Vollständige Version anzeigen : Kopfdrehzahl Bell 47G
Hi,
bin im Begriff den schönen, kleinen Graupner Heli-Oldie elektrisch anzutreiben. Um einen geeigneten Motor zu finden, wüsste ich gerne die Kopfdrehzahl, wann der Heli abhebt. Da das System drehzahlgesteuert ist, wird das die Wahl des Motors mitentscheiden.
Gruß aus dem Schwarzwald! 8)
Uwe
Martin Greiner
18.10.2005, 00:56
Hi!
Eventuell kann Dir Karl (http://www.rc-helicopter.org/forum/index.php?act=Profile&MID=3703) weiterhelfen.
Hallo,
danke für den Tip, Karl hat sich leider noch nicht gemeldet, oder grübelt noch!
Aber wenn jemand die Daten des HB 25 H (4,08 ccm) noch irgendwo hat, komme ich eventuell weiter. Habe mittlerweile eine komplette Bauanleitung, aber die Drehzahlanforderung steht leider nicht drin. Aber ein Flugleistungsdiagramm. Dort wird die max.Motorleistung mit ca. 0,55 PS angegeben. Der Heli benötigt bei ca. 2kg Gewicht eine Leistung von ca 0,45 PS im Schwebeflug! Kann ev. damit jemand was anfangen?
Der HB20 (3,27ccm) dreht bei max Leistung (0,45 PS) ca.12500, diesen Wert habe ich! :]
Schätze der größere Motor dreht auch etwas höher, oder was sagen die Experten? :loeblich:
Mal sehen wie diese Nuß geknackt wird. 8)
Grüße Uwe!!
Ich hatte dieses (Alp)traum-Modell auch mal vor 30 Jahren. Die Drehzahl weiß ich auch nicht, aber mit dem HB25 war die Kiste immer untermotorisiert. Praktisch keine Leistungsreserven im Schwebeflug, wenn es überhaupt mal soweit kam. Zudem war der Rotorkopf ein einziger Krampf.
Wenn Du die Kiste heute wieder flott bekommen möchtest, dann würde ich einen richtigen Rotorkopf drauf bauen, am besten gleich pitchgesteuert. Den HB25 besser gleich entsorgen und auf Elektro umstellen, demm die Kühlung des kleinen Spotzmotors war ebenfalls immer problematisch.
Gruß Gerd
Hi,
die Bell elekrisch zu machen habe ich tatsächlich vor, das Teil ist auch ohne Motor und glaube ich noch nie geflogen. Das mit einem neuen Rotorkopf werde ich auch mal ernsthaft andenken. Dann wird natürlich alles einfacher.....
Danke und Grüße, 8)
Uwe
Also das mit "noch nie geflogen" glaube ich sofort, dürfte für die meisten Bell 47G dieser Sorte gelten. Heßt aber nicht automatisch "bruchfrei" :)
Noch ein Tipp: tausche am besten auch gleich den Heckrotor gegen was Zeitgemäßes aus. Ich kann mich noch daran erinnern, dass die Bell nicht nur einmal ein Heckrotorblatt bei voller Drehzahl abgeworfen hat...
Gruß Gerd
Martin Greiner
23.10.2005, 11:16
Hi!
Habe etwas drüber nachgedacht, dabei fiel mir ein Artikel in der DMFV Zeitschrift ein, wo Michael Blankert die Bell nahezu Original geflogen hat. Die Ausgabe ist von August/September 2004.
Michael hat in dem Artikel zum Erfahrungsaustausch über seine Website aufgerufen.
www.MBB-Bell47G.de.ms
Michael hat in dem Artikel zum Erfahrungsaustausch über seine Website aufgerufen.
www.MBB-Bell47G.de.ms
Diese Seite gibt's nicht mehr.
Aber mal abgesehen davon, fliegen soll ja auch Spaß machen und das tut's mit der alten Kiste im Originalzustand ganz sicher nicht, das ist eher Streß pur.
Gruß Gerd
Gerd Guzicki
23.10.2005, 13:25
Hallo,
die Untersetzung lag bei 9,64:1 und die Abhebedrehzahl bei 1200 UpM (wenn alles klappte).
