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Vollständige Version anzeigen : Wie lädt man NC-Akkus richtig?


26.08.2002, 21:05
Hallo HeliFans,
ich weiß wohl dass diese Frage schon in 100 Abarten ähnlich gestellt worden ist.Trotzdem ist mir folgendes immer noch unklar und viel. ein paar anderen anfängern auch:
Angenommen man besitzt ein 1400mah oder 2000mah empfängerakku und fliegt so 6 tankfüllungen damit.(genauer: die zellen von sanyo, sind auch schnellladefähig, kr1400 oder kr2000 C oder AE)
Was mach ich nun am Ende eines solchen Tages wenn ich am nächsten Tag wieder fiegen will OHNE AKKUWÄCHTER??
1.ich entlade die Akkus --mit dem Schnelllader oder im Modell einfach anlassen?
2. ich geh einfach hin und lade sie ohne vorherihges Entladen mitm Schnelllader(mc ultra duo race mit max. 3.25 lade und 250/500 entladestrom) auf.
3. ich häng ihn an mein Standardlader robbe 5r --aber wie lange und vorher entladen oder nich?

gibt es da nicht ein standardrezept, wobei die akkus lang leben und ich nich son trara mim ständigen entladen hab??gibt es da überhaupt den vielzitierten memory effekt bei NC Akkus?
für antworten wäre ich sehr dankbar,
mfg Patrick

26.08.2002, 21:43
Im Heli hat man einen Akkuwächter drin und zwar am besten einen mit Leuchtband-Anzeige, damit man genau über den Akku-Zustand bescheid weiß, kostet so um die 15 Euro.
Man läßt keinesfalls das Modell an um den Akku zu entladen, weil das bekommt dann irgendwelche Störungen und die Servos fahren in irgendwelche Stellungen und verbiegen die Gestänge, nutzen sich sinnlos ab (Gyro-Servo im Dauerzittern...) wenn man nicht mehr fliegt schaltet man den Heli ab und dann den Sender, den man natürlich auch erst einschaltet und dann den Heli.
Wenn man ein Automatikladegerät hat dann nimmt man das zum Laden mit höheren Strömen geladen gibt die Zelle angeblich auch besser höhere Ströme ab, die billigen Lader für 15 Stunden über Nacht sind aber auch OK, gelegentlich eine solche Ladung wenn sonst immer nur Schnellladung soll auch gut sein, wegen Ausgleich unterschiedlicher Zellen.
NC-Akkus haben einen Memory-Effekt, die neuen nicht mehr so sehr, gelegentliches Entladen bekämpft dieses, muß man aber nicht jedesmal, das geht unter Umständen auch auf die Lebensdauer, alle 2-3 mal entladen ist sicher auch OK, selbstversändlich lädt man den Akku immer voll bevor man zum Fluggebiet fährt, gestern war noch genug drin oder vor einer Woche habe ich den voll geladen ist gefährlich.
Wenn man beispielsweise Sa/So fliegt, dann kann man Freitag nacht/Sa früh den Akku entladen/laden und dann vor Sonntag nochmal nachladen oder eben auch auf dem Flugfeld wenn man mit einem so tollen Kreisel ja eh alle 2 Stunden nachladen muß weil man ja alles immer genau verkehrtherum machen muß.
Lade-/Entladeströme von 1-2 A (evtl auch mal mehr) mit einem Automatiklader sind bei den modernen Zellen meist OK, das steht ja auch auf den Zellen, bzw. die Automatiklader messen den Akku selbst aus und bekommen das raus.
Ich habe mal gehört NC-Akkus lagert man am besten entladen, aber im Akkupak ist das nicht so günstig wegen ungleichmäßiger Entladung das geht dann alles in Richtung spitzfindig.
Wenn der Akku nach einer Saison schlapp sein sollte - mein Gott.
Um diese Entwicklung zu erkennen ist die Leuchtbandanzeige und ein BlicK was der Automatiklader so gemacht hat hilfreich.

