Vollständige Version anzeigen : Zu viel Sim gift für Anfänger
Ich greif jetzt mal das Thema auf, da man immer wieder von Einsteigern hört im Forum, die schon seit wochen und monaten am Sim fliegen und da Loopings usw fliegen können, aber in echt dann so viel Stress haben, das Sie nicht mal mehr schweben können ohne halben Herzinfakt.
Wie seht Ihr das ganze?
Wie macht man Es richtig?
Also zb schweben am Pc, wenn ok dann raus und in echt probieren evtl mit helfer beim ersten mal. Dann alleine...
Leichtes hin und her fliegen am Sim, dann raus und in echt....
Meiner einer hat es auch so gemacht. Also Schweben am Sim, dann raus in den Schnee und Kampfscheben :)
Vielleicht hiflt dieser Fred ja so allen Anfängern... ?(
Ein Bekannter von mir hats so gemacht: aufm Flugfeld konnte er nicht mal den Heli richtig schweben lassen. Am Sim gelangen ihm problemlos Loopings. Obwohl ich ihn gewarnt habe, musste er es auf dem Flugfeld auch testen - der Heli bohrte sich in den Boden! Der Sim ist bestimmt eine tolle Sache um grundsätzlich ein Steuergefühl zu bekommen. Leider verleitet er zum Übermut, was im Sim kein Problem ist. Am Besten ist eine Mischung:
Sim - dann Fluglehrer - dann allein aufm Flugfeld. Ersatzteile sind unumgänglich und auch notwendig (für die Wirtschaft :D ) Und weil wir im 21 Jahrhundert leben, gibt es "Autopiloten" wie den Stabilizer und bald den HeliCommand - beide eignen sich für den ambitionierten Anfänger, der um die Gefahren des Helifliegens bescheid weis. Diese beiden Steuerungen können zwar sehr viel, aber eben nicht alles und Elektronik fällt schon mal aus!
Hallo zusammen,
ich bin auch der Meinung, dass der Simulator keinesfalls das "echte" fliegen ersetzen kann. Ich sehe es genauso wie Uwe Z.: Motorik am Simulator und dann raus auf den Flugplatz.
Thomas.Pajonk
11.02.2006, 09:08
Ich habe ganz ohne Sim angefangen. Erst ab dem Moment, wo der Rundflug klappt habe ich mir dann einen Sim zugelegt um diverse Manöver vorher auszuprobieren.
Ich bin aber auch der Meinung, dass der Sim nur ergänzend funktionieren kann; nicht erst lange am Sim üben und dann wird schon alles gut.... Ist halt in echt doch noch ganz anders.
Steffen Schröck
11.02.2006, 09:15
Moin zusammen,
muss André wiedersprechen: Es geht auch ohne E-Teile!!!
Ich fliege jetzt das 5te Jahr. Bin nun langsam am Rückenflug dran. Zugegeben, ich hab mir viel Zeit gelassen und die ersten 2-3 Jahr nur in allen Lagen schweben geübt(Kufen nach unten).
Aber dann ist es mir mehr als leicht gefallen mit dem Rundflug anzufangen. Erst nachdem ich den Rundflug konnte(so einigermaßen), hab ich mir den Reflex geholt. Da hab ich dann die Steuerung von Kurven auf mich zu, Loops, Rollen, usw. geübt. Hat das geklappt bin ich auf den Platz raus und ganz hoch raus und einfach mal geschaut was der Heli macht wen ich..........
Joa, zwischendrin ein paar Pausen gemacht, weil kein Bock oder Geldmangel(war damals noch Schüler und hab alles selbst gezahlt).
Angefangen hatte ich mim Sky Fox, dann Mille 90, Rappi 50, Freya #1, Rappi 50, Freya #2, Sceadu 50 Evo, Freya #3, Acrobat 91+Lipoly, Freya #4, Pause, Acrobat 91 :D :D :D
Also ihr seht, da war auch Abwechslung mit drin :D :D
Andreas Bleyer
11.02.2006, 09:24
Hallo,
Wie mittlerweile schon mehrer geschrieben haben: Wozu braucht man überhaupt einen Simulator? Es geht auch ohne! Wenn man es vorsichtig und systematisch genug angeht auch ohne fremde Hilfe.
Meine Methode:
1. Schlaue Bücher lesen, Theorie üben.
2. Hubschrauber _BAUSATZ_ kaufen. Man lernt beim Zusammenbauen wie das Ganze funktioniert.
3. Hubschrauber gefesselt auf einem Gestell auf dem er 20cm abheben, drehen und etwas kippen konnte in Betrieb genommen. Dabei lernt man die wichtigsten Einstellungen auszuführen. Auch die Grundsätzliche Motorik kann man hier lernen.
4. (o.k. das war sicherheitstechnisch jetzt nicht so toll) Mit Reifen drunter auf einen großen Parkplatz gegangen und in Flughöhe 0 - 1cm bis zur Vergasung geübt. Auf Asphalt sieht man schon vor dem Abheben wo die Kiste hin rutscht.
5. Allen Mut zusammengenommen und mal richtig abgehoben. Und siehe da, die Kiste schwebt wie angenagelt.
6. In einen Verein eingetreten und Rundflug geübt....
Bis hier hin alles selbst erarbeitet und bruchfrei!
Das war 1993. Ich hatte mir im Herbst den Hubi gekauft und im Sommer konnte ich dann schweben. Brauchbare Simulatoren gab es noch nicht. Das funktioniert aber anscheinend nur, wenn man vorher noch keine Playstation in der Hand hatte. Wenn wir heute auf Veranstalltungen die Kids Simulator fliegen lassen, muß man leider feststellen: Die können nur den Stick von einer Ecke in die andere werfen. Feinmotorik ist nicht vorhanden.
Gruß,
Andreas
Für einen blutigen Anfänger im Modellbau ist ein Simulator in jedem Fall eine lohnende Sache, wobei dafür durchaus schon der FMS genügen kann.
Speziell wenn ich an die aktuell nachwachsende Generation denke, die durch billiges Chinesen-Schrottspielzeug mit Tip-Tip-Steuerung (Technik der 60er Jahre bei uns) verdorben ist und erst lernen muss, was der Begriff "Proportional" bedeutet, ist ein Simulator anfangs eine unschätzbare Hilfe, um ersteinmal die Feinmotorik bei der Bedienung von zwei Steuerknüppeln zu trainieren.
Genauso ist er zum Trainieren der Koordination zweier Steuerknüppel und der verschiedenen Ansichten eiens Modells je nach Fluglage sehr hilfreich.
Wenn man das hinter sich hat, kann man im nächsten Schritt getrost auf einen Koaxial-Heli für's Wohnzimmer wechseln, also XRB, Lama2 oder Bell 47, alternativ LMH. Anschließend dann auf einen "richtigen" Heli.
