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Vollständige Version anzeigen : Der Jazz und die Teillast - Verständnisproblem


ad1965
08.06.2006, 21:39
Hallo zusammen,

fliege in meinem Spirit L-16 einen Jazz 55-6-18. Bei der Programmierung meiner FF9 habe ich dem Zustand "normal" 0%, also Motor aus, zugeordnet und auf idle 1 eine Schwebeflugdrehzahl (50%) und auf idle 2 (85%) die höchst mögliche Drehzahl gesetzt. Dies ging auch prima - bis zu einem bislang ungeklärten Failsafe-Absturz. Daufhin meinte mein Händler, dass ich niemals mit so niedriger Drehzahl (also den 50%) fliegen dürfe, dies könne alles kaputt machen und auch für den Failsafe verantwortlich sein. Auf Nachfrage bei Kontronik bekam ich folgende Antwort

"Man sollte immer mindestens 80%, besser 85% des gesamten Gasweges als MInimum eingestellt haben. Bei -100% bis +100% Servoweg muss man entsprechend umrechnen (75% gesamt = +50%).
Zu tiefe Einstellungen sorgen für extrem hohe Stromspitzen und können Motor UND REgler zerstören."

Aber das bedeutet doch, dass man letztlich nur eine Drehzahl einstellen kann, oder?? Insbesondere deshalb, weil ich heute festgestellt habe, dass sich die Drehzahl ab 80% aufwärts fast nicht mehr ändert.

Nun steht aber in der Anleitung des Jazz, dass er "voll teillastfähig" sei. Aber warum darf ich denn dann keine z.B. 50% für Schwebeflug programmieren? Wie verändere ich denn dann überhaupt die Drehzahl? kann doch nicht während des Fluges ein Ritzel tauschen.... ;)

Hm, vielleicht stehe ich hier ja auch auf dem Schlauch?

Mit der Bitte um Aufklärung

Axel

MeisterEIT
08.06.2006, 22:28
Hallo,
voll teillastfähig bezieht sich auf luftschrauben.
das bedeutet, wenn mit einer luftschraube und vollgas der strom nicht über 55A liegt, dann kann man den regler mit dieser luftschraube und motor problemlos im teillast betreiben.
du könntest solange du willst mit halbgas fliegen, ohne das der regler überhitzt.
bei halbgas hast du einen deutlich geringeren strom als 55A.

voll teillastfähig heist nicht, dass man 55A auch dauerhaft im teillastbereich anliegen darf.

und genau da liegt das problem beim heli. da ist eher ungewiss, ob der regler wirklich im gültigen bereich fährt.

zu deinem problem:
im helimodus ( modus 4 ) hat der keine strombegrenzung, sondern eine übertemperaturbegrenzung. aber bei übertemperatur schaltet er nicht ab, sondern regelt in 30sec bis auf null runter.
im helimodus kann allerdings eine starke störung dazu führen, dass der regler abschaltet und neu hochfahren will.

fals du im stellermodus ( zb modus 2 oder 3 ) mit einer gaskurve fliegst, dann kann es sein, dass die überstromanschaltung zugeschlagen hat.
im stellermodus mit gaskurve ist die überstromabschaltung aktiv, die dann schlagartig abschaltet.

was fliegst du ?
helimodus oder normal ?

wie hat der abgeschaltet ?
bei normalem flug oder besonders leistungreichen figuren ?

es ist richtig, dass der gesammtwirkungsgrad sinkt, wenn man im teillastbereich ist.
je mehr teillast, desto weniger wirkungsgrad.
je mehr teillast, desto mehr heizt sich der motor und der regler auf.
deshalb die empfehlung von kontronik nicht unter 85% zu gehen.

nach meiner erfahrung und meiner meinung, vertragen besonders die kontronik motoren einstellungen unter 80% sehr schlecht.
grüße

Running Man
08.06.2006, 22:31
Hallo Axel,

wie jetzt, du schreibst Normal 0% also Motor aus?

