Vollständige Version anzeigen : Wie belastbar ist der Motor beim Anlassen?
HaubenDesign.de
14.04.2006, 02:11
Tach zusammen,
nun will ich mich auch dem lästigen Thema "mein Rappi springt nicht an" anschließen! Ich habe nun bereits das Forum leer gesucht und nicht wirklich eine Lösung gefunden. Auf alle Fälle ist er mir mit Sicherheit nicht nur einmal abgesoffen.
Erst mal zu meinen zwei Fragen:
1. Wie belastbar ist der Motor durch vergebliche Anlassversuche ... sprich, wie lange oder wie oft kann ich mit dem Anlasser daran rumrödeln ohne dass er mir kaputt geht? Muss ich vorsichtig sein, weil ich ihn sonst schrotte? Ich habe (Gott sei dank) noch keine Erfahrung gemacht, wann sich so ein Motor durch vergebliche Anlassversuche in seine Bestandteile zerlegt.
2. Wie geht ihr mit abgesoffenen Motoren um? Ich habe nun schon alles Mögliche ausprobiert: Kerze rau, Spritschlauch vom Vergaser ab, den Schalldämpfer vom Sprit entleeren ... dann mit dem Anlasser laufen lassen um ihn auszutrocknen. Kerze rein, glühen lassen und versuchen zu starten (evtl. dabei kurzzeitig den Finger auf den Schalldämpfer) ...etc.
... mittlerweile habe ich aber auch die Vollastnadel aus Frust total verstellt und vermute, dass es auch daran liegen könnte, dass ich ihn nicht mehr an bekomme (wie war das, 6 Umdrehungen für die Volllastnadel?!). Was ich eben noch gefunden hatte, war das die Glühkerze (meine ist eine OS8) evtl. mehr Saft bekommen muss damit sie richtig glühen kann (ich hatte zu Weihnachten das Starter-Panel erneuert und muss es nun evtl. bis in den roten Bereich drehen) .
Naja, für Eure Tipps bin ich wie immer froh.
Gruß
Jan-Henrik
hi
ich vermute mal das du einen TT hast ;) 6 umdrehugen hört sich meiner meinung nach ein bissel sehr viel an ich hatte immer so 2-3 umdrehungen, schau mal deine kerze an wie die noch glüh, dreh deine vollgasnadel mal auf 2 1/2 auf und net finger auf auspuff halten hab ich nie gemacht und es ging auch dann evl. nochmal kerze raus und durchdrehen dann glühen und er müsste anspringen , das ist jetzt alles so wie es bei mir ging bzw ich es gemaht habe wo meiner net angesprungen ist
ich hoffe es hilft dir weiter
erik
Ringding
14.04.2006, 03:12
Bei der OS8 brauch ich 2A. Zumindest zeigt das mein Power Panel an.
Beim 50er hab ich eigentlich nie ein Problem mit Absaufen, aber ich habe einen ziemlich schwachen Starter und drehe ihn einfach hemmungslos weiter, wenn er mal ausgehen sollte.
Der TT70 ist schon ein bisschen mühsamer. Der sauft mir des öfteren vor dem Hochdrehen ab. Dann spürt man aber wirklich einen deutlichen Widerstand. Ich kippe dann den Heli zur Seite des Schalldämpfers, dreh in dieser Lage ein paar Mal sanft durch. Danach kann ich einen weiteren Startversuch unternehmen.
camheli.de
14.04.2006, 03:48
Bin da noch lange kein Profi, denke aber folgende Aussagen könnten helfen..
Also solange der Motor nicht anspringt, aber zumindest gelegentlich mal nen bischen Sprit kriegt, sollte genug Öl zur Schmierung da sein. Denn das schwindet im SelbstlaufBetrieb ja auch erst durchs Verbrennen.
Du kannst also solange rödeln, bis deine Autobatterie so leer ist, das auch dein Auto nicht mehr anspringt ^^...
Der Motor sollte sich jedoch "saftig" auch per Hand durchdrehen lassen. Jedenfalls wenn du an dem Sechskant auch den ca. 3cm Adapter für Handstarter hast, und nicht mit Akkubohrer startest. Dreht er sich nur sehr hart und mit viel Gewalt, so dürfte zuviel Sprit drin sein->abgesoffen. Die Härte beim drehen kommt dann wohl daher das Flüssigkeiten sich nicht so gut komprimieren lassen wie Gase/Luft.
