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Vollständige Version anzeigen : Stromversorgung Turbine


D-u-f-f-y
05.05.2006, 19:24
Hallo zusammen,

der Rumpf ist nun nach etlichen Baustunden fast soweit fertig, so dass ich mir nun langsam Gedanken um den Einbau der Turbinenagregate machen kann.
Durch den mittlerweile größer dimensionierten Versorgungsakku der Turbine muss man nun nicht ständig auf dem Flugfeld den Akku nachladen. Daher möchte ich den Akku fest verkabelt im Rumpf integrieren und zum Laden mittels Schalter u.
Ladebuchse arbeiten (den Schalter zum mechanischen Trennen der ECU zum Akku, für den Fall das man einen Lader mit Negativimpulsladung einsetzt, um nicht die ECU zu zerstören).

Hier stellt sich nun die Frage nach einem geeignet dimensionierten Schalter mit und somit den Stromfluss, der maximal durch beispielsweise Starter und Keramikelement des Kerosinstartsystems verursacht wird.

Ist hier bekannt, wieviel Strom maximal durch die o.a. Aggregate aufgenommen wird?

Die hiesigen Modellhersteller bieten ja bereits für den RX-Zweig Schalter mit Ladebuchse an, können diese jedoch auch in die Turbinenstromversorgung eingeschliffen u. verwendet werden?


Schönen Gruß,
D-u-f-f-y

moin-uli
05.05.2006, 19:49
Moin Duffy!

Meine Vereinskollegen und ich benutzen diesen Leistungsschalter.

http://www1.conrad.de/xl/7000_7999/7000/7080/7083/708330_BB_00_FB.EPS.jpg

Schaltleistung ist 500VA, also bei 8V locker 62,5 A.

Der ist zuverlässig und robust. Er ist bei Conradelektronik unter der Best-Nr. 70 80 30 -93 für 2.24 Euro zu bekommen.

Conrad (http://www1.conrad.de/scripts/wgate/zcop_b2c/~flNlc3Npb249UDkwV0dBVEU6Q19BR0FURTA4OjAwMDEuMDI5N S40ZjFiYjgwYyZ+aHR0cF9jb250ZW50X2NoYXJzZXQ9aXNvLTg 4NTktMSZ+U3RhdGU9MjA2NDA4NDc3MQ==?~template=PCAT_A REA_S_BROWSE&p_selected_area=%24ROOT&p_selected_area_fh=&perform_special_action=&glb_user_js=Y&shop=B2C&vgl_artikel_in_index=&product_show_id=&p_page_to_display=DirektSearch&~cookies=1&zhmmh_lfo=&zhmmh_area_kz=93&s_haupt_kategorie=&p_searchstring=&p_searchstring_artnr=708330&p_search_category=alle&r3_matn=&insert_kz=&area_s_url=&brand=&amount=&new_item_quantity=&area_url=&direkt_aufriss_area=&p_countdown=&p_80=&p_80_category=&p_80_article=&p_next_template_after_login=&mindestbestellwert=&login=&password=&bpemail=&bpid=&url=&show_wk=&use_search=3&p_back_template=&template=&kna_news=&p_status_scenario=&documentselector=&p_load_area=$ROOT&p_artikelbilder_mode=&p_sortopt=&page=&p_catalog_max_results=10)

Gruß aus Lutten
Uli

Acer99
08.05.2006, 12:58
Hallo!

Nenn mich Feigling, aber ich würde keinen Schalter dazwischen setzen.

Die Ströme, die im Betrieb auftreten, sollte jeder Schalter guter Bauart abkönnen. Beim Einschlaten liegen aber angeblich für ca 0,1 Sek 40 A an. Der o.g. Schalter kann das wohl aber, aber trotzdem. Nichts gegen den Schalter, aber da würde ich keinen Schalter von Conrad für 2,24 € reinbauen.

