PDA

Vollständige Version anzeigen : Getrennte Stromversorgung, Servos und der Rest...


Peter Grod
27.11.2007, 22:39
Hallo zusammen, habe mir letzhin ein Paar gedanken zur stromversorgung der Elektronik unserer Helis gemacht.

Nun ist es Ja so, dass vermehrt Digital-Servos mit hoher leistung verwendet werden, was allerdings auch in einem höheren Stromverbrauch resultiert. Ausserdem haben diese Servos ihre höchste Leistungen bei relativ hohen Spannungen, welche den Heckrotorservos zu schaffen machen. Darüber hinaus wird es auch mit den Kabelquerschnitten knapp, vor allem von der Empfängerbatterie zum Empfänger, und wenn man sich mal die dünnen JR-UNI-Servosteckerchen anschaut...

Nun ja, die Idee (und gleichzeitig auch die Frage) ist Folgende:

-Man benutzt zur Stromversorgung des Empfängers sowie des Gyros einen 4-Zellen-Akku oder einen Kleinen LiPo- Akku mit Regulator auf 4,8V

-Die + und - kabel der Taumelscheibenservos werden vom Empfängerstecker getrennt und evtl durch kabel mit höherem querschnitt ersetzt, die + und - Pole werden jeweils zusammen z.B. an einen Grünen MPX-Stecker gelötet und dieser an einem 5-Zellen-Akku angeschlossen.

-Nun werden noch die verbleibenden Impuls-kabelchen der Taumelscheibenservos ganz normal in den Empfänger eingesteckt.


Und nun die Frage(n): Ist das Technisch möglich oder braucht das Impulskabel dieselbe Spannung wie die Taumelscheibenservos?

Oder hat das sogar schon einmal jemand hier gemacht?


Ach ja, warum sind die Heckrotorservos eigentlich so empfindlich bei höheren Spannungen?


Gruß Peter

heckrotor.de
27.11.2007, 23:00
ja, oder www.rc-elektronik.com

Grüssle
Michael

Peter Grod
27.11.2007, 23:46
also wäre mein vorschlag durchfürbar?


Kaufen kann ja jeder... ;D


trotzdem danke!

flyingchris1987
28.11.2007, 15:24
Hey,

ja ich habs gemacht im Vibe 90, genauso wie du sagst.

Also die Plus und Minuskabel der TS Servos wurden verlötet und per MPX Stecker direkt an den Liposaft angeschlossen (natürlich Regler dazwischen). Die Spannung der Impulskabel kan unterschiedlich sein, mein Heckservo wird mit 5V gespeist, der Impuls mit 5,5V. Funzt also gut ;).

So wie du dir es vorstellst ist es sehr gut, zumal die kleine Empfängerplatine geschont wird. Dort wo die Impulsstecker der TS Servos in den Empfänger gehen, hat man ja nun 3x +- frei. Dort wird der Empfänger bei mir gespeist, also 3fache Stromversorgung im Empfänger.

Peter Grod
28.11.2007, 16:03
Alles klar! Danke!

Werde das dann nächstes Jahr bei meinem Airskipper E 12 :lol: genauso durchführen...

flyingchris1987
28.11.2007, 16:16
JR rockt ;). Aber nur die Helis ;D.

Peter Grod
28.11.2007, 16:28
Aja, ist in meinen Augen eine Solide Mechanik mit gutem Preis.

Anbei, welche Servos kannst du mir empfehlen? hatte über das DS 8822 für die Taumelscheibe nachgedacht, will auf jeden Fall was schnelles+starkes+exaktes.

Acer99
28.11.2007, 16:33
Hallo.

Machbar ist Vieles, ob es immer sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt.

Sicher funktioniert die Methode. Die Frage, die sich für mich stellt, wiegt der Vorteil den Nachteil aus.

Empfänger moderner Bauart berücksichtigen den hohen Strombedarf der dig. Servos.

Je mehr Verbindungen, desto mehr Fehlerquellen. Je mehr Kabel, desto mehr kann man Störimpulse einfangen

Die Versorgung Empfänger - Servo ist eigentlich problemlos, zumindest im Heli, wenn ein Servo an einem Ausgang hängt.

Das Nadelöhr ist allensfalls im Bereich Akku/Schalter Empfänger. Imho ist es ausreichend und wird ja auch so gemacht, wenn man mit vernünftigen Kabelquerschnitten und min. zwei Leitungen zum Empfänger geht. Mission accomplished.

Imho bringt daher die Einzelverdrahtung der TS Servos keinen Vorteil, kann aber nachteilig sein.

Es gibt zudem Schalter, die für TS und Heck sep. Spannungen zur Verfügung stellen, zB der VS Duo 1 von Kurt Moraw.

Gerade bei schweren Helis macht es keinen wirklichen Unterschied, ob bei den Servos jetzt 5,5 oder 5,2 ankommt, limitierender Faktor ist eher die Masseträgheit.

Für mich ganz persönlich ist es wichtiger, eine redundante Stromversorgung zu haben, also zwei wirkich unabhängige Akkus, zwei unabhängig voneinander arbeitende "Schalter" und zwei Zuführungen zum Empfänger.