Dann also mal Kerze raus, säubern und Motor kurz leer durchdrehen lassen.
Auch bei einem eigentlich gut eingestelltem Motor kann es vorkommen das man 1-2min rödelt, bevor er kommt. Abgesoffen isser mir dabei dann trotzdem nicht mehr. Allerdings kenne ich ja jetzt auch die Einstellung für Leerlauf am Sender.
Du solltest allerdings ggf. vorsichtig auf deine Startmutter im Heli achten und ggf. Ersatz-Madenschrauben dafür mitnehmen. Denn die sind oft nach 3-5x ordentlich festziehen kurz vorm Exitus. Und wenn da ne durchgelutschte drin ist, die nicht mehr genug Halt zum Starten bietet, aber sich noch vehemennt gegens rausdrehen wehrt, ist guter Rat teuer.
Grundsätzlich wichtig zu wissen: Die schwerer zu verstellende Nadel ist in der Regel (kenne den TT Motor nicht auswendig) die Leerlaufnadel. Diese sollte vorrangig eingestellt werden (logisch) und ist meist nur mit Schraubendreher verstellbar. .. Die Vollgas Nadel ist meist per Hand verstellbar und kann erstmal zum Starten auf Werkseinstellung stehen. Am Verhalten des Motors merkt man ja dann, wenn er einmal läuft, ob noch verstellt werden muss. Einfachster Trick: Wenns erst läuft und nach verdrehen nicht mehr, einfach die andere Richtung drehen ^^
Anfangs dachte ich übrigens das die 1,2Volt Stecker nicht für Helis taugen. Ist falsch. Geht auch damit. Besser aber nen Startpanel. Da zeigt ne Kontroll LED oder Anzeige, das auch wirklich Strom fliesst. Ausserdem halten die Stecker besser, weil weniger Schwungmasse das Hebelgesetz manifestiert.
Mir hat ein einfacher Tip extrem weitergeholfen:
Einfach mal für 5-10sec beim Anlassen den Auspuff zuhalten. Dadurch wird der Überdruck in den Tank geleitet und drückt den Sprit in den Vergaser. Oft ist nämlich wohl noch ne Luftblase im Schlauch/Vergaser. Da die meisten Profis das schon so automatisch machen, wird oft vergessen, das mal als Tip auch zu sagen ^^
so .. nu fällt mir auch grad nix mehr ein .. also: Viel Erfolg ^^
Einfachster Trick: Wenns erst läuft und nach verdrehen nicht mehr, einfach die andere Richtung drehen ^^
Jean Pütz....Hobbythek in Ihrem WDR
HaubenDesign.de
14.04.2006, 14:29
Hallo, hallo,
vielen Dank schon mal für die reichlichen Tipps und "Tricks". Wie ich lesen kann brauche ich nun keine Bedenken mehr zu haben, wenn ich meinen Motor mit dem Handstarter mal "etwas" länger drehen lasse. Und ich hoffe, dass ich das Absaufen auch in den Griff bekommen werde.
Nun zu Euren Titts:
@modellguru300l
ich vermute mal das du einen TT hast* 6 umdrehugen hört sich meiner meinung nach ein bissel sehr viel an ich hatte immer so 2-3 umdrehungen
Richtig, hatte ich ganz vergessen genauer auszuführen -->es dreht sich hier um den Raptor 50. Zu der Motoreinstellung hatte hier im Forum gelesen, das es sich bewährt hat für die Raptoren eine Einstellung von 6 zu 3 vorzunehmen. Ich werde es ausprobieren
@Ringding
Beim 50er hab ich eigentlich nie ein Problem mit Absaufen, aber ich habe einen ziemlich schwachen Starter und drehe ihn einfach hemmungslos weiter, wenn er mal ausgehen sollte...
...Ich kippe dann den Heli zur Seite des Schalldämpfers, dreh in dieser Lage ein paar Mal sanft durch. Danach kann ich einen weiteren Startversuch unternehmen.
Mein Starter scheint auch nicht der stärkste zu sein (Glow Hobby - Hyper 12V Starter) ... oder es liegt an der Batterie! Aber ich habe mich bis jetzt nie richtig getraut, hemmungslos und Stundenlang weiter zu drehen :rolleyes: .
Zur Seite kippen und drehen ist eine gute Idee. Bis jetzt habe ich ihn mit dem Heck nach unten gehalten um den Schalldäpfer leer laufen zu lassen, dann habe ich den nächsten Startversuch gewagt. Werde ich mir mal merken!
