilden.
@ Jörg: Das Video ist ja heftig, das "Betankungsrohr" liegt ja fast so tief wie das Heckrohr. Würde ja bedeuten das es möglich ist einen Boomstrike bei der Maschine zu schaffen. Oha 8o
Mal was anderes: Letztens hat es mir die Blätter nicht bei einem Blade-Stop-Auto zerrissen, sondern erst beim anschließenden Boomstrike :D
Wieso brechen mir die Blätter nicht beim freien Fall an der Blattwurzel ab? Die Frage ist ernstgemeint, liegt es an der Kräfteverteilung auf der Blattfläche?
Ringding
06.07.2005, 11:57
Wieso sollten sie? Die Luft strömt ja nur mit der Fallgeschwindigkeit vorbei, das werden sie ja gerade noch schaffen.
Yep stimmt, so hoch ist die Luftdichte dann auch nicht :D
Moin,
Uli hat räääscht ;) .
Ich meinte falsch in dem Sinne weil von Fliehkraft nicht die Rede war.
Da beide Kräfte den gleichen Betrag haben (Zentripetalktaft = Zentrifugalkraft) ist es eigentlich auch Wurst. Und warum die Zentrifugalkraft nur eine Scheinkraft ist wollen wir doch jetzt nicht ausdisskutieren? ;) Die Zentrifugalktaft würdest Du nur 'spüren' wenn Du auf dem Rotorblatt sitzt :D .
Von der CH53 gibt es noch weitere gruselige Geschichten. Blätter die das Cockpit zerschlagen (mit den drinsitzenden Piloten), abgeschlagene Heckausleger etc.
Hier passiert das aber meistens beim Auslaufen der Rotoren, wenn die Schlaggelenkschlösser nicht alle greifen und der Boardmechaniker pennt und dies nicht bemerkt.
Bei der Bell UH1D ist es auch kein Problem im Flug das Heck ab zu trennen.
Gruß
Jörg
So ein Fullscale-Pilot lebt ja dann um einiges gefährlicher, als wir... Davon habe ich wirklich noch nichts gehört. 8o
AlexBonfire
06.07.2005, 19:24
Nur mal ein Bild der CH 53 im Stand, da sieht mal, wie sehr hier der Rotorkopf nach vorne geneigt ist und wie nah die Blätter dem Rohr ohne Kräfteeinwirkung schon sind.
Bild (http://www.photovault.com/Link/Military/Marines/show.asp?tg=MYMVolume01/MYMV01P10_02)
Zur enormen Zentrifugalkraft:
Diese wirkt der Biegung des Blattes aber entgegen, sie bewirkt, daß sich das Blatt in Richtung der Rotorebene ausrichtet. Somit müssen die Kräfte, die das Blatt zu einer bestimmten Biegung bewegen also bei drehendem Rotor noch größer sein als bei stehendem.
Stefan Reusch
06.07.2005, 20:05
Hallo Leute,
Also ich denke mal dass auch das Verhalten des Kreisels im Raum ein gutes Stück dazu beiträgt dass manchmal Blätter ins Heck einschlagen.
Jedenfalls bei der Autorotation ist es meistens der Fall wenn der Heli mit hängendem Heck aufgesetzt wird. Der Rumpf geht schlagartig gerade und die Rotorebene verharrt weiter in ihrer Lage und schon rummst es.
Da iss ja auch nix mit Strömungsabriss oder einklappenden Blättern dabei (zumindest sehr oft, manchmal klappt auch ein Blatt ein).
Ich habe selbst noch keinen BS fabriziert und es wird bei meinem Flugstil auch nicht vorkommen aber ich schätze mal dass die Situation ähnlich ist.
Gruß
Stefan
Uli Haslinde
06.07.2005, 20:57
@ Stefan:
auch kein schlechter Ansatz. Nur, wie kommen sich Blätter und Rohr dabei denn näher? Biegt sich das Heckrohr mal eben nach oben? ;)
Also dann halte ich biegenden Blätter schon für wahrscheinlicher.
