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Vollständige Version anzeigen : NT Empfängerakku "Tuning"


bkramer
03.05.2002, 19:58
Hallo !

Bei meinem Empfängerakku (von Jan empfohlene Zellen) fällt unter
Belastung die Spannung um ca 0,4 V ab.
D.h. bei \"vollem\" Akku gibt es an den Servos nur mehr 4,4 V. Später entsprechend weniger.

Die hat mir um so mehr leid getan, als meine S 9206 ach so tolle Leistungsdaten haben => ... bei 4,8 V !!!

Abhilfe:

=> Gepushte Zellen von Hopf mit gleicher Baugröße

Halten die \"Spannungslage\" wie die 2.400 er in meinem X - Cell.

Vorsicht ist gegen Ende geboten.
Wie alle Hochstromzellen fallen sie sehr rasch gegen Ende in der Spannung ab.
3 - 4 \"sichere\" Flüge sind aber allemal möglich.

Bei´m Laden an einem Schulze Lader sollte man, bedingt durch den geringen Innenwiederstand den Ladestrom auf ca. 2 Ah oder max. 2 C begrenzen.

Weitere Info´s : http://www.hopf-modelltechnik.de/ts1700aup.htm


Vielleicht war das für den einen oder anderen von Interesse.

LG

Bernhard



Edited by - bkramer on 03/05/2002 20:04:28

martin_fuerst
03.05.2002, 20:34
Hallo NTBernhard !

Na dann will ich mal...

Nix gegen gepushten Zellen, aber ob die bei
Empfängerakkus so sinnvoll sind ?
Es geht doch dabei um eine Verringerung des Innenwiederstandes,
was bei Strömen um die 20-xx A (E-Flug) von Bedeutung
auf die Spannungslage ist, bei Empänger-Servostömen sollte
der Akku nicht so in die Knie gehen.
OK, die 9206er & Piezzos ziehen schon, aber im moderaten A-Bereichen
(verglichen mit E-Flug u. E-Helis).
Biste sicher, daß Dein \"Kleiner\" wirklich OK ist ?? (4,4V - wo gemessen? - direkt am Akku?)
Einzelzellen unter Belastung getestet ??
Alle gleiche Spannungslage??
Ich fliege halt mit den 2400ern bzw. 2000ern, die
paar Gramm in der Nase brauch ich ohnedies bei
meinen SE & \"EvoMille\" und über pushen brauch ich
da garnicht nachdenken ;-)

LG
Martin

Meine Heliseite:

[img src=\"http://members.aon.at/mfuerst/mhs2.jpg\" border=0]

Edited by - martin_fuerst on 03/05/2002 20:42:01

Uli Haslinde
03.05.2002, 21:24
Mir ist bereits beim Rocket aufgefallen, daß die empfohlenen Zellen schon ganz schön mit den 9204 zu tun haben. Ich verwende einen Akkukontroller von Schulze und der zeigt bereits nach dem ersten Flug Unterspannung an und das obwohl der Akku noch fast voll ist.

Man sollte die Anlaufströme der Servos nicht unterschätzen. Ich kann mir gut vorstellen, daß drei 9204 schon mal die 10A Marke überschreiten, wenn auch nur für Sekundenbruchteile. Das hat erwiesenermaßen keine Auswirkungen auf die Sicherheit der Empfangsanlage, aber ein empfindlicher Akkukontroller zeigt dann halt die rote Karte.

Im NT habe ich Panasonic NiMH Zellen mit 2Ah eingebaut, die sind spannungsstabil und haben schon einige Zyklen hinter sich. Wer Interesse daran, wie man die unterbringen kann, siehe

http://www.yesyes.rc1.at/Bilder/NT_Galerie/TDNTneu22.08.0106.jpg

Die Idee von Bernhard finde ich auch interessant.

Ansonsten sollte nicht gleich wieder Stromnotstand ausbrechen. Ich bin der einzige, der bei uns nicht den Standardakku verwendet und in meinem Rocket tuts auch immer noch der Standardakku. Ist wohl mehr ein Schönheitsfehler ohne wirklichen Handlungsbedarf.

Gruß Uli Haslinde

bkramer
03.05.2002, 23:26
Hallo Martin !
Hallo Uli !

Primär war es die \"rote Karte\" meines Schulze Spannungswächters die mich auf diese Spur brachte.

Gemessen habe ich auch zum Vergleich im Rahmen der Entladung mit Schulzelader.

Nicht zuletzt hat ein gewisser MF gesagt : \"Jetzt fliegst bald auch noch mit gepushten Empfängerakkus\".