@camheli.de
1.Du kannst also solange rödeln, bis deine Autobatterie so leer ist, das auch dein Auto nicht mehr anspringt ^^...
2. Allerdings kenne ich ja jetzt auch die Einstellung für Leerlauf am Sender.
3. Du solltest allerdings ggf. vorsichtig auf deine Startmutter im Heli achten und ggf. Ersatz-Madenschrauben dafür mitnehmen.
4. Die Vollgas Nadel ist meist per Hand verstellbar und kann erstmal zum Starten auf Werkseinstellung stehen.
5. Anfangs dachte ich übrigens das die 1,2Volt Stecker nicht für Helis taugen. Ist falsch. Geht auch damit. .... Ausserdem halten die Stecker besser, weil weniger Schwungmasse das Hebelgesetz manifestiert.
1. Das beruhigt mich doch sehr :) !
2. Die Einstellung für Leerlauf am Sender ??? Ich habe die FX18 und merke, dass ich noch viel zu lernen habe.
3. Bis jetzt hatte ich noch keine Probleme mit der Madenschraube an der "Startmutter". Ich werde es mir merken.
4. Wie ist denn die Volllastnadel ab Werk eingestellt? Wie gesagt, ich hatte hier im Forum gelesen, das die beste Einstellung bei ca. 6 Umdrehung liegt, werde ich aber ausprobieren und herausfinden. Soll bei mir ja vorerst sowieso nur fürs Schweben sein :))
5. Welche 1,2Volt Stecker meinst Du? Weniger Schwungmasse? Wovon sprichst Du?
Ja, soweit so gut .... Ich danke Euch und werde mich nochmal ranmachen um meine "Mühle" ans Laufen zu krigen.
Grüße und einen angenehmen "stillen" Feiertag
back@me
also ich hatte bei der vollgasnadel so 2,5-3 und standgas hatte ich über 10 genau weis ich das nimmer is schon ein stück her
HaubenDesign.de
14.04.2006, 14:39
Jo, ich glaube das hatte ich falsch verstanden.
So scheint es richtig zu sein: Volllast mit 3 und Teillast mit 6 Umdrehungen sollen gut laufen.
Sorry, falsch verstanden
Volllast 3 und Teillast 5-6 Umdrehungen - nicht dass du das verwechselst.
Mit 6 Umdrehungen an der Volllast hat man die ja schon fast in der Hand... ;)
MfG Tobi
Edit: Diese Vermutung lag nahe... ;)
Bernhard Heck
14.04.2006, 14:43
Hallo,
nachdem ich bei einem Vereinskollegen gesehen habe wie schnell der TT50 absäuft, habe ich bei meinem eine Spritklammer drangemacht.
Nach 50 Flügen kann ich fölgendes dazu sagen, nicht einmal abgesoffen und Anlaßdauer im Schnitt eine Sekunde.
Zur Vorgehensweise beim Start: Tanken durch die Vergaserzuleitung, danach sofort verschließen. Glühkerzenanschluss dran, Starter aufstecken und dann erst die Spritklammer öffnen und starten.
Vergißt man die Spritklammer zu öffnen beim Start springt der Motor auch an und geht dann natürlich wenn man nicht sofort die Klammer öffnet aus. Das zeigt deutlich dass der Motor schnell zuviel Sprit hat.
Grüße Bernhard
HaubenDesign.de
14.04.2006, 15:09
..., habe ich bei meinem eine Spritklammer drangemacht.
...und geht dann natürlich wenn man nicht sofort die Klammer öffnet aus.
Hi,
was für eine Spritkammer? Und die ist dann auch noch extra zu verschließen? Meinst Du mit Spritkammer so eine Art Ventil?
Betankt wird mein Raptor auch über die Vergaserleitung mit einem Automatikstutzen --> guckst Du:
http://www.kemps.de/rc_heli/spritpanel/spritpanel.jpg
Ich kann nur andocken, betanken und wieder abdocken ... aber nicht extra öffnen und schließen.
Gruß
hast du gar keinen zusatztank, wenn nich würde ich dir es empfehlen
erik
hi ich nochmal
das is so eine spritklammer kann ich auch nur empfehlen http://img221.imageshack.us/img221/8650/foto3508jb.jpg
sry is nur mit handy
HaubenDesign.de
14.04.2006, 15:16
hast du gar keinen zusatztank, wenn nich würde ich dir es empfehlen
erik
Doch, ich habe einen zum 3D fliegen ... doch den werde ich erst in ca. 400 Jahren benötigen ;) !
