Vollständige Version anzeigen : Rotorblätter, wie fest anziehen
Hallo Leute,
Mir werden die Autorotationslandungen langsam zu teuer!!!
Nach dem ich den Heli heil zu boden geführt habe ist es schon öfters passiert das die Rotorblätter beim ausdrehen einklappen. Die folgen -] Heckrohr... beschädigt.
Kann es daran liegen wie fest die Blätter am Blatthalten befestigt sind, oder ???
Mit besten Grüßen
Misha
Christian Rose
15.06.2002, 08:51
Hallo Misha,
die Rotorblätter sollen so fest angezogen werden das sie nur noch ein wenig schwenken können. Du kannst eins probieren:
Etwas fester die Blätter anziehen und schauen was passiert. Schüttelt sich der Heli im Schweben is es zu fest angezogen. Schüttelt er sich nicht, dann kann man noch etwas fester anziehen =] is es zu fest und der Heli schüttelt, wieder etwas lockern.
Hoffe das hilft dir weiter
VG
Christian
martin_fuerst
15.06.2002, 08:52
Hallo !
Rotorblätter "so fest" anziehen, daß sie wenn Du den
Heli kippst gerade nicht alleine wegdrehen.
Beim Absetzen nach der Autorotation solltest Du
(ganz bes. wenn die Drehzahlreserven mal sehr gering waren)
den Pitch bei Bodenkontakt sofort auf neg. fahren.
LG
Martin
Hallo Ihr zwei,
danke für Eure Tipps.
Aber das sind nun zwei wirklich gegenteilige Meinungen!
Was nun: fest - oder - locker ?!?
Gruß
Misha
martin_fuerst
15.06.2002, 09:09
Hi,
Na so verschieden sind die Tips nicht...
Denn wenn die Blätter beim Kippen nicht mehr
wegdrehen, dann sind sie ja nicht wirklich "leicht" angezogen.
Es richtet sich auch nach den Blatthaltern und Rotorblättern.
Wenn Du Holzblätter in Kunsttsoffblatthalter schraubst
ist´s anders, als GFK in Alublatthalter (die rutschen mehr)
Fazit:
Testen wir Christian gesagt hat und so fest als nötig
anziehen.
LG
Martin
Vielen Dank für die Tipps.
Ich werde es heute mal am Platz probieren.
Gruß
Misha
rdeutsch
16.08.2002, 15:44
Hallo Martin
Beim Absetzen nach der Autorotation solltest Du
(ganz bes. wenn die Drehzahlreserven mal sehr gering waren)
den Pitch bei Bodenkontakt sofort auf neg. fahren.
Wieso?
Besten Dank für weitere Erläuterungen
Gruss Robert
@Misha,
das ist eine Gefühlssache und, wie bereits gesagt, materialabhängig.
Ich ziehe die Blätter soweit an, dass sie mit der Hand bei deutlicher Reibung noch bewegt werden können.
Wie eine halbfest angezogene Handbremse.
Dadurch können sich die Blätter bei steigender Fliehkraft noch ausrichten.
Ausserdem prüfe mal Deine Mechanik und den Freilauf, denn ohne Widerstand sollten auch locker angezogene Blätter nicht abklappen. Zumindest nicht wenn sie noch soviel Energie haben, das Heckrohr zu beschädigen.
Ich verwende folgende Methode um festzustellen, ob die Blätter fest genug angezogen sind:
1. Blätter gut ausrichten und Heli auf die Seite drehen; am Rumpf und Heck gut festhalten
2. kräftigen Ruck nach unten (also quasi fallen lassen)
-] Blätter sollten sich NICHT in den Blatthaltern verdrehen.
Diese Methode empfiehlt übrigens Curtis in seinen Büchern.
Für Stop-Autos reicht dies allerdings nicht. Da muss man die Blätter nach dem ersten Ausrichten richtig gut festziehen (fast schon festknallen).
Oliver
@Oliver: Was ist eine "Stop-AR"?
@Martin: Warum nach dem Absetzen auf negativ fahren?
Ich bremse meinen Rotor (nach normaler Landung) oft, indem ich beim Ausdrehen auf AR schalte und das Pitch hochfahre (natürlich nicht so, daß er wieder abhebt). Da passiert nix, von wegen Einklappen oder so!?
Danke, falls Ihr Euch nochmal meldet.
Christian Rose
18.08.2002, 14:45
Hallo,
das "sofort-nach-Bodenkontakt-negativ-geben" hat einen einfachen Grund: Hat der Rotor etwas wenig Energie wird durch das sofort negativ geben ein "Springen" oder zurückfedern des Helis vermieden, das zum Umkippen des Helis am Boden führen kann. Wie Martin bereits geschrieben hat, tritt das oft bei wenig Drehzahlreserven auf.
Das Ausbremsen des Helis mittels Pitch geben im Leerlauf bzw. beim Auslaufen des Rotorskann unter umständen auch ins Auge gehen - ich würds nicht machen.
Gruß
Christian
martin_fuerst
18.08.2002, 18:16
Hi,
Warum neg. Pitch...
Sorry, Christian war so nett es zu erläutern!!
Ist natürlich bei einer "mustergültigen Autorot"
bei der man ev. noch mit geung Reserven 2-3Sek schwebt nicht von nöten.
Bei Autorots wo es um eine Notlandaktion (z.B Gebrechen)
ging, hab ich mit nach einigen Heckrohren u. Rotorblättern
die "Pitchreduzierung" nach dem Aufsetzten angewöhnt.
Mein Fazit: Hat was gebracht (bes. wenn mal noch leichte
Restfahrt dabei ist - kann ja in der Panik schon mal passieren)
@Stefan
Das "Hochfahren" nach Motor aus hab ich zugegeben
auch schon - nur zum Spass öfter ohne Probleme gemacht)
LG
Martin
Christian Rose
18.08.2002, 19:15
Hi Martin,
entschuldige bitte das ich dir die Antwort vor der Nase weggeschnappt habe :D :D
Gruß
Christian
PS: Paddelstangenverlagerung schon probiert ??
@Stefan (pchubi)
Eine Stop-AR ist eine Auto, bei der die Blaetter nicht mehr drehen bevor man vom Himmel faellt und durch das Fallen wieder anfangen zu drehen. Das klappt leider nicht immer (musste ich, Gott sei Dank, noch nicht erfahren).
Oliver
vBulletin® v3.8.0, Copyright ©2000-2012, Jelsoft Enterprises Ltd.