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Vollständige Version anzeigen : Kreisel und HeRo Steuerung optimieren


timo
13.06.2002, 17:24
Moin

endlich wieder ein neuer Tip aus unserer Schatzkiste ;)

Warum gehen Heckrotorservos kaputt?

Wenn man einmal den normalen Verschleiss ausser Acht läßt fällt auf das gerade die Heckservos schneller den Geist aufgeben als die anderen Servos im Heli. Warum ist das so? Sieht man einmal auf einige Internetseiten gibt es die verschiedenen Tipps was der Grund für das vorzeitige Sterben sein soll, auch Allheilmittel werden genannt. Doch die Ursache wird nie genannt. Der Grund weshalb die Servos vorzeitig ihren Dienst aufgeben ist das sie von der Kombination Heckblatt/Heckrotorkonstruktion schlichtweg überfordert sind. Kaum einer macht sich Gedanken über den tatsächlichen Kraftaufwand den das Servo leisten muss. Und der ist in fast allen Fällen so hoch das das Servo nicht mal in der Lage ist den eingestellten Weg im Flug auch abzufahren. Ganz besonders kritisch wird es in Kombination eines sehr schnellem, aber auch nicht gerade kräftigem Servo (zB.Futaba 9253) in Verbindung mit einem "schwerem" Heckrotor. Wir meinen damit nicht die leichtgängige Ansteuerung, das ist obligatorisch. Die Last die der Heckrotor bei hoher Drehzahl entwickelt ist das Problem. Doch wie kann ich die messen?

Ganz einfach, hier gibt es zwei Möglichkeiten.
1) Demontiere den Hauptrotorkopf Deines Hubis.
Entferne die Heckblätter und hänge das Heckgestänge am Servo aus. Du kannst jetzt sozusagen mit der Hand den Heckrotor steuern. Wirf den Motor an. Befestige den Heli in irgendeiner Weise am Erdboden, hier eignen sich zB. Heringe aus dem Campingbedarf. Wenn Du jetzt Gas gibst wird natürlich der Heckrotor angetrieben. Da der Rotorkopf fehlt kannst Du gefahrlos am Gestänge prüfen wie hoch die Last ist um den Heckrotor zu verstellen. Du must dabei natürlich soviel Drehzahl erreichen wie im Flug. Wahrscheinlich wirst Du überrascht sein mit welcher Kraft Du den Heckrotor bewegen musst. Mindern kannst Du diese Kraft durch Propellermomentgewichte. Statt der original Schraube zur Befestigung des Heckblattes nimmst Du eine längere und reihst pro Seite einige kleine Unterlegscheiben auf. Auf beiden Seiten des Blatthalters die gleiche Gewichtseinheit herstellen. Nun wieder hochdrehen lassen und wieder prüfen wie die Kraft ist. Im Regelfall jetzt schon deutlich geringer. Du kannst das System sogar lastfrei einstellen, doch dazu später mehr.

Wenn Du es geschafft hast das die Kraft zum Ansteuern des Heckrotors deutlich geringer ist als vorher montierst Du die Blätter. Jetzt machst Du den Versuch erneut mit Heckblätter. Doch Vorsicht dabei, jetzt gibt es richtig Druck auf dem Rotor!
Besser ist jetzt ein Helfer der den Heli auf der Heckrotor abgewandten Seite hält. Im Idealfall hast Du gute Blätter die Deinem System kaum Last beim Steuern bieten. Dann lass Deine Gewichte so wie sie sind. Wenn nicht justiere mit einigen Scheiben mehr oder weniger das sich eine Ansteuerung ergibt die in der Größenordnung von 300gr. bis 500gr. liegt. Dadurch eliminierst Du jegliches Spiel in der Anlenkung. Fertig!

Jetzt kannst Du sicher sein das Dein Heckrotor mit der Last angesteuert wird die Du ausgemessen und eingestellt hast. Und das Servo nun so arbeiten kann wie es vorgesehen wurde. Du wirst feststellen das sich die Drehgeschwindigkeit wesentlich erhöht, das kommt daher, daß das Servo nun in der Lage ist auch in die vorgewählten Anschläge zu fahren. Vorher schaffte es das nicht weil die Kraft die zur Ansteuerung nötig war zu groß war.
Auch kannst Du nun die Empfindlichkeit Deines Gyro aufdrehen. Das gesamte Hecksystem arbeitet leichter und effektiver.