Welchen Akku hast Du zur Turbinenversorgung genommen? Ich habe z.B. die Lipos Longgo von Emcotec drin, die haben eine gesonderte Ladebuchse, über die auch gleich gebalanced werden kann. Entweder nimmt man sowas fertig und lötet selber. Es gehen natürlich auch andere Akkus, die einen sep. Balancerausgang haben, da man dann mit entsprechenden Ladekabel (wohl Marke Eigenbau dann) pro Zelle (sind ja nicht soviele) einzeln Laden kann.

Bei den Gesasmtkosten so eines Systems machen die Akkus den Kohl nicht mehr fett. Mein Rat: LonGo 4500s (mit der 2005 Elektronik) direkt an die Ecu und laden über das Ladekabel von Emcotec mit integriertem Balancer.

Gruss

Olli

D-u-f-f-y
08.05.2006, 13:44
Hi Olli,

ich bin etwas verwirrt, dass Du einen anderen Akku, als den originalen Turbinenakku verwendest. Was ist der Grund, Gewichtersparnis oder Kapazitätsgründe? Ich bin bisher davon ausgegangen, dass der originale NiCd-Akku für 3 Flüge mit Kerosinstartsystem locker ausreicht.

Ich habe vor, den originale NiCd-Akku mit 2400mAh zu verwenden.

Die Idee mit dem Schalter halte ich eigentlich für gut, ich persönlich würde einen Wippschalter vorziehen, aber das ist Geschmacksache. Selbst wenn zum Starten ordentlich Strom fließt, entsprechend dafür spezifizierte Schalter sollten keine Probleme bereiten und für den Flug wird eh nur verschwindend gering Strom entnommen, so dass die stromflusskritischen Aktivitäten am Boden stattfinden. Bzgl. steigender, potentieller Fehlerquellen (z.B. Löt- u. Schaltstellen) gebe ich Dir naürlich recht, dass ein Schaltereinbau dies erhöht. Diese Abwägung hast Du aber immer, auch im Empfänger- u. Servostromkreis.
Mir ist wichtig, die ECU beim Ladevorgang komplett zu trennen, aber ohne Steckerziehen.


Viele Grüße,
D-u-f-f-y

Acer99
08.05.2006, 17:25
Hallo Duffy,

die kritischen Ströme fliessen zwar am Boden, aber nach Murphys Law wird de Schalter in einer ungünstigen Flugsituation ausfallen.

Der 2.4er reicht bestimmt für 3 Flüge mit Kerostart und Abkühlvorgang. Aber ich mache häufig dre vier Flüge hintereinander. Deswegen nehme ich Lipo, da mehr Kapazitaet und dabei aich noch leichter.

Da ich andererseits recht unregelmäßig fliege und die Biene dann auch schonmal ein paar Tage "rumsteht", brauche ich nicht vorher nachladen oder sonstwas zu veranstalten.

D.h. für mich gibt es keinen Grund, den Originalakku, der sicherlich gut und sicher ist, zu verwenden. In der Zyclone habe ich ihn noch drin, aber nur, weil ich den Lipopack noch nicht untergebracht habe.

Wenn Du es wie beschrieben machen willst, wird Dich wohl keiner davon abhalten können.....take care.

Für das Gewicht des Nicd wirst Du allerdings ca. eine Nettokapazitaet von 6 AH in Lipo mitnehmen können. Ggf ist das eine Alternative, denn dann hast Du min. 8 Flüge und danach kann man auch mal ein wenig am Stecker ziehen......

Gruss

Oliver

D-u-f-f-y
10.05.2006, 14:34
Hi Olli,

ok, kann ich alles nachvollziehen. Falls ich nach regelmäßiger Anwendung zu der Erkenntnis kommen sollte, das mir die Kapazität des originalen Turbinenakkus nicht ausreicht, kann ich ja nachträglich immer noch umrüsten (müsste dann halt die anderen Akkus etwas verschieben, dass die Gewichtsverteilung wieder stimmt). Die dann vorhandene, herausgeführte Ladebuchse kann ich ja dann ebenfalls für den LiPo-Akku weiterverwenden. Wo wir gerade dabei sind, was verwendest Du für Empfägerakkus?