Positiv auswirken wird sich auch ein gutes Regelverhalten des "Schalters". Schafft der es, Spannungsschwankungen im System gering zu halten, dann hat die int. Spannungsregelung des Empfängers weniger zu tun, was die Performace dieses nicht ganz unwichtigen Teilchens erhöht.

OL

Pitchkompensator
28.11.2007, 16:55
Hi,

also ich hab das in meinem ehemaligen Raptor 50 auch schon gemacht. Die Versorgungsleitungen Plus / Minus waren seperat an eine Powerbank (eigener Name) angeschlossen und die Impulsleitungen ganz normal an den Empfänger angeschlossen.
Ich bin inzwischen aber wieder davon abgekommen, den erstens war das ein Kabelsalat und zweitens hab ich noch nie einen Empfänger gesehn der abgeraucht ist, weil die Servos zu hohe Ströme ziehen.

Also was solls...

Jetzt sind bei mir wieder alle Servos wie eh und jeh am Empfänger angeschlossen und es funktioniert tadelos, wie bei 1000 anderen Helipiloten auch.




Je mehr Verbindungen, desto mehr Fehlerquellen. Je mehr Kabel, desto mehr kann man Störimpulse einfangen.

So sehe ich das auch. Deshalb wieder das alt bewährte System, Stecker in Empfänger und gut.


Die Versorgung Empfänger - Servo ist eigentlich problemlos, zumindest im Heli, wenn ein Servo an einem Ausgang hängt.

Empfänger moderner Bauart berücksichtigen den hohen Strombedarf der dig. Servos.

Das Nadelöhr ist allensfalls im Bereich Akku/Schalter Empfänger.

Für mich ganz persönlich ist es wichtiger, eine redundante Stromversorgung zu haben, also zwei wirkich unabhängige Akkus, zwei unabhängig voneinander arbeitende "Schalter" und zwei Zuführungen zum Empfänger.

OL

Ganz nach dem Motto Doppelt gemoppelt hält besser :D


-Markus-

Peter Grod
28.11.2007, 16:55
Nun ja, gut, aber diese ganzen tollen Doppelstromversorgungsteile sind mir sehr suspekt, ich kenne einige Segler-und Schlepp-piloten, welche damit probleme hatten. Alexander Frisch zum beispiel hat soweit ich weiss dieses ganze zeug aus seiner Wilga wieder ausgebaut. Konnte auch mal schön mit ansehen wie ein 20-kg-Segler abgerauscht ist weil die Akkuweiche ausgefallen ist.

[wenn du das damit meinst, oder meinst du wirklich zwei getrennte batterien, zwei getrennte schalter, zwei getrennte anschlüsse? Hab mal gehört das würde aus irgendwelchen gründen (masseeinschleifung oder sowas???) nicht funktionieren]

Und wenn ich mir die Lastströme mit drei Digitalservos anschaue (9A+), dann ist es für mich fraglich ob das für den Empfänger so gut ist. Klaus Westerteicher von ACT hat darüber auch mal etwas schönes geschrieben.

Und zum Thema gewicht: Damit muss ich eh geizen, und da ist ein 5-zellen-Akku + Kleinem LiPo-akku wesentlich leichter als zwei 4-zeller mit akkuweiche.


Und wo habe ich dann mehr Kabel ausser das eine kabel des zweiten akkus?

Und wie soll ein schalter die spannung regeln? Die schalten doch nur direkt zum Akku durch, oder?

Gruß Peter

Pitchkompensator
28.11.2007, 16:59
Und wie soll ein schalter die spannung regeln? Die schalten doch nur direkt zum Akku durch, oder?

Gruß Peter



Dann schau doch das hier (http://www.moraw-electronic.de/helitronx/index.htm) mal an, dann verstehst Du auch was für ein Schalter gemeint ist.

-Markus-

Peter Grod
28.11.2007, 17:10
Aha, schönes Teil. :o Kann der LiPoly-Schalter dann logischerweise auch 10 A ab?

Hat halt immer noch den Nachteil, dass der Gesamte Strom über den Empfänger läuft. (und ja, ich weiss, geschmolzen ist noch keiner, ist mir aber nach wie vor unsympathisch...)


Dann könnte ich ja so einen Schalter NUR für die Servos nehmen, und diese dann auch mit nem LiPo betreiben...

Danke für den Tip!

Acer99
28.11.2007, 17:16
....deswegen hatte ich ja auch Schalter in An- und Abführungszeichen gesetzt *;D


Klar, bei irgendwem geht immer irgendwas kaputt. Wenn die Personen dann noch Prominent sind, erzeugt das ein entsprechendes Echo.

Aber wieviele sind schon runtergefallen, weil der Akku abgenippelt ist? Eben. Man hört zwar gelegentlich, Akkuweichen seien moderenes Teufelszeug und Akkus gehen nicht kaputt, um zwei Threads weiter zu lesen, Einschlag weil Akku war hin... :unsure:

Mit getrennte Schalter meine ich, dass zB bei den ES-4 vom Kurt ein mech. und gleichzeitig ein elektr. Schalter drin ist oder imho im VS Duo zwei elektr. Schalter.