Wie auch immer, jetzt hat meine Seele auch in dieser Ecke Ruhe und mein Spannungswächter zeigt das was ich sehen will ...

LG

Bernhard

NS.: Vergleicht einmal den Preis von Hopf Akkus gepusht zu Ladenpreisen ...

@ Uli / Die Art der Montage Deiner 2.000 er Zellen finde ich auch gut und werde mir für das \"Mega Tuning\" merken ...



Edited by - bkramer on 03/05/2002 23:33:59

04.05.2002, 01:25
Hallo Leute,

die gelben Sanyo sind in der Tat nicht besonder niederohmig. Ich kann z.b. die roten 700er oder 800er Sanyo empfehlen (N700AR oder N800AR). Außerdem sollte man natürlich ein ordentliches Kabel verwenden. In meinem ET fliege ich N500AR. Die langen für 3-4 Flüge á 8 Minuten. Die 700/800er sollten also für 4/5 Flüge á 12 Minuten gut sein. Die NxxxAR-Zellen sind sehr niederohmig und lassen sich mit 5A laden, so daß man auf dem Flugplatz in nullkommanix auf- und nachladen kann. Die N800AR haben genau Mignon-Format und sind für ca. 3€ bei Bat-Mann zu haben.

Viele Grüße,
Mark

Harald Schappacher
04.05.2002, 09:06
Hi !

Ich bin gestern 4 Flüge à 10 Minuten geflogen (Kunstflug) und konnte anschließend 970 mAh nachladen ! Habe 9204 auf der Taumelscheibe und 9250 am Heck. Als Empfängerakku verwende ich den von Jan empfohlenen. Was mir aber auch auffällt ist, daß man bereits beim 4.Flug merkt, daß die zyklischen Steuerung etwas nachgibt - dh. der Heli ist auf der Taumelscheibe nicht mehr so präzise und das Gasservo geht etwas langsamer. Die Gaskurve kann bei schnellen Pitchänderungen nicht mehr gehalten werden und die Drehzahl schwankt etwas mehr als mit vollen Akkus. Ich verwende einen elektronischen Schalter ETS1, welcher mit einem 2,5 mm2 Kabel mit dem Akku verbunden ist und speise den Empfänger mit 2 Leitungen.

[img src=icon_smile_wink.gif border=0 align=middle] HS

04.05.2002, 11:48
Hallo Beisammen

Durch Pushen von Akkuzellen kann der Akku auch sehr schnell kaputt gehen ! Das liegt daran da die Akkus ja mit teils sehr hohen strömen behandelt werden. Im Akku selbst ist ein kleines Blech das in der Regel ( eigentlich alle Sanyo zellen ) mit einen !!! Schweisspunkt von etwa 0,75mm² durchmesser an das Gehäuse der Zelle geheftet ist. Fliessen beim Pushen nun sehr hohe ströme kann dieser Punkt oder sogar Das Blech mit seinen 0,5mm Dicke halb oder ganz durchglühen. Die Vibrationen in einen Heli oder die Schläge die durch die härteren aufsätzer im RC-Car verursacht werden geben denn Schweisspünktchen oft denn Rest !!! Bei meinen EP Concept hatte ich schon einmal einen Zellenbruch allerdings noch am Boden ! Seitdem nie wieder Gepushte Zellen ! Überlegt es euch gut ob ihr wirklich euren schönen NT riskieren wollt nur um ein paar wenige gramm zu sparen.

Übrigens die Panasonic 2000 Sub 3/4 C und Panasonic Suc C 3000 NiMH Akkuzellen haben 0,75mm Blech und 3 Schweisspunkte !! ( So zu lesen in einer RC-Car zeitschrift )

Gruss Sebastian

more than all
[img src=\"http://www.smilies-world.de/Smilies/Smilies_gross/smily026_2.gif\" border=0] [img src=\"http://www.smilies-world.de/Smilies/Usersmilies/Rafael/Cochevelozjaja.gif\" border=0]

bkramer
04.05.2002, 13:30
Hallo !

@ HS

ETS 1 und doppelte Anschlüsse am Empfänger + dicke Stromversorgung habe ich auch.
Hat sich in diesem \"Strickmuster\" in 2 X-Cell´s in drei Saisonen bewährt.
Was ich meine, ist der hohe Innenwiederstand der 1700 er Sanyo Zellen.

Beim zweiten Flug zeigt das Schulze Blinki (bei richtig abgestimmter Akku Kurve) erstes LED grün und rot blinkend.

Bestätigt hat sich dieser Spannungseinbruch (wenn auch kurzzeitig) bei Beobachtungen und Messungen am Schulze Lader.