Nebenbei sei erwähnt, dass es sich bei deinem Beispiel meist um einklappende Blätter handelt. Durch den großen positiven Einstellwinkel, die geringe Drehzahl und den Landestoß klappen die nach hinten weg (und berühren dann evtl. das Heckrohr).
Erfahrene Piloten versuchen das zu verhindern, in dem sie mit dem Aufsetzen das Pitch auf neutral oder sogar negativ fahren.
Stefan Reusch
07.07.2005, 02:43
Hallo Uli,
Vergiss die einklappenden Blätter bei der AR, die meine ich nicht.
Wenn du ordentlich mit hängendem Heck deinen Heli hart absetzt kannst du das bei jeder Drehzahl provozieren wenn man nicht nachdrückt.
Der Emenegger Hans hat mir das anschaulich erklärt und es ist auch logisch.
Wenn ich nicht nachdrücke, also zyklisch nix steuere habe ich bei meinem Rotor ja nix anderes als einen Kreisel.
Der will natürlich seine Lage im Raum beibehalten und entwickelt hierbei eine enorme beharrungskraft die ein Physiker sicherlich berechnen kann (Bin Bautechniker).
Nur will beim absetzen das Heckrohr (und der rest vom Heli) schlagartig in die Horizontale und der Rotor kann nicht schnell genug folgen und kommt erst verzögert in die Horizontale und schon machts bumm.
Genau genommen schlägt hier das Heckrohr in die Blattebene ein, nicht umgekehrt.
Was hierbei allerdings nachgibt damit die Geschichte sich so verbiegen kann weiss ich auch nicht.
Gruß
Stefan
Moin,
@ Jörg: Das mit den, ins Cockpit einschlagenden, Blättern bei der CH 53 hatte aber wohl was mit, bei einer Wartung, vertauschten Hydraulikleitungen zu tun. Im Normalfall sollte soetwas also eigentlich nicht vorkommen. War aber echt schon horrormässig.
Gruss
Lars
Daniel Jetschin
07.07.2005, 08:34
Hi
Kann mir das grad nicht so vorstellen, gabs davon Bilder ?(
Moin,
Das mit den, ins Cockpit einschlagenden, Blättern bei der CH 53 hatte aber wohl was mit, bei einer Wartung, vertauschten Hydraulikleitungen zu tun. Im Normalfall sollte soetwas also eigentlich nicht vorkommen. War aber echt schon horrormässig.
soweit mir bekannt fallen die Schlösser durch 'Fliehkraft' :P bzw. eben deren fehlen zurück und sperren die Schlaggelenke damit die Blätter nicht runter klappen. Der Boardmechaniker muss beim Auslaufen des Rotors DRAUßEN auf den Rotorkopf schauen und kontrollieren ob alle Schlösser eingerastet sind. Tun sie das nicht, kann man das Triebwerk nicht abstellen.
Das ist hier 'verpennt' worden und ein Blatt hat das Cockpit rasiert. Bilder gibt es davon, die stelle ich aber nicht hier rein. Der Boardmechaniker ist schon genug gestraft.
Bei der UH1D ist es kein Problem mit ein bisschen hecktischem Geknüppel sich vom Heckausleger zu trennen. Liegt hier auch in der Rotorkopfkonstruktion begründet.
Zum Absetzen: da hab ich bei meinem R50 auch schon sehr spaßige Beobachtungen gemacht beim Landen nach der AR: hat man noch Fahrt oder timed falsch dann 'schaukelt' der Rotor schon sehr verdächtig Richtung Heckrohr bzw. das Heckrohr Richtung Rotor.
Das kann ich beim 50er und 90er beobachten. Der Acrobat oder NT z.B. mit eher '08-15' Dämpfung ohne richtiges Schlaggelenk macht das nicht.
Ich könnte mir vorstellen (Achtung: nur Vermutung!) das wegen des vorhandenen,zentralen Schlaggelenkes beim Raptor die Dämpfung deutlich weicher ausfällt als z.B. beim NT (merkt man wenn man drann rum spielt und mal die Blatthalter bewegt, das geht beim 90er Raptor selbst mit Alu Zentralstück und den roten Gummis deutlich leichter als beim NT).
