Vollständige Version anzeigen : EC 135 Christophorus 7 steckt im Schnee
hab ich grad zufällig gefunden:
http://www.youtube.com/watch?v=oNQ1SCR2c-A
also ich sag nur: "hut ab vor diesem piloten"
mfg bernd
JMalberg
06.11.2006, 23:35
MAnn, der hat Nerven.... oder einfach nur Schwein gehabt
Johannes Hiemer
06.11.2006, 23:50
Meine Güte. Nicht Schlecht Herr Specht. :D
klasse, aber ich frage mcih sowieso, warum die diese klasse Rotorkopfbremse habe :)
JMalberg
07.11.2006, 00:15
Rotorkopfbremse.LOL is mir noch nicht aufgefallen ROFL... ich beis inden Tisch
Respekt, also ich hätte nicht so cool da vorne links Platz genommen, sondern hätte während dem Manöver lieber etwas weiter entfernt Feuerholz gesammelt oder Eispilze gejagt. :lol: :o ;D
Der Hangstart macht mir dabei noch die wenigsten Sorgen, sondern eher das Baummaterial in "greifbarer" Nähe bei diesem Manöver und der verdammt rutschige Schnee/Eis. *Puhhh*
Gruß, Lars ;D
OHA! There are many bold pilots, there are many old pilots, but there are only a very few old & bold pilots.
Der Aufrichter ist ja ok, wovor ich Schiss haette, ist, dass der Heckausleger einen Schlag vorher beim Absenken mitbekommen hat oder dass beim Start der Fene ein paar nette Stöcke und Steine ansaugt, er liegt ja schließlich quasi am Boden.
Aber wenns gut geht, fragt kener ;)
Oliver
spreadeagle
07.11.2006, 11:01
JAAAAA - der Beweisfilm wurde gefunden :lol: Linksdrehender Rotor, Blätter gehen zuerst auf linker Seite hoch aber der Hubi kommt trozdem mit dem Heck wech, daher Phasenverschiebungbungbungbung... ;D
Warum der Copi aber nach der Rettung auch noch aussteigt um das kurz vor der Unglückslandung im Fußraum verlorene Bonbon wiederzuholen - na ja, die Schweizer eben ... :unsure:
JAAAAA - der Beweisfilm wurde gefunden :lol: Linksdrehender Rotor, Blätter gehen zuerst auf linker Seite hoch aber der Hubi kommt trozdem mit dem Heck wech, daher Phasenverschiebungbungbungbung... ;D
Warum der Copi aber nach der Rettung auch noch aussteigt um das kurz vor der Unglückslandung im Fußraum verlorene Bonbon wiederzuholen - na ja, die Schweizer eben ... :unsure:
2 Dinge:
a) Wieso sollte ein linksdrehender Rotor ohne Vorwärtsfahrt zuerst links abheben?!??!? Das initale Rollen von wg. Phasenverschiebung wird man bei der hohen Drehzahl und dem enormen Kreiselmoment des HaRo kaum sehen können...m. M. nach gehen die Blätter auch zuerst rechts hoch - sieht eher so aus, als hätte der Pilot zum Nick nach vorne ein wenig Roll nach links gegeben, um vom Berg wegzukommen...
b) Das waren Österreicher und keine Schweizer....
spreadeagle
07.11.2006, 11:48
2 Dinge:
a) Wieso sollte ein linksdrehender Rotor ohne Vorwärtsfahrt zuerst links abheben?!??!? Das initale Rollen von wg. Phasenverschiebung wird man bei der hohen Drehzahl und dem enormen Kreiselmoment des HaRo kaum sehen können...m. M. nach gehen die Blätter auch zuerst rechts hoch - sieht eher so aus, als hätte der Pilot zum Nick nach vorne ein wenig Roll nach links gegeben, um vom Berg wegzukommen...
b) Das waren Österreicher und keine Schweizer....
Hi, zuerst wusste ich gerade nicht wie ich auf Deinen Post reagieren soll, aber dann fand ich zum Glück noch das hier :popo: und das ;;-) und das :lieb:
Hehe...