JD
26.08.2002, 22:18
hi Moskirookie,

die leuchtbandanzeige läßt eine optische erkennung des ladezustandes vom akku zu.
in meinem fall eher sekundär, da standart kreisel.
wenn bei mir der akku fast leer ist habe ich keine kreiselfunktion mehr, also wird gegengesteuert und gelandet.
der akku hat dann noch genug leistung um alle servos zugleich noch ca. 5 min. zu bewegen und den moski sicher zu landen (schweben und rundflug) und vor flugantritt der akku geladen ist.
am anfang hatte ich auch den lader 5, aber seine ladeleistung hat mich nicht überzeugen können.
egal ob ich 10 std. 140 ma oder 180 ma geladen habe, laut ladekontrolle fehlten immer noch die letzten drei dioden. selbiges auch mit 500 ma ladung nach 5 std. man sollte meinen der akku ist bei erwärmung voll, ist er aber nicht.
nachdem ich mir nun einen "bastel-spectra" zugelegt habe sehe ich genau was in welcher zeitspanne dem akku eingedrückt wurde 1400 mah geladen wurden 2045 mah und siehe da, die diodenanzeige knallt bis ans ende der dioden.
die einsatzzeit wurde wesentlich erhöht.
es grüßt
o_nee

Swiss eRaptor
27.08.2002, 09:23
Hallo zusammen

kann mich den beiden Vorredner nur anschliessen. Sinnvoll ist auf jedenfall, den Akku (anfänglich vollgeladen) nach einer bestimmten Anzahl flügen mit einem vernünftigen Lader zu entladen und dabei die noch entnommenen Lademenge zu bestimmen (in mAh). Daraus kann nun die Lademenge pro Flug bestimmt werden.

Zudem ist es meiner Meinung nach ein MUSS, eine Spannungsüberwachung mit einem Leuchtdiodenband einzubauen.

Wichtig ist dabei, dass die Spannung unter LAST kontrolliert wird. Dies kann man sehr einfach machen, indem man im Stillstand die Taumelscheibe an zwei Stellen mit dem Daumen nach untern zu drücken versucht. Dann werden die Servos dagegenhalten und Strom verbrauchen. Bei diesem Test darf die Spannung unter keinen Umständen aus dem grünen Bereich abfallen.

Bee
27.08.2002, 11:12
Hi zusammen,

anders als bei Bleiakkus sagt die Akkuspannung bei NiCd- und NiMH-Zellen NICHTS über den Ladezustand aus! Da die käuflichen Akkuwächter allesamt aus einem Array von OPs bestehen, die nur die Akkuspannung mit einer internen Referenzspannung vergleichen, sind diese nicht dazu geeignet, den Ladezustand zu beurteilen!
Mit etwas Erfahrung kann man bei guter Kenntnis des jeweiligen Akkupacks aus dem Spannungsunterschied zwischen Leerlaufspannung und Akkuspannung unter Belastung abschätzen, ob der Akku noch eine Tankfüllung lang hält, oder nicht.

Grundsätzlich liegt mein Vorredner richtig, wenn er von Freitag auf Samstag in der Nacht seinen Akku lädt und ihn dann am Samstag nach dem Fliegen nachlädt. Allerdings sollte beim Nachladen folgendes beachtet werden: Nachladen am besten mit einem Automatiklader mit mindestens 1/2*C (bei einem 1600mAh-Akku also mit mindestens 800mA), da nur so die grad U Abschaltunf zuverlässig funktioniert, und der Akku nicht überladen wird. Wer keinen Automatiklader hat, muss eben schätzen und sollte mit 1/10*C laden (bei einem 1600mAh Akku also mit 160mAh). Wird der Akku zu lange geladen, so wird dieser überladen, was sich bei geringen Ladestömen nicht so deutlich auf die Lebensdauer niederschlägt, wie bei hohen. Trotzdem: Überladen möglichst vermeiden.
Wenn der Akku jedes dritte Mal vor dem Laden entladen wird, sollte es bei neueren Akkus reichen.

@Swiss eRaptor: Die "Lademenge pro Flug zu bestimmen" ist eine interessante Idee. Allerdings beim Nachladen beachten: Bei 1/10*C -Ladestrom müssen ca. 160% nachgeladen werden, um 100% zu erreichen. Bei 1*C müssen 100% nachgeladen werden um 95% zu erreichen. 100% sind mit 1*C nicht erreichbar.
Beim Entladen mit einem entsprechenden Gerät wird der Akku auf 0,9V pro Zelle runtergezogen. Er ist also nicht weit vor dem steilen Abfall in der Spannungskurve entfernt. Beim Fliegen kann dem Akku aber nicht die volle Kapazität, die beim Entladen gemessen wird, entnommen werden, da bei 0,9V pro Zelle die Servos schon wirkliche Schildkröten sind. Man muss also wissen, dass man mit der "Lademenge pro Flug" einen groben Schätzwert hat. Wenn einem also beim Fliegen etwas komisch vorkommt, landen. Man könnte sich verschätzt haben.

