PDA

Vollständige Version anzeigen : Welches (Schnell) Tankventil?


k_a_i
06.07.2002, 00:30
Hallo.

Ich möchte ein Zwei-Wege-Schnelltankventil bei einem Trainermodell zwischen Vergaser und Tank einsetzen, welches die Zuleitung zum Vergaser beim Betanken unterbricht. Also kein Ein-Weg-Ventil.

Natürlich ist das eine zusätzliche Schwachstelle, weil z.B. der Schlauch vom Ventil abrutschen könnte oder weil das Ventil undicht werden könnte und somit plötzlich Luft ziehen würde, was ja unterwegs nicht so toll wäre. Auch habe ich gelesen, daß die Dinger bei dem einen oder anderen öfters mal kaputt gegangen sind.

Nun gibt es ja diverse Anbieter dieser (Zwei-Wege-)Ventile. Da wären z.B.:

Robbe-Neuheiten N115 (? €)
Conrad Elektronik 239291-04 (25,51€)
Vario 37-13/25 (~20€)
Graupner 1657 (~14€)
Modelltechnik Lorenz (11,80€)
Jamara 177648 (~11€)

Die Preisunterschiede betragen maximal ~15€. Das con Conrad ist am teuersten.

Meine Fragen:

(1) Welches Ventil ist wohl am besten und zuverlässigsten? Wie sind Eure Erfahrungen mit den verschiedenen Ventilen?

(2) Wie sollte man es am besten bei einem Trainermodell am Chassis befestigen?

Durch die Verschraubung mit dem Chassis könnten ja Vibrationen auf das Teil übertragen werden. Und ich denke, daß dies die größte Gefahrenquelle bei den Dingern ist. Durch die Vibrationen könnten die Schläuche abrutschen oder das Ventil könnte durch die Vibrationen undicht werden, weil es mit dem Chassis verbunden ist. Vielleicht gibt es ja auch keine Unterschiede bei den verschiedenen Anbietern und die Probleme treten nur wegen einem fehlerhaften Einbau in ein Modell auf.

Über einige Tips würde ich mich freuen. Aber bitte nicht: Am besten keins einbauen. Habe mich ja schon dazu entschieden. :D

Danke !!!

Gruß, Kai

Dieter F. Heinlin
06.07.2002, 02:28
Hallo Kai,
auch wenn Du es nicht gerne hörst; lass es bleiben, wenn Du Problemen durch "Undichtigkeiten" aus dem Weg gehen willst!

Christian Rose
06.07.2002, 08:34
Hi,

ich schließe mich Dieter an, lass es bleiben, damit hast Du nur Ärger.

vg
Christian

Gero Adrian
06.07.2002, 08:38
Hallo Kai,

ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, egal welcher Hersteller und egal welche Tuningmaßnahme (andere Dichtung, stärkere Feder) der Überdruck, der aus dem Reso kommt, drückt Dir den Sprit aus diesem Ventil. Das Ergebnis ist ein total "versiffter" Heli

Grüßle

Gero

Helmut Zink
06.07.2002, 08:46
Hallo Kai,

also ich habe die Ventile in allen meinen Helis eingebaut und hab noch nie Probleme damit gehabt (Auch wenn viele sagen das es nicht so toll ist, wie man ja bei Deinem Beitrag wieder sieht). Bei einem Kreisel sagt ja auch keiner "Bau ihn nicht ein, er könnt ja kaputt gehen" :P
Ich verwende die von Graupner. Einzig bei einem hatte ich Probleme das es etwas das "sauen" angefangen hat. Kann man aber relativ einfach und günstig mit einem neuen kleinen O-Ring beheben und dann ist Ruhe.
Über die anderen kann ich nichts sagen, die hab ich noch nicht probiert.

So, daß war mal meine Meinung und ich schreib sie doch obwohl ich die Antworten schon in der Ferne hören kann. :D

Viele Grüße
Helmut

06.07.2002, 08:50
Ich hatte schon mehrere Tankventile von verschiedenen Herstellern. So richtig gut und problemlos war bei mir nur das von Conrad. Von denen habe ich jetzt 3 Stück im Einsatz und keines ist undicht. Einzig im Flächenflieger, wenn das Ventil im Luftschraubenstrahl sitzt, sollte der Deckel beim Fliegen aufgesteckt werden, da der Sog sonst etwas Sprit heraussaugt.