:lieb: :lieb:
:shoot:
B:)
spreadeagle
07.11.2006, 12:05
Gute Antwort :yes:
Mit der Ph.-Verschiebung hatten wir ja mal vor kurzem nen Fred, der ist auch für mich übrigens immer noch ungeklärt. Mich wundert das, weil das Grundprinzip der Helitechnik da scheinbar so wirklich niemanden interessiert. Und bevor auch andere ihren Heli mal physisch studieren (da steht zB die Rigit-Fraktion noch aus), denkt sich jeder "wird schon irgendwie funktionieren..."
Schade drum, mich hätte es weiter interessiert, deshalb sin wa doch he.
Ja sichi, deswegen hamm wa doch auch so viel Spassss an der Sach... ;D
Bin auch kein Luftfahrttechniker/Physiker und prinzipiell hast Du natürlich Recht: Wenn der Pilot Nick gibt wird theoretisch genau um 90° versetzt das Rotorblatt angehoben.
Da der HaRo als riesiger Kreisel das aber nicht möchte, reagiert er, wie beabsichtigt, um 90° versetzt mit einem Nick nach vorne - klar.
Ob man aber zunächst das seitl. Anheben und dann das Nicken nach vorne wirklich getrennt beobachten kann, wage ich stark zu bezweifeln, da der Kreisel im Prinzip schon bei der kleinsten seitlichen Auslenkung quasi gleichzeitig anfängt nach vorne zu kippen.
Was ich nicht beantworten kann ist, ob man beim Geben von Nick nach vorne ausser der Nickbewegung nach vorn z.B. beim Blick von hinten das seitl. Kippen des HaRo doch noch leicht erkennen kann oder ob diese Komponente durch das Kreiselmoment völlig aufgehoben wird und komplett in die Nickbewegung nach vorne umgesetzt wird.
Just my 2 cents...aber wahrscheinlich gilt auch für mich: B:)
Moinsen,
also dazu muß ich mal sagen, dass ich das jedesmal beobachten kann, dass die Seite des Vorlaufenden Blattes sich immer zuerst anhebt. Zumindest beim normalen Start ohne Wind >>> Beim Manntragenden<<< ! Unser Pilot sagt aber es könne auch an dem Windwirbel des Heckrotors liegen, der der Rotorscheibe hinten einen Auftrieb gibt, welche sich nach dem Phasenverschiebungskram logischerweise erst 90° Versetzt seitlich bemerkbar macht.
Nachtrag: Ob und wieweit das beim Fenestron auch gilt, weiß ich jedoch nicht...
Gruß, Lars :mellow:
Das Argument Eures Piloten hört sich gut an. Man muß aber in erster Linie auch an das Schubmoment des HeRos denken (gilt auch beim Fenestron), weshalb die meisten Helis beim Hovern leicht schräg in der Luft hängen. Das ist genau das Rollmoment, was die Blätter an einer Seite zuerst abheben lässt (der Winkel heisst glaube ich "attack angle" oder so...)
Au Mann, habe den gerade von Dir erwähnten Fred zum Thema "Phasenverschiebung" mal fix überflogen...
Für mich ist die einzig logische (Haupt)-Erklärung (wohl gemerkt: Rigid-Kopf), daß es sich um Präzessionseffekte handelt, welche durch die Tatsache, daß der Kreisel sich nicht frei um sein theoretisches Zentrum drehen kann (Stichwort: starre HaRo-Welle) und durch Blatt- sowie andere aerodynamische Effekt überlagert werden, daher landet man irgendwo zwischen 70-90° Phasenverschiebung und gut is'.
Daß eine Phasenverschiebung von theoretisch 180°-Grad (gilt das dann auch für mehr als 2 Blätter?!?) auf bis zu 70° "eingedampft" wird ist doch wohl ein bisschen sehr stark Spekulatius...
Und das es sich allein um Effekte durch die Blätter handeln soll, kann ich mir auch nicht denken. Ein HaRo _ist_ nun mal ein riesiger Kreisel mit einem wahnsinnig großen Kreiselmoment.
