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Vollständige Version anzeigen : Uni-Mechanik 2000: Lagerplatte/ZF-Spiel


hakimo
12.08.2002, 01:44
Hallo.
Bin gerade dabei meine neue Uni2000 Mechanik zusammenzubauen. Hierbei habe ich mir gleich die als Tuning-Teil erhältliche, einteilige Metalllagerplatte dazugekauft. Diese ersetzt die beiden unteren Einzellager für Vorlegewelle und Hauptrotorwelle. So weit, so gut.
Allerdings habe ich nun nach Aufschieben des Freilaufhauptzahnrads auf die Rotorwelle ein viel zu strenges ineinandergreifen der Zähne mit dem Ritzel der Vorlegewelle (von Zahnflankenspiel kann keine Rede sein, man kann es gerade so durchdrehen), und keinerlei für mich ersichtliche Möglichkeit dies zu beheben, da ja entgegen der sonst getrennten Lager (welche man ja leicht repositionieren kann oder eben bei bedarf drehen) hier nur eine Platte mit definiertem Achsabstand vorgegeben ist.
Was nun? Irgendwelche Tipps? Alle Teile sind neu, auch die Zahnräder. Einfach so lassen und auf entsprechendes Einschleifen hoffen? Dabei habe ich irgendwie ein ungutes Gefühl. Vielen Dank für Eure Hilfe,

Harry

awhelisi
14.08.2002, 23:16
Dann ist die Lagerplatte außerhalb der Fertigungstoleranzen und Du solltest es umtauschen.

Dieter F. Heinlin
14.08.2002, 23:36
Hallo Harry,
hast Du schon mal die "oberen" 2 Lagerböcke gelockert, eventuell bringt ein "umdrehen" um 180° etwas, falls die 2 Wellen nicht parallel sind, könnte das hiermit eventuell beseitigt sein, dein Problem.

hakimo
17.08.2002, 23:31
Danke für Eure Antworten. Ja, die obere Lagerplatte der Vorlegewelle habe ich testweise bereits gedreht, hat nichts verändert. Die obere Lagerplatte der Hauptrotorwelle kann man ja nicht drehen wg. der Taumelscheibenführung. Ich denke auch es ist ein Toleranzproblem. Habe das Teil jetzt nochmal bestellt, gebe dann je nach Resultat eine (oder beide ;-) zurück und werde meine Erfahrung dann in diesem Thread posten.

Harry

hakimo
29.08.2002, 12:12
Hallo.

Habe nun endlich die Zeit gefunden das neue Teil zu probieren. Fazit: Eine Verkettung unglücklicher Umstände!

Wie bereits bei der ersten Lagerplatte hatte ich das Problem, die Kugellager überhaupt in die gefrästen Öffnungen zu bekommen. Die Passung ist derart knapp, daß es wohl nur mit einem Vorschlaghammer gegangen wäre. Also habe ich mit einer kleinen rotierenden Fräse die Öffnungen (bei der ersten Platter gleichmäßig, sprich nach allen Seiten) minimal erweitert (ca. 1/10tel mm ringsum), sodaß ich die Lager überhaupt eindrücken konnte. Dann hatte ich das genannte Problem mit dem Klemmen der Zahnräder.

Bei der zweiten Platte habe ich nun ebenfalls die Öffnungen erweitert, allerdings immer nur in der jeweils äußeren Hälfte der gefrästen Öffnung, dafür aber halt doppelt so viel. Somit gehen die Kugellager jetzt rein, und ich gewinne ca. 2 mal 1/10 mm Wellenabstand. Jetzt läuft die zweite Getriebestufe ordentlich durch, ein weiters 1/10tel könnte allerdings auch nix schaden, aber ich will die Öffnungen nicht zusätzlich erweitern, da dann die Lager in der Lagerplatte wohl nicht mehr ausreichend fest sitzen würden.

Insgesamt bleibt zu sagen: Das justieren des Zahnflankenspiels durch erweitern von gefrästen Öffnungen in einem 20€ Teil kann wohl nicht der Weisheit letzter Schluß sein. Allerdings: Das Einstellen der ersten Getriebestufe (Kupplungsritzel auch Vorlegewelle) ist auch nicht wirklich viel besser gelöst (ich mußte z.B. die Motorträger um ca. 2/10tel abschleifen um mit dem Ritzel überhaupt nahe genug an die Vorlegewelle zu kommen :-(

Leider habe ich nun die erste Platte in unbrauchbarem Zustand: Sowas nennt man wohl Lehrgeld... ;-)

Harry

Steff
23.01.2003, 20:37
Original von awhelisi
Dann ist die Lagerplatte außerhalb der Fertigungstoleranzen und Du solltest es umtauschen.