Gruß Gerd
Markus H.
11.02.2006, 09:37
Hallo,
als ich mit dem Heli angefangen habe, gab es noch keine Sims. Als ich mir vor ein paar Jahren einen angeschafft habe, hat mich das allerdings schon ein gutes Stück weitergebracht.
Ich denke, das Geheimnis liegt darin, den Sim nicht als solchen zu betrachten sonder wie ein echtes Modell zu "behandeln". Rumspielen und schauen wo die Grenzen liegen bringt meines Erachtens nichts.
Gruß
Markus
Hmmm...
Meiner Meinung nach kann man das was am Sim im Schlaf geht (vorrausgesetzt ein einigermaßen realer Sim, wie G3 oder XTR) auch zum größten Teil aufm Platz, leider aber verlieren die Leute draußen aufm Feld oftmals komplett die Nerven, da sie ständig im Hinterkopf haben "hier fliegen 1000 Euro" vor mir - wer soll da noch mit freiem Kopf Spaß haben??? Bei mir klappts am Besten und macht auch am meisten Spaß, wenn ich ohne viel nachzudenken die Finger das machen lasse was sie auch am Sim machen ohne es vorher zig mal durchzurechnen und zu überdenken, denn das, wie ihr Helikollegen alle wisst, macht langsam!!! Viele müssten nur mehr ihre eigenen Fähigkeiten vertrauen, die durchs Simtraining unterbewusst definitv vorhanden sind, aber durch zuviel Nachdenken verdrängt werden...
MfG Tobi
Edit: @Markus: So seh ichs auch!!! 10 Loops hintereinander am Sim, okay. Aber was bringt mir das, wenn ich z.B. beim Übergang ins Nasenschweben versage, weil mir das am Sim immer zu langweilig und mir diese Bewegung noch völlig fremd ist ?!?!?
Viele müssten nur mehr ihre eigenen Fähigkeiten vertrauen, die durchs Simtraining unterbewusst definitv vorhanden sind, aber durch zuviel Nachdenken verdrängt werden...
Da kenn ich einen! Der debkt auch immer darüber nach, was bei einem Crash kaput geht und wieviel es dann kostet!
Mfg
richard4
11.02.2006, 09:54
Also ich bin einer von den Anfängern, die am Simulator üben und nicht draußen.
Das kommt aber daher, dass ich noch nicht alle Teile für meinen Heli zusammen habe. Und da ich Schüler bin, kann es durchaus noch etwas dauern.
Das ich nicht besonders schnell zu einem flugfähigen Heli kommen würde war mir klar, deshalb habe ich mir ja auch den Simulator gekauft. Damit konnte ich in der Zeit, die ich zum Zubehör-Teile kaufen brauche schon Heli-fliegen üben.
Natürlich ist mir auch bekannt, dass sich der Heli in Wirklichkeit ganz anders verhalten wird.
Ich wollte nur sagen, dass vielleicht nicht alle die möglichkeit haben, erst Sim und dann draußen fliegen.
Und da denke ich ist der Sim doch kein Schaden.....oder doch??
Wenn du etwas Talent hast zum fliegen ist es wohl kein Schaden. Ich habs halt so gemacht. Heli kaufen und zusammenbauen (ich) und einfliegen lassen (modellbauhändler). Ca 4 wochen hat das gedauert .... derweil nebenbei am PC gesimt. Bis Schweben und etwas hin und her fliegen ok waren. Dann alleine los geschwebt ohne probleme. Dann hin und her fliegen, das erste mal am Kabel. Davor am Sim geübt. Somit klappte das dann einwandfei.
Ich hatte selber 2004 im Sommer eine Zeit wo ich mehr am Sim geflogen bin als in echt. Hatte da beretis eine 90er Mille und nen Logo 10. Mit dem Sim hab geübt, dann mit Logo probiert (zb Rollen), dann mit Mille geflogen. Das viele Simmen hatte den nachteil, das ich mit zitternden Fingern drausen stand beim fliegen. Vor allem mit dem 90er Heli. Flog da gerade mal 6 Monate....
Uwe Caspart
11.02.2006, 11:25
Natürlich ist mir auch bekannt, dass sich der Heli in Wirklichkeit ganz anders verhalten wird.
genau das ist der haken an der sim-fliegerei. die wenigsten (edit: so habe ich den eindruck) machen sich die mühe und stellen den sim so ein, dass sich sim und real eben nicht unterscheiden.
entweder wird gar nicht angepasst oder ich nenns mal "arcade-mode". schwebts unruhig, zack mal eben die paras geändert. nicht agil genug, zack.......
es verleitet einen ganz schön, den sim zu frisieren ( :)) schuldig, ich auch, aber dann "spiele" ich).
meine reflex-ente fliegt 1zu1 wie meine reale und was im reflex (sicher!!!) geht, setze ich sofort in real um.
der feine unterschied: im reflex ärgere ich die ameisen in real die bussarde :))
Habe auch ohne SIM angefangen weil mir der XTR zu teuer war. Aber warscheinlich ist es dadurch viel teurer geworden als mit Sim.
Meiner Meinung nach kann man genausogut mit Sim und ohne Sim chraschfrei das Helifliegen erlernen. Es kommt nur drauf an wie schnell man erfolge haben "muss"...
Wer eine Sache solange lernt bis er es wirklich 100% kann der wird vom Chrash verschont bleiben. Aber wer hält das schon durch dass einem Langweilig wird :O)
Habe aber festgestellt dass man zwischen Sim und relaem fliegen mindestens einen Tag Pause machen sollte. Wenn ich noch vor dem Flugplatz mich eine Stunde an den PC setze muss ich erst noch mal das Schweben lernen :) Habe dann mit dem echten Heli totale Problem. Habe das noch nie gehabt wenn das letzte simmen einen Tag oder länger her ist...
Gruß
Ingo
Hallo,
ich sags mal so:
Was man am Sim nicht beherrscht, wird man mit Sicherheit auch nicht auf dem Platz fliegen können.
Was nicht heisst, dass man automatisch alles in Realität beherrscht was man am Sim kann - man muss sich auf dem platz erst noch mal rantasten und es quasi nochmal "lernen".
"Lernen" in Anführungsstrichen, weil es sich dabei mehr um Überwindung und das Gewinnen von Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten handelt - der eigentliche Vorgang des Erlernens der Motorik und der Auge-Hand Koordination hat schon am Sim stattgefunden.
Je öfter man diesen Zyklus durchgemacht hat, desto schneller geht das voran - man beginnt seinen eigenen Ergebnissen am Sim zu trauen und setzt sie dementsprechend forscher um.
Gruss,
Thomas
flyrichard
11.02.2006, 13:00
Hi,
schön gesprochen / geschrieben Stone !!!