Oder gibt es für dieses Teil noch weitere Verwendungsmöglichkeiten, wenn nicht für´s 3D fliiegen?
Bernhard Heck
14.04.2006, 15:42
Hallo Jan-Henrik,
genau so eine wie sie auf dem Foto von Erik zu sehen ist. Gibt es in verschiedenen Ausführungen, dienen alle nur dem Zweck den Spritschlauch zusammenzudrücken damit kein Sprit mehr durchfließen kann.
Der Zusatztank hat unter anderem den Sinn, das Spritniveau auf gleicher Höhe wie den Vergaser zu halten, also das du den gesamten Flug über gleiche Bedingungen hast. Ich würde ihn dranmachen, ist ja nicht viel Arbeit.
Grüße Bernhard
Thomas.Pajonk
14.04.2006, 15:46
Der Zusatztank ist dafür da, den Druck - und damit den Treibstoffzufluss - konstant zu halten. Solltest Du auf jeden Fall anbringen. Das Ding spart eine Menge Streß.
Ringding
14.04.2006, 15:52
Nein, dafür ist er nicht da, und das bewirkt er auch nicht. Er ist einzig und allein dazu da, dass keine Luft angesaugt wird, wenn man wild herumturnt und der Sprit im Tank umherschwappt.
Klaus G.
14.04.2006, 16:08
Nein, dafür ist er nicht da, und das bewirkt er auch nicht. Er ist einzig und allein dazu da, dass keine Luft angesaugt wird, wenn man wild herumturnt und der Sprit im Tank umherschwappt.
Genau so ist es. Die Druckverhältnisse werden vom Haupttank vorgegeben. Da wird nämlich der Sprit entnommen. Den Zusatztank kannst dir vorstellen wie ne aufgedickte Kraftstoffleitung mehr nicht. Der einzige Grund warum ich diesen drin habe ist, das ich etwas länger fliegen kann, da man damit den Haupttank komplett leer fliegen kann. Und dann noch etwas Reserve hat zum landen. Wer mit viel Nitro fliegt, wie die Asiaten und Amis, die benötigen so einen Zusatztank, da der Spritverbrauch doch enorm ist. Somit kommt man dann wieder auf akzeptablere Flugzeiten.
HaubenDesign.de
14.04.2006, 17:01
OK ?( ?
Zusatztank anbauen, nicht anbauen, anbauen, nicht anbauen .... !
Wenn ich mal aus Euren Beiträgen schließen darf, ist die Klammer ganz sinnvoll. Der Zusatztank bietet mir einzig und allein mehr Sicherheit bzgl. Flugdauer, hat aber "sonst" keine nennenswerten Vorteile zu bieten.
OK, habe ich verstanden. Also erst einmal eine Klammer für den Schlauch besorgen. Mache ich die zu, wenn ich den Hubi bis zum nächsten Flug ins Regal stelle?
Alternativ, einige werden jetzt wieder lachen, besorg dir eine Klammer aus der Apotheke, mit der man Blasenkatheter abdichtet. Die bleiben dann zwar nicht dauerthaft am Modell, tun trozdem ihren Zweck und man bekommt sie in jeder Apotheke!
Mfg
HaubenDesign.de
14.04.2006, 17:09
Alternativ, einige werden jetzt wieder lachen, besorg dir eine Klammer aus der Apotheke, mit der man Blasenkatheter abdichtet. Die bleiben dann zwar nicht dauerthaft am Modell, tun trozdem ihren Zweck und man bekommt sie in jeder Apotheke!
Mfg
Ist das Teil nicht zu groß? Die sieht doch aus wie eine Art Schere ... oder meine ich da was anderes? :D
EDIT: ich habe nicht gelacht ! :rolleyes:
camheli.de
14.04.2006, 17:12
@camheli.de
2. Die Einstellung für Leerlauf am Sender ??? Ich habe die FX18 und merke, dass ich noch viel zu lernen habe.
3. Bis jetzt hatte ich noch keine Probleme mit der Madenschraube an der "Startmutter". Ich werde es mir merken.
zu 2. -> Damit mein ich nur, das wenn ich Pitch/Gas ganz unten habe, dann ist mein Sender jetzt so eingestellt, das ich bei Trimmung OBEN starten kann und nen bischen mehr als Leerlauf draufhabe, und wenn ich die Trimmung RUNTER setze, der Motor ausgeht.
zu 3. -> Jo, der Tip kommt auch mehr aus meiner Hirobo-Erfahrung. Da hatte ich auch erst Probs, als ich noch gar nicht wusste wie man nen Motor genau einstellt, und deshalb dauerorgeln musste. Könnte natürlich auch sein, das der Raptor damit eh weniger Probleme hat.