Gruß,
D-u-f-f-y

Acer99
10.05.2006, 15:00
Hallo Duffy,

verwende 2x 2.5er LongGo S Akkus von Emcotec an VS 5 Duo mit abgesetzem Schalter. In der Powercat hatte ich die gleichen Akkus an einer DPSI RV 5 von Emcotec.

Die Akkus setze ich a) wegen ihrer mechanischen Stabilität b) wegen der Schutzelektronik und c) wegen der Möglichkeit des gebalancten Ladens über seperate Ladebuchsen ein.

Nicht preiswert, aber bestimmt zuverlässig und gibt ein gutes Gefühl :-)

Olli

D-u-f-f-y
16.05.2006, 08:29
Hallo zusammen,

ich habe gestern mit Herrn Kulossek bzgl. des Schaltereinbaus in der Stromversorgung der Turbine gesprochen. Seine Aussage war, auf gar keinen Fall einen Schalter dafür zu verwenden. Die bei Betrieb fließenden Ströme sind einfach zu hoch und brennen sämtliche Kontakte des einzuschleifenden Schalters schleichend ab, so dass das "böse Erwachen" dann kommt, wenn man sich mit dem Heli gerade sicher fühlt und auch mal etwas weiter wegfliegt. Seine Empfehlung ist, an dem Akkukabel zwei Adern aufzulöten und dann zu einer Hochstromladebuchse zu führen, die man zugänglich am Modellrumpf anbringen sollte. Diese Buchse wird dann zum Laden verwendet. Ich werde wohl eine Hochstromsteckerkupplung zwischen Akku u. ECU verwenden und an dieser dann die zwei Adern zur Ladebuchse anlöten, sonst müsste ich bei Entnahme des Akkus aus dem Rumpf immer erst die Kabel ablöten, falls ich die Ladekabel direkt auflöte. Nur bei Reflexladern muss man dann halt den Akku ziehen u. direkt laden. Da ich aber keinen Reflexlader verwende u. auch nicht plane, einen anzuschaffen, kann ich getrost über die Ladebuchse laden. Hohe Ladeströme sollen der dann mit dranhängenden ECU nichts ausmachen.

Damit ist dieses Thema dann auch durch :P


Viele Grüße,
D-u-f-f-y

Acer99
16.05.2006, 08:36
Wenig überraschend, denn keinen Schalter einzubauen ist eigentlich common sense.

Nicht mißverstehen, ich habe keine "Aktien" der Firma, aber schau Dir mal die Longgo Akkus an. Da sparst Du Dir die Löterein, die immer ein wenig fehlerbehaftet ist, auch wenn man ein Lötguru ist. Da kannst Du einfach eine Steckverbindung zwischen Ladeanschluß und Ladebuchse am Rumpf anbringen. Keine Löterei, kein Memoryeffekt, keine Kapazitätsprobleme und so gut wie keine Selbstentladung. Was will man mehr.....

Olli

D-u-f-f-y
16.05.2006, 15:57
Naja, nur weil es "common sense" ist, heisst es ja nicht, dass es anders nicht funktionieren könnte. Viele Flieger in meinem Verein stecken einfach den Empfängerakku ein und ab, da bin ich nun gar kein Fan von, ich habe lieber einen Schalter zur Bedienung, anstatt immer das halbe Modell "auseinander reißen zu müssen" um die Spannungsversorgung herzustellen.
Was das Risiko von Lötstellen betrifft gebe ich Dir recht, allerdings sind die Quetschungen von fertig konfektionierten Steckern, die man alternativ verwendet, ebenso anfällig.