Gruß
Jörg
Daniel Jetschin
07.07.2005, 11:05
Hi
Aber was gibts denn da zu verpennen ? Dann merkt man doch das Ding mit dem Schloss wenn die Triebwerke nicht ausgehen und dann hört er doch nicht auf zu drehen und ergo kein Einklappen ?( Das ist zu kompliziert für mich :P
Moin,
zum 'mitdenken':
Heli landet
Boardmeachniker steigt aus
Pilot senkt die Leistung / Drehzahl
Boardmechaniker gibt ok: alle Schlösser eingerastet (das ist hier nicht gemacht worden)
Pilot schaltet Triebwerke ab
Rotor kommt zum Stillstand.
Es gibt hier keine 'Automatik' die ein abschalten der Triebwerke verhindert. Dafür ist der Boardmechaniker verantwortlich.
Gruß
Jörg
Steffen Schröck
07.07.2005, 11:38
Hi Daniel,
Jörg meint, dass der Mechaniker aussteigen muss, schaaun ob die Schlösser drin sind und erst dann kann der Pilot ohne Gefahr die Triebwerke ausschalten!
Moin,
ist soweit alles in sich schlüssig, nur ist dieser Unfall nicht nach dem Flug passiert, sondern vorher. Die CH befand sich auf dem Rollfeld und rollte zum Start. Dann durch einen dummen Zufall hat der Rotor eben besagtes Cockpit abrasiert, als der Heli starten wollte. Dieser kam gerade aus ner grösseren Wartung und da sind wohl irgendwelche Leitungen am Rotorkopf vertauscht worden. Der Pilot hatte sich kurz vorher wohl noch über Vibrationen geäussert. Ich erhebe keinen Anspruch auf Richtigkeit, bzw. Vollständigkeit dieser Schilderung, aber zumindest war es das was man damals so mitbekommen hat. Habe zu dieser Zeit gerade in Mendig "gedient" und habe es quasi mit ansehen müssen.
Gruss
Lars
Moin,
ich glaube das ist der Unfall der hier in DE passiert ist. Wo der Hubschrauber sich beim Start zerlegt hat.
Ich meine einen anderen in den USA.
Gruß
Jörg
Hi,
das kann natürlich sein. Ich spreche von Mendig in 2000 irgendwas. Da gabs das auch. Aber wenn sich soetwas "häuft" spricht das aber ganz und gar nicht für diesen Typ.
Gruss
Lars
Uli Haslinde
07.07.2005, 19:07
Genau genommen schlägt hier das Heckrohr in die Blattebene ein, nicht umgekehrt.
Was hierbei allerdings nachgibt damit die Geschichte sich so verbiegen kann weiss ich auch nicht.
Dann denke mal darüber nach. Entweder biegt sich das Heckrohr nach oben oder die Blätter nach unten. Ob die Kreisebene dabei stabil im Raum steht, ist belanglos und dass sich die Blätter deshalb nicht biegen, ist eine falsche Schlußfolgerung.
Natürlich können sie sich verbiegen. Sie müssen es sogar, damit der Rotor-Kreisel stabil im Raum stehen bleiben kann. Sie nehmen damit die Energie des nickenden Landestosses auf uns so kommt es zur Berührung von Heckrohr und Blattebene (vorausgesetzt, man hat kein PVC Rohr als Heckrohr ;) ).
Die absolute Bewegung im Raum macht dabei tatsächlich das Heckrohr. Genau genommen ist es sogar das ganze Chassis, was sich bewegt.
Stefan Reusch
08.07.2005, 08:00
Hallo Uli,
Stimmt, genauso habe ich es gemeint und auch geschrieben.
Da es ja so ohne Strömungsabriss möglich ist die Blätter ins Heck zu schlagen kann es durchaus im Flug genauso sein.
Gruß
Stefan
p.s. Wenn jemand solch einen Vorfall auf Video hat könnte man vielleicht anhand der Einzelbilder erkennen was sich alles verbiegt.
Moin,
ich suche gerade das Video vom 'schlagenden Blatt'. Leider finde ich es im Moment nicht.
Die Kamera war auf dem Rotormast montiert und dreht mit dem Kopf mit, immer auf ein Blatt ausgerichtet. Da sah man sehr schon 'wie stabil' so ein Rotorblatt ist.