@Moskirookie: Sag mir, welche Ladegeräte Du hast, welche Akkus Du in welcher Zeit laden willst, und ich kann Dir einen Vorschlag machen, wie ich die Akkus laden/pflegen würde.

Gruss
Micha

27.08.2002, 11:55
Ich hab folgende Lader: ROBBE 5R mit max. 500mah Ausgang ohne Computer oder Automatik absolut low-Standard
und dann noch son MC-ULTRA DUO RACE, Automatik-Schnelladegerät mit 250/500mah ENtladestrom und max. 3.25 (oder 6,5?)Ladestrom

Akkus sind SAnyos, einmal kr1400-ae und kr2000-c

Wenn ich euch jezt richtig verstanden habe, dann siehts doch so aus oder: also es ist okay wenn ich den Akku vorm Fliegen natürlich ganz voll mach, sagen wir mal mit dem Standardlader mit so 15,16h Ladezeit.Dann flieg ich ein Tag, am nächsten häng ich den halb oder 1/4 vollen Akku dann schnell mal ans Automatik--Schnellladegerät, mach ihn voll und flieg wieder damit. Nach 2, 3 mal schnellladen geh ich dann her und entlade ihn damit völlig bevor ich den akku wieder mal 15,16h ans Standardlaegerät häng und alles beginnt von vorn.

Richtig oder Falsch? ach ja, wo gibts solche günstigen, und hoffentlich stabilen Akkuwächter? Der von Robbe ist mir (zum glück im Stand bei laufendem Heli) eingegangen-wackelkontakt, gelöstes kabel)


danke für eure hilfe-ichhoffe die angaben reichen@micha

Bee
27.08.2002, 13:01
Hi Moskirookie,

ja, das ist ganz o.k., was Du vorschlägst. Optimal wäre allerdings, wenn Du nach 2 bis 3 mal Nachladen die Akkus auch am Automatiklader mit 140mA bzw. 200mA lädst. Bei Deinem ROBBE 5R hängt der tatsächlich fliessende Ladestrom vom Innenwiderstand Deines Akkupacks ab. Es kann also sein, dass Du mit der 500mA-Ladebuchse mal mit 400mA lädst, mal mit 540mA.
Aber wie schon gesagt: Das wäre dann das Optimum. Moderne Akkus halten einiges aus, solange sie nicht tiefentladen werden. Und solange Du ab und zu ein computerüberwachtes "Entladen-Laden" machst, bist Du auf der sicheren Seite.

Viel Spass beim Fliegen
Micha

Swiss eRaptor
27.08.2002, 17:04
Hallo zusammen

Wenn die Akkuspannung tatsächlich nichts über den Zustand aussagen würde, wäre ein Akkuwächter ja sinnlos.

Dem ist aber nicht so. Aus meiner Erfahrung kann ich berichten, dass die Leerlaufspannung nach ca. 12 Flügen um zwei von zehn Segmenten abnimmt, unter Belastung sogar um drei.
Nach 12 Flügen habe ich ca. 12* 80 mAh= 960 mAh von 1400mAh verbraucht, dies entspricht einem theoretischen Restwert von ca. 32 %. In diesem Zustand kann man noch einen sicheren Flug machen, dann ist aber Nachladen angesagt.

Kurt
27.08.2002, 23:43
Hallo,

Die Akkuspannung sagt über den Ladezustand eines Akkupacks nur unter ganz bestimmten Bedingungen etwas aus, und auch das nur sehr ungenau.

Aber, es ist besser als nichts und nach einiger Zeit entwickelt man schon ein Gefühl dafür wieviel noch drin ist wenn eine bestimmte Led leuchtet. Ich habe auch in allen Modellen einen Akkuwächter dein.

Manche Akkuwächter haben ein Poti zum Abgleich. Damit kann man es schon recht gut hinbekommen, muss es aber wegen der Alterung des Akkus immer wieder mal nachstellen.

Ich lasse nach dem Flugtag meine Akkus wie sie sind. Vor dem nächsten Flugtag entlade ich erst und lade sie dann voll auf. Kann man aber auch anders machen, Hauptsache man entlädt sie vor dem Aufladen.
Während des Flugtags lade ich schon mal nach ohne vorher zu entladen. Das kann man schon mehrmals machen ohne dass der Memoryeffekt zuschlägt. Zuhause dann wieder entladen.