Habe mich mal umgeschaut bei Deutsch u. Emcotec. Die neue Weiche DPSI BIC gefällt mir sehr gut, zumal man nützliche Daten ablesen kann. Klar ist das "Schnickschnack" und man kann die Akkudaten auch daheim mit einem entsprechenden Ladegerät "auslesen", aber auf dem Flugfeld finde ich das sehr hilfreich, zumal man nach jedem einzelnen Flug exakt den Status der Akkus überprüfen kann.

Eine "Powerbox" mitsamt Impulsverstärkung halte ich für mich als nicht sinnvoll. Die Spannungsversorgung führe ich eh schon direkt an die Servos u. nicht über den Empfänger, von daher erfülle ich damit schon die Sicherheit, dass der Empfänger nicht abbrennt. Immerhin habe ich in dem Heli 14 Servos, wobei nur 5 für den Flug gebraucht werden. Der Rest ist Fahrwerk u. Pheripherie.


Gruß,
D-u-f-f-y

Acer99
18.05.2006, 21:59
Nunja, wenn alle inkl. Hersteller dringend davon abraten,, würd ich es nicht testen wollen, ob es dennoch geht.

Den Bic finde ich auch interessant, aber weiß nicht, wie ich den mit den Abmessungen sinnig unterbringe. Für die Zyclone habe ich mich letztlich für den VS Duo mit abgesetztem Schalter entschieden. Die AlarmLed kann man leicht und unauffällig verbauen, so dass man im Falle eines Falles durch das grelle Licht auf ein Problem aufmerksam gemacht wird. Interessant könnten auch die unterschiedlich wählbaren Ausgangsspannungen sein.

Die Impulsverstärkung wird man beim Heli nicht zwingend brauchen; aber man hat den Vorteil, dass jedes Servo "seinen" Strom bekommt und, wenns Hopps geht, die anderen nicht mitzieht. Der Empfänger bekommt auch eine stabilisierte Spannung und die interne Regelung muss nicht die Spannungsschwankungen wegregeln

Gruss

Oliver

D-u-f-f-y
19.05.2006, 06:44
Hi Olli,

die Aussage von Herrn Kulossek hat auch letztendlich die ausschlaggebende Entscheidng gegeben. Ich hatte viel gestöbert u. gesucht, aber so eine Aussage noch nicht gefunden (klar, hier und da, dass man es nicht tun sollte, weil zuviel Strom. Aber mit Messungen unterlegte Aussagen habe ich noch nicht gelesen). Wie geschrieben, dieses Thema ist jetzt durch ;-)

Den BIC wollte ich hinter einer großen Rumpfplatte anbringen, zusammen mit den Ladebuchsen für die beiden Akkus Turbine, Schalter für Beleuchtung u. Luftdruckbefüllventil. Da ich diese Klappe noch nicht ausgeschnitten habe, ist es relativ unkritisch, wie groß ich diese gestalte. Im Innenraum ist genug Platz (auch für die Kühlung des 31mm tiefen "Monsters"), so dass ich dort auch keine Platzgrenzen beachten muss. Durch die ständigen Luftbewegungen durch den Sog der Turbine wird der Kühlkörper von dem BIC auch gleich ausreichend mit Luft bestrichen. Die Ausgangsspannungen sind übrigens nicht "wählbar" sondern können bei Bestellung so eingestellt geordert werden. Aber ich denke, das reicht ja auch. Den Standardwert von 5,5V finde ich sowieso ausreichend, sowohl für 4,8V, als auch für 6V RC-Komponenten. Das wurde mir von Herrn Hussmann auch noch mal bestätigt. Werde das Ding wohl mal demnächst ordern und schauen, wie es sich verhält (vor allem mit der Stromaufnahme aller meiner Komponenten).


Gruß,
D-u-f-f-y

Alpenheli
21.05.2006, 23:51
Hallo Leute,

ich habe Eure Beiträge nun über die letzten Tage interessiert verfolgt und entschlossen, nach dem Erlebnis von Samstag mich da mal einzuklinken.