2.) Möglichkeit
Ersetze den Rotorkopf durch eine elektrische Bohrmaschine und treibe damit Dein Heli an. Natürlich muss die Maschine die gewünschte Drehzahl erreichen, um die 2000 Umin sollten es schon sein. Verfahrensweise wie unter 1.) erklärt.
Hat den Vorteil das man auch zu Hause im Keller ausprobieren kann wie sich der Heckrotor verhält.
DOCH ACHTUNG BITTE!!!!
Diese Arbeit ist mit großer Sorgfallt und Vorsicht durchzuführen. Nicht mit losen Hemdsärmeln in der Nähe des drehenden Systems kommen. Wenn die Heckblätter montiert sind und hoch drehen entwickelt der Rotor einen beachtlichen Schub der dazu führen kann das der Hubi richtig festgehalten werden muss. Bei zuviel Gewicht auf der Schraube entsteht genau das Gegenteil von dem was wir wollen, der Heckrotor versucht von alleine die mechanischen Anschläge anzufahren und belastet das Servo erneut. Unter Umständen ist kein Steuern mehr möglich bei zuviel Gewicht. Es muss in jedem Fall die Drehzahl erreicht werden beim Messen mit der nachher auch geflogen wird.

Deshalb ist auch dringend davon abzuraten hier einfach zu schätzen wieviel Gewicht montiert wird. Es muss in jedem Fall ausgemessen werden. Nach Beendigung der Arbeit lohnt es sich eine lange Schaftschraube entsprechend zu kürzen und als Blatthalteschraube einzusetzen. Als Mutter für diese Schraube immer eine frische, ungenutze Stoppmutter wählen. Das höhere Gewicht dieser Mutter durch Entfernen einiger Scheiben ausgleichen damit Rechts wie Links wieder das gleiche Gewicht entsteht. Wir weisen ausdrücklich darauf hin das diese Arbeit in eigenverantworlichem Handeln durchgeführt werden muss und wir nicht verantworlich sind für Schäden die durch unsachgemäße Ausführung entstehen. Bei Unkenntniss des genauen Vorgehens wendet Euch bitte an einen erfahrenen Vereinskollegen der hier weiter helfen kann.

gruß timo

PS mehr gibt es unter Tips & Tricks

Kurt
13.06.2002, 23:22
Hallo Timo,

vielen Dank für Deinen interessanten Beitrag. Du kannst
darauf wetten, dass ich das am Wochenende ausprobieren werde.
Hast Du sowas schon mal am Mille ausprobiert, und wenn ja, wieviele Scheiben waren dort notwendig ?

viele Grüße
Kurt

timo
14.06.2002, 00:01
Hi Kurt

der Beitrag ist vom JMM geschrieben worden, will mich hier ja nicht mit fremden Federn schmücken :D

Wir haben es an seinem X-Cell probiert und haben dort auf der "Außenseite" des HeRo 7 x 3mm Scheiben, auf der "Innenseite" 4 x 3mm S. .
Durch diese Maßnahme haben sich die Kräfte zum Ansteuern erheblich verringert.

gruß timo

Jörg-Michael
14.06.2002, 10:37
Moin Kurt,
Timo hat vergessen das auf der Innenseite bei mir auch die Stoppmutter sitzt, daher die geringere Scheibenzahl. Der X-Cell Heckrotor ist ein besonders gutes Beispiel wie es leider nicht sein soll. Jedenfalls die Ausführung in der Ganzmetall Version. Timo und ich haben richtig dicke Backen gemacht als wir versucht haben ohne Blätter bei Vollgas zu steuern, es ging wirklich nicht. Unser Ergebniss daraus: Heckrotorservos MÜSSEN kaputt gehen!
Wenn Du jetzt nachdem wir die Gewichte montiert haben steuerst würdest Du es nicht glauben. Absolut leichtgängig bis an die max. Anschläge. Ich hab jetzt eine kleinere Steuerscheibe montiert, die Wege reduziert und habe trotzdem eine höhere Drehrate als je zuvor. Zudem kann ich in jeder Flugphase mit fast 100% Empfindlichkeit fliegen, das Servo jammert noch nicht.
Nur, ganz wichtig ist: Ausprobieren, nicht kopieren!
Falls das hier jemand liest und einfach beigeht einige Scheiben montiert kann das ganz schnell auch ein Schuß nach hinten werden. Timo und ich haben auch einmal zuviel Scheiben montiert - mit Absicht. Daraufhin lief der Heckrotor fröhlich in die jeweiligen Endanschläge und war kaum mehr zurück zu Steuern. Also genau das Gegenteil von dem was wir wollten.
Deshalb nochmal der wirklich Ernst gemeinte Rat:
Niemals kopieren, immer ausmessen und selbst einstellen.
Viel Erfolg wünsch ich Dir!
Jörg-Michael