@Augusta ...
Jean Pütz .. ja der war immer klasse .. wenn der Spruch von ihm ist, merk ich doch gleich wieder, wieviel Wissen das TV noch in den Hinterkopf pumpen konnte, als die Sendungen noch interessant und lehrreich waren ^^
Dann ist bestimmt "Nach fest kommt lose" (beim Schrauben-Anziehen) auch irgendwo daher ^^
Man kann das ganze auch mit einer scherenartigen Klemme machen, aber die sind zu gross und zu schwer (und zu teuer). Es gibt solche kleinen klemmen aus Plastik, die sind meist blau und etwa 5 cm lang. Sehen ein wenig so aus wie die, mit denen man Frischhaltebeutel verschliessen kann!
Mfg
HaubenDesign.de
14.04.2006, 23:50
Jau, er läuft !
Ordentlich den Brennraum des Motors und den Schalldämpfer entleert, getrocknet, die Vollastnadel auf null zurück und dann drei Umdrehungen vor, Glühkerze getrocknet und wieder reingedreht, den Finger kurz auf den Schalldämpfer zum Sprit ansaugen ... das ganze zwei Mal wiederholt etc. ... und dann lief er wieder!
Aber trotzdem krich ich echt bald´nen Affen --> Ich bin einfach zu dämlich --> der Motor lief mit so einer mords Power an, dass ich mich richtig erschrocken habe und nicht wußte, was ich machen mußte um ihn wieder zu drosseln.
Er sprang an und die Kuplung hat sofort gegriffen, und die Rotorblätter an die Wand katapultiert (der Rappi steht auf einer 60 cm tiefen Werkbank/ Küchenarbeitsplatte in meiner Werkstatt). Hört sich vielleicht bekloppt an, doch ich bin in dem Augenblick so perplex gewesen und war mit dem Festhalten des Hubis so beschäftigt (er hätte mir sonst seine Blätter um die Ohren gehauen), dass ich in dem Augenblick nicht wußte "wo vorne und wo hinten ist" vor allem, wie ich den Motor wieder aus bekomme bzw. das Gas am schnellsten runter geregelt wird ... ausserdem hatte ich nicht wirklich meine Hände frei!
Jetzt kommt´s: Der Motor war mit Vollgas tierisch am kreischen, die Blätter mit einer höllen Kraft an der Wand angepresst und mir stand der Schweiß auf der Stirn ... dann hat der Hubi angefangen zu stinken und feines schwarzes Pulver hat sich auf meiner Arbeitsplatte (unter dem Raptor) angesammelt. Ich wurde fast panisch, da ich immer noch damit zu tun hatte, den Hubi mit aller Kraft fest zu halten bevor er mir "was antut" ... letzte Notbremse die mir nur einfiel, war meinen Finger auf den Schalldämpfer zu halten, um so den Motor abzuwürgen ... hat auch geklappt!
Ich weis nicht, warum ich nicht als erstes die Volllastnadel zu gedreht habe ... die Situation war zu hektisch ... es ist mir richtig peinlich, das ich nicht sofort anders reagiert habe.
Nun ist zwar das Problem mit dem Absaufen geklärt, doch stellt sich mir nun die Frage, was bei dieser Aktion so verbrannt gerochen hat und wo der feine Kunststoffstaub her kommt (ich denke es war Kunststoffstaub - was sonst)!
Hat jemand schon etwas ähnliches erlebt?
Ist das evtl. die Kuplung gewesen, die ich nun geschrottet habe? Oder vielleicht das Kühlgebläse? Oder habe ich mit der Aktion gar das Chassis zerlegt?
Ich bin vorhin so "zitterig" gewesen, dass ich ersteinmal alles in die Ecke gestellt habe und froh gewesen bin, das nichts weiter passiert ist. Ich weis, dass ich nun mindestens den Motor ausbauen muss um zu gucken, was das war, doch habe ich trotzdem ein paar Bilder gemacht um mir vorher von Euch ein paar Vermutungen einzuholen, was da so gestunken haben könnte und viel schlimmer, auf welche Reparaturkosten ich mich nun evtl. einstellen kann:
http://kemps.de/rc_heli/kupplung/kupplung01_klein.jpg
-
http://kemps.de/rc_heli/kupplung/kupplung02_klein.jpg
-
http://kemps.de/rc_heli/kupplung/kupplung03_klein.jpg
Tja, hätte auch richtig schief gehen können. Nun weis ich wenigstens wofür so eine Volllastnadel gut ist.