In meiner Scale AS350 habe ich den DPSI RV5mini von EMCOTEC eingebaut und 2x 6 Zellen 1800´er. Meine Messungen ergaben ca. 600 mAh Entnahme aus beiden Akkus während 6 Flügen á ca. 6 min (Einstellflüge) während eines Nachmittages - kein Problem also von dieser Seite.

Turbinenseitig habe ich (noch immer) den Standard Akku (2400´er seit 11/2003 im Einsatz) von JetCat im Einsatz der immer reichlich Kapazität für 3 bis 6 Flüge geboten hat. Natürlich habe ich den Akku auch gepflegt und gehegt.

Am Samstag war es dann soweit ... es war der 4. Flug an diesem Nachmittag und der Akku zeigte beim Auslesen der Turbinendaten des 3. Fluges noch ausreichend Spannung auf der GSU. Beim 4. Flug startete die Turbine wie gewöhnlich hoch und ich bin geflogen ..... nach 6.33 min Flugzeit regelte die Turbine plötzlich zurück und nach rund 2 weiteren Sekunden schaltete die Turbine aus. Die Folge war eine Notautorotation aus rund 10 m Höhe bei recht hoher Geschwindigkeit und rund 120m Entfernung vom Flugfeld. Ich habe am Flugfeld recht hart mit noch etwas Vorwärtsgeschwindigkeit aufgesetzt und einige Schäden am Kufengestell zu verzeichnen, letztendlich ist die Geschichte glimpflich ausgegangen ... immerhin war es auch meine erste Notautorotation mit rund 17 kg Turbinenheli.

Natürlich hat die "Flugunfallkommission", geleitet von mir, sofort die Arbeit aufgenommen und die Ursachen für die Abschaltung analysiert hat. Da der Versuch des Auslesens der Daten via Laptop fehlgeschlagen ist hat dann die GSU im Menü "INFO" die Wahrheit ans Licht gebracht "LAST OFF COND .... "battery low". Das bedeutet, daß der Turbinen-Akku während des Fluges zusammengebrochen ist, obwohl die GSU vor dem Start des 4. Fluges noch genug Spannung gezeigt hat, die Biene gestartet hat und dann, nach 6.33 min aufgegeben hat.

Was will ich Euch damit sagen?
Ganz einfach, der Turbinenakku ist und bleibt ebenfalls ein CCP (critical control point), soll heissen, wir verwenden für die Empfangsanlage doppelt und dreifach gesicherte Systeme über hochstromfähige Stecker, Schalter usw. aber der Turbinenakku ist ein Solist. Klar ist die Abschaltung der Turbine nicht sooooo schlimm wie ein Ausfall der Empfangsanlage aber gibt zumindest Adrenalinausschüttung pur und birgt auch Gefahr für Gesundheit und Leben.

Der Akku, der im Vorfeld sich eigentlich noch bei bester Gesundheit und Kondition befand, hat während des Fluges den Dienst quittiert, ohne jegliche Vorwarnung, ohne jedes Redundanzsystem.

Die Schäden am Heli können repariert werden (Aufwand, geschätzt 20 Stunden) aber der Fall hat mich zum Nachdenken angeregt .... eine Lösung habe ich noch nicht, die muss in den nächsten Tagen erst erarbeitet werden aber ich wollte es mal darstellen - weil´s hier zur Thematik gut passt.

D-u-f-f-y
22.05.2006, 06:43
Hi Alpenheli,

sehr gut Deine Infos, Glückwunsch zur "glimpflichen" Notautorotation.
Über eine doppelte Versorgung der ECU hatte ich mir kurzzeitig auch einmal Gedanken gemacht,
es aber wegen dem zusätzlichen Gewicht dann doch wieder verworfen (mit NiCd und NiMh-Akkus).

Jetzt könnte man darüber philosophieren, ob man einen sehr hochstrom beanspruchten Akku, wie den Turbinenakku bei regelmäßigem Flug alle 2 Jahre austauscht oder nicht. Im Endeffekt hat man während des Fluges eine so unterschiedliche Stromentnahme mit dermaßen hohen Spitzenströmen, die man mit dem Ladegerät nicht "nachsimulieren" könnte. Von daher ist diese Komponente immer ein wenig unberechenbar.
Vlt. fällt Dir ja eine prakmatische Idee zu dem Thema ein.