Roland Fiedler
14.06.2002, 10:43
Hallo Timo,

ich bin begeistert über solche tollen Tipps, muß aber zugeben, dass ich die Theorie noch nicht verstanden habe.

Gleichen die seitlichen Unterlegscheiben assymetrische Masseverhältnisse der Blatthalter und Blätter aus, oder ist da noch ein anderer Grund?

Habt Ihr evtl. ein Bild davon?

Sorry, bin erst Kunstflugeinsteiger. [!--emo&:))--][img]http://rc-heli.local/forum_101/html/emoticons/happy.gif\' border=\'0\' valign=\'absmiddle\' alt=\'happy.gif\'][!--endemo--]

Jörg-Michael
14.06.2002, 13:47
Hallo Roland,
die seitlichen Gewichte versuchen durch die Zentrifugalkraft sich auf eine größere Umlaufbahn zu bringen. Sie wollen sich statt quer nun längs ausrichten.
Das Heckblatt und der Heckrotor stellen sich immer in die 0° Stellung und wollen auch garnicht aus dieser Position. Dem wirkt jetzt das Gewicht entgegen und Du kannst je nach Höhe des Gewichts einstellen wie hoch die Kraft zum Auslenken des Blatts ist. Da keine Mechanik dieses System belastet ist nur eine einmalige Justage erforderlich, ein Nachstellen nicht notwendig. Viel Erfolg!
Jörg-Michael

PS: Bild von meinem Heckrotor werden wir nach diesem Wochenende nachreichen.

awhelisi
14.06.2002, 13:58
In W. Simons Buch ist diese ebenfals nachzulesen. Hier ist aber nicht probiert worden, sonder es sind einfach rechts und links eine zusätzliche Mutter aufgeschraubt worden.

Ich denke das die Testmethode, die Timo hier wiedergegeben hat OPTIMAL ist um das Propellermomentgewicht zu ermitteln.

Andreas Schweiger
14.06.2002, 14:33
Hallo Timo und Jörg-Michael,

vielen Dank für den klasse Tip. :D
Ich werde das am Samstag an meinem Eigenbau auch gleich mal brobieren. Macht bitte weiter so. [!--emo&:))--][img]http://rc-heli.local/forum_101/html/emoticons/happy.gif\' border=\'0\' valign=\'absmiddle\' alt=\'happy.gif\'][!--endemo--]

Viele Grüße und ein schönes Wochenende
Andreas

Ron Sebastian
14.06.2002, 16:57
Hallo,

nur mal die Frage; ändert sich dass benötigte gewicht nicht bei anderen Drehzahlen? Hatt ausserdem jemand eine Idee wie man dass ganze Optisch etwas anspruchsvoller machen könnte?

Kann ich es bei 2 gleichen Hubis bei dem einen versuchen und einfach auf den anderen übertragen?

Super Tipp übrigens, aber passt auf dass die Leute vom Service nicht Arbeitslos werden :)

Gruß Ron

Jörg-Michael
14.06.2002, 17:21
Hey Ron!
Du solltest das System hoch drehen lassen weil Du erst in den hohen Drehzahlen merkst wie schwer es geht. Optisch ansprechender wäre zB. ein anschließend gedrehtes Gewicht passend im Design. Natürlich mit dem entsprechendem Gewicht.
Kopieren von einem Hubi auf einen anderen derselben Bauart geht, vorrausgesetzt Du hast die gleichen Blätter und die gleiche Heckkonstruktion. Ich hab absichtlich übervorsichtig geschrieben weil kopieren - mein Kollege hat das so dann mach ich das auch - genau das Gegenteil erreichen kann wie Du es haben willst. Dann läuft beim ersten Steuern das Heck auf Vollanschlag und das wars. Deshalb der Hinweis es nicht einfach zu kopieren.
Mach Dir nen schönes Wochenende und viel Erfolg damit!!!!
Jörg-Michael
Ich habs vergessen: Das Gewicht ändert sich nicht da die erzeugte Last der Blätter und des Heckrotors sich mit der Drehzahl ebenfalls ändert.