Hat eigentlich jemand schon die neuen GP-2000mAh ausprobiert ? Die sind in Mignongröße, echte Winzlinge für 2000 mAh. Wäre schön wenn sich diese für Empfängerversorgungen eignen würden.

Grüße
Kurt

27.08.2002, 23:47
Kann ein Akku sich für die Empfängerstromversorgung nicht eignen? Ein paar Ampere sollte doch jeder aktuelle aushalten.

Looser27
28.08.2002, 09:26
Warum setzt Ihr für den Empfänger keine Twicells ein?
Die sind klein, leicht und haben Kapazitäten ab 700mAh. In Eurem Fall eher Mignon-Größe mit 1600mAh. Die brauchen nicht entladen zu werden und vertragen trotz NiMH sehr gut das Ladeprogramm für NiCd-Akkus (steht auch so in diversen Fachzeitschriften).
Ich selbst verwende die 700er in meinem ECO. Parallel mit dem 1. Akku wird der Empfängerakku geladen. Bis ich fertig bin mit Laden, ist der dann auch voll.

Viele Grüße

Thomas

Steffen Graap
29.08.2002, 11:39
Hallo

Ich benutze zur Feststellung des "Füllstandes" meines Accus einen Accuwächter, welcher den Strom mißt der in oder aus die Zellen fließt. Beim Laden zeigt er mir genau an ob der Accu voll ist, beim Entladen weiß ich genau wieviel mAh ( in % ) raus oder noch im Accu sind. Den Accuwächter gibt es bei ELV ( www.elv.de )unter der Best.Nr.:68-378-42 für 12,90€
Das ganze funktioniert mit einem Phillips Schaltkreis SAA1501. Übriegens ist diese Schaltung auch in den "Phillishave"-Rasierern, dort alllerdings mit LCD. Der Bausatz ist mit 6 LED´s für 10%,20%,40%,60%,80%,100% Füllstand ausgerüstet. Ich habe ihn mit dem Accupack in durchsichtigen Schrumpfschlauch eingeschrumpft, da der Wächter immer mit dem Accu verbunden sien muß, um jegliche Ladung oder Entladung festzustellen. Einziger Nachteil, man muß ein wenig rechnen, und die Schaltung selbst zusammenbauen, aber mit beiliegender Anleitung kein Problem.
Ich benutze die Schaltung schon seit fast einem Jahr ohne Probleme. Wenn mein Accu auf 40% runter ist wird er entladen und wieder aufgeladen

Uli Haslinde
29.08.2002, 13:30
...Das funktioniert aber nur bei konstanter Kapazität der Akkus. Wenn man die Spannung kontrolliert, zumal mit Tiefspannungsspeicher, hat man noch Chancen einen defekte Zellen vor dem endgültigen Zusammenbruch zu entdecken.

Steffen Graap
29.08.2002, 16:37
Hallo

Da man die Schaltung für eine Kapazität berechnet, wird beim laden (Ladegerät mit automatischer Abschaltung) der Accu bei defekter Zelle(n) voll sein und der Lader die Ladung beendet, bevor der Wächter den Accu als voll meldet. so kann man schon vor dem Fliegen feststellen, das die Kapazität des Accus (egal warum) nicht mehr der berechneten Kapazität enspricht.
Bei Spannungskontrolle (mit Tiefsspannungsspeicher) wieß ich nicht ob der Accu leer ist oder die Elektronik (aus welchen Grund auch immer) nur eine Stromspitze aus dem Accu benötigte, und die Accuspannung zusammenbrach.

MichaelK
29.08.2002, 16:45
Einfach, bewährt :

Schnelladen, 4 Flüge, Schnelladen -] Kapazitätsanzeige des Laders ablesen.

Man bekommt dann ein Gefühl dafür, wieviel Strom das Modell verbraucht (Achtung das kann wie der Spritverbrauch schwanken) und die eingeladenen mAH entsprechen nur etwa den verbrauchten mal einem Faktor von etwa 1.2-1.5.

Danach dient die Kapazitätsanzeige und der Spannungswächter mehr oder weniger als Sicherheitsreserve.

