Vollständige Version anzeigen : Wie elektrost. Aufladung bei Sceadu vermeiden?
Grüß Euch alle miteinander!
Hatte heute eine kleine Schrecksekunde, als mein Sceadu oder besser gesagt, dessen Empfänger auf Fail-Safe ging und daher der Motor in den Leerlauf fiel.
Alle Funktionen waren aber gleich wieder da, nur der Motor mußte durch vorheriges Positionieren des Steuerhebels (des Senders) auf Leerlauf neu hochgefahren werden!!
Habe so wieder einmal (unabsichtlich) meine noch sehr, sehr dürftigen Autorotationsfähigkeiten trainiert...[img src=icon_smile_blush.gif border=0 align=middle][img src=icon_smile_blush.gif border=0 align=middle]
Dieses Phänomen ließ sich beliebig reproduzieren, d.h. Motor wieder auf Touren kommen lassen und dann plötzlich kurz Fail-Safe. Habe dann (ja, ich habe eh geahnt, was daran Schuld ist) die Heckriemenspannung verringert (und zwar so, daß der Riemen ab und zu am Heckrohr anschlug...)und das Phänomen war weg!
Nun meine Frage: Welche vernünftige Lösung gibt es, um einen Potentialausgleich zwischen Heckrohr und der Abtriebswelle (müßte doch reichen, oder?) für den Riemen herzustellen?
Ich habe den 3. Lagerblock eingebaut und kenne auch die Lösung vom Thomas Isariuk (Hallo Thomas!) aus dem ROTOR-Bericht, allerdings kann ich auf dem Photo zuwenig Details erkennen!
Wäre für jede Hilfe, bzw. Beschreibung dankbar....auch meine Freya muß ich nun modifizieren!!!!!
LG Fossy
Hallo
Ich verwende nur PPM aber das ist mehr glaubensache....
All ore Nothing [img src=\"http://www.smilies-world.de/Smilies/Usersmilies/Rafael/baronrojo.gif\" border=0]
Hallo
Ich verwende nur PPM aber das ist mehr glaubensache....
All ore Nothing [img src=\"http://www.smilies-world.de/Smilies/Usersmilies/Rafael/baronrojo.gif\" border=0]
Wahrlich eine informative Antwort!
Grüsse
Dieter
Thomas Isariuk
20.02.2002, 19:12
Hallo Fossy,
es gibt zur elektrostatischen Entladung bei riemengetriebenen Helis ganze Abhandlungen und Glaubenskriege.
Fakt ist, dass sie aufgrund der physikalischen Randparameter unter bestimmten Konstellationen vorkommen kann - aber nicht muss ...
Problemlösungsansätze gehen im Allgemeinen davon aus, dass ein Potentialausgleich zwischen HeckABTRIEBSwelle und HeckGETRIEBEwelle dargestellt werden muss.
Bei SCEADU bieten sich hier folgende Lösungen an:
1. Heckabtrieb
Das dritte Lager aus meinem ROTOR-Bericht ist hier der Hauptangelpunkt. Ich fräse in den Kunststofflagerbock des dritten Lagers eine kleine Nut, damit ich beim Einpressen des Lagers in den Halter ein Kabel dazwischenklemmen kann. Das andere Ende des Kabels verbinde ich mittels Schraube mit dem Heckrohr (zum Glück bei der SCEADU aus Alu) ...
2. Heckgetriebe
Beim Heckgetriebe gehe ich analog zur \"vorderen\" Lösung vor und verbinde das Heckrohr per Kabel mit dem Lager der Heckrotorwelle. Auch hier wird das Kabel zusammen mit dem Lager in die Gehäusehälfte mit angeformtem Lagersitz \"gequetscht\". Eine kleine Nut verringert die Verspannungen ...
Bei Freya funktioniert das Ganze natürlich genau so ...
DIESE Maßnahme löst Dein Problem aber NICHT UNBEDINGT!
Eine weitere Möglichkeit des Störeinflusses kommt von der Servozuleitung des Heckservos zum Kreisel. Da diese Leitung meist sehr lang ist, können diverse elektrische Störimpulse (Gestänge, Dämpfer, lose Schrauben, etc.) direkt in die Elektronik des Empfängers rückgekoppelt werden.
Hier empfiehlt Hirobo einen entsprechenden Entstörfiler in die Servoleitung einzuschleifen. Die Dinger gibts bei Robbe (Futaba) und Graupner (JR) fertig zu kaufen. Ein reiner Ferritring hilft zwar auch schon, die Futaba-Lösung mit Entstörelektroinik gefällt mir persönlich aber besser ...