timo
16.06.2002, 22:23
Moin

so sieht es aus :
[img src=\"http://www.heliclub-hamburg.de/reichert/heck.jpg\"]

gruß timo

Markus Fiehn
16.06.2002, 22:40
Hi !

Ich hab´ das eben mal am Genesis-Heckrotor probiert. Die wenigste Steuerkraft braucht´s da komischerweise ohne Scheiben. Wenn ich nur die längere Schraube reinbaue (nat. symmetrisch), zieht´s schon an den Anschlag. Ich werd´s also so lassen oder ? ?(

Bernhard Heck
17.06.2002, 11:59
Hallo,
die Erfahrung von Markus habe ich auch gemacht.
Nach einer Stunde Schrauberei war ich wieder beim Original Zustand.
Grüße Bernhard

timo
17.06.2002, 12:18
Moin

es steht ja auch nicht da das es bei jedem HeRo erforderlich ist...

gruß timo

Andreas Schweiger
17.06.2002, 12:23
Hallo,

bei mir wurde es sogar besser als ich die Unterlegscheibe die ich sowieso auf beiden Seiten hatte entfernt habe. Der Heckrotor bleibt jetzt mit ausgehängtem Gestänge in jeder Position stehen ohne weg zu driften.

Nochmals vielen Dank für den Tipp [!--emo&:))--][img]http://rc-heli.local/forum_101/html/emoticons/happy.gif\' border=\'0\' valign=\'absmiddle\' alt=\'happy.gif\'][!--endemo--]

Viele Grüße
Andreas

awhelisi
17.06.2002, 12:54
Ich kennne den Hero vom X-Cell nicht aber wenn ich mir das Bild so betrachte, gleicht ihr mit den Scheiben die außerhalb des Drehkreises liegende Anlenkung aus.
Auf der Kreisbahn will diese ja so weit nach außen wie möglich und auf dem Bild ist zu erkennen, daß die Gegenseite stärker unterlegt ist. Da die Unterlegten scheiben weiter außen laufen, ist hier auch nicht so viel Gewicht erforderlich, um die Anlenkung auf der inneren Bahn auszugleichen.

Das erklärt vermutlich, warum Marcus nix unterlegen braucht.

Also doch... probieren geht über studieren :D

27.06.2002, 22:15
Hi

Kann man das Heckgetriebe mit Blättern nicht vom Heli abmontieren, im Schraubstock einspannen und von einem Dremel antreiben lassen?

Die Drehzahl müsste doch reichen oder?

Marcel

Jörg-Michael
28.06.2002, 10:56
Hallo Marcel,
das funktioniert leider nicht da die Dremel oder Proxon zwar hoch drehen aber keine Kraft haben wenn Du steuerst.
Die Drehzahl geht augenblicklich in die Knie, und Du brauchst ja eine hohe Drehzahl trotz Steuerung.
Also bau lieber den Kopf ab und ersetzt ihn durch ne gute Hilti :P
Jörg-Michael

28.06.2002, 13:17
8o

Armer Heli !!!

Ich stelle mir das gerade bildlich vor, wie die Hilti da auf meinem Heli steht.

.... und wie hast Du die festgeklemmt? Ins Bohrfutter die Rotorwelle?

Und die Bohrmaschine irgendwo mit ner Schraubzwinge angeschnallt?