Zum Entladen habe ich in anderem Zusammenhang vor Monaten mal mit Sanyo telefoniert. Hier teilte man mir mit, dass Entladen und Formatieren hohe Belastungen der Zellen darstellt und die Lebensdauer erheblich mindern kann. Man sollte -nach Sanyo- dies etwa nach 50 Ladezyklen durchführen, nicht öfter.

Wegen Empfänger / 401 braucht man sich m.E. nach keine Sorgen machen (persönliche Erfahrung ohne Gewähr!), ich bin schon versehentlich mit "leerem" NT gestartet, er fliegt dann, als ob man durch Gummi hindurch steuert (die Servos sind langsam) und das Heck schwingt. Ich hatte daraufhin Robbe nachgefragt, dort sagt man, die Empfänger 148 sind bis 3Volt runter ohne Reichweitenänderung spezifiziert.

happy landings

Übble
30.08.2002, 10:28
Hallo!

Ich bin noch ein echer Anfänger und werde am Samstag (morgen) mit einem Erfahrenem Heliflieger meine Uni einstellen. Leider habe ich ein Standert (Graupner) Ladegerät 500, 150, und 50 mAh und einen Empfängerakku mit 3Ah, Ich wollte mit diesem Akku verhindern, dass mir der Saft in der Luft ausbleibt! Da mein (mechanischer) Kreisel und alle Servos unter Belastung knapp über 1500 mAh verbrauchen kann ich also sichere 1 1/2 Stunden fliegen ohne zu laden (bei wenig Servolast: Schweben ruhiger Rundflug braucht der Heli nur 1200 mAh) mein Problem ist nur, dass mein Ladegerät nicht entladen kann und ich keinen Akkuwächter habe. Um sicherzugehen genug Strom zu haben möchte ich vor jedem Flugnachmittag einen frisch gefüllten Akku haben. Dazu muss ich ihn aber (wegen Memmorie effekt), so glaubte ich, vorher entladen!

Meine frage: Gibt es Möglichkeiten den Akku ohne Geräte zu entladen, ohne das er Schaden nimmt?

Philip
PS: (danke, dass ihr euch das alles durchgelesen habt)

Roland Fiedler
30.08.2002, 10:47
Hallo Übble,

zuerst bitte Deine Rechnung noch mal überprüfen. Zum einen kann man die Akkus nicht zu 100% leersaugen, sondern die Spannung bricht unter Last schon vorher mal zusammen. Zum zweiten brauchen die Servos im Flug unter Belastung mehr Strom, als wenn Du sie im Stand testest. Also hier genügend Sicherheit einbauen.
Bei meiner Genesis mit recht schnellen Servos komme ich auf ca. 600mAh für 3 Flüge a 12-15min. Das nur als ungefährer Anhaltspunkt, da Leichtgängigkeit, Vibrationen und andere Servos großen Einfluß haben.

Zum Entladen, klar kann man den Akku z.B. mit einer Autolampe belastet auf 0,9V pro Zelle entladen. Bitte mit dem Messgerät dabei bleiben.

Ich würde in jedem Fall einen Computerlader mit entsprechenden Pflegeprogrammen empfehlen. Eine Mißhandlung des Akkus kann einen Crash des Modells bedeuten. Da ist ein Lader schon eine sinvolle Investition, oder?

BlackMoskito
30.08.2002, 13:02
Hallo Kurt!

Habe die GP2000 NiMH AA HR6 in meiner Digikammera getestet.
Sind echt super, noch wesentlich besser als die 1800er.

;) Tipp: z.Z. hat Reichelt-Elektronik die 2000er als Viererpack mit nem kleinen nützlichen Täschchen für €12 im Angebot!!!.
Hatte da auch zugeschlagen :D .

Ob ich die auch als Empfängerakku verwende weiß ich noch nicht, meinen 1400er habe ich seit 2,5 Jahren und bin auch sehr zu frieden.
Pflege sie aber auch regelmäßig mit dem Powerpeak Infinity II.