Also meiner Meinung nach kann man wirklich vorzüglich am Sim das fliegen lernen wenn man wie schon gesagt wurde :
1. Den Sim der realen Maschiene anpasst (für einen blutigen Anfänger schwierig bis unmöglich!)
2. Den Sim Heli ähnlich behandelt wie den realen (sprich wirklich trainiert und nicht einfach wahrlos umherdröhnen)
3. Muss man EHRLICH zu sich sein egal ob Sim oder draußen! Wenn ich merke das mir eine bestimmte Fluglage nicht gut liegt weckt das sofort den Ehrgeiz es zu üben bis es super klappt !
Ohne diese Ehrlichkeit denkt man wahrscheinlich schnell wow wie gut ich diese und diese Figur kann "ich bin der größte" :)) Man kann natürlich die kleinen Probleme wegdenken nur nervt es mich persönlich ohne Ende wenn ich z.B.: eine Figur nur von einer Seite anfliegen kann!
Gieb einem halbwegs klugen Menschen einen vernünftig eingestellten Heli und die dazu passige RC Ausrüstung programmiert, einen Sim der sehr ähnlich dem realen Heli ist und spritze ihm eine gute Dosis Ehrgeiz und ratzfatz erlernt er das fliegen ! Das fliegen an sich ist bei den Helis meiner Meinung nach nicht das allerschlimmste!
Für mich waren damals Probleme wie Motoreneinstellung schlecht gewuchtete Helis , abfallende Teile weil man zb. die kleinen Tricks nicht wusste das größte Problem!
Dazu kommt natürlich das man etwas Kleingeld braucht und eine Menge Zeit !
mfG
Ricardo <<< der sich vor 2 Jahren das denken beim fliegen Gott seis gedankt abgewöhnt hat
8)
..aus beruflicher Sicht kann ich dazu sagen, daß alles ,was man koordinativ erlernt eine neurophysiologische Anbahnung zu Folge hat. Vor allem durch viele Wiederholungen. Letzteres hat wiederum zu Folge, daß Mechanismen stereotyp werden. Wie z.b. beim Autofahren....in der ersten Fahrstunde überlegt man noch...Kupplung und dann schalten...nachher macht man es unbewußt.
Verhaltens- und Steuerungsmuster ,die am Sim erlernt werden haben sich nun manifestiert und werden übertragen....passt natürlich nicht....und wenn, allenfalls zum Schwebeflug.
Verhaltens- und Steuerungsmuster ,die am Sim erlernt werden haben sich nun manifestiert und werden übertragen....passt natürlich nicht....und wenn, allenfalls zum Schwebeflug.
Und was wolltest du uns nun damit genau sagen ??? :(
MfG Tobi
likesthat
11.02.2006, 13:53
auch interessiert ?(
..aus beruflicher Sicht kann ich dazu sagen, daß alles ,was man koordinativ erlernt eine neurophysiologische Anbahnung zu Folge hat. Vor allem durch viele Wiederholungen. Letzteres hat wiederum zu Folge, daß Mechanismen stereotyp werden. Wie z.b. beim Autofahren....in der ersten Fahrstunde überlegt man noch...Kupplung und dann schalten...nachher macht man es unbewußt.
Kurz und knapp: Übung macht den Meister! :) :) :) :) :)
Aber es existiert ein Interesse an der generellen Rezession der Applikation relativ primitiver Methoden komplementär zur Favorisierung adäquater komplexer Algorithmen. = Warum einfach, wenn´s auch kompliziert geht?
Gruß FLO
[Edit:] Das ist kein Angriff auf die fachliche Kompetenz von Agusta sondern einfach ein Spaß!!!
Verhaltens- und Steuerungsmuster ,die am Sim erlernt werden haben sich nun manifestiert und werden übertragen....passt natürlich nicht....und wenn, allenfalls zum Schwebeflug.
Schlicht und ergreifend völlig falsch. Die Muster die am Sim erlernt wurden sind grundlegender Natur,die Adaption an die Realität erfolgt reibungslos. Nach der Argumentation muesste man den Heliflug mit jedem neuen Modell neu erlernen - oder der Sim muesste so grottenschlecht sein, das er völlig falsche Reflexe schult.
Gruss,
Thomas
likesthat
11.02.2006, 14:28
ich hab auch nur mit dem sim angefangen! 4 monate trainiert und ab aufs flugfeld. da waren schwebeflug und rundflug gleich leicht wenn nicht leichter wie am sim, wegen der lageerkennung! ich bin als blutiger anfänger bis zur mind. 10en stunde absturtzfrei geflogen, rundflug, leichter rückwärtsflug und schwebeübungen in allen lagen. und das hat mir nie jemand beigebracht, das habe ich alles selber am sim geübt! ich weiss nicht wo ich ohne sim währe aber wahrscheinlich hätte ich schon alles verkauft.....
am sim kann man sehr wohl sachen üben die man danach auch verwenden kann, ich fliege nicht umsonst seit einem halben jahr real mit nur einem absturtz und einer missglückten ATR
am wichtigsten sind die reflexe und wie man den hubi aus schwierigen situationen befreit!! das ist das wichtigste!!!
@ Stone: okay...werde mein Uni-Diplom zurückgeben und den Job in der Neurologie kündigen.
Würde Dich gerne in unsere Klinik einladen, um mal einen Vortrag von Dir zu hören...wir erhoffen durch neue Denkansätze noch bessere Ergebnisse. :)
Sorry Augusta, aber ich bin da auch Stones Meinung...
Du schreibst, laienhaft ausgedrückt, in deinem letzten Absatz, dass man das am Sim gelernte nicht in die Realität übertragen kann und diese Aussage halte ich für nicht zutreffend. Als bestes Beispiel sehe ich da z.B. mich, da ich Simtraining sehr gut umsetzen kann, und ich denke, ich bin da nicht der einzige. Mir geht es gerade um die Verhaltens- und Steuerungsmuster, denn gerade die vorhandenen Muster ermöglichen mir den Transfer, oder?!?! Das Problem is oft nur der psycholgische Faktor, dass die Leute aufm Platze einfach "Schiss" bekommen...
MfG Tobi
Stimmt. Hab ca 2 wochen lang jeden abend etwas rücken rückwärtsflug geübt. Am Sonntag darauf habs dann spontan nach paar Minuten gemacht. Hab gedacht " machs einfach, wie mans steuer weist du ja" und Es hat geklapt. Nur der ausgang mit ner Rolle wär fast in die Hose gegangen, aber nur fast. :D
edit: ich meine nicht nur schweben am rücken, sondern rücken rückwärtsflug!