Bei den Hopf Zellen ist die Spannungslage wie bei meinen 2.400 ern
in den X-Cells.



@Sebastian

Danke für Deinen Hinweis !

Da aber bei´m pushen viele zusätzliche Schweißstellen entstehen
(siehe \"NiCd - Zellen für den Modellbau / ISBN 3-7883-0672-6 /
oder evtl Fachgespräch mit Herrn Hopf, oder sonstige Artikel in den Modellbauzeitschriften) sehe ich diesem \"Risiko\" relativ gelassen entgegen.

Vielmehr hätte ich Angst vor einem \"Reset\" meines Kreisels im Fluge wegen Spannungseinbruch.

Außerdem geht es mir nicht darum einige Gramm zu sparen, sondern ich hätte an meinen 4,8 V Servos auch gerne 4,8 V und nicht 4,4 und mit zunehmender Flugzeit 4,2 und weniger.

LG

Bernhard



Edited by - bkramer on 04/05/2002 13:35:15

Rüdiger
04.05.2002, 23:48
Servus Gemeinde,

gegen allzu krasse Spannungseinbrüche hilft bei mir ein 5-Zeller, dem man mit einer 20Amps-Leistungsnetzdiode (keine Schottky-Diode!) etwas die \"Schärfe\" nimmt.

Die fünfte Zelle hab ich ins \"Tal\" zwischen dritter und vierter Zelle aufgesetzt, so gibts keine Platzprobleme.

hth,

rüdiger

Modellbaudateien aller Art ohne Ende: http://corsair.flugmodellbau.de

felix
05.05.2002, 10:17
Hallo miteinander,

@Uli:
mir gefällt dein Akku und dessen Einbau; danke für den Bildverweis. Sind das SC-Zellen oder sind die etwas kürzer, so wie etwa die CP von Sanyo? Bis jetzt hatte ich immer etwas Hemmungen mit inline verlöteten Akkus in Verbrennern, aber scheinbar funktioniert es.
Tolles Gasservo !!

@Rüdiger:
5 Zellen und eine Diode ist für mich mehr Symptombekämpfung, dem Motto nach: viel hilft viel.
Angenommen die Diode \"bremst\" mit 0.8V, dann hat man einfach generell 0.4V mehr, aber die Spannungseinbrüche bleiben, da ja der Gesamtwiderstand des Stromzuführungssystem (Akku, Stecker, Schalter und Kabel) gleich bleibt.
4 Hochstromzellen und eine effiziente Zuleitung zum Empfänger (da gibt es verschiedene gute Methoden)ist immer noch das Beste. Dann dankt auch das Heckservo mit einer langen Lebensdauer...

viele Grüsse von Felix

Uli Haslinde
05.05.2002, 12:00
Hallo Felix,
drauf steht nur Panasonic NMH-2000. Durchmesser gleich 22,5mm, Höhe 33,5mm, Gewicht 45g (der NT wird also schwerer damit [img src=icon_smile_wink.gif border=0 align=middle] . Ich bin durch einen Test einer E-Flug Zeitschrift auf die Dinger gekommen, der sie als recht hochstrombelastbar auswies.

Ich verlöte schon seit Jahren auch die Empfängerakkus inline, ordentlich gemacht hält das. Zur Sicherheit schrumpfe ich noch doppelt ein. Sollte die Lötstelle brechen, dann drückt der Schrumpfschlauch die Kontaktstellen gegeneinander. Damit genügend Freiraum für den Nickservohebel bleibt, liegen die Zellepaare links und rechts am Chassis an. Sie sind unten elastisch verbunden durch ein v-förmig gebogenes Kabel.

Gruß Uli Haslinde

Rüdiger
05.05.2002, 19:42
Servus Felix! ,-)

Stimmt im Großen und Ganzen, aber auch bei optimalen Zuleitungen bricht der Akku kurzzeitig zusammen (und da sogar noch krasser!).

Mir ists seit nem Jahrzehnt lieber, wenn ich dann noch mal ein halbes Volt mehr on top hab, da kann der Akku auch gern mal ein ganzes Volt nachgeben - ´s reicht dann immer noch.

cu,

rüdiger

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felix
05.05.2002, 21:44
Hallo miteinander,

@Uli:
danke für die Info.

@Rüdiger:
Zitat: \", aber auch bei optimalen Zuleitungen bricht der Akku kurzzeitig zusammen (und da sogar noch krasser!)\"
Ah !! Jetzt habe auch ich es verstanden [img src=icon_smile_approve.gif border=0 align=middle] Also möglichst schlechte Zuleitungen und dann bricht die Spannung am Akku auch nicht zusammen! logisch !!! [img src=icon_smile_clown.gif border=0 align=middle]

liebe Grüsse von Felix

Rüdiger
06.05.2002, 05:20
Servus Felix! ;-)

Na, den Umkehrschluß wenden wir doch lieber nicht an, ja?

