Vollständige Version anzeigen : Wer hat Erfahrung mit Wasserstarts und Schwimmern
Guten Tag alle zusammen,
hat jemand vielleicht Erfahrung mit Schwimmern unter einem 60er-Verbrenner-Heli und Wasserstarts damit?
Hier mal meine ersten Erfahrungen:
1.) Es gibt keine Schwimmer, die z.B. den ThreeDee (ca. 5kg) wirklich sauber auf dem Wasser halten, zu kaufen.
2.) Solche wirklich ausreichend groß dimensionierten Schwimmer selbst zu bauen ist nicht schwierig.
3.) Mit einem normalen Flugzustands-Start-Programm versenkt man den Heli sofort (am Sonntag passiert).
Der Grund ist, dass beim Hochfahren der Rotorblätter negativ Pitch vorhanden ist und sich der Heli somit selbst unter Wasser drückt.
Wollte man dies ausschließen, bräuchte man Schwimmer, die mindestens 10-12 kg tragen oder man muss einen Flugzustand programmieren, der zumindest beim Starten mit Pitch +/-0 beginnt.
4.) Beim Hochdrehen der Rotorblätter dreht sich der Heli mit den Schwimmern um die eigene Hochachse, da die Wirkkraft des Heckrotors noch nicht groß genug ist, dabei helfen z.B. auch wirklich dicke Spurkufen unter den Schwimmern nichts. Einzige kleine Hilfe ist hier ein verlängertes Seitenleitwerk, das tief ins Wasser taucht.
Dieses Drehen des Helis um die Hochachse ist im Wasser sehr gefährlich, da dabei immer der Luv-Schwimmer zum unterschneiden neigt und sich der Heli seitlich ins Wasser legen will.
5.) Man muss versuchen, sämtliche Vibrationen des Helis beim Hochlaufen der Rotorblätter zu beseitigen. Auf dem Wasser sieht man sofort, wieviel Kraft in diesen Vibrationen steckt und wie leicht so ein Heli umfällt wenn er \"keinen festen Boden\" unter den Kufen hat.
6.) Überraschender Weise ist die gesamte Elektronik relativ \"wasserresisdent\" wenn man die \"Unterwasserzeiten\" kurz hält (bei mir waren es rd. 30 Sekunden komplettabtauchen), einen Kompressor zum Trockenblasen des Systems und ca. 4 Std. Zeit hat alles zu zerlegen, die Lager neu zu fetten und wieder zusammenzubauen.
Anschließend ist es nicht schlecht, den Heli erst mal wieder einen Tank voll an Land fliegen zu lassen (des eigenen Selbstwertgefühls, der Nerven und des Motors wegen).
Und jetzt wieder zurück zu meiner Ausgangsfrage, gibt es hier jemanden der Erfahrung mit Wasserstarts hat?
Mit Schwimmern an Land zu starten und zu landen ist nicht das Thema, es geht um Wasserstarts mit dem Heli.
Wäre dankbar, wenn mir jemand seine erfahrungen mitteilen könnte.
Herzlichen Gruß aus der Bonner Tiefebene und von den Berliner Seen
Bruno
Editiert von - Bruno Hoedl am 10/07/2001 10:22:45
Hi Bruno,
ich habe zwar noch keine Erfahrungen damit gemacht aber ich geb mal meinen Senf ab *g*.
Ich könnt mir vorstellen, das das Abheben auch schwerer ist, da die Schwimmblasen sicher an der Wasseroberfläche \"kleben\" ?!? Hast du die Erfahrung schon gemacht?
Vielleicht kannst du dir erstmal ne kleine \"Pfütze\" oder irgenwas künstliches suchen/bauen, was nur ca. 10cm tief ist. Da kannst du das Verhalten erstmal \"Studieren\" ohne ihn dann zerlegen zu müssen *g*.
Ansonsten noch viel Erfolg damit und schreib mal weiter über deine Erfahrung damit, würd mich interessieren.
Gruß Manuel
The (noch)Beginner
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Hallo Manuel,
also das Abheben an sich wäre nicht das Problem. Es gibt zwar eine Saugwirkung der Schwimmer auf dem Wasser aber die beträgt, gemessen mit einer Federwaage, gerade mal ca. 500 Gramm. Für einen kräftigen Benziner als nicht das Problem.
Diese Überlegung mit der \"10 cm - Pfütze\" hatte ein Freund von mir auch schon. Ich bin noch dran am arbeiten. Überlegte schon wegen eines kleinen aufblasbaren Kinderplantschbeckens, aber da ist der Raum einfach zu begrenzt wenn sich der Heli auf den Schwimmern dreht.
Als nächsten Schritt werde ich jetzt mal das Schwimmergestell breiter machen. Die Schwimmer haben jetzt den original ThreeDee-Kufen-Abstand und sind ca. 80 cm lang. Ich werde sie jetzt mal auch auf 80 cm Abstand setzen. Genauso überlege ich die RC-Box wasserdicht zu machen.