Vor ein paar Jahren waren diese Ventile aber auch viel billiger. Für den Preis würde ich mir heute keine mehr kaufen. Wenn ich noch keine hätte, würde ich es ohne Ventil mit einem 3-Wege-Verteiler machen.

scaleheli
06.07.2002, 09:50
Hi !

da sieht man mal wieder wie sehr sich auch die eigenen Erfahrungen unterscheiden.... Ich persönlich kann die Ventile (oder besser die meinigen) nur empfehlen. Mein erstes ist zwischenzetlich 6 Jahre alt und werkelt noch immer problemlos. Insgesamt habe ich z.Zt. 6 Stk im Einsatz, sowohl für Methanol als auch für Benzin und noch nie auch nur das geringste Problem gehabt!

Ich benutze die von GreatPlanes!
Bild hier : http://www.scaleheli.de/scaleheli/images/modelle/zubehoer/tankventil.jpg

kostet je nach Ausführung 17,90 o. 19,90 €
gibts bei Mir www.scaleheli.de oder auch bei Simprop

Grüße

06.07.2002, 09:54
Hallo

Ich benutze die Tankfüllventile von www.RD-Modelltechnik.de
in all meinen Modelle seid ca.10 Jahren,ohne größere Probleme.

MfG Bernd Immendorf

k_a_i
06.07.2002, 14:11
Hallo.

Schon mal vielen Dank für Eure Antworten. Finde ich super.

Ich habe es mir aber schon gedacht, daß es dazu sehr unterschiedliche Meinungen gibt.

Also wie ich Euch nun verstanden habe, gibt es zwei wesentliche Gründe, die Ventile NICHT einzusetzen:

1) Der Überdruck vom Reso oder Dämpfer ist zu groß für so ein Tankventil. Die Rückstellfeder wird durch den zu hohen Überdruck im Tank weggedrückt, das Ventil öffnet sich und Sprit tritt aus. Der Heli sabbert sich dann selbst voll, was nicht gerade toll ist. Eins ist dabei dann aber unklar: Sollte sich das Ventil wirklich durch zu hohen Überdruck selbst ein wenig öffnen (muss ja nicht ganz auf gehen), müsste ja die Funktionsweise des Motors beeinträchtigt werden. Denn wird das Ventil (zwischen Vergaser und Tank) geöffnet, wird die Zuleitung zum Vergaser zeitgleich geschlossen. Geht das Ventil also nur ein wenig auf, fließt zwar etwas Sprit heraus, aber der Motor müsste dann magerer laufen. In diesem Fall dürfte also keine Luft angesaugt werden.

2) Das Tankventil ist, warum auch immer, undicht geworden und zieht Luft. Der Motor könnte absterben.

Lögischer klingt für mich der erste Fall, denn wenn das Ventil einfach nur undicht wird, würde auch immer Sprit austreten. Also einfach nur Luft saugen, ohne das Sprit austritt, dürfte doch eigentlich überhaupt nicht passieren, weil durch den Druck dann kontinuierlich Sprit rausgedrückt würde, oder vertue ich mich da?

Andererseits kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, daß der Überdruck vom Reso/Dämpfer so groß ist, daß die Feder im Ventil dadurch zurückgedrückt wird und sich so das Ventil von selbst öffnet.

Aber es muß doch was dran sein, wenn einige Leute schreiben, daß die Dinger seit 6 oder 10 Jahren problemlos funktionieren, obwohl bei anderen wiederum Undichtigkeiten auftreten.

Liegt es vielleicht doch an einer falschen Montage? Das die Undichtigkeit eben doch durch Vibrationen zustande kommt? Eigentlich werden Ventile doch überall eingesetzt und es sollte doch keine große Kunst sein, ein dichtes Ventil zu konstruieren.

Oder könnte es sein, daß die Feder im Ventil durch häufiges Tanken ausleiert und der Dichtring zudem undicht wird?

Naja, 25€ für so ein Tankventil (Conrad) ist schon happig. Allerdings vereinfacht es die Betankung und durch den Stöpsel kann beim Transport niemals Sprit in den Vergaser laufen. Das ist schon ganz praktisch. Also ich finde, wenn man so ein Teil schon einsetzt, spielen 25€ eigentlich keine Rolle. Ich würde mich schwarz ärgern, wenn ich durch so einen vergleichsweise "billigen" Artikel ein Modell verlieren würde. 25€ steht ja in keinem Verhältnis zu 2500€.