Da stimmt doch was nicht. Motor aus ist normalerweise bei einem Minus-Wert der Fernsteuerung. Bei meiner Graupner ist ein Weg für den Regler von -104 bis +104 Prozent eingestellt. Ich fliege im mittleren Drehzahlbereich bei einer Reglereinstellung von -10%. Davon geht der Regler nicht kaputt.

ad1965
08.06.2006, 23:06
@MeisterEIT
Ich fliege in Modus 4 (Helimodus). Der Failsafe trat ein, als wir mit 50% (ca. 1.450 U/min) große Achten flogen, während ich bei meinem Trainer am Kabel hing. Also absolut harmloses, gemächliches Fliegen. Plötzlich ging nichts mehr, keine Reaktion auf Steuerbefehle. Trainer übernahm, konnte aber auch nichts mehr steuern. Wir schauten dann gemeinsam zu, wie er ein paar Sekunden später einschlug.... >:( Danach dann die Diskussion. Bislang einziger Ansatz ist eben die Reglerstellung.
Nach dem Wiederaufbau fliege ich nur noch bei 80%-85% und habe inzwischen problemlos 35 Akkuladungen verflogen. Was mich aber ärgert ist, dass ich eben nicht den Flugzustand 50% wählen kann/darf/soll. Da könnte ich nämlich mit deutlich verlängerter Flugzeit Schwebefiguren üben.

@ehub22
Meine Futaba kennt nur 0% - 100%. Ist wohl bei Graupner anders.

Axel

eworm
08.06.2006, 23:13
wie jetzt, du schreibst Normal 0% also Motor aus?

Da stimmt doch was nicht. Motor aus ist normalerweise bei einem Minus-Wert der Fernsteuerung. Bei meiner Graupner ist ein Weg für den Regler von -104 bis +104 Prozent eingestellt. Ich fliege im mittleren Drehzahlbereich bei einer Reglereinstellung von -10%. Davon geht der Regler nicht kaputt.


Es gibt noch andere Sender als Graupner und die machen es teilweise verständlicher. ;D Bei meiner Evo kann ich auch von 0 bis 100 Prozent einstellen.

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Ich habe in meinem Sender 40, 60 und 80 Prozent programmiert. Meistens fliege ich in der zweiten Gaskurve, also 60 Prozent. Bisher schlagen sich alle Komponenten hervorragend. Weder mein Kontronik Jazz 80-6-18 noch der vorher verbaute Hacker 40A-Regler haben/hatten damit Probleme.

Würde ich in der dritten Gaskurve fliegen würde die Drehzahl glaube ich bei meinen Konions zu weit einbrechen... Habe ich aber noch gar nicht so genau getestet.

ad1965
08.06.2006, 23:17
@eworm,

hm, also genau wie Du würde ich es ja auch gerne machen. Aber nach dem Absturz und der ja ziemlich eindeutigen Aussage von Kontronik (s.o.) traue ich mich schlicht nicht mehr - der Absturz war nicht billig.... ;)

Aber wenn mir hier im Forum genug Leute Mut durch eigene positive Erfahrung machen, programmiere ich vielleicht zumindest mal wieder runter auf 60%....

Gruß & gute Nacht

Axel

MeisterEIT
08.06.2006, 23:24
hi,
keine steuerbefehle bedeutet ja, dass das BEC ausgefallen ist.
vielleicht war es ein wackelkontakt.

vielleicht war es eine temperaturmässige überlastung des BEC zusammen mit der temperatur im teillastbereich.

ich betreibe derzeit meinem Jazz 40-6-18 auch mit 50%. aber bei nur 15A durchschnittstrom.

du kannst doch ein kleineres motorritzel drauf machen, dann kannst du den regler weiter aufdrehen und die drehzahl trotzdem klein halten.
der gesammtwirkungsgrad steigt dadurch.

später kann du ja bei bedarf das andere ritzel wieder abmachen.
grüße

hubijohn
08.06.2006, 23:51
Hi,

ich habe bis jetzt zwei 80-6-18 Jazz und einen 55-10-32 gehabt.
Bei allen bin ich mit ca. 60% offenem Regler als Minimumdrehzahl geflogen.
Bis jetzt noch keine Probleme, obwohl ich bei geringer Drehzahl auch ordentlich Leistung fordere.

Du könntest natürlich auch noch einen kleinen Pufferakku zur Absicherung einbauen.
Wenn schon der Motor abschaltet haben dann zumindest die Servos noch Strom.

LG
Hans

Sebalexx
09.06.2006, 00:15
Tach,

mit der Teillast ist das so ein Thema... Zu Komplex, als dass ich es wirklich überblicken würde...

Aber es hängt viel vom Motor/Gesamtsetup ab, mit dem einen Setup kann man mit 50% problemlos fliegen, mit dem anderen gehts schon mit 70% nicht mehr (immer der Wert im Sender).