Herzlichen Gruß
Bruno
Hi Bruno,
hmm ich hätte gedacht das die Saugkraft größer ist, aber ich hab es noch nich selber getestet. 500g ist natürlich nicht sehr viel. Das mit dem Planschbecken kam mir auch schon in den Sinn, aber die Ränder sind glaub ich zu hoch. Wenn du einen eigenen Garten oder ähnlich hast, grab dir lieber ein Stück Boden aus, ne Folie rein und fertig.
Gruß Manuel
The (noch)Beginner
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Stefan Dorn
10.07.2001, 18:04
Hallo Bruno,
ich habe es mal mit einem Moskito probiert. Fluggelände war das Mittelmeer und ich wollte von einem Sportboot steuern. Schon beim Hochfahren der Drehzahl gab es die von dir genannten Effekte. Am schlimmsten empfand ich den Heckausgleich. Als dann noch das Boot anfing zu schauckeln war es mit meinen Nerven ganz vorbei und ich habe alles wieder an \" Bord \" geholt. Damit waren alle Versuche von mir abgebrochen, aber es war eine Erfahrung wert [img src=icon_smile_big.gif border=0 align=middle].
Schönen Gruß
Stefan
Thomas Pohl
11.07.2001, 20:57
Hallo,
würde vielleicht ein HH Kreisel das wegdrehen vermeiden?
Habe keine Ahnung, fiel mir nur so ein.
Liebe Grüße von Thomas Pohl
1.) Es gibt keine Schwimmer, die z.B. den ThreeDee (ca. 5kg) wirklich sauber auf dem Wasser halten, zu kaufen.
Ich hätte als Schwimmer auch Angst, einen Heli mit voller Drehzahl über mir zu halten... Versuchs doch mal mit Tauchern, die haben meist bessere Nerven [img src=icon_smile_wink.gif border=0 align=middle]
Gruß, Jan
Dieter F. Heinlin
11.07.2001, 23:19
Hallo,
..Thomas gute Idee!
..jan [img src=icon_smile_wink.gif border=0 align=middle][img src=icon_smile_wink.gif border=0 align=middle][img src=icon_smile_wink.gif border=0 align=middle]
Mit Holm- Rippen- und Heckrotorbruch
http://heinlin.bei.t-online.de
Dieter
\"... würde vielleicht ein HH Kreisel das wegdrehen vermeiden?\"
Es ein HH-Kreisel eingebaut (GY 501).
Das Problem ist, das der Heckrotor in der \"System-Hochlauf-Phase\" noch nicht genügend Wirkung hat, deshalb hilft in diesem kurzen Moment auch kein Gegensteuern auf den Heckrotor.
Editiert von - Bruno Hoedl am 12/07/2001 08:53:21
Editiert von - Bruno Hoedl am 12/07/2001 08:53:47
VRquaeler
12.07.2001, 09:57
Hi Bruno und Thomas,
Die Idee mit dem HH-Kreisel ist zwar gut, aber sie funktioniert nicht. Der Heckrotor liefert beim Hochlaufen des Systems (unabhaengig vom verwendeten Kreisel) noch nicht genug Schub um das Rueckdrehmoment auszugleichen. Beim Start von festen Boden hilft hier die Haftreibung der Kufen. Die Problematik tritt auch auf, wenn man mit vibrierenden Kufen und ohne Gummistopper an den Kufenrohren von Tischen, Autodaechern oder anderen glatten Flaechen starten will.
Volle Drehzahl, Sascha
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1.) Es gibt keine Schwimmer, die z.B. den ThreeDee (ca. 5kg) wirklich sauber auf dem Wasser halten, zu kaufen.
Ich hätte als Schwimmer auch Angst, einen Heli mit voller Drehzahl über mir zu halten... Versuchs doch mal mit Tauchern, die haben meist bessere Nerven [img src=icon_smile_wink.gif border=0 align=middle]
Gruß, Jan
[hr height=1 noshade id=quote][/BLOCKQUOTE id=quote][/font id=quote][font face=\"Verdana\" size=1 id=quote]
Sorry Jan,
das habe ich schon versucht, aber Taucher sind zu teuer und man kann sie sich nicht selber bauen. Außerdem hat mein ThreeDee tierisch Angst vor Tauchern (ich denke das liegt an den Tauchermasken und den Sauerstoffflaschen).
Herzlichen Gruß
Bruno
Dieter F. Heinlin
12.07.2001, 10:24
Hallo,
wie wärs mit einer Art \"Startplattform\" Floßähnlich?
PS: Natürlich mit \"ANKER\"!
Mit Holm- Rippen- und Heckrotorbruch
http://heinlin.bei.t-online.de
Dieter
Editiert von - Dieter F. Heinlin am 12/07/2001 12:25:47
Stefan Dorn
12.07.2001, 11:01
moin Dieter,
dann müsstest du aber das Flos am Grund verankern [img src=icon_smile_wink.gif border=0 align=middle]. Ich glaube nicht, daß ein Flos die Lösung ist. Und Aussteuern klappt auch nicht so gut. Ich hatte mir dann noch überlegt von der Sonnenliege des Boots zu starten, war mir aber in anbetracht der größe der Sonnenliege zu gefährlich [img src=icon_smile_big.gif border=0 align=middle]. Zum Glück, sonst läg der Mosi jetzt bestimmt 40m tief in der Adria [img src=icon_smile_big.gif border=0 align=middle].
