Vollständige Version anzeigen : Wolfgang's F3C-Tagebuch Saison II
Wolfgang Meyer
25.09.2005, 06:45
Und wie immer im Leben, ändern sich die Parameter manchmal schneller als man denkt...
Es hat sich bei mir einiges geändert und jetzt muß ich erstmal ein "Update" durchführen:
Als erstes habe ich mich von meinem JR Venture getrennt - nun werde sicherlich viele denken: "Der Depp, erst erzählt er uns wie toll der Vogel fliegt, schreibt eine Lobeshymne in der Rotor und kaum ist die Rotor erschienen verkauft er ihn? Der Kerl ist unglaubwürdig..."
Und wenn man es aus dieser Warte betrachtet, ist dieser Standpunkt sicherlich gerechtfertigt, aber ganz so einfach ist es dann doch nicht...
Ich halte den Venture auch weiterhin für den am besten fliegenden Heli in seiner Preisklasse, aber er hat (für mich!) einen gravierenden Nachteil und das ist: Die womöglichen Crashkosten... eine Haube kostet 234.- Euro und zu den Chassisplatten sagte mein Händler: "Mach sie lieber nicht kaputt", geschweige denn das ich Blätter flog die auch um die 200.- Euro kosten...
Als ich also begann das neue Programm zu trainieren merkte ich, daß das Portemonnaie im Hinterkopf doch immer mitflog und ich permanent Bammel hatte. Solange ich "bekannte" Figuren fliege ist alles in Ordnung, aber die Kuban-Sport-Rolle wollte mir mit dem Venture nicht so recht von der Hand gehen.
Im Gegensatz zu meinem Sceadu, bei dem ich ziemlich wenig Hemmungen habe...und dann kam Fehler Nummer zwei:
Ich habe auf einem Flugtag meines "Zweitvereins" jede Menge schöne Flächenflieger erlebt und schon kam wieder der "Haben-wollen" Bazillus ins Spiel, so einen Benziner mit ordentlich Hubraum wollte ich auch immer mal haben, also erstmal einen kleinen Flieger zum Trainieren und Abstürzen gekauft...nur leider bin ich nicht abgestürzt, sondern konnte innerhalb von zwei Tagen den Flieger einigermassen sicher durch die Luft bewegen und vor allen Dingen auch wieder runterbringen.
Und dann begann sie, die Phase der schlaflosen Nächte, die Sitzungen auf dem "Thron" mit tausenden von Katalogen auf den Knien, die endlosen Sessions im Internet auf der Jagd nach meinem persönlichen Traumflieger, die Auswahl bei den Flächen ist ja dermassen unübersichtlich, da kann man ja verrückt werden.
Schließlich war die Entscheidung getroffen, nur ist mein persönliches Budget leider nicht unbegrenzt und daher musste ich mich von etwas trennen, also wieder schlaflose Nächte, Kataloge auf dem Thron und so weiter...
Schließlich fiel mir die August Rotor in die Hände und beim zweiten durchlesen (ich lese die Rotor immer mehrmals, man findet immer nochmal was Neues) stieß ich auf die neue Freya Evo...anscheinend hat Hirobo alle Kritikpunkte an meiner "alten" Freya ausgemerzt und beim Sceadu Evo hat das ja auch schon funktioniert...also schlaflose Nächte, Kataloge auf dem Thron... :D
Irgendwann fiel dann die Entscheidung: Ich trenne mich (schweren Herzens) von meinem Venture, kaufe die Evo und meinen Traumflieger (wer es wissen will: die Pitts S12 von www.eurolight.aero, von einer Pitts habe ich schon als Bubi geträumt) und dann schauen wir mal weiter...
Gesagt getan und nun warte ich sehnsüchtig auf die Paketdienste...die Evo müsste eigentlich Montag eintreffen und ich werde dann über den Bau und vor allem den Erstflug berichten...
Der zweite Parameter der sich geändert hat, ist das ich in Zukunft beim Training und bei der Abstimmung wohl auf mich alleine gestellt sein werde, da JMM und ich festgestellt haben, daß wir in manchen Dingen grundlegend andere Ansichten haben. Das ist zwar schade, aber irgendwann muß man ja den Sprung vom Nichtschwimmer- ins Freischwimmerbecken wagen :D
Die beliebte Reihe "Muuß vs. Meyer" wird in Zukunft also wohl ersetzt werden durch die Reihe: "Die unendlichen Heliprobleme des Wolfgang M."
Aber irgendwie werde ich durch Try and Error auch zum Ziel kommen, das wird auf jeden Fall spannend und ich freue mich schon darauf!
Schwierig wird es in jedem Fall eine "Zwitterabstimmung" zu finden, da ich eben etwas mehr mit dem Heli "zappeln" möchte, er muß aber auch noch sauber geradeaus laufen...beim Sceadu entnehme ich einfach je nach Fluglaune etwas Gewicht aus den Paddeln, aber bei der Freya möchte ich eigentlich eine endgültige Abstimmung finden.
Diese wird wahrscheinlich ziemlich wendig auf Kosten des Schwebeflugverhaltens, aber ehrlich gesagt ist mir meine Platzierung beim Wettbewerb nicht mehr ganz so wichtig, man muß dem Nachwuchs ja auch mal eine Chance gönnen :P :P :P
Es ist ja auch noch nicht sicher, ob ich nächstes Jahr tatsächlich starte, aber es hat noch nie geschadet vorbereitet zu sein...
So, das waren erstmal die News und demnächst geht es weiter...
Wolfgang Meyer
30.09.2005, 10:18
So und nun die neuesten Neuigkeiten...
Am Montag traf denn endlich meine neue Freya Evo ein (warum vergeht die Zeit eigentlich immer so langsam wenn man auf einen Baukasten wartet :D ) und schon begann die wilde Schrauberei...obwohl ich wirklich jeden Tag vor und nach der Arbeit geschraubt habe, war sie gestern erst fertig für den Erstflug - wenn auch noch ohne Dekor.
Also gestern nachmittag nichts wie raus auf den Platz und voller Neugierde die Freya vollgetankt.
Sie sprang sofort an ( O.S. halt :D ) und lief schön ruhig, also auf den Platz gestellt und weit weggehen, man weiß ja nicht was beim Erstflug alles wegfliegt, auch wenn ich den Heli wie immer fast in Schraubensicherung gebadet habe.
Aber es passiert nichts, ausser das die Freya abhebt und vor mir schwebt...dann fängt das Heck auf einmal an wild hin und her zu zucken, so ca. 20cm nach links und rechts, dazu trompetete der Motor bei irrwitzigen Drehzahlen, nicht schön anzusehen...
Also erstmal gelandet und die Kreiselempfindlichkeit kontrolliert, ich fliege einen JR G7000T (wie Hiroki Ito auch :P ), leider ist dieser Kreisel zwar sehr gut, aber die Abstimmung ist schon etwas komplizierter - man muß mit der Hebellänge so lange rumexperimentieren, bis man im Flug eine Empfindlichkeit von 80% fliegen kann und der Heli im Schweben trotzdem wie angenagelt steht, also wieder eine Menge Möglichkeiten alles falsch zu machen...
Die Anleitung schreibt einen Bohrungsabstand von 16-18mm vor, mit diesem Abstand erreiche ich jedoch nur eine maximale Empfindlichkeit von ca. 50%, also zu wenig.
Nun erfuhr ich, daß die Japaner einen Bohrungsabstand von 12mm wählen und so auf eine Empfindlichkeit von ca. 80% im Flug kommen, ich wählte für die Freya mal das Mittelding und habe einen Abstand von 14mm verbaut. Kreiselempfindlichkeit hatte ich für das Schweben auf 100% und für das Fliegen auf 80% voreingestellt, nun zuckte die Freya arhytmisch vor mir herum und ich war etwas verunsichert, wo nun der Fehler lag...
Also erstmal die Empfindlichkeit runter geregelt und den Motor etwas fetter gedreht (das letzte mal bin ich bei warmem Wetter geflogen) und wieder abgehoben - das Heck steht etwas ruhiger, zuckt aber and und zu noch mal zu einer Seite, die Freya krakeelt immer noch bei höchsten Drehzahlen...also erstmal die Schwebefluggastrimmung etwas herunter gedreht und vorsichtig die ersten Achten geflogen...das Heck zuckt ab und zu mal aber ansonsten alles o.k.
Dann geht mir durch den Kopf - sind es vielleicht Störungen von den anderen Digiservos? Der G7000 reagiert da ziemlich heftig drauf, deshalb habe ich das Sensorelement extra weitestmöglich entfernt aufgeklebt...
Naja, es hilft nichts erst mal hochschalten und mal gucken, wie so die zweite Flugphase ist. Die Freya dreht hoch und alles scheint bestens, bis auf ein paar sporadische Zucker und der Motor klingt irgendwie immer noch zu mager.
Nun war ich von meiner Venture Einstellung des Motors schon reichlich Klicks in Richtung fett gegangen und es klingt immer noch scherbelig? Also weiter aufgedreht und wieder geflogen - es klingt immer noch komisch...
Naja, erstmal einen Turn und ein bißchen von links nach rechts geflogen, die Freya läuft ganz gut geradeaus, will allerdings immer leicht nach unten...ich hatte das Höhenleitwerk allerdings noch nicht beklebt, so daß der Stabilisierungseffekt durch das offene Leitwerk sicherlich nicht ausreichend war.
Dann mal eine Rolle angesetzt und dann kam die große Überraschung: Mein Venture war aus dem Baukasten heraus zu träge und musste das Rollen erst lernen, die Freya fliegt keine Rollen, sondern seitliche Überschläge :D , die Rollrate ist trotz voll bestückter Originalpaddel ziemlich hoch und ich hatte schon einen Dual-Rate von 90% eingestellt, also noch weiter nach unten drehen, die Rollen gingen auf jeden Fall so problemlos, daß ich gleich die Zweite hintendranschob, das war wirklich schön...
Nun war der erste Tank leer und der Heli war kurz auf dem Rücken (Zitat Tobias Wagner: Ein Heli muß bei dem ersten Flug auf den Rücken, sonst wird er schwul :D ), eigentlich war alles bestens, bis auf die sporadischen Zucker am Heck und den mageren Motor, den Motor also noch fetter gedreht...
Nachtanken und wieder abheben zum Schweben, die Schwebegaskurve hatte ich etwas korrigiert, daß die Freya etwas weniger dreht...und was war das? Die Freya jammerte mager herum und drehte sich fast tot, nun hatte ich doch schon reichlich fetter gedreht, aber es hilft nichts, also noch fetter...abgehoben, der Motor jammert genauso wie vorher, also beide Nadeln einfach mal extrem aufgedreht - beide eine halbe Umdrehung auf, abgehoben, der Motor jammert immer noch...ich war mit meinem Latein am Ende...
Wie ich mir den Heli so genau anschaue, entdecke ich, daß ich nach dem Volltanken vergessen habe, die Spritklemme aufzumachen, es ist mir schleierhaft, wo der Motor überhaupt Sprit herbekommen hat... :P Mann Meyer, man kann sich das Leben auch wirklich schwer machen...
Also sich mal vor die Stirn gehauen und die Klammer aufgemacht...die Nadeln wieder ein Stück zugedreht und schon passte das.
Die Nadeln sind trotzdem erheblich weiter aufgedreht, als bei meinem Venture, aber ich vermute, daß das mit dem neuen verwendeten Spritschlauch zusammenhängt, der neue Spritschlauch hat einen größeren Innendurchmesser und ich vermute, daß sich dadurch die Druck- oder Strömungsverhältnisse innerhalb des Schlauchsystems verändert haben.
Komischerweise waren bei dem zweiten Flug auch erheblich weniger Heckzucker zu verzeichnen, vielleicht war das System einfach noch ein wenig schwergängig? Ich werde erstmal so weiterfliegen und weiter beobachten...
Dann bin ich nach Hause gefahren um die Restarbeiten zu erledigen (Dekor)...
Das Dekor sieht ja wirklich gut aus, aber das Aufbringen ist eine absolute Schweinearbeit :P , das faltenfrei hinzubekommen ist schon fast eine Kunst, ich vermute, daß das neue Dekor das meistverkaufte Ersatzteil für die Freya Evo wird...
Um nun ein kurzes Zwischenresümee zwischen der Freya und dem Venture zu ziehen:
Von der mechanischen Ruhe eines Venture ist die Freya meilenweit entfernt! Die Freya läuft mechnisch nicht so leise und vibrationsarm, das spiegelt sich natürlich auch in etwas mehr Leben im Schweben wider.
Dafür hat sie den großen Vorteil, daß sie aus dem Baukasten erheblich wendiger ist und Schweben tut sie nach den gestrigen (windigen) Erfahrungen auch sehr gut. Sie hängt sehr (!) direkt an den Knüppeln und ich denke, daß sie eine hervorragende und günstige Basis für das Fliegen darstellt, wenn ich jetzt den Kreisel in den Griff bekomme und ein wenig Zeit in die Abstimmung investiere, wird das bestimmt ein hervorragender Hubschrauber - der allerdings vom Ton her eine Freya bleibt, der Sound ist natürlich nicht so schön wie von einem JR, aber wir sprechen hier auch von einem Heli der auch weniger als die Hälfte kostet...
Insgesamt würde ich also sagen: Absolut empfehlenswert !
Wolfgang Meyer
01.10.2005, 06:04
Machmal ist es ja wie verhext:
Gestern war bei uns traumhaftes Flugwetter und ich war natürlich dementsprechend "heiss" aufs Fliegen, also habe ich den Tag einen Schlag reingehauen um zeitig Feierabend machen zu können.
Als es dann endlich soweit war, nichts wie die Sachen ins Auto geschmissen und ab zum Flugplatz, schließlich will man sich ja auf das neue Modell einschiessen...
Also Sprit rein und los - und da war es wieder: Das Heck zuckt fröhlich von links nach rechts und diesmal wieder schlimmer...
So geht das nicht, also wieder einpacken und ab nach Hause, dort dann den Sceadu geschlachtet und den G490T in die Freya gebaut (ich liebe Kabelbaumarbeiten :D ) und wieder raus auf den Platz.
Sprit rein und hoch und siehe da; Zucken ist weg, der G490T scheint also deutlich unempfindlicher zu sein als der G7000T, naja ein wenig geflogen, das Wetter genossen und schon war der Tank wieder leer.