Mit meinem Beat an meinem vorigen Tango 45-10 an 6s war ich froh, dass der Regler es bei 75-80% temperaturmässig noch geschafft hat, jetzt am 45-8 an 9s kann ich bei den derzeitigen Aussentemperaturen auch Probblemlos den ganzen Flug mit 50% fliegen - natürlich dann nicht so heftig, sonst kommen die Stromspitzen. Habe kürzlich eine Gasvorwahl auf 10-15% gesetzt, so dass der Antieb gerade anläuft um mich mal an Autorotationen zu wagen - war natürlich immer nur kurz aktiv, ging aber auch noch.

Ein Failsafe kann grundsätzlich eigentlich gar nichts mit dem Öffnungsgrad des Reglers zu tu haben, es sei denn gerade in diesem Drehzahlbereich läge irgendwo eine Frequenz an, welche irgendwie dann doch die Empfangsanlage stört - wäre dann aber meiner Meinung nach immer der Fall und nicht auf einmal kurz da...

Am ehesten würde ich auch auf einen BEC-Ausfall tippen - welche Servos/Kreisel fliegst du denn? Von der Kombi GY-401/9254 sagt man, dass das BEC des 55er Jazz damit überfordert sei und erst das stärkere des neueren 80er Jazz ausreichend Leistung bietet. Da hilft dann ein Empfängerakku.

Weisst du definitiv, dass es Failsafe/Hold war, oder könnte es auch das BEC gewesen sein?

bis denn
Sebastian

ad1965
09.06.2006, 08:51
Ein Failsafe kann grundsätzlich eigentlich gar nichts mit dem Öffnungsgrad des Reglers zu tu haben, es sei denn gerade in diesem Drehzahlbereich läge irgendwo eine Frequenz an, welche irgendwie dann doch die Empfangsanlage stört - wäre dann aber meiner Meinung nach immer der Fall und nicht auf einmal kurz da...

Am ehesten würde ich auch auf einen BEC-Ausfall tippen - welche Servos/Kreisel fliegst du denn? Von der Kombi GY-401/9254 sagt man, dass das BEC des 55er Jazz damit überfordert sei und erst das stärkere des neueren 80er Jazz ausreichend Leistung bietet. Da hilft dann ein Empfängerakku.

Weisst du definitiv, dass es Failsafe/Hold war, oder könnte es auch das BEC gewesen sein?

Ich hatte einen Empfängerakku zusätzlich drin! Neben mir am Kabel stand ein sehr erfahrener F3C-Pilot, der gab die Diagnose Failsafe. Der Heli reagierte schlicht nicht mehr.

Wir konnten auch beide nicht nachvollziehen, was jetzt die 50% Einstellung am Regler mit dem Failsafe zu tun haben soll. Denn durch den Empfängerakku hätten ja selbst bei einem Regler- oder Motorausfall die Servos noch fkt. müssen! Aber mein Händler sah das anders und forderte mich auf, doch mal Kontronik zu befragen. Da kam dann die o.g. Antwort. Auch wenn die meinen Absturz nicht erklärt, hat sie mich doch zumindest bewogen, den Regler nur noch mit mind. 80% zu betreiben. Auch wenn ich die gar nicht immer brauche.... ;)

Ich habe für mich die Suche nach der Failsafe-Ursache eigentlich abgeschlossen - ich werde es eben nie genau wissen.....


später kann du ja bei bedarf das andere ritzel wieder abmachen.
grüße

Es geht mir ja gar nicht um eine generell niedrige Drehzahl sondern um die Möglichkeit diese per Flugzustandswahl bei Bedarf verändern zu können! Ohne das Ritzel tu tauschen!

Axel

hubijohn
09.06.2006, 11:29
Hallo Alex,

du hattest einen Empfängerakku eingebaut?

Dann würde ich persönlich sagen hat es nichts mit dem Regler zu tun wenn der Empfängerakku in Ordnung war.

Welchen Empfänger fliegst du denn?
Eventuell der Quarz kaputt?
Besteht die Möglichkeit das jemand am selben Kanal gefunkt hat?

LG
Hans

eworm
09.06.2006, 13:18
Wenn ich mir das so recht überlege... Das Problem hatte ich genau so auch schon. :'[ Und nicht nur einmal. :'(
Ich habe es dann auf den Synthesizer-Sender in Verbindung mit dem Handy in der Tasche zurückgeführt. Seitdem ich das Handy beim Fliegen in den Kaffer packe ist Ruhe. -_- Ich hoffe mal so bleibt das auch.

ad1965
09.06.2006, 13:30
@eworm,

das Handy!? Hm, ich habe auch einen Synthi-Empfänger - ist bei denen das Handy ein Thema? Ich selbst hatte mein Handy aus, aber da waren noch ein paar Spaziergänger in der Nähe.....?