Überleg mal, wie wenig Geschwindigkeit man braucht, damit einen die kleinen Räder eines Klapprades bereits geradeaus fahren lassen, das ist fasst nichts. Und jetzt beweg mal einen mehrere 100kg schweren Kreisel mit einem Durchmesser von ca. 10-15 m mit ca. 300-500 U/min um die eigene Achse...da entstehen keine Präzessionskräfte, die man berücksichtigen muß und die wahrscheinlich die Hauptkraftkomponente sind?!? :o
Aber wie gesagt, das wird sich hier mit unserem im Durchschnitt vorhandenen "Schulwissen" sicher nicht klären lassen, zumal sich die ganze Schulphysik angesichts des Einflusses der mal linear, mal turbulent strömenden Luft, sprich also Aerodynamik, sowieso komplett verabschiedet...
spreadeagle
07.11.2006, 13:03
Jepp,
in dem o.g. Fred habe ich ja mal beschrieben, dass die Anlenkung bei meinem Freya Paddel-Hubi ja keinerlei Ausgleich oder sichtbare Verschiebung hat. Bei den Paddellosen oder Großhubschraubern hat sie aber scheinbar eine, daher Fragen....
- Wozu benutzt man eigentlich eine virtuelle Taumelscheibenverdrehung bei paddellosen Köpfen?
- Wie lenkt beim Großen die Taumelscheibe aus wenn man den Knüppel bewegt?
- Sind die Blätter beim Großen/Paddellosen irgendwie versetzt angesteuert, wenn ja wie?
- Wir reden immer von 90°, haben paddellose Hubis vielleicht je eine individuelle Verschiebung, wenn ja wie groß?
Nu wär's toll Fakten vom Modell X oder Großhubi Y zu hören, keine Mutmaßungen, laßt die Physikersch... einfach mal wech.
Folgendes gilt für BK-117 und BO-105CBS: 4-Blatt-Rotorköpfe
Die Taumelscheibe folgt linear dem Weg der Cyklischen Blattverstellung ohne Versatz bzw. Verdrehung.
Die Blätter bei sind nur gedämpft, ansonsten nicht versetzt angesteuert.
Gruß, Lars
Ich bin mir 100% sicher, daß sich der Blattanstellwinkel in Rollrichtung ändert, wenn Du Deinem Piloten sagst, er soll mal Nick geben und umgekehrt - dat funktioniert bei den großen genauso, wie beim Modell-Rigidkopf - jede Wette... :lol:
Soll heißen: Wenn man bei einer BO105 drückt, also Nick gibt, wird der Blattanstellwinkel nicht hinten größer und vorne kleiner, sondern entsprechend seitlich, je nach HaRo-Drehrichtung (weiß gerade nicht, wierum der HaRo sich bei einer BO105 dreht, aber ist ja jetzt auch egal)
bo-105 gegen den Urzeigersinn (linksdrehend)
Gruß, Lars
Und weiter gehts....
In den Urzeiten der Hubschrauberfliegerei ist die Tragschraubenresultierende durch das Neigen der Tragschraubenachse zumindest experimentell bewegt worden. Bei modernen Hubschraubern gibt es ausschließlich die Steuerung über die Veränderung der Einstellwinkel der Tragschraubenblätter in jedem Punkt der Bewegung der Tragschraube um den Hubschrauber. Soll ein Vorwärtsflug durchgeführt werden, muss die Tragschraubenresultierende nach vorn geneigt werden, was durch die Erhöhung des Einstellwinkels hinten und die Verringerung des Einstellwinkels vorn erreicht wird. Die Folge ist ein vergrößerter Auftrieb in der hinteren Hemisphäre des Tragschraubenkreises, während er vorn sinkt. Für die Umsetzung der Einstellwinkeländerung ist der Schrägstellautomat verantwortlich, er realisiert die zyklische und kollektive Änderung des Einstellwinkels.
Die Steuerung des Vektors der Tragschraubenresultierenden erfolgt durch die unterschiedliche Ansteuerung der Tragschraubenblätter über den Tragschraubenkreis. Der Einstellwinkel der Tragschraubenblätter kann in jedem Winkel während des Umlaufes eines Blattes beeinflusst werden. Die Taumelscheibe als Kernstück wird mit Hilfe des Steuerknüppels in die jeweilige Richtung (rechts, links, vorn, hinten) geneigt und mit Hilfe des Gassteigungshebels insgesamt gehoben und gesenkt. Der Gassteigungshebel bewirkt eine kollektive Veränderung des Einstellwinkels, so dass eine Auftriebsveränderung an jedem Punkt des Tragschraubenkreises gleich ist. Die Taumelscheibe führt die Blattzugstangen auf ihrem Weg bei der Umdrehung der Tragschraube, so dass diese gewissermaßen den Weg auf der Taumelscheibe "abfahren" und eine Änderung des Einstellwinkels gemäß der Neigung der Taumelscheibe erfahren. Damit wird entsprechend der Steuerknüppelstellung der Auftrieb in einem Bereich der Tragschraube (beispielsweise hinten rechts) erhöht, während er am komplementären Abschnitt sinkt. Ergebnis ist die Neigung der Tragschraubenresultierenden und des Tragschraubenkegels.