Als ich den Heli wieder auftanken will, kriege ich eine Diskussion mit: "Das schafft der nicht, heute abend holt sich den jemand" - "Der hat sich bestimmt was gebrochen" - "Den können wir nur erlösen - hol mal die Plattschaufel."
Ich bekomme lange Ohren und frage nach...da erfahre ich, daß im angrenzenden Knick ein junger Feldhase liegt, der zwar lebt, sich aber aus irgendwinem Grund nicht mehr rührt. Nun war die Diskussion, liegen lassen und der Natur den Lauf lassen, oder mit der Plattschaufel (wie furchtbar :( ) ums Eck bringen.
Beide Lösungen gefielen mir nicht, ich habe halt einen Faible für Tiere, also den Heli einpacken, einen Karton organisieren, den Hasen einfangen und ab mit dem Hasen ins Auto.
Dann 30km zu meinem Tierarzt gebrettert (warum habe ich kein Blaulicht auf dem Dach :loeblich: ) und den Hasen untersuchen lassen.
Er blutete aus der Nase und dem Maul hatte sich nach dem Abtasten aber anscheinend aber nichts gebrochen, vielleicht aber innere Blutungen - nun war die Frage was tun? Die Tierärztin meinte nur: "Ich kann ihm eine Spritze geben und dann müssen wir abwarten, nur wer nimmt ihn in Pflege?"
Also habe ich meine Regierung angerufen und mir die Freigabe erteilen lassen den Hasen mit nach Hause zu bringen, also den Hasen wieder in den Karton, von der Tierärztin einen großen Käfig bekommen, ab ins Futterhaus gebrettert und Heu und Futter besorgt, die Ehefrau ist inzwischen losgefahren und hat Feldsalat und Karotten gekauft und ab nach Hause.
Dort haben wir in unserem Gartenhaus (ich hätte ihn ja gerne mit ins Haus genommen, aber da ist es zu warm) dann die Krankenstation errichtet. Mittlerweile schien die Spritze auch zu wirken, denn aus dem Karton kamen leise Raschelgeräusche.
Also haben wir den Hasen in den Käfig gelegt und ihn in Ruhe gelassen, damit er sich erholen kann, er lag aber leider völlig regungslos auf der Seite, so daß wir schon wieder Bammel bekamen, er würde es nicht schaffen.
Aber wir konnten ja nichts mehr für ihn tun, also haben wir uns zurück gezogen.
Abends habe ich nochmal durchs Fenster geschaut und da hatte er sich im Käfig anders hingelegt, für mich ein gutes Zeichen, daß er vielleicht doch auf dem Weg der Besserung ist.
Nun habe ich wieder eine schlafarme Nacht hinter mir, weil ich immer an den kleine Kerl im Gartenhaus denken musste, ich hoffe er hat die Nacht überstanden und es geht ihm heute morgen besser, ich habe noch nicht nachgeschaut...
Ich möchte ihn wirklich nicht beerdigen müssen, das würde mich ziemlich mitnehmen, ich bin da nicht so robust veranlagt - also drückt dem Hasen die Daumen das er es packt...
Nun bin ich gestern also wieder nicht richtig zum Fliegen gekommen, aber vielleicht war das ja gar nicht so schlecht, wenn der Hase in einer Woche wieder gesund ausgesetzt werden kann. Ich will es mal hoffen...
Wolfgang Meyer
03.10.2005, 08:23
Fliegerisch gibt es wenig Neues, ausser das ich jetzt ein paar Flüge mit der Freya machen konnte und ich bis dato sehr zufrieden bin...
Einige werden sich vielleicht fragen: Was macht der Hase und deswegen werde ich jetzt völlig offtopic und mache einen Beitrag:
Pimp my Feldhase
Samstag morgen haben wir dann im Gartenhaus nachgeschaut und zum Glück atmete der Hase noch, allerdings machte er immer noch einen sehr leblosen Eindruck...da begann für mich die Frage: Bis wohin ist es Tierschutz und wann beginnt die Tierquälerei - verlängere ich evtl. nur seinen Sterbeprozeß?
Da meine Schwester Tierarzthelferin ist, habe ich einen ganz guten Draht zu ein paar Tierärztinnen, also habe ich angefangen rumzutelefonieren - es ist wie beim Helifliegen - frage drei Leute und du hast fünf Meinungen, eine Tierärztin meinte ich sollte den Hasen im Tierheim abgeben, die andere ich sollte noch ein wenig warten und meine Schwester sagte schließlich: Der Kleine hat mit Sicherheit eine schwere Gehirnerschütterung, warte mal noch einen Tag ab...
Also die Lösung mit dem Tierheim gefiel mir nicht besonders, da ich mir dann ein wenig "feige" vorgekommen wäre, so einfach die Verantwortung von sich schieben ist nicht meine Art, also haben wir den Hasen Samstag erstmal komplett in Ruhe gelassen.
Sollte er Samstag noch nicht von alleine gefressen haben, sollten wir ihn dann mit Alete Möhrchen Brei füttern - da hat man schon kein Kinder und muß dat Schiet trotzdem kaufen... :P
Als wir Samstag Abend aus Landesbergen zurück kamen, war es schon dunkel, so daß wir nicht erkennen konnten wie sein Befinden ist und wir wollten ihn auch nicht erschrecken, also haben wir ihn in Ruhe gelassen.
Sonntag morgen habe wir dann gesehen, daß er sich wieder nicht großartig gerührt hat und auch das Futter war noch unberührt, also Druckbetankung via 5ml Spritze mit Hipp-Möhrchenbrei...
Nach anfänglichen leichten Schwierigkeiten (was soll das Rumgetüddel mit der Spritze in meinem Maul?) begann er dann aber den Brei zu sich zu nehmen und dann konnte man förmlich zusehen wie die Lebensgeister langsam in ihn zurück kehrten, er hat schließlich zwei volle Spritzenladungen zu sich genommen und begann sogar den Kopf zu bewegen und sich alles zu begucken.
Die Erleichterung von Sandra und mir war ziemlich groß und wir haben uns dementsprechend sehr gefreut !
Ab dann bekam er alle zwei Stunden eine Ladung Möhrchen und Abends saß er sogar schon einmal kurz in seinem Käfig und lag nicht immer nur rum.
Heute morgen war er dann wieder etwas schlapper, aber schließlich hat ja jeder ein Recht Morgenmuffel zu sein, ich denke in zwei Stunden bei der nächsten "Raubtierfütterung" wird er schon wieder fitter sein...
Die Fütterung per Hand hat natürlich den Nachteil, daß er sich an den Menschen gewöhnt, so daß wir ihn wohl nicht einfach wieder auswildern können, wir denken, daß wir ihn in einem benachbarten Wildpark abgeben werden, dann können wir ihn auch besuchen - aber erstmal muß er jetzt zu 100% wieder hergestellt werden und ich schätze, daß er noch locker eine Woche im "Krankenhaus" bleiben muß, bevor er wieder richtig fit ist.
Wie der Kaiser sagen würde: Schau´n mer mal...
Wolfgang Meyer
06.10.2005, 06:10
Tja, nun ist es passiert...
Nachdem es die letzten Tage mit unserem Hasen eigentlich stetig bergauf ging, war er gestern sehr schlapp. Wir sind dann gestern abend zum Tierarzt gefahren und sie sagte auch schon: "Das sieht nicht gut aus, ich gebe ihm nochmal Cortison und ein Aufbaupräparat aber wenn er nicht langsam auf die Beine kommt, müssen wir ihn wohl bald einschläfern."
Also haben wir ihn gestern abend wieder in seinen Käfig gebracht und ich war der festen Überzeugung, daß die Medizin wirkt und er mir heute morgen fröhlich engegenschaut...leider war dem nicht so, als Sandra und ich ihn heute morgen wieder mit Möhrchenbrei versorgen wollten, lag er tot in seinem Käfig.
Die Heulerei war natürlich groß, man glaubt ja nicht, was einem so ein kleiner Kerl ans Herz wachsen kann. Letzten Endes sind wir zwar froh, daß er uns die Entscheidung Einschläfern oder nicht abgenommen hat, aber ich hatte doch sehr gehofft, daß wir ihn am Wochenende wieder in die Freiheit entlassen können.
Nun muß ich heute morgen also noch eine Beerdigung erledigen, der Tag fängt schon schei... an.
Ich werde wohl nachher fliegen gehen um auf andere Gedanken zu kommen und dann wird es bestimmt auch wieder fliegerische News geben...
Das Leben stinkt...
Wolfgang Meyer
15.10.2005, 08:20
Da ich z.Zt. geschäftlich in Dresden zu tun habe, ist natürlich asche mit fliegen, daher wird hier noch für ca. 3 Wochen Ruhe einkehren...mal schauen...
Wolfgang Meyer
22.11.2005, 17:26
So, endlich kehrt wieder etwas Ruhe ein und ich kann mal das Tagebuch updaten...
Ich schiesse mich immer besser auf die Freya ein und wenn sie mechanisch auch nicht so ruhig läuft wie ein Venture, so macht sie doch einen Heidenspaß. Meine Hemmungen auch mal neue Figuren auszuprobieren sind auf jeden Fall deutlich kleiner geworden...
Was mir an der Freya sehr gut gefällt ist die grundsätzliche Wendigkeit und Steuerfolgsamkeit des Helis, ich finde es leichter einen "hibbeligen" Heli elektronisch und mechanisch etwas einzubremsen, als einen "trägen Sack" zum Rollen zu bringen.
Da ich nicht mehr nur F3C fliegen möchte, sondern auch mal in Richtung "Weichei-3D" schiele, habe ich Freya komplett anders abgestimmt und jedem "reinen" F3C-Piloten läuft es bestimmt kalt den Rücken runter - aber mir machts Spaß !
Aus diesem Grund wollte ich mal meine Freya-Evo-Grundeinstellungen posten:
Als maximalen Pitchweg habe ich -11 und +11,5° eingestellt, das ging in meinem Fall nur durch Einhängen des Servo-Pitchgestänges am inneren Anlenkpunkt des mechanischen Mischers und gleichzeitigem "Aufdrehen" Pitchservoweges ( +/- 130%). Spätestens jetzt dreht es jedem sorgfältigem Schrauber den Magen um, aber anders bekam ich meine gewünschten Pitchwege nicht hin :D
Nun habe ich mir 3 (4 mit der AR-Phase) Flugphasen gebastelt, bei denen ich folgende Pitchwerte eingestellt habe:
Schweben: -4° Knüppelmitte 5° max. 9,5° ballistisch
F3C: -8° Knüppelmitte ca. 2° max 9,5° linear
"3D": -10° Knüppelmitte 0° max +10° linear
Autorotation: -6° ; max +11,5° linear
Die Pitchkurve in der Schwebeflugphase ist leicht ballistisch (in der Mitte erhöht) um die Trägheit des mechanischen Mischers in der Knüppelmitte etwas zu kompensieren, die anderen Pitchkurven sind alle linear.
Nun habe ich mir die einzelnen Flugphasen noch nach meinem gewünschten Steuergefühl mit DualRate und Expo versehen:
DualRate-Werte:
Nick: Schweben 70% ; F3C 90% ; 3D 100%
Roll: Schweben 70%; F3C 90% ; 3D 100%
Heck: Schweben 65% ; F3C 70% ; 3D 90%
Expo-Werte:
Nick: Schweben 20% ; F3C 20% ; 3D 15%
Roll: Schweben 20% ; F3C 15% ; 3D 15%
Heck: Schweben 40% ; F3C 50% ; 3D 30%
Wohl gemerkt, diese Werte sind rein subjektiv und gelten für JR-Sender und Gyro G490T, sie haben keine Allgemeingültigkeit ! Das muß jeder für sich alleine erfliegen, aber vielleicht sind sie als Anhaltspunkt zu gebrauchen...
Ansonsten bin ich vom Flugverhalten der Freya schon sehr begeistert, sie hat zwar ein paar Eigenheiten, die ich schon von meiner ersten Freya kenne, aber damit kann ich leben. So nimmt sie z.B. im schnellen Vorwärtsflug immer etwas die Nase nach unten, so daß ich immer leicht ziehen muß, damit sie geradeaus läuft. Mache ich die Nase etwas leichter, driftet sie beim Schweben immer nach hinten und die Rollen werde auch eierig, ich bin also am Überlegen, ob ich mal ein etwas größeres Höhenleitwerk versuchen sollte, aber z.Zt. steuere ich das einfach aus.
Mein Traingsprogramm ist aktuell etwas lasch, ich habe die Fahrtfiguren für das nächste Jahr so lange trainiert bis sie einigermassen sitzen (wer hat eigentlich die halbe Pirouette beim Push-Over erfunden, den sollte man in siedendem Öl kochen :D - es ist Wandertag am Himmel) aber die Schwebeflugfiguren habe ich bis jetzt fast überhaupt nicht trainiert, da habe ich im Moment einfach überhaupt keine Lust zu, sie hängen mir zum Hals raus...
Und der Schwebekreis wird sowieso immer ein Ei... :P
Spaß macht mir die Kuban-Sport-Rolle und der Turn mit halber Rolle (auch wenn ich nicht immer mit dem Turn bis zum absoluten Stillstand warte, ich schummel ein bißchen), die restlichen Figuren gehen so leidlich.
Die Doppelrolle wird gut, wenn ich mich zwinge mit Pitch dezent zu arbeiten, meistens gebe ich jedoch einen zu starken Pitchinput nach der ersten Rolle und der Heli geht mit der Drehzahl in die Knie, der Kreisel kann durch die Drehmomentschwankung nicht halten, der Heli biegt ab und voilà - fertig ist die Scheißrolle.
Manchmal gelingt mir aber eine Doppelrolle, da würde selbst mein "Duschkumpane" Rüdiger Feil blaß vor Neid - ein blindes Huhn trinkt auch mal einen Korn...meistens gelingen mir solche Rollen natürlich wenn ich ganz alleine auf dem Platz bin, wie sollte es anders sein.
Auf meinem Trainigsplan steht im Moment also eigentlich Fun-Fly, also Rückenschweben (geht immer noch nicht so richtig), Belgian Turns (einige schon wirklich schöne geflogen - Glück gehabt), und die Kuban-Acht (bis jetzt habe ich mich immer nur die erste Hälfte getraut), das Trainieren ist etwas in den Hintergrund getreten - warum?