Sorry...das mag beim Schwebeflug zutreffen wie ich bereits schrieb. Beim Rundflug fängst schon an. Und wie lukrativ sich dieser übertragen lässt, sehe immer daran, wie oft bei diversen Simanhängern der Heli im Dreck landet. Einfach weil gewisse physikalische Parameter, in ihrem Umfang ,im Sim nicht programmiert sind. Sicherlich gibts diverse Waghälse im Forum, die ähnlich wie im Bundestag ALLES können. :)
Die Ergebnisse sprechen für sich...aber...eben nur MEINE Meinung
likesthat
11.02.2006, 18:36
ich behaupte sicher nicht das ich alles kann, aber naja.
wieviele piloten stürtzen ab die nicht am sim üben?
ich habe meine meinung schon oben gepostet und daran werd ich auch nichts ändern. ohne sim währ ich heute nicht da wo ich jetzt bin und rundflüge mach ich mitlerweile im schlaf---> dank sim und sonst nichts!!
Hallo,
ich hatte mir den XTR lange vor dem Heli gekauft, um erst mal Aus-Zu-Kundschaften, ob das ganze für mich einen Wert hat. Als erstes dachte ich wirklich ich bin zu dumm für das Hobby. Nach und nach ( 3 Monate später ) war ich mir sicher, dass ich so ein Teil auch in Realität fliegen kann.
Ich sagte mir immer, es muss am Sim. alles ohne Nachzudenken gehen, dann bin ich auch bereit für den richtigen Heli.
Nach ca. 100 Std. am Sim konnte ich problemlos alle "normalen" Fluglagen ( Kufen unten und oben ) fliegen. Dann kam der Startschuss zum Kauf eines echten.
Ich bin bis heute der Meinung, dass dieser Weg für mich der richtige war.
Nach ca. 5 Litern kam der Hulahupring weg, nach weiteren 5 Litern, ging ich schon in den Rundflug über.
Mittlerweile bin ich nun bei ca. 60 Litern angekommen und habe noch "kein" Lehrgeld bezahlen müssen ( TOI TOI TOI ).
Mein Fazit:
Am Sim. üben üben üben....... bis zur Vergasung... und wenn dann das Gefühl einem grünes Licht gibt raus. Auf dem Platz sieht dann eh wieder anders aus... und man fliegt Sachen wie ganz am Anfang der Simzeiten. Woche für Woche kommen dann angelernte Flugmanöver, die man ja schon fast im Schlaf am Sim geflogen ist dazu.
Man hat halt SAUMÄSSIGEN Respekt vor der dröhnenden Kiste vor sich..... und das ist auch richtig so.
Gruß
René
Die Physik ist da bei mir relativ. Da sich mein Logo 10 oder Mille 60 2,oder Vigor cs oder Hornet 2 immer anders fliegen. Um das gehts auch gar nicht so genau. Sondern um das, daß man weis, wie die Knüppel zu bewegen sind, damit man da und dort hinkommt. Das es bei diesem und jenen Heli schneller oder langsamer oder giftiger oder weis der Geier was geht, spielt nicht so die große Rolle. Es geht darum das man nicht mehr überlegen muß, wie man was fliegt oder wie man es steuern muß. Man muß es einfach machen können. Dafür gibts nen Sim. Für die 100% Physik gibts nen echten Heli. Ich sprech jetzt fürs Anfänger fliegen und nicht für die, die F3C mitfliegen und Figuren bis auf letzte genau fliegen müssen....
Wobei die Profis wohl auch nicht ewig vorn Sim hocken und da fliegen. Schumi fährt ja auch nicht GP4 oder F2002 am PC um fürs Rennen zu trainieren.
bell hiller
12.02.2006, 00:09
hallo zusammen
ich bin auch ohne sim angefangen ! aber heute würde ich es anders machen.
der sim ist meiner meinung nach ein unersetzbares lernmittel . ohne meine
simfliegerei wäre ich heute nie so weit, da man unbeschwert seine steuerfolgen üben
kann .
"ohne sein modell zu riskieren"
die konservative meinung das man hubifliegen lernen "ohne die heute möglichen
technischen hilfsmittel" nicht in anspruch nimmt , finde ich sehr altmodisch .
mit anderen worten es sind immer die gleichen die sich davor verschließen"aus was
für gründen auch immer ".
fazit :
ein sim ist nicht zum nachteil ,eher um kostengünztig figuren fliegen zu üben.
und ich denke das jeder der es ernst meint den unterschied zwischen real und sim
erkennen wird .
gruss roland
bell hiller
12.02.2006, 00:15
hallo zusammen
ich bin auch ohne sim angefangen ! aber heute würde ich es anders machen.
der sim ist meiner meinung nach ein unersetzbares lernmittel . ohne meine
simfliegerei wäre ich heute nie so weit, da man unbeschwert seine steuerfolgen üben
kann .
"ohne sein modell zu riskieren"
die konservative meinung das man hubifliegen lernen "ohne die heute möglichen
technischen hilfsmittel" nicht in anspruch nimmt , finde ich sehr altmodisch .
mit anderen worten es sind immer die gleichen die sich davor verschließen"aus was
für gründen auch immer ".
fazit :
ein sim ist nicht zum nachteil ,eher um kostengünztig figuren fliegen zu üben.
und ich denke das jeder der es ernst meint den unterschied zwischen real und sim
erkennen wird .
gruss roland
Uwe Caspart
12.02.2006, 12:40
Verhaltens- und Steuerungsmuster ,die am Sim erlernt werden haben sich nun manifestiert und werden übertragen....passt natürlich nicht....und wenn, allenfalls zum Schwebeflug.
dann muss ich ergo neu auto fahren lernen wenn ich die marke wechsle ?(
sorry 8) , ich glaub du solltest nochmal ´ne vorleseung zum thema nehmen. wenn du dann immer noch der meinung bist, dann werde unternehmensberater in der luftfahrt. hast ´ne prima lösung gefunden um kohle zu einzusparen. all die millionenteuren simulatoren sind überflüssig.....
oder hab ich deine aussage komplett missversanden :)
Hallo,
@Sascha
@ Stone: okay...werde mein Uni-Diplom zurückgeben und den Job in der Neurologie kündigen.
Würde Dich gerne in unsere Klinik einladen, um mal einen Vortrag von Dir zu hören...wir erhoffen durch neue Denkansätze noch bessere Ergebnisse.*
Wieso probierst du es nicht einfach mal aus? Nimm eine beliebige komplexe Figur, sagen wir Rollenkreis oder Piroflip, erlerne Sie im Sim und übertrage Sie in die Realität und berichte von deinen Erfahrungen.
Ich zieh mir hier nichts aus den Fingern, sondern schildere meine Erfahrungen. Deinen Standpunkt kann ich mir nur dadurch erkären, dass du die Erfahrung nie selbst gemacht hast.
Du solltest denjenigen, die am eigenen Leib erfahren haben, worüber Sie reden zumindest Gehör schenken. Unvoreingenommen, trotz (oder gerade wegen?) Uni Diplom.