Gruß, Lars
Werdenfelser
07.11.2006, 14:15
.............diese Erklärung habe ich so auch im Jahre 1940 erhalten ;D ;D ;D
danach habe ich mich in den Tragschrauber gesetzt und bin weg geflogen...........
;D ;D ;D ;D
Viele Grüße,
Stefan
;D ;D ;D ;D
Mit diesem Kommentar hast Du Dich um die große "Hanna-Reitsch-Medaille am goldenen Bande" verdient gemacht...
.... Soll ein Vorwärtsflug durchgeführt werden, muss die Tragschraubenresultierende nach vorn geneigt werden, was durch die Erhöhung des Einstellwinkels hinten und die Verringerung des Einstellwinkels vorn erreicht wird. Die Folge ist ein vergrößerter Auftrieb in der hinteren Hemisphäre des Tragschraubenkreises, während er vorn sinkt....
Schön, aber wo hast Du das her? _Das_ ist doch die nachweislich _falsche_ Variante, welche in jedem Lexikon und Büchern mit dem Titel "Mein erstes großes Flugzeugbuch" für Jungen ab 9 zu finden ist...oder?!? Und wenn das so wäre, warum machen wir das dann bei Modellen mit Rigid-Kopf nicht genauso?!?
;D
:shoot:
M_a_v_e_r_i_c_k
07.11.2006, 14:52
Passt jetzt nicht gerade zum Thema, aber ich finde den Piloten etwas zu tollkühn. Verantwortungslos! Das hätte genauso schief gehen können. Er brachte mit dem Start nicht nur sich selber in Gefahr, sondern auch die anderen Insassen.
tja, aber nur wenn da noch einer drinsaß und damit nicht einverstanden war, was unwahrscheinlich ist, sonst haette er ja nicht dringesessen, wärs ein Problem.
Wäre ich der Arbeitgeber des Piloten und sähe diese Bilder, dann würde ich über eine Abmahnung nachdenken, wenn es für das Manöver nicht überzeugende Gründe gab (z.B. Notfall und Heli wird gebraucht).
Olli
Recht haste und so fing der Fred ja schliesslich auch an...
Ich glaube, was wir (damit meine ich natürlich auch mich) hier zum Thema "Phasenverschiebung" reden ist großer Bockmist. Habe gerade in Google "Phasenwinkel" und "BO105" eingegeben und bin auf folgenden Publikation von W. Bittner (hier im Forum wohl schon mehrfach zitiert) gestossen:
http://www.springer.com/cda/content/document/cda_downloaddocument/9783540236542-c1.pdf?SGWID=0-0-45-145642-p49211924
Viel Spaß...je nach Rotationsgeschwindigkeit, Masse des Helis, Anströmgeschwindigkeit, Fluglage, etc., etc. scheint es völlig verschiedene Phasenwinkel und Effekte zu geben, welche diese "Phasenverschiebung" beeinflussen...bloß gut, daß Bell, Hiller, Flettner, Sikorsky und Co. noch nicht so gut rechnen konnten, sonst hätten die sich wahrscheinlich nie getraut, einfach mal in so ein Ding einzusteigen und zu probieren, ob es denn nun auch wirklich fliegt... ;D
Werdenfelser
07.11.2006, 15:33
Jaja, die gute alte Hanna,
hatte doch glatt 18 Flüge mit dem ersten wirklich flugtauglichen Tragschrauber FW61 in einer Halle vor Publikum absolviert. Erstes "Indoor-Event" sozusagen.