Ganz einfach: Meine Teilnahme nächstes Jahr ist sehr in Frage gestellt, da ich vor kurzem erfahren habe, daß Sandra schwanger ist (keine Ahnung wie ich das gemacht habe :P ) und als "Wurftag" hat der Arzt den 06.06.06 berechnet (besser kann man es nicht timen), also mitten in der Saison, da wird eine Teilnahme nur wenn dann ganz spontan in Quedlinburg möglich sein und vielleicht dann schon mit Anhang in Bayern (die passive Teilnahme an F3C-Wettbewerben soll die für die geistige Entwicklung eines Neugeborenen unheimlich wichtig sein - das versuche ich zumindest Sandra zu erklären :D )
Daher habe ich im Moment andere Tauben auf dem Dach und wenig den Kopf für´s F3C-Fliegen frei, aber als Besucher werde ich mit Sicherheit kommen, nur als Kanonenfutter will ich mich auch nicht verheizen lassen, einige Mitbewerber haben bestimmt schon Hornhaut an den Fingern vom vielen Üben...
In disem Sinne, haut in die Knüppel ich melde mich in Zukunft etwas unregelmässiger und wahrscheinlich etwas weniger F3c-mässig...
Wolfgang Meyer
11.12.2005, 12:11
Irgendwie weiß ich z.Zt. nicht so recht was ich machen soll:
So ohne Wettbewerbsziel ist das zwanglose Herumfliegen irgendwann auch öde und da mir mein Trainingspartner und Pate im Verein fehlt ist das ganze ein wenig langweilig geworden...
Irgendwie macht das Trainieren alleine einfach keinen Spaß und wenn ich ehrlich bin, fehlen mir auch die Kommentare aus der "zweiten Reihe" von JMM, ich entwickel mich zwar fliegerisch weiter und habe auch meinen Spaß, aber es ist nicht dasselbe wir zum Anfang des Jahres...der "Druck" fehlt :D
Hinzu kommt natürlich, daß ich durch das Vaterwerden etwas verunsichert bin (klappt das alles, bekommst du das hin, kannst du mit deiner Selbständigkeit eine Familie ernähren, funktioniert der neue Einnahmezweig der Firma) und so grübel ich halt reichlich vor mich hin...ist wahrscheinlich normal, aber manchmal bekomme ich schon so kleine "Panikattacken" und frage mich, ob ich das alles so wuppen kann.
Naja es hilft nichts, irgendwie muß es ja weiter gehen, und ich hoffe, daß ich mir meine "Kurzurlaube" in Form von zwei Wettbewerbsteilnahmen zeitmässig leisten kann.
Da ich mich zwischenzeitlich etwas mit der Elektrofliegerei beschäftigt habe (Fläche aus EPP und T-Rex SE) bin ich da auch etwas auf den Geschmack gekommen, der "Arbeitsaufwand" zum Fliegen ist ja doch erheblich geringer, kein Hantieren mit Sprit, kein Gesiff und wenn man genug Akkus hat, kann man genauso "pausenlos" fliegen wie mit einem Verbrenner...und die mit E-Antrieben erreichbare Leistung ist schon manchmal erstaunlich...
Wie ich aber schon bei der Diskussion im E-Heli-Forum festgestllt habe, ist das Angebot an F3C-tauglichen E-Heli-Mechaniken äusserst überschaubar und daher bin ich da noch am Grübeln, ob ich das wagen soll, zumal ich mir drei Helis (Freya, T-Rex und ?) nicht leisten möchte, d.h. die Freya müsste weg, auch wenn ich mir ihr hochzufrieden bin...schwierig schwierig...
Aber irgendwie reizt es mich schon und dazu kommt, daß unser neuer Vereinplatz zwar eine Aufstiegsgenehmigung bekommt, aber es so aussieht, daß der Flugbetrieb mit Verbrennern nur bis 19.00 Uhr genehmigt wird, daß ist zwar noch nicht spruchreif, aber spätestens dann kommt man ins Grübeln, ob es nicht doch elektrisch weitergeht...
Mich würde mal die Meinung der Forumsmitglieder interessieren, ob ein generelles Interesse am F3C-elektrisch fliegen besteht und ob damit einigen "Newcomern" der Einstieg evtl. erleichert wird, weil sie sich zumindest nicht um den Motor kümmern müssen...und als zweites frage ich mich, ob man sich unter den Anfängern und alten Hasen im Norden nicht ein wenig "zusammenrottet" und einmal im Monat an wechselnden Orten ein kleines "Trainingsmeeting" organisert.
Bei diesen Mettings könnte man sich treffen und seine Probs und Tricks austauschen, nichts groß aufgezogenes, sondern einfach ein zwangloses Fliegen unter F3C-Interessierten...wenn da Interesse besteht, könnte man das ja ins Leben rufen.
Also Fragen über Fragen, ich glaube ich werde da mal ein paar Umfragen starten...irgendwie müssen wir ja mal wieder ein bißchen Leben in die Bude bringen
:D
Wolfgang Meyer
20.01.2006, 18:12
So, nun ist Schluss mit Daddeldu - die Anmeldung ist erfolgt und nun beginnt wieder der Ernst des Lebens...
Nachdem meine bessere Hälfte mir"gestanden" hat, daß ihr die Wettbewerbe viel Spaß gemacht haben und sie 2006 trotz dickem Bauch gerne mitkommen würde gab es kein Halten mehr - zwei Minuten später waren die Zimmer reserviert und die Anmeldung zu JM und Michael Thoma geschickt - so schnell macht man sich unglücklich... :D
Das Wichtigste zum Trainingsbeginn ist (für mich) sich den Figurenkatalog auszudrucken und auf dem Örtchen zu deponieren - für mich ist Trockenfliegen während der Sitzung auf dem Thron immer noch ein der besten Trainingsmethoden. :P
Bis Quedlinburg gibt es noch reichlich zu tun, als da wären:
1. Die Maschine auswählen und abstimmen
2. Schwebeflugfiguren trainieren (bis dato sträflich vernachlässigt)
3. Schokoladenseite wieder abtrainieren (man glaubt ja gar nicht wie bequem man ohne Druck ist)
4. 180° Autorotation versuchen (noch nie gemacht)
5. Pirouetten üben ohne Ende (habe ich aber immer mal wieder gemacht...)
Einige werde sich sicherlich über Punkt 1 der To-Do-Liste wundern - aber ich bin zu weich geworden. :D
Nachdem ich erst mal wieder Elektro-Erfahrung mit einem T-Rex gesammelt hatte, lernte ich ganz schnell die Vorteile des E-Fliegens kennen, also habe ich mir einen Acrobat SE zugelegt und der hat mich endgültig vom Elektrofliegen überzeugt - einfacher kann man nicht mehr Fliegen.
Für mich sind die Vorteile:
1. Sehr wenig "Rüstzeit", soll heissen: Die Akkus sind immer voll geladen (Konions) und wenn es die Zeit erlaubt bin ich binnen 10 Minuten auf dem Flugplatz und nach weiteren 3 Minuten in der Luft, beim Verbrenner musste ich immer erst alles zusammensammeln (Starter, Sprit, Pumpe, Glühakku usw.) dann erst Laden und dann ab zum Fliegen, d.h. ich hatte immer min. 45 Minuten Vorlaufzeit - die habe ich beim elektrisch Fliegen nicht.
2. Kein Gesiff mehr am Heli, kein Putzen nach dem Fliegen, einfach wieder in den Kofferraum und ab nach Hause...
3. Nicht ewig Sprit kaufen...
4. Nicht ewig Motoren überholen (mein persönliches Problem - ich habe min. alle halbe Jahr einen Motor gekillt und alle 20 Liter durfte ich Kugellager wechseln ("Erosion" in der Aussenschale, kein Rost)
5. Geringe Betriebskosten (bis zu einer gewissen Größe)
6. Leise und dadurch keine Flugzeitbeschränkung
Die Nachteile sind natürlich:
1. Hohe Anfangsinvestition
2. Keine Erfahrungswerte vorhanden (bei mir)
3. Aufwendige Ladetechnik vonnöten
4. Akkus nicht bezahlbar (ab einer gewissen Größe)
Aber letzten Endes überwiegen für mich die Vorteile, daß Hauptargument ist, daß ich einfacher und schneller zum Fliegen komme und das ist bei meinen etwas unkonventionellen Arbeitszeiten ein großer Vorteil - ich weiß halt häufig morgens nicht was der Tag so bringt und so kann es sein, daß ich mittags zwei Stunden Leerlauf habe und dafür Abends bis ewig in der Firma sitze, da kann ich mir keinen zeitaufwendigen Verbrenner-Vorlauf leisten.
Eine Zeit lang habe ich auch über einen Benziner nachgedacht - aber irgendwie ist das weder Fisch noch Fleisch und den Sound fand ich auch sch.... :D
Welcher E-Heli das nun wird kann ich noch nicht verraten - ich bin mir selbst noch nicht zu 100% sicher...jeder hat seine vor- und Nachteile, mal schauen.
So, das war nun erstmal wieder das Update - mehr gibt es demnächst wenn die Würfel gefallen sind...
Achja - ich hätte da noch eine schöne Freya Evo samt Motor, Dämpfer und Servos zu verkaufen, Kreisel und Empfänger brauche ich noch, aber ansonsten wäre sie flugfertig...inkl. 10 Liter gutem Sprit :P
Wolfgang Meyer
29.01.2006, 05:47
Die Wahl der Waffen (des E-Helis) gestaltet sich langsam zur Qual :P
Ich kann mich nicht zwischen zwei Konzepten entscheiden:
Variante A: 1,35m Heli mit 10s oder 6s
Variante B: Prototyp eines 1,5m Helis mit 10s
Beide Varianten sind in der Anschaffung ungefähr gleich eklig, aber beim Großen schrecken mich doch die Akkukosten gehörig ab, geschweige denn, daß bei einem Absturz auch mal ein Akku kaputt gehen kann, auf der anderen Seite ist das Flugverhalten beim Großen mit Sicherheit für meine Belange etwas besser und der "Anmachfaktor" der Mechanik ist heftig...allerdings würde ich diesen Heli erst in ca. 6 Wochen bekommen, was Einstell- und Trainingszeit natürlich arg verkürzt.
Für den Kleinen sprechen die erheblich geringeren Akku- und Folgekosten, sowie die einfachere Handhabung (den wirft man schneller mal in den Kofferraum) und der Anmachfaktor ist auch nicht ohne...und lieferbar wäre er auch sofort.
Nun grübel ich also seit einer Woche auf meiner Wahl herum und meine Meinung ändert sich minütlich, so langsam werde ich wahnsinnig...
Die Vernunft sagt 1,35m schließlich macht sich meine Tochter zur Landung bereit, aber auf meiner Schulter sitzt ein kleiner Teufel, der mich immer wieder die Bilder vom Großen anschauen lässt :P
Falls jemand also noch Entscheidungshilfen für mich in der Hinterhand hat - immer her damit!
Zum Training: Wir hatten gestern von unserem Verein aus ein kleines Hallenfliegen und da man in der Halle mit einem Acrobat SE nicht wirklich eine Kuban Sport Rolle fliegen kann, habe ich mal das Schwebeprogramm nach langer Zeit mal wieder vorgekramt - mein Gott war das schlecht !!!
Dafür das man in der Halle eigentlich ja völlige Windstille hat, waren die Pirouetten sehr "raumgreifend" sprich so eine 3-Feld Sporthalle kann ganz schön klein werden... :P
Der Schwebekreis ist als solcher auch nicht wirklich zu erkennen - da besteht also ziemlicher Handlungsbedarf.
Fairerweise muß ich zugeben, daß ich den SE nur sehr oberflächlich eingestellt hatte, da er ja eigentlich nicht für das F3C-Fliegen geplant war, so daß er immer leicht nach vorne links wollte - das macht sich in der Rückwärtsflugpassage des Dreiecks ganz hervorragend!
Also habe ich mich gestern Abend in Ruhe hingesetzt und die Taumelscheibe mit meiner neuen Taumelscheibenwasserwaage gerade gestellt, da sollte also heute deutlich mehr gehen :P
Ich werde mir also heute mal wieder die Fahnen ins Auto legen und wieder mit dem "Schwulenschweben" beginnen - da ist noch reichlich Verbesserungspotenzial vorhanden.
Packen wir es an....
Wolfgang Meyer
30.01.2006, 18:21
Alea jacta est - oder für alle Nicht-Asterix-Leser: Die Würfel sind gefallen...
Nach mehreren Wochen schlaflosen Nächten und endlosen Telefonaten und emails ist die Wahl der "Waffe" getroffen: Es werden die 1,5m...
Irgendwie konnte ich nicht widerstehen und nach vielen Flügen mit meinem Acrobat SE habe ich gedacht: Der Acrobat SE und ein Großer - das müsste die ideale Kombi sein.
An dieser Stelle möchte ich mich mal ganz herzlich bei Lutz Focke von LF-Technik bedanken und entschuldigen: Lutz hat wirklich alle Anrufe und emails geduldig beantwortet, nur um dann doch noch eine Absage zu bekommen, aber anstatt sauer zu reagieren hat er mir für die Saison noch alles Gute gewünscht - Respekt!
Mal schauen - der Trend geht ja zum Dritt-Heli :P (irgendwann???)
Jetzt beginnt natürlich die furchtbare Zeit des Wartens bis mein Neuer eintrifft - in dieser Zeit kann ich mir reichlich Gedanken über die Akkus machen, das Angebot ist so groß und gleichzeitig so klein wenn man bestimmte Vorstellungen hat - also wieder schlaflose Nächte :D
Am liebsten würde ich mehrere Akkus probefliegen und mich dann für einen entscheiden, aber das wird wohl nur schwerlich möglich sein...
Bis das Paket zusammengestellt ist wird es wohl März/April werden, die verbleibende Zeit bis zum ersten Wettbewerb ist also nicht gerade üppig bemessen, also bitte keine Heldentaten erwarten - Mut zur Lücke ist die Devise ... hat beim Abi schließlich auch geklappt.
Ansonsten werde ich jetzt erstmal mit dem Acrobat SE trainieren, das Schwebeflugprogramm kommt dabei naturgemäß etwas zu kurz, aber es lässt sich nunmal nicht ändern.
