Vollständige Version anzeigen : Sabotage?
Thomas Pohl
17.05.2002, 22:29
Hallo Liste,
nachdem ein Helikollege innerhalb von 2 Wochen 3x seinen Moskito \"ver-
loren\" hat ( was sonst nicht seine Art ist, kann gut fliegen) haben wir einen schlimmen Verdacht.
Der Kollege wechselte nach dem ersten Crash Empfänger und HF Modul.
Nach den 2 nächsten Abstürzen besorgten wir uns einen Frequenzscanner und der Kollege wechselte seinen allgemein bekannten Kanal heimlich auf XX.
Heute flog er XX und während er auf dem Feld war, zeigte der Scanner Aktivitäten auf seiner alten Frequenz. Als er nicht mehr flog, war Ruhe. Das passierte genau noch einmal.
Wir wissen nun, daß das kein \"Funkloch\" ist.
Meine Frage: Kann man den Störer irgendwie orten? Der muß ja in Sichtweite sein. Ich denke, wenn die Telekom kommt, kommt sie mit einem großen gelben Auto und das wars dann auch.
Was ist da technisch möglich?
MfG Thomas Pohl
(shit happens)
Hoglibogli
18.05.2002, 00:18
Bei einem Nachbarverein gab es einen solchen Fall, der auch durch die Presse ging. Hier hat die Post wohl mit einem Zivilpeilwagen gemessen. Einfach mal bei der Post anfragen würde ich sagen.
Gruß Vincent
Michael Stenger
18.05.2002, 07:53
Hallo,
also wenn Er auf einem \" Feld \" fliegt, würde ich keinen Peilwagen ordern ! Wie wir alle wissen ist das wildes Fliegen ja verboten, oder ??
An ausgewiesenen Modellflugplätzen sind solche Dinge eher die Ausnahme, und mann kann dort offiziell den Dingen nachforschen.
Zudem ist sind Modellflugplätze in der Regel von zufälligen Störquellen ( Sendemasten ect. ) befreit, was auf einem Feld keine Garantie sein kann !!
Viele Grüße
Michael
Thomas Pohl
18.05.2002, 08:17
Hallo Michael,
Mißverständnis- mit \"Feld\" meine ich unseren Flugsektor am Rande eines normalen Flugplatzes.
Alles offiziell mit Modellflugerlaubnis vom Regierungspräsidium etc.
Nicht nur, daß das alles mehr als ärgerlich ist, hier besteht meiner Meinung auch Gefahr für Leib und Leben und auch für die benachbarte Großfliegerei.
@ Vincent: werde mich am Dienstag mal kümmern, vielleicht läßt sich da was machen. Ich hoffe die Telekom hat bei solchen Sachen auch etwas Gedult.
Fliegt schön!
MfG Thomas Pohl
Hei Thomas,
Ihr könnt auch mit eurem Scanner eine Richtantenne (Jagi o.ä.) verwenden. Solltet Ihr in jedem guten Funkladen bekommen, evtl. auch leihweise? Damit lässt sich zumindest die Richtung feststellen.
Nur fällt so eine Antenne natürlich auf. Müsste also gut versteckt werden, was leider auch die Messung erschwert.
Wenn aber der mutmaßliche Störer \"hier\" mitliest ist eh alles zu spät. So dumm dürfte der ja doch nicht sein ...
Servus!
Peter
mit 2 Richtantenen, Kompaß und Karte ist sogar eine Kreuzpeilung möglich, um den etwaigen Standort des Störers festzustellen.
Knüpf mal Beziehungen zu einem Amateurfunkclub ....
Immer Luft nach unten lassen!
Rainer
Dieter F. Heinlin
21.05.2002, 17:01
Hallo,
ich würde unverzüglich die Sachlage den \"BAPT-Leuten\" schildern und ich bin überzeugt, dass die dann kommen (man zahlt ja schließlich für das \"Exclusivband 35 Mhz\").
Nicht zuletzt wenn Menschenleben in Gefahr sind!
Mit Holm- Rippen- und Heckrotorbruch
http://heinlin.bei.t-online.de
Dieter
Edited by - Dieter F. Heinlin on 21/05/2002 17:02:49
Uli Haslinde
21.05.2002, 17:50
Hallo Michael,
nur damit der typisch deutsche voreilende Gehorsam nicht wieder zuschlägt:
Auf dem \"Feld\" fliegen ist grundsätzlich NICHT verboten.
Es gibt zwar ein paar einschränkende Regeln (kleiner 5kg, Erlaubnis des Grundstückeigners, Verbrenner Mindestabstand zu Häusern 1,5km), das wars dann aber auch.