Gruss,
Thomas
...ich denke wir belassen es hier im Portal bei Helis. Warscheinlich hat mich niemand verstanden und es gehört auch nicht hierher. Ich wollte nur nen kurzen Einblick in erlernte Verhaltensmuster vermitteln, welche schlußendlich stereotyp werden und somit identisch abgerufen werden. Das ist nicht nur am Sim der Fall sondern in der gesamten Ontogenese. Aber egal....nur zur Info...ich hab nen Reflex, nen Areofly und nen Easyfly...kanns daher beurteilen.
Markus 'nurmalso' Pillmann
12.02.2006, 16:54
sondern in der gesamten Ontogenese. Aber egal....nur zur Info...ich hab nen Reflex, nen Areofly und nen Easyfly...kanns daher beurteilen.
Aber auch nur aus Deiner eigenen subjektiven Erfahrung.
Die Betonung liegt auf Subjektiv.
In diesem Thread lernt man Dich aus einem ganz anderen Blickwinkel kennen, Augusta. Dein Diplom in allen ehren, ich habe keins. Aber das ich von den Erfahrungen am Sim profitiere, merke ich auch ohne Diplom. Oder gerade weil ich keins habe? Das sollte mal untersucht werden.
Gruesse
Markus
Naja, bezeichnen wir doch das Sim-Training als Try and Error vorgang! Aus lerntheoretischer Sicht wäre es am erfolgreichsten, wenn nach jeder gelungenen Figur der Computer ein kaltes Bier ausschenken würde! Nur is dann bei den meisten nach 20 min schluss mit fliegen!
Mfg
Uwe Caspart
12.02.2006, 17:37
.........kaltes Bier ausschenken würde! Nur is dann bei den meisten nach 20 min schluss mit fliegen!
:P :P :P das probier ich gleich mal aus. scôl
..kennt Ihr den Ströbele von den Grünen?...EGAL was man sagt oder vorschlägt....der Typ ist GEGEN ALLES. Man kann wissenschaftliche Beweise bringen, noch so präzise argumentieren...NEIN !!! FALSCH !!!
An den erinnert mich hier so mancher...wie blöde muss man denn sein?
NOCHMAL: Mag ja sein daß der SIM ne nette Hilfe ist...die REALITÄT sieht aber anders aus. Ich und viele andere konnten am SIM wunderbare Loopings und Rollen fliegen...im Reallife gings nicht. Das hatte mit Angst nix zu tun sondern damit daß der Heli anders fliegt...
Und nun wird mir die Diskussion etwas zu stupide...
Hi Augusta, mich würde deine Argumentation schon sehr interessieren! Auf den Faktor Physik bezogen hast du natürlich recht, aber wie siehts mit Reflexen aus??
MFG
Hallo alle !
Ich habe mir nach 4 oder 5 Anfänger Crashes den Reflex gekauft. Dort habe ich mir meinen Heli so eingestellt, dass er immer etwas giftiger zu steuern war als in der Realität.
Dann habe ich viel und konsequent geübt, und nicht gespielt !
Also immer ein Lernziel vor Augen (5 Min. schweben pro Lage, 8en fliegen, Landeanflug üben, später Loopings, Rollen inkl. Notausstiege in blöden Lagen, und siehe da, in der Realität war es für mich dann sogar leichter als im Sim !
Also ich für meinen Teil kann am Sim erlerntes sehr gut in die Realität umsetzen.
Peter
...das fängt mit einfachen Dingen an...z.b kann ein Heli selbst bei negativem Pitch (das Thema gabs schonmal) Auftrieb haben. Das ergibt sich aus der Summe einzelner Kraftvektoren, die während des Fluges auf die Blätter einwirken und somit den effektiven Anströmwinkel bestimmen. Das hängt sehr stark von Wind und Thermik ab. Ich glaube nicht, daß ein Simulator solche Zusammenhänge beinhaltet...aber ich möchte das Thema lieber beenden, bevor ich hier geköpft werde....ich halte SIMS nach wie vor geeignet für Schwebeflug...den Rest lernt man meiner Meinung nach im reallife...ich akzeptiere selbsverständlich auch Ansichten von Piloten, die alles gleich umsetzen konnten..Glückwunsch! :)
Das mal zur Entschärfung der Situation...
flyrichard
12.02.2006, 19:36
Hi,
Mit Verlaub Herr Diplom :D
Vor längerer Zeit haben gebildete studierte behauptet die Erde sei eine Scheibe! Warum muss denn so eine Wissenschaftliche Studie immer zu 100% richtig sein ?
Du stellst hier eine These auf und alle anderen behaupten das komplette Gegenteil und das nicht weil die Leute es in einem anderen Buch gelesen haben sondern weil sie praktische ! Erfahrungen gesammelt haben ! Schon dumm das Deine Theorie was anderes sagt aber für 90% der Leute ist nun mal die Realität wichtiger :))
Also weiterhin viel !!!SPAß!!! beim fliegen / üben und schön aufpassen nicht das mir noch einer von der Scheibe öhm Erde fällt
:rolleyes:
mfG
Ricardo <<< der seine Figuren recht gut aus dem Sim umsetzen kann
EDIT: Natürlich funktioniert das SIM fliegen nicht so das ich nen halbes Jahr am Sim fliege und dann gleich als 3D Meister über den Platz stolpere ;-) Es ist schon logisch das der Sim das reale Training nur begleiten / ergänzen kann! Um den Platz kommt man nicht herrum ganz einfach auch um den Kopf freier zu bekommen und "cooler" zu werden , Erfahrungen zu sammeln ...
Alles klar, so weit stimme ich dir voll und ganz zu! Aber ich sehe den Sinn im Sim einfach darin, dass ich immer weiss, wie ich den Heli in welcher Fluglage zu steuern habe, das gilt fürs schweben, genauso für andere Flugfiguren. Hat denn das Fliegen eines Hubschraubers nicht auch sehr viel mit Reagieren zu tun?? Das das Gelernte, sprich die Knüppelbewegung einzelner Figuren nicht 1:1 in die Realität übertragen werden kann, ist denke ich jedem klar! Aber durch langes simtraining weisst du halt, wie du steuern musst, wenn der Heli mal in einer Figur aus der Bahn läuft, was er je eigentlich bei fast jeder neuen Figur macht! Und da komt dir doch das Simtraining sehr zu gute! Oder stimmst du mir da nicht zu??
Mfg
Uwe Caspart
12.02.2006, 19:39
Das hatte mit Angst nix zu tun sondern damit daß der Heli anders fliegt...
aaarrrgghhhh!!!