Bitte stellt Wolfgang in gesonderten Beiträgen oder PMs eure Fragen, damit dieses Tagebuch auch in zukunft leicht zu lesen bleibt. -gez: Fobbel
Wolfgang Meyer
31.01.2006, 04:43
Noch eines:
Bevor mein Postkasten überquillt und ich mich an der Tastatur verschleisse :D :
Ich darf und werde den Hersteller der neuen Mechanik nicht preisgeben, der Heli wird wahrscheinlich im Sommer 2006 veröffentlicht und bis dahin bleiben meine Lippen versiegelt - ich bitte um Verständnis...
Wolfgang Meyer
13.02.2006, 17:19
So, nachdem ich nun glaube ich alle Internetseiten dieser Welt gesehen habe, die sich mit dem Thema Lipo-Akku beschäftigen, muß ich sagen:
Kommando zurück und volle Fahrt voraus - wie Frank Fuchs ja schon anmerkte ist das elektrische Fliegen ab einer gewissen Größe schwer finanzierbar, ich habe diesen Hinweis nicht so ernst genommen, da ich einige "günstige" 10s Packs gefunden hatte.
Leider ergab die Rücksprache mit dem Hersteller "meiner" Mechanik, das alle Akkus die einigermassen bezahlbar waren, entweder aus Gewichts-, Platz-, Kapazitäts- oder Strombelastbarkeitsgründen ausschieden, so daß ich letzten Endes immer zu einem Mindestpreis von 600.- Euro für einen Akkupack gekommen bin.
Das alles mit dem Hintergrund das kein Mensch weiß wie lange die Packs halten und bei einer Mindestanzahl von 3 Packs wurde mir dann doch etwas zu heftig - ich habe für die "große" Mechanik auch abgesagt. (Ich werde sie mir sicher trotzdem irgendwann kaufen, sie ist einfach zu gei.., aber erst müssen sich die Akkupreise einpendeln)
Nun bleibt: Entweder doch der Roxxter55 oder weiter Freya Evo - mal schauen was die Zeit so bringt, aber eigentlich möchte ich keinen Verbrenner mehr fliegen - ich bin bequem geworden :P
Derweil vertreibe ich mir die Zeit mit dem Acrobat SE, die Fahrtfiguren kann man ja mit ihm auch hervorragend trainieren - nur die Schwebeflugfiguren habe ich bis jetzt fast völlig links liegen gelassen, wenn sich das mal nicht rächt.
Wolfgang Meyer
23.02.2006, 18:30
Jetzt kommt etwas - das hat nur sehr begrenzt etwas mit F3C zu tun, wer jetzt also Tipps oder Ähnliches erwartet, sollte lieber den "Zurück" Button seines Browsers drücken - wer auch mal Interesse an ein paar anderen Gedanken hat und auch mal selbstkritisch über sich selbst reflektiert, der darf weiterlesen... :)
Ich stand heute morgen mit einer Antriebs- und Lustlosigkeit auf, das war schon nicht mehr feierlich, ich fühlte mich schlapp und ich hatte keine Lust zu gar nichts - schon gar nicht zum Arbeiten.
Nun ist einer der Vorteile eines Selbständigen, daß er den Urlaub "nur" nach seinen Kunden planen muß, ansonsten kann er ihn nehmen wann er will - eigentlich passte es heute, aber irgendwie hatte ich ein schlechtes Gewissen, warum auch immer - vielleicht weil man sich als faul empfindet wenn man mal eine Tag kürzer tritt? Ich weiß es nicht.
Also habe ich mir erstmal Rufus geschnappt und bin mit ihm die übliche morgendliche Hunderunde gegangen und auf dieser Runde reifte die Unlust zu einer ausgewachsenen Aversion gegen die Arbeit - ich hatte einfach keine Lust, der Akku war alle.
Also habe ich meinen Kompagnon gefragt, ob ich heute einen Tag "blau" machen könnte und er gab mir problemlos "frei" (danke Holger).
Also erstmal Brötchen geholt und ausgiebig gefrühstückt, dann den DVD-Player mit "Desperado" gefüttert und ordentlich Beamten-Mikado gespielt (wer sich zuerst bewegt hat verloren :P ).
Gegen Mittag kam dann meine Frau zur Mittagspause nach Hause und ich habe uns dann erstmal was Schönes gekocht und anschliessend wieder - Sofa.....
So gegen halb vier denke ich: "Das Wetter ist eigenlich viel zu schön um nicht fliegen zu gehen...", also den Acrobat SE gepackt, den Hund ins Auto geladen und ab auf den Flugplatz gefahren.
Dort begann Rufus natürlich gleich jeden Maulwurfshügel einer eindringlichen Untersuchung zu unterziehen und immer ordentlich oben drauf zu pinkeln, damit bloß keiner von den schwarzen Buddlern auf die Idee kommt ans Freie zu kommen.
Derweil habe ich den ersten Akku in den Acrobat geschoben und beginne mit meinem üblichen Training: Ein paar Fahrtfiguren (Kuban Sport Rolle, Push-Over usw.) und zwischendurch immer wieder Rückenschweben (schließlich will ich irgendwann mit Daniel Jetschin um die Wette piroflippen :P )
So verging der erste Akku ohne besondere Vorkommnisse, Rufus inspizierte weiter den Flugplatz...
Beim zweiten Akku merkte ich bei den Rückenschwebeinlagen schon leichte Störungen zwischen den Ohren, der benötigte Raum wuchs und einmal hätte ich den Acrobat fast mit voll Positiv-Pitch in den Rasen betoniert - also war es an der Zeit mit den Rückenschweben aufzuhören und ein wenig "Standards" zu fliegen - so ging denn auch der zweite Akku dahin - meine Lust eigentlich auch, aber trotzdem wollte ich den dritten Akku noch ein wenig im Schweben quälen.
Also flog ich mit dem dritten Akku etwas willenlos durch die Gegend als plötzlich etwas Unerwartetes geschah: Etwas stupst mich von hinten an die Knie und zwischen meine Beine schob sich Rufus - entgegen seine üblichen Gewohnheit schob er sich nicht durch die Beine, sondern blieb zwischen meinen Beinen stehen und "genoss" mit mir das Fliegen, auf jeden Fall schien es ihm nicht unangenehm zu sein denn schließlich setzte er sich sogar noch hin und schaute mir zwischen meinen Beinen beim Fliegen zu.
Ich flog derweil mit dem Acrobat völlig willenlos irgendwelche Achten im Himmel herum und da passierte etwas, was ich leider nur alle paar Jahre erlebe:
Ich erlebte völlige Zufriedenheit und Entspannung - Rufus zu meinen Füssen, das schöne Wetter, die Ruhe meines Helis, all das führte zu einem Glücksgefühl als hätte man mich an eine Batterie angeschlossen und tankte mich gerade wieder auf!
Ich bin anschliessend mit Rufus spazieren gegangen und bin in einem völlig verlassenen Waldstück gelandet - dort war es so leise, daß es einem schon wieder laut vorkam und wieder durchströmte mich dieses Glücksgefühl - ich war hier:
Gesund und lebendig mit meinem Hund (leider ohne meine Frau) und es ging mir gut - der ganze Ärger mit Finanzamt, Berufsgenossenschaft, Bank, Kunden, Geldsorgen, Zukunftsangst - alles war vergessen, es zählte nur der Augenblick...
Aus dieser Stimmung heraus habe ich wenig über mich und mein Leben nachgedacht und mir kamen viele Dinge völlig unwirklich vor:
Anstatt einfach nur das Hobby zu geniessen und Spaß zu haben streitet man sich (ich) über Fragen wie: PCM oder PPM, JR oder Hirobo, Verbrenner oder elektrisch, Henseleit oder Roxxter, Sponsoring oder nicht...man setzt sich unter Druck mit der Teilnahme an der deutschen Meisterschaft und will unbedingt unter die ersten Fünf kommen, man zickt sich mit anderen - im Auge immer das Endziel:
Besser, schneller, höher, weiter.......
Ist es das? Oder sollten ich nicht zurück auf das Wesentliche kommen: Einfach nur Spaß am Hobby und am Leben zu haben? Ich habe eine wunderbare Familie, die bald noch größer wird, muß ich mich da noch weiter unter Druck setzen?
Ändere ich die Welt mit meinem Fliegen ? - Eher nein.
Ich werde in Zukunft versuchen das Ganze etwas gelassener anzugehen und mehr von diesen Glücksmomenten zu erleben - und wenn ich in meinem Leben keinen Piroflip schaffe und auf Treffen wegen meiner bescheidenen Flugkünste belächelt werde - na und, hauptsache es geht mir gut dabei!
Das soll jetzt nicht heissen, daß man nicht an der Bundesliga teilnehmen soll, im Gegenteil, aber vielleicht sollten wir es alle etwas lockerer sehen...mir geht das "Gezicke" hinter den Kulissen manchmal schon ziemlich auf den Sa.. und das ist wirklich nicht der Sinn der Sache.
Vielleicht fliege ich mit - vielleicht auch nicht - hauptsache es macht Spaß!
In diesem Sinne: Geht fliegen und habt Freude und schei..egal was ihr für eine Mechanik fliegt, oder was ihr fliegen könnt - geniesst jeden Flug und schraubt den Ehrgeiz etwas zurück, man hat mehr vom Leben...
In diesem Sinne - es grüsst Euch Euer Heliphilospoph - der jetzt mit seinem Hund spazieren geht und morgen wieder mit Elan in die "Schlacht" zieht :P
Thomas Boeseler
23.02.2006, 18:51
Hallo Wolfgang,
schön auch mal etwas anderes zu lesen als reine Technik-News !
Leider kommen solche Beiträge viel zu selten vor!
Ich kann deiner Begeisterung über den "puren Spaß am Fliegen" teilen und bin immer wieder wie ausgewechselt, wenn ich mit dem Sender in der Hand auf einem Flugplatz stehen kann.
Ein Sprichwort aus dem Osten besagt:
"Es ist egal ob die Katze schwarz oder weiss ist - Hauptsache sie frisst Mäuse!"
Sehr viele Piloten brauchen Modelle, Motoren, Figuren die noch weisser oder noch schwärzer sind :) - Vergessen dabei aber den Spaß an der wunderschönen Fliegerei.
Gruß Thomas
Wolfgang Meyer
09.03.2006, 05:47
So, nun wollen wir mal wieder technisch werden:
Vor ein paar Wochen habe ich ja den Roxxter55 bestellt und so traf nach einer "endlosen" Zeit (warum dauern die Wochen eigentlich doppelt so lange wenn man auf ein bestelltes Modell wartet :P ) endlich ein kleiner Karton von LF-Technik ein.
Ein kleiner Karton? Da kann doch unmöglich ein Roxxter reinpassen - aber das geht tatsächlich, es war sogar noch reichlich Luft drin...
Der Zusammenbau verlief sehr schnell und unspektakulär, dank CNC-Technik und CAD-Systemen ist die Passgenauigkeit ja heute kein Thema mehr. Faszinierend war aus wie wenigen Teilen so ein Heli eigentlich besteht wenn der Konstrukteur sich darüber Gedanken macht.
Leider verzögerte sich dank DHL die Lieferung der RC-Komponenten (Regler, Servos und Balancer) und Lutz konnte die Akkus auch noch nicht liefern, so stand der Roxxter erstmal ein paar Tage fast fertig im Hangar - zum Glück spielte ja auch das Wetter nicht mit, sonst wäre ich Amok gelaufen :P .
Aber irgendwann trudelte auch der Rest ein, so daß ich in einer "Unterhosen-Morgens-Schraub-Aktion" den Heli fertig stellen konnte und gestern noch vor der Arbeit zum Erstflug gekommen bin.
Also wie immer leicht *****erig alles nochmal kontrolliert, dann wollte ich die Drehzahlen einstellen - hat jemand schon mal versucht die Drehzahl eines weissen Rotorblattes über weissem Schnee zu messen :D ? Da kommen lustige Werte raus - also erstmal einen dunklen Fleck suchen, gar nicht so leicht, bis zum Horizont nur Schnee...
Aber zum Glück hatte der Platzwart den Vereinshüttenvorplatz geräumt - es war zwar wenig Platz, aber was hilfts...
Also die Drehzahlen eingestellt und den Heli auf der Wiese das erste mal abgehoben - und sofort war reichlich Leben in der Bude...der Roxxter fuhr bei jeder Windböe schön Fahrstuhl und ich hatte alles Hände voll zu tun den Heli einigermassen auf der Stelle zu halten.
Zugegeben, der Wind war schon recht bockig und der Roxxter ist aus dem Baukasten heraus natürlich rein auf 3D abgestimmt, aber so heftig hatte ich es mir nicht vorgestellt. Es war eine generelle Unruhe in der Mechanik, die ich so nicht erwartet habe - andere 3D-Helis (z.B. Acrobat SE) legen mehr "Eigenruhe" an den Tag...
Na gut, also erstmal die Expo und D/R Werte annähernd erflogen und dann die ersten Rundflüge gestartet - dabei fällt auf, daß der Roxxter auch bei der niedrigen Drehzahl (1450 U/min) sehr schnell Fahrt aufbaut und die Grundgeschwindigkeit sehr hoch ist - naja er sieht ja auch aus wie ein Zäpfchen, also muß er auch so "gehen" :P
Also die ersten drei Akkus habe ich dann mit softem Rundflug verbracht, da mir gesagt wurde, daß auch ein Lipo-Akku "eingeflogen"- und nicht gleich volle Pulle geknechtet werden sollte, wenn man länger etwas von ihm haben möchte.
Also habe ich mich zusammengerissen und den Idle1 Schalter in Ruhe gelassen...
Auf der Fahrt nach Hause dachte ich dann schon gleich über die Abstimmungsänderungen nach: Schwerere Paddel, kürzere Paddelstange, andere Rotorblätter, usw.
Und dann kam mir der entscheidende Einfall:
Schon beim Zusammenbau ist mir aufgefallen, daß der Rotorkopf ja symmetrisch ist (kann als Links- und Rechtsdreher aufgebaut werden) und das eine gewisse Ähnlichkeit zu Hirobo-Köpfen gegeben ist - allerdings wird der Blatthalter des Roxxter im Originalzustand von hinten und mit einem übersteuernden Delta3 angelenkt - bei der Freya Evo (die ich ja vom Fliegen sehr angenehm empfand) ist der Blatthalter von vorne mit einem rücksteuernden Delta3 angelenkt - warum also nicht den Kopf "umdrehen" und die Blatthalter von vorne anlenken mit einem rücksteuerndem Delta3 ???