Schönen Gruß
Stefan
Wie funktioniert das beim Großhubschrauber? Der hat doch eigentlich die selben Probleme (z.B.: niedrige Heckrotordrehzahl beim Hochfahren)
Luki
@ Dieter,
Das mit dem Floß ist schon ne nette Idee, aber nicht Ziel des Versuchs. Der Heli soll ja auf freiem Wasser starten und landen denke ich mal.
Gruß Manuel
The (noch)Beginner
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www.heli-berichte.de Heli-Flugberichte
Moin
also das wegdrehen kann man durch gaaaaanz langsames Hochfahren verhindern.
Ich bin auch mal über einen kleinen See geflogen und da meinte mein Motor doch tatsächlich ausgehen zu müssen [img src=\"http://www.heliclub-hamburg.de/s/1.gif\" border=0] daraufhin drehte er sich mit der Nase zu mir und ging langsam unter.
Das Wasser war zwar nur ca 1m tief, hab aber trotzdem das große P im Gesicht gehabt. Der Spaß hat mich ein Servo gekostet und der Motor hat nach den ersten paar Flügen so komisch gezischt [img src=\"http://www.heliclub-hamburg.de/s/2.gif\" border=0]
gruß timo
[img src=\"http://www.heliclub-hamburg.de/sig_rcheli.gif\" border=0]
www.heliclub-hamburg.de
Hallo noch mal!
Das Problem das Timo beschreibt, ist genau der Punkt. Eine Plattform kann bei einer nötigen Autorotation nicht mitnehmen. Die Schwimmer (Taucher :-) ) sind so eine Art Lebensversicherung gegen endgültiges Versenken. Würde ich ne Plattform nutzen, könnte ich ja auch gleich vom Steg aus starten (obwohl die Idee von Dieter ja so ohne nicht ist).
Da gibt es aber noch ein Problem das ich noch gar nicht angesprochen habe, das mitlerweilen aber schon gelöst ist:
Wenn man wie ich an einem See wohnt und den Heli vom Steg aus mit laufendem Motor ins Wasser stellt kann man in noch lange nicht hochdrehen lassen, weil die Rotorblätter noch im Bereich des Steges sind. Das gleiche gilt für das Landen (konnte ich noch nicht probieren, da ich den Heli ja beim ersten Startversuch versenkt habe :-( ), will ich im Wasser landen, dann muss das zur \"Rotorblattsicherung\" in einer Entfernung von mindestens 4-5 Metern zum Steg passieren, damit man noch genügend Platz hat die Blätter runterlaufen zu lassen.
Im Klartext heisst das, die Schwimmer müssen einen eigenen Antrieb haben und sich lenken lassen. Beides habe ich schon gelöst, das heisst, mittlerweile kann der Heli mit laufendem Motor aber stehendem Rotorkopf schon auf dem Wasser fahren. Einen Flugzustand der eine normale \"Startgaskurve\" hat aber permanent Pitch +/- 0 hat habe ich auch schon programiert und an Land funktioniert auch alles. Jetzt fehlt mir nur noch das Schwimmergestell von der normalen \"Kufenlandegestellbreite\" auf 80 cm zu verbreitern und dann wird der nächste nasse Versuch (diesmal mit Videokamera :-))) ) bei mir im See gestartet. Das aber erst in 3 Wochen, weil ich jetzt erst mal in Urlaub fahre. Wenn ichs das nächste mal probiert habe melde ich mich aber sofort wieder und schreibe wie es war.
PS: Die Haube vom ThreeDee will ich innen noch ausschäumen bzw. mit Styropor ausfüttern, in der Hoffnung dass der Heli im worst case nicht mehr durchkentern kann sondern \"nur noch\" auf die Seite fällt.
Zusatz für Timo: Sei mal ehrlich, die Haube die Du verkaufst ist doch wie geschaffen für einen \"(Unter-)Wasser-Heli\" :-)...
Herzlichen Gruß
Bruno
Hallo Bruno,
das klingt ja alles so, als ob du der Profi im Wasserhelifliegen bist. Vor urzeiten hab ich das auch mal ausprobiert und nur schon den Heli (mini-Boy) ins Planschbecken stellen hat eigentlich schon zum Umkippen geführt.
Ich glaube, daß du wie schon selbst erwähnt den Gesamtauftrieb des Schwimmer erhöhen mußt und vielleicht hilft ja ein Schwert wie bei einem Katamaran, die Kippneigung zu verbessern. Mit 80cm Abstand bist du sicherlich auf dem besten Weg Erfolg zu haben.
Ich hoffe, daß du es hinbringst, denn ich habe in meiner Helizeit noch nie etwas davong gehört, daß jemand vom Wasser aus gestartet ist.
Albert
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