...wie blöde muss man denn sein?
dann stell halt den sim-hubi so ein, dass er dem realen entspricht!!!
ein 747 pilot trainiert doch auch nicht am chessna-simulator.
nochmal, wenn das was du sagst stimmen würde gäbs keine simulatoren in der großfliegerei. das wär dann rausgeschmissenes geld. X(
sorry, musste sein :rolleyes:
:)) wieder lieb :))
@flyrichard:
..Du dürftest gar nicht in Deutschland wohnen...was glaubst Du eigentlich wovon wir hier existieren??? Sicherlich wohl von dem was Du verurteilst.
Och Leuts, warum müssen alle immer gleich persönlich werden! Ist es denn nicht mehr Möglich eine Diskussion zu führen und auch die Meinung anderer zu akzeptieren!
@flyrichard: Finde deine Kommentare ziemlich daneben, anstatt was zu hinterfragen direkt rein mit der Saubolle!
!MFG
@augusta: aber auch nit schön! Warum direkt so angepisst??
Uwe Caspart
12.02.2006, 19:46
@flyrichard:
..Du dürftest gar nicht in Deutschland wohnen...was glaubst Du eigentlich wovon wir hier existieren??? Sicherlich wohl von dem was Du verurteilst.
hä, was soll das nu ?( ?( ?(
@ ovid:
...kann ich dir sagen..."Herr Diplom"..wenn ich so was lese...hätt ich besser gar nicht erwähnt...ich finde so was diffamierend.
Naja, einfach drüber stehen! Ich habe vollsten Respekt vor deiner Meinung, nur würde ich sie gerne verstehen und vielleicht kommt man ja dann auf einen Nenner!
Mfg
likesthat
12.02.2006, 20:00
ja Reflexe klingt doch gut, das heli fliegen besteht fest nur aus reflexen und raktionen, und das liefert der sim doch wunderbar!!! in sachen physik ist das was anderes aber das war noch nie ein problem das man nicht lösen kann, einfach nach dem simmen einen oder 2 tage pause machen und dann fliegen gehen, dann ist die realität auch wieder einigermaßen da.
Uwe Caspart
12.02.2006, 20:06
jo, zurück zum thema
augusta, ich kapier deine these einfach nicht.
ich hab hubi fliegen alleine und mit simulator gelernt.
neue figuren übe ich im sim und kann sie sofort umsetzen.
wenn ich mal wieder null durchblick zur lage der nati... äh des hubis hab, steuere ich einfach weiter wie am sim trainiert und das teil ist am ende da wo´s sein soll.
ich hab etlichen leuten surfen und segeln beigebracht und das wurde alles an land trainiert, zum teil mit primitiven hilfmitteln.
warum sollen dann unsere heutigen high-end simulationen zu mehr als schweben nicht tauglich sein?
kapier ich nicht
ovid:
..also ich beziehe mich nur auf die Anfangsfrage..." Zu viel Sim Gift für Anfänger"
..darauf hab ich wohl fälschlicherweise aus Berufserfahrung geantwortet. Ich habe nur versucht zu erklären, daß man sich vielleicht zu sehr an diese computergenerierte Flugweise gewöhnt. Da ich tagsüber Schlaganfallpatienten und Tetraplegiker behandle...denen neue Bewegungsmuster aus neurologischer Sicht beibringe, hab ich eben das Argument mit stereotypen Mustern gebracht. Das wurde dann dementiert. In Bezug auf die Anfangsfrage wars jedoch richtig. Ich würde meinen, daß man sich direkt der realen Situation stellen sollte, weil kein Simulator die Realität ersetzt....und Jaaaaaa...zu viel Sim ist sicher ungünstig für Beginner.
Ich vermute mal hier gings einigen Leuten mehr darum , auf meine "Klugscheißerei" zu reagieren...
flyrichard
12.02.2006, 20:18
Hi nochmals,
Also ich stehe eigentlich nicht auf Streitigkeiten vorallem nicht wenn man sein Gegenüber nicht sehen kann !
Also was genau war jetzt von mir soo böse das da sowas rauskommen muss ?
@flyrichard:
..Du dürftest gar nicht in Deutschland wohnen...was glaubst Du eigentlich wovon wir hier existieren??? Sicherlich wohl von dem was Du verurteilst.
Oder warst Du etwa damals auch dabei als die von der Scheibe gesprochen haben ?
Außerdem wohne ich garnicht so richtig in Deutschland eher im dunklen Teil Deutschlands ;-) (Ostdeutschland , Zone wie auch immer) Was glaubst Du was aus mir geworden wäre wenn ich all das geglaubt hätte was mir in der Schule oder auf Pioniernachmittagen gesagt wurde?
Ich sage es nochmal nicht alles was sich ein kluger Kopf ausdenkt und in Bücher schreibt muss unbedingt der Praxis entsprechen und das ist auch gut so!
mfG
Ricardo
Ps: bis jetzt hat Dir noch nicht 1 Leser zugestimmt bei Deiner These würde mir persönlich zu denken geben....
So das war dann auch das letzte Post von mir zu diesem Thema mit Verlaub :P
Uwe Caspart
12.02.2006, 20:19
ok, mit dem statement kann ich was anfangen :)
edit: @agusta
flyrichard
12.02.2006, 20:21
So nochmal Ich (Ja ich weiß wollte eigentlich nicht mehr schreiben)
Also hättest Du das letzte Post etwas früher gebracht wäre so eine flache Diskusion garnicht entstanden!
Ich habe ja auch in meinem Post unten extra noch mal dazu geschrieben das der Sim alleine nix bringt das er nur begleiten kann!
So ist das eben wenn der eine sich zu einfach ausdrückt und der andere zu kompliziert ....
mfG
Ricardo
nun gut...um der KUGSCHEIßEREI die Krone aufzusetzen:
Mit Reflexen hat das ganze echt nichts zu tun...ein Reflex ist ein vom alpha -Motoneuron geschlossener Bogen um eine Kokontraktion der antagonistischen Muskelaktivität hervorzurufen. Das macht der Körper , um sich vor Gefahren zu schützen. Die Muskelspindel wird anschließend vom gamma-Motoneuron neu calibriert *grööööhl* :D :D :D
so....ich geh nun mal an den SIM...
Uwe Caspart
12.02.2006, 20:40
8o
vom sessel gefallen
:P :P :P
Markus 'nurmalso' Pillmann
12.02.2006, 20:44
Abschliessend moechte ich dazu nur noch eins sagen.
Zum Glueck war der Mensch bisher nicht in der Lage, das menschliche Gehirn zu 100% zu analysieren und seine Funktion bis ins letzte Detail zu erklaeren.
Schon allein weil das so ist, kann - aus neurologischer Sicht - hier niemand gleich gut aus dem am Sim gelernten Nutzen ziehen. Und schon allein weil oben gesagtes so ist, kann Augusta niemals fuer uns alle behaupten, dass das 100%ig so ist, wie er sagt.
Denn wir alle ticken ein bisschen anders.