Also habe gleich erstmal den Stephen Hawking des F3C-Fliegens angerufen (sorry JM - ich weiß du kannst ja Spaß vertragen :D ) und ihm meine Idee geschildert, er guckte sich den Kopf des Roxxter kurz im Internet an und meinte: "Ja das könnte gehen und das könnte auch deine Probleme beheben."
Also habe ich nochmal bei Lutz angerufen und gefragt, ob er das schon einmal Probe geflogen hat - er sagte ja, hätte aber keine großen Unterschied feststellen können - er meinte das Fahrstuhlfahren käme aufgrund des geringen Gewichtes und ich müsste die Pitchkurve etwas verändern. Aber ich könnte den Umbau mal gern ausprobieren...
Also war der Entschluss gefasst: Statt erstmal eine Kollektion an Paddeln und Paddelstangen sowie Rotorblättern zu kaufen, wird erstmal die vorhandene Mechanik den Bedürfnissen angepasst.
Also habe ich mich getsern Abend hingesetzt und eben den Kopf "umgedreht", war eine Sache von einer halben Stunde, alle Gestänge und Einstellungen konnten so bleiben wie sie waren - nur die Taumelscheibe fährt jetzt beim Pitchgeben endlich wieder hoch - beim Originalsetup ist es umgekehrt und machte mich auf der Werkbank ganz "wuschig" sieht halt sehr ungewohnt aus...
Wenn ich jetzt den Freya Kopf mit dem Roxxter vergleiche sehen sich die beiden jetzt sehr ähnlich, das delta3 ist beim Roxxter deutlich größer, aber der Kopf ist auch deutlich härter gedämpft - es könnte hinkommen, ich muß es halt ausprobieren, vielleicht heute vor der Arbeit :rolleyes:
Wolfgang Meyer
15.03.2006, 06:28
Ich war natürlich vor der Arbeit fliegen... :D
Der umgebaute Kopf hat sich sehr positiv bemerkbar gemacht - das Fahrstuhlfahren war trotz heftigerem Wind deutlich weniger ausgeprägt. Die Wendigkeit hatte unter dem Umbau nicht gelitten, also war mal wieder ein breites Grinsen in meinem Gesicht.
Lutz meinte zwar, der Umbau könnte sich eigentlich nicht in der Form bemerkbar machen und wies auf den Gewöhnungseffekt hin - ich allerdings glaube das es wirklich etwas gebracht hat. (Einbildung ist auch eine Bildung und vielleicht sind 3D-Piloten einfach unsensibel... :P :P :P ) Achtung Scherz !!!
Dann habe ich die ersten vorsichtigen Flüge in Idle1 verbracht und da muß man sich wirklich erstmal dran gewöhnen, die Grundgeschwindigkeit ist sehr hoch und der Roxxter reagiert sehr nervös auf Steuerbewegungen, also hatte ich erstmal damit zu tun den Roxxter elektronisch "einzubremsen".
Dann ist aber durchaus ganz witzig mit dem Roxxter nur so durch die Gegend zu "brüllen" und einfach nur die Geschwindigkeit zu geniessen, aber auch das wird irgendwann öde und deshalb habe ich dann gleich wieder bei JM angerufen und mit ihm die Änderungen der Paddelebene abgestimmt.
Der Roxxter war ja immer noch sehr agil beim Schweben und der sehr große Paddelkreis mit 3D-Leichtgewicht-Paddeln tat ja sein übriges - der nächste Versuch sollte also Paddelstange vom Hirobo Sceadu mit Sceadu Paddeln werden.
Also bei Jörg Tute bestellt und wie immer einen Tag später eingebaut - nun musste nur noch das Wetter mitspielen...
Irgendwann siegte die Ungeduld und ich ging mit dem Roxxter fliegen - schon beim Abheben merkte man sofort einen DEUTLICHEN Unterschied - ich hatte das Gefühl man hätte auch den Heli treten können, das hätte ihn auch nicht interessiert, also die Eigenruhe war schon heftig - nur die Steuerbewegungen kamen auch nicht mehr so knackig.
Also ab in Idle1 und die Referenzfigur geflogen (die Rolle) da merke am besten wie der Heli zyklisch so drauf ist. Also Anlauf genommen und die Rolle angesetzt und was dann folgte war die am langsamsten rollende Rolle die ich in meinem Leben je geflogen bin (ich dachte schon das Ding geht im Messerflug gen Acker weil sie so lange dauerte) aber gleichzeitig war sie schnurgerade und ohne großen Geschwindigkeitsverlust, eigentlich also rattengeil - mir persönlich nur mit zu wenig Rollgeschwindigkeit.
Also erstmal wieder die elektronischen Fesseln gelockert und den zweiten Versuch gestartet - besser, aber noch nicht gut.
Also bin ich gelandet und habe die Sceadu Paddel der Bleigewichte beraubt (die Paddel haben an der Nasenleiste Bleigewichte und dahinter Messinggewichte) und dann habe ich den nächsten Versuch gestartet.
Nun kamen wir der Sache langsam näher, die Rolle war von der Geschwindigkeit top und schnurgerade, also habe ich zum Spaß mal eine Dopppelrolle angesetzt - und dann kam sie, die: Oliver-Wessel-Beilngries-Gedächtnis-Rolle, schnurgerade, schnell und sauber ein optischer Genuss, wie ihn OW letztes Jahr in Beilngries mehrfach demonstriert hatte.
Da habe ich einfach mal wieder Glück gehabt und eine astreine Doppelrolle geflogen, natürlich wieder unter Ausschluss der Öffentlichkeit. :D
Ein Problem war aber immer noch da: Ich fliege eine völlig bescheuerte "Zwitterabstimmung", d.h. in Idle1 sind die Steuerausschläge elektronisch so begrenzt, daß man damit hervorragend F3C fliegen kann und in Idle2 (meiner Spaß-Flugphase) sind diese Begrenzungen dann aufgehoben um einfach mal ein wenig rumzubrettern.
Nun war ich schon in Idle1 bei Vollausschlägen angekommen, das "Brettervergnügen" hätte sich erledigt, also habe ich nach Absprache mit JM die Gewichtsverteilung in den Paddeln wieder verändert: Blei rein (4 Gramm) und Messing raus (8 Gramm) - mal schauen wie er jetzt geht, sonst muß ich die Bleieinlage noch kastrieren...
Aber das Wetter muß schon mitspielen und da sieht es z.Zt. nicht nach aus...das Leben stinkt :D
Wolfgang Meyer
21.03.2006, 18:10
So, mal wieder Zeit für ein kleines Update:
Letztes Wochenende war ich dann also Fliegen - diesmal nur mit Bleieinlage (sprich 4 Gramm). Vor dem ersten Flug dachte ich: Eigentlich könntest Du nochmal die Drehzahl messen, denn meist ist sie in "real" etwas niedriger als beim ersten Einstellen mit 0° Pitch.
Gesagt, getan und was kommt raus: Idle1 "nur" 1800 U/min, das geht ja gar nicht, also habe ich die Drehzahl mal auf 1900 U/min hochgedreht und bin fliegen gegangen...
Was dann kam ist schon ein wenig eklig - der Roxxter war ja bis dato wirklich nicht schwächlich, aber mit der höheren Drehzahl "ging" er nochmal deutlich besser, das ist teilweise schon etwas beängstigend :P
Allerdings war er durch die höhere Drehzahl jetzt wieder wendiger geworden, also eigentlich war die Bleieinlage jetzt wieder zu wenig - sinnigerweise hatte ich die Messinggewichte in dem strengen Glauben sie nicht zu brauchen zu Hause gelassen - ich Depp.
Also bin ich dann drei Akkus nur so rumgeflogen und habe mich versucht an den Druck zu gewöhnen - bis jetzt vergebens...ich Schisser.
Heute war dann der große Tag gekommen: Das Wetter passte, ich konnte mich für zwei Stunden unauffällig aus der Firma verabschieden und nichts wie weg auf den Platz - diesmal wieder mit Messing.
Auf dem Weg zum "Heliparkplatz" schlenkere ich mit meinem Akkuwärmekoffer so herum, als ich auf einmal ein lautes Zischen höre und Rauch aus dem Koffer quillt - ich also in voller Panik den Koffer aufgerissen und siehe da:
Obwohl ich die Kabel vom Akku mit Tape so festgeklebt habe, daß sie sich eigentlich nicht berühren können, hat ein Akku es doch irgendwie geschafft und einen "Kurzen" gebaut. Die Stecker sind vermort und der Koffer hatt jetzt auch ein lustiges Löchlein - der Tag war im Ar.... ich Depp hatte soeben eine 300.- Euro Akku gegrillt, so doof muß man erstmal sein, sch.....
Aber es hilft nichts, wenn man schon auf dem Platz ist - Fliegen!
Gleich beim Abheben merkte ich die 4 Gramm Mehrgewicht in den Paddeln, sofort war wieder eine herrliche Ruhe in dem Heli - das Schwebeflugverhalten war so wie ich es will - ruhig aber dennoch beim Gegensteuern direkt - einfach Traumhaft.
Also wieder ab zum Rollenfliegen und es kam wie es kommen musste: Die Rollrate war mir wieder zu niedrig, allerdings bin ich noch NIE (wirklich NIE) so gute Rollen am Stück geflogen wie mit dem Roxxter!
Ich brauche mich gar nicht großartig anzustrengen, die Doppelrollen sehen größtenteils aus wie aus dem Lehrbuch, wirklich sehr schön gerade und ohne großen Fahrtverlust - sehr harmonisch anzuschauen und sehr einfach zu fliegen.
Allerdings wie gesagt - ich möchte etwas mehr Rollrate haben - also werde ich jetzt wohl einen "Zwitter" bauen, d.h. die Messinggewichte werde ich etwas ausbohren, so daß sie nur noch 6 Gramm haben und müsste es perfekt sein - mal schauen.
Gewöhnungsbedürftig ist immer noch die hohe Grundgeschwindigkeit des Roxxter, ich sehe das allerdings mehr positiv, denn ich habe zum Spaß mal den Turn mit halber Rolle aus dem Sportprogramm geflogen und durch die hohe Grundgeschwindigkeit nimmt der Roxxter die Fahrt schön in die Steigfiguren mit - dafür das ich diese Figur das erste mal mit dem Roxxter flog war sie wirklich gelungen - insgesamt muß ich also mal eins klarstellen:
Es gibt einige Stimmen die behaupten ein 3D Heli wie der Roxxter könnte nicht wirklich geradeaus fliegen und wäre für klassischen Kunstflug überhaupt nicht zu brauchen - das ist schlicht falsch!!!
Wenn man sich etwas Mühe gibt und das Glück hat fachkundigen Rat zu bekommen (Zitat JMM: Jeden Heli kann man zum Geradeausfliegen bringen!) ist das wirklich machbar und ich selbst habe dem Roxxter ehrlich gesagt dieses Potenzial nicht in der Form zugetraut...sicherlich befinde ich mich immer noch in der Eingewöhnungsphase was das Elektrofliegen und den Roxxter angeht, aber ich bin zuversichtlich, daß ich mich recht schnell auf ihn "einschiessen" werde und dann gnade Euch Gott! :P
Ich denke ich bin meiner Wunschabstimmung nun schon zu 90% nahe gekommen und kann so langsam das Training beginnen...wenn es denn die Zeit zulässt.
Ach so, der Akku: Nach dem Testflug bin ich dann also mit dickem Hals nach Hause gefahren und habe mir das Malheur dann erstmal genauer angeschaut und bei genauerer Betrachtung entpuppten sich die "Schmauchspuren" als Reste vom Koffer - bestand vielleicht doch noch Hoffnung?
Also mal schnell die Spannung messen: 41,2 Volt, also mal testweise den Balancer anklemmen, der sagt auch alles O.K.
Also einfach mal die Stecker ablöten und durch neue ersetzen und dann unter Aufsicht den Akku ans Ladegerät geklemmt: Er scheint es überlebt zu haben, der Lader hat 76 mAh nachgeladen und auch sonst scheinen keine Auffälligkeiten aufzutreten, puuuhhhh!
Trotzdem übernachtet der Akku heute nicht im Haus, aber die Laune ist schon erheblich gestiegen, ein Telefonat mit Lutz ergab auch, daß die Zellen recht robust sind und auch mal einen "Deppen" über sich ergehen lassen... :P
Mal schauen, wäre ja schön wenn sie es mir nicht übel genommen haben - und ab jetzt lagere ich meine Akkus nur noch mit "Gummi" über der Banane.
Wolfgang Meyer
23.03.2006, 17:51
Heureka!
Ich glaube das ist griechisch und heisst: " Ich hab´s" so hieß es zumindest mal in der Sendung mit Maus... :D
Ich war heute fliegen und bin schlicht glücklich, weil ich "meine" Abstimmung gefunden habe und ich vom Flugverhalten des Roxxters jetzt wirklich begeistert bin. Nachdem die ersten Flüge ja doch etwas "ernüchternd" waren habe ich nicht geglaubt, daß ich mit dem Heli an diesen Punkt komme.
Ich habe die Messinggewichte um 2 Gramm erleichtert (einfach auf der Drehbank eine Bohrung D 3mm 33mm tief gebohrt) und sie mit dem schwereren Ende nach aussen in die Paddel geschoben und das Ergebnis ist gigantisch - ich habe jetzt wieder meine heißgeliebte "Zwitterabstimmung"!
In Idle1 ist Geradeauslauf geradezu bestechend, Rollen gehen wie an der Schnur gezogen (und was ich noch nie hatte - ohne Mischer). Ich bin vor lauter Übermut sogar 3 Rollen am Stück geflogen - geht 1A!
Im Gegensatz zu meinen anderen bisherigen Helis ist auch nach dem Abkippen beim Push-Over sofort Ruhe da oben und ich muß nicht mit Roll wie ein Irrer dagegen halten.
Der Turn mit Rolle läuft auch sehr gut - kurzum: Ich bin fertig mit Abstimmen, so bleibt er!
Beim Schweben hebelt natürlich auch ein Roxxter nicht die Physik aus - ein 90er Verbrenner hat einfach mehr Masse und damit schon von Haus aus mehr Ruhe, aber ich habe nach den ersten Flügen nicht erwartet, daß der Roxxter mal so gut schweben würde.
Pirouetten müssen allerdings gesteuert werden, wenn man einfach nur Heck gibt werden die Piros sehr "raumgreifend" da muß man also schon frühzeitig in die richtige Richtung korrigieren - aber das ist nur Fleißarbeit und eine Sache der Übung.