Jörg-Michael
28.06.2002, 13:52
Hallo,
das mit der Hilti war natürlich ein Scherz.
Ich hab ne ganz normale Bohrmaschine für den Haushalt genommen. Heli ohne Kopf auf die Kufen gestellt auf meinem Balkon, Bohrmaschine auf die Hauptrotorwelle gespannt, festgehalten und langsam hochgefahren. Mit der anderen Hand am ausgehängten Gestänge probiert welche Last erforderlich ist um zu verstellen. Den Druck des Heckrotors habe ich durch einen großen Blumenkübel eliminiert. Ich hab bevor ich die Maschine hochfuhr ein festen Schaumstoff an den besagten Kübel gebappt und das Heck da gegen gestellt. So hatte ich zur einen Seite keine Probleme den Heli trotz hoher Drehzahl zu halten. Auf der anderen Seite stand ich und da ich hier schreibe ist mir nichts passiert :P
Schönes Wochenende und viel Erfolg wünscht
Jörg-Michael

Roland Fiedler
28.06.2002, 14:47
Hallo Jörg-Michael,

ein höchst wissenschaftlicher Versuchsaufbau. :D

Ist nicht die Rotorwelle ein wenig weich für das Bohrfutter?

Jörg-Michael
28.06.2002, 16:58
Hallo Roland,
ja Du hast Recht ich bin stark wissentschaftlich an die Sache ran gegangen :rolleyes:
Aber ich hatte keinerlei Spuren vom Festspannen auf der Welle und bin zu einem Ergebniss gekommen. Somit Ziel erreicht.
Schönes Wochenende
Jörg-Michael

Rene`
28.06.2002, 18:30
Hallo !

Ich hab´s auch mit der Bohrmaschine versucht, ähnlich wie schon beschrieben, nur dass ich mit den Füssen auf den Kufen stand 8) .
Bei mir ist nun das Problem, dass die Hülse , egal wie rum ich die zusätzliche Mutter bzw. Scheibe montiere, immer nach innen läuft.Aber nur ohne Heckblätter.
Eigentlich müsste sie doch auch nach aussen laufen?
Mit Heckblättern geht das Verstellen am Leichtesten im Originalzustand, wobei aber immer in die Null Grad Position gefahren wird , sobald ich das Gestänge loslasse, also noch nicht richtig leichtgängig :(
Was könnte ich falsch gemacht haben?

Grüsse Renè

Kurt
29.06.2002, 01:14
Hallo,

bei diesen ganzen Tests geht mir eins nicht aus dem Kopf:

Wenn man den Heckrotor am Boden laufen läßt (mit Blumenkübel usw fixiert), und dann nach einer Seite aussteuert, dann bläst das Ding doch mit ziemlicher Kraft auf eine Seite.
Im Flug macht er das nicht ganz so, denn da würde das Heck sofort wegdrehen und der Hubi Pirouetten kreiseln.
Daher glaube ich, dass beim Testen am Boden die Kräfte am Heckrotor ganz anders sein können als in der Luft.

Ob die am Boden ermittelten Gewichte (Scheiben, Muttern usw) auch in der Luft zum gleichen Ergebnis führen ? Bin mir dessen nicht sicher.

viele Grüße
Kurt

Niko
29.06.2002, 06:15
Die Sache mit der Bohrmaschine kann man machen, aber das System ohne Belastung hochjubeln sollte man besser lassen :P

Grüße

Christian Rose
29.06.2002, 07:56
Hallo,

ich habe bereits im letzten Jahr einmal "just for fun" Unterlegscheiben auf den zahnriemenbetriebenen Heckrotor meiner Nova montiert. Nach dem ersten Testflug war schon eine deutliche Verbesserung spürbar und so habe ich das Gewicht und die Anzahl der Unterlegscheiben während einiger Tankfüllungen nahc dem Gefühl optimiert und es dann so belassen.

Die Methode ohne Rotorkopf hab ich bei meinem neuesten Nova mal ausprobiert und muß sagen das mein Ergebnis vom letzten Jahr gar nicht so falsch lag, aber es ließ sich noch verbessern. Mit diesem Test konnte ich noch die Einstellung vom letzten Jahr etwas verbessern.

Nochmal Danke an Timo und Jörg-Michael für das interessante und informative Posting :)

viele Grüße
Christian

Ralf M.
30.06.2002, 23:15
Hallo Christian,

würde mich ´mal interessieren wieviele Scheiben Du bei Deiner Nova unterlegt hast.