Danke mal wieder für Eure Tipps und Hilfe
back@me
Klaus G.
14.04.2006, 23:58
Oh Oh, das war ja ein Erlebniss. Nur, falls dir das nochmal passieren sollte, denk nicht mal daran den Motor mit der Hauptdüsennadel aus machen zu wollen. Denn da magert er ja dann ab und dreht noch höher. Das einzig richtige wäre entweder mit der Anlage drosseln, oder den Spritschlauh abziehen. Doch noch besser ist es, ihn im Leerlauf anzulassen :P
Ach ja, an deinen Bilder fällt mir auf, deine Kabelverlegung ist etwas fahrlässig. Lange wirst du daran keine freude haben. Vorallem nicht mit der Antenne. Das scheurt sich durch. Alle Kabel sollten gegen scheuern gesichert sein.
DerMitDenZweiLinkenHänden
15.04.2006, 00:00
Hi!
Dass der Motor irrtümlich auf Vollgas steht, wird wohl fast jedem schon mal passiert ein. Wichtig ist, rasch den Spritlauch mit den Fingern abzuklemmen, also immer von der rechten Seite zu starten.
Rotorblätter festhalten und Hubi nicht auf nem Tisch oder so starten, da kann er dir leicht wegrutschen oder drehen. Immer schon in die Wiese bücken :)
Nchdem ich nicht dabei war, kann ich nur schwer eine Ausage treffen, ob das jetzt noch geht oder nicht.
Wär's meiner würde ich es bei einer Sichtprüfung belassen und den Sitz der Schrauben prüfen. Dann anwerfen und schauen, ob die Kupplung gut greift. Dann ab damit in die Luft.
Kurt
HaubenDesign.de
15.04.2006, 00:40
... denk nicht mal daran den Motor mit der Hauptdüsennadel aus machen zu wollen. Denn da magert er ja dann ab und dreht noch höher. Das einzig richtige wäre entweder mit der Anlage drosseln, oder den Spritschlauh abziehen.
... ach ja, an deinen Bilder fällt mir auf, deine Kabelverlegung ist etwas fahrlässig. Lange wirst du daran keine freude haben. Vorallem nicht mit der Antenne. Das scheurt sich durch. Alle Kabel sollten gegen scheuern gesichert sein.
... das mit dem Spritschlauch ist ein guter Tipp. Ich hätte gedacht, das genau diese Lösung nicht schnell genug zu einem Ende geführt hätte. Über die Anlage hatte ich versucht ihn zu drosseln (habe ich oben gar nicht erwähnt), leider auch ohne Erfolg.
... zu den Kabeln: Eigentlich ist genau das Antennenkabel das Kabel, welches in einem Kunststoffschlauch ->orange<- verlegt ist. Guck Dir noch mal das Foto an. Die anderen Kabel auf den Bildern sind einmal das Zündkerzen-Kabel ->rot<- (welches relativ frei hängt) und das "Nulleiter-Kabel" ->blau<- (welches auch ziemlich frei hängt). Ach ja, die Kabel für die Heckservos sind eigentlich gut verklemmt ... aber ich check sie gerne noch mal. Danke für den Tipp
Hi!
... also immer von der rechten Seite zu starten.
... Rotorblätter festhalten und Hubi nicht auf nem Tisch oder so starten, da kann er dir leicht wegrutschen oder drehen. Immer schon in die Wiese bücken :)
Wär's meiner würde ich es bei einer Sichtprüfung belassen und den Sitz der Schrauben prüfen. Dann anwerfen und schauen, ob die Kupplung gut greift. Dann ab damit in die Luft.
Kurt
... von der rechte Seite hatte ich ihn versucht zu starten (ist aber auch Zufall, weil es nicht anders geht)
... werde mich wohl demnächst aus Sicherheitsgründen immer bücken :] und nun nicht mehr die Werkbank bevorzugen!
OK, dann check ich wohl ersteinmal die Schrauben und lass ihn an die Luft, bevor ich den Motor demontiere (was ich im Übrigen noch nie gemacht habe). Ich bin ja mal gespannt.