:-)),

rüdiger

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felix
06.05.2002, 22:25
Hallo Rüdiger,
nein, nein, diesen Umkehrschluss wenden wir nicht an. Aber vielleicht ist dir dadurch ein Licht aufgegangen und hast gemerkt, dass das was du geschrieben hast Käse ist (bitte nicht persönlich nehmen [img src=icon_smile_big.gif border=0 align=middle])

Hier ein paar Fakten und Gedanken:
Ich habe folgende Servos mit einem guten Oszilloskop ausgemessen: Futaba S9253, S9252, Hitec HS5925 und HS5945.
Diese modernen Hochleistungsdigitalservo ziehen unter Belastung einen Durchschnittsstrom von 0.4 bis 0.7 A (aufintegriert) und Spitzen von 2.5 bis 3A.
Nehmen wir den ungünstigsten Fall an; alle 5 Servos ziehen gleichzeitig ihren Spitzenstrom, das macht dann 15A.
Mit 15A ist ein Hochstromakku noch Spannungsstabil. Dieser Wert ist aber theoretisch. Ich habe es nicht geschafft, den Gesamtspitzenstrom mit 5 Digiservos auf mehr als 5A zu bringen (versucht durch würgen und bewegen aller Servos gleichzeitig mithilfe von 4 Händen). Wie gesagt, Spitzenstrom! Einen Stromeinbruch an den Hochstromakkus gibt es also nicht.
Wenn man nun bedenkt, dass unsere Stromversorgungssteckerchen zum Empfänger schon bei 2A Dauerstrom warm werden (=Widerstand!!), merkt man, dass die Zuleitung zwischen den Akkuzellen und der Empfängerplatine das schwache Glied ist. Also mit mindestens 2 Steckern in den Empfänger und 2 oder gar keinen Schalter, denn für die volle Leistungsentfaltung brauchen die Servos die Spitzenströme.

Ich hoffe, dass ich niemanden gelangweilt habe und Rüdiger, dass du mir nicht böse bist [img src=icon_smile_blush.gif border=0 align=middle]

Gruss von Felix

Rüdiger
07.05.2002, 05:35
Servus Felix! ;-)

Nein, ich bin Dir nicht böse, schon mal deshalb, weil ich keinen Käse geschrieben hab und mit voller Absicht den stärker zusammenbrechenden Akku bei guten Zuleitungen erwähnt hab - und wenns auch nur ein Zehntelvolt gegenüber \"schlechten\" Leitungen ist. Daß das so ist, ergibt sich schon mal aus dem Ohm´schen Gesetz und dem Innenwiderstand des Akkus - das wirst Du nicht anzweifeln noch widerlegen können ;-)

Auf was ich eigentlich herauswill, ist eine saubere Verkabelung mit \"gedrosseltem\" Fünfzeller und hier verstehe ich nicht so recht, was daran im Sinne von \"viele hilft viel\" verkehrt sein soll.

cu,

rüdiger

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felix
07.05.2002, 23:05
Hallo Rüdiger,

wenn man von Spannungszusammenbruch am Akku spricht, kommt es halt darauf an, ob man ein paar Hundertstel oder 0.5 Volt meint. Aber ich glaube wir haben uns verstanden.
Meine Messungen ergaben, dass die Spannung am Akku (Sanyo RC2400) bei 5A um bedeutend weniger als 0.1 Volt zusammenbricht.

Wegen den fünf Zellen: verkehrt ist nichts daran, das kann man so machen, deine Erfahrung beweist es.
Aber: Wenn man Spannungseinbrüche hätte (ich rede jetzt von der Grössenordnung 0.5V) und dies einfach mit einer fünften Zelle plus Diode auf ein höheres Spannungsniveau bringen würde, das finde ich nicht so gut; deshalb \"viel hilft viel\". (Symptombekämpfung)
Wenn jetzt dieses System spannungsstabil ist, hat man immer ca. 0.4 Volt mehr und gerade die Lebensdauer des Heckservos profitiert gar nicht davon.
Also wenn man schon Hochstromakkus und gute Zuleitungen hat, wieso dann nicht einfach? Nackte 4 Zellen ohne Dioden, Akkuweichen oder ähnliches Zeug.
Einfacher ist immer besser, und alles was nicht da ist, geht nie kaputt.
nur meine Meinung [img src=icon_smile_blush.gif border=0 align=middle]
Gruss von Felix Straessler