Gruß
Ralf

AndreasW
01.07.2002, 08:34
Hallo Kurt,

ich denke dem Hero ist´s egal ob er weichen kann oder nicht.
Den Schub den er produziert ist doch immer der gleiche und die in das System eingeleitete Kraft auch. Nur wird sie in den beiden Fällen anders umgesetzt. Einmal in den Blumenkübel wo sie durch die Reibung des Blumenkübels auf dem Balkon quasi "verbraucht" wird und andernfalls in die benötigte Energie zur Drehbewegung "genutzt" wird.

Einer Turbine (einer echten) ist´s auch egal ob sie unter der Tragfläche hängt und schiebt oder ob sie im Prüfstand festgeschraubt auf dem Boden klebt.

Oder einen Modellmotor mit Propeller ists ebenfalls egal ob im Modell oder auf dem Prüfstand betrieben.

Grüße

Andreas

Christian Rose
01.07.2002, 17:41
Servus Ralf,

die Anzahl der Scheiben variert zwr bei unterschiedlichen Heckrotorblättern und auch die Anlenkung spielt einen Ursache, aber hier meine Konfiguration, welche als Ausgangspunkt dienen sollte:

Antrieb: Zahnriemen v. Schwing (Untersetzung 1:5)
Blatthalter. orig (kunststoff)
Anlenkung: CFK (Robbe)
Blätter: SAB Carbon 110mm
Anzahl Scheiben Aussenseite: 5x 3mm Unterleg Scheiben normal
auf der Innenseite: 3x diese Scheiben Untergelegt


vg
Christian

Ralf M.
01.07.2002, 22:26
Hallo Christian,

danke für Deine Antwort. Diese Angaben sollten auch nur als Richtschnur dienen, weil die Serienheckrotoren der Nova und des Mille identisch sind.
Ich werde in jedem Fall diesen Test durchführen. Aber wozu den Kopf abnehmen ? Wenn man als Antrieb den Motor nutzt, muß man lediglich die Hauptrotorblätter abnehmen und dann langsam Gas geben und mit einem Drehzahlmesser am Heckrotor die Drehzahl ablesen. Gasstellung merken und schon hat man die richtige Drehzahl für die Versuche ohne Heckrotorblätter. Aber auch hier ist allergrößte Vorsicht geboten, denn die Paddelstange bei einer Drehzahl von knapp 2000 U/min ist auch nicht ohne !

Mir ist vor 3 Wochen ein S9250 auf dem Heckrotor verstorben, unter der Regie eines GY401. Das Servo ist einfach stehengeblieben. Bei einem Turn drehte das Heck nicht weiter als 90° daraufhin bin ich ´runter gekommen, wobei sich das Heck wieder normal verhielt, bin dann ca. 15 min. 10 cm über dem Boden geschwebt und dabei ist im Abstand von 5 min. erst das Heck 2x um 90° weggedrehte und dann um einmal um 180°. In der 180° Drehung habe ich den Heli abgesetzt und gesehen, daß das 9250 keinen Piep mehr von sich gibt. Glücklicherweise ist es nicht im Flug stehengeblieben - Tok Tok Tok - dreimal auf Holz geklopft. Nach aus und wieder einschalten des Empfängers arbeitete das Servo wieder als wäre nichts gewesen.
Der Robbe-Service meinte dazu, daß eine Reparatur unwirtschaftlich ist und hat das Servo zu sehr kulanten Bedingungen gegen ein Nagelneues ausgetauscht, obwohl keine Garantie mehr bestand.

Soetwas steht natürlich in direktem Zusammenhang mit den hier beschriebenen Maßnahmen.

Gruß
Ralf

Hdidi
09.07.2002, 07:22
Hallo zusammen,
habe mal auf Euer Anraten und der Info von Rüdiger bei meiner Freya an jedem Heckblatthalter je zwei Scheiben links und rechts untergelegt und längere Schrauben rein.
Das Ergebniß ist mehr als verblüffend, das Heck steht wesentlich ruhiger und auch den Kreisel kann man deutlich weiter aufdrehen. 8)
Ich kann nur allen Piloten ans Herzen legen, dies auch zu probieren, es lohnt sich! :D

Stefan Hundler
10.07.2002, 21:59
Hallo!

Hat dies vielleicht schon mal jemand bei seinen Vario-Hubi versucht? Vielleicht sogar schon beim Sky-Dragon?

Und hat jemand vielleicht ein hochauflösendes Bild im Angebot? Das obige wird ja nicht gefunden.