Nebenbei ein kleines Bsp. für den voreilenden Gehorsam:
Es gibt einen mir gut bekannten Verein, der hat schon mal sicherheitshalber in die Vereinsordnung aufgenommen, daß in der Mittagspause auch keine E-Flieger fliegen dürfen. In der Aufstiegsgenehmigung ist aber nur der Betrieb von Verbrennern untersagt...
Gruß Uli Haslinde
Hallo,
eine Meldung beim BAPT ist auf jeden Fall die richtige Lösung.
Die Leute haben Erfahrung mit solchen Dingen und sind in
der Regel selbst an der Aufklärung interessiert.
viele Grüße
Kurt
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www.flyheli.de
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Thomas Pohl
21.05.2002, 23:26
Hallo,
vielen Dank für Eure Posts.
Ich habe an die BAPT nach Dresden geschrieben und den Sachverhalt erläutert.
Nach telefonischer Rücksprache sollen sie dort einen Spezialisten für solche Fälle haben, aber schriftlich wollten sie es ersteinmal.
Das wird jetzt sicher alles etwas dauern, ich halte Euch auf den laufenden.
Danke
Thomas Pohl
Jürgen Pieper
22.05.2002, 16:56
Hallo Uli,
richtig, was Du sagst mit einer Ergänzung:
Mindestabstand auch 1,5km vom nächsten Flugplatz für Modelle aller Art - eagl welchen Gewichts und Antriebs!
Die Erlaubnis des Grundstückeigentümers ist nur von zivilrechtlichem, nicht von luftfahrtrechtlichem Belang.^
Was den Störsender betrifft:
Wenn wirklich jemand mit einem Störsender im Busch liegt, so ist das ein Verstoß gegen das Fernmeldegesetz. Das interessiert das BAPT sehr! Wobei denen dann egal ist, ob wild geflogen wird oder nicht. Es kommt den BAPT-Leuten nur darauf an, dass jemand gegen das FM-Gesetz verstößt.
Sollte jedoch genehmigter Modellflug stattfinden, so kann noch zusätzlich Anzeige wegen gefährlich Eingriffs in den Luftverkehr erstattet werden! Und der geschädigte Pilot kann den \"Störer\" zivilrechtlich auf Schadenersatz verklagen!
Also, wenn der Störer \"dingfest\" gemacht wird, dann bekommt er das ganze Programm!
Jürgen
Moin Thomas
Evtl. kann ich Dir helfen...
Klaus , DG3VG , Dresden , fliege in Bautzen/Klix und hier..
Schwiegereltern wohnen in HY ! [img src=icon_smile.gif border=0 align=middle]
Dieter F. Heinlin
21.10.2002, 17:19
Hallo Thomas,
wie ist der Stand der Dinge?
Thomas Pohl
23.10.2002, 20:03
Hallo Dieter,
hatte leider Deine PM übersehen.
Getan hat sich nicht viel.
Habe alles der RegTP gemeldet. Dann wurde auch mal so ein überprüfungswagen gesehen, aber die hatten sich nie mit mir vorher abgesprochen, wie ich es eigentlich vorgeschlagen hatte.
Gelöst hat es sich aber anders:
Wir hatten mit den betroffenen Kollegen Stillschweigen vereinbart und doch sickerte einiges in den Verein, alle sprachen darüber, nannten sogar Namen... und seitdem war Ruhe.
Für mich im Fazit war es eine bösartige Aktion, sicher nicht beweisbar, ich werde mich hüten Verdächtigungen auszusprechen, aber im Kleinhirn habe ich einiges gespeichert.
Vielleicht sollte man sich im Verein prinzipiell von Mitgliedern trennen, die sich einer Modellflugordnung nicht unterordnen wollen oder können.
Trete ich damit eine neue Diskussion los...?
Liebe Grüße von Thomas Pohl
Geronimo
23.10.2002, 21:24
Jetzt geht die Diskussion mit der 1,5 KM Grenze schon wieder los. Es scheint dass einige immer noch nicht wissen was Sache ist:
1.) Grundsätzlich ist "wildes" Fliegen NICHT Verboten (wurde oben schon erwähnt). Bis max. 5 KG auch keine Aufstiegsgenehmigung nötig. Ein Moskito, SkyFox o.ä. geht also gerade noch so.
2.) Selbst wenn dann bleiben die rechtlichen Konsequenzen was die störende Person betrifft. Für den Piloten wäre es allenfalls eine Ordnungswidrigkeit.
