Vollständige Version anzeigen : Unterschied Servoweg/-begrenzung mc-22
Hallo ihr alle,
hab schon das Forum durchsucht, aber nix passendes gefunden.
Ich verstehe noch nicht 100%, was bei der Graupner mc-22 der Unterschied zwischen Servoweg und Servowegbegrenzung im Menü Servoeinstellung ist.
Also Servoweg begrenzt den Servo ja scheinbar nicht ganz, sondern durch Mischer kann der Weg noch erweitert werden, und bei Begrenzung wird der Weg immer begrenzt. Nun meine Frage: Welche Einstellung veränder ich nun und welche lass ich unberührt bzw. benötige ich beide Einstellungen?
Danke für eure Antworten.
Wings Only
19.10.2007, 07:42
Hallo,
die Servowegbegrenzung stellt man so ein, dass kein mechanischer Schaden möglich ist und /oder auf einen fliegerisch gewünschten, nicht zu überschreitenden Endpunkt.
Bei zB. 2 Höhenruderklappen derart, dass sie nach oben und unten - vorher auf gleiche Mitte stellen - den gleichen Ausschlag machen. Bei entsprechend gewählten Einhängepunkten am Servohebel und Ruderhorn.
Man wird dann vermutlich feststellen, dass sich die Servostellung nur über einen beschränkten Knüppelwinkel erstreckt und u.U, weit vor Knüppelanschlag die Endstellung erreicht wird.
Und jetzt kann man den Servoweg derart verändern, dass die Servostellung während des GANZEN Knüppelweges verändert wird.
Bei den 2 schon erwähnten Höhenrudern muss man schauen, ob bei Zwischenstellungen beide Ruder ebenfalls gleiche Ausschläge machen.
Nicht erschrecken: Unterschiedliche ZAHLEN-Werte für Begrenzung und Weg resultieren aus dem Vielzahlanschluss der Servohebel. Ein möglichst kleiner Wert der Servomitte ist anzustreben und kann bei vielen Servos durch Umsetzen um 180° - wenn nicht ohnedies der "Nebenzahn" notwendig ist - erreicht werden.
Erfahrungsgemäß ist es sinnvoll, als erstes noch ohne angeschlossen Ruder die Servos derart grundeinzustellen, dass der Servohebel genau rechtwinkelig auf das Servogehäuse steht.
Ich vermute als wings only, dass die obigen prinzipiellen Informationen zu 2 Höhenrudern auch für Taumelscheibenservos gelten.
Weiterführendes nur für Flächenflieger: http://members.aon.at/flug.fiala/servoparallel.html
Hermann Schellenhuber
19.10.2007, 10:08
Servus,
grundsätzlich bin ich der Meinung, daß dieses Feature bei Flächenmodellen durchaus öfter Verwendung findet, als dies bei Helis der Fall ist. Beim Hotliner verwende ich es etwa, damit beim Butterfly und dann noch zusätzlich Querruder der maximal mögliche mechanische Weg der Ruder nicht überschritten wird. Sprich, normalerweise geht ja auf Quer ein Querruder nach oben und eines nach unten. Wenn du aber zwecks Butterfly beide Querruder weit nach oben fährst, dann würde bei zusätzlichem Quer ein Servo noch weiter über den maximalen mechanischen Weg nach oben wollen, und das fängt man dann über die Wegbegrenzung ab. Beim Heli habe ich dieses Feature aber überhaupt noch nie gebraucht. Eventuell beim V-Heli, falls ich TS und Heck auf Gas mische, dann könnte ich mir so eine Begrenzung für das Gasservo gut vorstellen (nur für den Fall, daß der Sender das intern nicht schon berücksichtigen sollte). Aber ansonsten lasse ich immer alle Werte für die Begrenzung auf Max (ich glaub 150%, falls ich mich richtig erinnere).
Schöne Grüße,
Hermann
Vielen Dank für eure Antworten, denke, dass ich es jetzt verstanden hab. Werd das richtige Einstellen jetzt beim Heli probieren und denke, dass es kein Problem mehr darstellt.
lateralus
28.10.2007, 12:27
Hi, vielleicht noch ein Heli- Beispiel als Ergänzung.
Die Servowegbegrenzung hab ich nur am Gasservo eingestellt,
da ich im Menue "Helimischer" den Gasbeimischwert bei
Roll=>Gas sowie Nick=>Gas auf 30% gestellt habe.
Das Gasservo gibt nun also bei zyklischen Ausschlägen etwas Gas.
Problem:
Wenn der vollgasseitige mechanisch mögliche, im Servomenue eingestellte Servoweg bei
z.B. 95% liegt und ich nun die Taumelscheibe zusätzlich in den Anschlag bringe,
liegt der tatsächliche Ausschlag am Gasservo bei 125% und das Gasservo dreht somit weit
über den mechanischen Anschlag hinaus.
Das vermeitet man nun mit der Wegbegrenzung am Gasservo, sie ist senderseitig vorgegeben
mit +/- bei 150%.
Setzt man diesen Wert nun herunter, muss man sich das so vorstellen, als wenn man eine Deadline
vorgibt, die vom Servo niemals überschritten werden wird, dementsprechend vorsichtig sollte man
diese Funktion auch anwenden.
Um den Wert am Gasservo einzustellen, stelle ich den K1 auf Stellung "Vollgas" und bewege die
Taumelscheibe etwas. Die Wegbegrenzung nehme ich soweit zurück, dass das Gasservo über den
K1 natürlich noch die Stellung Vollgas beibehält aber dann kein weitergehender Ausschlag mehr über die
Roll=Gas und Nick=> Gas- Mischer umgesetzt wird.
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