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Vollständige Version anzeigen : 2 Drehzahlen mit einer resonanz, oder: wie funzt ein Resorohr?


Fobbel
02.08.2002, 13:45
Hallo Leute,

Ich habe folgendes Problem:

Ich habe meinen Heli jetzt auf eine Kopfdrezahl von 1700 upm abgestimmt. Diese empfinde ich, auch wegen des Reso lärms beim Schwebeflugtraining ziemlich lästig. also probierte ich eine zweite, nidrigere Drehzahl zu programieren. Ich wußte schon, das diese deutlich unter der Resonazdrehzahl liegen muss, damit der motor das verkraftet. Leider bin ich bei 1200 bis 1300 umdrehungen gelandet, das ist aber scheinbar für mein Heck zuwenig, da es sich bei beherztem Pitchgeben nach rechts mitdreht. Wo ich dieses schreibe fällt mir ein, das ich vieleicht mal die gyro empfindlichkeit höher einstellen sollte? Aber beim schnellen sinkflug geht das heck ja auch nciht nach links weg, ist also denk ich mal quatsch oder?

Naja, meine Überlegung ist nun folgende: resoabstimmung kürzen, dadurch resonazdrehzahl von zb 1800 sodaß ich auf ca 1400 umdrehungen fürs schweben komme. Ist das so machbar? weiterhin würde mich interessieren, wie man am besten seine einstellung prüft? reso länge versteh ich richtig ist also von auslass (kolbenhemd) bis zur prallplatte, richtig?

könnte man nicht theoretisch ohne last, also 0° pitch das system mal hochlaufen lassen um zu gucken, wo die resonanzdrehzal liegt?

auf kurts seite ( www.flyheli.de) steht dazu so einiges, aber mir ist noch recht unklar, wie man den auslasswinkel am besten bestimmt.

martin_fuerst
02.08.2002, 14:53
Hallo,

reso länge versteh ich richtig ist also von auslass (kolbenhemd) bis zur prallplatte, richtig?
OK - bzw. Krümmerflansch-Prallwand
Wo ich dieses schreibe fällt mir ein, das ich vieleicht mal die gyro empfindlichkeit höher einstellen sollte?
Ja, am besten flugphasenabhängig (schweben=höher Empf. möglich, als bei Kunstflugdrehzahl)

Leider bin ich bei 1200 bis 1300 umdrehungen gelandet
Na, dann nimmst dort den Pitch etwas zurück und hebst
damit die Schwebedrehzahl an (wenn es Deine Anlage kann).

Resobetrieb sollte für die max.Kunstflugdrehzahl passen,
alle anderen Drehzahlen darunter (schweben) arbeitet
das Reso dann als Dämpfer.
könnte man nicht theoretisch ohne last, also 0° pitch das system mal hochlaufen lassen um zu gucken, wo die resonanzdrehzal liegt?
Würde ich nicht machen, da ohne Belastung sicher keine
aussagekräftigen Ergebnisse rauskommen.

LG
Martin

Christian Rose
02.08.2002, 17:49
Hallo Fobbel,

hier kann ich mich Martin nur anschließen.

Die 1200-1300upm sind sehr gut zum Schweben, geht auch noch bei viel Wind.

Gruß
Christian

Fobbel
03.08.2002, 17:02
Hihi,

ich hab mich wohl falsch ausgedrückt!

ich hab ja nix gegen die 1200 - 1300 touren, schön leise!! aber das Heck!!! es fehlt da scheinbar die Leistung. Ich könnte ja mal größere Blätter verbauen!

Dumm ist nur, das ich halt nicht 1400 nehmen kann, weil der motor dann zeitweise in resonanz fällt und das Heck durtch die leistungsschwankungen kräftig zappelt!

Waren meine Überlegungen bezüglich der resolänge denn richtig? Was ist denn nun richtig, vom flansch zur Prallplatte oder vom auslass, sprich kolben zur Prallplatte? das ist immerhin ne differenz von 1cm!!!

wär nett, wenn ihr noch was dazu schreiben würdet!

Christian Rose
03.08.2002, 17:10
Hi,

der Gedanke mit den längernen Blättern ist richtig und vergiss nicht, je niedriger die Drehzahl desto höher muß die Kreiselempfindlichkeit sein, sonst dreht das Heck weg.

Für die Bestimmung der Länge der Resonanz nimmt man den Flansch.

Gruß
Christian

peter tuerk
03.08.2002, 22:32
Hi
wennst eh nur so niedrig drehst (1700) dann übersetze doch einfach das Heck höher.
lg peter

Leolo
06.11.2003, 21:15
Zu dem Thema mit den 2 Drehzahlen frage ich mich folgendes:

Angenommen ich stimme den Resonanzpunkt meines Systems auf die höhere Drehzahl ab (kurze Abstimmlänge). Betreibe ich dann nicht beim Schweben mit geringer Drehzahl ständig das System mit zu kurzer Abstimmung (=Überhitzung) weil ich ja für diese geringe Drehzahl eigentlich eine längere Abstimmlänge bräuchte?

Gruß,
Leonhard

holger
06.11.2003, 23:07
Hi Fobbel,

ich hatte ziemlich genau die gleichen Probleme mit meinem Uni-Star 60. Unter 1400 rpm waren die Flugeigenschaften allgemein recht unangenehm. Ich habe genau das gemacht, was Du schon selbst sagst, nämlich das Rohr gekürzt und mit 1400/1800 geflogen. Wenn der Abstand kleiner wurde, war es mit der Gaskurve nicht mehr möglich, eine halbwegs konstante Drehzahl im Scheben abzustimmen.


könnte man nicht theoretisch ohne last, also 0° pitch das system mal hochlaufen lassen um zu gucken, wo die resonanzdrehzal liegt?