Hi Arne!
Bei einer CNC-Maschine auf der die Lagerplatte gefräst wird sollte es keine Toleranzen geben! :]

Steff
23.01.2003, 20:44
Original von hakimo
Hallo.

Habe nun endlich die Zeit gefunden das neue Teil zu probieren. Fazit: Eine Verkettung unglücklicher Umstände!

Wie bereits bei der ersten Lagerplatte hatte ich das Problem, die Kugellager überhaupt in die gefrästen Öffnungen zu bekommen. Die Passung ist derart knapp, daß es wohl nur mit einem Vorschlaghammer gegangen wäre. Also habe ich mit einer kleinen rotierenden Fräse die Öffnungen (bei der ersten Platter gleichmäßig, sprich nach allen Seiten) minimal erweitert (ca. 1/10tel mm ringsum), sodaß ich die Lager überhaupt eindrücken konnte. Dann hatte ich das genannte Problem mit dem Klemmen der Zahnräder.

Bei der zweiten Platte habe ich nun ebenfalls die Öffnungen erweitert, allerdings immer nur in der jeweils äußeren Hälfte der gefrästen Öffnung, dafür aber halt doppelt so viel. Somit gehen die Kugellager jetzt rein, und ich gewinne ca. 2 mal 1/10 mm Wellenabstand. Jetzt läuft die zweite Getriebestufe ordentlich durch, ein weiters 1/10tel könnte allerdings auch nix schaden, aber ich will die Öffnungen nicht zusätzlich erweitern, da dann die Lager in der Lagerplatte wohl nicht mehr ausreichend fest sitzen würden.

Insgesamt bleibt zu sagen: Das justieren des Zahnflankenspiels durch erweitern von gefrästen Öffnungen in einem 20€ Teil kann wohl nicht der Weisheit letzter Schluß sein. Allerdings: Das Einstellen der ersten Getriebestufe (Kupplungsritzel auch Vorlegewelle) ist auch nicht wirklich viel besser gelöst (ich mußte z.B. die Motorträger um ca. 2/10tel abschleifen um mit dem Ritzel überhaupt nahe genug an die Vorlegewelle zu kommen :-(

Leider habe ich nun die erste Platte in unbrauchbarem Zustand: Sowas nennt man wohl Lehrgeld... ;-)

Harry


Hi Harry!
Möchte dir mal ein paar Tipps geben aus dem Bereich Maschinenbau. Lagerplatte auf den Herd legen, Kugellager ins Gefrierfach. 1-2 Minunten warten. UND! Plopp. Lager sitzt sauber in der Lagerplatte. Da es sich bei der Platte um ein CNC Präzisionsteil handelt ist Ausschleifen nicht gerade sehr professionell. P.S. Metall erweitert sich unter Hitzeeinfluß, zieht sich zusammen unter Kälteeinwirkung. Noch Fragen? :P
Immer Luft ablassen
Steff

Blackhawk
23.01.2003, 20:55
Original von Steff
Lagerplatte auf den Herd legen, Kugellager ins Gefrierfach. 1-2 Minunten warten. UND! Plopp. Lager sitzt sauber in der Lagerplatte. Da es sich bei der Platte um ein CNC Präzisionsteil handelt ist Ausschleifen nicht gerade sehr professionell. P.S. Metall erweitert sich unter Hitzeeinfluß, zieht sich zusammen unter Kälteeinwirkung.

Hallo Steff!

Das gleiche Problem hatte ich auch bei der einteiligen Lagerplatte.

Lager ging aber trotz der bekannten und angewandten Methode kalt/warm nicht rein. Mußte das Lager einpressen (ca.1,0 to) So was hat man halt in der Firma :D

Die Fertigungstolleranz bei Graupner dürfte halt nicht die allerbeste sein. Ich werden aber das Delrinrad einlaufen lassen.

@ Hakimo Die 0,8mm Beilagscheiben für den Motorabstand sind zu dick. Hab die 0,5mm Abstandplätchen von Robbe genommen. Da passt dann alles. ;)

LG
Günter

Rene D.
23.01.2003, 22:02
Hi!
@Steff:

*
Möchte dir mal ein paar Tipps geben aus dem Bereich Maschinenbau.
*

Fakt ist: Ein Lager in der Baugröße von 16mm wird mit maximal 1.5/100 bis 2/100 in einen Lagersitz eingepresst.
Dann ist eine einwandfreie Funktion gewährleistet und eine Verspannung ausgeschlossen.

Die Zahnräder der Uni-Mechanik sind ausnahmsos zu groß gefertigt. Wenn du eine Uni-Mechanik besitzt dann nimm Dir mal ein Zahnrad, ein Meßschieber und eine Formelsammlung in die Hand. Rechne mal nach und dann messe das Original "Tuning-Teil".............und dann rechne mal den Achsabstand der Hauptrotorwelle und der Zwischenwelle nach...
Noch Fragen?!?!?!?!