Das waren noch Zeiten ;D
Aber zum Thema: Ich wage zu behaupten dass der Heli, nachdem er mit der Nase "bergwärts" gelandet ist, rückwärts abgerutscht ist, und sich anschließend mit dem hinteren Teil der Kufe gefangen hat. Resultat, er dreht sich quer zu Piste und bleibt stecken. Ich bin mir sicher der Pilot ist ausgestiegen und hat überprüft, ob der Heckausleger einen Abdruck im Schnee hinterlassen hat, also ob auch Gewicht auf dem Fenestron liegt. Etwas mit der Hand graben und man kann den Druck einschätzen. Der meiste Druck lag sicher auf dem hinteren Teil der Kufen. Schließlich sind die beiden Profis und kein Vollidioten.
Also, was tun ?
Ausgraben könnte bedeuten dass der Heli endgültig wegrutscht und dann wirklich beschädigt wird.
Lange überlegen, bedeutet dass der Heli stark festfriert und dann nurmehr mit dem Pickel befreit werden kann.
So hat er sich wohl entschlossen das Problem auf dem "kleinen Dienstweg " zu beseitigen und einfach zu starten. Sein einziger Fehler war, dass er unterschätzt hat wie komprimiert, und damit schwer zu lösen, der Schnee am Rand einer Piste sein kann.
Ich glaub er war ebenso überrascht von der Heftigkeit des Manövers :o
Alles natürlich nur vermutet und nicht mehr Wert als Kaffeesatz-lesen.............
Viele Grüße,
Stefan
Kein schlechter Erklärungsversuch, klingt sehr plausibeln.
Dann muss der Heli aber rückwärts drehend eingeparkt haben. Glück gehabt, dass da nichts zu Bruch ging und der Fene nichts abbekam.
Und ja, dass sind Vollprofis, die auch mal ein Risiko eingehen müssen. Nehme das mit der Abmahnung zurück :-), obschon sich die Frage stellt, ob man den Heli nicht mit einer Winde 2-3 m hätte nach vorne ziehen können oder so ausgraben, dass er zumindest wieder gerade steht. Die scheinen es sehr eilig gehabt zu haben, denn ansonsten haette man auch den Schnee über den hinteren Teil der Kufen entfernen können.
Gruss
Olli
Ich denke schon, daß die es eilig hatten, wennn ich das Video richtig in Erinnerung habe, fängt es gegen Ende an zu schneien und die Sicht wieder immer schlechter, die haben wahrscheinlich gesehen, daß da ein Schneeschauer o.ä. auf sie zukommt - frage mich allerdings auch, warum der Copi erst nochmal aussteigt, aber vielleicht schaut er kurz nach dem Heck/Fenestron/Kufen, keine Ahnung...
Wobei...stimmt gar nicht, daß ist einfach der aufgewirbelte Schnee vom HaRo... ;D jaja, Fliegerlatein eben...
daCypher
07.11.2006, 16:23
Ich denk mal, dass das eher aufgewirbelter Schnee ist. Sonst würde der Pilot ja wahrscheinlich auch nicht gleich wieder landen.
die musten die Cam wieder einpacken :))
DerMitDenZweiLinkenHänden
07.11.2006, 18:48
oder dass beim Start der Fene ein paar nette Stöcke und Steine ansaugt
Das ist nicht von der Hand zu weisen. Und: bei 0:38 jagt's eine schöne Schneewolke durch den Heckrotor und kurz darauf eine zweite.
frage mich allerdings auch, warum der Copi erst nochmal aussteigt, aber vielleicht schaut er kurz nach dem Heck/Fenestron/Kufen, keine Ahnung...
Obwohl die Buben wirklich viel drauf haben könnte es durchaus sein, dass er seinem plattgedrückten A-A etwas Raum verschaffen wollte :unsure:
Kurt
hermslein
07.11.2006, 19:18
hallo
im zweiten video sieht man, dass die turbinen neu gestartet wurden.
denke mal es wurde ein check up gemacht.
wenn bei dem start das mastmoment nicht überschritten wurde,
was der pilot mit sicherheit im auge hatte, sehe ich da nicht das problem
bei dieser aktion.
mfg
hermann
hier noch das ein oder andere schöne bild
http://www.ce3.at/foto/schnee.jpg
http://www.ce3.at/foto/ilz1.jpg
http://www.ce3.at/foto/ilz2.jpg
http://www.ce3.at/foto/freibad_klein.jpg
Wenn der auf dem 2.Bild jetzt noch ne Angel in der Hand hätte,würds passen :)
Das letzte ist aber auch geil
M_a_v_e_r_i_c_k
08.11.2006, 08:11
Ich frage mich, ob die Rettungspiloten mehr "auf dem Kasten" haben oder die Lastenpiloten. Ich denke, dass letztere deutlich mehr brenzlige Situationen zu meistern haben.