Aber was könnte denn da so gestunken (und im Übrigen auch gequalmt) und "gebröselt" haben? Habt ihr einen Ahnung?
So, nun ersteinmal eine gute Nacht und viele bunte Eier. Werde mich wohl erst wieder am Sonntag melden können.
Vielen Dank schon mal an Alle
Ringding
15.04.2006, 01:54
Das stinkende und bröselnde Zeug ist der Kupplungsbelag. Eine solche Aktion verkraftet er normalerweise schon, aber du solltest das nicht zur Gewohnheit werden lassen ;).
Wenn allerdings die Kupplung in Zukunft extrem spät greift (was du mangels Erfahrung leider nicht erkennen wirst), dann wird sie überstrapaziert und wahrscheinlich bald brechen. Mit gebrochener Kupplung kann man immerhin noch fliegen und landen (genau einmal), also keine Panik. Es ist allerdings nicht sehr materialschonend, weil dann plötzlich alles extrem zu scheppern anfängt, wenn du auf Leerlauf stellst
HaubenDesign.de
15.04.2006, 09:10
Das stinkende und bröselnde Zeug ist der Kupplungsbelag. Eine solche Aktion verkraftet er normalerweise schon, aber du solltest das nicht zur Gewohnheit werden lassen ;).
OK, das heist es wird bei mir irgendwann (schneller als normal) die Kupplungsglocke ausgetauscht werden müssen, oder gehören in diesem Fall noch weitere Ersatzteile zum Austausch (wie beim Auto beispielsweise: beim Tausch des Zahnriemen wird auch gleich die Wasserpumpe und die Umlekrollen etc. getauscht!)?
Gruß
Nein, du brauchst nicht die ganze Glocke austauschen. Es reicht einen neuen Belag einzuklenben!
Mfg
HaubenDesign.de
15.04.2006, 10:36
Nein, du brauchst nicht die ganze Glocke austauschen. Es reicht einen neuen Belag einzuklenben!
Mfg
Geilomat ... ich hatte schon bedenken, ich müßte nun erst einmal "hunderte von Euro" in eine Reparatur investieren, bevor ich das schweben erlernen kann.
OK, ich denke, das wars mit diesem Thread
Vielen Dank allen Beteidigten ... ich werde berichten, was draus geworden ist.
Schöne Osterfeiertage
Viel spass und treib es nicht zu wild!!!
Mfg
HaubenDesign.de
15.04.2006, 10:42
Viel spass und treib es nicht zu wild!!!
Mfg
Neee, aus dem Alter bin ich raus ... werde mich jetzt ins Auto setzen, 360 km zu meiner Schwester fahren um den Geburtstag meines Schwagers zu feiern und morgen dann mit meiner Tochter (die dort zu Besuch war) wieder heim zu kehren.
In diesem Sinne ... Prost ;)
Hallo,
hatte zwar schon jemand in einem Nebensatz geschrieben, nur um ganz sicher zu gehen will ich es aber nochmal wiederholen.
Du hast den Motor mit Vollgas gestartet!
Das Hochdrehen hat nix mit der Einstellung der Hauptdüsennadel zu tun.
(Außer evtl. das die Einstellung in etwa gestimmt hat, da der Motor ja ordentlich Power gehabt hat.)
Also wichtig: Prüfe die Servolaufrichtung des Gasservos und Starte den Motor nur im Leerlauf! Wenn er dann nicht anspringt nur mit der Trimmung etwas Gas geben aber auf keinen Fall mit dem Knüppel auf Vollgas.
Das stinkende Gekrümel war mal, wie schon richtig beschrieben, Dein Kupplungsbelag. Dieser ist von Innen in die Kupplungsglocke eingeklebt.
Einfach bei Gelegenheit erneuern. Das einzige was Dir passieren könnte währe das die Kupplung schneller Ausleihert als sonst, da sie sich nun etwas mehr aufbiegen muss als sonst. Da die Kupplung aber eh nicht ewig hält ist das auch nicht soo schlimm. Meine Empfehlung währe, leg Dir eine Kupplung und einen Kupplungsbelag als Ersatzteil hin und wenn Du Probleme mir einer schlecht greifenden Kupplung bekommst -> hinein damit.
Von so Kleinigkeiten nur nicht entmutigen lassen!
In die Luft mit dem Heli :-)
Gruß
Arne
HaubenDesign.de
17.04.2006, 01:10
Hi Arne!