Zum Glueck.
Gute Nacht
Markus
Nun, mit Reflexen im medizinisch/ neurologischen Sinne sicher nicht - wohl aber mit unterbewußten/ gelernten Bewegungen (der Finger :) ), wenn Du beim Piroflip überlegen musst liegt die Maschine schon im Dreck - oder andersrum, ohne Sim. hätten das wahrscheinlich nur die wenigsten lernen können. Vielleicht könnten wir uns auf folgendes einigen: die Mischung machts, wer nur "Simt" hat von Raumaufteilung und harmonischem Fliegen keine Ahnung - und das sieht mal leider auf vielen Flugtagen heute allzu oft, da fliegen oft manche "Profis" ein unsägliches "Gehacke", die "Sims-Abstinenzler" scheitern dagegen oft an Figuren, welche eine komplexe Steuerabfolge benötigen...
Grüße & und friedlichen Sonntag 8)
Till
Eddi E. aus G.
12.02.2006, 21:01
Hi.
Also ich stelle auch subjektiv (wie auch sonst) fest:
Zuviel Sim bringt höchstens eckige Augen :P
außerdem wird man fett und faul vor'm PC.
Schweben üben hat mir viel gebracht.
Rundflug und Nasenschweben üben weniger, das war draußen besser.
Rückenflug üben wieder viel (bzw. viel gespart ... mein Hirn musste erst neu verdrahtet werden).
Figuren üben wieder weniger (die räumliche Orientierung am Sim ist schwieriger).
Draußen ist die Hemmschwelle höher, seine Komfortzone zu verlassen.
Es hilft etwas, wenn man schon entsprechende Reflexe antrainiert hat.
Draußen passiert einem eher mal ein "Blackout", auch wenn es am Sim
(ohne Gefahr für Leib, Leben, Geldbeutel) "immer" klappt.
Zum Rundflug und Nasenschweben, genauso zum Rückenflug braucht's
ordentlich Überwindung am Anfang, vor allem als Einzelkämpfer.
Eine Rolle oder ein Loop ist schnell hingemurkst, wenn das Setup stimmt,
danach geht's ans verfeinern.
Ganz wichtig ist, Notausstiege im Hirn abzuspeichern, und am Sim auch zu
verwenden. Den Heli nicht gleich "einrasten lassen", wenn's am Sim
nicht klappt, sondern auch dort das äußerste probieren, um ihn zu
retten. Macht man dann draußen automatisch auch so.
Ich hab schon Flächenflieger gesehen, die in einer ungewohnten Fluglage einfach
zum Zuschauer geworden sind, oh-nein-oh-nein gesagt haben und zugeschaut,
wie ein einwandfrei funktionierendes und rettbares Modell eingeschlagen ist.
Ich denke, es ist individuell sehr unterschiedlich, was man mitnehmen kann,
generell kann man wohl aber sagen, dass die "Generation Gameboy" oder die
"Generation C64", zu der ich mich eher zählen kann, durch ständigen Umgang mit
entsprechenden Eingabegeräten die Auge-Hand-Koordination und entsprechende
Reflexe (vielleicht nur ugs. definiert, aber verständlich) schon zum Teil mitbringt.
Auf alle Fälle sind 10 Minuten auf der Wiese viel geiler als Stunden am Sim,
also: raus, wenn's geht, raus!
Grüßle
Eddi
Franz aus Wien
12.02.2006, 21:36
Hi,
als einer der erst zwei Jahre fliegt, kann ich mich der subjektiven Meinung von Eddi nur anschließen.
Jedoch hatte ich meinen zweiten Absturz (vor eineinhalb Jahren) auch auf das zu viele Simfliegen geschoben. Der Rundflug ging am Sim schon prächtig. Am Flugplatz den ganzen Mut zusammengenommen und zum Rundflug angesetzt. Das auf mich zufliegen klappt auch sehr gut, jedoch habe ich zur Kurve zu spät angesetzt und schon war der Heli über mir. Ich ging nur mehr in Deckung.
Jetzt meine ich, dass ich mit dem Sim mehr gespielt habe als ich konzentriert geflogen bin, denn diese Situation hatte ich am Sim öfters, doch dort bin ich einfach weitergeflogen.
Grüße,
Franz
8) Hallo Ihr,
nett, daß Ihr wieder auf einem normalen Level gelandet seid! :D
@augusta: Mir war der Sim schon eine Hilfe. Habe aber versucht, immer vergleichend zu fliegen, will heißen: 1) Den Heli am Sim immer möglichst nah an die tatsächlichen Gegebenheiten anpassen (vollkommen wird NIE gelingen). 2) Am Sim natürlich immer einen Schritt voraus (soll z.B. heißen, daß der erste Rundflug dran war, als ich mich definitiv nicht mehr permanent versteuerte). 3) Wegpunkte am SIM gemerkt: z.B. hier ist auf unserem Flugplatz das Fangnetz, Merke: du würdest real NIE mit Speed auf dich zufliegen, sondern immer NEBEN dich, wo steht jetzt auf unserem Platz die Sonne?, etc.
3) Muß Dir teilweise widersprechen: Benutze AFPD. Nachteil: Der Sim ist OpenGL programmiert, d.h. es sind von der Art der Berechnung Grenzen gesetzt. Bekomme z.B. mein tatsächliches Blattgewicht nicht programmiert, da beim "Austricksen" des Sim die "Unwucht" auf dem Rotor so groß wird, daß es den Heli zerlegt. (kann auch im Flug passieren nach 5-10 min., OpenGL arbeitet mit Gleitkommastellen) Dafür läufts z.B. auch auf dem Mac.
Vorteil: AFPD benutzt als Simulation "zusammengesetzte" Modelle. Soll heißen, man kann sich z.B. den Heckrotor schlachten (dann ist eine Autorotations- landung gefragt!!). Auch Kufen können brechen. Ferner "steigt" das Modell auch mit dem Fahrtwind, bzw bei der Autorotationslandung kann man sich diesen (je nach Modell) zunutze machen.Beim Landen z.B. auf einem Tisch spielt einem der "Bodeneffekt" einen Streich.
Will sagen: es sind schon recht viele physikalische Zusammenhänge erfasst. Sicherlich nicht alle, so daß man auf dem Platz einen Schritt zurück gehen sollte.
Da ich erst seit Oktober fliege (der bekloppte Hund mit dem Scalemodell), muß ich aber sagen, daß es mir zweifelsohne geholfen hat auszuloten, an was ich mich schon heranwagen durfte und was nicht. Habe vorher 2 Wochen jeden Tag 10min (nicht länger) schweben geübt, bin dann (ganze Tage) das erste Mal und oft schweben gewesen. Usw.