3.) Der Störer (wurde leider nicht ermittelt) hätte auch zivilrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden können (Schadenersatz), von der strafrechlichen Sache (Gefährdung, Verstoss etc.) abgesehen.
4.) Die 1,5 KM Grenze gilt bitte NUR für Verbrenner. Mit E-Antrieb kann ich theroetisch sogar auf dem Parkplatz oder hinterm Haus fliegen. Das Gesetzt ist zwar z.Teil unsinnig (weil E-Antriebe oft nicht ungefährlicher sind als V-Antreibe) - die gesetzliche Lage ist aber so.
Geronimo
Dieter F. Heinlin
23.10.2002, 21:39
Original von Thomas Pohl
... und seitdem war Ruhe.
Das ist ja schon mal was!
Vielleicht sollte man sich im Verein prinzipiell von Mitgliedern trennen, die sich einer Modellflugordnung nicht unterordnen wollen oder können.
Das sehe ich auch so
Trete ich damit eine neue Diskussion los...?
Wer weiß das schon!
Die 1,5km-Grenze ist vielleicht mehr wegen der Lärm-Belästigung. Der Abstand gilt ja auch für Siedlungen, wenn ich mich recht entsinne, nicht für frequentierte Wanderwege, deren Benutzer ja wohl gefärdeter wären.
Thomas Pohl
23.10.2002, 22:13
Hallo,
vielleicht nochmal ganz deutlich:
Es geht nicht um 1,5 km oder so,
es geht darum, ob sich einige Vereinsmitglieder nicht grün sind und kriminell gegeneinander arbeiten.
Ich bin dummerweise der Vorsitzende des Vereins und ich habe mich dieses Jahr doch vor einigen schwer lösbaren Aufgaben gesehen.
Wenn ein Mitglied mit seinen Sharan auf dem Flugfeld parkt und von dort aus seine Fläche startet und auf meinen freundlichen Hinweis, d´ß es eine Parkzone gibt, ich mit den Worten " Hau ab", "ich hätte gar nichts zu sagen" und ich solle " nicht so den Vorsitzenden rauskehren" belegt werde, bekomme ich einen Hals wie ein Schwan und mein Kleinhirn denkt: Der muß weg
tut mir leid, das ist mein Problem
MfG Thomas Pohl
Thomas Pohl
23.10.2002, 22:17
Noch mal,
dieses Verhalten hat auch was mit dem " herunterbeamen" zu tun.
Jetzt habe ich mich fast zu weit aus dem Fenster gelehnt.
Meine Frage, was macht Ihr mit Mitgliedern, die mehr Ärger als Konstruktives einbringen?
MfG Thomas Pohl
Dieter F. Heinlin
23.10.2002, 22:25
Kleinhirn an Großhirn "nicht ärgern!"...Faust ausfahren...und in Hosentasche versenken...sich beruhigen...mal in Ruhe nochmal den Kollegen schriftlich "verwarnen" mit Hinweis auf mögliche Konsequenzen...wenn er das dann nochmal wiederholt...im Sinne der Sicherheit einen für "Ihn" geeigneten Verein "nahelegen" ... ;)
Hi,
NEIIIIN!! Doch nicht gleich schriftlich verwarnen! Lade ihn zu einem Bier ein (auch wenn Du innerlich bei jedem Schluck denkst: Hoffentlich erstickt er dran) und rede in ruhe mit ihm. Vielleicht hatte er nur einen schlechten Tag (oder seine Frau "Migräne" ;) )
Wenn das nichts bringt, dann kannst Du ihn schriftlich verwarnen. (Wobei Du ihn dann auch gleich rausschmeissen koenntst; der wird sich nie ändern) Ich bin eben immer noch dafür, dass man nicht gleich mit der Bürokratie zuschlägt.
Gruss und viel Erfolg
Micha
Torsten K.
24.10.2002, 11:40
...sehe das genauso wie Bee - allerdings würde ich ihn
nicht zu einem Bier einladen, sondern nur in Ruhe mit
ihm reden.
Harry-Kedi
24.10.2002, 12:18
Hi,
wichtig ist das neutrale Zeuge(n) dabei ist (sind).
Falls es zum Prozess kommt, ist ein Zeuge sehr wichtig.
Weil nacher wird immer behauptet, der hat aber gesagt....
mfg
Harry
Dieter F. Heinlin
24.10.2002, 14:06
..genau daher sagte ich "Schreiben"...!
Geronimo
24.10.2002, 20:44
Merke:
"Wer schreibt - bleibt"
Ein altes Sprichtwort - hat sich aber in meinem Leben schon oft bewahrheitet.
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