Die Fotos sind wirklich toll.
Hi,
natürlich haben die Lastenpiloten mehr auf dem Kasten! Die Piloten in der Rettungsfliegerei sind oftmals ehemals NVA, BMI oder Bundeswehr (Bundespolizei) -Piloten. Und sämtliche Manöver und Landungen die sehr spektakulär aussehen sind einfach an der Tagesordnung und völlig normal. (Jetzt mal von dem Videoclip abgesehen..) Natürlich beherrschen die Piloten ihr Fluggerät, ansonsten würden sie den Job nicht bekommen. Und solche Szenen wie sie in manchen Fernsehsendungen ausgestrahlt werden, kann man wirklich getrost vergessen, hat mit der Realität nichts zu tun. Ich habe früher beim absolv. meines Führerscheins auch nie gedacht mal locker flockig rückwärts einparken zu können, geschweige denn mit LKW-Anhänger. Heute lache ich darüber, so wie ein Pilot über seine ganz normalen Flugmanöver lacht.
Lastenflieger haben da aber noch viele unbekannte Faktoren zu bewältigen und die Jungs sind wirklich gut! Verdienen deshalb auch deutlich mehr! :'(
Gruß, Lars ;)
spreadeagle
08.11.2006, 09:27
Na klar,
und wenn's Kracht dann fragt ja auch nur die freundliche Kripo im Auftrag der Staatsanwaltschaft ob das Luftfahrtbundesamt zusammen mit dem Forstamt, dem Jagdschutzverband, Eurocopter, dem Bürgermeister und den Grünen vom Dorf diesen Start auch abgesegnet haben. So 'ne Betriebsrente ist ja auch schon mangels ausgestiegener Versicherung für knapp 'ne Mio zu haben und die EC 135 kostet dank Serienfertigung auch kaum noch was.
Also warum dann nicht mal einen Start versuchen ... :lol:
P.S. Kann man übrigens auch für's Fliegen eines Minihelis vor Publikum anwenden.
M_a_v_e_r_i_c_k
08.11.2006, 10:20
Lastenflieger haben da aber noch viele unbekannte Faktoren zu bewältigen und die Jungs sind wirklich gut! Verdienen deshalb auch deutlich mehr!
Den zweiten Teil würde ich nicht unterschreiben. Die Piloten, mit denen ich gesprochen habe, verdienen deutlich weniger als die Rettungs-Piloten, obwohls sie m.E. mehr Verantwortung zu tragen haben u. mehr Risiko eingehen müssen.
Das kommt darauf an wo Du arbeitest! In der freien Wirtschaft ist mehr herauszuholen. Wer beim BMI (Teilweise verbeamtet) arbeitet verdient noch etwas mehr als die Kollegen der DRF. Aber es wird schon kräftig gestrichen. Lastenflieger verdienen recht gut (Stundensatz) Pauschele ist niedriger als bei den Rettungsfliegern. Frage ist was unter dem Strich rauskommt und welche Dienste man schiebt.
Gruß, Lars
M_a_v_e_r_i_c_k
08.11.2006, 11:27
Bei uns verdienen Piloten wie die eines Christophorus 7, wie hier der Fall, so um die 3.000 - 4000 Euro. Ich denke, sie würden mehr "verdienen". Dafür haben sie geniale Dienstzeiten. Nach einer Woche Dienst ca. 10 Tage frei, wenn ich mich recht erinnere *Asche auf mein Haupt* Lastenflieger (z.b. www.wucher.at (http://www.wucher.at) oder www.knauss.cc (http://www.knauss.cc)) können damit nicht immer aufwarten.
Werdenfelser
08.11.2006, 11:28
Servus,
ehrlich gesagt finde ich nicht dass die Lastflieger mehr Verantwortung haben, oder besser fliegen können.