CU Stefan

14.07.2002, 18:53
Hat es wirklich noch keiner mit einem Vario Heli probiert? :(

Christian Rose
14.07.2002, 19:34
Hallo McBo,

ich habs zwar noch nicht bei einem Vario Heli probiert (solche Exoten fliegt bei uns keiner :D :D :D ) aber ich empfehle dir es ist weder zu gefährlich noch schwierig zu bewerkstelligen. Bei mir hats nicht mal 10min. gedauert bis das optimale Ergebnis sich einstellte. Für die paar Minuten ohne HR-Blätter nimmt der Motor keinen Schaden.

vg
Christian

HeliCrack
15.07.2002, 00:54
Hallo Leute

Hat das ganze schon mal jemand mit nem 30er Raptor ausprobiert?

Gruss Raoul

23.07.2002, 23:00
Warum den Versuch nicht einfach mit demontierten Blättern und Helimotor machen, das ist ja das einfachste.
Die Heckflosse festbinden und das Gestände irgendwie von Hinten bedienen.
Darf man natürlich kein Vollgas geben.

Wie ist das eigentlich mit den Hauptrotorblättern, gibts da nicht ähnliche Probleme?
Vielleicht geht da nicht mal der Druckpunkt genau durch die Rotorwelle, obwohl man das schon erwarten sollte.

Tschuess Ingo

Christian Rose
25.07.2002, 06:23
Hallo Ingo,

um ein optimales Resultat zu erzeugen sollte man es aber mit Vollgas probieren - das ist ja gerade das Problem.

So wie es Jörg-Michael beschrieben hat ist es schon richtig!

Gruß
Christian

VRquaeler
25.07.2002, 09:26
Hi AndreasW,

Es ist nicht das selbe, ob der Heckrotror fixiert ist oder das Heck wegdrehen kann.
Sonst wuere es keinen Sinn machen, die Heckblaetter um mehr als etwa 15 Grad auszulenken. Mit der Zusatzumstroemung durch die Drehung um die Hochachse sieht das ganz anders aus.
Ein anderes anschauliches Beispiel ist ein Haarfoehn oder ein Staubsauger. Halte hier mal die Ansaugoeffnung zu und er kling deutlich anders. Dies wird hervorgerufen durch die abgeloeste Stroemung bei´m Zuhalten.

Aber ich denke, das die Resultate eines fixierten Heckrotors beim Hubi schon ein relativ guten Startwert ergeben.

Eine Warnung noch fuer die Leute, die schon nach fertigen Loesungen fragen. Bedenkt bitte, dass die Resultate (z.B. Anzahl der Scheiben) auch stark von den eingesetzten Heckrotorblaettern abhaengen. Da hilft nur selber probieren.

BlackMoskito
27.07.2002, 11:26
Hallo Zusammen!

Ich habe es auch ausprobiert.

Robbe Conquest und auch Futura SS:

2-2 U-Scheiben: die Steuerbrücke war schwer aus den Endanschlägen heraus zu ziehen/drücken, wenn die Steuerbrücke in der Mitte steht, bleibt sie auch dort.

4-4 U-Scheiben: Endanschläge wie festgenagelt, sehr schwergängig.

Alle anderen Varianten z.B. 2-4, 3-1,0-2 waren auch nicht viel besser.

Alles richtig gemacht?

Mein Fazit: ohne U-Scheiben war bei beiden Modellen der geringste Kraftaufwand erforderlich.

Die Bohrmaschine sah auf der HR-Welle übrigens sehr witzig aus und das die Heckblätter soviel Power erzeugen hätte ich nicht gedacht.

Gruß
BlackMoskito
Ingo Braun



Der Urquell aller technischen Errungenschaften ist die göttliche Neugier und der Spieltrieb des bastelnden und grübelnden Forschers und nicht minder die konstruktive Phantasie des technischen Erfinders.
Sollen sich auch alle schämen, die gedankenlos sich der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen, und nicht mehr davon geistig erfaßt haben, als die Kuh von der Botanik, die sie mit Wohlbehagen frißt.
Albert Einstein

Stefan Hundler
15.08.2002, 13:21
Hallo!

Sollte man das Heck den nun mit oder ohne Blätter optimieren?
Was ist besser bzw. leichter?