Ich schliesse mich dem anderen Gerd an und empfehle Dir, das Ding irgendwo an die Decke zu hängen und als Oldie zu bestaunen.
Vor etwa 10 Jahren hatte ich Besuch von einem Kollegen mit einer Bell 47. Ich sollte Sie ihm einstellen und einfliegen. Eine Ecke irgendwo am Chassis war gebrochen, frage mich bitte nicht wo an diesem verklebten Gerät. Da er ein Ersatzteil hatte, tauschten wir es aus und ich bog an dem kaputten Teil herum. Biegen ist zuviel gesagt, denn es zerbrach wie ein Streichholz. Der Kunststoff in der Bell 47 ist entweder nicht mit heutigen zu vergleichen oder hat einfach durch sein Alter seine ursprüngliche Festigkeit bzw. Zähigkeit verloren. Das Einfliegen habe ich daraufhin abgelehnt, zu gefährlich.
Schau Dir mal die umgebaute Bell 47 aus einem Logo20 von Detlev Hallmann an (er stellt Umbausätze von mehreren Mechaniken auf Alouette und Bell 47 her), ich glaube, damit wirst Du glücklicher.
Gerd
Da schließe ich mich den anderen Gerd ebenfalls an. Die alte Bell wieder flugfähig zu machen kann man nur mit dem Ehrgeiz rechtfertigen, es doch geschafft zu haben, nach dem Motto "und sie fliegt doch". Denn für den Dauerbetrieb wie ein "normales" Modell ist das Ding keinesfalls geeignet.
ABS-Kunststoff hat die unangenehme Eigenschaft, mit den Jahren spröde zu werden. Egal ob es sich dabei um einen tiefgezogenen Rumpf oder ein gespritztes Chasisteil handelt. Und diese Teile sind bereits an die 30 Jahre alt...
Schäden sind also vorprogrammiert und Ersatzteile gibt es nicht mehr. Entsprechend ist es eigentlich schade um jeden Euro, den man da noch investiert. Die Hallmann-Bell auf Basis Logo 10 wäre wirklich eine gute Alternative, wenn jemand unbedingt eine Bell 47 haben möchte.
Übrgens noch eine Anmerkung zum Flugverhalten einer Bell 47 generell:
Ich hatte mal eine auf Basis des Kalt Baron GS, also mit 23 ccm Benzinmotor, ebenfalls mit Teilen von Hallmann. Verglichen mit anderen Modellen (sogar mit derselben Mechanik) eierte die Bell durch ihre mangelnde Aerodynamik nur irgendwie durch die Luft, musste kontinuierlich gesteuert werden um nicht zu schieben. Im Vergleich dazu flogen alle meine bis dato 3 Bell 222 (zwei Verbrenner, eine elektrisch) wie auf Schienen, fast von alleine. Ok, mit den heutigen Heading-Lock Kreiseln wird das ziemlich unterdrückt, aber es war damals im Vergleich doch recht interessant.
Für mich war übrigens die Graupner-Bell 47 der erste Heli, aber Fliegen gelernt habe ich mit der nicht. Das schaffte ich erst einige Jahre später, als die Kiste längst verkauft und nach einer Pause durch einen Bell 222 Trainer von Schlüter abgelöst war. Im Nachhinein betrachtet wäre damals schon das Heli-Baby die bessere Wahl gewesen, aber die Bell sah niedlich aus, Schlüter war unbekannt und als Schüler hatte man nicht allzuviel Geld. Unerm Strich war'S dann letztendlich mit den vielen gekauften Ersatzteilen für die kippelige Bell doch um ein Mehrfaches teurer...
Gruß Gerd
Hallo,
habe Eure Antworten aufmerksam gelesen. Vielen Dank auch dafür. Ich glaube auch, daß ich zu dem Entschluß komme, den Heli irgendwo an die Decke zu hängen. Schließe mich auch dem Argument an, daß die ABS-Teile, welche den Heli letztendlich zusammenhalten mit Sicherheit sehr spröde geworden sind. Nicht nur, daß ich Teil in das Geld stecke, wichtiger ist natürlich die Sicherheit, die ich für den Heli nicht geben kann. Das ist für mich nun jedenfalls ein unschlagbares Argument. Mich reizt halt so ein Teil wieder flugfähig zu machen, allerdings auch nicht für ein einziges Mal. Der Heli soll dann schon auf Dauer fliegen.