Gruß
BlackMoskito
Ingo Braun

Der Urquell aller technischen Errungenschaften ist die göttliche Neugier und der Spieltrieb des bastelnden und grübelnden Forschers und nicht minder die konstruktive Phantasie des technischen Erfinders.
Sollen sich auch alle schämen, die gedankenlos sich der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen, und nicht mehr davon geistig erfaßt haben, als die Kuh von der Botanik, die sie mit Wohlbehagen frißt.
Albert Einstein

Uli Haslinde
30.08.2002, 13:30
Hallo Steffen,
sowohl die eingeladene als auch die entnommene Kapazität läßt nur statistische Rückschlüsse auf den Zustand des Akkus zu.
Ich möchte aber nicht wissen, daß dem Akku erst 297 mAh entnommen wurden bevor die Spannung zusammengebrochen ist. Ich möchte gewarnt werden, daß die Spannung bald zusammenbrechen wird und zwar bevor der Heli aus dem Himmel fällt.
Im ersten Fall liegt da nämlich ein kaputter Heli, im zweiten Falle mache ich den Motor aus und schaue nach, was los ist.
Es ist gleichgültig warum die Spannung einbricht. Ob nun der Akku leer ist, zu hohen Innenwiderstand hat oder ein Schalter sich gerade verabschiedet oder die neuen Servos plötzlich viel mehr Strom ziehen als gewohnt usw. In allen Fällen leuchtet bei mir was rot und es warnt ein Summer.

Als Praxisbeispiel folgenden Fall: Der Heli eines Freundes zeigte plötzlich ungewohnte Spannungseinbrüche trotz vollgeladenen Akkus (mit Kontrolle der eingeladenen Kapazität). Als Ursache stellte sich der Schalter heraus, der Kontaktschwierigkeiten hatte. Dank Spannungskontrolle blieb es beim Austausch des Schalters. Mit Deiner Methode wäre das anders ausgegangen.

Zur Kontrolle der Restkapazität reicht auch ein vernünftiges Ladegerät. Wenn man einmal ermittelt hat, was so pro Flug wegfließt, dann kann man ja recht einfach und zuverlässig den Ladezustand beurteilen.

Swiss eRaptor
30.08.2002, 15:49
Hallo zusammen

@Übble
Ja, das Reflex Ladeverfahren verhindert den Memoryeffekt, deshalb musst du vor dem Laden nicht mehr entladen.
Reflexlader gibts verschiedene, ich habe einen von Oribt (www.orbitronic.de)

JaWu
30.08.2002, 16:11
Es führt kein Weg daran vorbei!
Nach jedem Flugtag den Akku entladen (Aber nur über ein geeignetes Ladegerät) und vor jedem Flugtag wieder aufladen.
Ich verwende ein Schulze isl 6-430d . Diesem überlassen ich die ganze Zellenwartung. Ich merke mir nach jedem Entladevorgan die Restkapazität. Somit weis ich genau, wieviele Flüge ich mit einer Ladung machen kann. Nach 3-5 Zyklen lasse ich den Akku ein 3-maliges Entladen -Laden durchlaufen. Am Ende sehe ich an den eingeladenen mAh´s ob der Akku noch taugt, oder ob sein Lebensende naht ;( . :D Alle halbe Jahr entlade ich meine Empfängerakkus über einen Wiederstand mit 10 Amper und messe dabei die Spannungslage.
Ich verwende als Akku nur die Cut OFF Varianten, da diese eine bessere Spannungslage unter Last haben und Schnellladungen besser verkraften. Ich setze 5-Zeller ein. So habe ich die sicherheit, bei Ausfall einer Zelle, vorausgesetzt sie leitet den Strom noch weiter, das ich unbeschadet landen kann.
:D Ein Spannungswächter kommt bei mir nicht zu Einsatz, da dieser nur im Letzten Augenblick nützlicvh sei kann, wenn die Spannung der Zellen föllig zusammenbricht.
Anständig gewartete Akkus machen so einen Wächter überflüssig. ;)

Übble
31.08.2002, 10:58
Vielen Dank für die Antworten! Ich habe in der Tat meine Servos nur ohne Belastung gemessen! Mit allen Servos in bewegung (rudern an der Fernsteuerung) brauchen sie 1500mAh in einer Stunde. Da mein Akku 3000mAh hat dachte ich: Rechnerisch könnte er 2 Stunden fliegen + Sicherheit = 1 1/2 Stunden fliegen! Wieviel meine (5* Graupner 4041) Servos und der (mechanische) Kreisel unter last verbrauchen weiß ich nicht! Vieleicht sollte ich 800mAh pro 30 min also 1600mAh in der Stunde rechnen dann kann hoffentlich nicht so viel passieren!

Und nach 3 Flügen wird der Akku sowieso entladen und für den Nächsten tag wieder geladen!

Die Tipps mit den Ladegeräten werde ich mir zu herzen nehmen!

Philip