CU Stefan

Jörg-Michael
15.08.2002, 13:40
Hallo,
Natürlich MIT Blätter!!!
Wie ich bereits schrieb hab ich Kurt nur den Tipp gegeben zum VERGLEICH beider Brücken untereinander weil seine Bohrmaschine nicht die Drehzahl brachte die benötigt wurde. Und da es ein Vergleich zweier Brücken am selben Heckrotor war ist es zu vernachlässigen ob mit oder ohne Blatt. Hätte Kurt Blätter drauf gehabt wäre die Differenz beider Brücken zueinander dieselbe gewesen, ehen nur im Wert anders.
Jörg-Michael

Maik Otto
15.08.2002, 16:52
hallo

habe heute bei meinem sceadu die sache getestet.

ohne ro-blätter aber mit he-ro blätter.(or.)

die systemdrehzahl war mit 1300 festgelegt ,mit dreh-

zahlregler.

fazit : he-ro steht mittig .das servo muß nicht gegenhalten
bis ca 1cm re und li ist eine kraft von ca 200 gramm
notwendig .richtung vollausschlag steigt die kraft
auf etwa 800 -1000 gramm an.

mit 6 scheiben pro blatt (mehr hatte ich nicht)
bis ca 1cm re und li das selbe wie oben
aber in richtung voll.. werden geschätzt 2-3 kg notwendig da freut sich das servo ?( :D

ich persönlich werde deshalb weder die drehrichtung des
he-ro ändern noch werde ich scheiben unterlegen.
die kreiselempindlichkeit liegt bei 84 prozent
laut anzeige gy 502

mein 9253 hält seit mindesten 75 litern wo bei der heli
nicht geschont wurde.

was habe ich falsch gemacht ? ?(

die frage die sich mir stellt . am boden kann der heli
nicht weg ,im flug schon . da dürfte die kraftverteilung
um einiges anders sein.

fusche
16.08.2002, 06:23
Hallöchen zusammen,
Die Stellkräfte im Flug sind sicher nicht die gleichen wie am Boden.
Das sieht man am besten bei Elekroseglern, weil da der Stomverbrauch am Boden wesentlich höher ist als in der Luft.
Ob das bei einem Heckrotor viel ausmacht kann ich nicht sagen.
Was ich aber mit Sicherheit sagen kann ist:

Vorsicht mit den Versuchen!!!

Ich habe es leider nicht für nötig gehalten den kompletten Rotorkopf zu demontieren. Man ist ja schliesslich nicht blöd... 8)
Fazit: Komme gerade mit angerissenen Handrückenknochen aus der Notfallstation unseres Spitals 8o
Und nebenbei brauche ich eine neue Padelstange, einen neuen Zahnriemen und das Abtriebsrad für den Heckrotor. X(
Wenn ich nun wenigstens wüsste wievielle U-Scheiben ich unterlegen müsste...

Gruss Fusche

Christian Rose
16.08.2002, 08:22
Auf alle Fälle gute und schnelle Besserung.

Das die Versuche gefählich sind, dessen sollte sich jeder bewusst sein, deshalb das man sich auch strikt an die Testanweisungen halten sollte:

Zitat: Ganz einfach, hier gibt es zwei Möglichkeiten.
1) Demontiere den Hauptrotorkopf Deines Hubis.... (Hervorhebungen von mir)


Gruß
Christian

MichaelK
16.08.2002, 10:02
Hallo Christian

Ich hatte vor, den Versuch folgendermassen zu machen:

Zwischenadapter zur Strommessung an das Heckservo, Multimeter dazwischen, mit Verlängerungsstrippen ausserhalb des Hauptrotorkreises. Heli dann auf Gras, Idle1 V Kurve rein, etwa Halbgas im negativ Pitchbereich (drückt den Heli an den Boden), dann Heckausschlag. Auf dem Gras dreht er da solange er angepresst ist, kaum weg.

Spricht da etwas dagegen ? Das Landegestell müsste das eigentlich abkönnen.

Hat das jemand so schon probiert?

happy landings

Christian Rose
16.08.2002, 10:48
Hallo Michael,

ich weiß nicht ob nach deiner Methode funktioniert - ich kenn edas nur so wie es Jörg-Michael beschrieben hat; nach der Kopf-abschraub-Methode.

Gruß
Christian