Zusammenfassend kann ich also sagen: Ich habe fertig und kann mich nun an die Feinheiten und das Training begeben. Zu den Feinheiten zähle ich noch leichte Vibrationen, die ich mit Jörg-Michaels Hilfe noch eliminieren will - das gehört sich einfach nicht für einen E-Heli. Und ein anderes Höhenleitwerk möchte ich auch noch ausprobieren - auch wenn es vom Geradeauslauf eigentlich nicht mehr nötig ist, probieren geht über studieren...
JM hat wegen der Vibs die Rotorblätter in Verdacht - mal schauen was die Waage so spricht...
Wer also einen Roxxter55 hat und auch mal geradeaus fliegen möchte ( :D ) der sollte mal folgendes probieren:
Kopf umbauen auf vorne angelenkte Blatthalter
Paddelstange vom Hirobo Sceadu (oder von Lutz eine 10mm längere als original ordern)
Paddel vom Sceadu - Bleieinlage ganz raus, Messingewichte "ausbohren" so daß sie ca. 6 Gramm wiegen (meine 5,85 Gramm)
Drehzahl Schweben ca. 1500 U/min
Drehzahl F3C 1900 U/min
Rotorblätter LF Power Blades
Es lohnt sich...der Umbau kostet ca. 1 Stunde Zeit und relativ wenig Geld
Ach so, noch zum "abgefackelten" Akku:
Außer Spesen nicht gewesen - er funktioniert einwandfrei uns muß auch nicht mehr draussen schlafen - Glück gehabt!!!
Wolfgang Meyer
13.04.2006, 16:59
So, nachdem hier nun einige Wochen Ruhe im Tagebuch war, kommt hioer mal wieder ein kleines Update:
Ich hatte leider eine kleine Zwangspause, weil ich Depp zuerst den Roxxter kaltverformt habe (schon mal versucht mit dem falschen Modellspeicher abzuheben? Sieht schon lustig aus wenn ein Roxxter wie ein totes Huhn über den Acker läuft - wenn es bloß nicht immer mit Arbeit und Geld verbunden wäre :P ).
Die Ersatzteile waren zwei Tage später da - nur dann meinte ein Virus mich befallen zu müssen und ich lag über eine Woche flach, da helfen einem dann auch die Ersatzteile nicht weiter.
Vor drei Tagen habe ich dann immer mal eine Stunde am Roxxter geschraubt, bis er heute dann endlich wieder fertig gestellt war.
Eben war ich dann wieder "Sturmfliegen" und musste mit Erschrecken feststellen:
Ich habe einen grausigen Trainingsrückstand !!! Die Fahrtfiguren klappen ja so leidlich, aber die Schwebeflugfiguren wollen mir gar nicht von den Knüppeln gehen, geschweige denn das ich noch nicht eine Autorotation mit dem Roxxter geflogen habe - au weia das kann was werden...
Ich hoffe also, daß ich über Ostern ein wenig zum Trainieren komme, sonst sehe ich schwarz...
Zeitlich ist es auch nicht gewährleistet, daß ich es nach Quedlinburg schaffe, das wird diesmal ganz knapp mit Hängen und Würgen, ich hoffe ich schaffe es noch.
Ansonsten gibt es keine weiteren News, ich werde zusehen, daß ich demnächst mal ein paar Bilder vom "F3C-Roxxter" hier einstelle.
Evtl. sieht man sich ja in Soltau am 22.04.06? :D
Wolfgang Meyer
17.04.2006, 17:52
Ich hasse helifliegen... :P Ich glaube ich höre auf und fahre wieder Modellauto...
Aber von Anfang an:
Ostersamstag war ja endlich schönes Wetter und so fuhr ich voll ausgerüstet auf den Flugplatz um endlich mit dem Training zu beginnen. Erwartungsfroh baute ich das Fahnenfeld auf und flog das erste mal seit Monaten wieder mal die Schwebeflugfiguren - also mit viel Glück hätte ich vielleicht einen Punkt bekommen, weil man manchmal einen Ansatz der Figur erkennen konnte... :D
Mal ehrlich: Es war desaströs, ich habe keine Fahne getroffen, die Pirouetten brauchten fast den ganzen Flugplatz und den Schwebekreis konnte wohl nur eine Mutter mögen.
Zum Dampf ablassen habe ich dann die Fahrtfiguren hintereinander weg geflogen und wenigstens die klappen (zumindest in meiner Vorzugsrichtung) ganz manierlich - nun hilft es aber nichts die Sachen zu Trainieren die man kann, also habe ich mich den Rest des Tages mit den Schwebeflufiguren beschäftigt.
Nach dem dritten oder vierten Akku, habe ich beim Abheben und Landen sogar mal meinen "Landeteppich" (Teppichrest Durchmesser 1m in der Mitte des Fahnenfeldes als Zielpunkt) getroffen und einige Figuren konnte man sogar erkennen - nur die Pirouetten sehen nach wir vor sch... aus...
Also fuhr ich recht befriedigt nach Hause und dachte: "Der Roxxter läuft wirklich gut, ab jetzt ist es eine Fleissarbeit"
Sprach´s und fuhr den nächsten Tag gleich wieder kurz auf den Platz um mal eben schnell ein paar Akkus zu Trainieren.
Also gleich wieder das Fahnenfeld aufgebaut und zweimal das Programm durchgeschwebt - diesmal sogar erkennbar - die Stimmung steigt, die "Arbeit" zeigt erste Erfolge.
Also zur "Entspannung" mal die Fahrtfiguren durchgeflogen wie immer recht problemlos, teilweise noch nicht 100%ig aber ich komme durch. Zum Ende der Fahrtfiguren denke ich: "Du bist mit dem Roxxter noch nicht autorotiert, ich glaube es wird Zeit..."
Also ganz cool (die Hoden schrumpften auf Rosinengröße :D ) den Schalter umgelegt und siehe da, der Roxxter kommt ganz ruhig mit diesem trommelnden Blattsound bei einer typischen AR der Erde entgegengesegelt - im letzten Drittel habe ich etwas viel Energie verbraten so daß ich zum Absetzen nicht so viel Zeit hatte.
Nun habe ich meinen Roxxter für die "schnittige Optik" ziemlich tief gelegt, daß heißt ich habe das Landegestell recht niedrig abgelängt - bei der AR nicht unbedingt vorteilhaft, denn so setzte ich mit dem Seitenleitwerk zuerst auf und fräste mit den HeRo-Blättern eine schöne Kerbe ich einen Maufwurfshaufen.
Aber zum Glück nichts kaputt und die erste Roxxter-AR war besser gelaufen als erwartet - die Hoden atmeten tief durch und plusterten sich wieder auf Normalgröße auf (vielleicht sogar etwas dicker :P )
Ich merkte mir für meine To-Do Liste: "Off Road" Fahrgestell für den Roxxter bauen, damit ich besser landen kann.
Den zweiten Akku habe ich dann weiter verschwebt und dann unterbrach ein Regenschauer leider meine Trainingsambitionen...
Heute morgen schaute ich also hoffnungsvoll aus dem Fenster und tatsächlich - es war zwar windig aber fliegbar, also nichts wie Akkus laden und schnell frühstücken. Es zog sich dann doch länger hin wegen eines Regenschauers aber gegen mittag war ich dann doch endlich auf dem Flugplatz.
Dort war es inzwischen erheblich windiger geworden, aber ich dachte mir:"Egal, trainierst du halt für Bremen (Insider) und jeder Flug hilft", also das Fahnenfeld aufgebaut und den ersten Akku mit Nase links verschwebt, bis dahin also alles bestens.
Nun bin ich die letzten Male immer Nase links geschwebt und es wurde für mich an der Zeit die "Schokoseite" wieder abzutrainieren, also nahm ich mir für den zweiten Akku vor Nase rechts zu schweben.
Gesagt getan, das Programm zu schweben war wegen des starken Windes nicht möglich (zumindest für mich nicht) also übte ich das "Sturmschweben" über dem Landepunkt.
Der Roxxter schlug sich besser als erwartet, fast kein Fahrstuhlfahren und für einen Heli der 50er Größe ein sehr gutes Schwebeflugverhalten (trotzdem natürlich nicht mit einer 90er Mechanik vergleichbar, 2kg Masse diskutiert auch ein Roxxter nicht weg :) ), ich war also durchaus zufrieden.
Nach ca. 8 Minuten dauerschweben kam dann der Punkt des Leichtsinns, ich dachte mir: Nun mal los Meyer und ab mit dem Heli über die hintere Fahne, deine absolute "Hassposition" wenn du sie heute halten kannst ist alles bestens.
Also den Roxxter langsam nach hinten über die Fahne geschwebt und dort eine Zeit gehalten und dann kam was wohl kommen musste: Eingeleitet durch eine Windböe begann er (in Flugrichtung) nach links zu driften und anstatt einfach gegenzusteuern ging mein Hirn auf "Hold". Ich rührte ein wenig in den Knüppeln verdaddelte mich kräftig und schaute dann wie das Kaninchen auf die Schlange, als mein Roxxter zunehmend Schlagseite bekam und sich schön langsam gen Rasen bewegte.
Die Hände tun natürlich gar nichts, das Hirn macht Pause, der Mund steht dümmlich offen und dann kam es das typische Geräusch einschlagender Rotorblätter in den Boden, das Knacken der Haube, das Knirschen der Paddelstange als sie sich um das Zentralstück wickelte und dann Stille - nur unterbrochen vom Rauschen des Windes und des typischen Servopfeifens wenn es verzwifelt versucht eine Position anzufahren die mechanisch nun nicht mehr möglich ist...
Diesmal rutschte mir noch nicht mal mehr ein "Du Depp" heraus, dafür war ich zu deprimiert, ich schaltete den Motor auf AR und ging zum Haufen der einmal mein Heli war, schaltete den Empfänger aus und trug die Fragmente zum Auto. Zum Glück störte kein Vereinsmitglied diesen intimen Moment des Abschieds, ich war allein mit meiner Trauer und den Überresten des wohl am besten fliegenden Roxxters in Deuschland, wenn nicht sogar weltweit :P
Also ab nach Hause (im Auto ordentlich die Foo Fighters auf volle Lautstärke hören - das hilft) und die Rotorblätter ab in die Tonne gesteckt.
Von der besten Ehefrau von allen kommt nur: "Ach nöö, mensch Schieter was ist denn nun? Schon wieder kaputt?" und dann ab vor den PC E-Teile odern - das Ende vom Lied: Eine Überweisung über 161.- Euro an Lutz Focke, ein Telefonat zu Jörg Tute von HT-Modellbau wegen neuer Rotorblätter und wieder ein paar morgendliche "Unterhosenschraubaktionen" - denn schließlich ist nächstes Wochenende Aufwärmtreffen in Soltau und ich habe sowieso schon Trainingsrückstand... ich hasse Helifliegen, vielleicht doch lieber wieder Modellautos :P
Wolfgang Meyer
22.04.2006, 06:52
Also, ich habe jetzt das Modellauto bestellt...so kann es mit meinem Hobby nicht mehr weiter gehen - wie kann ein Mensch nur dermassen das Pech an den Händen haben?
Nachdem ich also letzten Montag online bei Lutz die Teile bestellt hatte, entdecke ich Dienstag früh beim Müsli essen, daß ich es auch noch geschafft habe die rechte Chassisplatte und den Akkuvorbau durchzubrechen - ich Glückskind.
Also gleich wieder den PC anwerfen und die Teile noch schnell dazu bestellen, damit Lutz sie noch ins Paket mit reinwerfen kann - und nochmal 70.- Euro überweisen...Lutz sagte übrigens das ich weltweit der Erste bin der eine Chassisplatte zerbricht - na wenigstens da bin ich mal die Nr.1 :P
Dann Jörg Tute anrufen und nach Rotorblättern jammern - sie sollen auch noch haarscharf zum Aufwärmtreffen eintrudeln - es könnte also klappen!
Die Woche über jagte ein Termin den anderen, so daß ich nur morgens kurz zum Schrauben kam, also habe ich mich gestern Abend dran gesetzt und wie ein Irrer geschraubt - gegen 23.00 Uhr war dann nur noch der Austausch der Blattlagerwelle und der Drucklager fällig, also Kleinkram den ich dann heute morgen erledigen wollte.
Also heute morgen frohen Mutes an die Werkbank und den Rotorkopf zerlegt - und was muß ich feststellen? Die Kugellager in den Blatthaltern (nicht die Drucklager!) sind auch noch im A...... - das habe ich noch nie geschafft und diese Kugellager habe ich natürlich nicht auf Lager, geschweige denn das man sie an einem Samstag morgen irgendwo organisiert bekommt...
Also war die ganze Hektik umsonst und der Crash hat jetzt mit Blättern so satte 330.- Euro gekostet - das Leben stinkt !!!
Wolfgang Meyer
28.04.2006, 17:54
Und die "Glückssträhne" geht weiter, nachdem die Kugellager super schnell eingetroffen sind, lassen sie die alten beim besten Willen nicht aus den Blatthaltern entfernen, auch erwärmen auf 200°C im Backofen führte nur dazu das zwar die inneren Lager herausgingen, aber die äusseren waren beim besten Willen nicht davon zu überzeugen ihren Platz zu verlassen...
Da hat man ein voll ausgerüstete feinmechanische Werkstatt und kommt trotzdem nicht weiter, die Passung für die Lager ist vielleicht ein bißchen eng...naja nun habe ich die Blatthalter samt Kugellager zu Lutz geschickt, mal schauen was dabei heraus kommt - vielleicht schaffe ich es ja noch die 400.- Euro für einen zunächst harmlosen Crash zu sprengen...
Manchmal glaube ich mein Roxxter mag mich nicht X(
Den ersten Wettbewerb in Quedlinburg habe ich also wegen terminlicher Engpässe und technischer Disharmonien erstmal abgesagt, ich will ja niemanden wegen Unfähigkeit gefährden.
Viellecht schaffe ich es ja einen Tag zum Zuschauen hinzufahren - das Leben stinkt !!!
Ich glaube ich verkaufe das ganze Geraffel und fange an Gummitwist zu spielen :P
Wolfgang Meyer
02.05.2006, 19:48
Mein Roxxter scheint mich wirklich nicht zu mögen...heute bekam ich einen Anruf von Lutz, daß er mir neue Blatthalter schickt, da die alten nicht zu retten waren. Er schickt sie mir etwas günstiger als regulär, so daß mich dieser Crash dann "nur" 390.- Euro gekostet hat - und das für einen "Hinleger" im Schwebeflug - ich bin wirklich ein Glückskind.