Mach ich grundsätzlich so und erscheint mir die einzige vernüftige Möglichkeit. Selbst wenn Du den Ausslasswinkel messen kannst, wie bestimmst Du die Abgastemperatur???
Am besten den Pitch auf ganz leicht negativ und dann langsam den entsprechenden Punkt der Gaskurve hochdrehen. Irgendwann macht die Drehzahl nen Satz und Du bist in der Reso...

Viele Grüße,
Holger

rosenkoenig
06.11.2003, 23:16
Hi Leute,

hohe Drehzahl --> kurzes Reso

niedrige Drehzahl --> langes Reso

und nicht! umgekehrt.

Gruß Bernd

Leolo
07.11.2003, 00:55
Wer hat denn was anderes geschrieben?

Leonhard

rosenkoenig
07.11.2003, 09:34
Na ja, wenn ich mit 1400 Drehungen schweben will, dann kann man ja schlecht gegenüber von 1800 Drehungen das Rohr noch kürzen wollen.

Mit 1700 und 1500 Drehungen fliegen und auf 1600 das Reso einstellen, wäre wahrscheinlich günstiger als Kompromis.

Gruß Bernd

Leolo
07.11.2003, 13:23
Ich hatte Holger eigentlich so verstanden, daß er sein Reso auf 1800 abgestimmt hat (also kurz) und dann mit 1400 außerhalb der Resonanz schwebt.
Da war ja meine Frage, ob man dann bei 1400 nicht immer in dem Bereich schwebt, bei dem die Abstimmung des Rohres zu kurz für die gewählte Drehzahl ist. Dies sollte ja eigentlich besser vermieden werden, wegen Überhitzungsgefahr.

Gruß,
Leonhard

rosenkoenig
07.11.2003, 13:34
Das ist eigentlich kein Problem. Bei dieser Drehzahl wird ja auch weniger Hitze produziert und die Gasmenge ist geringer. Allerdings gibt der Motor nicht die optimale Leistung bei dieser Drehzahl ab.

Gruß Bernd

Fobbel
07.11.2003, 13:38
Hallo Leute!

danke für die (späte) Hilfe!! Wenn ihr euch mal das Datum meines Beitrages anschaut, werdet ihr merken, das diese Problematik schon etwas her ist :D

Das waren so meine ersten Gehversuche mit Resorohren im Heli, da hatte ich den Fehler gemacht, das ich die niedrige Gaskurve mit VOLLGAS am ende Programiert habe. Dachte damals, das ich das mit genügend Pitch wieder ausgleichen könnte, leider zog er sich dadurch immer rein in die Resonanz.

Den Heli hab ich aber inzwischen auch garnicht mehr! :P

Inzwischen fliege ich aber eine änliche Kombination. Wenn man kurz genug abgestimmt hat und nicht unbedingt Vollgas bei der unteren Kurve programiert hat (70% reichen), dann klappt das wirklich gut und man kann eigentlich jede Drehzahl, die so ungefähr 300upm oder mehr unter der Resonanz liegt fliegen.

Die Frage, ob das jetzt schlecht für den Motor ist . . . . keine Ahnung, hält aber schon fast ein Jahr, ich hoffe auch noch länger.

rosenkoenig
07.11.2003, 14:02
Ein zu!! kurzes Reso ist bei Teillast nicht so sehr schlimm, aber bei länger Vollgas tödlich für den Motor.

Gruß Bernd

holger
07.11.2003, 15:23
Hi Fobbel,


Inzwischen fliege ich aber eine änliche Kombination. Wenn man kurz genug abgestimmt hat und nicht unbedingt Vollgas bei der unteren Kurve programiert hat (70% reichen), dann klappt das wirklich gut und man kann eigentlich jede Drehzahl, die so ungefähr 300upm oder mehr unter der Resonanz liegt fliegen.

Das ist scheinbar stark motorabhängig. Wenn der Abstand gering wurde, hat mein 10er immer versucht in die Reso zu laufen, wenn man die Last reduziert hat. Hat man die Gaskurve an der Stelle reduziert, wurde der Motor bei steigender Last fast abgewürgt. Ausserdem lief er in einer solchen reso-nahen Drehzahl ziemlich heiss (blauer Qualm).

Aber wie gesagt, die Lösung ist einfach: genügend Abstand zwischer der Drehzahl in Resonanz und der Schwebedrehzahl.


Die Frage, ob das jetzt schlecht für den Motor ist . . . . keine Ahnung, hält aber schon fast ein Jahr, ich hoffe auch noch länger.

Ich habe es ca. 100 Liter lang genau so gemacht und konnte nichts negatives feststellen. Der Motor war innen absolut sauber (zumindest bei zu kurzem Reso im Flieger wird gerne mal der Kolben schwarz), hatte nach wie vor eine top Kompression und kein Spiel im Pleuel.

@rosenkönig
Das ist irgendwie falsch rübergekommen. Mein Problem war, dass der Heli bei 1300 rpm nicht fliegbar war, weniger als 400 rpm Abstand zwischen den beiden Drehzahlen dem Motor nicht schmeckten...

@leolo
Um nochmal auf die Frage zurückzukommen: Ich würde sagen, bei der niedrigen Drehzahl ist das Reso so derart kurz, dass es nicht mehr als Reso wirken kann und daher auch keinen Schaden anrichtet.

Viele Grüße,
Holger