Seitdem bin ich fast immer alleine geflogen, mit ausgeschaltetem Handy und ohne Probleme.

Aber das wäre ja ziemlich bitter, wenn diese Empfänger da ein Problem mit hätten - denn wie und wo soll ich denn heute noch den Handys entgehen????

Axel

eworm
09.06.2006, 13:39
Keine Angst, der Empfänger hat da kein Problem mit und Spaziergänger machen auch nix. Es geht wohl nur um den Nahbereich bis 40 Zentimeter um einen Synthesizer-Sender herum. Mehr zu dem Thema findet man im DMFV Fachreferat Funk (http://www.dmfv.de/pages/funk/faq.htm) unter "Störungen durch Mobiltelefone".

Wilfried
09.06.2006, 15:03
Hallo Axel

Ich kann wie Sebastian und Hans keinen Zusammenhang zwischen der Drehzahlvorgabe des Reglers und einer
Störung ( Failsave ) erkennen.
Die Abstimmung ( Übersetzung und Akkuspannung ) ergibt die Belastung des Reglers.
Dass das BEC des Jazz 55-6-18 bei entsprechender Belastung durch Servos und Kreisel überfordert sein kann ist denke ich klar . Da Du aber einen Pufferakku verwendet hast, sollte auch diese Fehlerquelle ausgeschlossen sein.
Ein Jazz steigt entweder durch einen externe Störung oder aber durch Überlast aus und dann äußert sich diese Austeigen im Runterregeln der Drehzahl und nicht in der Unsteuerbarkeit der Taumelscheibe.
Das entscheidende ist der mittlere Strom der fließt. Hohe Ströme resultieren bei niedriger Reglervorgabe in höheren Verlusten und damit Aufheizung des Reglers und ggf. zu thermischer Abschaltung.

Man kann das vergleichen mit einem Auto das bei gegebener Belastung in einem zu großen Gang fährt.
Bei Vollgas ( hier hohem Strom ) und niedriger Geschwindigkeit wird der Motor heiß ( hohe Gasdrücke )
Im Prinzip ist das Drehmoment proportional dem Strom . Bei entsprechend richtig ausgelegter Übersetzung
( Solldrehzahl wird bei 80% Reglervorgabe erreicht ( ob nun 80% bei Futaba oder + 60% bei Graupner spielt keine Rolle )) kann man die volle Leistung des Reglers fordern.

Leistung:
P = M * omega ( Drehmoment mal Winkelgeschwindigkeit ( Drehzahl) )
P = U * I ( Spannung mal Strom )

ad1965
09.06.2006, 21:45
@ Wilfried,

Vielen Dank für Deine anschaulichen Erläuterungen zum Thema Teillast! Prima!

Denn genau um dieses Thema ging es mir eigentlich bei diesem Thread. Tut mir leid, wenn es etwas verwirrend war und ich es so mit dem Failsafe-Absturz vermischt hatte. Der Absturz ist abgehakt und mir ist auch schnell klar gewesen, dass dies nix mit dem Regler zu tun hatte. Aber während der Ursachenforschung des Absturzes kam ich dann auf das Thema Reglereinstellung. Ich fand es einfach so praktisch mit zwei Flugzuständen, z.B. 50% und 80% zu fliegen. Wenn ich dann nämlich mal nur langsame Schwebepirouetten üben möchte brauche ich am Kopf keine 1.800 U/min und könnte dann mit den 50% eine deutlich längere Flugzeit erreichen.

Gruß und nochmals Danke für die vielen Antworten!