Wenn Du den Heli am Sim alle 2 Tage zerlegst stimmt noch was nicht. Wenn er dort heil bleibt (und du auch nichts tust, was du auf dem Platz nie tun würdest), solltest Du diesen Schritt jeweills real ausgiebig nachvollziehen.
Jetzt isses passiert, schaut Euch meine Fingerkuppen an!! (wund) :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:
Soll heißen, reicht!
Gruß, Jörg :P
camheli.de
13.02.2006, 04:06
Vorab: IRL=In Real Life = In Wirklichkeit/Im wahren Leben
Also ich finde, der Sim (ich hab den Reflex) ist schon irgendwo ne gute Sache.
Aber, ich persönlich sehe es so:
- Die Fluglage erkenne ich im Sim oft sehr schlecht.
- Wenn mir das Modell im Sim zu nah kommt, hab ich keine Angst. Im Gegenteil. Zum Schweben üben hol ich ihn extra nah ran. Wegen Fluglagenerkennung. IRL jedoch wird mir immer seeehr unwohl, wenn die Rotorblätter auf "Augenhöhe" sind ...
- Eine gaaanz wichtige Sache hat aber glaub ich noch niemand bemerkt! Am Sim sehen wir nicht nur nur 2-Dimensional! Es fehlt uns auch einfach die "Bild"-Entfernung! Am Sim sitz ich 40-60cm vor dem Geschehen. IRL mind. 2-3m, bis 50 oder gar 100m! DAS MERKT das Gehirn!
Und DAS macht auch einen (den(!)) grossen Unterschied aus. Nur das es einem kaum bewusst ist.
- Die DollarZeichen beim IRL-Fliegen muss man sich wirklich abgewöhnen. Fakt ist: Irgendwann kommt er sowieso mal wegen nem Defekt aus grosser Höhe oder ner Windboe kurz vorm Landen runter. DAS muss man (leider -heul-) einfach einkalkulieren und aktzeptieren.
- Die DollarZeichen beim SIM-Fliegen sollte man sich dagegen angewöhnen. Der Sim verleiht zu riskanten Tests. Ab und zu ist das ok. Deshalb: Der PC und der SIM versuchen es mir so realistisch wie möglich vorkommen zu lassen. Damit das größtmöglichen Erfolg hat, muss ICH mich auch MENTAL darauf einlassen. Damit meine ich: NICHT daran denken das es "nur" eine Simulation ist, sondern im Gegenteil, versuchen zu denken: DAS ist ECHT. Dann klappts nämlich auch im Sim mit dem Adrenalin-Schub wenn der Boden plötzlich näher kommt.
Fakt ist:
Newbie Schweben mit dem Heck hab ich am Sim lange geübt. Da hier aber noch alles 1:1 ist (links ist links, vor ist vor) hat das eigentlich nur meiner Feinmotorik genutzt.
NASENSCHWEBEN ist da schon eine andere Herausforderung gewesen. HIER hat der Sim mir geholfen.
Genauso wie ich mich derzeit grade an Rundflüge wage.
Kurz zu meiner Historie:
Vor Ewigkeiten mal ne Graupner Bell mit Heim Mechanik gehabt, aber dann doch nie geflogen.
Nun im Nov 2005 mit nem BladeCP nochmal neu angefangen und anfangs fürchterlich abgeloost, weil das Werbeversprechen "in der Fabrik eingeflogen" zumindest bei meinem Blade gelogen war. (Scheisskiste!).
Mittlerweile auf minicopter Joker umgestiegen und seitdem ich mit dem IRL das erste Mal geschwebt bin, krieg ich das Grinsen kaum noch aus dem Gesicht.
8) Hi Mario,
nachdem ich wg. Scheißwetter am Sim meinen Flugstil etwas verfeinert habe, habe ich meine Bell (nach div. techn. Änderungen, u.a. M-Blades) am SO wieder bewegt.
Schon was anderes, als am Sim (bibber!!). AAAber seitdem....
krieg ich das Grinsen kaum noch aus dem Gesicht. stimmt!!!
:P Gruß, Jörg
Hallo allerseits,
mit Interesse habe ich eben die ganzen Postings zur SIM-Frage durchgeschmökert, mit gemischtem Vergnügen das kleine Gerangel :)
Agusta (Sascha), zu Deiner Entlastung, ich bekenne, auch ich habe ein Diplom, noch schlimmer, habe mal promoviert. Allerdings kaum in Deiner Fachrichtung, eher auf der Seite der SIMs - Elektronik, Informatik.
Dein Problem scheint zu sein, dass Du Simulatoren grundsätzlich hinreichende Leistungsfähigkeit pauschal aberkennst. Das ist bestimmt nicht richtig. Ist alles nur eine Frage des Aufwandes, dann kann ein SIM die Flugrealität 100%ig nachbilden. Ob das ein ~200Eu Produkt wie der XTR kann und will, sei dahingestellt, erfahrene Piloten sind jedenfalls der Meinung, dass er das prinzipiell kann (bin selbst nicht erfahren genug). Ebenso sei dahingestellt, dass verwendete Modellparameter der Realität gemäß und dem jeweiligen Modell entsprechend eingestellt sind - bei nicht wenigen download-baren Modellen offensichtlich nicht. Mit realitätsnaher Einstellung ist aber auch weitgehend realitätsnahe Simulation möglich, jedenfalls mit dem Reflex XTR.
Vielleicht ist Deine Anfängerzeit schon zu lange her... Der Anfänger steht auf dem Flugfeld und versucht zu "erraten", welche Steuerfolge die richtige für den folgenden Versuch wäre. Ebenso schwierig für ihn ist das gedanklich->motorisch vorbereitende Erfassungen entgegengenommener Erklärungen "alter Hasen". Wenn man rein theoretisch Autofahren lernen könnte, wäre die vielen Fahrschulen überflüssig - wobei ich mich manchmal frage, was man da praktisch lehrt :)
Selber machen schult... wenn's sich verhindern lässt, möglichst ohne Materialschaden. Also Fahrlehrer als Notbremser (Kabel als Korrektor) oder selber durchspielen/probieren ohne psychologischen Tiefschlag und Beerdigung der Übungsmöglichkeit durch Crash. Dafür ist ein SIM ideal.
Wohlgemerkt, zunächst mal geht's um das Erlernen/Einüben (Einhämmern) der profanen Basis der Heli-Steuerung. Selbstverständlich kann die Praxis dann parametrisch abweichen, die Basics sind aber bereits drin und da! Inwieweit die Realität dann tatsächlich abweicht, hängt nur von -siehe oben- der Qualität des Simulators und der Parametrisierung in den Limits seiner Funktionalität ab.
Ergo, meine Meinung, SIM hilft, mehr SIM hilft mehr. SIM + Praxis == Heli-Fliegen-Leicht-Gelernt, == weniger frustrierende, vermeidbare Crashs.
Gruss, Tom
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