Der große Unterschied ist doch, dass beim Rettungsflug eine nicht zu verachtende Psychische Komponente dazu kommt. Der Pilot kann nicht 20 mal um eine Stelle kreisen und sich überlegen, wo er am besten runter geht, es geht um Minuten und der Patient kämpft um sein Leben. Da wird schon mal gelandet, wo ein Lastflieger sagen würde "geht nicht". Ich habe das schon so oft erlebt dass Piloten sehr nahe an Felswände heran fliegen müssen, dabei ständiger Thermik oder sogar Felsschlag, ausgelöst durch Lärm oder Luftverwirbelungen, ausgesetzt sind. Aber Du musst Menschenleben retten, fliegen solange es irgendwie möglich ist. Nebenbei bemerkt, es ist schon ein Unterschied ob ich eine Palette am Haken habe oder einen Menschen. Im Notfall wird das Seil abgesprengt und da hat der Lastflieger weniger Bedenken...
Ich habe auch schon mit Lastfliegern zusammengearbeitet, aber zu beurteilen wer besser fliegen kann, maße ich mir nicht an...
Viele Grüße,
Stefan
P.S. Bundeswehr-Piloten sind bestens ausgebildet ;)
M_a_v_e_r_i_c_k
08.11.2006, 11:49
Der Pilot kann nicht 20 mal um eine Stelle kreisen
Das kann der Lastenflieger auch nicht, sonst ist er seinen Job los. Die Flugminuten kosten, kosten, kosten... Ich kenne das Verhalten der Auftraggeber (z.B. Seilbahnen).
Nebenbei bemerkt, es ist schon ein Unterschied ob ich eine Palette am Haken habe oder einen Menschen. Im Notfall wird das Seil abgesprengt und da hat der Lastflieger weniger Bedenken...
Wenn du einen Betonkübel unten drunter hängen hast, Milimeterarbeit leisten musst, die Maschine (meist) an der Grenze der Leistungsreserven sich bewegt, dann ist nichts mit schnell mal das Seil ausklinken. Du erschlägst unten gleich mal 3-4 Bauarbeiter.
Der große Unterschied ist doch, dass beim Rettungsflug eine nicht zu verachtende Psychische Komponente dazu kommt. Der Pilot kann nicht 20 mal um eine Stelle kreisen und sich überlegen, wo er am besten runter geht, es geht um Minuten und der Patient kämpft um sein Leben.
Doch das kann er. Safety First, zumindest in Deutschland. Oft ist eine bodengebundene Rettungsdienstbesatzung vor Ort, die alle wichtigen Maßnahmen selbstständig ergreift. Der RTH ist dann "nur" noch Notarztzubringer, oft -aber nicht immer- auch Transportmittel. Ein Großteil der Einsätze sind im Übrigen auch Sekundär Transporte z.B. von Klinik A -> Klinik B. Der Pilot (oft selber auch mindestens Rettungssanitäter) hat genug Erfahrung nicht unruhig und unbedacht zu reagieren. Und wenn 2-3 mal angeflogen werden muß oder ein anderes Suchmuster angeflogen werden muß wird das getan. Der Rest ist Sache dubioser Fernsehsendungen. Wobei Helden gibt es immer wieder.
Das Zauberwort ist "Die Verhältnismäßigkeit der Mittel muß gewart bleiben!. Nicht 3 Personen wegen einem Patienten in Gefahr bringen.
Das gilt natürlich auch für das Lastenheli-Team!
Gruß, Lars
Werdenfelser
08.11.2006, 12:31
dann ist nichts mit schnell mal das Seil ausklinken. Du erschlägst unten gleich mal 3-4 Bauarbeiter.
die erschlage ich auch wenn ich nicht ausklinke und der Hubi geht dafür runter...........