Gruß, Kai

06.07.2002, 14:26
Bei den Conrad-Tankventilen (und auch bei allen anderen mir bekannten) ist es, soweit ich mich erinnern kann, nicht möglich, dass durch den Druck vom Tank die Feder betätigt werden kann. Das geschieht immer nur durch den Stöpsel von aussen. Das größere Problem ist der Dreck. Wenn kleine Schmutzpartikel mit dem Tankstöpsel in das Ventil gelangen, kann es sein, dass es mit der Zeit nicht mehr richtig schliesst. Dann ist es eben undicht.
Möglicherweise leiert mit der Zeit auch die Feder aus. Ist mir aber bei den Conrad-Ventilen auch nach hunderten Tankvorgängen noch nicht passiert.

k_a_i
06.07.2002, 14:49
Hi Christian.

Argrggr.

Bin ich blöd. Wie soll das auch gehen? Natürlich steckt man den Stutzen von außen drauf. Durch den Druck kann es doch eigentlich überhaupt nicht passieren, daß sich das Ventil öffnet.

Habe wohl zu schnell geschrieben und nicht nachgedacht.

Der Tankdruck müsste die Dichtigkeit ja zusätzlich noch unterstützen.

Wie ist das denn bei dem Conrad Ventil? Da liegt doch noch eine Verschlußkappe mit bei, so daß eigentlich doch überhaupt kein Schmutz ins Ventil gelangen kann, oder?

Simprop bietet vier verschiedene Ventile von Du-Bro an. Zwei normale und zwei für Großmodelle, jeweils für Benzin und Methanol. Die haben auch eine Verschlußkappe, gegen Schmutz.

Ich weiss bisher nur, daß die Conrad und Simprop Ventile eine Kappe haben.

Mal was anderes:

Kann man die Benzin-Variante auch für Methanol (ohne Nitro) nehmen? Und umgekehrt? Oder zerfrisst Benzin die Dichtung mit der Zeit? Wo liegen die Unterschiede?

Gruß, Kai

06.07.2002, 14:55
Die Verschlusskappe ist leider nur die halbe Miete. Dass sich während dem Flug eine Mücke in das Tankventil verirrt, dürfte eher selten vorkommen. :-)
Schon leichter passiert es, dass sich Schmutz am Tankstöpsel (oder auch an der Verschlusskappe) befindet, den man dann in das Ventil befördert.

Die Ventile für Methanol kann man meines Wissens NICHT für Benzin benutzen. Anders herum weiss ich auch nicht.

Dietmar Geißler
06.07.2002, 17:28
Hallo,
ich hatte mal ein Tankventil für Benzin (rot)
im Methanol-Einsatz.
Nach ca. 1/2 Jahr löste sich der Dichtring auf
und die Brösel verstopften die Düsennadel.
Scheint also wichtig zu sein die richtige Variante
zu verwenden.
Gruß, Dietmar

Rene`
06.07.2002, 17:28
Hi!

Ich habe auch das von Conrad und hatte da schonmal das Problem, dass beim Tanken Sprit in den Vergaser geflossen ist und der Motor dadurch geflutet wurde.
Konnte aber auch relativ einfach durch ein Stück
Silikonschlauch (2mm), das als zusäzliche Dichtung eingesetzt wurde, behoben werden.
Wie schon erwähnt, würde ich es mir aber zum heutigen Preis
auch nicht mehr kaufen.

Grüsse René

pchubi
07.07.2002, 01:23
Hallo,

ich hatte ein Tankventil von Staufenbiel in einem Graupner Ultra Star 4-Takt im Einsatz. Von welchem Hersteller, weiß ich nicht mehr. Nach ca. 12 l Sprit löste sich ein Anschlußnippel, weil nur verpreßt. Zunächst konnte ich den Fehler optisch gar nicht finden, weil der Nippel nur leicht lose war. Ich wunderte mich nur, wo der viele Siff herkam. Beim nächsten Flug sah ich im Gegenlicht, wie der Hubi Methanol versprühte. Dann fand ich die Ursache. Zwar verpreßte und verklebte ich das Teil neu und flog auch wieder eine Weile damit, aber jetzt scheint außerdem die Dichtung auszuleiern, da beim Betanken auch immer wieder vorne Sprit austritt. Letztendlich habe ich es wieder entfernt, weil mir die Sache doch zu heiß ist. Trotz allem, bin ich der gleichen Meinung wie Kai: bequemer ist es schon mit Ventil und aufgrund der Tips hier, werde ich vielleicht mal das Conrad-Ventil austesten, vielleicht ist das wirklich besser.

Viele Grüße
Stefan