Axel

Wilfried
12.06.2006, 18:34
Hallo Axel

Du solltes mich nicht falsch verstehen.
Die Reglervorgabe von 80% ist kein Muss !
Fliege meinen MP zum Schweben auch mit nur 55% - Reglervorgabe ( 82% zum Turnen ) und hatte noch nie einen Absteller wegen Übetremperatur. Das entscheidende ist, dass man entweder den Max - Pitch in diesem Flugzustand soweit zurück nimmt, dass der Strom entsprechend klein bleibt oder sich aber entsprechend mit dem Pitch - Knüppel beherscht.
Der Jazz kann geschätzte 20A als mittleren Strom auch bei nur 55% dauerhaft bringen.
Einigen Leuten hat auch das Aufkleben von einem Kühlkörper ( Wärmeleitkleber ) auf die AL - Rüchseite des Reglers schon geholfen um die zu verbratenden Verluste in einem Bereich zu halten, der den Regler nicht in Übetremperatur gehen lässt. Frischluft durch einige Bohrungen in der Haube schadet auch nichts.
Wenn Du natürlich die 55A (oder sogar mehr) des Reglers intensiv nutzt und mittlere Ströme von über 30 A anstehen, geht das nur bei möglichst weit offenem Regler.

schwaabbel
12.06.2006, 19:45
Tolle Erklärung, aber teilweise falsch!

Ein System A braucht bei 2000 U/min ( 80% regelweg= 60% im Display) 100 A
nun regeln wir System A auf 1500 U/min runter ( 60% regelweg = 20% im Display)

Warum nun soll bei niedrigere Drehzahl , die Stzromspitzen höher sein? Die können nicht höher sein, als bei 2000U/min!

Das bedeutet andersherum: Nimmdas System bei durchgeschaltetem Regler, max Pitch u. max Heck nicht mehr wie 55A in diesem Falle auf, dann ist der Regler im Teillast festem Bereich.

Wichtig auch dabei, das ein Regler immer auf -100% über 0% bis +100% eingelernt wird. Nur so ist er feinfühlig einstellbar, das jeder Prozentpunkt im Display ein 1/2 Prozent Regelweg ausmacht.
Gruß Frank

Wilfried
12.06.2006, 21:11
Hallo Frank

Was ist da falsch ? :-X

Ich habe ja nicht behauptet, dass bei 60% Reglervorgabe die Stromspitzen ( auf diese kommt es nebenbei in erster Linie gar nicht an, solange diese den Regler nicht wegen Überstrom zum Abschalten bringen, sondern auf den mittleren Strom über eine bestimmte Zeit) höher seien.

Welchen Strom nimmt Dein durchgeschaltetes System (max Pitch / max Heck => 55A) bei einer Einstellung von z.B. nur noch 60% Reglervorgabe ( niedriger Drehzahl ) bei gleichem Max - Pitch / Max - Heck denn auf ? :-X

Fakt ist, dass die Reglerverluste ( Wärme die verbraten/abgeführt werden muß ) je niedriger die Reglervorgabe ist zunehmen, und das proportinal mit dem mittleren Strom über der Zeit. Ein durchgeschalteter Regler hat die geringsten Verluste !?
Das entscheidende scheint doch hier die geforderte Leistung zu sein !

Weiterhin gibt es auch noch andere Steuerungen als Graupner( -100 ==> +100 ) = ===> ( Futaba wird mit 0 - 100% eingelernt ). :lol:

MeisterEIT
12.06.2006, 22:55
...Das bedeutet andersherum: Nimmdas System bei durchgeschaltetem Regler, max Pitch u. max Heck nicht mehr wie 55A in diesem Falle auf, dann ist der Regler im Teillast festem Bereich.
...

hi,
das glaube ich nicht, dass es so richtig ist.

die definition von teillastfest bei kontronik gilt für luftschrauben.

wenn ein motor mit luftschraube bei vollgas nicht mehr als den zulässigen dauerstrom aufnimmt.
dann ist der regler 100% teillastfest mit jeder ansteuerung des reglers, aber eben nur genau für diesen motor mit luftschraube und diesem akku.
die teillastfestigkeit ist also genau auf die luftschraubenkennlinie ausgelegt.

ich glaube nicht, dass mit deiner definition genauso wäre.
grüße

schwaabbel
13.06.2006, 16:44
Welche Last dranhängt/ bzw. ob Prop oder Pitch ist doch völlig egal.
Wenn das System unter 55A bei Max Pitch u.Heck unter 55A bleibt, ist das derselbe Effekt , als ob da ein Prop dran hängt.
Die Schaltverluste des Reglers sind rel. vernachlässigbar, da Kontronik als einziger mit dem aktiven Freilauf arbeitet.