Jetzt bringst Du mich doch wieder ins Grübeln ...
Hallo,
Du hast den Motor mit Vollgas gestartet!
Motor, startete mit Vollgas ... das ist richtig!
(Außer evtl. das die Einstellung in etwa gestimmt hat, da der Motor ja ordentlich Power gehabt hat.)
Wie, in etwa gestimmt hat? Was gestimmt hat? Servolaufrichtung stimmt eigentlich . Die Anlage (Sender und Empfänger) wurden im letzten Jahr eingestellt (von meinem Vorbesitzer) und auf einander abgestimmt und eingeflogen.
Wenn er dann nicht anspringt nur mit der Trimmung etwas Gas geben aber auf keinen Fall mit dem Knüppel auf Vollgas.
Da sagst Du was. Ich habe die Knüppelbelegung/ Stick-Mode vor Weihnachten noch mal kurzzeitig geändert, da mein Vorbesitzer Linkshänder war ... jetzt geht mir ein Schauer über den Rücken 8o
Aber eigentlich habe ich bei der letzten Änderung (zwei Mal hatte ich die Belegung geändert) nur den Mode von 3 auf 2 geändert und dann wieder von 2 auf 3 zurück. Ich hoffe nur nicht, dass ich das Gas für die Knüppelrichtung verändert habe .... nein, das kann nicht sein (habe die FX18 - da wird der Mode mit nur einem "Klick" verändert). Eigentlich habe ich die Vollgasstellung dann, wenn der rechte Knüppel zum Körper ran gezogen wird.
Ich werde es prüfen und zur Not -das habe ich ja bereits gelernt - den Spritschlauch ziehen :rolleyes:
Meine Empfehlung währe, leg Dir eine Kupplung und einen Kupplungsbelag als Ersatzteil hin und wenn Du Probleme mir einer schlecht greifenden Kupplung bekommst -> hinein damit.
Schon fast bestellt
Von so Kleinigkeiten nur nicht entmutigen lassen!
In die Luft mit dem Heli :-)
Danke für die ermutigenden Worte ... aus Fehlern lernt man ->meistens<-
Vielen Dank
Jan-Henrik
Hi Jan,
OK. nochmal ein paar Erläuterungen.
Motor, startete mit Vollgas ... das ist richtig!
Das macht man nicht! Gestartet wird im Leerlauf.
Mit der Einstellung, die in etwa gestimmt hat meinte ich die Einstellung der Hauptdüsennadel. Wenn der Motor bei Vollgas und stehendem Rotor den Kupplungsbelagt zerbröselt ist das ein gutes Zeichen dafür, dass die Einstellung einigermaßen passt ;) Leistung hatte er ja.
Wirkrichtung prüfen:
Wenn Du Vollgas bei gezogenem Knüppel links hast dann stelle sicher, das sich das
Drosselkücken am Vergaser beim Gasgeben / ziehen des Knüppels gegen den Uhrzeigersinn dreht.
Wenn dem nicht so ist haste die Drehrichtung vertauscht und folglich in Deiner "Leerlaufstellung " Vollgas gegeben.
Besser alles zweimal checken.
Viel Erfolg!
Wo kommst Du eigentlich her? Vielleicht findet sich ein erfahrener Flieger, der Dir bei den ersten Schritten zur Seite stehen kann und mal über das Modell schaut.
Ist nicht unbedingt nötig, hilft aber.
Gruß
Arne
HaubenDesign.de
18.04.2006, 13:52
Hi Arne,
das mit dem Vollgas war eigetlich nur die Antwort auf Deine Frage ... ich weiß schon, dass man den Motor nicht mit Vollgas startet 8). Habe mich ja auch gehörig dafür erschrocken.
Das mit der Wirkrichtung (entgegen dem Uhrzeigersinn) ist ein sehr guter Tipp von Dir. Ich hatte mir bereits nochmal die TT-Unterlagen zur Hand genommen und einstudiert, um meinen "Vogel" heute abend zu prüfen. Danke
Da jedoch meine Frau heute unerwartet ins Krankenhaus kommt, muß das Testen noch einwenig warten.
Vielen Dank und Gruß
EDIT.: Ach ja, bzgl. Unterstützung werde ich mich demnächst meinem Verein "um die Ecke" (Breyell-Natt --> Nettetal) anschließen.
vBulletin® v3.8.0, Copyright ©2000-2012, Jelsoft Enterprises Ltd.