Ich warte derweil noch auf eine Antwort von Emcotec bzgl. des BICs (bzgl. Ladung der Akkus bei angesteckter BIC. Hier soll wohl nur mit Ladern mit Ladespannungsbegrenzung gearbeitet werden). Hoffe, da kommt bald eine email, das Ding hat 2-3 Wochen Lieferzeit und der Helibau nähert sich hier ziemlich zügig dem Ende, in spätestens 4 Wochen soll der Jungfernflug erfolgen.


Viele Grüße,
D-u-f-f-y

Bernd Pöting
22.05.2006, 07:40
Hallo Stefan,

schön das es deinem Eichkader noch gut geht !
Ich muß sagen das ich erfahrungsgemäß, maximal 3 Flüge mache bevor wieder geladen wird und es ist sicherlich anzuraten diesen Akku spätestens nach 24 Monaten zu erneuern !!

Schöne Grüße
Bernd
www.jetschule.de

Acer99
22.05.2006, 10:51
Hallo Zusammen,

bitte nicht falsch verstehen im Sinne von "ich habs ja gleich gesagt" aber in der Vergangenheit habe ich spätestens nach drei Flügen den Akku nachgeladen. Wer viel mißt mißt Mist. Wie soll auch so eine ECU die prognostizieren können, ob die Restkapazität noch reicht, mißt sie doch nur die Spannung ohne Last; der Aussagewert einer solchen Messung ist begrenzt, q.e.d.

Was bleibt: Imho kann man versuchen, eine Art Doppelstromversorgung für Turbinen zu entwickeln oder entwickeln zu lassen, die "schalterlos" funktioniert, weil ein Schalter wohl ein Nogo ist. Die Kommunikation der Akkus untereinander wäre (bin kein Elektroniker) zu unterbinden, ggf. bieten sich da bewährte Diodenschaltungen an.

Ich halte es einfach so, dass der Akku immer unter besonderer Beobachtung ist, d.h. er wird alle 2-3 Flüge nachgeladen bei normalen Betriebsbedingungen (Temperatur, Flugverlauf, Berücksichtigung Mehrverbrauch durch zweiten Startversuch oder lange Abkühlphase) und, sobald er sich anormal verhält, fliegt er in die Tonne. Ich "traue" den Emcotec Lipos aber einen sicheren Betrieb in einer Turbine zu, weshalb ich if any possible den aus den bereits erläuterten Gründen einsetze. Fast doppelte Kapazität bei geringerem Gewicht in einer recht vibrationsfreien Umgebung sprechen für den Einsatz.

Gruss

Oliver

Alpenheli
22.05.2006, 11:42
Hallo Oliver, Bernd und D-U-F-FY

Ihr habt alle vollkommen Recht.

Ich selbst würde hier in diesem Fall ganz das gleiche schreiben und sagen.
Meine Darstellung habe ich auch aus dem Grund geschrieben weil man selbst (in diesem Fall ich selbst) manchmal anders TUT als man eigentlich DENKT oder SAGT. Oft vielleicht auch aufgrund von gerade ungünstigen Rahmenbedingungen (Auto weit weg, Ladegerät vergessen, Autoakku eh schon lau etc.) oder auch das bekannte "noch schnell ein Flug bevor´s zu regnen beginnt".

Naja, aus Schaden wird man klug und lernt dazu.
Der Fehler lag ganz klar nur bei mir selbst und das Erlebnis hat auf jeden Fall heilende Wirkung.

Stefan

Acer99
22.05.2006, 11:50
Hi Stefan,

zumindest ist es ja halbwegs glimpflich abgelaufen. Ich habe auch schon die ein oder andere Situation gehabt, wo die Sprüche, die man eigentlich nicht höhren möchte, leider zutreffen:

Ich sehe das Gute, doch ich folge dem Bösen
Aus Schaden wird man Klug.