Naja, ich habe mir jetzt erstmal eine Rolle Gummiband für Gummitwist bestellt und was ich aus meiner "Glückssträhne" für Konsequenzen ziehe bleibt abzuwarten, nur so macht das Ganze keinen Spaß, ehrlich nicht.
P.S. Ich habe mir am WE mal einen Lauf zur norddeutschen Meisterschaft 1:10 Scale Tourenwagen/Verbrenner angeschaut - macht auch Spaß aber leider ist die nächste Rennstrecke 55km entfernt, also doch erstmal Gummitwist.
Helifliegen ist echt grausam, ich kann nicht mit aber auch nicht ohne, warum musste ich damit nur anfangen?
Wolfgang Meyer
04.05.2006, 04:56
So,
gestern sind die letzten E-Teile eingetroffen und ich natürlich gleich eingebaut und abends auf den Flugplatz gefahren und was soll ich sagen:
Über zwei Wochen nicht geflogen und ein paar Abstürze in den "Knochen" und schon fühlte ich mich um ein paar Jahre zurückversetzt: zittrige Knie, bloß nichts kaputt machen, war da nicht igendein komisches Geräusch, ach der Looping muß heute ja nicht sein, Nasenschweben wie geht das, Pirouetten lieber doch nicht...
Kurz: Ich hatte die Hose voll ! :P
Es ist schon erstaunlich wie schnell man das Vertrauen in sich und in den Heli verliert (obwohl der Heli ja nichts dafür kann), da werde ich wohl erstmal wieder fleissig fliegen gehen müssen, damit die Routine wieder kommt, es war schon ein komisches Gefühl...so unwohl habe ich mich beim Fliegen lange nicht gefühlt.
Wolfgang Meyer
25.05.2006, 19:32
Drei Wochen später wird es wohl mal wieder Zeit für ein kleines Update:
Ich habe zur Motiviation den Wettbewerb in Quedlinburg besucht und habe mich tierisch über den netten Empfang gefreut. Der Tag zeigte mir einige Punkte recht deutlich:
1. Ich kann nur schwer ohne F3C... ;D
2. Bei dem fiesem Wind macht man sich mit einem "Kleinhubschrauber" das Leben doch recht schwer...
Als Stefan Reusch dann noch einen Joker2 aus dem Kofferraum zog und wir über den Heli ins klönen kamen reifte in mir der Entschluß wieder eine 90er Mechanik zu fliegen - aber elektrisch! Bei meinen Vorgaben kamen da nicht allzu viele Helis in Frage:
1. Möglichst deutsches Produkt
2. Schnelle und unkomplizierte Ersatzteillieferung
3. Schrauberfreundliche Mechanik
4. Ästhetischer Aufbau
5. Großer geschützter Akkuschacht
und noch ein paar Punkte mehr...
Der Joker gefiel mir vom Aufbau wirklich hervorragend und dem MFS-Kopf muß doch irgendwie auch das Schweben beizubringen sein, oder? Schließlich habe ich dem Roxxter auch das Geradeausfliegen beigebracht, da reizt das natürlich schon.
Also habe ich eine ganze Weile mit Stefan Reusch, Andreas Fuhrmann sowie Günter und Stefan Wachsmuth geschnackt und auf der Heimfahrt beschloss ich mal mit Gerd Guzicki von Minicopter Kontakt aufzunehmen.
Das erste Telefonat verlief dann auch sehr humorvoll und nett und schon wurde der Termin für einen Besuch in Kassel ins Auge gefasst. Der Roxxter fand dann auch einen Käufer (Du hast einen guten Kauf gemacht, Franz -_-) und schon konnte es los gehen.
An einem Freitag war es dann soweit, nachdem mich mein tomtom erst in die Wildnis geschickt hatte, half mir Stefan Wachsmuth durch energisches Winken auf der Straße doch noch zu Gerds Firma zu finden ;D.
Was soll ich sagen? Ich habe selten so viel Spaß gehabt einen Heli abzuholen, der Gerd ist wirklich klasse und ich war endlich mal in einer Mensa essen...
Die Rückfahrt haben Vaddern und ich dann damit verbracht jedes Teil des Baukastens zu inspizieren und ich wurde wieder plüschig aufs Helifliegen, endlich!
Die nächsten Tage wurde dann eifrig gebaut und nun steht der Joker zu 90% fertig da und wartet noch auf die restlichen Teile: Servos von ebay (hoffentlich klappt das), Rotorblätter von helitec, Akkus von rc-lipoly und dann sollte es in die Luft gehen. Theoretisch sollte alles morgen bzw. übermorgen eintreffen, aber ich wette: Selbst wenn das klappen sollte (wovon ich nicht ausgehe) ist garantiert das Wetter besch.... wenn der Joker fertig ist - auf sicher!!!
Die nächsten Tage und Wochen werde ich dann die Schwebeflugfiguren trainieren - Schwarme ist nah! Durch die Fahrtfiguren werde ich schon irgendwie durchkommen, aber das Schweben wird mir nach mehrwöchiger Pause mächtig schwer fallen - und wenn dann bitte ordentlich!
Wolfgang Meyer
27.05.2006, 20:44
Endlich !!! ;D
Nachdem gestern die ersten drei Pakete eintrudelten (Rotorkopf von Gerd, Graupner Servos und Helitec Rotorblätter) klingelte heute morgen um 9.00 Uhr der nette Mensch von DHL und brachte mir ein Express-Paket von rc-lipoly.de (danke für den Extra-Service, Mayk!).
Da ich gestern Abend wegen einer Einladung nicht schrauben konnte stand nun also heute morgen wieder "Schlafanzug-schrauben" auf dem Programm... ;D
Um 8.30 fing ich an um 9.00 wie gesagt der Postbote und um 16.00 Uhr (!) war ich fertig - immer noch im Schlafanzug, ich glaube manchmal denkt meine Frau das ich komplett plemmplemm bin, aber sie trägt es mit Fassung.
Dann bin ich natürlich sofort auf den Flugplatz gefahren und wollte in Ruhe meinen Erstflug machen - da hatte ich aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht...kaum auf dem Platz ging es los: Wieviel Zellen, wie lang fliegt der, was kostet ein Akkupack, warum fliegst du nicht Verbrenner, wofür ist der Stromerzeuger, woher weisst du wann du landen musst, usw.
Ich habe grundsätzlich nie etwas gegen Fragen, aber wenn man den Kopf mit dem Erstflug voll hat ist das nicht das perfekte Timing...
Irgendwie habe ich es doch geschafft mich zu konzentieren, habe dann die Drehzahlen eingestellt und bin dann mit schlottrigen Knien seit Ewigkeiten das erste mal wieder abgehoben...
Und es dauerte nicht lange und es stellte sich endlich wieder dieses Gefühl ein: Ein sauber laufende, schöne Mechanik, gutes Wetter, nette Menschen und endlich mal wieder Zeit zum fliegen...einfach schön!!!
Ich habe diese Gefühl seit einiger Zeit nicht mehr gehabt und endlich war es wieder da - die pure Lust am Fliegen!
Ich bin dann noch einen Akku geflogen (nur seichter Rundflug, man soll die Akkus nicht gleich voll fordern) und habe sogar mal wieder Nase geschwebt, man glaubt ja gar nicht wie sehr einen eine mehrwöchige Flugpause zurück wirft - ich hatte Schrumpeleier beim Nasenschweben, das hatte ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr, ich glaube ich muß trainieren!
Naja ich bin dann nach Hause gefahren mit einem breiten Grinsen im Gesicht, schön es mal wieder erlebt zu haben.
Auf der To-Do Liste für die nächsten Wochen steht also: Training, Training und nochmal Training und dann werde ich wohl anfangen mir den Rotorkopf auf meinen perversen Flugstil umzubauen ;)
Wolfgang Meyer
02.06.2006, 20:10
So, heute war ich dann das erste mal in Idle1 fliegen, da ich die ersten 6-7 Zyklen mit den Akkus nur herumschwebe um sie langsam an den "Stress" zu gewöhnen.
Also habe ich den Joker vorsichtig ein wenig geschwebt und habe dann hochgeschaltet - da ein E-Heli dieser Größe ja meistens eine Sammlungs von Störungen und Failsafes ist war ich natürlich gespannt, ob ich irgendwelche Probleme bekommen würde.
Aber nichts passierte, also bin ich die ersten vorsichtigen Turns geflogen, noch ohne voll Pitch um zu gucken wie sich der Regler verhält - naja irgendwann wird auch das langweilig, also setzte ich mal eine Rolle an - und die erste wurde so gerade und gut, da kam die zweite wie von selbst gleich hintendran.
Dann bin ich den ersten vorsichtigen Looping geflogen - hat auch prima geklappt, war halt noch etwas klein, weil ich sehr verhalten mit Pitch war, nach 7,5 Minuten bin ich dann gelandet und habe dann 3000 mAh nachgeladen, für Mischbetrieb fand ich das nicht viel...
Beim zweiten Akku wird man ja schon mutiger, also fing ich an die Rollen häufiger einzustreuen und etwas mehr mit Pitch zu "würgen" alles völlig ohne Probleme, schließlich dachte ich: "Mal gucken wie groß so ein ordentlicher Looping wird..." also angeflogen zum "Jörg-Michael-Muuß-abartig-schwunghol-Turn" und dann mit Volldampf angebrettert gekommen - und so sah dann auch der Looping aus - GROSS!!!
Um es also auf den Punkt zu bringen: In Idle1 fliegt der Joker wie ein Tier, macht sehr viel Spaß und liegt mir gut - aber jetzt muß er noch das Schweben lernen...mal schauen, ob ich ihm das im Laufe der nächsten Tage beibringen kann.
Ach so: Der Regler ist nach dem Flug relativ kalt, allerdings habe ich ihn auch an exponierter Stelle angebracht und mittels Kühlkörper modifiziert. Der Akku (Flightpower 10s2p 6600mAh New Formulation) scheint von meinen Versuchen völlig unbeeindruckt zu sein und ist noch nicht einmal handwarm nach dem Fliegen.
Ich werde demnächst mal ein paar Bilderchen machen und online stellen...
Wolfgang Meyer
06.06.2006, 05:49
Es ist erschreckend wie sehr mich 3 Abstürze und 6 Wochen "Flugpause" zurück geworfen haben...
Ich war Freitag und gestern fliegen mit dem Ziel für Bremen fit zu werden, ich fühle mich mit dem Joker auch wirklich wohl und obenrum fliege ich auch schon wieder recht entspannt herum, aber manche Figuren wollen mir im Moment einfach nicht vom Knüppel gehen (z.B. Push-Over, Pirouetten, Autorotationen)
Der innere Schweinehund weigert sich schlicht diese Figur zu fliegen - das kenne ich eigentlich nur aus meinen Anfangstagen
Sicherlich ist auch ein Faktor, daß mich der JM Muuß nicht mehr "anpöbelt" ;D und somit wird es natürlich noch schwerer den Schweinehund niederzuringen.
Positiv ist zu sehen, daß die Figuren die ich fliege wirklich ganz ansehnlich sind (ein Vereinskollege meinte mit den Doppelrollen würde ich den Muuß bügeln :unsure:), daß ist dann das Licht am Ende des Tunnels...
Ich setze stark auf das Wetter diese Woche, daß ich vielleicht jeden Tag zum Fliegen gehen kann und somit wieder Routine bekomme, mal schauen.
Sandra hat da auch noch ein Wörtchen mitzureden - eigentlich wäre heute der Stichtag für unsere Tochter, aber sie denkt nicht daran auf die Welt zu kommen (na toll, noch nicht da und schon rumzicken ;) ) und wenn das so klappt wie ich das kenne, geht das genau einen Tag vor Schwarme los...
Mal schauen, auf jeden Fall steht Schwarme sowohl fliegerisch als auch noch Tochtermässig in den Sternen.
Wolfgang Meyer
18.06.2006, 06:50
Habe ich es nicht gesagt??? Es geht einen Tag vor Schwarme los ;D
Ich war am Freitag vor Schwarme fliegen und fühlte mich endlich wieder richtig wohl beim Fliegen. Ich bin zweimal am Stück die Fahrtfiguren geflogen und sie gehen mir endlich wieder entspannt von den Knüppeln. Pirouetten sind immer noch mit Gänsehaut versehen, aber eigentlich gibt es keinen Grund - sie klappen nämlich.
Summasumarum fühlte ich mich zwar noch nicht so richtig wettbewerbsreif (wann fühlt man sich das schon), aber ich glaube ich wäre schon ganz ordentlich durchgekommen...
Der geplante Rotorkopfumbau ist verschoben worden, da ich den benötigten 3mm Vollhartmetallbohrer natürlich abgebrochen habe, der neue ist noch nicht geliefert worden - ebenso wie Akkupack Nr.2, der liegt auch noch irgendwo in England rum (@Mayk - Gibt es was Neues? Hast Du mal nachgefragt?)
Die Trainingseinheiten werden also leider immer noch von heftigen Ladepausen unterbrochen, aber trotzdem:
Das Fliegen macht wieder Spaß und ich mache endlich wieder Fortschritte!!!
Auf der Rückfahrt nach Hause (so gegen 21.30 Uhr) bekam ich dann einen Anruf von meiner Frau, daß es wohl jetzt losgehen würde...
Also bin ich zügig nach Hause gefahren, den Heli aus- die Frau eingeladen, den Hund versorgt und ab ins Krankenhaus...
Die Einzelheiten will ich Euch ersparen, nur soviel: Am nächsten morgen um 05.47 ist meine Tochter dann per Kaiserschnitt geboren wurden - das war das abgefahrenste Erlebnis was ich bis jetzt in meinem Leben gehabt habe und es wird wohl nicht mehr zu toppen sein!
Die Woche ist also wie im Fluge mit reichlich Arbeit, zwischengeschobenen schnellen Krankenhausbesuchen und wenig Schlaf zügig vergangen, seit Donnerstag habe ich meine beiden Frauen nun wieder zu Hause und die Nächte sind jetzt etwas lauter ;D
An großes Training ist jetzt nicht zu denken, zudem ich die nächsten Wochen wohl auch noch reichlich zu arbeiten haben werde, aber Vohenstrauß ist gebucht und wenn ich den Punktwertern vorher Schutzwesten und Helme geben muß - ich will da fliegen !!!