Oft ist eine bodengebundene Rettungsdienstbesatzung vor Ort, die alle wichtigen Maßnahmen selbstständig ergreift. Der RTH ist dann "nur" noch Notarztzubringer
Leider nicht bei den Einsätzen auf die ich mich bezogen habe (im Gebirge). Wenn Du dich da gegen den Flug entscheidest, dann hat der Patient deutlich schlechtere Überlebenschancen. Die Bergwacht fordert Dich an, Du fliegst auch hin, weil sich das Wetter ja noch verändern kann bis Du da bist, Du landest und sagst Dann: Nöööö, heute nicht, ist mir zu gefährlich. Im Prinzip die wahrscheinlich richtige Entscheidung, aber Du weißt auch um die Folgen.......Nicht so leicht wie man manchmal denkt. Und Du weißt auch, dass wenn Du die Bergwacht nicht hinauf fliegst, gehen sie zu Fuß.....und brauchen Zeit und Zeit und Zeit........
Ein Freund von mir ist mal mit einem Drachen abgestürzt, und dann mit offenem Oberschenkelbruch in einer Rinne gelegen,---- 2,5 Stunden----dann war er verblutet, und das halbe Dorf hat mit dem Fernglas zugesehen. Der SAR-Pilot hatte keine Gebirgsflugeinweisung und traute sich den Anflug nicht zu. Shit happens.....
Viele Grüße
Stefan
Ja, das ist in der Tat schlimm. Man denkt oft darüber nach, zwischen den Einsätzen. Aber das Unglück ist vorher passiert und man muß als Besatzung sehr besonnen an solch schwere Einsätze herangehen. Die meisten Piloten sprechen mit uns die Risiken ab und wir entscheiden als Team ob, wann und wie etwas durchgeführt wird. Viele von uns (ich auch) haben selbst Familie. Die letzte Verantwortung (Durchführungsverantwortung) und Entscheidung trifft dann der Pilot. Fühlt sich irgendeiner aus dem Team (oft el Doctore *lol*) unwohl bei so einer Sache, wird abgeblasen!
Übrigens die meisten Unfälle / Sportunfälle die wir abarbeiten, entstehen duch Fehleinschätzung, Selbstüberschätzung und Dummheit/Leichtsinnigkeit. Dafür 3 Mann Personal gefährden und evtl. einen unschönen Krater in der Landschaft hinterlassen? NIE UND NIMMER!
Gruß, Lars (Ich hoffe ich habe jetzt Euer Weltbild nicht verrückt :-X)
Dieses Foto wollt ich euch noch zeigen. Habs erst jetzt wieder gefunden.
http://www.oeamtc.at/netautor/data/christophorus/webuse/flug_entlegen_4.jpg
mfg Bernd
hubi-kochi
14.11.2006, 22:37
Hallo zusammen,
die Leistung eines Piloten im Rettungsdienst kann ich nicht wirklich beurteilen weil ich damit keine Erfahrungen gemacht habe, sehr wohl die Leistungen in der Lasten-Fliegerei. Ich bin regelmäßig bei solchen Einsätzen als Einweiser dabei und halte dies für eine Fliegerische Höchstleistung die sehr viel Erfahrung vom Piloten abverlangt. Kirchtürme, Funkmasten, Hochhäuser, Schornsteine (bis 200m hoch), zwischen Bundesbahn Hochspannungsleitungen oder ein Fertig Haus was aufgestellt wird, das ist nur ein kleiner Teil wo ein Hubschrauber eingesetzt wird. Wichtig ist immer der Referenzpunkt den der Pilot haben muß und an den er sich dann halten kann.
Dann das Gewicht was geflogen wird, dadurch wird der Tankinhalt beeinflußt. Es sind einfach sehr viele Dinge die beachtet werden müssen.
Und alle Lasten werden wirklich Punktgenau abgesetzt.
Gruß Hartmut
3d master
02.12.2006, 16:22
Fettes Lob an den Piloten der hat nerven.
Gruß Stefan
M_a_v_e_r_i_c_k
02.12.2006, 16:46
Dieses Foto wollt ich euch noch zeigen. Habs erst jetzt wieder gefunden.
Das Bild ist auf der HP des ÖAMTC zu finden. Wobei ich bei diesem Foto glaube, dass man sich hier einen kleine Landeplatz zurecht gemacht hat, um öfters landen zu können.
Hubi Rene
04.12.2006, 17:02
...man sich hier einen kleine Landeplatz zurecht gemacht hat
hi maverick1977
jo da hast du recht. so is es. ;)
@stefan
na ja mit nerven hat es da wenig zu tun. übung ;) ;D
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