Nunja, gut ist, wenn der klugmachende Schaden überschaubar bleibt ;D

Was meint ihr? Ggf ist es mal angezeigt, die "üblichen Verdächtigen", die uns mit Doppelstromversorgungen versorgen, mal weg. einer solchen Versorgung für Turbinen anzugehen?

Olli

Bernd Pöting
22.05.2006, 12:58
Hallo Stefan,
wie recht du hast !!
Neulich habe ich auch noch schnell den einen Steigflug machen wollen, schwupps da war das Bienchen aus.
Gut das wir alle Menschen sind und die machen nun mal Fehler.

Schöne Grüße
Bernd

Alpenheli
22.05.2006, 14:25
Hallo Oliver,

Was meint ihr? Ggf ist es mal angezeigt, die "üblichen Verdächtigen", die uns mit Doppelstromversorgungen versorgen, mal weg. einer solchen Versorgung für Turbinen anzugehen?

Ja, wäre eine gute Idee. Ich bin kein Elektroniker aber das was so in den DPSI Geräten drinnensteckt müsste doch fast schon fertige Arbeit sein und nur etwas modifiziert werden. In meiner Biene fliegt 1kg Trimmblei mit - das kann ich locker durch Akkus ersetzen!

Ich habe mich gerade wieder einmal durch die HP von Emcotec gelesen .... jetzt gehe ich auch schon mit dem DPSI TWIN bzw. HF TWIN schwanger :D
Wenn da bloß nicht der Umstieg von meiner Futaba auf Graupner notwendig wäre :o :o.

Allerdings wenn ich an den Unfall in Ungarn denke und daran was letztlich als Ursache herausgekommen ist UND daran denke warum unser Platz letztes Jahr fast 2 Monate gesperrt war, weil ein defekter Isolator einer 125KV Leitung das ganze 35MHZ Band lahmgelegt hat (hat bis zum Eintreffen der Funküberwachung auch 3 Modelle gekostet) ........ dann sollten wir eigentlich weder Kosten noch Mühen scheuen um unsere Modelle sicherer zu machen. In beiden Fällen wäre wohl ein Senden auf 2 Frequenzbändern die Rettung gewesen.

Ich werde mir das mal intensiv durch den Kopf gehen lassen.

Acer99
22.05.2006, 14:52
Hallo Stefan,

grundsätzlich wird das, was wir brauchen, schon fast fertig in irgendwelchen Schaltkreisen stecken, da stimme ich Dir zu. Wenn ich Zeit habe, werde ich mal Emcotec oder JetCat bzgl. dieses Themas anmailen.

Mich persönlich wird nichts dazu bewegen, auf Graupner Sender umzusteigen, ich mag die einfach (reines Bauchgefühl, hat nichts mit deren Technik zu tun und ich maße mir da auch kein Urteil drüber an) nicht.

Desweiteren meine ich, dass wir nie ganz genau erfahren werden, was in Ungarn passiert ist. Die bisherigen Erklärungen klingen zwar irgendwie plausibel, aber nur, wenn man nicht allzu lange drüber nachdenkt. Es mag sein, dass ein Zweifrequenzen System den Unfall verhindert hätte, sicher ist das aber auch nicht unbedingt. Weiter möchte ich zu den Unfallursachen aber auch nichts sagen, da mir wie den meisten wohl auch präzise Fakten fehlen und zudem aus nachvollziehbaren Gründen öffentliche geäußerte Spekulationen hier unerwünscht sind.

Ganz allgemein: Der Gesetzgeber wird nicht müde, uns mit Regelungen zuzumüllen, die Sicherheit produzieren sollen, aber nur die Sicherheit des Arbeitsplatzes von Bürokraten zur Folge haben. Mir fällt im Moment nur eine sinnvolle Regelun aus dem Bereich der Luftfahrt ein (Zeitfenster 5 Jahre), dagegen stehen min. 30 andere Vorgaben, die bestenfalls unerheblich und schlimmstenfalls kontraproduktiv waren.