Gruß
Jörg
martin_fuerst
08.07.2005, 09:30
@Jörg
Dort?
http://www.wachsmuth.com/modell/download/downloads.htm
Unter Rotorblatt
LG
MArtin
Moin,
@Martin:
You, genau das ist es! :D ;) .
Es gibt zwar immer noch keinen Boomstrike zu sehen, aber wenn man bedenkt das da gerade so 1000-2000kg am Blatt 'ziehen' ist das schon nicht schlecht. Und hier 'völlig' normal und nicht etwa eine extra herbeigeführte Ausnahmesituation.
Gruß
Jörg
Uli Haslinde
08.07.2005, 11:09
Da es ja so ohne Strömungsabriss möglich ist die Blätter ins Heck zu schlagen kann es durchaus im Flug genauso sein.
Hallo Stefan,
das ist auch wieder so eine zweifelhafte Schlußfolgerung, da du mal eben die Ursache wegläßt (das Aufsetzen des Heckrohrs).
Im Flug treten die Belastungen nicht derart schlagartig auf. Bei so einem Landestoß treten kurzzeitig hunderte oder sogar tausende g auf. Im Flug hat man bisher "nur" Belastungen kleiner 100 g simulieren können.
@ all:
Die Unfälle der Großfliegerei haben wenig mit unserem Problem bei 3D Hubschraubern zu tun. In der Großfliegerei gibt es maximal zulässige Belastungen, die man nicht überschreiten darf. Gerade große Maschinen, wie diesen Hubschrauber, kann man jederzeit durch ein paar falsche Steuerinputs zerlegen.
Besonders kritisch sind dabei schnelle, gegensinnige Beschleunigungen. Das sieht man bei dem Betankungsvideo (wobei der Pilot nicht unbedingt etwas für das Abtauchen gekonnt haben muß. Das kann auch eine Turbulenz des Tankflugzeuges verursacht haben. Er hat aber dann aber wohl zu heftig gezogen und somit eine zu große, gegensinnige Beschleunigung erzeugt).
Stefan Reusch
08.07.2005, 11:40
Hallo Uli,
Deswegen habe ich geschrieben kann es sein und nicht dass es so ist.
Ob meine Schlussfolgerung allerdings zweifelhafter als die anderen in diesem Thread sind dass zweifele ich jetzt mal an ;)
Bevor niemand einen BS mit der Highspeed Kamera filmt und man es genau sieht ist das alles spekulation und jede Theorie ist so richtig oder Falsch wie die andere.
Hilfreich wäre sicherlich mal Weltweit die bekannten BS zu listen und zu vergleichen ob es mit einem bestimmten Heli öfter vorkommt oder ob es 3D Helis gibt die noch keinen BS hatten. Vielleicht kommt ihr da der Sache ja näher.
Gruß
Stefan
Daniel Jetschin
09.07.2005, 09:00
Hi
Also von dem was ich bisher gelesen hab (und selber durchgemacht ) trat es auf bei
Raptor 30-90, Sceadu und Freya, MA Fury, Vigor, Mille, mehr kann ich auch nicht sagen... aber wenn man mal die Videos vergleicht könnte man meinen ein Rappi zieht gegenüber einem Fury den kürzeren bei diesem "US zerstörungs-Stil" Weil auch bei dem 90er Rappen die Blätter nur 1-2 cm mehr Abstand zum Heckrohr haben als z.B dem 50er Crappy .. Ich könnte mal ein paar BS Videos aus meiner Sammlung zusammenschneiden , vielleicht hat ja jemand Spass am analysieren :) Mich würde aber wirklich interessieren ob das an der Dämpfung/Blattbiegung liegt oder dem einklappen... an meinen Crashblättern kann man das nicht wirklich erkennen weil einerseits an beiden Blättern die Randbögen zersplittert sind, andererseits ein Blatt an der hinteren Ecke des Randbogens ein Stück fehlt. Kann aber alles auch beim Einschlag passiert sein, von daher nicht reproduzierbar... Vom Heckrohr ist auch nicht viel brauchbares übrig.
Gruss
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