Wolfgang Meyer
18.06.2006, 19:35
Ich habe heute von meinen beiden Frauen "frei" bekommen und konnte so in Ruhe fliegen gehen. Soweit gibt es nicht viel Neues: Pirouetten kommen so langsam wieder, Push Over sehen sch.... aus und werden wohl auch in Vohenstrauß sch.... aussehen. Aber auch mein Abi habe ich nach dem Prinzip "Mut zur Lücke" gemacht und so muß ich das wohl auch beim letzten Wettbewerb sehen.
ich fühle mich mit dem Joker wirklich wohl, auch wenn ich den Kopf noch nicht umbauen konnte. Bei Windstille schwebt er gut und ich glaube ich gewöhne mich auch an die Eigenheiten des MFS Kopfes - ich darf nur halt nie wieder die Sylphide vom Muuß schweben, dann merkt man gar keinen Unterschied ;D
Nachdem ich mich heute dann schon wieder recht sicher gefühlt habe, war es dann auch Zeit für die erste Autoration - und selbst die hat geklappt. der Joker ist herrlich langsam zu Boden gesegelt und ich habe sogar den Wassergraben verfehlt, also alles bestens.
Die nächsten Wochen werde ich wohl beruflich recht viel um die Ohren haben, daher wird es hier evtl. etwas ruhiger werden...ich versuche aber ein einigermassen regelmässiges Update zu machen, bis dahin machts gut und vielen Dank für Glückwünsche zur Geburt meiner Tochter!!!
Wolfgang Meyer
25.06.2006, 06:55
Ich sehe gerade, daß auf jeder Seite immer der erste Beitrag aus dem Tagebuch wieder auftaucht, warum weiß ich auch nicht, also einfach überlesen...
Nachdem die Fahrtfiguren so leidlich sitzen, habe ich Freitag das erste mal seit langem wieder die Fahnen aufgebaut und habe versucht das Schwebeflugprogramm zu fliegen - OH MEIN GOTT !!!
Ich werde in Vohenstrauss wohl einen Klappspaten mitnehmen und einen Schutzwall für die Punktwerter schaufeln - das kann man ja niemandem zumuten...
Ich muß ganz ehrlich gestehen, so schlecht bin ich noch nie geflogen - aber kneifen will ich auch nicht, daher: Mut zur Lücke ;D
Die Pirouetten sind überall, nur nicht über der Fahne und generell ist das ein ziemliches Herumeiern in der Luft. Ich merke also recht deutlich was mir fehlt: TRAINING !
Im Vergleich zum letzten Jahr habe ich dieses Jahr zu lange mit den Mechaniken herumprobiert, bin zu häufig abgestürzt (auch wenn man da nicht wirklich Einfluss drauf hat) und bin insgesamt aus Zeitmangel viel zu wenig zum fliegen gegangen.
Aus meiner Sicht steht und fällt das F3C-fliegen wirklich mit dem Faktor Training der Rest ist egal, das bekommt man hin...
Der geplante Rotorkopfumbau des Joker ist ebenfalls wegen Zeitmangel ausgefallen, so daß ich jetzt beschlossen habe die letzten Tage nichts mehr zu verändern (habe ich dieses Jahr nun auch genug gemacht), sondern die Zeit nur noch zum Training zu nutzen.
Zum Glück stand gestern noch der nette Mensch von DHL vor der Tür und brachte mir meinen zweiten Akkupack von rc-lipoly.de so daß ich jetzt besser trainieren - und den Pack bis Vohenstrauss noch "einfliegen" kann. (Danke Mayk !!!)
Alles in allem fühle ich mich also alles andere als fit für Vohenstrauss - aber teilnehmen möchte ich trotzdem, vielleicht platzt der Knoten ja noch...
Wolfgang Meyer
16.07.2006, 08:51
So, dann wollen wir mal zum "Abschluß" kommen...
Ich bin am Donnerstag angereist und habe mich mit meiner Familie im Hotel getroffen (ich kam direkt aus Sachsen vom "Hageldrücken") den Abend haben wir dann entspannt im Hotel verbracht und ich habe mich mental auf meine Niederlage vorbereitet...
Am Freitag morgen war das Wetter dann nicht so berauschend, ich bin aber trotzdem ziemlich früh auf den Platz gefahren um noch die letzte Zeit zum Training zu nutzen. Der Platz war landschaftlich sehr schön gelegen und so begann ich mit meinem Pirouettentraining.
Wider erwarten lief es recht geschmeidig, ich fühlte mich wohl - so wirklich was rausreissen kann man am Tag vor dem Wettbewerb ja eh nicht mehr, der Joker lief hervorragend der Rest liegt beim Piloten.
Also habe ich nach zwei Flügen wieder eingepackt und bin mit meiner Familie nach Weiden gefahren zum Leberkäse essen :unsure:
Nachmittags ist ja traditionell schon das große einfliegen angesagt und so fuhr ich danach wieder auf den Platz und dort war schon die Hölle los: Der Himmel voller Helis und der Prakplatz schon ziemlich gut gefüllt - ich habe mich jedenfalls tierisch gefreut die alten Gesichter wieder zu sehen!
Sofort wurde geklönt, gefachsimpelt, geneckt und natürlich reichlich gelacht - einfach schön.
Ich bin dann noch einmal geflogen hatte jetzt aber wirklich das Gefühl, daß mit weiteres Training nichts mehr bringt, also habe ich meinen inneren Frieden gefunden und habe den Heli beruhigt eingepackt.
Der Abend verlief recht unspektakulär, nur meine Tochter meinte mich im Hotelzimmer durch nettes Gebrüll am Schlafen hindern zu müssen - dafür werde ich mich in 16 Jahren rächen wenn sie erschöpft vom Discobesuch morgens ausschlafen möchte! ;D
Die Nacht wurde jedenfalls recht unruhig und so langsam stellte sich die berühmte Aufregung vor dem Wettbewerb ein.
Da ich nun elektrisch fliege, brauchte ich morgens auch keine "Unterhosen-Schraub-Aktion" starten, so daß ungewohnter Weise das Frühstück recht entspannt verlief, bis auf dieses flaue Gefühl im Magen...
Angekommen auf dem Platz war dann schon wieder reichlich Betrieb und als ich noch fliegen wollte, ging schon die Pilotenbesprechung der A-Piloten los. Zum Glück bekam ich von Rüdiger Spohr eine "Sonderfreigabe" und durfte die A-Piloten durch ein paar Doppelrollen "beglücken".
Jörg-Michael hatte hinter meinem Rücken natürlich wieder eine kleine "Gemeinheit" eingefädelt und so wurde der Flug mit lautem Gejohle und Beifall begleitet - solche Scherze gehören für mich dazu und lockern die Stimmung deutlich auf - ich musste jedenfalls reichlich in mich hinein grinsen.
Dann begann der erste Durchgang der A-Piloten und ich konnte mir mal die Flugkünste meiner zukünftigen-vielleicht-irgendwann-mal-Gegner anschauen, was einige da in den Himmel zaubern nötigt mir wirklich einigen Respekt ab, allerdings haben manche Flipping-Pullbacks auch eine humoristische Note.
Je weiter der Tag voran schritt umso nervöser wurde ich natürlich, schließlich stand dann unser erster Flug der Sport-Klasse an. Ich hatte als Ansager Jens gebeten und schließlich war es wieder soweit: Ich rannte mal wieder wie ein frisch gerammeltes Eichhörnchen über den Platz und fragte mich permanent warum ich mir das denn antue, Flächenfliegen macht doch auch Spaß und überhaupt und sowieso ;D
Ich war als Startnummer 5 vorletzter Pilot und konnte mir also schon einige meiner Kollegen anschauen, seit Quedlinburg hatte sich einigen doch reichlich getan und ich wurde nicht unbedingt entspannter...
Dann war es endlich soweit, ich ging zum Vorbereitungsplatz, ließ dort die Witze über fehlende Starter und Glühakkus über mich ergehen, stöpselte den Akku an und schwebte den Joker ein - alles lief besten, der vorige Pilot autorotierte sauber herein (erwähnte ich schon, daß ich als einziger die "Mädchen-Autorotation" geflogen bin? Alle anderen fliegen sie 180° - nur ich habe mich nicht getraut - naja nächstes Jahr...)
Dann hieß es los und ich flog den Heli in den Startkreis, stellte mich in den Pilotenkreis und lauschte dem Klappern meiner Kniescheiben ;)
Jens fragte: "Fertig" und ich Depp nicke natürlich mit dem Kopf - nun konnte ich wirklich nicht mehr zurück...
Das Dreieck lief recht ordentlich, der Kreis ebenso, nur vor dem Rechteck mit Pirouetten hatte ich (zu Recht) Bammel, die Piros waren nämlich genau so wie ich mir sie vorgestellt hatte: Grottenschlecht
Es war also nahezu die Erlösung in Idle1 hochschalten zu dürfen und die Fahrtfiguren zu beginnen: Looping und Doppelrolle waren wieder recht ansehnlich, der Push-Over war wie erwartet nicht schön, der Rest ging wieder, die AR - naja decken wir den Mantel des Schweigens darüber...
Dann war alles vorbei und auf einmal fällt die ganze Anspannung von einem ab und es stellt sich ein herrliches Gefühl der Erleicherung ein - ich wusste auf jeden Fall wieder warum ich mir das antue: Es macht Spaß !!!
Der Flug brachte dann 165 Punkte und ich lag im gesunden Mittelfeld - mehr als ich erwartet hatte.
Dann kam wieder der Duchgang der A-Piloten und das Warten begann von vorne, nun nur erheblich ruhiger, da die erste Anspannung verflogen war.
Das Wetter beruhigte sich dann merklich, der Wind ließ nach und der zweite Durchgang stand vor der Tür - hier kann ich nun abkürzen: Business as usual - schei... Piros, schei... Push Over der Rest einigermassen erträglich: 168 Punkte
Nur meine Kollegen gaben mächtig Gas und so rutschte ich gemütlich weiter nach hinten in der Rangliste
Eines muß ich noch erwähnen: Da Jens keine Zeit hatte, hat Jörg Tute für mich angesagt - der Elmar Gunsch der F3C-Ansager ;D
Seine tiefe ruhige Stimme hat eine sehr beruhigende Wirkung - leider habe ich die Eigenart wenig auf meinen Ansager zu hören, sonst wäre da mit Sicherheit mehr gegangen...
Den Abend haben wir dann feucht/fröhlich in der Gaststätte verbracht und ich habe mir sogar ein Weizenbier gegönnt...
Am nächsten morgen stellte sich leider heraus, daß mein direkter Mitbewerber auf Platz drei wegen technischen Defekts nicht antreten konnte, ich hatte also wieder Chancen aufs Treppchen, aber leider etwas "unehrenhaft"
Ich hatte diesmal das "Glück" als erster starten zu dürfen und so verlief der Flug schön schlecht: 155 Punkte und viel Gebammel ob es für das Treppchen reichen würde...
Schließlich war aber alles vorbei und ich hatte es geschafft: Platz 3 und endlich mal einen Pokal zum Angeben !
Ich habe mich ehrlich gesagt schon sehr darüber gefreut und würde lügen wenn ich jetzt sagen würde, das würde mir nichts bedeuten, also: Ich habe mir einen zweiten Bauchnabel gefreut und war auch ein bißchen stolz, trotz einiger Widrigkeiten mein Saisonziel erreicht zu haben!
Dann kam die Siegerehrung und das große Verabschieden, leider...ich habe den Wettbewerb sehr genossen und drohe hiermit nächstes Jahr wieder in der Sport-Klasse teilzunehmen und übernächstes Jahr nehme ich mir dann den Rüdiger Feil vor, so langsam wird das doch eintönig immer mit Platz 1 ;D
An dieser Stelle ist das Tagebuch nun also zu Ende und es ist die die Zeit gekommen noch enige abschliessende Bemerkungen loszuwerden:
Zuerst möchte ich mich bei einigen lieben Mitmenschen bedanken:
Zuerst natürlich meine Frau und meine frischgeborene Tochter Martje, die mir diesen Wettbewerb ermöglicht haben, meinem Vater der mich mit einem Akku gesponsert hat und Sandra und Martje hervorragend an diesem Wochenende betreut hat, Jörg-Michael Muuß und Rüdiger Spohr die einen tollen Wettbewerb hingezaubert haben und die die F3C-Szene zu dem gemacht haben was sie heute ist, dem austragenden Verein und seinen Mitgliedern die dem Norddeutschen beigebracht haben, was eine "Bradworschtsemmel" ist, Jens Gabrikowski der mir hervorragend angesagt hat, Jörg Tute der ebenfalls klasse angesagt hat und den Titel "Pferdeflüsterer" verdient hätte, Mayk Göttke der mir den notwendigen Saft für den Heli besorgt hat und schließlich Gerd Guzicki, der mir einen tollen Heli verkauft hat, Stefan Reusch und Günther Wachsmuth, die mich in Quedlinburg auf den Joker gebracht haben, sowie natürlich an meine lieben Kollegen - es war toll mit Euch und ich freue mich auf das nächste Jahr !!!
Und zu allerletzt möchte ich für einige eventuelle Neueinsteiger ein paar Fehler und Tipps von mir auflisten, man kann es sich auch schwer machen, ich spreche da aus Erfahrung:
1. Es ist ein Irrglaube man könne bei seinem Hobby Geld sparen - das funktioniert nicht, kauft Euch eine vernünftige Mechanik und spart nicht an den Komponenten - buy cheap buy twice ! Lieber eine vernünftige als 4 schlechte Mechaniken...
2. Es ist auch nicht von Vorteil, die Mechaniken wie ich alle paar Monate zu wechseln - es kostet Zeit und Geld, ich hätte mir den einen oder anderen Umweg gerne erspart...
3. Training geht über alles! Ohne Training funktioniert das nicht - ehrlich...
4. Mit einem Trainingspartner der einem hilft den inneren Schweinehund zu überwinden geht es einfacher, mir hat diese Saison schon das Antreiben von Jörg-Michael gefehlt
5. Traut Euch - es macht Spaß !
So das war´s die Saison ist gelaufen und das Tagebuch ist nun zu Ende - macht´s gut - Euer Tagebuchfuzzi...
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