Der Gesetzgeber verhält sich widersprüchlich. Einerseits kann man sich nicht des Eindrucks erwehren, er halte unsere Geräte für Spielzeuge erwachsener Kinder, andererseits legt er uns Regelungen auf, die einen glauben lassen, man betriebe eine international tätige Luftfahrgesellschaft.

Genausowenig wie man neun schwangere Frauen in einen Raum stecken und erwarten kann, sie seien nun in einem Monat "fertig", kann man 1+x HF-Teile in ein Modell stopfen und erwarten, eine grundsätzlich veraltete Funkübertragungstechnik würde hierdurch sicherer.

Kann es so schwer sein, uns "Fliegerin" ein exklusives Frequenzband zuzuteilen, gepaart mit einer herstellerübergreifend standardisierten Übertragungstechnik, die zumindest vom Grundaufbau her unanfälliger gegen die "STandardprobleme" ist? Offenbar ja

Olli

Roman Kulossek
22.05.2006, 15:11
Hallo Bernd,

warum ist Deine Turbine eigentlich nach dem Steigflug ausgegangen??


Gruß

P.S. Thema Stromversorgung: Tauscht Eure Akkus nach einem Jahr einfach aus und macht nicht so viele Endlade/Ladevorgänge mit den heutigen Computerladegeräten!!! Habe schlechte Erfahrung mit dieser "PFLEGE" gemacht.

Bernd Pöting
22.05.2006, 15:38
Hallo Roman,
die SPT5-H im Zyclon macht soviel Spaß das man doch manchmal den Tank vergisst.
Hab ihn einfach leer geflogen, .............ja ist gut, passiert halt !!
Ist aber Gott sei Dank gut gegangen.

Schöne Grüße
Bernd

Chris Lange
22.05.2006, 15:43
P.S. Thema Stromversorgung: Tauscht Eure Akkus nach einem Jahr einfach aus und macht nicht so viele Endlade/Ladevorgänge mit den heutigen Computerladegeräten!!! Habe schlechte Erfahrung mit dieser "PFLEGE" gemacht.




Hallo Roman

Was genau stimmt den mit der Plege eines modernen Laders nicht?

Roman Kulossek
22.05.2006, 16:57
Hallo Chris,

bitte nicht falsch verstehen, die Ladegeräte sind sehr gut, aber bei mir war es so, je mehr ich GEPFLEGT habe um so mehr kaputte Akkus habe in meinen Helis gehabt, warum auch immer.

Seit ich nicht mehr pflege, sonder öfter die Akkus austausche, habe ich keine Probleme mehr.

Wie gesagt, meine Erfahrung. Besser Akku austauschen, als später den ganzen Heli austauschen.


Gruß

Acer99
22.05.2006, 17:19
Hallo Herr Kulossek,

wo wir Sie doch grad hier schon so schön eingebunden haben: Wäre das nichtmal ein Aufhänger, dass JetCat entweder selbst oder durch einem zuverlässigen Externen so eine Doppelstromversorgung für die Turbinen entwickelt? Vielleicht bin ich der Einzige, aber ich wuerde lieber statt einem 5er Lipo oder dem 2.4 er NiCD zwei 3.3 er Lipos mit einer "Weiche" mitnehmen, zumal gewichtsmaessig mit dem 24er vergleichbar....

Gruss

Oliver

Moonlight
16.07.2006, 17:04
Hi Leute,

ich habe mal einen Datenlogger in die Stromversorgung der Turbine bei meiner Powercat gehängt. Ich glaube, damit kann man mit den ganzen Gerüchten um Stromverbrauch endgültig aufräumen.

http://www.geserigk.de/transfer/stromlog.jpg
http://www.geserigk.de/transfer/start.jpg
http://www.geserigk.de/transfer/abkuehlen.jpg