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Vollständige Version anzeigen : Getriebeübersetzung bei E-Helis


turnblue
23.11.2007, 10:44
Hallo,

weiß evtl. jemand, warum sich fast alle gängigen Getriebeübersetzungen in E-Helis um das Verhältnis 1:10 bewegen?
Ist das ein Relikt aus der Zeit vor den niedrigdrehenden Außenläufern oder worin besteht der Sinn?
Konkret gefragt; wäre ein LRK mit etwa 500 U/Min/V an einer 1:4 Übersetzung nicht instande das gleiche zu leisten wie eine speziell hochdrehende Heliversion mit etwa 1000 U/Min/V an einer üblichen 1:8er Übersetzung ?

Gruß Jörg

JMalberg
23.11.2007, 11:06
Ich denke es liegt eher an den konstruktiven Gegebenheiten:
- viele frühere E-Mechaniken sind Adaptionen aus der V-Mechaniken
- das Verhältnis Hauptrotor/Heck ist gegeben und dadurch einfach die Größe des Heckantriebrades
- ???

Wilfried
24.11.2007, 14:49
Hallo Jörg

Die gängigen Übersetzungen liegen erstens an den seinerzeitigen 10 ccm Methanolern die ihre
maximale Leistung bei ca. 16000 1/min hatten und somit eine i von ca. 10 benötigtne um die angestrebten Rotordrehzahlen zu bekommen und an dem Aufbau der gängigen Elektromotore.
Leistung = Drehmoment * Winkelgeschwindigkeit ( Drehzahl )
Um große Leistung bei kleinen Drehzahlen zu bekommen, sind somit große Drehmomente erforderlich. Große Drehmomente benötigen aber große Motordurchmesser ( ggf. viele Pole ) und bauen damit groß und sehr schwer .
Theoretische ( wurde sogar schon praktiziert ) wäre auch ein Scheibenmotor direkt auf die Motorwelle montiert, mit einer Max- Drehzahl von z.B. 2000 1/min möglich
Hier wird aber das kleinste Übel gewählt und ein entsprechendes Getriebe eingesetzt.
Weiterhin muß der Heckrotor mit einem Drehzahlverhältnis zum Hauptrotor von ca. 4 bis 5 angetrieben werden.