Auch Futaba kann man mit +/-100% einlernen, wenn man aud das dämliche Gasgeraden Gerödel verzichtet und den regler direkt auf ein Schalter legt, denn da gehört er hin. ::)
Gruß frank

MeisterEIT
13.06.2006, 16:49
...Die Schaltverluste des Reglers sind rel. vernachlässigbar, da Kontronik als einziger mit dem aktiven Freilauf arbeitet.
..


der aktive freilauf verringert die verluste an der freilaufdiode.

aber die schaltverluste haben nix mit dem aktiven freilauf zu tun.
grüße

Michil
14.06.2006, 09:41
Wichtig auch dabei, das ein Regler immer auf -100% über 0% bis +100% eingelernt wird. Nur so ist er feinfühlig einstellbar, das jeder Prozentpunkt im Display ein 1/2 Prozent Regelweg ausmacht.


Hallo,

also bei meinem JAZZ 55-6-18 läßt sich nichts feinfühlig regeln. Der regel die Drehzahl beim gasgeben in Stufen. Wenn ich an meinem Graupnersender (-100% - +100%) ca. 5% verändere (also ca. 2,5% des Gesamtweges), dann geht der Regler ca. 30-40 RPM rauf oder runter (zumindest lt. meinem Drehzahlmesser von ELV und meinem Datenlogger MicroPower). Dazwischen tut sich garnix. Während des Fluges regelt er anscheinend etwas besser, aber bei der Grundgaseinstellung ist nichts feinfühlig.

Ich fliege nebenbei derzeit in meinem Logo 14 mit Orbit 25-12 an 6s Konions mit knappen 1700 RPM bei +16% am Sender (also ca. 58% Gesamtweg). Der Regler wird dabei allerdings auch ziemlich warm (ca. 70 Grad), aber einen Absteller hatte ich bisher nicht.

Gruß

Michael

thinkbig
14.06.2006, 10:18
Hallo Michael,

macht es da nicht vielleicht Sinn, ein Ritzel mit einem Zahn (oder zwei) weniger zu verwenden? ;)
Du wärst rein rechnerisch im Moment bei 2900 Umdrehungen im offenen Bereich (100%).
Das ist definitiv zu viel, selbst bei den empfohlenen 80% hättest Du dann noch ca 2350 Umdrehungen am Kopf. ;)


Gruß,
Ralf

fdietsch
14.06.2006, 12:27
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War der Regler nach dem Absturz heißß ?
Klingt ehr wie ein normaler filesave .
War der Empfänger auf filesave Regler aus programmiert ??


Drehzahl - um ein Hubi mit einem Gewicht von x in der Luft zu schweben ist eine gewisse Hubarbeit (Leistung) nötig.
Ob ich diese Leistung mit hoher Drehzahl und geringem Anstellwinkel oder geringerer Drehzahl und hohem Anstellwinkel erbringe ist fast egal.

Fast - Wirkungsgrad der Blätter bei verschiedenen Winkeln , Luftwiederstand des Systemes steigt .... mit der Drehzahl ,
Das genau zu bestimmen ist müßig und von viel zu vielen Faktoren abhängig die nur als geschätzte Größen vorliegen . Da hilft eigentlich nur ein Amperemeter und ein Schwebflug mit verschiedenen Drehzahlen um dies zu Messen. Hier mal mit anderen Ritzel probieren !

Teillast - nun als Elektrischer Laie stelle ich mir das so vor :
Regler durchgeschaltet über die Spule fließt so lange Strom wie der Magnet vorbeihuscht sagen wir mal eine volle Phase.
Teillast - die Spule wird nicht die ganze Zeit angesteuert sondern nur 50 % das heißt nur die halbe Länge der Pase .
Da ist doch pro Phasenwechsel auch nur ein Schaltzyklus der Energie in Wärme verbrät? Oder taktet Kontronik die Phase nochmal?
Nochmal zur Hubarbeit (passt ja beim hubi ;D) Wenn der Regler durchgeschaltet den Heli in der Luft schwebt mit x kg dann fließt strom x , halb durchgeschaltet (halbe fase an) muß ja die gleiche Energie durch das heißt doppelter Strom . was dann für den Regler (Leistungstransistoren) schon kritisch wird.

Aber mal was ganz anderes das mit halb und voll bezieht sich auf den Stellermodus !

Im Regler hat der % wert am Sender eigentlich nix oder nur indirekt mit der Leistung zu tun. Der % wert sagt dem Regler ja nur auf welche Drehzahl er regeln soll.
Wie weit der Regler dann das Gas auf macht kann man ja eh nicht beeinflussen.
Hier hilft nur Strom messen und mal eine andere Abstimmung ( Ritzel, Drehzahl, Blätter und deren Winkel ) testen. :lol:

::)