Zusammenfassung:
Einige meiner Helis brauchen MANCHMAL die Entstörung und den Potentialausgleich (je nach Wetterlage), andere (z.B. mein RG [M]) nie ...
Tschau,
Thomas Isariuk
Hallo nochmal!
@Thomas:
Danke, jetzt kann ich mir schon was darunter vorstellen! Ich bin mir sicher, daß das Problem vom Riemen kommt. Ich bin am Samstag 6 Tanks (war auch Erstflug) ohne irgendwelche Probleme geflogen.
Dann habe ich zwischenzeitlich die Kreuzschlitz-Schrauben, mit welchen das Heckrohr in das Chassis \"gequetscht\" wird durch Inbusschrauben ersetzt und dabei den Riemen zu stark gespannt. Dann die Probleme. Nach dem Lockern des Riemens wieder 3 Flüge ohne Probleme!
@Sebastian Z:
Hast schon recht, mit PPM hätte ich halt ein Zucken bemerkt und vielleicht früher darauf reagiert. Andererseits kann ich mit PCM bestimmen, daß der Motor auf Standgas fährt und dem Heli z.B. bei Doppelkanalbelegung die \"Puste\" ausgeht, bevor er irgendwo unkontrolliert mit Vollgas einschlägt......
LG Fossy
Wolfgang
22.02.2002, 08:59
Hallo Thomas,
du schreibst in deinem Beitrag von Entstörfiltern vorgefertigt.
Ich wüßte gern die Bestn. von Futaba bzw. Graubner.
Wolfgang Peter
Thomas Isariuk
22.02.2002, 10:00
Hallo Peter,
Robbe/Futaba: Servo-Entstörfilter, Best.-Nr. F1413
Graupner: keine Ahnung, da ich Futabianer bin ...
Tschau,
Thomas Isariuk
Hallo!
Habe das Heckrohr mit der Abtriebswelle leitend verbunden.....
Seither (10 Flüge) keine Probleme mehr [img src=icon_smile_tongue.gif border=0 align=middle][img src=icon_smile_tongue.gif border=0 align=middle]
Danke nochmal!
LG Fossy
Hallo Leute,
J. Effing hat mir zu dem Thema den Tip gegeben, den Riemen ganz leicht
zu fetten. Ich mache das mit dem Teflon-Fett von robbe sowohl bei der
Freya, als auch beim GPH und von Störungen habe ich noch nie etwas bemerkt.
Gruß Axel
martin_fuerst
04.03.2002, 14:09
Hallo Fossy !
Meine Riemenerfahrungen (von 2 Raptoren):
- zu straffe Riemenspannung => Heckzucken
Abhilfe bringt:
-etwas lockerer Riemen
-Antistatikspray drauf
-Heckausleger \"erden\" (Potentialausgleich auf Motorschraube min.1,5²)
P.S:
Es stimmt:
Manche brauchen das alles nicht (trotz Riemen)
LG
Martin
Meine Heliseite:
[img src=\"http://members.aon.at/mfuerst/mhs2.jpg\" border=0]
Andreas Schweiger
06.03.2002, 13:05
Hallo Fossy,
ich hatte bis gestern in meinem Eigenbau (ähnlich 3D-NT) auch große Probleme mit ständigen Zuckungen am Heck. Zu dem war der Heli auch am Kopf sehr unruhig. Ich habe alles mögliche versucht. Von der Glühkerze bis zur Heckrotorwelle habe alle Teile das Gleich Potential, auch die wellen und Riemenräder. Ich konnte nur feststellen das die Zucker bei starker Riemenspannung zunahmen. Dadurch das ich einen PPM Empfänger einsetze konnte man das gut beobachten. Gestern kam mir mal der Gedanke die Riemenaußenseite zu \"Erden\". Ich habe einen Blechstreifen als Schlaufe gebogen und so an das CFK-Seitenteil geschraubt, daß der Riemen leicht daran schleift. Bei einem Testflug gestern Nachmittag war der Heli nicht wieder zu erkennen. er liegt jetzt absolut ruhig in der Luft.[img src=icon_smile_big.gif border=0 align=middle][img src=icon_smile_big.gif border=0 align=middle][img src=icon_smile_big.gif border=0 align=middle]
Vielleicht hilft euch das auch weiter.
Viele Grüße
Andreas
Hi Euch allen!!
Danke nochmals für Eure Tipps!
Der Quirl geht jetzt super und ohne irgendwelche Störungen!!
[img src=icon_smile_big.gif border=0 align=middle][img src=icon_smile_big.gif border=0 align=middle]
LG Fossy
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