Zu dem, was Act schreibt, kann man kontrovers diskutieren. Wie ich bereits schrieb, stellt sich insbesondere die Frage, wann die Empfänger entwickelt wurden. An einen FM Empfänger der ersten Generation sechs Digitale anzuschliessen, wird wohl Probleme geben, aber die setzt hier wohl keiner ein.

Wenn Du mit Gewicht geizen musst, schau doch mal, ob die Micro"schalter" von Emcotec mit Lipolice oder so etwas für Dich sind.


Mehr Kabel: Du musst doch - so das Ausgangsthema - für jeden TS Servo ein Strang ziehen vom Akku zu dem jeweiligen Servo + jeweils die Impulskabel. Macht 2x3 bzw. 2x4 Kabel mehr, wenn ich mich nicht verrechnet habe.
Gruss

Olli

Peter Grod
28.11.2007, 17:28
Der von mir eingesetzte Empfänger ist einer der ersten IPD-Empfänger von Multiplex, habe mit diesem in meinem Rex noch nie eine einzige störung gehabt.


Und nochmal wegen dem Kabelsalat: Ich "zwicke" ja quasi das +- kabel von dem Servostecker und von dem Servo ab und ERSETZE dieses durch eines mit leicht erhöhtem querschnitt. das mal drei, und + und - werden an eine MPX-buchse zusammengelegt. Also habe ich ja insgesamt nicht weniger Kabel, allerdings einen gemeinsamen Kabelstrang mehr. Aber dafür gibt es ja diese schicken gewebeschläuche von exron oder wie die heissen...

Danke für den Tipp mit Emcotec! Wobei der Helitron-schalter ja wirklich supi ausschaut...

Meinrad
28.11.2007, 17:47
Und wenn ich mir die Lastströme mit drei Digitalservos anschaue (9A+)

gemessen oder nur die theoretischen Blockierströme der Servos addiert?

Gruß Meinrad

Acer99
28.11.2007, 17:54
Ich traue halte meinen Lötkünscten nicht so sehr, vielleicht nehme ich deswegen gerne schön knfektionierte Kabel ungern auseinander.

Zu den neuen Micros von Emcotec kann ich aus eigener Erfahrung nicht berichten.

Die ES-4, die für dich aber wohl nicht in Frage kommen, haben schon einiges hinter sich in rumpelnden Benzinhelis, so far so good.

Den VS Duo hatte *ich in der Zyclone, kommt jetzt wohl in die Pitt2.

Vorher hatte ich einen DPSI Mini 5/6 in der Powercat, imho fast die sauberste Lösung, aber auch recht voluminös.

Viele Wege führen nach Rom, das ist das schöne an unserem Hobby.

Gruss

Olli

Acer99
28.11.2007, 18:10
@Meinrad

Hatte mal vor einiger Zeit ein WattsUp dazwischengehängt und ein wenig Last simuliert.

Bei 4x DigiTS 9351 kam ich so auf 6,5 A, aus der Erinnerung. Sind aber auch schon ganz schöne Brummer.

Olli

Pitchkompensator
28.11.2007, 18:35
Aha, schönes Teil. :o Kann der LiPoly-Schalter dann logischerweise auch 10 A ab?


Hi nochmal,

ich benutze den VS5P ist zwar keine Weiche aber dafür macht er 15A dauer und peaks bis 50A mit, das reicht mehr als dicke! ;) Absolutes Topteil das einem ein gutes Sicherheitsgefühl gibt finde ich...

-Markus-

Peter Grod
28.11.2007, 18:39
@Meinrad:

Ich bin hierbei von der angabe im Graupner-Shop ausgegangen, bei einem DS 8822 hat maximale stromaufnahme=3.5 A gestanden. Ob ich das im Flug jemals erreichen werde ist freilich fraglich, aber wer weiss...

SledgeHammer
28.11.2007, 18:59
Wenn du 2 unterschiedliche Akkus verwenden solltest, musst du die Massen der beiden Akkus miteinander verbinden, sonst wird das mit dem Impulseingang am Empfänger, welcher mit einem separatem Akku versorgt wird nicht funktionieren!
Die Impulse sind auf die Masse des Empfängerakkus bezogen. Wenn dieser nicht mit der Masse des Servos verbunden ist funktioniert das nicht.


Gruß Markus

Meinrad
29.11.2007, 09:11
@Grinder

Wenn alle drei Servos blockieren, hast Du ganz andere Probleme als einen zu hohen Stromverbrauch. Man sollte sich ruhig mal vorstellen, was eine gemeinsame Stellkraft von vielleicht 24 kg eigentlich bedeutet.

Aber letztendlich bleibt es jedem überlassen, wo er seinen persönlichen technischen Overkill ansetzt.

Zumal die meisten Absturzursachen eher außerhalb des Helis zu finden sind. ;)

Gruß Meinrad