Die Hallmann-Bell gefällt mit schon, aber der freiliegende Riemenantrieb......! Auf der anderen Seite ist der Antrieb zuverlässig, habe damit beste Erfahrung mit meinem LOGO 10 und LOGO 20, letzterer in einer Agusta A109.
Also gut, ich geh dann was anderes an.....
Grüße aus dem Schwarzwald,
Uwe.
Hallo Uwe,
wenn du was Nostalgisches fliegen möchtest, suche dir besser irgend ein altes Schlüter Modell. Ich hab einen Heli Star von 1984, damit kann st du schon recht vernünftig fliegen. Von den alten Graupnersachen würde ich die Finger lassen. Ich hatte damals zum Anfang eine 212 Twin, das war auch nicht der Bringer. :rolleyes:
Ich hatte damals zum Anfang eine 212 Twin, das war auch nicht der Bringer. :rolleyes:
Obwohl die vermutlich um Größenordnungen besser gewesen wäre wie die Bell 47. Für meinen Geldbeutel war sie damals aber unerschwinglich...
Gruß Gerd
Die war mit Sicherheit um Welten besser :D , aber zu der Zeit kam dann gerade das Heimsystem raus, und da lagen dann Welten zwischen der 212 und dem Heim.
hallo,
@frank als die graupner bell 212 flog
da gab es aber noch lange keinen HEIM heli :)
die 212er kam glaube ich 1973 auf den markt
@uwe
wenn das der karl list was du machen willst
wird er dir sicher keinen tip geben ;) ;)
das was du mit der kleinen bell machen willst
das ist eine vergewaltigung 8o
kauf dir einen RAPTOR
beim helistar wirst du auch brobleme haben ERSATZTEILE X( !!!!!!frank?????
Hallo Ewald,
das zwischen der 212 und der Heim Mechanik einige Jahre lagen weiß ich. Ich hatte damals ca. 1985 mit einer gebrauchten 212 angefangen und hab dann recht schnell auf die Avantgarde ( Heimsystem ) gewechselt.
Der Heli Star wird nur sehr selten bewegt, ist glaub ich vor 2 Jahren das letzte Mal in der Luft gewesen. Ich hab allerdings noch einige Teile dafür. Ich hab auch noch einen neuen Champion.
Ich nutze dieses Helis ja nicht um damit jeden Tag zu fliegen, da hab ich andere.
Kam vielleicht falsch rüber.
turbine35
15.11.2005, 16:24
Hallo
Hatte damals 3 Stück von den 47Gs :D
Kurz zum Modell:
Ca. alle 5min Heckrotor Ausfall, der Stahldraht hielt nicht, da er nur am Ende abgebogen war.
Kreisel gab es noch nicht! ;)
Großes Problem war die Motorleistung, ein Rast zu fett und er hob schon nicht mehr ab und wenn er abhob, war er schon schrott!
Da keine Leitung über war zum abfangen.
Da schlugen die weichen Rotorblätter immer ins Heck X(
Zumindest meistens.
Wie schon angesprochen war es damals schon ein sehr großes Problem, das der Kunststoff sehr spröde war.
Lust hätte ich aber auch noch mal, nur leider gibt es sehr wenige Original verpackte von damals.
Die fertigen sind alle für die Decke, da sie schon beim anfassen auseinander brechen.
Gruss Micha
Martin Greiner
18.11.2005, 20:39
Hi!
Hier der Link zu der Seite, die es "nicht mehr gab"...
Bell 47 G (http://www.8ung.at/airtouch/modelle/bell47g.html)
...oder besser spät als nie - gefunden über Helioldie...
Vielen Dank für Eure Mühe, ist ja einiges zu Stande gekommen. Geduld zahlt sich eben aus. ;) Die Berichte und Links sind genial! :P
Gruß aus dem Schwarzwald, Uwe.
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